Legende:

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»Gerede«

/Gedanken/

:Parsel:

((AdA: Meine Kommentare))

°°Gedankenübertragung°°

Tiersprache

Ahnentest

Als sie in ihrem Zimmer angekommen waren, ließ Tom Nagini runter, welche sofort Talia begrüßte, und ging dann zu seinem Bücherregal. Dort fuhr er mit seinem Finger die Buchrücken entlang, ehe er eins davon raus zog und darin blätterte.

»Was machst du da?«, erkundigte sich Angelus neugierig und stellte sich zu ihm.

»Als ich erfahren habe, dass rote Augen selbst in der Zaubererwelt ziemlich ungewöhnlich sind und sie eigentlich nur Slytherinnachkommen haben – ich hab für diese Information Jahre gebraucht – hab ich einen Ahnentest gemacht. Dafür braucht man einen Trank, den ich auch gefunden habe... Ah, hier ist er!« Stolz grinsend hielt er seinem Geliebten die aufgeschlagene Seite entgegen, welcher sich mit gerunzelter Stirn die Zutatenliste durchlas.

»Und jetzt willst du einen machen, um heraus zu finden, wer meine Vorfahren waren?«, vergewisserte sich der Blonde, worauf er ein Nicken erhielt. »Und wo sollen wir den brauen?«

»Na ist doch klar«, sagte Tom, worauf sein Grinsen eine Spur breiter wurde. »Im Raum der Wünsche, Süßer.« Angel seufzte leise, konnte sich allerdings ebenfalls ein kleines Grinsen nicht verkneifen.

»Nagini, Talia, wir müssen nochmal weg. Bis später«, verabschiedete er sich und zog den Halbvampir hinter sich aus dem Zimmer.

--

Tom öffnete die Tür, die in den Raum der Wünsche führte, und schloss sie anschließend wieder hinter sich und Angel.

»Ein Bett, aber kein Kessel. Du solltest dich schämen, Tommy«, schüttelte Angel schmunzelnd seinen Kopf. Der Schwarzhaarige lachte und umarmte ihn von hinten. Er führte ihn die drei Schritte zu dem großen Bett und nahm ihm dann das Buch aus der Hand, ehe er es auf den Nachttisch legte und nebenbei den Nacken seines Freundes küsste. Angelus entspannte sich immer mehr und seufzte ab und zu genüsslich auf, als Tom damit anfing, seine Hände unter das helle T-Shirt gleiten zu lassen.

Tom stoppte seine Tätigkeit, um Angelus das T-Shirt über den Kopf zuziehen, welches er dann achtlos neben sich fallen lies. Anschließend bearbeitete er wieder den Nacken seines Todesengels, gleichzeitig kniff er in die Brustwarzen des Anderen. Angels Atem beschleunigte sich langsam, was Tom zufrieden zur Kenntnis nahm.

»Leg dich hin«, murmelte er in Angelus' Ohr, worauf dieser nickte, seine Schuhe und Socken abstreifte und sich auf das Bett gleiten ließ, wo er auf dem Rücken liegen blieb. Tom zog schnell seine eigenen Schuhe und Socken aus, bevor er ihm folgte und sich über ihn kniete. Er küsste Angelus, was von diesem leidenschaftlich erwidert wurde. Keuchend bemerkte der Ältere den Zungenpiercing, weshalb er den Kuss weiter hinaus zögerte. Er liebte das Gefühl dieser Kugel an seiner Zunge, es hatte etwas Heißes.

Doch schließlich beendete Tom den Kuss, indem er mit seinen Lippen vom Kinn über das Schlüsselbein zu den Brustwarzen wanderte. Er leckte über die rechte, bis sie abstand, und biss dann sanft hinein. Dafür bekam er ein leises Zischen, was ihn lächeln ließ. Mit seiner linken Hand zwirbelte er etwas die andere Brustwarze, die sich nun auch aufstellte. Kurz saugte er noch einmal an der rechten Brustwarze, bevor er seine Lippen mit seiner rechten Hand ablöste und sich in Richtung Süden runter küsste.

Langsam konnte er nicht nur den verschnellerten Atem des blonden Schönlings unter ihm ausmachen, sondern auch leichtes, unterdrücktes Stöhnen. Nachdem er allerdings einmal über die beachtliche Beule, die in der Jeans war, gestreichelt hatte, konnte sein Geliebter die Laute nicht mehr unterdrücken. Leicht schaudernd lauschte Tom dem lustvollen Stöhnen, während er weiter über die Beule strich und den Reißverschluss, an dem er nun angekommen war, öffnete. Er zog die Hose nach unten und da er schon einmal dabei war, ließ er die Boxershort gleich folgen.

»Tom...«, stöhnte Angelus, als er dessen Lippen an seiner Eichel spürte und zusätzlich seine Innenschenkel gestreichelt wurden, nachdem diese talentierten Hände über seine Seiten gewandert waren. Sein Stöhnen wurde lauter, als Tom unschuldig summte und dadurch eine Vibration verursachte, die Angelus – und vor allem seinen Penis – alles andere als kalt ließen.

