AN: So nach einer kleinen Unterbrechung geht es auch hier weiter! Danke für die letzten Reviews :) Ich hoffe, ihr habt auch wieder an diesem Kapitel euren Spass!
Disclaimer: Die TV Serie CSI NY gehört den Produzenten Bruckheimer / Zuiker!
Die Serie Queer as Folk sowie ihre Charaktere Brian Kinney und Justin Taylor gehören den Produzenten Davies / Cowen / Lipman!
Special Guest Starring: Brian Kinney und Justin Taylor!
Zum Kapitel:
Sully bekommt einen kleinen Hinweis darauf, was ihm blüht, wenn er sich daneben benehmen sollte und ein wichtiger Schlüssel wechselt den Besitzer! ... Außerdem kommt ein Anruf, der viele Fragen aufwirft und Brian kommt mit Justin am Flughafen an!
Etwa zwei Stunden später hatten sich Stephen, Rick und Sully ins Wohnzimmer verzogen. Die Jungs waren im Garten und spielten ein paar Runden Fussball, bevor der Garten Morgen früh komplette Sperrzone für alle Freizeitaktivitäten werden würde, die vielleicht etwas beschädigen könnten. Sully hockte in Stephens Sessel, ein Bein über das andere gelegt und las in seiner Zeitschrift. Sein Hinterteil tat nicht mehr ganz so weh und der schöne Sessel war ja sehr bequem. Der Fernseher lief leise im Hintergrund. Stephen hatte sich mit dem Kopf über das Schachbrett gebeugt und studierte konzentriert den letzten Zug seines Bruders.
Rick hielt ein volles Glas Wasser in der Hand und wartete geduldig ab. Hier und da warf er einen Blick auf die Uhr. Er würde gleich seinen Neffen und dessen Freund vom John F. Kennedy International Airport abholen und da es um diese Uhrzeit und in dieser Region der Stadt oft zu Staus kam, würde Rick ein bißchen früher los fahren um rechtzeitig da zu sein. Eigentlich war geplant, dass Mac das erledigen würde, doch der Polizist musste mit Jason zu Hause noch ein paar Dinge erledigen und da Stephen hier die Stellung halten würde, blieb nur noch Rick!
Die Zeitung wurde umgeblättert.
Stephen setzte seine Dame in das obere Drittel des Spielfeldes und grinste seinen Bruder schadenfroh an, der sich immer noch etwas mit seinem Magen quälte.
Rick atmete leise durch den Mund aus, beugte sich dann ein Stück nach vorn um besser sehen zu können. Kurz studierte er das Spielbrett und sah dann Stephen an. "Hast du kein Mitleid? ... Oder einfach nur keinen Respekt vor Älteren?"
Sully grunzte auf dem Sessel leise und schielte kurz zu Stephen hinüber. "Ich glaub beides ..."
"Klappe," gab Rick leise zurück, ohne Sully dabei anzusehen und trank einen Schluck Mineralwasser.
Donavan vertiefte sich wieder schmunzelnd in seine Zeitschrift, während Rick mit der anderen Hand seinen Läufer hoch hob und ihn ein paar Felder weiter wieder absetzte.
Stephen überlegte. "Wenn du mit Brian nachher kommst, dann muss ich ein paar ernste Worte mit ihm reden. Also wäre es mir ganz Recht, wenn du dir den Rest der Truppe nimmst und mit ihnen in den Garten gehst, okay?"
"Okay," erwiderte der Colonel und zog dann scharf die Luft ein, als sich ein leichter Krampf meldete. Sein Bruder beobachtete ihn besorgt. Innerlich hoffte Stephen natürlich, dass es Rick Morgen besser gehen würde und sie vielleicht auch ohne eine erneute Dosis Tilidin auskommen würden, aber sicher war sich der Arzt da nicht.
Sully sah von seiner Zeitschrift auf. "Ehm, wenn wir nachher was Trinken gehen, dann-"
"Ja," fragte Rick und sah seinen Ziehsohn mit erhobener Augenbraue an.
"Wieviel darf ich denn trinken," fragte Sully vorsichtig, aber mit einem Grinsen auf dem Gesicht.
"Nicht zu viel, Sully!"
Der Junge zuckte die Schultern. "Was heisst das denn, Rick?! Drei, Fünf, Zehn ...?"
Macintosh seufzte laut und sah Sully jetzt genau an. "Das werden wir nachher entscheiden, in Ordnung? Aber nicht jetzt!"
Rick beugte sich wieder über das Schachspiel und überlegte sich einen weiteren Zug, mit dem er Stephen vielleicht Schach setzten konnte.
Dann war wieder Sullys protestierende Stimme zu hören. "Aber d-"
Jetzt sah Rick ihn scharf an. "Sully! Jetzt. Nicht. Bitte!"
"Wieso?!"
