Disclaimer: Die Urheberrechte an Harry Potter gehören JK Rowling, alles was zu Bleach gehört ist geistiges Eigentum von Tite Kubo. Mit Sicherheit sind da noch ein paar Verlage im Spiel, vor allem Bloomsbury Publishing (Harry Potter) und Shueisha (Bleach).

Die Idee zu dieser Geschichte stammt nicht von mir, sondern von Eradona. Das hier ist eine Übersetzung, für die ich ihre Erlaubnis habe. Ihr findet das Original unter "www. fanfiction (.net)/ s/ 7197392/ 1/ Harry-Potter-and-the-Order-of-the-Bleached-Phoenix" (ohne Klammern, Leer- und Anführungszeichen).

Anmerkung der Übersetzerin:
Herzlich Willkommen phoenix saturne, ich hoffe, Dir gefällt die Geschichte auch weiterhin!


Kapitel 38

AUF ANORDNUNG DES
CHAOSMINISTERIUMS

Dolores Jane Dumbridge (Großinquisitorin)
hat Albus Dumbledore als
Leiterin der Hogwarts-Schule für Zauberei und Hexerei abgelöst.

Obenstehendes ist in Übereinstimmung mit
Ausbildungserlass Nummer Achtundzwanzig

Unterzeichnet:

Cornelius Oswald Schokoriegel
Chaosminister

Sie konnten in der Schule nirgendwo hingehen, ohne diesen Erlass zu sehen; er war über Nacht aufgehängt worden, aber alle in der Schule wussten schon vorher davon. Sie wussten, dass Professor Dumbledore zwei Auroren, die Großinquisitorin, den Zaubereiminister und dessen Juniorassistenten (der noch nicht mal im Raum gewesen war, bemerkte Ichigo trocken) überwältigt hatte, um zu entkommen. Harry dachte, dass die Weasley-Zwillinge den Teil über den "Juniorassistenten" hinzugedichtet hatten, um Percy in ein schlechtes Licht zu stellen. Über Dumbledores Flucht aus Hogwarts wurde überall diskutiert, und die Einzelheiten erinnerten jetzt an eine Art fiktive Geschichte. Etwas davon stimmte immer noch: Alle wussten, dass die einzigen Schüler im Büro Harry, Marietta und Ichigo gewesen waren, und da Marietta im Krankenflügel lag, wurden Harry und Ichigo von Leuten belagert, die Einzelheiten wissen wollten: Einzelheiten, die es für einen weiteren Tag nicht in den Tagespropheten geschafft hatten. Als Harry sich wunderte wie das passieren konnte, hatte Ichigo nur gefeixt.

"Ich denke, der alte Hermes ist möglicherweise in - stürmisches Wetter - geraten", erwiderte er mit kaum verborgenen Grinsen. Nein, die Kreischeule war dem viel größeren Riesenfischuhu-Weibchen nicht gewachsen gewesen, die direkt hinter der Schulgrenze auf ihn gewartet hatte. Toshiro hatte ihr die Abschriften abgenommen und Momo hatte sie mit Tobiume verbrannt. Und als Harry gefragt hatte, wer die Namen auf diesem Erlass geändert hatte... hatte Ichigo nur mit den Schultern gezuckt. Das war etwas aus Zauberkunst, sagte er; also war er es nicht gewesen. Uryu und die anderen stritten ebenfalls jede Beteiligung ab... Der Erlass klebte außerdem an der Wand fest und konnte nicht entfernt werden. Er würde in Hogwarts bleiben, bis jemand herausfand, wie man ihn abnehmen konnte. Sie entschieden, dass es wahrscheinlich einer der Weasleys gewesen war...

"Er wird zurückkommen", sagte Ernie zuversichtlich als sie von Kräuterkunde zurück kamen. Er war einer der wenigen, die sie ins Vertrauen gezogen hatten, da er ein Mitglied der D.A. war und sich in der Vergangenheit als zuverlässig erwiesen hatte. "Sie konnten ihn in unserem zweiten Schuljahr nicht fernhalten, und dieses Mal schaffen sie es auch nicht. Ich habe vom Dicken Mönch gehört", er sah sich nach Lauschern um bevor er weiter sprach, "dass Dumbridge versucht hat, ins Büro zu kommen, nachdem sie das Schloss nach ihm durchsucht hatten, und sie konnte nicht am Wasserspeier vorbei. Das Büro hat sich selbst gegen sie versiegelt. Er grinste sie an. "Offenbar hatte sie im Korridor einen ganz schönen Wutanfall..."

