Thanksgiving (Auszug aus Kapitel 37)

„Mir wird schlecht. Mir wird wirklich schlecht.", stöhnte Blaine und rollte sich auf dem Wohnzimmerboden auf seinen Bauch.

„Sei nicht so ein Baby. Ich habe dir gesagt, dass du zu viel isst, aber du wolltest ja nicht auf mich hören.", seufzte Kurt, als er sich zu Blaine auf den Boden gesellte, obwohl er eine Hand auf Blaines Rücken legte und Kreise rieb.

„Mmmh.", sagte Blaine und versteckte sein Gesicht unter seinem Arm.

„BAY BAY!", schrie Melody, beugte sich über ihn und streichelte sanft seinen Rücken. „Bay Hundi."

Blaine rollte sich herüber und knurrte in ihre Richtung.

„EEE!" Melody rannte davon und schlang ihre winzigen Arme um Finns Bein als er herein kam.

„Warum ist Blaine auf dem Boden?", fragte Finn und hob Melody hoch.

„Zeitweises Nahrungsmittel verursachtes Koma. Bauchschmerzen. Das übliche." Kurt rollte mit den Augen, seine lag Hand nun auf Blaines Arm.

„Ich habe dir gesagt, dass du mit dem Truthahn aufpassen sollst.", lachte Burt als er durchs Zimmer lief. „Kenne ich. Morgen wird es dir besser gehen."

„So lange hin.", stöhnte Blaine und kuschelte sich an Kurts Bein.

„Seid ihr Jungs in der Lage Melody ins Bett zu bringen?", fragte Burt, kam herüber und strich durch Melodys Haar.

„Daddydaddydaddy!", gurrte Melody.

„Ich denke sie schaffen das.", sagte Finn.

„Gee, danke." Kurt rollte mit den Augen. „Ja. Ich kann mich um einen kranken Blaine kümmern und Melody alleine ins Bett bringen."

„Danke, Kiddo.", sagte Burt, klopfte Kurts Schulter und ging hoch.

„Das war Sarkasmus!", informierte Blaine Finn, als Burt außer Hörweite war.

„Seit still.", lachte Kurt.

„Warum habe ich so viel Truthahn gegessen? Warum möchte ich mehr essen? Ist das normal?" Blaine zwang sich, sich aufzusetzen. „Kann ich mehr haben?"

„Morgen.", sagte Kurt und rutschte näher zu Blaine, so dass Blaine sich gegen ihn lehnen konnte.

„Mein Bauch tut weh."

„Ja. Das sagst du nun schon seit einer Stunde."

„Nun ich hätte es schon länger gesagt, aber ich wollte nicht, dass deine Oma sich schlecht fühlt."

„Sie würde sich nicht schlecht fühlen. Du hast es dir selber angetan.", schnaubte Kurt und stand auf.

„Verlass miiiiiiich nicht.", wimmerte Blaine.

„Ich hole dir ein 7Up, was hoffentlich deinen Magen etwas beruhigt.", sagte Kurt. „Finn, stell sicher, dass er sich nicht umbringt."

„Bring Potato Candys mit!", rief Blaine ihm hinterher.

„Nein, Blaine. Nein.", seufzte Kurt und verschwand.

„Kurt ist gemein.", schmollte Blaine und brach wieder zusammen. „Meinst du es ist möglich davon zu sterben, dass man zu viel Truthahn gegessen hat?"

"Alles ist möglich, Kumpel." Finn zuckte mit den Schultern bevor er vorgab Melodys Finger zu essen.

„Uh oh. Finn ist ein Zombie!", schrie Blaine auf und schlug um sich. „Aaaah!"

Melody schrie und kicherte bei dem Versuch ihre Hand wegzuziehen.

„Nein, nein, nein." Blaine krabbelte herüber, als Finn sich zu Melody auf den Boden setzte. „Ich werde dich retten, Melody. Ich werde dich retten!"

„Nein wird er nicht!", krächzte Finn oder versuchte es zumindest. „Niemand kann dich retten!" Melody sah zwischen den beiden hin und her, bevor sie wieder zu kichern begann.

„Ich kann.", sagte Kurt und seufzte genervt als er Melody aus Finn Armen nahm. „Blaine, dein 7Up steht auf dem Kaffeetisch. Und ich möchte euch gerne persönlich danken, dass ihr sie so aufgeregt habt, wenn ich sie ins Bett bringen muss."

„Alles, um dir dein Leben zu erleichtern.", grinste Blaine.

„Weißt du was? Ich möchte kein weiteres Wort über deine Bauchschmerzen hören.", sagte Kurt mit ernstem Gesichtsausdruck. „Vielleicht kannst du es deinem neuen besten Freund Finn erzählen. Wenn dein Bauch so sehr weh tut, könntest du das Baby nicht ärgern."

