The black Prince
Disclaimer: alles nicht meines, gehört Joanne K.Rowling. Mir gehört nur die Idee, das Harry n richtiges Arschloch sein kann.. oder genaugenommen auch nicht... weil die andere auch schon hatten und... tja... ööööh... passt schon...
Heureka, da isser wieder, etwas spät, sorry. Doch bei mir geht gerade echt der Bär ab.
Ich versuche ernsthaft schneller zu werden, doch zu dieser Zeit im Jahr is bei mir halt ne Menge los. Hoffe ihr habt verständnis.
Nun ohne weitere Vorreden
Viel spaß!
38. Magische Pole
Hermine starrte Harry mit offenem Mund an.
„Jetzt hast du endgültig den Verstand verloren…", stellte sie fest.
Das war unmöglich… das war einfach nicht wahr!
Doch er lächelte nicht… er kniete noch immer vor ihr und sah sie einfach nur an.
„Sehe ich aus wie jemand der nicht weiß was er sagt? Es passt alles zusammen. Du bist eine neue Linie. Du bist stark, konntest sogar mein enormes Wissen verwerten. Und du hast ein Inferno aus reiner Magie gelöscht ohne zu sterben. Höre auf deine innere Stimme, Hermine. Was sagt sie dir? Wie ist es möglich, das du Zauber wirkst die du nicht kennen kannst?"
Er wusste es nicht… doch er war doch daran Schuld!
Hermines Gedanken überschlugen sich.
„Das… das war dein Wissen! Es ist noch immer in meinem Kopf!", erwiderte sie halbwegs entschlossen.
Harry lachte leise.
„Erschaffe eine dunkle Kaskade!", forderte er schmeichlerisch.
„Eine was?", fragte das Mädchen verwirrt.
Harry lachte ein weiteres Mal.
„Nun gut, dann einen weißen Raum."
Hermine erinnerte sich daran, wie er den weißen Raum geschaffen hatte… und irgendwie fing ihre Magie an zu arbeiten.
Sie wusste nicht genau wie sie es machte, dennoch wurde es wärmer und heller im Zimmer.
„Hör auf Hermine. Ohne die Blutzeichen könnten wir in dem Gefüge verloren gehen. Schaffe mir stattdessen einen grünen Raum."
Ihre Magie zog sich zurück, das feine Gefüge aus Arkanen Linien zerfaserte, genau wie die unbewusste Selbstsicherheit, welche dem Zauber seine Gestalt verliehen hatte. Zurück blieben nur Unsicherheit und furcht.
„Das kannst du nicht, nicht wahr? Du hast niemals eine dunkle Kaskade oder einen grünen Raum gesehen. Doch mein Wissen beinhaltet auch diese exotischen Zauber. Du warst nur fähig, meine Zauber zu kopieren, ähnlich wie ich einen Großteil meiner Magie erlernt habe. Du musstest es sehen, es fühlen."
Harry lächelte.
In Hermines Kopf hämmerten eintausend Möglichkeiten, wie das möglich war… eine unsinniger als die andere.
Doch eine Frage kristallisierte sich heraus.
„Wie ist es dann möglich, das ich das Feuer löschen konnte? Du hast nie…"
Harry lachte.
Und sie spürte etwas… eine dunkle Kraft die sich im Raum zusammenbraute.
Hermine erschrak, doch schon hatte sie ohne es zu merken ihre Wahrnehmung erweitert.
Ihr Verstand erkannte die Arkane Struktur dieses Zaubers… seine Natur und Funktion.
Sie wusste, das er gefährlich war und ohne es bewusst zu beeinflussen, wob sie bereits einen Gegenzauber.
Die Arkanen Wellen trafen aufeinander, neutralisierten sich gegenseitig.
Harry stöhnte und sackte ein wenig zusammen und auch Hermine befiel plötzlich ein extremes Gefühl der schwäche.