"Oh, ich bin mir sicher, sie hat sich darauf gefreut, im Büro des Schulleiters zu sitzen und über uns alle zu herrschen", sagte Hermine wütend. "Diese aufgeblasene, dämliche, machtbesessene alte -"

"Na, na Granger, willst du diesen Satz wirklich beenden?"

Sie drehten sich um und sahen Draco Malfoy hinter der Tür hervor kommen, gefolgt von seinen Getreuen Crabbe und Goyle. Alle drei schienen ausgesprochen schadenfroh zu sein.

"Da werde ich wohl leider Gryffindor und Hufflepuff Punkte abziehen müssen", sagte er übertrieben betrübt.

"Du kannst anderen Vertrauensschülern keine Punkte abnehmen, Malfoy", wandte Ernie ein.

"Vertrauensschüler nicht, aber Mitglieder des Inquisitionskommandos..."

"Des was?" fragte Rukia scharf und starrte ihn wütend an. Sie hatte ihm immer noch nicht verziehen, dass er sie 'Kurze' genannt hatte.

"Das Inquisitionskommando", Malfoy tippte auf ein winziges silbernes 'I' auf seinem Umhang direkt unter seinem Vertrauensschüler-Abzeichen. "Wir sind eine handverlesene Gruppe von Schülern, die das Zaubereiministerium unterstützen."

"Handverlesen..." sagte Ichigo langsam, während er die drei anstarrte. "Lass mich raten: Dumbridge?"

"Für dich Professor Umbridge", höhnte Crabbe. Ichigo funkelte den anderen Teenager aus schmalen Augen an. Er musste sie doch einmal an die Tatsache erinnern, dass er ihnen erlaubt hatte ihn zu fangen, und dass sie keinesfalls stärker waren als er...

"Wie auch immer", sagte Malfoy überheblich, "Mitglieder des Inquisitionskommandos haben das Recht, allen anderen Schülern Punkte abzuziehen. Also: Granger, dir ziehe ich fünf ab, weil du gegenüber der neuen Schulleiterin unhöflich warst; MacMillan, fünf weil du mir widersprochen hast; fünf von Potter, weil ich dich nicht mag; fünf von Weasley weil dein Hemd raushängt... oh, und noch zehn von Granger weil sie ein Schlammblut ist... je zehn von von euch, weil ihr Fremde seid, und zusätzlich noch fünf von Kurosaki, wegen seiner Unhöflichkeit der neuen Schulleiterin gegenüber..."

Sie starrten ihn fassungslos an, während die drei lachend abzogen. Dann sagte Ernie, "Er muss bluffen. Er kann nicht das Recht haben, Punkte abzuziehen... das würde das System der Vertrauensschüler komplett untergraben..."

Dennoch eilten sie alle zu den vier Sanduhren, die die Hauspunkte anzeigten. Vor ihrer Begegnung mir Malfoy hatten Gryffindor und Ravenclaw Kopf an Kopf in Führung gelegen; während sie zusahen flogen Steine nach oben, was die Anzahl in den Kammern verringerte. Nur die Sanduhr der Slytherins blieb unverändert.

"Ich sehe ihr habt's bemerkt", sagte Fred hinter ihnen.

Er und George gesellten sich vor den vier Sanduhren zu ihnen.

"Malfoy..." sagte Harry wütend, während er zusah, wie mehr Steine aus der Sanduhr der Gryffindors nach oben flogen als die drei Slytherins einen weiteren Gryffindor stellten.

"Yeah, Montague hat das bei uns auch versucht", sagte George.

"Versucht?"

"Er hat seinen Satz nie beendet, weil wir ihn in das Verschwindekabinett im ersten Stock geschubst haben", sagte Fred mit einem Schulterzucken.

Hermine starrte sie an. "Dafür könntet ihr ernsthaften Ärger bekommen!"

"Nicht bis er wieder auftaucht, und wer weiß wann - oder wo - das sein wird. Ich weiß nicht wo er hin ist", konterte Fred, "und es kümmert mich auch nicht." Tatsuki schüttelte daraufhin mit einem schwachen Lächeln den Kopf. "Wie dem auch sei... wir haben beschlossen, dass es uns auch nicht mehr kümmert, falls wir erwischt werden sollten."

