Hallo meine Lieben,
ein kleines Feiertagsgeschenk von meiner Seite! Das offiziell letzte Kapitel von "Ich bin Edward Cullens Verlobte"! Das einzige, was danach noch fehlt ist der Epilog, aber ihr bekommt jetzt hier schon euer Happy End :)
Ich hoffe, dass euch das Kapitel gefällt :-)
LG,
-Cananas-
Kapitel 38
Das einzig Wahre
Ich konnte es nicht glauben. Ich wurde gerade entführt! Ich hatte mich bereits von meiner Familie, meinen Freunden und dem Mann, den ich liebe, verabschiedet und wollte ein neues Leben beginnen. Mein Flug wäre in ein paar Stunden gegangen, als ich plötzlich angegriffen wurde. Niemand hat sich die Mühe gemacht mir zu helfen. Ich verstehe das nicht, es fällt doch auf, wenn eine Frau mit einem Klebeband über dem Mund, verbunden Händen und Füßen um ihr Leben kämpft?! Das Ganze war sehr mysteriös.
Ich wusste nicht genau, wie viele es waren, aber ich war mir sicher, dass es mehr als vier Täter waren. Ich wurde in ein Auto geschleppt, dann trug mich der eine Typ und ich wurde auf ein Bett gelegt. Ich konnte nichts sehen, da meine Augen immer noch verbunden waren. Meine Arme und Beinen waren auch weiterhin noch durch die Seile gefesselt. Sie sagten, dass sie Geld von Edward haben wollten. Ich versuchte ihnen zu erklären, dass wir nicht mehr zusammen waren und sie nichts von ihm bekommen würden. Sie bestanden aber darauf, dass er mich liebt und dass er viel Geld für meine Freilassung zahlen würde. Eine Frau schrie mich sogar an und meinte, dass ich es ihr glauben sollte, dass mein Verlobter mich liebt. Ihre Stimme kam mir bekannt vor. Ich wusste, dass ich die Stimme schon mal gehört hatte, aber ich konnte sie nicht zuordnen.
Ich konnte nichts anderes tun außer beten. Ich hoffte, dass mich jemand retten würde. Die Frau mit der familiären Stimme sprach wieder.
„Ich werde jetzt das Seil von deinen Armen und Beinen entfernen, aber ich sage dir, wenn du auch nur versucht wegzulaufen oder die Augenbinde abzunehmen, werde ich dich erschießen. Ich habe eine Waffe." Sie entfernte das Seil und ich konnte mich endlich richtig hinlegen.
„Sei brav. Du hast ja bereits gegessen, versuch also zu schlafen. Wenn du nicht schlafen willst, dann helfe ich ein bisschen nach", drohte sie mir wieder. Ich nickte und entschied mich am besten an ihre Anweisung zu halten. Diese Frau ist wirklich herrisch und fordernd. Ich hatte letzte Nacht nicht geschlafen, deshalb fiel es mir nicht schwer schnell einzuschlafen. Ich wusste nicht, wie lange ich geschlafen hatte, aber als ich aufwachte, merkte ich, wie jemand Makeup auf meinem Gesicht verteilte.
„Hey, wir werden dir jetzt die Augenbinde abnehmen, aber lass deine Augen geschlossen. Wenn ich sehe, dass du deine Augen aufmachst, sorge ich dafür, dass du nie wieder sehen wirst. Hast du das verstanden?", hörte ich die Frau fragen. Ich hörte, wie zwei weitere Frauen im Hintergrund lachten. Ich nickte und schloss meine Augen. Wieso tun sie das? Ich war wirklich verwirrt. Gibt es wirklich Entführer, die das Opfer schminken? Ich merkte, wie mir die Augenbinde wieder angelegt wurde. Gleichzeitig wurde das Klebeband vorsichtig von meinem Mund entfernt. Ich machte mir nicht die Mühe irgendetwas zu sagen. Ich hörte, wie die Tür geöffnet wurde und ein Typ sagte, dass es so weit war. Der Mann, der mich am Flughafen getragen hatte, trug mich wieder.
