Jason der Held:
Henry, der zusammen mit seinem Team, bei den Stallungen des Sommersitzes der Familie Bonnet, aufgetaucht war, versuchte alles, um die Leitung des Einsatzes zu koordinieren.
Was sich als nicht ganz einfach herausstellte, da Ron ein Hitzkopf und Hermine eine Schlaumeierin war. Beide wollten so schnell als möglich ins Haus, während Henry eine Beobachtung von ausserhalb als unumgänglich ansah, damit sie, die Anzahl der Personen, die sich im Haus aufhielten, ermitteln konnten.
Seine Devise war, soviel als möglich vom Feind zu erfahren, um eine brauchbare Taktik auszuarbeiten.
Dass sich Ron damit schwertat, war klar. War er doch seit Jahren dafür bekannt, oder besser gesagt berüchtigt, als jemand, der mit brachialer Gewalt, Türen aus den Angeln hob, und ganze Häuser auseinander nahm, sollte es nötig sein, um seine Freunde zu schützen.
Und Hermine, die sonst immer so besonnen und umsichtig agierte, konnte für einmal nicht klar denken. Sie sehnte sich danach zu sehen, wie Harry ein normales, glückliches Leben führen konnte und war bereit, bis zum Äussersten zu gehen, wenn es half, dies zu erreichen.
Gottlob war Henrys Ausbildung zum Auror, auch bei derartigen Schwierigkeiten ein Vorteil, da er es gewohnt war, mit Problemfällen umzugehen. Er fackelte nicht lange, sondern erteilte den beiden ganz einfach den Befehl, hinten, bei den Stallungen zu schauen, ob und wenn ja, wie viele Personen sich da aufhielten.
Für Charlie und Jessy war die Warterei, nichts neues, waren sie im Umgang mit den Drachen, einiges an Geduld gewohnt. Drachen waren nie einfach in ihrer Handhabung und es brauchte viel Geduld, um an diese scheuen Geschöpfe heranzukommen.
Genau so sahen sie es bei diesem Einsatz. Nur mit Geduld würde ihnen der Erfolg beschieden sein.
Charlie konnte seinen kleinen Bruder nicht verstehen. Wieso Ron immer so impulsiv an die Sachen herangehen musste, würde ihm immer ein Rätsel bleiben.
Bevor Ron sich über den Befehl, den Henry ihnen gab, mokieren konnte, wurde ihm von Charlie eine Hand auf die Schulter gelegt und mit eindringlicher Stimme, die Notwendigkeit erläutert, warum es so wichtig war, dass Befehle befolgt wurden. Ohne zu diskutieren und ohne jeden Befehl zuerst erklärt zu bekommen. Einer, gab die Befehle und der Rest parierte. Nur so waren sie schnell genug, um mit jeder Situation klar zu kommen.
Murrend, aber sich in ihr Schicksal schickend, kehrten sie bald darauf mit dem Ergebnis zurück. Die Stallungen waren leer. Bald darauf schlichen sich die fünf zum Anwesen, in der Hoffnung, eine offene Tür, oder ein geöffnetes Fenster zu finden, die ein Hineinkommen vereinfachen würde. Sie wollten keine Magie anwenden, falls ein Zauber über dem Haus lag, der den Hausherrn über ihre Ankunft informierte.
Das Glück schien auf ihrer Seite zu sein. Auf der Rückseite des Hauses, neben dem Küchentrakt, befand sich eine Tür, die nur angelehnt war und auf sie zu warten schien.
Henry öffnete sie ein kleines Stück, damit er sich im Innern des Hauses umschauen konnte, bevor er den andern deutete voranzugehen. Er selbst sicherte die Gruppe nach hinten ab und verliess sich auf Charlie, der Vorne die Stellung hielt.
Mit dieser Methode schafften sie es tatsächlich, sich in den zweiten Stock vorzuarbeiten, wo sie vor einer Vielzahl von geschlossenen Türen standen, die allesamt kontrolliert werden wollten.