Stephen versuchte nicht zu lachen. Sully hatte gerade sehr große Ähnlichkeit mit seinem Sohn, David! Und Stephen hoffte, dass sein Sprössling später nicht so ein Theater abziehen würde und sie den kleinen Tripp in die Bar etwas genießen konnten.
Sein Bruder hingegen konnte nicht mehr ruhig bleiben. Er stand vom Sofa auf und ging zu dem großen, dunkelen Holzschrank hinüber. Dort blieb Rick stehen. Sully hatte ihn vom Sessel aus beobachtet und Rick hob jetzt einen Finger und lockte ihn zu sich.
"Komm mal," befahl der Colonel seinem First-Lieutenant leise, aber bestimmt. "Ich will dir was zeigen!"
Etwas verwirrt warf Sully die Zeitung auf den Sofatisch vor sich, stand auf und kam an Ricks linke Seite. Macintosh sah jetzt seinen Bruder an, der auch alles beobachtet hatte und natürlich bereits wusste, worauf Rick hinaus wollte. Auch Stephen stand jetzt von dem Sofa auf und trat zu den beiden Männern an den Schrank heran. Sully stand genau zwischen ihnen, als der New Yorker Arzt einmal nach links griff und etwas von dem Regal fischte. Es war ein Messingschlüssel!
Rick warf seinem Bruder einen Blick zu. "Mach mal auf und zeig Sully was drin ist, Stephen!"
Stephen sagte nichts, sondern steckte den Schlüssel in das Schloss. Er drehte ihn einmal herum und ließ dann los. Jetzt nahm Rick die Tür und zog sie ganz auf. Es quietschte etwas. Rick sah Sully abwartend an, der jetzt den Inhalt in Augenschein nahm.
Sein erster Blick fiel auf die Einschubplatte - die einzige - die etwas oberhalb montiert war. Sully brauchte sich nicht auf die Zehenspitzen zu stellen. Er konnte sehr gut erkennen, was darauf lag und ihm lief sofort ein Schauer über den Rücken. Der dünne Stock, der dort lag, sah fast genau so aus, wie der den Rick in seinem Büro hatte!
Sully schluckte leicht und sein Blick glitt etwas tiefer und unter die Platte. Gürtel hingen dort an Schrauben, die in der hinteren Wand angebracht waren. Drei an der Zahl! Ein schwarzer und zwei braune Gürtel. Sully roch sofort, dass das Material aus echtem Leder war!
Neben den Gürteln, die schlaff an den Schrauben herunter hingen und fast den Schrankboden berührten, stand ein Stapel Bücher und diverser anderer Kram in braunen Pappkartons, der scheinbar nicht wirklich einen Grund hatte, dort zu stehen. Jetzt wusste Sully auch, warum der Schrank abgeschlossen war! Niemand sollte ihn plötzlich und einfach so öffnen und den Inhalt sehen können.
Sully spürte Blicke auf sich, während er wieder den Stock betrachtete. Er sah seinen Ziehvater an, der abwartend neben ihm stand und schwieg. "Ehm, ich glaube ich habs verstanden, Sir!"
Rick nickte leicht. "Ja, das will ich hoffen!" Er griff einmal auf die Platte und nahm den dünnen Stock heraus. Rick hielt ihn zwischen zwei Fingern, zeigte ihn Sully noch mal, der ihn musterte und fuhr leise, aber streng fort. "Das hier ist nicht meiner, Sully ... Aber glaub mir, der tut genauso weh! Und ich darf und werde ihn benutzen, wenn du mir einen Grund dafür gibst! Also benimm dich bitte. Hast du mich verstanden?"
Sully nickte leicht. "Ja!"
Der Colonel nickte ebenfalls und legte den Stock wieder auf die Platte zurück. Dann drückte er die Tür zu, drehte den Schlüssel einmal herum, so dass der Schrank wieder abgeschlossen war und hob den Schlüssel vor Sullys Augen.
"Dieser Schlüssel hier," begann Rick langsam und fischte seinen Bund aus der Hosentasche. Konzentriert fummelte er an dem Metallring herum und steckte den Schrankschlüssel an den kleineren Ring. "Gehört für das Wochenende mir! Okay?"
Jetzt ergriff Stephen auch das Wort. "Sully, ich denke, du weisst was das heisst! Rick kann hier jederzeit ran und ich werde für ihn jederzeit das Wohnzimmer räumen und euch etwas Privatsphäre geben, wenn er danach verlangt! ... Lass es am Besten nicht so weit kommen, mein Junge!"
"Nein, Sir," gab der Junge zurück. "Werd ich nicht!"
"Gut," sagte Rick leise, legte die freie Hand hinter Sullys Nacken und zog ihn ein Stückchen zu sich. Liebevoll drückte er seine Lippen auf Sullys Stirn und zog ihn an sich. Donavan legte die Stirn auf Ricks Schulter und der Colonel hielt ihn einen Moment fest. Sully genoss die Nähe zu Rick sehr! Sanft rieb der Mann ihm den Nacken und die kurzen Haare, während Stephen sich langsam und vorsichtig von ihnen entfernte. Er störte jetzt doch nur!