„So… war es möglich. Du bist… ein Gegenpol, verstehst du? Du kannst jeden Zauber aufheben wenn du willst, du erkennst die Magie… du formst sie nach deinem Willen. Das ist deine Macht. Du bewahrst das Gleichgewicht… in einer Welt in der es aus den Fugen geraten ist."
Hermine sah Harry ungläubig an… und eine Erinnerung wallte in ihr auf… Worte, gesprochen von einem lange verstorbenen Freund, der ein letztes Mal zu ihr zurückgekehrt war.
‚Deine Möglichkeit… sie ist die seltsamste. Sowohl Harry als auch Voldemort sind dort am mächtigsten. Außerdem wandelt unter euch, eine Inkarnation der Magie. Ein Widergänger. Drei Nekromantiker die zur gleichen Zeit existieren, in der gleichen Linie. Das gab es noch nie. Und es ist ein Sakrileg. Sie werden sich gegenseitig zerstören und ihre Seelen werden nicht hierher zurückkehren, wenn es auf die falsche Weise geschieht'
Und plötzlich verstand sie, was Ron gemeint hatte.
Harrys Worte hatten es ihr offenbart.
Es war ihre Aufgabe, ihr Schicksal… ihre Bestimmung das Gleichgewicht wieder herzustellen.
„Muss ich euch…."
Harry sah ihr tief in die Augen.
„Du wirst der Magie ihr Gleichgewicht geben, doch es ist nicht deine Aufgabe Vater oder Dumbledore zu vernichten. Dies ist allein meine Bestimmung, nicht die deine. Du hast die Prophezeiung gehört. Außerdem bezweifle ich, das deine Macht dafür reicht. Verwechsele niemals Macht und Allmacht… Wir sind dir noch immer überlegen, denn es gibt Möglichkeiten Magie zu wirken ohne das du es wahrnimmst. Wie willst du bekämpfen, was du nicht kommen siehst?"
Irgendetwas in Hermine sackte zusammen.
Das… das konnte doch einfach nicht sein!
Es war…. Nicht möglich!
Harry ergriff sanft ihre Hand und sah sie an. Etwas seltsames erschien in seinen Augen… etwas das Hermine nicht deuten konnte.
„Du bist etwas besonderes… ich habe es gewusst.", sagte er mit sanfter Stimme. „Doch das ist kein Untergang. Du musst lernen, deine Naturgegebenen Gaben zu nutzen… so wie ich es einst lernen musste."
Hermines Augen weiteten sich.
„Wie… wie meinst du das?"
Harry lachte und setzte sich neben sie. Sanft ergriff er ihre Hand und sah sie an.
„Es gibt viel zu erklären… wo fange ich an… am besten von vorne, nicht wahr?"
Er seufzte theatralisch und sein überhebliches Grinsen kehrte zurück.
„Du kennst die Geschichte von Emanuel, der ersten Inkarnation der Magie. Kennst du auch die Geschichte des Buches, das angeblich alle tiefen Wahrheiten des Universums enthält?"
Herfmine sah ihn an.
„Das Necronomicon?"
„Ja, das Necronomicon, oder genauer gesagt das Buch Kitab Al'Azif, das einzige Original, geschrieben von Abd Al'Azrad, dem Beschwörer. Die Griechischen und Lateinischen Abschriften sind ungenau, bestenfalls."
„Was… was hat das mit mir zu tun?", fragte Hermine.
Sie kannte einige der Geschichten um das Buch. Das es in einer codierten Sprache geschrieben sei und Informationen über uralte Wesen enthielte, längst vergessene Magie. Und auch Informationen über das Totenreich. Die Lateinischen abschriften, welche in Menschenhaut gebunden sein sollen, enthielten zumindest eine Große Zahl verbotener Nekromantischer Magie.
