Mit Kapitel 35, habe ich natürlich das hier gemeint, es wird bei anders gezählt, weil das erste Kapitel eigentlich ein Prolog ist. Das heißt oben steht Kapitel 36, obwohl dies hier erst Kapitel 35 ist... aber egal.
Es tut mir unglaublich Leid, dass ich so spät dran bin. Aber hier muss ich wie gesagt die Kapitel noch abtippen und ich hatte dazu die ganze Zeit keine Möglichkeit. Aber da ich nicht untätig bin, habe ich mir nun ein Netbook angeschafft und kann schneller updaten... Versprochen!
Also, dieses Kapitel beinhaltet Lemon, das heißt es werden detaillierte Sexszenen vorkommen. Wer es nicht mag, kann einfach drüber weg lesen, man verpasst dadurch nichts..
lg
e-z
Kapitel 35 - Heimweh
Urplötzlich löste sich Severus von mir und ich musste mich am Beckenrand festhalten um nicht unterzugehen. Eilig wandte er sich ab und kletterte mit den Worten "Ich bin immer noch sauer!", aus dem Pool.
Einen Moment lang, blieb ich noch im Wasser und lächelte verträumt vor mich hin, bis ich mir wieder in Erinnerung rief, dass Severus gerade gegangen war.
Alarmiert stieg ich ebenfalls aus dem Pool, schnappte mir meine Sachen und lief ihm hinterher ins Hotel hinein.
Er ging nicht sonderlich schnell und so hatte ich ihn bereits an seinem Zimmer wieder eingeholt.
Als er seinen Raum betreten, schlüpfte ich hinter ihm durch die Tür hindurch und er drehte sich genervt zu mir um.
"Was?" fauchte er und ich machte instinktiv wieder einen Schritt zurück. Er war noch immer in der Lage, mir Angst einzujagen.
"Du kannst doch nicht wirklich sauer auf mich sein...", begann ich vorsichtig. Severus zückte seinen Zauberstab und trocknete damit seine Kleidung.
"Kann ich nicht?" fragte er kalt und ich zog eine Schnute.
"Ich habe mich doch entschuldigt", murmelte ich reumütig. Inzwischen tat es mir wirklich Leid, ich wollte nicht, dass er mit mir böse war. "Von mir aus, darfst du mich auch ins Wasser schmeißen, wenn es dir dann besser geht!"
Ausdruckslos kam er auf mich zu, ich machte noch einen weiteren Schritt zurück und prallte gegen die geschlossene Tür.
"Denkst du wirklich, dass mich so ein bisschen Wasser stört?" fragte er leise und ich blinzelte ein paar Mal irritiert.
"Ich fürchte, ich kann dir nicht ganz folgen...", murmelte ich leise und blickte in seine dunklen Augen. Ich konnte keinen Funken Wut oder Ärger in ihnen erkennen, aber ich hatte ihm schon immer sehr schlecht seine Gefühle ansehen können. Dennoch war dort etwas in seinem Blick, dass ich sonst nicht sah. Etwas das mich gefangen nahm und mir einen kalten Schauer über den Rücken jagte.
"Wirklich nicht? Ich dachte du weißt sonst immer über alles Bescheid?" entgegnete er und schien eindeutig amüsiert zu sein.
"Nicht über alles, mit slytherinschen Methoden kenne ich mich beispielsweise überhaupt nicht aus", erklärte ich ihm und auf seinem Gesicht war der Ansatz eines Grinsen zu sehen.
"Das trifft sich gut"
Überraschend zog er mich noch näher an sich heran und ehe ich wusste wie mir geschah, spürte ich seine warmen Lippen auf meinen. Ich ließ meine Sachen fallen und schlang meine Arme um seinen Hals. Meine nassen Haare ließen Wassertropfen durch mein Gesicht laufen, aber das nahm ich gar nicht mehr war.
Severus bugsierte mich langsam in Richtung des Bettes und ich fiel rückwärts in die weichen Laken.