Rick lehnte sich an Sullys Ohr und flüsterte leise. "Wie geht es dir jetzt, hm?"
"Ganz okay, denk ich," sagte der Junge leise. "Also ich flipp nicht aus oder so was wegen ..."
"Das ist gut," erwiderte der Colonel und kraulte ihm den Nacken. Dann drückte er ihn zärtlich von sich weg und sah ihm in die Augen. "Versprich mir bitte, dass du den Mund aufmachst, wenn etwas ist, okay? Ich will nämlich nicht, dass du durch irgendetwas oder jemanden so sehr genervt wirst, dass du einfach so drauf schlägst. Ja? Also sprich mit mir, Sully und wir finden dann eine Lösung, okay?!"
Sully schniefte. "Ja, mach ich!"
"Braver Junge," gab Rick leise zurück und tätschelte ihm das Haar, bevor sich Sully dann ganz von ihm entfernte und das Wohnzimmer mit seiner Zeitung in der Hand verließ.
Ein paar Minuten später sass Rick wieder auf dem Sofa und zog sich die Schuhe an. Sully war irgendwo im Garten und spielte mit Alex und David Fußball! Stephen war in der Küche und befüllte den Kühlschrank mit einigen Flaschen Fosters!
Als das Telefon klingelte hatte sich Rick gerade den zweiten Schuh gebunden und lehnte sich ein Stück zur Seite.
"STEPHEN? ICH GEH SCHON!"
"JA!"
Er nahm das schnurlose Mobilteil von der Ladestation und drückte die grüne Anrufannahmetaste. "Macintosh bei Connors?"
Eine Frauenstimme meldete sich. Rick lauschte einen Moment.
"Ja, genau ich bin der Bruder. ... Mhm ... Tut mir leid, der hat gerade keine Zeit, aber vielleicht kann ich Ihnen auch weiterhelfen? ... Ja, okay. ... " Ricks Gesichtszüge veränderten sich sofort und er wirkte besorgt. "Ja? ... Und das war heute? Wann genau?" Er hörte ihr wieder zu und seufzte dann tief. "Okay, ich werde Dr. Connors Bescheid sagen. Ja! ... Nein, ich denke, das weiss er noch nicht! ... Mhm." Jetzt lächelte er verbissen und versuchte sich zusammen zu reißen. "Ja, danke! Ich werde es ihm und Detective Taylor ausrichten! Okay! ... Ja, danke noch mal! Bye und ihnen auch ein schönes Wochenende!"
Rick drückte eine Taste und starrte dann auf das Telefon in seiner Hand.
Was ist hier denn los? Warum weint David in der Schule?
Vorsichtig räusperte er sich, stand vom Sofa auf und spazierte die drei Holzstufen hinauf in die Lobby. Er schlug den Weg in die Küche ein, wo sein Bruder - für den der Anruf eigentlich gewesen war - versuchte möglichst viele Bierflaschen in den Kühlschrank zu deponieren. Rick trat in den Raum, hielt das Telefon fest und beobachtete Stephen ein paar Sekunden lang.
Er räusperte sich und Stephen drehte sich um. "Und? Wer war es?"
"Die Schule!"
Connors hielt die eine Bierflasche in der Hand fest und drückte den Kühlschrank mit dem Ellbogen zu. Das Bier wanderte auf die Anrichte, wo es sicher stand und der Arzt warf kurz einen Blick durch die großen Fenster und in seinen schönen Garten, wo die drei Jungs immer noch Fussball spielten.
Dann sah er wieder seinen großen Bruder an. "Und was ... Wer hat von der Schule angerufen?"
Jetzt kam Rick einen kleinen Schritt näher und legte das Telefon auf dem leeren Tisch ab. "Die Schulsekretärin! Sie wollte wissen ob ... sich David wieder beruhigt hat oder was genau mit ihm los ist." Er verschränkte die Arme vor der Brust und wippte leicht auf dem Fußballen herum. Das tat er meistens, wenn er auf eine ehrliche Antwort bestand! Er öffnete wieder den Mund. "Dein Sohn hat wohl eine Art Heulkrampf bekommen ... heute Vormittag! Sie wollte wissen, ob wieder alles okay ist!"
Stephen öffnete überrascht den Mund, sah wieder durch die Fensterscheibe hinaus und dann wieder seinen Bruder an. "Oh verdammt! David hatte scheinbar einen Rückfall, den er mir verschwiegen hat!"
Jetzt hob Rick interessiert eine Augenbraue. "Von was für einem Rückfall sprichst du da bitte, Stephen? Warum weint mein Neffe in der Schule?"