„Ja, siebenhundertdreißig Jahre nach Emanuels Tot verfasst, enthält es auch seine Geschichte. Und auch die Prophezeiungen. Emanuel zeugte Kinder… etwas das die Christlichen Muggel nicht gerne hören, allerdings eindeutig bewiesen. Al'Azrad hatte einige seiner Nachkommen aufgespürt…. Und einige tragen Emanuels Gabe in sich… Magie zu verstehen. Manche mehr, manche weniger…"
Er sah ihr intensiv in die Augen. „
„Mittlerweile sind fast zweitausend Jahre vergangen, doch sein Blut lebt immer noch… in vielen Tausend Menschen. Und immer wieder tauchen Nachkommen auf, die ihre Gaben auch zu nutzen wissen. Merlin… Salazar Slytherin… Godric Griffyndor, Helga Hufflepuff, Rowenna Ravenclaw… Vladimir Drakul, Gellert Grindelwald, Albus Dumbledore, Thomas Vorlost Riddle, Harold James Potter… Hermine Granger…"
Hermine sah ihn fassungslos an…. So viele große Namen… und ihrer war auch mit dabei…
„Heißt das…?"
„Ja, auch ich bin eine Art Inkarnation der Magie. Vater ist eine… und auch Dumbledore war eine… vielleicht nicht so ausgeprägt wie du, aber doch genug das Mittelmass der anderen hinter sich zu lassen. Wenn es wahr ist was ich in dir spüre… dann stellst du das Gleichgewicht wieder her. Schwarze und weiße Magie… alles wird wieder in Harmonie zueinander stehen, so wie es sein sollte."
Es war irgendwie zuviel, um es zu verstehen.
Trivialerweise wandte sich ihre gesamte Aufmerksamkeit nur auf eine von Harrys Aussagen.
„Was meinst du mit, auch Dumbledore war eine… warum sprichst du in der Vergangenheitsform?"
Seine Miene blieb unbewegt, doch Hermine glaubte dennoch zu erkennen, das er sich ertappt fühlte.
„Hab ich das gesagt?", fragte er arrogant als wäre es nicht weiter erwähnenswert.
„Tu es nicht ab. Was meintest du damit. Bitte… keine Lügen… Keine Manöver…"
Er sah sie lange an und gab anschließend einen unwilligen Laut von sich.
„Dumbledore… Albus Percival Wulfric Brian Dumbledore ist Tot."
Hermine keuchte auf.
„W… Wann… er kann doch nicht gestorben sein… ich habe ihn doch erst… heute Morgen noch…"
„Er starb im Januar 1945 in den Ardennen durch die Schergen von Gellert Grindelwald."
Hermine sah Harry entsetzt an.
„Das… das kann… das ist doch…"
Harrys Augen glühten rot auf und Hermine zuckte erschrocken zurück.
„Was dort oben im Büro sitzt ist nicht Dumbledore. Es war nie Dumbledore! Es ist ein Widergänger, der Körper Dumbledores, am Leben erhalten durch die schwärzeste Magie die du dir nur Vorstellen kannst, Formeln aus dem echten Necronomicon. Einige Reste von Dumbledores Persönlichkeit könnten unter umständen noch erhalten sein. Doch ich erzähle dir einmal, was ich über den Dumbledore weiß, der 1881 geboren wurde. Er war arrogant, absolut überlegen und stolz auf sein reines Zaubererblut. Er ging nach Europa um seinen größten Rivalen zu vernichten… Gellert Grindelwald… aber der war schlauer, lockte Dumbledore in einen Hinterhalt wo er von siebzehn Mitgliedern des SS Zuges Thors Hammer mit Muggelwaffen niedergeschossen wurde."
„In der Tat. Das ist keine angenehme Erinnerung."
Hermine fuhr herum und erkannte Dumbledore…
Und sein Anblick erschreckte sie.
Er sah einfach nicht mehr aus wie Dumbledore…
Er war noch immer schlank und seine Nase noch immer krumm… doch seine Augen funkelten nicht mehr gütig… und etwas umgab ihn… eine dunkle Ahnung von Gefahr und Finsternis die vorher definitiv nicht da gewesen ist.
„Herr Direktor. Wie immer überraschend…und ungelegen.", meinte Harry spöttisch.
