Bald ist es vollbracht. Et c'est un chapitre, qu'est très romantique. Viel Spaß !
Kapitel 35
Der Tag versprach nichts Gutes, als er mit Kopfschmerzen aufwachte. Es war keine Überraschung, bis jetzt war er es gewohnt, immer ein paar Stunden mit Hermione in Ruhe zu kuscheln und friedlich zu dösen. Aber diesmal war der Platz neben ihm leer.
Der Slytherin rieb sich die Schläfen, sie hatten einen Gast. Hermione kümmerte sich höchstwahrscheinlich um das Abbott Mädchen. Er stand langsam auf.
Ein Date auf Muggelart… Gibt es irgendwelche Bücher über das Umwerben von Muggeln? Wo bin ich da nur hineingeraten?'
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„Eigentlich möchte ich es gar nicht wissen, aber worüber bist du so glücklich?" Hannah blickte ihre Freundin neugierig an. Hermione nahm einen weiteren Bissen ihres Schokoladenbrownies und lächelte breit.
„Ich habe einen Racheplan, einen vollkommenen Plan, wenn du mich fragst." Die Gryffindor schaute flüchtig zum Lehrertisch, an dem ein bestimmter dunkelhaariger Slytherin sich an einer Tasse starken Tees gütlich tat.
„Was hast du ihm angetan? Snape sieht aus, als ob jemand gestorben wäre oder so ungefähr wenigstens."
„Jah, sein Stolz ist tödlich verletzt. Die einzige Stelle, an der ein guter Stoß einen Mann mehr verletzt, als an den Eiern. Zumindest in Severus' Fall zumindest."
„Was wirst du ihn tun lassen? Nur mit Boxershorts und einem Halsband mitten in die Große Halle kriechen lassen, für jeden sichtbar?"
„Ich werde nicht fragen, woher es kommt, dass du so pervers bist, aber nein. Meine Idee ist viel - viel schmerzhafter!"
„Ich dachte, du wolltest dich nicht zu den unverzeihlichen Fluch herablassen."
„Bei Severus' Duellfähigkeiten? Ich bin nicht verrückt. Er würde mich einschließen und den Schlüssel wegwerfen, nachdem er mir meinen Zauberstab weggenommen hat."
„Du willst ihn rauswerfen lassen?"
„Und gleichzeitig die Schule verlassen müssen? Nein."
„Aber was dann?"
„Ich erkläre es dir später, wir müssen jetzt gehen. Verteidigung gegen Luzifer… Ich meine, gegen die dunklen Künste. Wie viel Punkte hat Hufflepuff letzte Woche verloren?"
„Fünfundzwanzig, zwei haben sie bekommen. Ist er nicht großzügig?"
„Sehr."
„Jah. Aber zumindest ist er besser als Umbridge."
„Ein Knallrümpfiger Kröter wäre besser als sie gewesen, also sagt das nicht viel."
„Er hat ein Auge auf dich geworfen."
„Welches? Ich werde Severus bitten, es auszustechen…"
„Gibt es irgendetwas, das du mir erzählen möchtest?"
„Ja. Aber leider haben wir keine Zeit."
„Dann lass uns gehen."
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Verteidigung verlief rasch und ereignislos, auch wenn Lucius Malfoy sie immer noch hartnäckig ansah. Es war nicht nur irritierend, sondern unverschämt. Hermione tat ihr bestes, es zu ignorieren, während sie mit den Zähnen knirschte.
„Geht es dir gut?", fragte Pansy, krumm im Stuhl neben ihr sitzend und flüsternd, als sie sich Notizen aus dem Buch machten.
„Ja. Schaut er mich noch an?"
Pansy sah für einen Moment hoch...
„Ja. Er sieht tief in Gedanken versunken aus, jetzt kontrolliert er irgendwelche Aufsätze."
„Gut. Pansy? Warum hast du mir nicht gesagt, dass, wenn ein Zauberer mich ansieht wie er, mich sinngemäß anmachen will?"
„Du meinst, du wusstest es nicht?"
„Inwiefern könnte ich es denn genau wissen? Ich bin kein Reinblut, du erinnerst dich?!"
„Oh…"
„Ja. Oh. Benutzt du das Buch nun?"