Der Arzt seufzte leise, sah noch einmal durch das Glas, wo David gerade zum Torwart degradiert worden war und leider einen Ball nach dem anderen durch das imaginäre Tor laufen ließ und schüttelte frustriert den Kopf. Er lehnte sich an die Anrichte und stützte sich mit den Handflächen auf der Kante ab, bevor er Rick dann aufklärte.
"David und ich waren am Montag nach der Schule Billardspielen ... Als Belohnung für eine gute Note in Mathematik! ... Er kam zu mir auf die Arbeit und wir sind dann gefahren. Haben gespielt, waren danach Essen und dann auf dem Weg nach Hause, als ..."
Stephen stockte, als er wieder die gräßlichen Bilder des Unfalls vor Augen hatte - und seinen Sohn, der einen anderen Jungen hatte sterben sehen! Rick war still. Er wollte Stephen ganz sicher nicht zu einer Erklärung drängen.
Sein Bruder sah kurz nach unten auf den Flieseboden der Küche, dann Rick in die warmen Augen. "Ich wollte ne Abkürzung nehmen und dann war da dieser Verkehrsunfall direkt vor uns. Ich hab natürlich angehalten um zu helfen. David hat 911 gerufen und mir dann mit den Verletzten geholfen!"
Rick nickte verstehend. Er hatte bereits eine Vermutung. "Aber ihr habt nicht alle retten können ...?"
Connors schüttelte traurig den Kopf. "Die EMTs haben so verdammt lange auf sich warten lassen, Rick! Ich musste mich um drei Verletzte gleichzeitig kümmern! Wir mussten einen Jungen reanimieren und leider hat-" Stephen brach wieder ab und spürte, dass seine Kehle trocken wurde. Irgendwie war es verdammt schwer, das Rick zu erzählen. Obwohl sein Bruder eigentlich am Besten damit klar kam und ihm helfen konnte, als jeder andere Mensch! Er versuchte sich zu sammeln und nicht vor Rick die Fassung zu verlieren. "Der Junge ist mir leider unter den Händen weggestorben. David hat den Ambubeutel bedient und plötzlich war es zu spät. Für Alles." Frustriert schüttelte der Arzt den Kopf und sah Rick in die Augen. "Ich habe keinen Fehler gemacht, Rick! Ich konnte einfach nichts mehr tun. David hat kurz danach einen Schock bekommen, den er scheinbar noch immer nicht verdaut hat."
Rick war zunächst sprachlos. Dann ging er langsam auf seinen Bruder zu und legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Stephen? Wieso sagst du mir so was Wichtiges nicht?"
"Ich hätte es dir schon noch gesagt, aber der Zeitpunkt war irgendwie noch nicht gut genug. Entschuldige, Rick!"
Stephen warf einen Blick über seine Schulter und sah wieder durch das Fenster in seinen Garten, wo immer noch Fußball gespielt wurde. Seine Augen verharrten auf David!
"Er hat es mir einfach nicht gesagt! Und ich wette, dass Alex von dieser Heulerei heute auch Bescheid wusste! ... Ich habe die zwei heute Mittag noch gefragt, ob die Schule okay war und beide haben ja gesagt!"
Jetzt sah auch Rick durch das blank geputzte Glas hindurch. Wieder hatte David einen Ball einfach durchgelassen und so ein Tor kassiert. Es sah so aus, als ob er gar nicht richtig dabei wäre. "Willst du allein mit ihm reden oder soll ich mich dazu setzen?"
"Wäre mir lieb, wenn du dabei wärst, aber ... du musst jetzt los," erwiderte Stephen und Rick ließ seine Hand fallen. "Fahr mal zum Flughafen, Rick. Ich werde mit David kurz reden. Vielleicht haben wir dieses Wochenende ja noch etwas Zeit für ein Gespräch zu dritt, das wär mir auch sehr lieb! ... Tu mir den Gefallen und schick ihn ins Wohnzimmer, bitte."
Innerlich lächelte Rick. Ja, sie würden noch Zeit haben! Viel Zeit und das nicht nur am Wochenende! Rick und die Kinder! Nur wusste Stephen von diesen Plänen noch nichts ... und Mac und die Kinder auch nicht!
"Mach ich," gab Rick also zurück und ging zur Hintertür, die er dann auf zog.
Stephen verschwand mit hängendem Kopf aus der Küche und ließ sich im Wohnzimmer nieder, wo er auf seinen Sohn wartete. Er wusste nicht so richtig, ob er traurig über diese neue Erkenntnis sein sollte oder aber wütend auf David, da dieser ihm seinen Rückfall verschwiegen hatte ...
