Disclaimer: *sprachlos vor Enttäuschung, da mir nix gehört*

Zu aller Erst: Nach Rücksprache mit meiner Beta weise ich darauf hin, dass die letzten 12 [!] Kapitel, dieses mit eingeschlossen, in nur 2 Tagen stattfinden! Das Wochenende nimmt sehr viel Zeit in Anspruch, aber das ist gewollt und notwendig!

*glücklich seufz* So schöne Reviews! Und manchmal einfach zu lustig! Ist aber nicht böse gemeint, im Gegenteil, da weiß ich, dass mein Geschreibsel doch irgendwie Sinn macht. xD

An dieser Stelle einen speziellen Dank an meine Leser/Reviewer, denen ich keine PM zulassen kommen kann! Ich würd euch als wirklich gern antworten...

Meinen allerherzlichsten Dank an HaylesHayles. Du bist mir nicht nur beim Fehler suchen eine ganz große Hilfe! *knuddl* Mich würde dann sehr interessieren, wie es dir beim Lesen erging... ;) Mal davon abgesehen, dass du deinen PC gefressen hast und an den Kleinteilen erstickt bist. xD

Das... um... *hust* also... um... ich... *hust, hust* um... tja... hm... *tief Luft hol* OH! MEIN! GOTT! *kreisch* *Ohnmachtsanfall*

Viel Spaß! Ich versuch derweil, mich wieder aufzurappeln. *keuch*


Heimfahrt mit Umwegen

Zurück in unserem Separée lächelte ich gleich in Edwards Richtung, der mich natürlich ansah. Ich erkannte, dass mittlerweile Mr. Mathew den Tisch abgeräumt und dafür etwas anderes gebracht hatte, wohl tatsächlich ein Dessert. Interessiert setzte ich mich an meinen Platz und musterte den Nachtisch. Eine Panna Cotta mit genug Soße für drei der Köstlichkeiten und... Zimtsterne? Um diese Jahreszeit? Ich liebte Zimtsterne über alles und konnte kaum erwarten, wenn zur Winterszeit die Ersten in den Menükarten standen, aber es war normalerweise unmöglich, so kurz vor Sommerbeginn welche zu bekommen. Verblüfft sah ich Edward an, der nur grinste. Wusste er etwa, dass ich das gerne aß?

„Woher...?", fragte ich und ließ das Ende offen stehen. Edward schob den Teller näher zu mir.

„Ladies first?", sagte er nur und sah mich abwartend an. Das war mal wieder unglaublich. Ich lächelte ihn glücklich an und machte mich wie ein kleines Kind über die Zimtsterne her. Nach dem dritten Happen hielt ich meinen mit Panna Cotta gehäuften Löffel Edward unter die Nase, der ihn lächelnd in den Mund nahm. So fütterte ich uns weiterhin im Wechsel mit dem Dessert, bis ich einmal scheinbar versehentlich den Löffel gegen seine Nase stieß und ein wenig des schmelzenden Zimtsterns daran hängen blieb. Ich grinste frech, während Edward bereits seine Hand hob, wohl um es abzuwischen. Ich fasste sie in der Luft und lehnte mich weiter über den Tisch. Er wirkte kurz überrascht, dann nachdenklich und schließlich kam er mir entgegen. Ich lächelte und leckte einmal genüsslich über seine Nasenspitze.

„Mmmmmmm, lecker", sagte ich und nach einer kurzen Stille lachten wir beide. Nach und nach teilte ich auch den Rest unseres Desserts auf, nicht ohne Edward regelmäßig zu bekleckern. Mit dem letzten Löffel blieb ich gerade so an seinem Mundwinkel hängen. Langsam beugte ich mich über den Tisch, führte meinen Kopf neben seinen und ließ meine Zunge vorschnellen. Noch ehe ich richtig fertig war, drehte Edward seinen Kopf und fing meine Zunge mit seinem Mund ein. Zustimmend summte ich gegen seine Lippen. Über den Tisch gelehnt dehnten wir den Kuss aus und für diesen Augenblick war alles andere unwichtig. Nur er und ich zählten noch, nur der Austausch dieser Zärtlichkeit. Leicht atemlos ließen wir voneinander ab, aber seine Stirn lag noch immer an meiner. Wir sahen uns tief in die Augen und ich hatte das Gefühl, als könnte ich all seine Emotionen darin ablesen. Nur waren sie nicht eindeutig zuzuordnen. Ich fragte mich, ob ich genauso aussah.

„Bella", sagte Edward leise, berührte noch mal kurz meine Lippen. „Was machst du nur mit mir?", flüsterte er und sah mich nachdenklich an. Ich lächelte und legte meine Hand an seine Wange.