Auch bei ihm registrierte Hermine eine Veränderung… denn auch von Harry ging eine Feine Aura von Gefahr aus…
Und Hermine verstand…
Diese beiden… sie bekämpften sich…. Bereits durch bloße Anwesenheit!
Sie führten einen unbewussten Kampf auf einer Ebene, die niemand erkennen oder gar begreifen konnte…
Der schwarze Prinz wandte sich von Dumbledore ab und sah ihr intensiv in die Augen.
„Erkennst du es nun?", fragte er.
Dumbledore lachte.
„Lassen sie ihr doch Zeit die Eindrücke zu verarbeiten.", meinte er gutmütig.
Hermine stand kurz vor dem durchdrehen.
Dumbledore…
Er war kein Mensch… sie begriff es und gleichzeitig wieder nicht.
Er sah aus wie ein Mensch… redete, dachte… und dennoch schrie ihr inneres bei seinem Anblick auf… als sei er nur eine Puppe… eine grausame Immitation von Leben. Es war… etwas… das nur so tat als sei es ein Mensch…
„Keine Sorge meine Liebe, sie haben nichts vor mir zu befürchten."
Er lächelte freundlich, doch Hermine kam es wie eine Drohung vor.
„Das… das ist…"
Ihr Verstand setzte aus… die Ahnungen… All das was sie vorher nicht erkennen konnte und nun auf ihre Sinne einstürzte erdrückte sie… und alles wurde schwarz…
Harry fing Hermine auf und legte sie sacht nieder.
Anschließend erhob er sich und blickte die Kreatur an, die alle geltenden Magischen Gesetze verhönte.
„Kein Versteckspielen mehr nicht wahr?", fragte er amüsiert.
Dumbledore lachte.
„Nein, keine Veranlassung dafür. Und was gedenkst du nun zu tun Harry?"
„Jetzt? Gar nichts. Aber denk daran Kreatur… ich werde dich hinwegfegen wenn die Zeit reif ist."
Dumbledore lachte spöttisch.
„Tom versucht das bereits seid er seine eigene Macht erkannt hat. Gellert hat es ebenfalls versucht… zu vernichten was er schuf. Aber ihr alle wisst nichts über mich. Ihr vermutet nur ohne es zu begreifen."
Dumbledore grinste breit und selbstsicher.
„Mag sein, aber ich bin nicht sie… ich bin mächtiger."
Harry gestattete sich ein gehässiges Lachen.
„Hochmut ist der erste Schritt zum Niedergang. Das steht dir nicht.", meinte Dumbledore und grinste breiter.
„Es gibt einen Unterschied zwischen Hochmut und Gewissheit. Auch Flamell musste das bereits erfahren.", erwiderte Harry und lachte erneut.
„Nun, ich werde den Tag erwarten.", erwiderte Dumbledore spöttisch und wandte sich zum gehen.
Kurz vor der Tür blieb er noch einmal stehen und drehte sich herum.
„Halte sie zurück Prinz. Sie ist zu wertvoll um verloren zu gehen. Solche Aktionen wie mit dem Black Anwesen sind zu gefährlich! Es hätte sie töten können!"
„Ich weiß deine Sorge zu schätzen Kreatur. Ich werde sie gut unterweisen, auch im eigenen Interesse.", erwiderte Harry kalt.
„Nun gut.", erwiderte der Widergänger und verlies endgültig den Raum.
Harry grinste und drehte sich wieder zu dem Bewusstlosen Mädchen um.
Sacht beugte er sich zu ihr herunter und streichelte zärtlich ihren Kopf.
„Er weiß nicht, wie stark du wirklich bist meine kleine Königin… ruhe süß…"
Severus Snape maß sein Gegenüber mit ausgesuchtem Ekel im Blick.
Dennoch Widerstand er der Verlockung einer subtilen Provokation und führte stattdessen das Weinglas an seine Lippen.