Was meint er damit, dass es so weit war? War es Zeit für mich zu sterben? Zeit, dass ich ausgelöscht wurde? Ich schauderte bei dem bloßen Gedanken daran. Ich konnte nicht einfach so sterben. Ich merkte, dass ich wieder in einem Auto war. Ich nahm all meinen Mut zusammen und fragte, wohin sie mich brachten.
„Wir fahren in den Himmel, Süße", antwortete mir der Typ.
„WAS? Du meinst ihr wollt Selbstmord begehen?! Edward hat auch gesagt, dass er kein Geld für mich zahlen wird und jetzt wollt ihr euer Leben deswegen beenden? Nein, das ist bescheuert! Es gibt immer noch Hilfe! Tut das nicht, das Leben ist kostbar. Ich will noch leben!", rief ich. Ich hörte, wie meine Kidnapper lachten. Wie konnten sie denn noch lachen, wenn wir so kurz vor dem Tod waren? Das ist nichts, worüber man lacht.
„Ich glaube du hast eine ein bisschen zu lebhafte Vorstellung", sagte derselbe Typ.
Falls sie planten von einer Klippe zu fahren, würde das Auto ganz sicher explodieren und wir würden alle sterben. Unsere Körper würden verbrannt werden und meine Eltern würden mich wahrscheinlich nicht identifizieren können. Wenn wir direkt im Wasser landen würden, würden wir untergehen und unsere Körper würden sich mit Wasser füllen. Ich wollte nicht so sterben. Nein.
„Hört zu, wir können darüber reden. Ich könnte euch mit euren Problemen helfen. Das verspreche ich", versuchte ich sie zu überzeugen. Das Auto hielt an und die Typen stiegen aus. Oh nein, bitte lasst mich hier nicht allein sterben. Sie werden die Bremsen lösen und das Auto wird sich von allein bewegen und niemand wird es stoppen können. Nein!
„Hey, du schwitzt ja wie ein Schwein. Lass uns gehen", sagte ein Typ, während er mich gleichzeitig am Arm zog.
„Bitte, tut mir nichts. Ich flehe euch an. Ich bin eine brave Tochter. Ich bin auch eine gute Freundin, ich bin eine gute Studentin. Ich verdiene das hier nicht…"
„Mann, bist du geschwätzig! Bleib einfach hier sitzen und beweg dich nicht. Hast du das verstanden?"
Ich saß verängstigt auf dem Stuhl. Was hatten sie vor? Ich fühlte, wie jemand die Augenbinde abnahm. Ich ließ meine Augen geschlossen. Nach ein paar Minuten konnte ich meine Neugier nicht mehr zügeln und ich entschied mich meine Augen zu öffnen. Ich sah mich um und merkte, dass ich in einem Park war. Es war der Park, in dem Edward und ich damals die Vereinbarung trafen. Ich stand auf.
„Hallo? Ist hier jemand? Hilfe!", rief ich in die Stille. Ich geriet in Panik. Wieso bin ich hier? Was sollte das alles? Plötzlich war der Himmel voller Farben. Ich blickte nach oben und sah ein wunderschönes Feuerwerk. Unbewusst schlich sich ein Lächeln auf meine Lippen und ich spürte ein Glücksgefühl. Die ganze Angst und alle Zweifel fielen von mir ab. Es war ein wunderschöner Anblick. Nach fünfzehn Minuten war das Feuerwerk zu Ende. Ich blickte weiterhin in den Himmel, aber er war wieder so schwarz, wie zuvor. Ich lenkte meinen Blick wieder auf meine Umgebung und stellte fest, dass die Bäume mit Lichterketten dekoriert waren. Sogar die Büsche waren geschmückt. Auf dem Gras waren Rosenblätter verstreut.