Zimmer für Zimmer arbeiteten sie sich vor, bis sie vor einer grösseren Flügeltür stehenblieben, hinter der sie laute Stimmen zu hören vermochten.
Sie hörten zwei Jungs laut streiten und dem Wortlaut nach, nicht zu knapp.
„Dein Vater ist ein Arschloch, wenn er glaubt, dass er Harry besiegen kann. Das hat schon Voldemort versucht, der wie du weisst, nun im Boden vermodert."
„Master Jason! Sie sollten nicht so abfällig über den dunklen Lord sprechen! Dorothea ist sonst gezwungen, Master Bonnet zu berichten, dass sie ein böser Junge waren.
Henry hielt den Atem an, als er Jason klar und deutlich antworten hörte: „Ich habe keine Angst vor Peter. Er ist ein Feigling, wenn er mich, entführen musste, damit er an Harry heran kommt. Aber ich sag dir was Doro. Harry wird mich finden und dann werdet ihr euer blaues Wunder erleben."
„Du bist selber ein arrogantes Arschloch, wenn du glaubst, dass mein Vater so schnell nachgeben wird. Er und meine Tante sind schon, seit ich mich erinnern kann dabei, Harry zu schaden. Sie werden nicht aufhören, bis sie es geschafft haben, ihn zu zerstören!"
Der Triumpf, der aus der Stimme des fremden Jungen erklang, war sehr gut heraushören.
„Das muss Richard sein! Der Kleine, der Harry überrascht und ihm das Messer in die Seite gestossen hat", wisperte Henry dem Rest zu. „Richard Bonnet."
„Ich denke auch. Ich kann Jason hören, aber von Harry, sehe oder höre ich, keine Spur." Charlie sah eindringlich zu Henry. „Ich schlage vor, dass Hermine und Ron den Rest des Hauses kontrollieren, während wir Jason befreien."
Henry nickte zustimmend, während er schon dabei war, vorsichtig die Tür zu öffnen, damit sie beim Eintreten keine wertvolle Zeit verlieren würden und den Überraschungseffekt, auf ihrer Seite hatten.
Auf ein Zeichen von Henry, stiess Jessy mit dem Fuss fest gegen die Tür, die mit Wucht nach innen an die Wand knallte. Schnell traten sie ein, die geschockten Blicke der Kinder und der Hauselfe ignorierend, die im Zimmer war und schnell überwältigt wurde.
Schnell war die Elfe gefesselt, wobei Henry darauf achtete, ihr keine allzu grossen Schmerzen zuzufügen. War sie doch gezwungen, die Befehle ihrer Herrschaft auszuführen. Ihre Aktionen spiegelte in den seltensten Fällen, ihre persönliche Meinung dar.
Charlie, der sich um den kleinen Richard Bonnet kümmerte, der allerdings nicht so schnell aufgeben wollte und schreiend auf einem Stuhl sass. Er wehrte sich mit Händen und Füssen gegen seinen Widersacher.
„Hör auf zu beissen, du undankbarer kleiner Bengel, oder ich schwöre dir, ich werde dir Fesseln anlegen", liess sich ein entnervter Charlie vernehmen, als er zum wiederholten Male von Richard gebissen wurde. Leider hörte Richard nicht auf die Worte seines Gegenübers, so dass sich dieser gezwungen sah, seine Drohung wahr zu machen und dem Kleinen Fesseln anzulegen.
Jessy war unterdessen bei Jason in die Knie gegangen und machte sich daran, den Kleinen nach Verletzungen zu untersuchen.
„Na du Abenteurer! Bist du froh uns zu sehen?" Jessy sah lächelnd in das Gesicht des kleinen Jungen, dem die Erleichterung deutlich anzumerken war.
„Wo sind Harry oder Severus. Warum sind sie nicht da um mich zu retten. Ich habe so lange gewartet, dass sie kommen und mich holen würden. Richards Dad hat Patrick wehgetan. Ich konnte ihm nicht helfen, weil er mich gefesselt hatte…!"