Rick kam in den Garten und schickte seinen Neffen hinein zu seinem Vater. David hatte ihn zwar etwas verdutzt angesehen, doch sich dann natürlich gefügt. Er hatte keine Ahnung über was sein Dad mit ihm sprechen wollte, doch irgendwie hatte er das dumme Gefühl, dass es nichts Gutes sein würde. Jetzt kickte Rick ein paar Bälle mit Sully und Alex, trat dann zu seinem Ziehsohn heran und sagte ihm, dass er zum Flughafen fahren würde. Sully sollte sich benehmen und keinen Mist machen!
Nur ein paar Minuten später war der Colonel in seinen Trans-Am gestiegen und die Jefferson-Street hinauf gerast auf dem Weg zum größten Verkehrsflughafen von New York City!
Langsam trat David an die offene Schiebetür des Wohnzimmers heran. Er konnte seinen Vater sehen, der auf dem Sofa hockte und das Schachbrett vor sich betrachtete. Unschlüssig blieb David im Türrahmen stehen. Er wusste wirklich nicht genau, was Stephen von ihm wollte. Sein Dad hob mit spitzen Fingern eine schwarze Spielfigur von Rick hoch und sah dann zur Seite. Ihre Blicke trafen sich. David konnte hören, wie sein Bruder mit Sully im Garten herumtobte. Irgendwie wollte er jetzt auch gerne dabei sein ...
Die leise und liebevolle Stimme seines Vaters holte ihn aus seinen Gedanken. "David? Mach die Tür zu und komm her zu mir ..."
Sofort trat David in das Zimmer und zog die weiße Schiebetür zu. Er drehte sich um und ging die drei flachen Holzstufen hinunter und dann zu Stephen an das Sofa heran. Dieser rückte ein Stück und klopfte dann leicht links neben sich auf die Sitzfläche.
Sein Sohn hatte die auffordernde Geste zwar registriert, aber er steuerte trotzdem das gegenüberliegende Sofa an. Gerade als er sich setzten wollte, räusperte sich Stephen gefährlich und legte den Kopf schief.
"David?"
David blieb stehen und sah ihn an. Stephen zeigte jetzt mit dem Finger neben sich. "Ich hätte dich gerne genau hier, wenn es dir nichts ausmacht ..."
Stephen nahm den Finger zurück, doch der harte Blick blieb!
Sein 15-Jähriger atmete schwer aus und kam dann reumütig zu ihm hinüber. Langsam setzte David sich neben ihn und Stephen strich David liebevoll über das Haar. Ganz ruhig. Er sah David immer noch an. Doch David schien wirklich nicht zu wissen, um was es bei diesem Gespräch gehen würde.
Nach ein paar Sekunden öffnete der Chefarzt den Mund.
"Dein Bruder und du ... Ihr beide scheint heute ein wirklich schlechtes Gedächtnis zu haben! Kann das sein?"
Was ...?
"Ich," begann David leise und zuckte die Schultern. "Ich weiss nicht, was du meinst?"
"Doch, David! Du weisst genau was ich meine, also tu bitte nicht so, als ob du keine Ahnung hättest!"
Sein Sohn schwieg.
Stephen musterte ihn eingehend und öffnete dann wieder den Mund. "David? Die Schule hat gerade angerufen. ... Rick ist drangegangen und die Sekretärin hat ihm erzählt, dass du plötzlich weinen musstest ... Stimmt das?"
Jetzt schluckte sein Sohn und betrachtete eingehend seine Hände, die in seinem Schoß lagen.
Stephen legte ihm eine Hand auf den Rücken und streichelte ihn zärtlich. "Wieso sagst du mir das denn nicht? Hm? Ich muss doch wissen, wenn es euch nicht gut geht."
Plötzlich schluchzte David laut und begann leicht zu zittern. Stephen nahm ihn sofort in die Arme und zog ihn so nah zu sich wie es ging. Er umschloss Davids Körper und der Junge weinte in die Schulter seines Vaters hinein. Stephen schluckte schwer. Er hätte nicht geglaubt, dass der Schock von dem Unfall und dem Tod des Jungen, den David hatte miterleben müssen, immer noch so tief sitzen würde.
"Sch ... wein ruhig, das ist okay ... sch," versuchte er ihn leise zu beruhigen und streichelte ihm den Rücken.
Während David sich versuchte noch näher an ihn heran zu drängen, hielt Stephen ihn fest und kämpfte dann selbst mit den Tränen. Er hasste es seine Kinder so leiden zu sehen! Nach ein paar Minuten und einigen Tränen später, war Davids Herzschlag endlich wieder auf einem normalen Level.
Stephen seufzte leise. "Ganz ruhig, David. ... Sch ... Hörst du mir mal zu?"
David hustete. "J-j-ja ..."
Stephen rieb ihm das Haar, während er versuchte nicht all zu wütend zu klingen. "Wenn so etwas ist, dann möchte ich Bescheid wissen! Und zwar durch dich oder aber deinen Bruder, David! Wenn es geht, nicht durch Onkel Rick und auch nicht durch die Schulsekretärin, die am Abend anruft und sich Sorgen macht, weil einer meiner Söhne am Vormittag geheult hat! ... Okay?"