Das war alles genauso, wie ich mir Edwards Heiratsantrag erträumt hatte. Dies alles hatte ich mir vorgestellt, als ich Alice beschrieben habe, wie der Antrag ablaufen sollte. Wieder breitete sich ein Lächeln auf meinem Gesicht aus. Ich hob eine der vielen Rosenblüten auf.
„Wie kannst du es wagen uns einfach so zu verlassen?", wollte eine Stimme wissen. Ich sah auf und erblickte Alice.
„Alice?", fragte ich ungläubig.
„Du hast nicht einmal mir die Wahrheit gesagt! Und ich hatte gedacht, dass wir beste Freunde sind!"
„Alice, du bist immer noch meine beste Freundin. Es ist nur so, dass…", fing ich an.
„Ich will keine Erklärungen. Ich vergebe dir natürlich, du Dummerchen. Mach so etwas nie wieder!"
„Danke Alice…", sagte ich, als sie zu mir kam und mich fest an sich drückte.
„Warte mal kurz, bitte sag mir nicht, dass du hinter der Entführung steckst?! Woher hast du gewusst, dass ich am Flughafen sein werde?", wollte ich von ihr wissen. Sie grinste verschmitzt und winkte mir zu, bevor sie hinter den Büschen verschwand. Ein weiterer meiner Freunde kam hervor.
„Ähm, hi, Bella…"
„Rose?" Sie lachte nervös.
„Ja, ich bin es."
„Hast du ihnen gesagt, dass ich vorhabe nach Forks zu gehen?", fragte ich sie.
„Ich habe es ihnen nicht direkt gesagt, ich habe es auf einen Zettel geschrieben. Bella, es tut mir wirklich leid. Ich hoffe, dass du nicht zu wütend bist…"
„Rose, ich bin nicht wütend, aber ich hatte wirklich große Angst. Ich habe gedacht, dass mein Leben zu Ende geht!" Auch Rose umarmte mich und verschwand wieder hinter den Büschen. Ich wartete darauf, dass wieder einer meiner Freunde hervorkam, als ich Stimmen hörte, die sich stritten.
„Ich will nicht! Wir sind nicht einmal befreundet! Was soll ich ihr denn sagen?",rief eine genervt Stimme.
„Du bist aber hier mit uns dabei! Du hast uns geholfen und das bedeutet, dass du auch eine ihrer Freunde bist! Geh und rede mit ihr!"
Ich vermutete, dass sie diejenige, der die Stimme angehörte, in meine Richtung geschubst hatten, denn ich sah sie stolpern. Die Frau mit der herrischen Stimme war niemand geringer als Tanja! Ich blinzelte ein paar Mal um zu sehen, ob es nicht eine Halluzination war. Sie stand da und mied es mir in die Augen zu sehen.
„Tanja?", fragte ich sie.
„Wer denn sonst?", antwortete sie schnippisch. Ich lachte und sah sie lächeln.
„Also warst du diejenige, die angedroht hat mich zu erschießen!", brachte ich schließlich unter Lachen heraus.
„Ich konnte nicht anders, du warst so geschwätzig! Es war aber auch lustig dich ängstlich zu sehen." Auch sie fing jetzt an zu lachen.
„Bella, ich schwöre dir, wenn du heute Abend nicht richtig antwortest, dann werde ich wirklich etwas Schlimmes tun. Was wir getan haben, war nicht einfach! Du sagst besser ´Ja` ansonsten….", sagte sie. Ich wusste nicht, worüber sie sprach, lächelte sie aber dennoch an. Sie kam auf mich zu.
„Da dich Alice und Rose bereits umarmt haben, gebe ich dir jetzt auch eine Chance mich zum Umarmen." Ich warf mich in ihre Arme und drückte sie fest an mich.
„Okay, ok, das ist genug. Ich bin hier jetzt fertig…", sagte Tanja. Ich lächelte immer noch. Ich hatte das gar nicht erwartet. Musik fing an zu spielen, als plötzlich Em, Jake und Jazz erschienen. Sie grinsten mich an und fingen an zu singen und zu tanzen. Im Gegensatz zu dem, was sie an meinem Geburtstag getan hatten, war dieses Mal ihre Performance synchron!