Es war ein sehr Fruchtiger schwerer Rotwein, genau das richtige um sich zu beruhigen. Vollmundig streichelte das fruchtige Aroma seinen Gaumen, und Severus nahm sich die Muße, den Geschmack vollends auszukosten, ehe er die Augen erneut öffnete und sein Gegenüber mit stählernen Blick fixierte.
Auch Black hatte an seinem Wein genippt.
Und aus seiner Mimik entnahm Snape, das auch er einen guten Tropfen zu schätzen wusste. Man konnte gegen den Kerl sagen was man wollte, doch auch er war ein Genießer, der den flüchtigen Freuden eines guten Aromas durchaus aufgeschlossen schien.
Ärgerlich vertrieb Snape diesen Gedanken und konzentrierte sich wieder auf die Gegenwart.
Er hatte wichtigeres zu tun, als über eventuelle Gemainsamkeiten mit Sirius Black zu grübeln.
Black setzte das Weinglas gekonnt auf den Tisch und musterte Severus mit einem nicht minder feindseligen Blick.
„Und was verschaft mir die Ehre deiner Einladung Snape? Du hast mich doch sicher nicht hierher bestellt, um diesen zugegeben exzellenten 88er Burgund zu verkosten."
Leiser Spott schwang in Blacks Stimme mit.
Trotz seiner Tugendhaften Anwandlungen war er noch immer ein Black durch und durch… diese Feststellung ärgerte Snape.
„Harry kam zu mir und forderte Zugang zum Labor.", erwiderte er widerwillig.
„Und?", fragte Black mit hochgezogener Augenbraue… Beneidenswert beiläufig.
„Das war vor gut neunzehn Stunden. Seitdem ist er noch nicht wieder herausgekommen."
„Neunzehn Stunden? Ungewöhnlich… und was ist mit Hermine? Sie muss sich ja sehr verausgabt haben, wenn Frank mit seinen Vermutungungen richtig liegt. Ich kann mir beim besten Willen nicht vorstellen, das er sie so lange alleine lässt."
Severus erlaubte sich den Luxus eines abfälligen schnaubens, ehe er antwortete.
„Ich bin sicher das sie nicht in Gefahr schwebt, auch wenn mich das Verhalten von Longbottom und seinem kleinen Schlägertrupp leicht beunruhigt. Der Grund, aus dem ich dich hergebeten habe, ist deine Patenschaft. Du bist in der Lage die Schutzzauber des Prinzen zu durchschreiten."
„Wenn er sie nicht modifiziert hat.", gab Black zu bedenken.
„In der Tat, doch wofür die Mühe?", erwiderte Severus bissig.
Der Bastard lies ein Lachen hören… so hundeartig, das Snape ein Schauer über den Rücken lief.
Er nahm noch einen ausgiebigen Schluck seines Weines und erhob sich erstaunlich gewandt.
„Wenn mich meine Erinnerung nicht täuscht, dann liegt deine Persönliche Giftküche hinter dem Portrait von Madame Pomona Vitro."
Der Tränkemeister zog bedrohlich die Brauen zusammen.
„In der Tat. Dürfte ich wissen, woher du derartige Kenntnisse beziehst Black?"
Der Animagus grinste nur und machte auf dem Absatz kehrt.
„Exzellenter Wein alter Giftmischer. Wir sehen uns."
Mit diesen Worten verlies der Bastard Severus' Räume.
Der Meister der Tränke ärgerte sich.
Es war schon immer so, das der verdammte Bastard einfach alles zu wissen schien, was sich in seiner Umgebung abspielte.
Black war nicht umsonst mal einer der besten Auroren gewesen, die in der Zentrale beschäftigt worden waren.
Um so überraschender war es gewesen, als man ihn wegen Hochverrats angeklagt hatte.
Nun wusste er ja, das es ausgerechnet Pettigrew gewesen war, der Black nach Azkaban gebracht hatte.
Das ausgerechnet Pettigrew, dieser unbegabte kleine Narr zum Schafrichter des Lords geworden war, der gefährlichste aller Todesser.