Jetzt schluchzte David wieder, aber nickte dann hektisch.
"Kannst du auch sagen, dass du mich verstanden hast? Geht das?"
Er ist sauer ...
David räusperte sich und nickte dann wieder. "Ja, Dad. Ich hab verstanden. Entschuldige bitte."
"Gut," lobte sein Vater ihn leise. "Freust du dich schon auf Brian und Justin?"
"Ja," erwiderte sein Sohn sofort und Stephen konnte sehen, dass die Tränen langsam verebbten. Trotzdem griff der Arzt zu den Papiertaschentüchern und reichte seinem Sohn eines. David putzte sich die Nase, wischte sich durch die Augen und zerknüllte es dann in der Hand.
Dann stand er auf, doch Stephen packte ihn an der Hand, bevor David nur einen Schritt machen konnte. "Rick möchte dieses Wochenende mit dir noch mal darüber reden und ich denke, das wird dir ganz gut tun, oder?"
Sein Sohn ließ die Schultern hängen. "Okay, Dad!"
Der Arzt nickte und streichelte mit dem Daumen sanft Davids Handrücken. "Gut! Du hattest wirklich keine Schuld an dem Ganzen, okay? Wir konnten nichts tun! Es ist einfach passiert. Menschen sterben leider hier und da. Das erleb ich fast Tag für Tag und kann auch nichts dagegen machen und das ist manchmal sehr schwer für mich!" Stephen sah kurz auf seine Schuhe und dann wieder sein Kind an. "David? Mach so was nicht noch einmal! Verschweig mir bitte nichts mehr! Ich möchte Bescheid wissen, wenn du so aufgewühlt bist und dich etwas so sehr mitnimmt, dass du weinen musst! Versprich mir das bitte noch mal!"
"Ja, versprochen," erwiderte sein Sohn leise.
"Gut," lobte Stephen ihn. "Geh wieder raus zu Sully und sag deinem Bruder bitte, dass ich mit ihm sprechen will!"
Sofort wurden Davids Augen groß. Er begriff dass Alex jetzt eine Standpauke blühte und vielleicht sogar noch mehr, weil er seinem Vater verschwiegen hatte, dass es David nicht gut ging. David versuchte Alex in Schutz zu nehmen.
"Dad, er ... ich hab ihm gesagt, dass er dir nichts sagen soll! Er kann nichts dafür!"
Stephen schüttelte den Kopf. "Das ist egal, David! Ich sage euch immer wieder, passt auf euch auf! Wenn es euch nicht gut geht, muss ich Bescheid wissen! Und Alex weiss dass eigentlich nur zur Genüge! Trotzdem hat er nichts gemacht und den Mund gehalten und das geht nicht! ... Los! Geh und sag ihm, dass ich hier auf ihn warte!"
David sah ihn noch ein paar Sekunden lang an doch dann wusste er, dass er Alex nicht mehr weiter in Schutz nehmen konnte. Resigniert nickte er, verließ dann das Wohnzimmer und ging wieder in den Garten, um Alex zu ihrem Vater zu schicken.
Brian Kinney und Justin Taylor standen an dem schwarzen Gepäckband und betrachteten die vorbeifahrenden Koffer, Reisetaschen und Rucksäcke, die aus dem Frachtraum ihrer Maschine geladen worden waren und sich jetzt hier einträchtig und hintereinander versammelten. Der Flieger, den Brian für sie gebucht hatte, war nicht ganz voll gewesen und so hatte sich jetzt nur eine kleine Anzahl an Fluggästen hier um sie herum gescharrt.
Justin trug ein hellblaues T-Shirt und schwarze Hosen. Ein paar Turnschuhe und unter dem Arm einen Kapuzenpullover, falls es doch etwas kühler werden würde am Wochenende! Leger und sportlich. Brian hingegen hatte es vorgezogen sich in Schale zu werfen für diesen familiären Anlass! Zwar würden die Feierlichkeiten erst Morgen stattfinden, aber Kinney mochte diesen Look und fühlte sich in seinen teuren Guccci Schuhen, der schwarzen Hose und dem roten Hemd pudelwohl!
Warum etwas an mir ändern? Sollen das doch die anderen Typen tun ...
Während Brian auf das schwarze, sich bewegende Gepäckband starrte, sah Justin sich um.
"Ehm, dein Onkel holt uns ab," fragte er und kratzte sich im Haar.
"Ja," erwiderte Brian und zog eine Packung Zigarretten aus der Jackentasche hervor. Ein Feuerzeug folgte prompt und er steckte sich eine in den Mund. Doch bevor Brian sie anzünden konnte, hörte er hinter sich eine laute Stimme.
