A/N: Nabend. Diesmal ist es erst Samstag, aber wen kümmert das schon? ;) Mein Urlaub ist inzwischen vorbei. Na ja. °hmpf° Aber morgen ist ja noch der Sonntag zum Ausschlafen, wenn ich eventuell nachher noch bis in die Nacht hinein schreibe. Wer weiß. :o)
Zum Kapitel muss ich sagen, dass ich dieses ganz besonders mag. Erst meine Vorliebe für Ginny °quietisch°, dann eines dieser Gespräche zwischen Herm und Severus, die so derben Spaß machen, sie zu schreiben, und zu guter Letzt noch Ron und Hermine... Nya, seht's euch an. Hoffe, ihr werdet eure Freude dran haben. °smile°
oOo
Muchas Gracias – oder so:
- meinen Betas Svenja und Meg
- Schnuffi: Also ehrlich, ich liebe deine Reviews. Hab da immer was zu lachen. Ich hoffe nur nicht, dass du nicht ganz so chaotisch bist, wie du wirkst. ;)
- Maia May: Ja, du fantasierst in der Tat sehr, was Harry und Severus betrifft. Aber mal sehen, in manchen Dingen liegst du sicherlich nicht ganz falsch. °smile°
- Smena: Na, wie unwahrscheinlich ist es, dass Severus sich nicht ärgert, dass Hermine nicht mitgekommen ist? ;) (Und das klingt jetzt komplizierter, als es ist. °grins°)
- Loki Slytherin: Kann's sein, dass du ziemlich schnell bist? Auch im wahren Leben? °grins°
- Aniskywalker: Ich merke, dass du viel zu tun hast, ich warte noch auf meine Mail. Übrigens erfährst du schon am Anfang jeden Kapitels, ob du reviewt hast oder nicht. Stehst du in den Dankes oder nicht, ergo... ;o)
- Megchen: Nya, sagen wir mal so, ich habe genug geschimpft und dir kann ich ja eh nie böse sein. °seufz° Übrigens schicke ich Svenja demnächst wieder Pitels. :)
- Witch: Zwei Fragen in einem Satz, so was! Also: 1. ich habe die Geschichte noch nicht beendet, aber sie wird so an die 80 Kapitel haben. – Mindestens. Wenn ich sie denn mal beende. °momentan ne Krise hat° 2. Bis die beiden sich näher kommen, wird es noch ein wenig dauern, da müsst ihr euch gedulden. Ich will der Story ja auch Inhalt geben. °smile°
- Saxas13, moonshine11 und Karin
So...
Grüßlis, LeakyC
oOoOoOo
oOoOoOo
37. Geheimnis
Samstag Morgen waren die drei Freunde gerade auf dem Weg vom Frühstück zurück in den Gryffindorturm, als sich Harry an Hermine wandte: „Du, Herm?"
Bei dem Tonfall zog Hermine automatisch eine Augenbraue hoch. „Was willst du?"
Harry verzog den Mund. „Och, man kann dich um nichts bitten, ohne, dass du es vorher schon weißt", schmollte er. „Dabei wollt ich doch erst mal ein bisschen schleimen."
„Erzähl mir doch erst mal, was du haben willst, bevor du schleimst. Vielleicht ist es ja gar nicht nötig", antwortete das Mädchen schmunzelnd.
„Hm. Da ist was dran." Harry grinste. „Also gut. Eigentlich sollte es Ron für mich erledigen, aber das kann ich ihm nicht antun. Und ich dachte, da du einen ganz guten Draht zu Snape hast..."
„Snape?", fragte Hermine verwirrt, nicht wissend, ob Harry ernst meinte, was er sagte.
„Jaah... Ich hab heute Abend noch mal Quidditchtraining und ich muss noch einmal den Trank bei Snape holen. Ab Montag darf ich es ja schon allein mixen."
„Mixen!" Hermine legte einen tadelnden Ton an den Tag. „Harry, bitte, du solltest -"
„Okay, okay." Er hob die Hände. „Ich nehme es sehr ernst, versprochen."
„Ich find es ohnehin schon bemerkenswert, dass Snape dich allein brauen lässt, da musst du ihm auch beweisen, dass du es hinbekommst. Oder nicht?"
Der Gryffindor nickte und zwinkerte ihr dann zu. „Hab ja auch noch dich."
Kopfschüttelnd, aber schmunzelnd lief Hermine voran. Unverbesserlich, das waren sie!
Als sie an der Fetten Dame ankamen, sagte Ron auf einmal: „Hey, das hab ich ja fast vergessen. Nächstes Wochenende ist das letzte Mal Hogsmeade für dieses Jahr, wenn ich mich recht erinnere."