„Never thought that HE'd fall in love…love...love…love
But it grew from a simple crush…crush…crush...crush
Being without you girl HE was all messed up…up…up…up
When you walked outside and said that you had enough…nough
HE'd been a fool, girl HE knows
Didn't expect this is how things would go
Maybe in time, you'll change your mind
Now looking back HE wish HE could rewind
Because HE can't sleep till you're next to HIM
Girl HE CAN'T LEAVE WITHOUT YOU NO MORE
Oh HE stays up till you're next to him
Till HIS house feels it did before
Feels like Insomia…ahahaaaa
Feels like Insomia…ahahaaaa…"
(A/N: abgewandelte Version von David Craigs „Insomnia")
Sie sangen das Lied zu Ende und ich konnte es nicht verhindern, dass mir eine Träne die Wange hinunterlief. War das eine Anspielung auf Edward? Hatte er etwas für mich geplant? Die Jungs umarmten mich und Jasper wischte mir sogar die Träne aus dem Gesicht.
„Komm schon, Bella. Nicht weinen."
„Es tut mir leid, aber ich bin so gerührt."
„Ohhhh, und vorher hattest du noch Angst um dein Leben", neckte Emmett. Ich schlug ihm spielerisch auf die Brust.
„Ihr wart diejenigen, die mich herumgetragen und verängstigt habt!"
„So gern wir auch darüber sprechen würden, glaube ich, dass es Zeit wird die Bühne für denjenigen freizumachen, der hinter dem Ganzen steckt. Es wird Zeit, dass alles wieder gut wird, Bells", sagte Jacob. Mein Herz schlug laut gegen meine Brust. Ich wartete darauf, dass er aus den Büschen kam. Ich hörte ihn aus der Ferne sprechen.
„Was Edward Cullen zu Bella sagen will? Als erstes, danke. Du hast mir beigebracht zu leben. Was ich für dich getan habe, ist nicht mit dem zu vergleichen, was du für mich getan hast. Danke, dass du mich liebst und dich für diesen Deppen aufgeopfert hast." Als ich aufblickte, stand er bereits vor mir.
„Zweitens, es tut mir wirklich sehr Leid. Es tut mir leid, dass ich dich verletzt habe. Es tut mir leid, dass ich dir so viele Schmerzen zugefügt habe. Es tut mir leid, dass ich dich als selbstverständlich angesehen habe. Es tut mir leid, dass ich das alles jetzt erst sage. Es tut mir leid, dass ich so unhöflich war. Es tut mir leid, dass ich meine Gefühle dir gegenüber nicht eher bemerkt habe. Ich bin wirklich der größte Loser der Stadt", sagte er. Ich merkte, wie ich schon wieder anfing zu weinen.
„Das ist so wahr!", hörte ich Emmett sagen.
„Drittens, Bella, kenne ich bereits die Antwort."
„Die Antwort worauf?", wollte ich wissen.
„DU bist es. Du hast mich gefragt, was mich glücklich machen würde. Ich habe dir damals nicht geantwortet, aber jetzt weiß ich, was es ist. DU warst es die ganze Zeit."
„Geschieht das hier wirklich?", fragte ich. Edward kam zu mir, nahm meine Hand und legte sie auf seinen Brustkorb über seinem Herz.
„Kannst du es fühlen, wie mein Herz schlägt?", wollte er wissen.
„Ja."
„Weißt du, es hätte beinahe aufgehört zu schlagen, als ich gelesen habe, was du in dem Buch geschrieben hattest." Ich schaute zu ihm auf.
„Bella, ich weiß, dass ich viele Dinge getan habe, die dich verletzt haben. Ich kann es verstehen, wenn du im Moment nichts außer Wut oder Hass für mich fühlst. Ich will nur, dass du weißt, wie sehr das Ganze mir Leid tut", sagte Edward, während auch ihm gleichzeitig Tränen aus den Augen kamen.