"Hat es das je?" Hermine funkelte die beiden wütend an.

"Natürlich hat es das", korrigierte sie George. "Wir sind immer noch hier, also sind wir nie herausgeworfen worden, nicht wahr?"

"Wir wussten immer, wann wir aufhören mussten..."

"Wo die Grenze war..."

"Wir haben sie vielleicht gelegentlich angekratzt..."

"Aber wir haben immer aufgehört, bevor wir richtiges Chaos veranstaltet haben."

"Aber jetzt?" fragte Ron, der Angst vor der Antwort hatte. Dass George das Wort Chaos betonte, hatte alle darüber ins Bild gesetzt, wer die Formulierung der Bekanntmachung möglicherweise verändert hatte...

"Nun..." George warf seinem Zwilling einen Blick zu.

"Jetzt wo Dumbledore weg ist..."

"Haben wir beschlossen, dass ein bisschen Chaos..."

"Genau das ist, was unsere liebe neue Chefkröte verdient", schloss Fred.

"Aber -" flüsterte Hermine ängstlich, "sie hätte liebend gern einen Grund, euch rauszuwerfen! Ihr dürft das nicht!"

"Du kapierst es immer noch nicht, Hermine!" Fred tätschelte ihr den Kopf, als wäre sie eine Katze oder ein Hündchen. "Uns kümmert nicht mehr, ob wir hier bleiben oder nicht. Wir würden sofort hier abhauen, wenn wir uns nicht in den Kopf gesetzt hätten, unseren Teil für Dumbledore zu tun. Also..." er schaute auf seine Uhr. "'Phase Eins' ist startklar. An eurer Stelle würde ich zum Mittagessen in die Große Halle gehen, damit die Lehrer sehen, dass ihr nichts damit zu tun haben könnt."

"Zu tun mit was?" fragte Tatsuki eifrig mit glänzenden Augen. Ichigo ächzte innerlich, aber Fred drehte sie um und scheuchte sie in die Halle, nachdem er einen Blick auf Ichigo geworfen hatte.

"Das wirst du schon sehen, meine Dame", grinste er sie an. "Los jetzt."

"Aber..."

Ichigo langte nach ihrer Hand und zog sie in die Halle, während Ernie irgendetwas wegen einer nicht fertiggestellten Hausaufgabe für Verwandlung murmelte und eilig verschwand. Die anderen folgten Ichigo und Tatsuki. Während Harry zu seinem Platz ging fühlte er, wie ihm jemand auf die Schulter tippte und als er drehte sich umdrehte, sah er sich Filch gegenüber. Er sprang mit einem Aufjapsen zurück; der Hausmeister war niemand, den man sich gern von Nahem betrachtete.

"Die Schulleiterin will Sie sehen, Potter", grinste er ihn anzüglich an.

"Warum?" fragte Harry. Die anderen sahen besorgt zu. Harry konnte nichts anderes tun als die Schultern zu zucken und Filch in das Büro von Dumbridge zu folgen.

"Die Dinge hier verändern sich, Potter."

"Das habe ich bemerkt."

"Ihr dreckigen kleinen Biester... ihr würdet euch nicht halb so viel herausnehmen, wenn ich euch auspeitschen dürfte, stimmt's? Keine Fanzähnigen Frisbees, wenn ich euch in meinem Büro an den Knöcheln aufhängen könnte, eh? Ich kann den Ausbildungserlass Neunundzwanzig gar nicht abwarten, Potter; er wird mir gestatten, diese Dinge zu tun... und sie hat den Minister gebeten ihr zu erlauben, Peeves zu feuern. Oh ja, die Dinge werden hier sehr anders laufen, wenn sie am Ruder ist..."

Harry zog eine Grimasse und folgte dem offensichtlich glücklichen Filch zum alten Büro von Dumbridge, was nur bewies, dass das Büro des Schulleiters sie nicht einlassen wollte. Dass sie Filch auf ihrer Seite hatte, würde ein Problem werden, dachte er; sein Wissen über die Geheimnisse der Schule wurde nur von den Weasley-Zwillingen und den Herumtreibern übertroffen.