„Aber doch nur für die unteren Klassen", entgegnete Hermine.
Ron lachte. „Erzähl mir doch nicht, dass du Zauberkunst in den Drei Besen pauken willst."
Hermine errötete leicht. Ja, sie hatte tatsächlich einen Moment vergessen, dass in den nächsten Wochen ein schweres Lernprogramm auf dem Plan stand. In acht Wochen waren die Abschlussprüfungen. „Aber ich denke trotzdem nicht, dass wir das letzte Mal gehen werden", warf sie schnell ein.
Ron und Harry blickten sich vielsagend an, was Hermine ärgerte. „Also, ich gehe auf dem Schwarzen Brett gucken." Und so trat sie durch das geöffnete Portraitloch und lief schnurstracks zum Aushang im Gemeinschaftsraum hinüber. Ihre zwei Freunde folgten ihr.
„Seht mal." Sie deutete auf ein Stück Pergament. „Den Abgängern steht nach dem Abschlussbankett am 29. Juni die Große Halle zur Verfügung, eigens organisierte Feierlichkeiten weiterzuführen."
„Das nenn ich mal 'ne gute Nachricht", freute sich Ron.
„Ich hoffe nur", sagte Hermine nachdenklich, „dass alle vier Häuser zusammen feiern. Ich fände es schade, wenn wir uns in einem bestimmten Bereich aufhalten müssten und uns um die Musik streiten würden."
„Ach, Herm, mach dir doch nicht schon wieder so viele Gedanken." Harry machte eine wegwerfende Handbewegung. „Lass uns lieber planen."
„Das nächste Hogsmeade-Wochenende? Ich gehe mit Ginny. Kommt ihr mit? Also, gehen wir zu viert? Das fände ich schön. Noch einmal..." Hermine seufzte.
„Guck mal, da wird jemand sentimental", hänselte Ron sie.
„Ach weißt du...!" Hermine guckte ihn böse an.
„Hey. Nicht streiten. Wir machen das so", unterbrach Harry sie. „Wir gehen zu viert."
„Gut." Hermine strahlte ihn zufrieden an. Dann wandte sie sich um. „Ich hab zu tun. Bis später."
„Soso, sie hat zu tun", hörte sie Ron noch murmeln, als sie die Treppe zu den Schlafsälen hoch lief. Sie ging aber nicht in ihren eigenen, sondern noch eine Tür weiter bis zu Ginnys Zimmer.
Sie klopfte kurz an und steckte dann den Kopf zur Tür herein.
Ginny blickte ihr freudestrahlend entgegen. „Hi."
„Hi ", grüße Hermine zurück und ging zu ihr. Ginny saß am Schreibtisch, auf dem verschiedene Bücher und einige Pergamentrollen verteilt lagen. „Na, was machst du?"
„Strafarbeit", knurrte ihre Freundin und das Lächeln war verschwunden.
„Du?", fragte Hermine erstaunt.
Ginny lachte auf. „Ja, auch das soll es schon gegeben haben. Aber okay, du hast Recht. Es sind nur die Hausaufgaben in Verwandlung. McGonagall hatte schlechte Laune."
Hermine warf einen Blick auf die Unterlagen. „Oh, das wird eine Heidenarbeit. Aber wenn es dich beruhigt, wir durften es damals auch machen. Die gute Frau verfällt jedes Jahr in die gleiche Abschlussprüfungspanik. Und ich weiß nicht mal, warum, immerhin habt ihr noch ein Jahr!"
„Mir hat sie gestern an den Kopf geworfen, dass ich nicht mal Lumos beherrschen würde." Ginny verschränkte die Arme.
Hermine tätschelte ihr mitleidig die Schulter. „Da siehst du mal, wie durcheinander sie schon ist. Lumos ist ein Spruch aus der Zauberkunst."
Ginny verzog das Gesicht. „Ich fand das gemein. Seit wann ist sie so ausfallend?"
„Kopf hoch." Hermine nahm ihre Hand. „Ich hab auch gute Nachrichten."
Seufzend ließ sich das jüngere Mädchen vom Stuhl ziehen.
„Am nächsten Wochenende ist doch das letzte Mal Hogsmeade", begann sie.
Ginny nickte.
„Und wir gehen zusammen hin, hm?"
Wieder ein Nicken.
„Und was glaubst du, wer mit uns gehen wird?"
Ginny legte die Stirn in Falten. „Keine Ahnung!"
Hermine rollte mit den Augen. „Denk nach, Dummchen." Sie schnippte ihr mit einem Finger leicht gegen die Stirn.
Plötzlich bekam die einzige Weasley-Tochter große Augen. „Nein?"
Hermine grinste sie breit an. „Oh doch."