„Ich bereue das, was ich getan habe. Ich wünschte, dass ich meine Liebe für dich eher bemerkt hätte. Wir hätten glücklich sein können. Wir könnten unsere Leben gemeinsam genießen."
„Edward, hör auf zu weinen", sagte ich, während ich gleichzeitig meine Tränen wegwischte. Er umarmte mich und weinte noch mehr.
„Bella, ich liebe dich so sehr. Ich liebe dich. Ich liebe dich. Ich liebe dich…" Ich lächelte und tätschelte seinen Rücken.
„Edward, ich fühle keinen Hass oder Wut dir gegenüber und ich denke, dass wir immer noch glücklich zusammen sein können. Ich liebe dich auch."
„Vergibst du mir?"
„Ich vergebe dir."
„Danke." Er ließ mich los und nahm etwas aus seiner Hosentasche. Es war das Halsband, das er mir gab. Das Halsband mit dem Mondanhänger.
„Bella, willst du meine Freundin sein?" Ich schaute in den Himmel und tat so, als würde ich nachdenken. Ich sah ihn kurz an und sah, dass er nervös war. Ich kratzte mich am Kopf und schaute ihn wieder an.
„Hey, wie kommt es, dass du mich nicht einmal richtig umwirbst? Und du hast mir fast meinen Traumantrag gemacht, aber wieso hast du nicht selbst auch gesungen? Ich habe Alice gesagt, dass du auch für mich gesungen hast."
„Aber Bella, du hast doch gesagt, dass du mich liebst und ich liebe dich auch, also dachte ich, dass wir zusammen sein können? Und du weißt genau, dass ich nicht singe! Deshalb haben ja die Jungs für uns gesungen…", antwortete er verteidigend. Ich lachte und riss die Halskette aus deiner Hand.
„Hilf mir sie anzuziehen." Sein Gesicht leuchtete auf.
„Also sagst du ‚Ja'?"
Ich nickte und er half mir das Halsband anzulegen. Danach stellte er sich wieder direkt vor mich hin und schaute mich an.
„Danke, dass du meine Freundin sein wirst. Die nächste Frage ist allerdings viel wichtiger." Er ging auf die Knie und holte eine weitere Schachtel aus seiner anderen Hosentasche. Er öffnete diese Schachtel und ich sah den Ring, den ich ihm Schmuckladen bewundert hatte. Es war der Ring mit dem Namen LIEBE.
Ich war geschockt und konnte meinen Mund vor lauter Aufregung nicht mehr schließen.
„Isabella, willst du mich heiraten?", fragte er mit aller Ernsthaftigkeit, Liebe und Ehrlichkeit in seinen grünen Augen. Ich schluckte und starrte auf den Ring und richtete dann meinen Blick auf ihn.
„Hä?"
„Willst du mich heiraten?"
„Heiraten?"
„Ja, ich frage dich, ob du meine Frau werden willst."
„Du und ich? Heiraten?", wollte ich wissen.
„Heiliger Bimbam! Edward, steh wieder auf, ich glaube, dass Bellas Gehirn kurzzeitig aufgehört hat zu funktionieren", unterbrach Emmett.
„Ok, Bella, einatmen, ausatmen. Es ist alles ok, kein Grund zur Panik. Wie wäre es, wenn du dich erst mal hinsetzen würdest", meinte Jasper, während er mir half mich hinzusetzen.
„Ich habe dir doch gesagt, dass du behutsam sein sollst", sagte Jacob.
„Ich war behutsam", entgegnete Edward.
„Arrg, geht mir aus dem Weg. Bella, kannst du mich hören?", wollte Tanja wissen.
„Ja…ich kann dich hören."