„Das Gleiche könnte ich dich fragen", antwortete ich ihm und wir lachten leicht. Langsam lehnten wir uns zurück, viel lieber wäre ich jetzt an seiner Seite gewesen, in seinen starken Armen. Um mich abzulenken und da meine Kehle trocken war, schenkte ich mir nach und trank wieder einen großen Schluck Wasser. Auf Eis bekam ich sowieso immer besonders viel Durst. Beinahe hätte ich bei diesem Gedanken das Wasser wieder ausgeprustet, aber ich konnte mich gerade noch so beherrschen, lachte hinterher nur ganz kurz. Edward sah mich fragend an, aber ich schüttelte den Kopf. „Insider", sagte ich frech und Edward wirkte noch irritierter. Ich musste ihm ja nicht verraten, dass er eigentlich derjenige war, mit dem ich diesen Insider teilte. Ich schmunzelte, sah weiterhin Edward an, der kurz die Uhrzeit prüfte. Er sah nachdenklich auf, starrte eine Zeit lang über mich hinweg ins Nichts, bevor er mir lächelnd seine Aufmerksamkeit schenkte.

„Ich denke, wir sollten dann fahren, nicht, dass sich Charlie noch Sorgen macht", sagte er und ich war etwas überrascht. Warum interessierte es ihn, was Charlie dachte? Wollte er einen guten Eindruck hinterlassen? Das schien mir nicht plausibel, da er diesen nicht nur durch seinen Ruf, sondern noch zusätzlich durch die Aktion vor unserem Haus, als er mich heute abholte, zunichte gemacht hatte. Warum war er also dann darauf erpicht, mich jetzt schon zu Hause abzusetzen?

„Wie spät ist es denn?", fragte ich nach und hoffte, so hinter dieses Rätsel zu kommen. Edward lächelte noch immer, als er meine Frage beantwortete.

„Fast dreiviertel zehn", sagte er lässig. Da wir nur eine knappe Stunde für die Fahrt brauchten, konnte das eigentlich nicht der Grund für unseren Aufbruch sein. Charlie würde nichts sagen, auch wenn ich erst gegen Mitternacht zurück wäre. Ich wurde nicht schlau daraus. Ich hatte das Gefühl, dass Edward mir etwas verschwieg, aber ich würde nicht weiter nachfragen. Er hatte sicherlich seine Gründe. Vielleicht musste er ja Morgen beizeiten raus.

„Wie du möchtest", sagte ich schulterzuckend und nahm noch einen Schluck Wasser. Edward lächelte mich zufrieden an.

„Darf ich?", fragte er und deutete mit einer Hand neben mich auf die Bank. Ich sah kurz an meine Seite, bis mir kam, dass er mich gerade um Erlaubnis gefragt hatte, neben mir sitzen zu dürfen. Wow. Lächelnd sah ich auf, während ich innerlich einen Freudentanz aufführte. Vielleicht würde es doch nicht so schwer werden, seine bessere Seite dauerhaft zu Tage zu fördern.

„Natürlich", antwortete ich und er kam sofort zu mir. Er legte einen Arm hinter meinem Rücken um mich und zog mich fest an seine Seite. Er lächelte mich an und legte die andere Hand an meine Wange. Sein Blick wanderte über mein Gesicht, während er darüber strich.

„Du bist so schön", sagte er leise und ich wandte verlegen den Kopf ab. Das lag wohl im Auge des Betrachters. Ich würde das jedenfalls nicht von mir behaupten. Dennoch spürte ich das Blut, das meine Wangen leicht rot färbte aufgrund seines Kompliments, und ich biss mir auf die Unterlippe. „Nein, nicht. Ich will dich ansehen können", sagte er und zog mein Gesicht zurück zu sich. „So schön...", murmelte er wieder und beugte sich zu mir runter. Zärtlich legte er seine Lippen an meine, küsste mich immer wieder leicht. Seine Hand glitt in meinen Nacken und nur langsam vertiefte er den Kuss. Nach einer gefühlten Ewigkeit löste er sich von mir, strich mit seinem Daumen über meine Wange, küsste anschließend meine Haare, bevor er seinen Kopf leicht auf meinen legte. Ich kuschelte mich an seine Schulter und sah gedankenversunken die Wand gegenüber an. Jepp, das war schon viel besser. So durfte er meinetwegen immer sein. Kurz darauf trat Mr. Mathew ein. Er lächelte uns zu, als er uns so sah und machte sich daran, den Teller abzuräumen.