"Hier ist Rauchen verboten, Sir! Sie müssen dafür in die abgetrennten Raucherbereiche gehen."
Kinney rollte mit den Augen und wandte sich um. Er sah einen Flughafenbeamten hinter sich, der zu ihm hinüber spähte und den Kopf schüttelte. Brian lächelte gequält zurück, zupfte sich die Kippe aus dem Mund und packte sie frustriert samt Feuerzeug wieder in die Jackentasche zurück.
Justin legte ihm zärtlich eine Hand auf den Unterarm. "Du kannst ja warten, bis wir bei Stephen sind!"
Sein Freund lachte bitter, als er wieder Ausschau nach den Koffern hielt. "Sehr witzig! Bei Stephen ist Rauchverbot! ... Zumindest im Haus ... Ich muss doch ein gutes Vorbild für meine Cousins abgeben!"
Leicht streichelte Justin ihn am Arm. Brian sah ihn an, beugte sich ein wenig zu ihm hinunter und drückte ihm seine Lippen auf den Mund. Sie küssten sich zärtlich und Brian packte ihn am Hintern und zog ihn näher zu sich heran.
"Du bist kein gutes Vorbild, Brian," gab Justin zurück und grinste leicht. "Wir sollten das Gepäck im Auge behalten!"
"Gute Idee, ja," erwiderte Kinney schmunzelnd. "Ich hab ehrlich keine Lust hier noch eine Runde rumzustehen, nur weil die Koffer an uns vorbei laufen, während wir gerade ... beschäftigt sind."
"Eben," sagte Justin grinsend und entdeckte dann sein und Brians Gepäck.
Schnell zogen sie ihre Koffer vom Band herunter und verließen dann endlich die Halle durch einen kleinen Gang. Menschen kamen an ihnen vorbei. Touristen, Geschäftsleute oder Flughafenpersonal, wie Lotsen oder Sicherheitsbeamte. Brian nervte es immer noch, dass er mit der Kippe im Mund erwischt wurde und er wusste ganz genau, dass sein Onkel ihn auch nicht im Wagen rauchen lassen würde, ganz egal ob das Fenster geöffnet war oder nicht!
Nur ein paar Sekunden später kamen sie in einen anderen Teil des JFK International Airports und Brian hielt Ausschau nach Stephen! Doch er fand ihn nicht. Stattdessen entdeckte er aber ein anderes ihm sehr vertrautes Gesicht in den paar wartenden Gästen!
Rick! ... Okay mir ist ja egal wer uns abholt ... Er grinste leicht. Vielleicht habe ich jetzt doch noch eine Chance auf eine Zigarrette während der Rückfahrt ...
Jetzt hatte auch Colonel Macintosh seinen großen Neffen und dessen Freund aus Pittsburgh gesehen, doch er blieb wo er war. Sie mussten gleich eh in diese Richtung zum Ausgang, also konnten Brian und Justin auch zu ihm kommen.
"Das ist dein Onkel," fragte der blonde Justin überrascht und musterte Rick kurz, während sie weiter durch die Ankunftshalle spazierten. "Du hast mir gar nicht gesagt, dass er so gut aussieht!"
Brian grinste leicht und zog seinen schwarzen Koffer hinter sich her und über den geputzten Boden des Flughafens. "Das ist der andere ..."
Justin sah ihn von der Seite aus an. "Was?"
"Das ist nicht Stephen," erklärte der Playboy seinem Freund jetzt die Situation genauer. "Das ist Rick! Der andere Onkel! ... Der aus West Virginia!"
"Ah, okay! ... Der Militärheini?"
Wieder liefen sie ein gutes Stück. Brian lächelte, während er seinen Koffer hinter sich herzog. "Ja, genau der! Aber sag das bloß nicht zu laut! Er mag seinen Rang und kann es nicht leiden, wenn man darüber herzieht."
Justin zuckte die Schultern. Er kannte sich mit dem Militär überhaupt nicht aus ... "Kein Problem!"
Als die zwei jungen Männer noch näher kamen, grinste dann auch Rick und wippte mit dem Fußballen auf dem öden Bodenbelag herum. Er klappte die Tageszeitung zu, klemmte sie sich unter den rechten Arm und verschränkte dann beide Arme vor der Brust. Da der Flug etwas Verspätung hatte, musste er länger warten und hatte sich am Kiosk eine Zeitung gegönnt.
"He, Rick," rief sein Neffe jetzt lächelnd und blieb dann vor seinem wartenden Onkel stehen. "So ein Empfangskomitee haben wir doch gar nicht verdient!"
Rick breitete die Arme aus und drückte Brian kurz an sich, bevor er ihn dann ausgiebig musterte. Es war sehr lange her, dass sie sich das letzte Mal gesehen oder gar telefoniert hatten. Rick hatte wenig Zeit und auch Brian hatte in der Werbeargentur einen stressigen Job zu machen! Aber das war schon in Ordnung! Keiner von beiden würde dem anderen je deswegen Vorwürfe machen!
