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Grüße Highjump

Kapitel 37: Erinnerungen

-HG-

Sie spürte wie sie etwas herunter rutschte und spürte auch den kalten Stein an ihren Hintern, wollte ihre Augen aber nicht öffnen. Erst als sie merkte, dass sie aufgekommen war, traute sie sich die Augen zu öffnen. Sie war tatsächlich nicht allzu hart gefallen. Irgendwas hatte ihren Fall abgefedert. Snape stand Meter von ihr entfernt und wartete scheinbar darauf dass sie aufstehen würde. Er besetzte sie mit einem wartenden Blick. Langsam rappelte sie sich auf. Leise Geräusche ertönten hinter ihr und ihr wurde klar das Harry ja auch noch runter musste und gleich auf ihr landen würde, wenn sie sich nicht beeilen würde. Schneller versuchte sie sich aufzurichten, was aber das Gegenteil bewirkte. Sie stolperte und fiel nach vorne. Ihr Fuß hatte sich irgendwo verhakt. Mittlerweile war auch Harry gelandet, nur Zentimeter von ihr entfernt. Noch mal Glück gehabt. Sie versuchte an ihren Fuß zu zerren, ohne wirklich hinzusehen. Es klappte nicht. Erst als sie hinsah, begriff sie auch worauf sie gelandet war. Überall lagen verdreckte Knochen. Es gab kaum einen Fleck auf den Boden, auf denen kein Knochen lag. Schrill schrie sie auf und versuchte panisch ihren Fuß freizukriegen. ,, Ruhig, Hermine´´, vernahm sie Harrys Stimme und sah das er bereits an ihren Fuß rumnestelte. Ruhe war für sie kein Wort. Sie lag auf einem Haufen Knochen vermutlich von Tieren, oder vermutlich noch Menschen. Endlich war ihr Fuß frei und sie stolperte in Snapes Arme. ,, Das sind Knochen!´´, ihre Stimme überschlug sich fast. Hilfesuchend klammerte sie sich in seine Arme. ,, Ich weiß´´, antwortete er und legte den Arm schützend um sie. Ihr entging der Blick nicht, den er Harry zuwarf. Es herrschte stille Kommunikation darüber, ob sie Hermine wirklich mitnehmen sollten. Anscheinend wollten weder Harry noch Snape sie hier lassen, denn sie setzten sich in Bewegung. Snapes Arm war um ihre Hüfte geschlungen. Halt gebend. In dem Gang, den sie entlanggingen, waren nur einzelne Knochen zu sehen, doch sie klammerte sich immer mehr an Snape. Sie hasste es an den Tod erinnert zu werden. Wieder stiegen sie über einen Haufen Knochen und ihre Hände vergruben sich in seiner Robe. Sie saß auf ihren Bett. ,, Hermine, es wird alles wieder gut, Schätzchen´´, sagte ihr Vater .Seinen Arm hatte er um ihre Schulter gelegt. Wenn sie wüssten. Ihr liefen Tränen über das Gesicht. Sie spürte wie ihre Knie leicht in sich zusammen sackten, doch sie wurde gehalten. Snape schaute sie mit einem besorgten Blick an. Sie musste sich konzentrieren. Bemüht nicht zu denken ging sie weiter. ,, Hermine was tust du da?´´, fragte ihre Mutter besorgt. Hermine hatte ihren Zauberstab gehoben und auf ihre Eltern gerichtet. ,,Amnesia´´, flüsterte sie mit gebrochener Stimme. Sie sah die Leere in den Augen ihrer Eltern. Wieder gaben ihre Knie leicht nach, aber sie konnte sich noch schnell wieder fangen. Snape verstärkte den Griff um ihre Hüfte. Anscheinend entging ihm nichts. ,,Wer sind Sie?´´, fragte ihre Mutter. Konzentriert versuchte sie einen Fuß vor den anderen zu setzen. Wer sind Sie? Die Worte ihrer Mutter hallten ihr immer wieder durch den Kopf. Sie wollte schreien oder sterben. Erfolgreich hatte sie diese Erinnerung lange ausgeblendet und jetzt kam sie wieder. Der Gang schien nicht zu enden. Harry ging schon die ganze Zeit voran und sie konnte nichts außer ihm erkennen. Wieder stolperte sie über Knochen, die wie aus dem nichts aufgetaucht waren. Sie blieb stehen und sah die Knochen an, die noch ein ganzes Skelett bildeten. Der Schmutz hatte die Knochen überzogen. Ihre Eltern. Sie sahen wahrscheinlich genauso aus. Stumm richtete sie sich wieder auf. Ihre Sicht wurde durch die Tränen, die sich in ihren Augen bildeten verschwommen und sie konnte es nicht verhindern, dass sich einzelne Tränen aus ihren Augen stahlen. ,, Wir können umkehren´´, hörte sie seine raue Stimme leise und nah an ihrem Ohr. Sie schüttelte lediglich den Kopf. Sie wollte es schaffen. Auch wenn sie sich schwach fühlte. Sie wollte kein Hindernis sein. Endlich bog der Gang ab und vor ihnen erschien eine runde Tür. Metallene Schlangen gingen von der Mitte aus über den Türrahmen und stellten das Schloss da. Harry flüsterte etwas und schon löste sich eine der Schlangen und zischelte um die Tür herum. Mit einem Schwung ging die Tür auf.