„Ich würde dann gerne zahlen, bitte", sagte Edward und Mr. Mathew nickte kurz, bevor er wieder ging. Keine fünf Minuten später hatten wir das Restaurant Arm in Arm verlassen und standen vor seinem Motorrad. Ganz Gentleman-like half mir Edward mit dem Helm, bevor er selbst aufsaß und ich mich hinter ihm aufschwang. Wieder korrigierte er die Haltung meiner Hände und ich konnte nicht anders, als leicht zu lachen. Wenn es nach ihm ging, saß ich wahrscheinlich nie nah genug an ihm dran. „Was?", fragte er mit hörbarer Verwirrung in der Stimme.

„Nichts", sagte ich nur und biss mir auf die Lippe, um nicht weiterlachen zu müssen. Er seufzte, sagte aber nichts mehr und fuhr durch die Stadt. Ich betrachtete die vielen Lichter, Reklamen, Namen von Hotels und Restaurants, Spielhöllen und Nachtclubs. Nach etwa zehn Minuten hatten wir Port Angeles hinter uns gelassen und fuhren schweigend in die Nacht hinaus. Es war eine angenehme Stille, ein perfekter Ausklang für einen perfekten Abend. Na ja, wie man es nahm. Ich starrte in die Dunkelheit und grinste, als ich die vielen, so unglaublichen Geschehnisse Revue passieren ließ. Wir waren schon eine ganze Weile unterwegs, glaubte ich zumindest, als Edward vom Highway abfuhr. Ich dachte zunächst, dass wir die Fahrt schon so gut wie hinter uns hatten, bis ich bemerkte, dass die Umgebung gar nicht die war, die ich kannte. Ein paar Mal sah ich nach links und rechts, während Edward weiter vom Highway wegfuhr.

„Wohin gehen wir?", erkundigte ich mich, bekam aber keine Antwort. „Edward?", fragte ich nach einigen Minuten erneut, aber wieder keine Reaktion. Was hatte er vor? Ich nahm meine Umgebung ein weiteres Mal in Augenschein, konnte aber aufgrund der Dunkelheit so gut wie nichts erkennen. Ich seufzte, während das mulmige Gefühl in meiner Magengegend zunahm. Edward bog von der Straße in einen Nebenweg ab und fuhr ein Stück darauf entlang, bis er anhielt. Er ließ den Motor laufen und nahm seinen Helm ab, noch ehe ich ihn fragen konnte, was er hier wollte.

Wir waren mitten in der Pampa. Kein Dorf, nicht mal ein Haus oder eine Hütte, nichts, nur die Straße und Wiesen, die leicht von den Schweinwerfern erhellt wurden. Edward machte Anstalten absteigen zu wollen, daher ließ ich ihn los und stand auf um ihm Platz zu machen. Wie er stand, löste er den Verschluss meines Helms und nahm ihn mir ab, woraufhin ich ein paar Mal durch meine Haare und schließlich alle Strähnen hinter meine Ohren strich, bevor ich ihn verwirrt ansah.

„Was ist los?", fragte ich in die Stille der Nacht, doch Edward schüttelte abermals den Kopf. Er legte eine Hand an meinen Rücken und dirigierte mich wieder zum Motorrad, half mir aufzusteigen und schob mich schließlich nach vorne. Überrascht versteifte ich mich leicht. Sollte ich jetzt etwa fahren? Das konnte er doch nicht ernsthaft vorhaben! Unerbittlich schob er mich weiter, setzte sich anschließend hinter mich und ich bekam noch mehr Panik. Er langte mit seinen Armen an mir vorbei, lehnte sich dabei gegen meinen Rücken und drückte mich nach vorne, so dass ich mich mit beiden Händen auf dem Tank abstützte. Seine Hände fassten nach dem Lenker und er gab Gas.

Überrascht schnappte ich nach Luft. Das Motorrad bewegte sich keinen Millimeter, aber durch meine nach vorne gebeugte Haltung spürte ich die Vibration nur zu deutlich zwischen meinen Beinen. Er wollte doch nicht...? Erneut heulte der Motor auf, als Edward den Hebel betätigte und ich aufgrund des Gefühls zu zittern begann. Edwards linke Hand legte sich auf meine Jacke direkt über meinem Bauch und zog mich fest an ihn. Ich spürte seinen Atem an meinem Ohr und meiner Wange, als er mit seiner Nase darüber strich. Wieder heulte der Motor auf, schickte die nächste Vibration durch meinen Körper und ich atmete geräuschvoll aus, schloss dabei meine Augen.

„Sag es", flüsterte Edward mir zu. „Nur ein Wort." Er küsste meine Wange entlang. „Sag es und ich höre auf." Er knabberte an meinem Hals, betätigte erneut den Hebel und ich stöhnte gedämpft. „Halt mich auf!", forderte er leise.