„Ah!" Ginny riss sich von ihr los. „Und das sagst du mir erst jetzt?"
„Ich habe es auch gerade erst abgemacht. Außerdem... Was ist los, freust du dich nicht?" Hermine legte misstrauisch den Kopf schief und blickte ihre Freundin durch leicht verengte Augen an.
„Doch. Doch, aber..."
„Nichts aber. Das wird lustig", versicherte Hermine ihr. „So, und nun sei schön fleißig." Sie schob das Mädchen zum Schreibtisch zurück.
„Du hast gut reden", meinte Ginny. „Als ob ich mich jetzt noch konzentrieren könnte."
„Es ist noch eine Woche", entgegnete Hermine. „Wenn du nächsten Freitag Panik machst, werde ich Verständnis haben. Heute nicht."
„Intolerante Ziege", schimpfte Ginny schmollend.
Hermine lachte. „Verknalltes Huhn." Sie ging zur Tür. „Bis später." Damit verließ sie den Raum.
Ja, das würde ein gutes nächstes Wochenende werden. Sie hatte es schon so lange vor und endlich konnte sie damit beginnen, Ginny und Harry zu verkuppeln. Sie waren wie geschaffen füreinander, das würden sie dann schon noch einsehen.
oOo
Nach dem Abendessen, als Harry sich mit vollem Bauch stöhnend hinter Ginny her aufs Quidditchfeld schleppte (Ron und die Jäger wurde an diesem Abend verschont), machte sich Hermine auf den Weg in den Kerker, um dort seinen Zaubertrank zu holen.
Als sie an Snapes Tür klopfte, öffnete ihr niemand. Hermine trat einen Schritt zurück, blickte den Gang hinunter. „Und wenn...", murmelte sie, dann drückte sie die Türklinke hinab und wider Erwarten öffnete sich die Tür.
Vorsichtig trat das Mädchen ein. Der Kerkerraum war ihr schon suspekt, wenn Snape bei ihr war, doch allein schien er noch um einiges unheimlicher zu wirken. Außerdem ... wer wusste schon, ob sie nicht gleich mit einem Bann belegt, geteert und gefedert wurde!
Sich noch immer wundernd, dass Snape sein Zimmer scheinbar so vertrauensvoll offen stehen ließ, ging sie zum Kessel hinüber, in dem noch ein wenig Trank brodelte.
Sie suchte sich eine Ampulle und wollte gerade eine Kelle Zaubertrank schöpfen, als sie eine raue Stimme zusammenzucken ließ: „Miss Granger!"
Ihr Herz raste, als sie sich umdrehte. „Professor. Ich wollte nur..." Sie deutete ein wenig hilflos auf den Kessel.
„Aber dies ist immer noch mein Büro", erklärte er mit bösem Blick. „Haben Ihre Eltern -"
„Doch, natürlich. Entschuldigen Sie bitte." Und im nächsten Moment wurde Hermine sich darüber bewusst, dass sie ihren Lehrer nun auch noch unterbrochen hatte.
Snape stand nun bei ihr, mit einer Handbewegung flog hinter ihm die Tür ins Schloss und ließ sie ein weiteres Mal zusammenschrecken.
„Wenigstens quält Sie nun ein schlechtes Gewissen", meinte er beinahe gehässig.
Mit hängenden Schultern, sich ärgernd über ihre Dummheit, füllte Hermine etwas von dem Zaubertrank ab. Doch dieser war nun nicht mehr dunkelblau, sondern leicht grünlich . „Sind Sie sicher, Professor?", fragte sie verwundert.
„Miss Granger, was glauben Sie?" Er hatte sich an seinem Schreibtisch niedergelassen.
„Nun ja. Der letzte - ähm - der letzte Trank war blau, oder nicht? Und dieser hier ist - türkis?" Sie hielt das Glasgefäß gegen das schwache Licht einer Lampe.
„Da sehen Sie mal, wie wenig Ihr Freund auf das Acht gibt, was er zu sich nimmt. Sie haben vollkommen Recht, der Trank, den ich Ihnen mitgegeben hatte, war ein anderer. Ich musste ihn verändern. Die Dosierung war deutlich höher und nur für die Anfangsphase der Behandlung gedacht", erklärte Snape.
Hermine nickte verstehend. „Nun ja... Dann - geh ich mal wieder. Gute Nacht, Professor."
„Miss Granger", sagte er recht nüchtern zum Abschied.
Hermine wandte sich zum Gehen, doch an der Tür hielt sie inne. „Entschuldigen Sie, aber -" Sie drehte sich noch einmal um und blickte zum Schreibtisch. „Eins würde mich interessieren: Warum lassen Sie Ihr Büro unbeaufsichtigt offen stehen?"