Und um dem ganzen die Krone aufzusetzen, war diese kleine Ratte es auch, die Severus am besten verstehen konnte… seltsam wie sich Dinge änderten und andere wie gegenseitiger Hass, einfach Konstant blieben.
Severus würde Black immer hassen… ein seltsam gutes Gefühl.
Der Tränkemeister nahm noch einen Schluck von dem herrlichen Wein und lauschte den trivolen, doch seltsamerweise gut tuenden Tönen einer Stones Platte.
Sympathy for the devil war schon immer sein Favorit gewesen.
Eine seltsame Vorliebe für einen vermeintlichen Reinblüter. Doch Severus liebte diese Art der Muggelmusik, seit er am Ende der siebziger einmal einen Informanten während eines großen Konzerts in London treffen sollte.
Was war unauffälliger für Todesser, als ein Konzert mit Muggelmusik?
Doch wieder erwarten, hatte ihm die klangliche Kulisse damals sehr zugesagt… so sehr, das er sich einen Plattenspieler besorgt hatte und begann, eine Schallplattensammlung aufzubauen.
Diese umfasste nun sehr viele Platten… einhundertsiebenundvierzig, um es zu präzisieren.
Alle großen Künstler.
Led Zeppelin, Aerosmith, Pink Floyd, AC DC, Rolling Stones und ungezählte andere Hardrockcombos schallten seitdem in ungestörten Augenblicken aus dem Magisch modifizierten Plattenspieler.
Dummerweise war dies eine weitere Leidenschaft, die er mit Black teilte.
Oder vielleicht war es gerade diese Fülle an Gemeinsamkeiten, die verhinderte, das er irgendeine Sympathie für den Ex auroren entwickelte.
Severus hatte im augenblick nicht die Muße, einen Disput mit sich selbst über Black zu führen… das war geradezu Lächerlich.
Stattdessen schweiften seine Gedanken zu Harry… und damit zwangsläufig zu Hermine Granger.
Niemals hätte er vermutet, das hinter diesem besserwisserischen Gör so viel stecken könnte.
Ihre Fähigkeiten schienen sich seit der unfreiwilligen Bindung an den Prinzen mit jedem Tag zu steigern… erstaunlich und beängstigend zugleich.
Könnte sie vielleicht sogar zu einer vierten Macht werden?
Neben Dumbledore, dem Prinzen und dem Lord?
Die Zeichen deuteten in diese Richtung.
Zudem sollte man dem aufsässigen Longbottom ein Maximum an Aufmerksamkeit widmen, denn seid er Harry kannte, hatten sich die Bemühungen des Nachwuchsauroren gesteigert, sein Feld zu beherrschen.
Mit Erfolg, wenn Severus Theorien der Wahrheit entsprachen.
Interesannte Zeiten… in der Tat…
Sirius beobachtete, wie Harry die Phiolen gegen das Licht hielt, und die obere langsam neigte, so das einige Tropfen der enthaltenen Flüssigkeit, in die grüne Suppe fielen, welche in der zweiten Phiole enthalten war.
Sein Gesicht wirkte hoch konzentriert… und er erledigte das mit Perfektion.
Anschließend rührte er in einem Kessel, welcher fröhlich vor sich hin blubberte.
Drei mal gegen, einmal im und wieder dreimal gegen den Uhrzeigersinn.
Harry schien wirklich ein exzellenter Tränkebrauer zu sein.
Lilly war auch sehr gut gewesen, doch für Sirius selbst, war es schlicht und einfach ein Buch mit sieben Siegeln.
Es war ihm schier unbegreiflich, wie man sich die ganzen Regeln und Rezepte merken konnte… die Zutaten und ihre Wechselwirkungen außerdem noch die Mondstellungen… Rührrichtungen… Temperaturen… umfallende Reißsäcke in China… oh Gott, ein verdammter Alptraum!
Die Hölle war ein Zaubertranklabor… diese Überzeugung war fest in Sirius verwurzelt, seid der ersten Zaubertranstunde beim alten Slugi.