„Halt die Klappe!", sagte ich nur. Ich hatte nicht mal vor, irgendetwas zu sagen. Es kam einfach so über meine Lippen und das war eindeutig mein Körper, der da die Worte geformt hatte. Wieder heulte der Motor auf und Edward küsste mich weiterhin, mein Ohr, meine Wange, meinen Hals, alles was er zu fassen bekam. Immer weiter breitete sich die Hitze in mir aus. Seine Hand fand meine, eine erneute Vibration durchfuhr mich und ich stöhnte abermals. Warum hatte ich zuvor nie bemerkt, wozu so ein Motorrad alles gut war?

„Bitte", flüsterte er leise und strich über meine Hand. „Bitte." Er saugte an meinem Ohrläppchen. „Bitte." Der Motor heulte auf und er verschränkte unsere Finger. „Bitte." Seine Zunge glitt in und über mein Ohr, so dass ich erneut stöhnte. „Bitte." Er löste unsere Finger voneinander, nahm aber meine Hand in seine. „Bitte." Seine Zähne massierten mein Ohrläppchen. „Fass mich an", flüsterte er mir heiser zu und eine weitere Vibration jagte durch meinen Körper, während er langsam meine Hand nach hinten zog. Augenblicklich öffnete ich meine Augen und starrte überrascht in das Halbdunkel vor mir.

Oh Gott!

„Sag es", flüsterte er wieder. „Sag es. Ein Wort, nur ein Wort." Erneut betätigte er den Hebel und ich zitterte noch mehr, während er meinen Hals mit Küssen übersäte. „Sag es."

„Halt die Klappe", antwortete ich auch dieses Mal und schüttelte leicht meine Hand, woraufhin Edward sie los ließ. Ich schloss meine Augen und tastete zaghaft nach seinem Bein. Langsam strich ich darauf entlang, näher zu ihm und er ließ den Motor aufheulen. Das machte es nicht gerade einfacher für mich. Das Feuer grub sich noch tiefer in meinen Körper. Ich biss mir auf die Unterlippe, bevor ich meine Hand zwischen seine Beine legte.

Oh Gott!

Nervös und aufgeregt strich ich mit meinen Fingern auf und ab. Edward stöhnte an meinem Ohr und saugte sich an meinem Hals fest, als mich die nächste Vibration erfasste. Zunächst hörte ich nur ein bekanntes Geräusch und wie ich erschrocken die Augen öffnete und an mir hinabsah, erblickte ich Edwards Hand, die gerade den Reißverschluss meiner Jacke öffnete. Die kalte Nachtluft drang durch den dünnen Stoff meiner Bluse, sorgte für eine Gänsehaut, aber das tat meinem überhitzten Körper nur gut. Wieder protestierte lautstark der Motor, was ich dieses Mal noch intensiver zwischen meinen Beinen spürte. Jeder Nerv meines Körpers lag blank. Zitternd vor Kälte und den Gefühlen stöhnte ich, bemerkte zu spät Edwards Hand, die unter meine Bluse glitt und sich auf meinen nackten Bauch legte. Überrascht schnappte ich nach Luft, meine Hand hielt in ihrer Bewegung inne und ich zitterte noch stärker.

„Sag es", flüsterte er mir zu. "Ein Wort und ich lass es sein." Vorsichtig strich er über meinen Bauch, weshalb ich reflexartig meine Hand fester gegen ihn drückte. Er stöhnte mir direkt ins Ohr und meine Augen fielen wieder zu. „Halt mich auf", raunte er und führte seine Hand höher.

„Halt die Klappe." Das schien das Einzige zu sein, das ich heute noch sagen konnte. Edward knurrte, malträtierte folgend eine Vene an meinem Hals und seine Hand wanderte langsam weiter nach oben, bis sie an den Ansatz meines BHs stieß. Behutsam legte er seine Hand darüber und ich fasste automatisch stärker zu. Edward stöhnte erneut und ich spürte, wie er seine Hüfte gegen meine Hand drückte.

Oh Gott!

Zärtlich und nur ganz leicht strich er über den dünnen Stoff, als würde ich jeden Moment unter seinen Berührungen wie Glas in tausend Scherben zerspringen. Ein Schauer jagte über meinen Körper, mein Atem ging stockend und das Zittern wollte gar nicht mehr aufhören, während ich die Wärme, die von ihm ausging, an mir genoss. Der Motor heulte auf und ich bog meinen Rücken durch, wodurch ich mich auch fest gegen seine Hand drückte. Edward knurrte erregend, schob seine Hüfte ein weiteres Mal vor.