„Ganz ruhig Jason. Es kommt alles in Ordnung. Patrick geht es gut. Wir haben uns um ihn gekümmert. Und du musst jetzt nur noch eine kleine Weile tapfer sein, dann geht es ab nach Hause."
„Aber wo ist Harry?" Jason weinte nun doch. Er hatte versucht stark zu sein, aber alles was er wollte war unbedingt bei Harry oder bei Severus zu sein.
„Wir wissen nicht wo Harry steckt Jason. Er hat sich genau wie wir, auf die Suche nach dir gemacht. Bis jetzt haben wir noch nichts von ihm gehört. Aber viel wichtiger ist es, dich erstmal hier raus zu bringen. Alles andere wird sich finden. Ich sehe keine Verletzungen an dir. Hast du irgendwo Schmerzen, irgendetwas, was wir uns anschauen müssen?"
„Nein Onkel Jessy. Doro hat gut zu mir geschaut. Sie hat versucht, meine Wunden, sofort zu heilen, damit ich keine Schmerzen hab. Und sie hat mir immer Essen gebracht, auch wenn sie es nicht durfte."
Traurig sah er zu der Hauselfe hin, die jämmerlich schluchzend auf dem Stuhl sass und sich nicht mehr beruhigen konnte.
„Können wir sie nicht mitnehmen Jessy? Ich bin sicher, sie würde eine grosse Hilfe sein auf Potter Manor. Sie hat ein grosses Herz für Kinder."
„Das geht nicht Jason. Sie ist an das Haus der Bonnet gebunden. Sie kann nicht einfach gehen. Sie hat eine magische Verbindung zu den Mitgliedern der Familie Bonnet. Sie muss ihnen gehorchen."
„Das ist nicht ganz richtig Master Jessy. Ich bin an Master Richard gebunden. Ich wurde ihm bei der Geburt geschenkt. Ich bin Master Richards einzige Vertraute, seit seine Tante ihn fallengelassen hat und sein Vater, ihn nur noch während der Bestrafungen oder bei Einsätzen beachtet."
„Dann ist das die Lösung", meinte Jason altklug. „Harry würde Richard helfen wollen und Doro macht alles was Richard sagt und geht überall hin, wo er auch hingeht. Also nehmen wir Richard ins Manor und Doro kommt mit. Problem gelöst."
„Und wenn ich nicht mitkommen will du arroganter doofer…", Richard, dem die Angst ins Gesicht geschrieben stand, versuchte mit seinen derben Worten, diese Angst zu überdecken, was ihm aber nur unzureichend gelang.
„Erzähl keinen Scheiss. Du kommst mit und damit Basta. Ich habe gesehen, wie brutal, dein Vater dich geschlagen hat. Das kannst du nicht wollen. Ausserdem ist es im Manor wunderschön und du und Doro werdet in Sicherheit sein. Oder willst du zu deiner Tante kommen, dieser bösen alten Vettel?"
„Jason!", unterbrach Charlie, den Redeschwall seines Schützlings entsetzt. „Achte zumindest etwas auf deine Wortwahl."
„Entschuldige Onkel Charlie, aber ich sage nur die Wahrheit. Also was ist jetzt. Nehmen wir Richard und Doro mit?"
Henry musste ab der Vehemenz, mit der Jason für die beiden kämpfte, schmunzeln. So brutal die Worte gewesen waren, die sie sich gelegentlich an den Kopf warfen, war doch klar, dass sich die beiden verstanden und sich mochten.
Richard, selbst noch ein kleiner Junge, der sich dem Einfluss seines Vaters, bis zum heutigen Tag nicht hatte entziehen können, war für seine Taten nicht verantwortlich zu machen. Die Hirnwäsche, die Peter seinem Sohn angedeihen liess, war grösstenteils erfolgreich gewesen. Es würde noch eine Weile dauern, bis sie ihn vom Gegenteil überzeugen konnten, waren aber zuversichtlich, es zu schaffen.
Richard sollte mit Liebe und Zutrauen gezeigt werden, wie es sich anfühlte, wenn man ohne Angst, vor Schlägen oder Wutanfällen, aufwachsen durfte.