Schwer atmend und mit rotem Gesicht blickte ich zu ihm auf.
"Du wolltest mich nur auf dein Zimmer locken", stellte ich empört fest und er zuckte belanglos mit den Schultern.
"Slytherin!", entgegnete er, kniete sich über mich und küsste mich wieder. Es war genau wie die ersten paar Male, die wir uns geküsst hatten. Mein Herz raste, mein Blut kochte und mir wurde schwindelig.
Es schien eine Ewigkeit her zu sein, seit ich ihn das erste Mal bei Berry geküsst hatte. Und trotzdem war er mir seither nicht mehr aus dem Kopf gegangen. Ich hatte ihn von Anfang an gewollt und mein Verlangen nach ihm, war mit jedem Tag den wir zusammen verbracht hatten, gewachsen.
Ich war hungrig nach ihm.
Seufzend fuhr ich mit den Händen durch seine weichen Haare und küsste sehnsüchtig seinen Hals.
Mit jedem Kuss und jedem Kleidungsstück das wir ablegten wurde die Erinnerung an die letzten zwei Monate unwirklicher. Der Stress, die Peinlichkeiten, die Streitereien, all das verschwand schließlich.
Ich ließ meine Hände von seinen Haaren auf seinen nackten Rücken wandern und genoss das Gefühl seiner warmen Haut unter meinen Fingern.
Mein Herz gab sich alle Mühe meinen Brustkorb zu durchbrechen, als ich seine sanften Hände auf meinen Brüsten spürte.
Ein wohliger Schauer überkam mich, während er meine Brüste knetete und massierte und gleichzeitig leicht in meine Schulter biss.
Ich fühlte seine harte Erektion zwischen meinen Beinen und vergrub meine Fingernägel in seinem Rücken.
Ich wollte ihn so sehr, dass es weh tat. Viel zu lange hatte ich auf diesen Moment gewartet.
"Bitte, Severus", seufzte ich und schob ihm mein Becken entgegen.
Ich hörte ein raues Lachen in seiner Kehle, ehe er sich ein wenig aufrichtete und sich schließlich mit einem harten Stoß in mir versenkte.
Ich schrie laut auf und war mir sicher, ich würde sichtbare Spuren auf seinem Rücken hinterlassen, denn wieder hatte ich meine Fingernägel in seine Haut gekrallt. Severus hingegen schien das gar nicht wahrgenommen haben, seine schwarzen Augen blickten lustvoll in meine, bevor er mich wieder küsste und mir leicht in die Unterlippe biss.
Mir war klar, ich hätte genau in diesem Moment sterben können und ich hätte nichts bereut. Das war es, was man als perfekten Moment bezeichnete und nie zuvor in meinem Leben hatte ich etwas vergleichbares gefühlt.
Ich schlang meine Beine fest um ihn und zwang ihn damit tiefer in mich zu dringen.
Langsam begann er sich in mir zu bewegen, ich warf seufzend meinen Kopf zurück und nahm seinen schneller werdenden Rhythmus auf.
Meine Lust berauschte mich, ließ mich Dinge rufen, an die ich mich eine Sekunde später nicht mehr erinnerte. Ein unglaublicher Druck schien sich in mir aufzubauen und ließ mich unkontrolliert keuchen, während er immer härter in mich stieß.
Wie eine Zug der mich überrollte, kam es über mich, nahm mich in meinen Empfindungen gefangen und brachte mich dem Ziel immer näher.
Eine unsägliche Hitze stieg in mir auf und ich versank mit einem lauten Stöhnen in einem Höhepunkt den ich niemals zuvor so stark gespürt hatte.
Urplötzlich wurden auch Severus` Stöße unkontrollierter, bis er schwer atmend mitgerissen wurde und auch er den Höhepunkt erreichte..
Ich rang nach Luft und kämpfte mit meinem Bewusstsein.
Severus hatte den Kopf erschöpft auf meiner Schulter abgestützt und bemühte sich offenbar ebenfalls darum wieder der Herr seines Handelns zu werden.