„Bitte", raunte er mir zu. „Bitte." Er küsste meine Wange entlang. „Bitte." Seine Zähne hingen an meinem Ohr. „Bitte." Seine Hand fasste leicht fester zu und noch im gleichen Moment jagte die nächste Vibration durch mich. Erneut stöhnte ich, bevor ich eine Hand spürte, die meine zur Seite schob. Verwirrt öffnete ich meine Augen. "Bitte." Dann vernahm ich unverkennbar das Geräusch eines in diesem Fall wohl sich öffnenden Reißverschlusses.

OH GOTT!

Seine linke Hand war noch immer unter meiner Bluse und aus dem Augenwinkel erkannte ich seine Rechte, die gerade wieder nach vorne langte.

„Sag es", wisperte er mir ins Ohr. „Ein Wort. Du musst es nur sagen." Kurz saugte er an meinem Ohrläppchen, während seine linke Hand über das Bisschen Stoff wanderte und der Motor noch lauter protestierte. Von der Sensation dieser Gefühle überwältigt schloss ich erneut meine Augen. „Halt mich auf." Ich wusste, dass ich nichts dergleichen tun würde. Wie hätte ich auch können? Er hatte selbst gesagt, dass er ein Ja bekommen würde. Und trotz dessen, dass er mich fortlaufend daran erinnerte, dass ich jederzeit das Ganze abbrechen konnte... Es ging nicht. Zu sehr verlangte mein Körper nach seiner Nähe, seinen Berührungen... Ich würde ihn nie aufhalten können...

„Halt die Klappe." Es war nur noch ein Flüstern und meine Hand wanderte über sein Bein erneut an seinen Schritt.


Einige Zeit später saß ich seitlich auf dem Motorrad, das jetzt keinen Mucks mehr von sich gab. Ich machte gerade meine Jacke zu und starrte den Boden an, denn ich wagte nicht, Edward anzusehen, der etwas neben mir stand und mich vermutlich beobachtete. Aus dem Augenwinkel erkannte ich, wie er den Reißverschluss seiner Hose zuzog. Ich schloss kurz meine Augen, als die Geschehnisse von eben meine Gedanken überfluteten. Ich konnte nicht verhindern, dass sich ein leichtes Lächeln auf meine Lippen stahl. Jetzt wusste ich auch, warum Edward früher gehen wollte. Wie lange hatten wir gebraucht? Ich hatte ehrlich gesagt keine Ahnung, aber es war mir eigentlich auch egal.

Ich wollte meine nutzlosen Hände ineinander legen, meine Finger verschränken, besann mich dann aber eines besseren. Erneut musterte ich meine Hand, die sich noch immer leicht klebrig anfühlte. Hände waschen stand auf meiner To-Do-Liste, wenn ich wieder zu Hause war, ganz oben. Edward stellte sich direkt vor mich, holte mich somit aus meinen Gedanken. Er legte eine Hand an meinen Rücken, zog mich vom Motorrad, und die andere unter mein Kinn. Er hob es an und unweigerlich sah ich ihm in die Augen. Liebevoll lächelte er zu mir runter.

„Du bist unglaublich", sagte er leise und ich lächelte verlegen zurück. Er beugte sich zu mir runter, ich stellte mich auf meine Zehenspitzen und schloss erwartungsvoll meine Augen. Es war ein zärtlicher Kuss, bei dem wir nur sanft unsere Zungen miteinander spielen ließen. Wie er mich freigab, legte ich meinen Kopf seitlich an seine Brust. Er schloss mich in eine feste Umarmung und ich genoss seine Nähe, inhalierte seinen Duft. „War das dein erster?", fragte er aus heiterem Himmel. Geschockt weiteten sich meine Augen und das Blut schoss mir in die Wangen. Darauf würde er doch nicht wirklich eine Antwort erwarten, oder? „Sehr gut. Den ersten Orgasmus vergisst man nicht", sagte er sichtlich zufrieden auf mein anhaltendes Schweigen. Oh Gott! Musste er das jetzt noch mal so deutlich erwähnen? Ich vergrub mein erhitztes Gesicht in seinem Hemd und spürte, wie er in sich hineinlachte. Ich sollte ihm wohl besser nicht erzählen, dass er auch mein erster Kuss war. „Kein Grund, sich zu schämen, Schönheit", sagte er mit amüsiertem Unterton.

„Sei still", nuschelte ich in sein Hemd und schlug ihm leicht auf den Arm. Edward lachte wieder nur leise und schob mich dann behutsam ein kleines Stück von sich. Ich wusste genau, was er wollte. Seine Hand fasste unter mein Kinn und er zwang mich somit, ihn anzusehen. Bingo. Er lächelte verführerisch, nahm seine andere Hand hoch, hielt sie sich vor die Nase und atmete tief ein, schloss dabei seine Augen. Ungläubig sah ich zu. Ich war mir sicher, dass sogar mein Mund leicht offen stand. Er ließ seine Hand sinken und lehnte mit noch immer geschlossenen Augen seine Stirn an meine.