Dorothea oder Doro, wie sie von beiden Jungs genannt wurde, sah mit einem scheuen Lächeln zu Richard, für den sie schon seit dessen Geburt, die Verantwortung trug. „Sagen sie ja Master Richard. Die Menschen hier, sind gute Menschen und so leid es mir um ihren Vater tut, er ist im Unrecht. Der dunkle Lord war ein böser, kaltherziger Mann, der uns immer unterdrückt und schlecht behandelt hat."
Eindringlich sah Doro ihren Kleinen an, der immer noch mit sich und der Welt haderte. Sein Vater war doch sein Vater. Wie konnte der so falsch liegen. Er hatte ihm immer wieder gesagt, wie brutal Harry den Lord hinterrücks ermordet hatte und sich dafür auch noch feiern liess. Und Richard hatte seinem Vater geglaubt. Geglaubt, dass es seine Pflicht wäre, den grossen Harry Potter zu ermorden und die Welt von diesem Ungeheuer zu befreien. Und jetzt sollte all dies falsch sein und sein Vater das Monster?
Richard sah zu der Hauselfe, die ihm aufmunternd zunickte. „Wagen Sie es Master Richard. Diese Menschen können Ihnen helfen, und ich verspreche Ihnen, für Sie da zu sein."
„Ich sag dir Doro, wenn du mich heute angeschwindelt hast, dann werde ich dir Kleider schenken, damit du mich nie mehr verraten kannst."
Mit Tränen in den Augen sah Doro zu ihrem Jungen, der sie mit einem ängstlichen, aber vertrauensvollen Lächeln musterte. „Ich werde immer an Ihrer Seite sein Master Richard. Immer."
„Gut, dann bin ich bereit mitzukommen", meinte er mit einem Lächeln, während ihm die Tränen hinunter liefen.
„Aber könnt ihr mir vielleicht zuerst diese doofen Dinger hier abnehmen, die schneiden nämlich in mein Handgelenk. Das tut sauweh."
Lachend wuselte Charlie dem Kleinen durch die Haare, bevor er schnell die Fesseln löste, die er dem Jungen angelegt hatte.
Unterdessen waren auch Ron und Hermine, von ihrer Erkundungstour zurück und hatten nicht mehr zu berichten, als das die Koch und die Putzelfen, die im Haus umherschwirrten, zu verängstigt vom Anblick der Fremden waren, als dass sie es gewagt hätten, sich zum Kampf zu stellen.
„Von Harry fanden wir keine Spur und auch Peter Bonnet, scheint nicht hier zu sein."
Richard, der Hermines Worte hörte, meldete sich erneut zu Wort.
„Mein Vater ist schon lange weg. Er war nur zu Beginn hier, als er Jason gebracht hat, damit er uns anleiten konnte, wie wir Jason bestrafen mussten, wenn er nicht machen würde, was wir sagten."
Und Harry war nie hier. Ich weiss nicht, wo er ist, aber wir haben unseren Wohnsitz etwas entfernt von hier. Ich kann nicht genau sagen wo, da ich immer zusammen mit Dad appariert bin."
„Aber wir wissen es Richard", mischte sich Ron ein. Das andere Team ist schon zu eurem Zuhause unterwegs. Wenn Harry dort ist, werden die ihn finden."
„Ich weiss nicht, was mein Vater tut, wenn er Harry zuerst in die Finger kriegt. Er hat mir immer die Geschichten erzählt, wie er Harry Foltern würde, bis er eines qualvollen Todes sterben sollte, so wie es der Mörder verdient hat."
„Harry ist der liebste Mensch den es gibt Richard. Er darf nicht sterben!" Jason sah wieder voller Angst zu Henry, der ja eigentlich für Harrys Sicherheit sorgen sollte. „Was machst du eigentlich hier Henry. Bist du nicht dafür verantwortlich, dass Harry nichts passiert? Warum bist du nicht bei ihm?"