"Da sind wir", sagte Filch mit einem anzüglichen Grinsen. Er klopfte dreimal und öffnete dann die Tür. "Der Potter-Junge, wie befohlen, Ma'am."

Harry trat in das gefürchtete Büro und stutzte. Ihm fiel die Kinnlade hinunter. Dumbridges Büro, das Harry so gut kennengelernt hatte, hatte eine drastische Veränderung durchgemacht - und nicht zum Besseren. Die alte Pepto Bismol-rosa Farbe des Büros - zwar mit Sicherheit schrecklich aber nicht schmerzhaft anzusehen - war irgendwie in Chartreuse verwandelt worden.

Alles was vorher Rosa gewesen war: die Wände, die Zierdeckchen, Tischläufer, Schreibblöcke aus Pergament, Teppiche, Verzierungen, selbst die Schleifen um die Hälse der Kätzchen auf den Ziertellern - hatte eine hellgrüne Farbe angenommen, die die Augen tränen ließ. Harry blinzelte über die Veränderung, während seine Augen zu tränen begannen. Er konnte Flecken an der Wand sehen, wo sie offenbar versucht hatte, die Farbe zurückzuverwandeln, aber die Kombination tat nur noch mehr weh. Ein großer Holzblock lag nun auf ihrem Schreibtisch, auf dem in goldenen Buchstaben das Wort SCHULLEITERIN stand. Hinter dem Schreibtisch waren drei Besen an die Wand gekettet: Harrys geliebter Feuerblitz und Fred und Georges Sauberwische. Professor Umbridge saß hinter dem Schreibtisch und kritzelte etwas auf pinkfarbenes Pergament, das irgendwie der Umfärbung entkommen war. Entweder das, oder sie hatte nach der Anstreichaktion noch mehr bestellt.

"Danke Argus", säuselte sie. Harry wollte sich übergeben, aber er war sich über die Ursache nicht im Klaren: die Farbe oder ihre Stimme.

Filch zog sich mit einer tiefen Verbeugung zurück und schloss die Tür.

"Setzen Sie sich", befahl sie und deutete auf einen Stuhl. Harry, der sich immer noch mit einer Art entsetzten Faszination im Büro umsah, nahm Platz.

"Was möchten Sie trinken?"

"Was?" er schaffte es, seine Aufmerksamkeit von einem traurig aussehenden Kätzchen zu lösen.

"Trinken, Mr. Potter", sie lächelte ihn an wie eine Kröte, die ihre nächste Mahlzeit entdeckt hat. "Tee? Kaffee? Kürbissaft?"

"Gar nichts, danke."

"Ich möchte, dass Sie etwas mit mir trinken."

Harry unterdrückte ein Ächzen. "Dann Tee." Er sah zu, wie sie mit großem Getue Tee für ihn zubereitete - während sie ihm die ganze Zeit den Rücken zudrehte, so dass er nicht sehen konnte, was sie tat.

"Bitteschön", sagte sie und reichte ihm die mit Kätzchen verzierte Tasse. "Trinken Sie ihn, ehe er zu kalt wird. Ich habe mir gedacht, dass wir uns über die verstörenden Ereignisse von gestern Abend unterhalten sollten."

Er sagte nichts. Sie wartete.

"Sie trinken ja gar nichts!"

Harry hob die Tasse und hörte plötzlich Mad Eyes Stimme in seinem Kopf, die ihm über 'Ständige Wachsamkeit' Vorhaltungen machte. Und was er sagen würde, wenn Harry jemals etwas trank, dass ihm von einem bekannten Feind angeboten worden war...

"Zu wenig Zucker?"

"Nein, nur ein bisschen heiß", er hob die Tasse und pustete darüber, ehe er vorgab einen Schluck zu nehmen. Ihr Lächeln wurde breiter.

"Gut", feixte sie. "Nun, Mr. Potter - sagen Sie mir - wo ist Albus Dumbledore?"

"Keine Ahnung", Harry zuckte die Achseln und pustet wieder auf seinen Tee um Zeit zu gewinnen.

"Trinken Sie, trinken Sie!" drängte sie. "Jetzt keine kindischen Spielchen mehr. Sie wissen, wo er hingegangen ist. Sie haben von Anfang an unter einer Decke gesteckt..."