„Mmmmmm. Wenn du nur annähernd so gut schmeckst, wie du duftest...", sagte er leise. Oh Gott! Ich atmete geräuschvoll aus, starrte ihn unverhohlen an. „Bald, bald...", murmelte er vor sich hin. Er schien gar nicht mehr richtig wahrzunehmen, dass ich hier direkt vor ihm stand und das gerade deutlich gehört hatte. Ganz toll! Er plante bereits den nächsten Schritt, während ich noch immer dabei war, zu begreifen, dass das eben wirklich passiert war. Ich seufzte unmerklich. Hätte Renee uns nicht erwischt, hätten wir schon längst den letzten Schritt hinter uns. Was beschwerte ich mich also? Er wollte es so sehr wie ich, nur für mehr war die Umgebung nicht die richtige. Bald, bald... Super, Bella, jetzt fängst du schon an, wie er zu denken.

Seine Augen öffneten sich und das Scheinwerferlicht reflektierte den schwarzen Glanz darin. Er löste sich von mir, nahm mich hoch, küsste mich ganz kurz und setzte mich dann wieder ab. Er grinste vor sich hin, während er mir mit dem Helm half und sich anschließend auf das Motorrad setzte. Ich saß hinter ihm auf, streckte nur meine Arme an ihm vorbei, legte sie aber nicht an ihn. Ich sah, wie er an sich hinabblickte und einen Moment zu überlegen schien. Schließlich fasste er meine Hände und zog sie fest um sich. Ich lächelte leicht, wartete darauf, dass er seinen Helm aufsetzte.

„Du hast gezögert", stellte ich fest, als er mich hören konnte. Er drehte seinen Kopf leicht, als wollte er zu mir nach hinten sehen.

„Ich habe lediglich darauf gewartet, dass du dich an mir festhältst. Aber nachdem du dich nicht gerührt hast, hab ich das übernommen." Ich lachte, als er folgend die Maschine anließ. „Was ist daran so lustig?", fragte er und fuhr los, indem er zunächst wendete.

„Alles", gab ich zur Antwort. „Egal, wie ich mich an dich klammer, du korrigierst es doch sowieso, also hab ich es dieses Mal gar nicht erst versucht", erklärte ich. Edward schwieg daraufhin und erst als wir auf den Highway fuhren, sprach ich ihn wieder an. „Du bist so still", sagte ich leise. Ob er beleidigt war? Ich konnte ihn seufzen hören.

„Tja, ich hab überlegt, ob das stimmt, was du gesagt hast." Erleichtert atmete ich aus.

„Und?", hakte ich nach einigen Minuten erneuter Stille nach. Edward seufzte abermals.

„Ich weiß es nicht. Ich schätze mal, das ist Gewohnheit. Aber wenn du das sagst, wird es schon seine Richtigkeit haben", fügte er noch mit an und ich lächelte überrascht, aber auch zufrieden. Er war ehrlich zu mir und gleichzeitig zeigte er, dass er mir vertraute.

„Nicht tragisch", sagte ich nur und tätschelte bestätigend mit einer Hand so halb seine Seite, eben da, wo Edward sie hingelegt hatte. Wir fuhren eine Weile schweigend weiter, bis ich mich nicht länger zurückhalten konnte. „Was machst du morgen?", fragte ich in einem hoffentlich beiläufigen Ton. Er musste ja nicht unbedingt wissen, dass ich nur zu gerne den Tag mit ihm verbringen wollte.

„Nun, es soll ja eigentlich eine Überraschung werden, aber dir kann ich es sicher verraten. Ich hatte vor, meiner Familie meine neue Freundin vorzustellen." Er schmunzelte, aber ich starrte nur geschockt vor mich hin. Das könnte problematisch werden. Wie sollte ich mich seiner Mutter und Schwester gegenüber verhalten? Als ob ich sie nicht kennen würde? Das war wohl die einzige Möglichkeit, aber ich hatte ein schlechtes Gewissen dabei. Weniger seiner Familie gegenüber, als Edward. Nachdenklich biss ich mir auf die Unterlippe. Vielleicht sollte ich ihm doch davon erzählen. Andererseits wäre er dann vielleicht enttäuscht, weil ich es ihm verschwiegen hatte. Was, wenn er mich dann nicht mehr sehen wollte...? „Bella?" Seine Stimme riss mich aus meiner Versunkenheit.