„Dann lasst uns dieses Drama beenden. Bella, ich habe dir vorhin bereits gesagt, dass du mit ‚Ja' antworten sollst, ansonsten würde ich schlimme Dinge tun. Zu deiner Information, es ist schon spät und ich will langsam ins Bett. Nicke einfach mit deinem Kopf und stimme seinem Antrag zu und wir sind hier fertig. Ihr umarmt und küsst sie dann alle und wir jubeln und klatschen gemeinsam. Er wird dir Blumen geben und dann kommt noch einmal ein Feuerwerk bevor wir schließlich zu unseren Autos gehen und glücklich nach Hause fahren können. Also sag einfach ‚JA'!", sagte Tanja.
Ich kam zurück zu meinen Sinnen nach Tanjas Monolog. Ich ging zu Edward und er blickte mir direkt in die Augen.
„Kannst du es noch einmal tun?", fragte ich ihn.
„Was?"
„Auf dem Boden knien und mich noch einmal fragen. Es tut mir Leid, dass ich so geschockt war." Er küsste mich auf die Stirn und kniete sich hin.
„Bella, willst du mich heiraten?"
„Falls ich zum Beispiel ‚Ja' sagen würde, kannst du warten, bis ich mit der Uni fertig bin?"
„Ja."
„Falls ich zum Beispiel ‚Ja' sagen würde, kannst du mir dann versprechen, dass du ein guter Verlobter sein wirst?"
„Ja."
„Falls ich zum Beispiel…"
„VERDAMMT! Jacob, gib mir ein Blatt Papier und einen Stift!", rief Tanja wütend.
„Hä?"
„Gib mir Papier und Stift!"
Jacob holte eilig ein Blatt Papier und einen Stift aus Tanjas Auto und gab es ihr. Sie fing an etwas darauf zu schreiben, während sie auf uns zuging.
„Schau auf dieses Papier. Der Titel lautet ‚Was Edward Bella versprechen soll'. Das ist ein leerer Vertrag, sodass Bella alles, was sie von Edward will hier hineinschreiben kann. Edward, du unterschreibst hier unten in der rechten Ecke. Oh, bitte, lasst uns das hier jetzt endlich zu Ende bringen!" Edward unterschrieb sofort das Papier und Tanja gab es mir.
„Ok, ich denke, dass ich jetzt antworten werde. Ja, ich werde dich, Edward Cullen, heiraten."
„Danke! Ich liebe dich!"
„Ich liebe dich auch!"
Wir küssten uns das erste Mal als ein richtig verlobtes Pärchen. Ich weiß, dass alles sehr schnell gegangen ist, in einem Tag hat sich mein ganzes Leben verändert. Heute Morgen war ich noch traurig und jetzt zerspringt mein Herz voller Freude. Der Mann, den ich liebe, liebt mich zurück. Meine Freunde haben uns nicht verlassen. Ich bin so glücklich und zufrieden.
„Endlich!", schrie Tanja.
„Ich bin so stolz auf dich, Mann. Du hast es geschafft!", jubelte Jasper.
„Pass gut auf Bella auf", sagten Alice und Rose gemeinsam.
„Lebt ein glückliches Leben von jetzt an. Und nicht mehr weinen, ok?!", fügte Jacob hinzu.
„Woho, Love is in the air! Und was mich noch glücklicher macht ist, dass Edward uns jetzt einiges SCHULDET!", neckte Emmett.
Edward und ich lachten. Wieder wurde der Himmel von Lichtern gefüllt. Edward legte einen Arm und meine Schulter und ich legte meinen Kopf auf seine Schulter.
„Du bist so etwas von tot, Cullen…", sagte ich.
„Ja, ich weiß. Emmett, Jasper und Jacob werden nie meine Schulden bei ihnen vergessen und du hast das Papier, dass mich ein Leben lang an dich bindet."
„Ich werde alles darauf schreiben. Hahaha…."
Edward half mir in sein Auto und nahm dann meine Hand in seine. Ich konnte nicht aufhören zu grinsen. Das war definitiv der schönste Tag meines Lebens.
„Bist du glücklich?", fragte er mich.
„Natürlich bin ich das. Ich bin nur froh, dass ich stolz und ehrlich sagen kann, dass ich Edward Cullens Verlobte bin."