"Ich habe keine Ahnung wo er ist", sagte Harry, der weiter auf den Tee pustete und so tat, als ob er weiter trank. "Was ist mit dem ganzen Rosa passiert?" Er hatte begriffen... also konnte er jetzt mitspielen. Er dachte, dass Ichigo eine Ahnung hatte, wo der Schulleiter hingegangen war - was hatte er noch gesagt? Irgendwas in der Richtung, dass er seinen Großvater grüßen sollte? Kannte Dumbledore Mr. Yamamoto? Er hatte schon länger vorgehabt, Ichigo das zu fragen...

"Jemand hat beschlossen, mir einen Streich zu spielen... einen von vielen", erwiderte sie. "Wissen Sie, wer es war?"

"Nein", Harry sah sich zusammenzuckend um. "Ich mag das Rosa lieber."

Dumbridge gab ein frustriertes Geräusch von sich. "Nun ja, wenn Sie nicht wissen wo Dumbledore ist, dann können Sie mir vielleicht sagen, wo Sirius Black ist?"

Harry wäre erstickt, hätte er tatsächlich etwas getrunken. Stattdessen verschüttete er etwas Tee auf sein Kinn und die Vorderseite seines Umhangs. Er wischte sich das Kinn ab und warf ihr einen Blick zu von dem er hoffte, dass er verblüfft wirkte.

"Ich weiß auch nicht, wo er ist."

"Mr. Potter, darf ich Sie daran erinnern, dass ich es war, die Black letzten Oktober beinahe im Feuer der Gryffindors gefasst hätte? Ich weiß, dass er sich mit Ihnen getroffen hat. Wenn ich einen Beweis dafür hätte - also, wo ist Black?"

"Er war im Feuer? Im Turm der Gryffindors? Wirklich?" Harry schüttelte den Kopf und täuschte Verblüffung vor. "Ich weiß nicht wo er ist; wirklich, ich habe keine Ahnung..." er sah ihr direkt in die Augen. "Warum sollte ich mich mit ihm treffen? Er hat meine Eltern verraten."

"Ja, nun... ich werde Sie beim Wort nehmen - dieses Mal. Jedoch sollten Sie daran denken: Ich habe die Unterstützung des Ministeriums." Sie lächelte. "Jedes Feuer in Hogwarts wird überwacht - außer meinem eigenen natürlich. Das Inquisitionskommando öffnet und liest alle Eulenpost, die ins Schloss kommt und hinaus geht; Mr. Filch überwacht die Geheimgänge..."

BUMM!

Der ganze Boden des Büros erzitterte; Dumbridge klammerte sich am Schreibtisch fest und Harry wurde von seinem Stuhl geworfen, wobei er seinen Tee verschüttete. Er kam auf die Beine und starrte sie mit großen Augen an. Sie schien einen Schock zu haben.

"Was war..."

"Gehen Sie zurück zum Mittagessen!" befahl sie und rannte aus dem Zimmer, Harry auf den Fersen. Er hatte das Gefühl - nur ein Gefühl - das Fred und George hinter dem Aufruhr steckten. Unter ihnen rannten und schrien Leute. Nun, dachte er, wenn die Zwillinge hiervon geredet haben, hatte er ein wasserdichtes Alibi... obwohl er sich sicher war, dass sie das nicht gemeint hatten, als sie ihm gesagt hatten, er solle Mittagessen gehen.

Die Quelle der Störung war nicht schwer zu finden, da ein vollkommenes Durcheinander herrschte. Jemand - und es war nicht schwer zu erraten wer - hatte eine riesige Kiste Feuerwerkskörper gezündet.

Funkelnde vielfarbige Drachen flogen mit lautem Knallen und Explosionen durch die Flure; Feuerräder (1) zischten wie tödliche fliegende Untertassen durch die Luft; Raketen prallten von Wänden und voneinander ab; Wunderkerzen schrieben Schimpfwörter in die Luft und Knallbonbons explodierten überall wie Miniatur-Minen. Sie mussten jede vorstellbare Sorte verwendet haben: Pfingstrosen, Wellen, Chrysanthemen, Dahlien, Kamuros, Weiden, Gitter-Kometen, Bienen, Palmen, Ringe, Sterne, Mosaike, Tigerschwänze, Kracher, Korkenzieher, Brummer, Fallende Blätter, Stroben, Glühwürmchen, Dracheneier, Kometen, Springbrunnen... er konnte die verschiedenen Arten von Feuerwerk, die er in der Schule sah, gar nicht zählen. Uryu, der den Überblick behielt, sagte später, dass es mehr als vierzig gewesen waren...