„Um, ja?", antwortete ich noch etwas durcheinander. Wenn ich wirklich morgen auf seine Familie treffen würde, musste ich noch heute eine Entscheidung darüber fällen.

„Ist... alles in Ordnung?", fragte er vorsichtig. Schon wieder plagte mich das schlechte Gewissen. Ich hatte noch nicht mal auf seinen Vorschlag reagiert. Gedanklich schalt ich mich dafür und versuchte einen unbeschwerten Ton.

„Liebend gern. Immerhin kennst du ja meine Eltern schon, da wäre das nur fair", schaffte ich doch tatsächlich zu witzeln. Edward bemerkte meinen nervösen Unterton nicht und lachte leicht.

„Na ja, mal abgesehen von Carlisle. Den hast du ja schon getroffen."

„Ach, stimmt ja", spielte ich die Unwissende, während mein Gewissen mich noch mehr erdrückte. Der Rest der Fahrt verlief in angespannter Stille, zumindest meinerseits. Noch immer suchte ich nach der bestmöglichen Lösung. Mir blieb eigentlich nur, es ihm zu sagen. Ich hätte wahrscheinlich ständig ein schlechtes Gewissen, wenn ich ihn zu Hause besuchte und auch noch seinen Eltern gegenüber treten müsste. Sie wären sicherlich enttäuscht, dass ich ihm nicht die Wahrheit gesagt hatte. Alice hatte von Anfang an Recht. Es war keine gute Idee gewesen, das zu verschweigen.

Edward fuhr gerade in Forks ein. Jetzt waren es nur noch wenige Minuten, bis zu meinem Haus. Ich drückte mich so fest ich konnte an ihn, versuchte, nicht daran zu denken, was am nächsten Tag auf mich zukommen würde, und genoss einfach nur den Moment. Kurz spürte ich eine Hand an meiner und ich lächelte leicht. Er merkte natürlich, dass ich mich stärker an ihn schmiegte und so zeigte er mir, dass er, wenn er gekonnt, das erwidert hätte.

Edward wurde langsamer und ich seufzte innerlich. Wir waren da. Kurz darauf hielt er in der Einfahrt unseres Hauses und stellte die Maschine ab. Ich richtete mich auf, nahm meinen Helm runter und schüttelte meinen Kopf, um meine Haare ein bisschen zu lockern. Edward war in der Zwischenzeit abgestiegen und hielt mir seine Hand hin. Lächelnd nahm ich sie an. Er half mir beim Absteigen, nahm mir mit der anderen Hand meinen Helm ab und widmete sich dann kurz seinem Motorrad. Ich sah zum Haus, dessen Veranda vom Licht des Wohnzimmerfensters leicht erhellt wurde. Charlie war also noch auf und somit hatte ich keine Möglichkeit Edward wenigstens noch kurz rein zu bitten.

„Warum so traurig, Schönheit?", fragte Edward neben mir und ich schmunzelte. Irgendwie gefiel mir der Kosename. „Schon viel besser", sagte er leise und trat vor mich. Ich sah zu ihm auf in seine grünen Augen, die mich jedes Mal aufs Neue verzauberten. Er nahm mein Gesicht zwischen seine Hände und beugte sich zu mir runter. Nur allzu gerne kam ich ihm entgegen und legte meine Lippen auf seine, die er sogleich in einer unvergleichlichen Bewegung gefangen nahm. Meine Hände wanderten über seine Jacke an seinen Hals in seine Haare. Fest zog ich ihn an mich, dieser Abend sollte nicht schon zu Ende sein. Jeden noch so kurzen Augenblick mit ihm wollte ich auskosten, jede noch so zarte Berührung in mein Gedächtnis einbrennen. Seine Hände wanderten meinen Körper entlang, umschlangen meine Taille und pressten mich fest an ihn. Immer tiefer fielen wir in diesen einen Moment, immer noch ein bisschen mehr. Nur kurze Pausen, um Luft zu holen, trennten unsere Lippen für wenige Sekunden. So gerne hätte ich ihn auch heute Nacht gebeten, hier zu bleiben.

„Bella", murmelte er gegen meine Lippen. „Bella, wir..." Ich ließ ihn nicht ausreden, da ich seine Worte erahnte und sie nicht hören wollte. Wieder glitt meine Zunge tief in seinen Mund und er stöhnte gedämpft, bevor er seinen Griff lockerte und sich langsam von mir löste. Nur widerwillig ließ ich es zu. "Wenn du nicht vorhast, noch mal ein Stück mit mir vor die Stadt zu fahren, sollten wir jetzt besser aufhören", sagte er etwas atemlos. Ich grinste, biss mir dabei auf die Unterlippe und überlegte, ob ich ehrlich darauf antworten sollte. Edward stöhnte daraufhin leise und schüttelte leicht seinen Kopf. „Hätte ich bloß nichts gesagt", murmelte er vor sich hin und presste seine Lippen erneut auf meine. Er drückte mich wieder fest an sich, eine Hand hatte er dabei auf meinem Hintern und ich spürte sein Verlangen nur zu deutlich.