Vor ihnen lag eine riesige Halle. Pfeiler stützten die Decke und überall schienen Schlangen zu sein. Verzierungen an den Decken oder auf dem Boden selbst- alles war mit Schlangen geprägt. Vorsichtig kletterten sie durch die Tür. Diese Halle musste etwa dreifach so groß sein wie die Halle in der sie tagtäglich aßen. Sie standen nebeneinander, unsicher was sie nun tun sollten. ,, Schließt die Augen und Potter rufen Sie die Schlange´´, befahl Snape und lockerte den Griff um sie. Wieder murmelte Harry Worte die eher einen Zischen ähnelte und mit nichts menschlichen zu vergleichen war. Sie hörten wie sich etwas über den Boden bewegte. Direkt auf sie zu. Hermine hatte das Verlangen die Augen zu öffnen und zu fliehen. Zu rennen. Von all dem weg. Doch sie riss sich zusammen. Harry schwieg. Es war eine unheimliche Stille und das Etwas schien direkt vor ihnen zu stehen. Sie konnte es riechen. Modrig. Ihre eine Hand umklammerte ihren Zauberstab, die andere Snapes Hand. ,, Ihr könnt die Augen öffnen´´, verkündete Harry gelassen. Langsam öffnete sie die Augen. Sie hatte Recht gehabt. Etwa einen halben Meter von ihnen entfernt war der Basilisk. Er war vielleicht 5 Meter lang. Sie wollte den Blick nicht auf die Augen richten, konnte es aber nicht unterlassen. Die Augen schienen noch von einem dünnen Häutchen verdeckt zu sein. Beruhigt atmete sie tief ein und aus. Ein Zischen kam aus der Schnauze des Basilisken und sie dachte er würde angreifen und ging reflexartig einen Schritt zurück, bis sie den Druck von Snapes Hand spürte bemerkte sie gar nicht dass die Schlange an Harry gewandt war und die beiden zu kommunizieren schienen. Es dauerte bis Harry sich abwendete und zu ihnen sprach. ,, Er ist nicht alt. Vielleicht ein Jahr alt. Aus einem Ei geschlüpft. Seine Eltern hat er nie kennengelernt und er war nie außerhalb der Kammer und hat auch nicht vor diese zu verlassen oder je jemanden zu schaden. Also meiner Meinung nach sind wir hier fertig´´. Snape schnaubte. Offensichtlich war er nicht Harrys Meinung. ,, Ja wir lassen hier eines der gefährlichsten Geschöpfe der Zauberwelt aufwachsen! Potter denken Sie auch nach? Irgendwann wird es töten. Wie jedes gefährliche Geschöpf der Zauberwelt!´´, herrschte er ihn an. Der Basilisk schlängelte unruhig hin und her. Es schien als würde er sie beobachten. Aufgewühlt folgte Hermine den Basilisken mit ihren Blicken. ,, Und was wollen Sie ansonsten tun? Ihn töten?´´, fragte Harry wütend. Die beiden standen sich nun gegenüber. ,, Genau das. Seine Vorfahren haben Voldemort gedient und getötet!´´, blaffte Snape. Harry schien einem Wutausbruch nahe. ,, Sie sprechen hier von Vorfahren! Das heißt noch lange nicht das dieser hier böse ist´´, schrie er nun. ,, Potter! Woher wollen sie denn wissen, dass dieser Basilisk von der dunklen Magie unberührt ist? Was macht Sie da so sicher? Auch Wesen können lügen!´´. Ihr Blick klebte noch immer an dem Basilisken. Er schien seine Kreise um sie zu ziehen und dabei immer etwas näher zu kommen. Vielleicht spürte es was hier los war. Von dunkler Magie berührt. Das gab ihr zu denken. Hatte Mulciber nicht gesagt Voldemort hatte jeden Fall bedacht? Was wenn Voldemort hier etwas vorbeiratet hatte? Harry schwieg mittlerweile, doch sein Gesicht sprach Bände. ,, Ich stimme Severus zu´´, sagte sie mit sicherer Stimme. Verachtung stieg in seinem Gesicht auf. ,, Ach, die zukünftige Mrs. Snape stimmt ihren Mann zu! Was ein Wunder!´´. Sie überging Harrys ironische Worte. Sie selbst hätte nicht anders reagiert. ,, Harry! Sei vernünftig! Was wenn es doch ein Werk des Bösen ist. Vielleicht wird es wie die anderen töten. Könntest du das verantworten?´´, fragte sie und hoffte beruhigend zu wirken. Dass die Schlange immer noch um sie herum schlängelte war für alle vergessen. ,, Von dir hätte ich mehr erwartet Hermine. Was ist mit deinem Sinn für Gerechtigkeit? Hast du etwa alles für dieses Etwas da geopfert?!´´, schleuderte Harry ihr entgegen und zeigte dabei auf Snape. Sie spürte wie Snape etwas sagen wollte, doch sie wollte das alleine klären. ,, Ist es gerecht wenn andere wegen unserer Entscheidung sterben? Menschen die nichts hiermit zu tun haben?´´, schrie sie aufgebracht. Wann würde Harry sie endlich verstehen? ,, Und aus einer Eventualität heraus wollt ihr das Wesen töten? Dann müssten wir auch alle anderen töten, dessen Vorfahren Mörder waren!´´, Harry wütete mittlerweile. ,, Es reicht! Sie sind der Inbegriff der Unvernunft Potter´´, bellte Snape autoritär. Grade noch aus dem Augenwinkel sah Hermine, wie sich etwas an der Seite aufbäumte. Ohne zu denken schubste sie Harry und Snape mit voller Wucht nach vorne. Rechtzeitig, den das Maul des Basilisken schnappte genau an der Stelle zu, an der sie grade gestanden hatten.