„Was? Nein. Was wirst du tun? Ich denke…"
„Ich weiß, was du denkst, Pansy." Hermione blickte auf zum Tisch des Professors. „Ich erzählte Severus davon. Ich denke, dass er sich um ihn kümmern wird. Es ist alles seine Schuld, nachdem was alles war." Bei diesen Worten klopfte es an die Tür.
„Herein!" Malfoy bemühte sich nicht, sich von seinem Stuhl zu erheben, aber er hob eine Augenbraue empor, als er sah, wer es war.
„Severus?"
Der Tränkemeister kam in seinen üblich aufbauschenden schwarzen Roben, einen höflichen Ausdruck auf seinem Gesicht, herein. Zu höflich. Gefährlich höflich.
„Guter Morgen, Lucius."
„Morgen, Severus."
„Ich hoffe, du bist nicht zu beschäftigt." Das Oberhaupt des Slytherin-Hauses schaute sich einen Moment um.
„Für dich? Nie mein lieber Freund."
Hermione wollte sich übergeben. Wie sie imstande waren, sich so zu benehmen, ging über ihren Verstand. Sie würde ein Trommelfeuer der heftigsten Flüche, welches die existierende Feindschaft offenbaren würde, zu dieser kaum verschleierten Anfeindung, bevorzugen. Aber hey, es war ja nicht so, als ob jemand daran interessiert war, zu wissen, was sie in letzter Zeit dachte.
„Gut. Ich möchte dich gern kurz sprechen. Privat, wenn das in Ordnung ist."
„Selbstverständlich."
Lucius' Augen verfingen sich einen Moment in Hermiones. Die Hexe lächelte ihn breit an, was bei ihm ein Stirnrunzeln bewirkte. Etwas war hier nicht in Ordnung, dieses Lächeln machte es gerade klar, der Ausdruck war zu Slytherin für ein Gryffindorgesicht. Er war sich nicht sicher, was es bedeutete, aber er hatte das Gefühl, dass er es nicht mögen würde.
Und er hatte Recht, nachdem er die Bürotür geschlossen hatte und sich umdrehte, fand sich der blonde Zauberer, grob gepackt, an der Wand wieder, ein Paar von dunklen und wütenden Augen starrten ihn mit purem, rohen Hass an.
„Lucius. Hör mir gut zu, denn ich sage dies nur einmal. Halt dich fern von ihr. Sollte ich hören, dass du sie noch einmal auf diese Weise ansiehst, bedauerst du den Tag, an dem du einen Fuß in Hogwarts gesetzt hast. Hast du verstanden?"
„Ja, sicher" keuchte Lucius zurück, während das respekteinflößende Oberhaupt der Slytherins schließlich seine Kehle freigab. Sie standen knapp voreinander und starrten sich gegenseitig an, bis der Blonde schließlich grinste. „Angst, sie zu verlieren, Severus? Angst, dass sie entscheidet, dass du ihre Zeit nicht wert bist und sie die Augen für ihre anderen Optionen öffnet?"
Severus grinste spöttisch.
„Sie hat mich bereits gewählt, Lucius. Sie ist nicht wie Narcissa, sie ist nicht wie du und wir arbeiten an unserer Ehe. Ich will dir auch sagen, dass sie von deiner Aufmerksamkeit angeekelt war und noch mehr, als ich ihr erklärte, was es zu bedeuten hatte. Was? Überrascht, dass nicht alle Frauen auf deine himmlisches Aussehen hereinfallen?"
„Und was genau sieht sie in dir, Severus? Nicht das Aussehen, das ist sicher. Dein goldenes Herz möglicherweise?" Der Blonde grinste über seinen eigenen Witz. „Ich hatte vergessen, du besitzt ja keins. Was hast du ihr angeboten? Dein Geld?"
„Ich kann dir versichern, Malfoy, dass Hermione nicht das kleinste Interesse an meinen Finanzen hegt. Das hat sie auch nicht nötig. Sie ist selbst mehr als ausreichend reich."
„Reich? Sie? In welcher Hinsicht?"