Ich fuhr mit der Hand nochmal durch seine Haare. Er blickte wortlos zu mir auf und küsste mich kraftlos.
Es war perfekt, jede Sekunde mit ihm zusammen war perfekt.
Ich erwachte irgendwann am späten Nachmittag. Ich lag eng an Severus gekuschelt und meine Hand ruhte in seiner.
So gut hatte ich lange nicht mehr geschlafen, ich war mir nicht einmal sicher ob ich überhaupt schon einmal so gut geschlafen hatte.
Lächelnd hob ich den Kopf und blickte zu ihm auf, anscheinend war er schon länger wach.
"Wie viel Uhr ist es?" fragte ich und rieb mir die Augen.
"Ungefähr 4", antwortete er und ich seufzte enttäuscht.
"Ich hab den ganzen Tag verschlafen", murmelte ich.
"Dann werde ich dich heute rechtzeitig schlafen lassen", bemerkte Severus amüsiert und ich schüttelte schnell den Kopf.
"Nein, nein. Das ist schon in Ordnung. Ich könnte auch gut den restlichen Tag im Bett verbringen", antwortete ich schnell und rückte noch dichter an ihn heran.
"Dafür hätten wir nicht extra verreisen müssen", gab er zu bedenken und ich grinste.
"Unter den Umständen, wäre ich auch gerne zu Hause geblieben."
"Hätte ich das mal vorher gewusst", seufzte er und ich kicherte.
Gähnend setzte ich mich im Bett auf.
"Ich könnte allerdings was zu essen vertragen", bemerkte ich und sah ihn fragend an.
"Ich dachte du wolltest im Bett bleiben?"
Ich zuckte mit den Schultern und griff nach meinen Klamotten.
"Es läuft nicht weg, oder?", meinte ich überzeugt und begann mich anzuziehen. Das Lebensbedürfnisse auch immer dann störten, wenn es am schönsten war.
"Manchmal geschehen die seltsamsten Dinge...", verkündete er unheilvoll und ich lachte kurz.
Etwa eine halbe Stunde später, verließen wir das Hotel um außerhalb etwas zu essen.
Ich wollte nicht wieder im selben Restaurant essen und ich musste einiges an Überzeugungskraft anwenden um Severus dazu zu bringen, etwas in der Nähe des Strandes zu suchen.
Leider hatte weder er, noch ich eine Ahnung in welcher Richtung der Strand lag. Wir gingen einfach in eine Richtung und nach einiger Zeit, beschlich mich das Gefühl, wir entfernten uns immer weiter vom Strand, als das wie ihm näher kamen.
Zu allem Unglück zogen nun auch noch schwarze Regenwolken auf.
"Ich glaube wir gehen besser wieder zurück zum Hotel und essen dort", murmelte ich erschöpft, denn inzwischen war mein Hunger so groß, dass mich der Strand gar nicht mehr interessierte.
"Wenn du willst", entgegnete Severus ein wenig genervt und wir drehten uns um.
Der Weg, den wir schließlich zurück gingen, kam mir allerdings kein bisschen bekannt vor, aber ich vertraute darauf, dass Severus wusste wo wir waren.
Als wir allerdings nach einer weiteren halben Stunde in einer völlig verlassenen Gegend stehen blieben, beschlich mich das ungute Gefühl, dass auch er nicht wusste, wo es lang ging.
Inzwischen regnete es in Strömen und ich stellte mich schutzsuchend unter einen riesigen alten Baum.
"Gib es zu, du hast dich verirrt", murmelte ich und sah zu, wie er sich im Regen nach dem richtigen Weg umsah.
"Unsinn", tat er verärgert ab. "Ich weiß nur im Augenblick nicht genau, wo wir sind."
"Das verstehe ich unter verirrt", erklärte ich trocken. Ich war froh darum, dass der Regen wenigstens warm war, da ich in kurzer Hose und T-Shirt unterwegs war.