Oh, ich liebte es, mit ihm zu spielen und er gab mir gerade eine perfekte Gelegenheit dafür. Etwas grob drückte ich mich von ihm weg. Er löste sich von mir, betrachtete mich sichtlich verwirrt. Ich trat weiter zurück, bis er seine Hände von mir nehmen musste. Völlig irritiert starrte er mich an. Ich ging um ihn herum, beachtete ihn nicht weiter und hielt direkt auf die Tür zu. Von Edward kam kein Wort. Nachdem ich die Veranda erklommen hatte, drehte ich mich noch mal um, versuchte, eine gleichgültige Miene aufzusetzen. Edward stand noch immer da, starrte mich an. Beinahe hätte ich lachen müssen, tarnte das Zucken meiner Mundwinkel aber mit einem leichten Räuspern. Ich wartete, aber es schienen Minuten zu vergehen, ohne dass er sich rührte oder etwas sagte. Schlussendlich konnte ich mich nicht länger halten. Ich lachte leise, schüttelte meinen Kopf über seine Dummheit und winkte ihn zu mir.

„Jetzt komm schon her", sagte ich schmunzelnd und augenblicklich wandelte sich sein Schock in Erleichterung. Zügig kam er auf die Veranda, umarmte mich fest.

„Mach das nie wieder!", knurrte er mir bedrohlich ins Ohr. Ich grinste nur.

„Sonst?", fragte ich herausfordernd. Er knurrte erneut, drückte mich noch fester an sich.

„Sonst sperr ich dich ein und lass dich nie mehr gehen!" So etwas hatte ich befürchtet. Ich seufzte innerlich, kramte meine mentale Liste über Edward hervor und notierte seine besitzergreifende Art unter dem Punkt ‚unbedingt ändern'. Ihm gegenüber nahm ich es mit Humor, in der Hoffnung, er würde merken, dass dieses Verhalten völlig überflüssig war.

„Das könnte mir durchaus gefallen", hauchte ich an seinem Ohr und er stöhnte leise.

„Du bringst mich echt noch um", flüsterte er und ich lehnte mich vorsichtig zurück, so dass ich ihn ansehen konnte. Seine Augen waren bereits wieder dunkel. Ich legte meine Hand an seine Wange und er schmiegte sich dagegen.

„Gute Nacht", sagte ich leise. „Du hattest Recht. Ich werde heute nur von dir träumen." Ich lächelte ihn an und das Grün gewann wieder Oberhand.

„Kein Traum wird annähernd so gut wie die Wirklichkeit sein. Träum dennoch von mir, Schönheit", antwortete er darauf und küsste mich ein letztes Mal. Zögerlich trat ich zurück, drehte mich zur Tür und öffnete sie. Ich betrat den Flur, wandte mich um und lächelte ihm noch mal zu, was er erwiderte. Mit meinen Lippen formte ich die Worte ‚Gute Nacht', bevor ich die Tür endgültig schloss. Ich seufzte tief, lehnte mich an die Wand und legte meinen Kopf zurück, schloss meine Augen. Noch immer spürte ich seine Hände an mir. Nur der Gedanke daran brachte das Feuer zurück. Es hatte sich so unglaublich gut angefühlt. Geistesabwesend hob ich meine Hand, führte sie an mein Gesicht und atmete ein. Ein Stöhnen machte sich in mir breit, das ich aber unterdrückte. Es war unverkennbar sein Duft, nur wesentlich konzentrierter. Ich würde meine Hände heute nicht mehr waschen...


*dickes, fettes Grinsen* Jetzt bin ich mal gespannt, was euch da durch den Kopf ging. Ich weiß genau, welche Absätze ihr mehr als ein Mal gelesen habt. xD

Keine Beschwerden, bitte. ;) Das Rating hier ist T und ich habe nicht vor, das zu ändern. Aber ich bin mir ziemlich sicher, dass uns Edward irgendwann mehr darüber berichten wird... *räusper*
Um das gleich vorweg zu nehmen: Nein, wir besitzen kein Motorrad! Dieses Mal wars reine Phantasie, auch wenn ich zugeben muss, dass mich das schon reizen würde. Ich wüsste da sogar jemanden, der sich damit auskennen dürfte. Gleich mal nachfragen...

Auf bald.