Anstatt wie ein normales Feuerwerk zu verblassen, wurden diese mit der Zeit immer stärker. Filch und Dumbridge standen vor Schreck wie gelähmt mit offenem Mund auf der Treppe. Eins der Feuerräder beschloss auf einmal, dass es seine Freiheit wollte und schoss aus einem der Fenster. Mehrere Drachen flogen aus einer offenen Tür, als würden sie ebenfalls in die Freiheit flüchten. Während er ihnen zusah fragte sich Ichigo müßig, ob Hyorinmaru froh über etwas Gesellschaft war...

"Tun Sie etwas, Filch - sie werden sich in der ganzen Schule ausbreiten! Stupor!" Ein roter Lichtstrahl aus ihrem Zauberstab traf eine Rakete. Statt einzufrieren explodierte sie mit solcher Wucht, dass es Löcher in Gemälde sprengte und die Figuren in anderen Bildern in Deckung gehen ließ. Filch schlug mit einem Besen nach weiteren, was nur dazu führte, dass der Besen Feuer fing. Wenn das so weiter ging, würden sie noch die Schule abfackeln.

Harry fand die Schuldigen versteckt in einem geheimen Raum den Flur hinunter hinter einem Wandteppich. "Beeindruckend, ich liebe es."

"Gern geschehen", flüsterte George. "Ich hoffe wirklich, dass sie versucht, sie verschwinden zu lassen. Sie verzehnfachen sich bei jedem Versuch..." ihm liefen Tränen über das Gesicht.

Das Feuerwerk ging noch den ganzen Nachmittag weiter, und breitete sich im gesamten Schulgebäude und auf dem Gelände aus. Das verursachte jede Menge Störungen, aber keiner der Lehrer und erst recht nicht die Schüler schienen darüber allzu besorgt zu sein. Als tatsächlich einer der flüchtigen Feuerwerkskörper in den Unterricht für Verwandlung geflogen kam, schickte Professor McGonagall einen Schüler Professor Umbridge holen um ihr Bescheid zu sagen, dass er da war. Der einzige Schüler, der seinen Zauberstab gegen ein Feuerwerk erhob war Ichigo, und dann auch nur deshalb, weil eins der Feuerräder auf eine ahnungslose Gruppe Erstklässler zuflog - in der sich auch Yuzu befand. Er versuchte nicht, es verschwinden zu lassen, zu lähmen oder irgend etwas in der Art; er verwandelte das Feuerrad einfach in mehrere Tausend winzige, glitzernde kleine Schmetterlinge, kaum größer als der Nagel des kleinen Fingers. Winky, die dieser Tage immer in der Nähe von Yuzu herumzulungern schien, hatte ihn gewarnt. Sobald er fertig war, hatte er zu Winky herunter gelächelt und ihr als Dank für die Warnung den Kopf getätschelt. Die Schmetterlinge waren harmlos, aber schwerer zu beseitigen als die größeren Feuerwerkskörper (sie flatterten noch wochenlang wie Glühwürmchen durch die Schule, sehr zum Vergnügen von Fred und George, die dadurch jede Menge Ideen bekamen...).

Professor Flitwick drückte es am Besten aus, als Professor Umbridge verrußt und müde von einem Tag der Jagd nach Feuerwerkskörpern aus seinem Klassenraum wankte: "Ich hätte sie natürlich selbst beseitigen können; aber ich wusste nicht, ob ich dazu befugt bin..."

An diesem Abend waren Fred und George die Helden im Gemeinschaftsraum der Gryffindors, und wahrscheinlich wurde auch in den Schlafsälen der Ravenclaws und Hufflepuffs auf sie angestoßen. Sie bestritten, diejenigen gewesen zu sein, die das Büro von Professor Umbridge hellgrün gestrichen hatten; allerdings gaben sie zu, dass sie sich wünschten, sie hätten daran gedacht. Yoruichi, die hinter Karin saß und schnurrte, sah zu Ichigo hinüber und zwinkerte, was ihn beinahe vom Stuhl fallen ließ. Yoruichi war diejenige gewesen, die das gesamte Rosa im Büro von Umbridge in Chartreuse verwandelt hatte?