„Aber das Baby ist süß, wenn es geärgert wird und mein Bauch tut so sehr weh.", schmollte Blaine. „Kommst du zurück?"

„Wenn sie sich jemals genug beruhigt, um zu schlafen." Kurt sah Blaine und Finn böse an.

„Wenn du sie nicht ins Bett bringen müsstest, würdest du auch mit ihr spielen.", zeigte Finn auf.

„Sei still, Finn.", schnappte Kurt. „Trink das damit die Bauchschmerzen aufhören."

Es ist allerdings wahr, dachte er als er die Treppe hinauf ging.

Ich möchte kein weiteres Wort über deine Bauchschmerzen hören und dann benimmt er sich wie deine Mutter und versucht dich dazu zu bringen 7Up zu trinken.", schnaubte Finn laut.

„Mach dich nicht über mich lustig. Er hört alles. Wenn ich zustimme, bekomme ich kein schmusen und muss wahrscheinlich auf dem Boden schlafen. Wenn ich nicht zustimme, wird er mich die ganze Nacht fragen, warum ich nicht zugestimmt habe.", wimmerte Blaine, die Stimme gedämpft. Kurt vermutete von seinem Arm.

„Ich weiß nicht, was ich mit den beiden tun soll, Mellie.", sagte Kurt, als er Melody ins Gästezimmer brachte wo ihr Bettchen stand.

Melody reichte hinauf und griff nach einer Handvoll Haare.

„Nein, nein, nein.", sagte Kurt sehr streng. „Das tun wir nur mit Blaines Haaren, okay? Das haben wir schon so oft besprochen. Ich brauche viel länger um meine Haare zu machen und – gut."

Melody kicherte und zog sanft an seinen Haaren. „Kur!"

„Mellie!", gurrte Kurt, küsste ihre Wange und legte sie ins Bettchen.

Melody bewegte sich einige Sekunden bevor sie ruhig wurde und ihn mit großen Augen ansah.

„Ich bin bald wieder zurück mit Blaine.", versprach Kurt bevor er zur Tür ging und das Licht ausschaltete.

Warum hatten sie entschieden, dass es eine gute Idee war Melody in ihrem Zimmer schlafen zu lassen?

Warte.

Das konnte nicht sein.

Nein.

„Ich kann nicht glauben, dass sie im Haus meiner Großeltern Sex haben!", sagte Kurt laut als er zurück ins Wohnzimmer ging.

„Was war das?", fragte Blaine von seinem neuen Platz auf der Couch, verwirrt aussehend.

„Meine Eltern haben Melody in unserem Zimmer untergebracht.", sagte Kurt.

„Aber warum würden sie – oh, ew." Blaine zog seine Nase hoch.

„Ist das dein ernst?", fragte Finn, angeekelt aussehend.

„Kurt…" Blaine hob seinen Finger. „Du weißt schon, dass, wenn wir in Lima sind, wir praktisch dasselb- "

„Nein. Es ist nicht dasselbe.", unterbrach Kurt. „Das ist absolut nicht dasselbe."

„Wenn du das sagst.", Blaine stand auf. „Können wir ins Bett gehen und du reibst meinen Bauch?"

„Du bist schlimmer als Kreacher.", neckte Kurt und ergriff Blaines Hand. „Komm schon, du großes Baby."

„Aber tun sie das wirklich?", fragte Finn. „Und wo schlafe ich noch mal?"

„In dem anderen Bett in unserem Zimmer.", antwortete Kurt.

„Ich schätze wir werden nicht dieselben dreckigen Dinge wie dein Dad und Caro – OW! Kurt, das ist Belästigung!" Blaine rieb seinen Arm.

„Du hast es verdient.", zuckte Kurt mit den Schultern.

„Jetzt tut mein Arm und mein Bauch weh.", schmollte Blaine.

„Und wage es ja nicht eines von beidem zu küssen, wenn ich in demselben Schlafzimmer bin.", murmelte Finn, folgte ihnen ins Zimmer und legte sich dann auf eines der Betten.

„Dieser Feiertag war bisher ein Erfolg.", zwitscherte Blaine, setzte sich aufs Bett und beobachtete Kurt, der Melody zudeckte. „Außer der Tatsache, dass mein Bauch demnächst auf eine von zwei Arten explodieren wird und, um ehrlich zu sein, bin ich mir nicht sicher was ich im Moment lieber hätte."

„Das ist ekelhaft." Kurt starrte Blaine an, als wäre ihm ein zweiter Kopf gewachsen.

„Ja, aber du liebst mich."

„Das ist heute Abend fraglich.", sagte Kurt, nur größtenteils scherzend.

„Ich hab mein Sprite vergessen.", schmollte Blaine auf einmal.

„Du solltest mich besser lieben.", seufzte Kurt, bevor er den Raum verließ, um mit Blaines Getränk zurück zu kehren. Es war eine verdammt gute Sache, dass Blaine so bezaubernd war.