"Einer musste euch ja abholen! ... Gut siehst du aus, Brian," sagte der Colonel und klopfte ihm leicht auf die Schulter. Seine Schmerzen versuchte er erstmal zu ignorieren. Dann wandte sich Rick an Brians Freund, den er auch jetzt das erste Mal zu Gesicht bekam. "Hey, Justin! Ich bin Rick! Brians-"
"Onkel," schnitt der blonde Junge ihm das Wort ab und reichte Rick die Hand. "Schön sie mal kennen zu lernen, Sir!"
Rick grinste. "Nicht so förmlich, okay? Sag Rick! Du gehörst doch fast zur Familie!"
"Okay, Rick!"
"Da jetzt die überschwenglichen Begrüßungszermonien aus dem Weg geräumt sind und sich jeder kennt ..." begann Kinney lächelnd. "Können wir dann bitte den stinkenden Flughafen wieder verlassen?"
"Klar," gab Rick zurück und warf einen Blick auf das Gepäck der Jungs. "Soll ich irgendwas nehmen?"
"Nein, nein, das geht schon," sagte Justin, rieb sich kurz die Augen und griff dann wieder nach seinem schwarzen Trolli, den Brian ihm mal gekauft hatte.
Sie schlenderten gemeinsam durch die riesige Halle des JFK International Airport und traten dann durch die elektronische Schiebetür hindurch auf den Parkplatz, wo Rick seinen schwarzen Pontiac geparkt hatte. Rick übernahm die Führung und zog im Gehen seinen Schlüsselbund aus der Hosentasche hervor, während seine Begleiter hinter ihm leise flüsterten. Als sie am Wagen ankamen, öffnete Rick die Türen und ging an den flachen Kofferraum.
Er sah Brian an, der wieder etwas zu Justin gesagt hatte, was Rick nicht verstehen konnte. "Was ist?"
Brian grinste und drückte den Zieh- und Haltegriff in seinen Koffer, damit er ihn problemlos einladen konnte. Er zuckte die Schultern. "Nichts! Ich habe ihm nur gesagt, dass er den Wagen nicht anfassen darf, wenn du nicht dein Okay gegeben hast!"
Der Colonel warf Justin einen Blick zu und öffnete den Kofferraum. "Ja, so ist es!"
Er nahm Brian den Koffer ab und schob ihn hinein, dann legte Justin seinen Koffer dicht daneben und die Jacke und den Kapuzenpullover von Justin packte Rick oben drauf. Er schloss den Deckel und schlenderte zur Fahrerseite hinüber. Das Trio stieg in den Sportwagen. Brian setzte sich auf den Beifahrersitz neben seinen Onkel und Justin nahm auf der bequemen Rückbank Platz.
Rick startete den Motor und fuhr zügig rückwärts aus der Parklücke. Dann wendete er einmal, telefonierte kurz noch mal mit Stephen, ob sie noch etwas auf dem Weg nach Hause mitbringen sollten und Brian sah seine Chance gekommen und zog wieder das Päckchen Kippen aus der Jackentasche.
Er warf seinem Onkel einen fragenden Blick zu. "Kann ich eine rauchen, wenn ich das Fenster aufmache?"
"Und meinen schönen Wagen verpesten," fragte Rick fassungslos zurück und sah ihn etwas erstaunt an. "Du spinnst wohl, Brian!"
"Also heisst das jetzt ... ja?"
"Nein! ... Es heisst nein! Wenn du dir eine ansteckst, werf ich dich sofort raus und du dafst nach Woodside laufen, mein Freund!"
"Schade," gab Brian deprimiert zurück und stopfte die Packung wieder weg. Er seufzte laut. "Manchmal hasse ich Stephen und dich richtig!"
Rick grinste leicht, doch erwiderte darauf nichts mehr. Er setzte den Blinker und wechselte auf eine andere Strasse. Dann schlug der Mann die Richtung nach Queens und Woodside ein.
Tbc ...
AN2: Jetzt ist das kleine Geheimnis von David aufgeflogen und Stephen darf sich erneut Sorgen machen. Nur gut, dass Rick jetzt auch Bescheid weiss, denn der kann dann auch eingreifen, wenn David wieder die Nerven verlieren sollte. Wie das Gespräch von Alex und Stephen ausgegangen ist, überlasse ich jetzt eurer Fantasie :) Und endlich sind auch Brian und Justin angekommen und werden sicher auch zu weiterem Trouble am Wochenende beitragen! Wie wird Sully auf den reichen Kerl aus Pittsburgh reagieren? Im nächsten Kapitel wird auch Stephen sich mit seinem Neffen befassen müssen ... Also es bleibt wie immer spannend und es ist noch lange nicht vorbei! Wir lesen uns! Eure Vanessa