"Ich habe nichts dergleichen getan", gab sie später zu, als sie mit Noba in der Nähe eines Fensters standen und einigen Versprengten außerhalb des Turms zusahen. "Ich komme durch ihr Fenster hinein, und selbstverständlich kann ich eine Menge mit Shunpo und Kido anstellen; eins der ersten Dinge, die ich getan habe war, ihr Büro komplett umzudrehen. Sie hat den größten Teil einer Woche gebraucht, alles wieder zurück zu stellen..."

"Warte... eins der ersten? Was hast du noch alles mit ihr angestellt?" fragte Ichigo, dessen Augen groß wurden. Er und Noba tauschten einen verdutzten Blick. Keiner von beiden hatte erwartet, dass sie diejenige war, die Dumbridge Streiche gespielt hatte...

"Nun..." Yoruichis Schwanz zuckte. "Ich habe all diese schrecklichen Teller zur Wand gedreht und sie daran fest geklebt; als sie sie endlich alle herunter bekommen hatte, habe ich sie durch Hundewelpen ersetzt. Ich habe ihren Floh-Anschluss so präpariert, dass er ziemlich eklig riechenden Rauch ausstößt; und ich bin auch diejenige, die den Wortlaut der Verlautbarung geändert hat, aber Fred und George haben sie an die Wand geklebt - warte nur, was ich als nächstes für sie geplant habe..."

"Yoruichi - warum?" Ichigo starrte sie verblüfft an.

"Warum?" ihre Augen funkelten ihn an. "Sie hat mich wütend gemacht, Ichigo, darum." (2)

"Oh", dazu konnte er wirklich nicht viel sagen. Professor Umbridge hatte eine Menge Leute gegen sich aufgebracht, aber Yoruichi war in einer ziemlich einzigartigen Position... wer würde schließlich eine Katze verdächtigen? Er fragte sich, was genau die Aktionen ehemalige Kommandantin ausgelöst hatte; und wie lange sie das alles geplant hatte.

Er seufzte. Harry hatte ihn darüber informiert, was in ihrem Büro passiert war. Es klang so, als hätte sie Veritaserum in seinen Tee getan... oder es versucht...

"Sie wird dich als nächstes in ihr Büro rufen, da sie nicht so ohne weiteres auf Marietta zugehen kann", sagte sie, seine Gedanken lesend.

"Möglicherweise", er schaute das Feuerrad finster an. "Sie könnte sich Tatsuki angeln."

"Hm?" Yoruichi legte den Kopf schief.

"Sie hat die Weihnachtsferien mit Harry und den Weasleys verbracht... Dumbridge könnte den Verdacht haben dass sie weiß, wo Black ist..." Ichigo griff sich sein Buch für Zaubertränke und blätterte es durch. "Ah... hier ist es."

"Was?"

"Eine Vorsorgemaßnahme.. sieht ziemlich einfach aus... Ich denke, dass Professor Snape mich das morgen anmischen lassen wird..."

"Das wird hilfreich sein", stimmte Yoruichi zu. "Wenn sie einen Vorrat in die Finger bekommt, der nicht von Snape stammt."

Harry kam in den Schlafraum. Ichigo und Yoruichi sahen zu ihm hinüber.

"Ist bei dir alles in Ordnung?" fragte Ichigo ihn und legte sein Zaubertränke-Buch zurück. Harry zuckte die Achseln.

"Bin nur ein bisschen müde; der Tag war stressig." Er sah das Buch an. "Du hast nicht gelernt, oder?"

"Nö. Hab' nur was nachgeschlagen", er grinste Harry an. "Ein vorbeugendes Mittel gegen Veritaserum. Ich kann es morgen früh zusammenmischen. Es hält einen Monat an... nur für den Fall, dass sie es noch einmal versucht."

"Klasse", seufzte Harry und ging zu seinem Bett. Wenn Ichigo das durchziehen konnte, würde ihm das eine große Last von den Schultern nehmen.