Harry veränderte die Flammen unter dem Kessel mit der Hilfe seines Zauberstabs und gab anschließend die Grüne Flüssigkeit dazu.
Er rührte noch einmal darin herum, dieses mal allerdings in einem komplizierteren Muster, welches sich Sirius nicht mal merken könnte, wenn er es ernsthaft versuchen würde.
Anschließend nahm er einen Schöpflöffel des violetten Trankes und lies ihn mit prüfenden Blick aus einiger Höhe in den großen Kessel zurückfließen.
Scheinbar sagte die Konsistenz ihm zu, denn er nickte selbstgefällig und lies den Inhalt weiter köcheln.
Anschließnd wandte er seine Aufmerksamkeit Sirius zu.
„Ich schätze mal, das ist kein leckeres Nudelsüppchen, was du da zusammenrührst.", meinte der Animagus grinsend.
Harrys rechte Augenbraue hob sich leicht, ansonsten zeigte sich keine Regung in seinem Gesicht.
Er hatte es drauf, ohne Zweifel.
„Ich denke, mit dieser Vermutung könntest du recht haben.", erwiderte er trocken.
Sirius' grinsen wurde breiter.
„Darf ich fragen, warum du die alte Fledermaus vom Giftmischen abhältst?"
Nix mit heißem Brei, immer voll auf die Fresse, so kam man im Leben weiter. War schon immer Sirius' Motto gewesen.
Harry grinste überheblich.
„Bist du sicher, dass du in der Lage bist zu begreifen, was ich anstrebe?
Uh, was für ein arroganter Penner.
Sirius hatte den Jungen gleich gemocht.
„Probiers.", erwiderte er einfach und wackelte mit den Augenbrauen.
Der dunkle Prinz holte Luft und setzte zu einer Erklärung an.
„Ich braue einen Trank, der im Endeffekt verhindern soll, das jemand intuitive Arkane Wecheslwirkungen initiert, ein Reflex den man leider nur so betäuben kann. Im Grunde bewirkt er eine leichte Vergiftung des Stammhirns, wodurch reaktionale magische Betätigung des Patienten unterbunden wird."
Bester Vortragsmodus. Nicht mal Remus konnte so einschläfernd sein.
„Wie spät geht der Zug?"
Harry runzelte verwirrt die Stirn.
„Ich verstehe nur Bahnhof.", setzte der Animagus hinterher und freute sich über den Verständnislosen Blick des Prinzen.
Er liebte es einfach, den Dumbatz zu spielen.
Natürlich wusste Sirius, was eine reaktionale Magische Betätigung war… das war immerhin der Reflex, der für einen Animagus unerlässlich war.
Der dunkle Prinz wirkte immer noch leicht pikiert und Sirius grinste breit.
„Nun schau nicht so, ich hab's schon verstanden. Du möchtest einen Reflex wie zum Beispiel die Animagusverwandlung unterdrücken.
Nun glätteten sich die Falten auf Harrys Stirn und Sirius bildete sich ein, so etwas wie Überraschung in seinen Augen aufblitzen zu sehen.
„In der Tat. Ein gutes Beispiel, doch ziele ich nicht speziell auf diesen Reflex, sondern auf einen gänzlich anderen. Doch darauf werde ich nicht weiter eingehen."
„Weil es mich einen Scheiss angeht?"
Harry hob erneut eine Augenbraue.
„Wenn du es so ausdrücken möchtest."
Der Junge warf erneut einen Blick in den Kessel.
„Du kannst Severus ausrichten, das ich seine Räumlichkeiten nicht länger benötige. Mein… Nudelsüppchen, so sagtest du doch, ist fertig.
„Na dann, Mahlzeit.", erwiderte Sirius grinsend und beobachtete, wie sein Patenkind die Brühe in einige Gläser gab…
Schniefelus würde er noch früh genug Bescheid geben…
Jo, das wars erstmal.
Hoffe, das ich das nächste Kap in zwei bis drei Wochen fertig habe.
Gruß
dat lahme Z.