„In allen Richtungen. Aber die Frage ist, was du in ihr siehst? Abgesehen vom Offensichtlichen natürlich. Du hast nie unter dem Mangel an weiblicher Aufmerksamkeit gelitten, Lucius, und meine Frau ist für gewöhnlich nicht die Art von Hexe, auf die du stehst. Worauf willst du also hinaus?"
„Kann ich nicht versuchen für meine Sünden zu bezahlen?"
„Durch das Unterrichten? Kaufe dich los und bezahle tausend Galleonen für irgendetwas wie Nächstenliebe, gib aber acht, dass du einen Fotografen und einen Journalisten zur Hand hast, der dein Schauspiel aufschreibt und dich natürlich im bestmöglichen Licht erscheinen lässt."
„Wie wenig Vertrauen du in mich hast, mein Freund."
„Ich habe Vertrauen zu dir Lucius, vermutlich fast soviel wie du zu mir hast."
„Touché." Der Blonde grinste.
„Lucius, komm mir nicht diesbezüglich in die Quere. Ich nehme das nicht einfach hin."
„Ist das eine Drohung?"
„Mehr als das. Es ist ein Versprechen. Ich beabsichtige nicht, sie irgendwie zu verlieren. Das solltest du wohl wissen."
„Wir werden sehen. Du kannst sie nicht halten, wenn sie nicht länger wünscht, bei dir zu sein." Er beobachtete Severus genau. Sein kalter, kalkulierender Verstand tickte ähnlich wie eine kostspielige Uhr.
„Nun, dann ist es eine gute Sache, dass sie mit mir zusammen sein will." Es war ein Spiel mit Worten, nicht gelogen, aber, wenn irgend möglich, auch nicht die Wahrheit. Spiel an Spiel, in dem jeder seinen eigenen Regeln folgte. Das Spiel der Meister.
„Wirklich? Welch ein großes Glück für dich. Ich würde es lieben hier zu bleiben und zu plaudern, aber ich habe eine Stunde, die sich nicht von allein unterrichtet. So, wenn du mich nun entschuldigst."
„Selbstverständlich. Einen schönen Tag noch."
„Dir auch."
Und möge der beste Zauberer gewinnen.'
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„Was denkst du, will mein liebes Oberhaupt von Malfoy?", flüsterte Pansy, sobald die Professoren den Raum verließen.
„Wie sollte ich das wissen? ODER… Möglicherweise weiß ich…"
„Nun?"
„Ich habe mich über die Art, wie er mich beobachtet, beschwert."
„Du hast was? Snape wird…"
„...keine Dummheiten machen… oder wenigstens, hoffe ich das."
„Behalte die Hoffnung… die utopische Hoffnung, Hermione" Pansy schnaubte in Verzweiflung. „Manchmal ist dein Glauben in die Menschen etwas zu groß.
„Ich bin eine Gryffindor, erinnerst du dich?"
„Niemand ist vollkommen, schätze ich."
„Oh, halt die Klappe!" Hermione blickte zur Tür, während sie gleichzeitig Lucius in den Arsch treten wollte… die Beine brechen… die Arme verdrehen und seinen Schädel kahl rasieren, sie wollte nicht, dass Severus in Schwierigkeiten geriet. Sie hatte ihre eigenen Pläne mit ihm.
„Was könnten sie nur so lang da draußen machen?", murmelte sie leise, aber nicht leise genug, da Pansy die Ohren spitzte.
„Nun…"
„Sag es und ich werde einen Silencio über dich sprechen, Pans."
„Bist du heute wieder ein kleiner Sonnenschein?"
„Ich habe noch Doppelzaubertränke vor mir."
„Oh, bitte, du hast nichts zu befürchten, wenn du in den Unterricht kommst; du bist so weit voraus, dass du mir Angst einjagst…, es sei denn, es gibt etwas, was du mir nicht erzählt hast …"
„Nein. Du weißt mehr oder weniger alles."
„MERLIN, ich hoffe es für dich."
„Ich denke nicht, dass alles so kompliziert wird. Severus versucht, seinen Eindruck bei mir zu verbessern…"
„Oh, oh,… ich habe das Gefühl, dass das momentan nicht so richtig klappt."
„Nicht ganz. Aber das bedeutet nicht, dass er es nicht weiterhin versucht."
„Das sollte gut sein."