Ichigo beobachtete ihn einen Moment lang und warf den anderen beiden dann einen Blick zu. Er zuckte die Schultern und sah weiter dem entkommenen Feuerwerk zu, während er die ganze Zeit über Harry weiter im Blick behielt. Das war ein definitiv - interessanter - Tag gewesen. Hermine war so glücklich gewesen, dass sie die Hausaufgaben hatte sausen lassen; und Fred und George hatte eine Masse Bestellungen für Feuerwerk erhalten, und sie hatten sich daran gemacht, einen neuen Feuerwerkskörper zu entwickeln - winzige Schmetterlinge. Sie boten Ichigo eine Provision für die Idee an, aber er schüttelte einfach den Kopf, lehnte ab und sagte ihnen, dass sie loslegen sollten.

Ron kam herein und blickte fragend auf Harrys Bett. Ichigo legte einfach den Finger auf die Lippen, womit er andeutete, dass er ruhig sein sollte. Ron nickte und bereitete sich aufs Schlafengehen vor und leistete dann Ichigo am Fenster Gesellschaft, um ein paar übriggebliebenen wilden Feuerwerken zuzusehen.

In der Zwischenzeit träumte Harry. Seine Narbe hatte geschmerzt und obwohl er versucht hatte, seinen Geist zu beruhigen, hatte er sich dank der Zwillinge zu selbstzufrieden wegen Dumbridges ersten 'aufregenden' Tag in Dumbledores Job gefühlt. Er wünschte, er könnte Fudges Reaktion sehen... bald war er zurück in dem Flur und eilte auf die schwarze Tür zu... sie öffnete sich in einen kreisrunden Raum mit vielen Türen. Dieses Mal öffnete sich eine weitere Tür - zu einem langen, rechteckigen Raum mit einer Menge tanzender Lichter an der Wand. Eine weitere Tür am Ende... auch die öffnete sich... zu einem schwach erleuchteten Raum, der so groß war wie eine Kirche... Da waren unzählige Reihen voller staubiger, schwach leuchtender Kugeln...

Ehe Harry finden konnte was er suchte, schreckte ihn ein lauter KRACH! aus seinen Träumen auf. Er lag da, gereizt und verwirrt, und zornig; jemand lachte.

"Hey Leute, ich denke eins der Feuerräder hat eine Rakete getroffen, und es sieht so aus, als hätten sie sich gepaart!"

Ron und Seamus drängelten sich neben Seamus. Ichigo, der immer noch zugesehen hatte, drehte sich zum Gehen, Yoruichi auf dem Arm. Er sah, dass Harry wach war und runzelte die Stirn.

"Tut mir leid, dass wir dich geweckt haben, Harry", sagte er leise.

"Schon okay, keine Sorge."


Anmerkungen der Autorin:

(1) Das Feuerrad, im englischen Catherine Wheel, wird auch Zyklon, Trupilyo oder Reifenfeuerwerk genannt. Der Name Catherine Wheel stammt von dem Folterinstrument, auf dem angeblich die heilige Katharina den Märtyrertod gestorben ist. Dieses frei verkäufliche Feuerwerk besteht aus einer pulvergefüllten Rohrspirale oder einer im Winkel montierten Rakete mit einem Stift in der Mitte. Wird es gezündet, dreht sich dieses Feuerwerk schnell und bringt Funken und farbige Flammen hervor. Das Spektrum der Feurerräder reicht von kleinen einfachen Rädern, die nur ein paar Minuten lang durchhalten, bis zu großen, komplexen Feuerwerken mit Zahnrädern, die viel größere Effekte für eine längere Zeit produzieren. Der Rekord für das größte Rad liegt bei 105 Fuß Durchmesser (ca. 32 m), der am 18. Juni 2011 in Mqabba auf Malta aufgestellt wurde. Zusätzlich zur Größe unterscheiden sich Feuerräder im Design und Detaillierung. "Fünf-Räder-Feuerrad" und "Sternstück" sind beliebte Varianten, die spektakuläre Effekte produzieren. ["www(punkt)allsparkfireworks(punkt)com/blog/the-catherine-wheel/" = ohne Klammern, "punkt" durch das Satzzeichen ersetzen]
Einige gute Beschreibungen (auf Englisch) findet ihr unter "http(doppelpunkt)/roundeyespyro(punkt)com/faq(punkt)htm" (ohne Klammern, Worte durch das entsprechende Satzzeichen ersetzen).

(2) Und darum hat Yoruichi Dumbridge Streiche gespielt... sie hat ihr Rache dafür geschworen, was mit Ichigos Hand passiert ist, als er und Harry das erste Mal bei ihr in Kapitel 15 nachsitzen mussten.