Snape lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Dem ist nicht so", entgegnete er. „Der Raum ist mit einem Bann belegt. Jeder, der hier keinen Zutritt hat, wird sein blaues Wunder erleben. Lediglich ein paar Personen dürfen frei eintreten."
Hermine runzelte die Stirn. „Schüler auch?"
„Nein."
„Aber -"
Snape sprang auf einmal auf.
„Was haben Sie vor?", wollte das Mädchen überrascht wissen.
„Ein Versuchskaninchen suchen." Er lief auf sie zu.
„Nein." Hermine hob die Hände. „Das ist nicht nötig. Ich kann es mir vorstellen."
Der Zaubertrankmeister hielt inne. „Das glaub ich kaum", antwortete er. „Aber gut." Er machte kehrt.
„Alle Schüler?", harkte Hermine nach.
„Ja."
„Und Schülerinnen?"
„Miss Granger, wollen Sie mich veräppeln?" Snape nahm eine Rolle Pergament zur Hand.
„Also nein?" Blitzschnell kombinierte sie. Irgendwas stimmte hier nicht.
„Ja. Auch Schülerinnen haben keinen Zutritt."
Hermine zögerte nur einen kurzen Moment. Es gab sicher eine ganz einfache Erklärung. „Warum dann ich?"
Er hob den Blick und durchbohrte sie fast.
War sie erneut zu weit gegangen? Plötzlich fühlte sich Hermine gar nicht mehr wohl in ihrer Haut. Was zum Teufel hatte sie geritten?
„Sie sollten jetzt besser gehen."
Hermine nickte nur angedeutet und verließ beinahe fluchtartig den Raum. „Wiedersehen", sagte sie nur noch schnell.
Draußen lief sie im Schnellschritt den Gang entlang und in den Turm hinauf. Sie stellte sich manchmal auch zu bescheuert an! Was auch immer Snape ihr jetzt nicht erzählt hatte, es war ganz offensichtlich nicht für sie bestimmt. Und Himmel, er war doch ihr Lehrer, wie kam sie da überhaupt auf die Idee, ihm solche Fragen zu stellen?
Als sie am Portrait ankam, besann sie sich allerdings ihrer Haltung und holte tief Luft. Wenn sie jetzt so durcheinander in den Gemeinschaftsraum kam, würde Ron sofort misstrauisch werden. Das Thema Snape war noch immer heikel.
Äußerlich ruhig trat sie zu ihrem Freund, der sich mit den Jungs aus seinem Schlafsaal zu einer Runde Koboldsteine eingefunden hatte.
„Hi Hermine", grüßte Dean sie und wollte aufstehen, ihr seinen Sessel anbieten.
„Nein, nein, lass nur", sagte sie schmunzelnd und ließ sich auf Rons Sessellehne nieder. „So kann ich ihn besser ärgern." Sie zwinkerte dem Mitschüler zu und zog an einer von Rons roten Haarsträhnen.
„Mistvieh", zischte der aus dem Mundwinkel.
In diesem Moment machte Neville seinen Zug und klaute Ron einen Stein.
„Das haste nun davon", lachte die Braunhaarige.
„Alles nur deine Schuld", knurrte ihr Freund.
In diesem Moment öffnete sich das Portrait und vier in rot gekleidete Personen traten hindurch.
„Ginny?" Hermine blickte ihre tropfnasse Freundin fragend an.
„Guck doch mal raus! Es stürmt! Gießt wie aus Eimern!", rief ihre Freundin aufgebracht und deutete zum Fenster.
„Nur keine Panik", versuchte sie, die Jüngere zu beruhigen. „Ihr habt noch zwei Wochen."
Missmutig stapfte Rons Schwester von dannen.
Harry kam herüber. „Herm, warst du schon bei Snape?"
„Ah, ja." Sie griff in ihre Umhangtasche. „Bitte!" Sie reichte ihm das Fläschchen und zog ihren Zauberstab hervor. „Hoffentlich hat euch Filch nicht gesehen. Veloris siccum."
Im nächsten Moment lächelte Harry sie dankbar an. „Wir hätten auch mal auf die Idee kommen können, uns abzutrocknen", gestand er.
„Mann, quatsch' nicht, sondern zieh dich um!", mischte sich Ron ein. „Ich geh hier ein."
Während Harry sich zu ihm beugte und sein Spiel betrachtete, machte sich Hermine auf den Weg zu Ginny. Sie wollte ihre Freundin ein bisschen aufbauen und sie auf das kommende Wochenende vorbereiten.
Es sollte ein lustiges werden...
oOoOo
…to be continued...
oOoOo
oOoOoOo