Severus trug hingegen seine üblichen schwarzen Sachen und selbst jetzt, wäre es mir darin zu warm. Ich vermutete allerdings, dass er für solche Fälle einen Zauber anwandte.
"Dir ist vielleicht entgangen, das ich ein weißes T-Shirt trage und es wird nass!", bemerkte ich und verschränkte die Arme vor der Brust.
Severus musterte mich kurz und hob eine Augenbraue.
"Ist mir aufgefallen und es war schon vorher durchsichtig.", gab er unbeeindruckt zurück.
"Wie schön!", fauchte ich. Offenbar war es zu viel verlangt, dass er mich schon im Hotel darauf aufmerksam machte.
"Gut, ich denke ich weiß jetzt wo es lang geht!", erklärte er und kam auf mich zu.
"Sicher?" Zweifelnd erwiderte ich seinen Blick.
Severus ergriff entschlossen meine Hand und wir apparierten.
"Daran hätte ich nicht gedacht", gab ich zu, als wir uns in seinem Hotelzimmer wiederfanden. Manchmal vergaß ich einfach, dass ich eine Hexe war. Erst recht nach der ganzen Zeit, die wir ohne Zauberstab auskommen mussten.
"Hab ich bemerkt", entgegnete er amüsiert. Mit Hilfe meines Zauberstabs trocknete ich dann meine Kleidung und Severus kümmerte sich darum, dass wir etwas zu Essen aufs Zimmer bekamen.
"Hätte ich vorher gewusst, dass es unmöglich ist den Strand zu finden, hätten wir das Bett wirklich nicht verlassen müssen", gab ich zerknirscht zu, setzte mich auf die Fensterbank und blickte hinaus. Es regnete noch immer und in der Ferne konnte ich einen Blitz erkennen.
"Dann hättest du heute aber nichts von der Landschaft gehabt.", widersprach Severus mir und holte aus seinem Schrank einen Stapel Bücher, die er dann auf dem Tisch ausbreitete.
"Regen hätte ich in London auch gehabt", brummte ich verstimmt.
Severus musterte mich spöttisch und verschränkte die Arme vor der Brust.
"Hast du etwa Heimweh?"
Ich schüttelte entschlossen den Kopf.
"Niemals, mein zweiter Vorname ist Urlaub!", erklärte ich empört, obwohl ich mich wirklich nach meiner Heimat sehnte.
"Wir können jederzeit nach Hause fliegen", meinte Severus ernst und ich blickte ihn schweigend an.
Es war seltsam, wir waren erst eine Nacht hier und ich wollte wirklich schon wieder Heim. Ob nun der Regen Schuld daran war, oder die Tatsache, dass ich von unserer Flucht noch die Schnauze voll von Brasilien hatte, wusste ich nicht genau.
„Und dann?", fragte ich unsicher. Nach Hause fliegen bedeutete auch, dass wir kein Zimmer mehr nebeneinander hatten. Jeder hatte sein eigenes Heim und diese lagen Kilometer voneinander entfernt.
Severus hob eine Augenbraue, vermutlich wusste er nicht, worauf ich hinaus wollte. Klar, er hatte so lange alleine gelebt, er mochte seine freie Zeit sicherlich, aber ich war ohne ihn verloren.
„Dann solltest du Potter besuchen und ihm zeigen, dass du noch lebst.", entgegnete er langsam.
„Und was machst du?"
Ich sah in seinen Augen, dass er offensichtlich verstanden hatte, worum es mir ging.
„Ich warte in deinem Bett und sehe mir den König der Löwen an.", sagte er leicht amüsiert und ich lachte erleichtert. Er hatte also nicht vor, nach dem Urlaub einfach wieder seinen eigenen Weg zu gehen. Anscheinend spielte ich auch in England noch, eine Rolle in seinem Leben.
„Hakuna Mattatah", Severus blinzelte verständnislos und ich winkte eilig ab. „Das wirst du verstehen, wenn du den Film gesehen hast."
„Klingt ja viel versprechend", murmelte er, wenig begeistert.