Es war Jessy, der diese Frage beantwortete, damit sie endlich von hier verschwinden konnten. Bevor er sich jedoch an den kleinen Jungen wandte, drehte er sich zu Doro um, damit er ihr die Instruktionen geben konnte, an die Henry nicht dachte.
„Dorothea, könntest du bitte ein paar von Richards Sachen packen? Sachen, die er gerne mitnehmen würde? Ich glaube nicht, dass wir später noch die Gelegenheit haben hierher zu kommen, um Richards Habseligkeiten zu holen."
Nach diesen Worten drehte er sich zu Jason um, der in das verlegen dreinblickende Gesicht von Henry sah, der sich, obwohl ihn keine Schuld traf, dennoch schuldig fühlte.
„Es ist nicht immer einfach, einen Harry Potter beschützen zu wollen Jason. Harry ist erwachsen und tut immer alles aus einem Bauchgefühl heraus."
Jessy machte eine kleine Pause, nicht sicher, ob er weiter erzählen sollte. Er entschied sich dafür. Er wollte den Jungen nicht im Ungewissen lassen.
„Harry hat von Richards Vater einen Brief bekommen, wie er dich findet und ist fort, ohne uns zu informieren oder sich sonst wie helfen zu lassen. Wir vermuten, dass Peter ihm eine Falle stellte, in die Harry, der nur deine Rettung vor Augen hatte, ohne zu überlegen, reingetreten ist."
„Wollt ihr damit sagen, dass Harry so doof war und niemandem mitgeteilt hat, wohin er gegangen ist?"
Henry lachte trocken, ob der Wortwahl des Kleinen, die dennoch passte, wie die Faust aufs Auge.
„Du hast es erfasst. Es ist eine Tatsache, dass Harry mitten in der Nacht fort ist, um dich zu suchen.
Nur Hermine und Auror Shacklebolt, ist es zu verdanken, dass wir die Koordinaten zu den Bonnethäuser bekamen und hierher kommen konnten, um dich zu retten."
„Was tun wir denn noch hier?", meinte Richard. „Wir können sofort in unser anderes Domizil disapparieren, schliesslich haben wir Doro und die weiss haargenau, wie sie zu meinem Vater kommt."
Richard, fand dies eine sehr praktische Lösung und war enttäuscht, als er Henry vehement den Kopf schütteln sah.
„Oh nein! Zuerst bringen wir euch ins Manor und sollte die Hilfe von Dorothea noch von Nöten sein, dann gehen wir sicher nicht mit euch zwei Jungs auf Verbrecherjagd."
„Ja, ja! Immer wenn es spannend wird, werden wir wie Babys behandelt und aus der Gefahrenzone gebracht. Das ist ja sowas von Typisch. Alle Erwachsenen sind doch gleich."
Richard hatte sich richtig in Rage geredet. Zu oft war er schon von den Grossen enttäuscht worden.
Hier lagen die Dinge aber anders.
Charlie kniete sich vor den Jungen und sah ihm ernst ins Gesicht. „Willst du wirklich dabei sein, wenn sie deinen Vater verhaften? Er ist immer noch dein Vater!"
Dies liess Richard stutzig werden.
„Nein, du hast Recht", schniefte er. „Aber es ist trotzdem unfair, dass wir Kinder immer aussen vor gelassen werden, sobald es spannend wird."
Charlie zerzauste Richard die Haare. „Glaub mir, das ist der Fluch des Erwachsenwerdens. Das geht allen gleich. Und wenn du mal gross bist und alles darfst, dann sehnst du dich nach der Unbeschwertheit deiner Kindheit zurück."
Endlich kam Doro mit Richards Sachen an, die sie, fürsorglich verkleinert und in Taschen verpackt hatte, um alles tragen zu können. Angefangen bei seinem Lieblingsstofftier bis hin zum Bett des Kleinen, welches dieser abgöttisch liebte.
Es kam Henry wie eine Ewigkeit vor, bis sie abmarschbereit waren und das Haus verlassen konnten, um ins Potter Waisenhaus zu disapparieren in dem die Bewohner schon sehnsüchtig auf ein Lebenszeichen von Gruppe zwei wartete.