„Oh, Jah. Das ist es, wovor ich Angst habe…"
Professor Malfoy kam schließlich von seinem Gespräch mit dem Slytherinhauslehrer zurück. Hermione runzelte die Stirn. Er sah normal aus. Kein Blut, keine gequetschten oder gebrochenen Glieder.
Oh, nun denn, … zumindest kann ich träumen…'
Nachdem Verteidigung schließlich zu Ende war, hatte Gryffindor zwanzig Punkte verloren. Alle durch Harry.
Hermione schleppte sich zur nächsten Stunde. Zaubertränke.
Sie war zu müde, um über diese Dinge jetzt nachzudenken. Nicht, dass sie das Fach nicht genoss, gerade weil sie es tat. Sie hatte nur das bohrende Gefühl, dass etwas geschehen würde. Hermione hatte dieses Gefühl für gewöhnlich immer vor einer der vielen berüchtigten Eskapaden des „Goldenen Trios". Ihre Phantasie beschwor ein Bild: Severus' Kopf, befestigt auf einem Basiliskenkörper. Sie schrak zurück.
In Ordnung, lass dich nicht hinreißen.'
Da es nicht viele Leute gab, die fortgeschrittene Zaubertränke besuchten, gab es viele leere Tische, die man wählen konnte. Hermione entschied für einen in der hinteren Reihe, weit weg von einem bestimmten Slytherin.
So schlecht, wie es sein konnte, wenn etwas geschah, konnte es immer noch schlechter sein, wenn nichts geschah, man es aber erwartete.
Hermione kaute am Ende ihrer Zuckerfeder und starrte auf die Rückseite ihres Lebensgefährten.
Was führt er im Schilde?' Severus erklärte Neville etwas und brachte es fertig, nicht einschüchternd zu schauen. Lavender in der zweiten Reihe zog eine Augenbraue nach oben und fixierte fragend Hermione, die aber nur mit den Schultern zuckte. Schau mich nicht an, Lav; ich habe keine Idee, was er im Schilde führt.'
Die Stunde war wirklich ziemlich interessant, da der Trank, den sie brauen mussten, eine Herausforderung war. Hermione liebte Herausforderungen; sie gaben ihrem Verstand etwas zu arbeiten und erlaubten ihm nicht, bei anderen Dingen zu verweilen.
Hermione sah in ihre Notizen und zurück zu der schimmernden Flüssigkeit.
„Wie kommst du voran?" Hermione ließ fast ihren Rührstab in den Trank fallen, als seine Stimme sie störte.
„Gut, Professor. Sehr gut." Sie sah sich schnell um. Jeder war zu sehr mit seiner eigenen Arbeit zu beschäftigt, um ihr Gespräch zu beachten. Es war kein Tränke für Anfänger mehr, so dass es ein bisschen bewegter zuging, sie mussten nicht mehr so still bei der Arbeit sein und während jeder sich mit seinen Anweisungen beschäftigte, gab es kleine gedämpfte Unterhaltungen.
Hermione beobachtete Severus, als er in ihre Notizen schaute. Der Zauberer war so beeindruckend anzusehen wie immer. Strenger Kiefer, große gekrümmte Nase, dünne Lippen. Aus diesem Winkel konnte sie seine Augen nicht sehen, aber sie wusste, wie dunkel sie leuchten konnten. Ihr Blick fiel auf seine Hände, blasse, kaum sichtbare Narben markierten lange, ästhetische Finger.
Seine Hand war so warm gewesen, als er zum ersten Mal ihre Wange berührte.
Hermione drehte sich plötzlich weg, fühlte Hitze von ihrem Kragen aufsteigen und täuschte vor, ihr Lehrbuch sehr intensiv zu lesen.
„Deine Notizen sind gut." Sie wandte sich schroff zu dem Mann herum, der ihr nahe stand und ihre Augen begegneten sich. Sie musste sich zwingen, nicht weg zu schauen. Die dunklen Augen, die sie ansahen, waren schwach geschützt. Sie konnte keine eindeutigen Gefühle sehen, aber sie konnte sie dort spüren, gleich unter der dunklen Oberfläche. Nahe. So nahe bei ihr.
Und, entgegen ihren Willen, zierte ein kleines aufrichtiges Lächeln ihre Lippen.