Während der Halbvampir hingebungsvoll Angels pulsierende Männlichkeit bearbeitete, seinen Rachen entspannte und das Glied hinein gleiten ließ, verkrampfte sich der Langhaarige immer mehr. Seine Hände zerwühlten das Laken, verkrampften sich immer dann, wenn Tom eine Schluckbewegung ausführte und seinen Penis damit noch mehr massierte. Seine angewinkelten Beine spreizten sich immer mehr, in der Hoffnung, Tom würde endlich weiter gehen. Allerdings hatte Tom das anscheinend nicht vor, da er nicht einmal zuließ, dass Angelus kam. Immer, wenn er kurz davor war, ließ er so lange von ihm ab, bis das Beben seines Beckens wieder nach ließ.

:Tom!, zischte Angelus, als der Slytherinerbe wieder zu schlucken anfing. :Mach endlich!:

:Sei doch nicht so ungeduldig, zischelte Tom belustigt zurück und strich sanft mit seinen Fingern über den Penis. Allerdings stellte er das kurz ein, als ihn ein böser Blick aus verschleierten, smaragdgrünen Augen bekam. Bei diesem Blick schwoll sein ohnehin schon hartes Glied noch mehr an.

:Ungeduldig?! Ich sag dir wa..ha..., stöhnte Angel lang gezogen. Keuchend ließ er seinen Kopf nach hinten sinken, während Tom weiterhin an seinem Penis saugte. Lange würde er das nicht mehr aushalten. Anscheinend erhörte der Rotäugige ihn, da er nach einigen Momenten von der pulsierenden Länge abließ.

»Umdrehen«, keuchte er, was Angelus, ohne ein Nicken zustande bringen zu können, auch tat. Tom half ihm dabei und auch beim Aufrichten seines Beckens. Nun kniete Angelus schnell atmend vor dem Halbvampir. Sein Kopf ruhte kraftlos auf seinen Armen, mit denen er sich nicht einmal abstützen konnte, weshalb sein Hintern das Einzige war, das Abstand von der Matratze hatte.

Tom legte seine Hände an die Backen des perfekten Hinterns vor ihm und beugte sich vor, um mit seiner Zunge die kleine Rosette ausgiebig zu bearbeiten. Von Vorne bekam er dafür Gezische, Gekeuche und natürlich heftiges Gestöhne. Tom nahm etwas Abstand und befeuchtete drei seiner Finger großzügig mit seinem Speichel, bevor er einen davon langsam in den Anus seines Freundes schob. Dadurch, dass er ihn mit seiner Zunge schon befeuchtet hatte, ging es ziemlich leicht und nach dem lustvollen Stöhnen zu urteilen, auch relativ schmerzfrei.

Der Halbvampir bereitete Angelus so schnell er konnte, ohne ihm Schmerzen zuzufügen, vor. Als es soweit war, beugte er sich nach vorne und knabberte sanft an Angels Ohr.

»Bereit, Schatz?«, flüsterte er nach einem Moment.

:Mehr als das, ächzte dieser zurück und spürte sogleich, wie Tom sein Glied positionierte und dann langsam eindrang. Angelus biss sich in den Unterarm, um ein halb schmerzerfülltes, halb lustvolles Stöhnen zu unterdrücken. Tom hingegen stöhnte ihm ungeniert ins Ohr, was ihn nur noch mehr erregte.

:Nicht..., flüsterte Tom, während er sich nicht bewegte, um Angel sich an sein Glied gewöhnen zu lassen. :Ich möchte dich hören, Süßer...:

Nachdem sich Angel entspannt hatte, was ziemlich schnell gegangen war, führte Tom Kreisbewegungen aus, die sich, als Angelus ihn laut stöhnend dazu anstachelte, schnell in Stöße umwandelten. Beide jungen Männer verloren sich immer mehr in ihrem Lustspiel und schalteten ihr Umfeld aus. Das einzige, das zählte, war bei Tom die heiße Enge um seinen Penis und bei Angelus die beachtliche Größe, die sich dauernd in ihn bohrte und dabei so gut wie immer seine Prostata traf.

Nach einiger Zeit hielt Tom es nicht mehr aus, nahm das heiße, pralle Glied seines Geliebten in die Hand und pumpte es im Takt seiner Stöße. Nur ein paar Augenblicke später schrie Angel auch schon mit lustgetränkter Stimme den Namen des Halbvampirs, ergoss sich in dessen Hand und riss diesen gleich, aufgrund des Zusammenziehens seiner Muskeln um Toms Glied, mit über die Klippe.

Erschöpft blieb Tom einen Moment auf dem zusammengeklappten Jungen liegen, bevor er sich mühevoll von ihm herunter hievte und sich neben ihn legte.

»Wir... können auch... noch später ... den Trank brauen... Richtig?«, nuschelte Angelus völlig erschöpft. Im Nachhinein wunderte es ihn ziemlich, dass er nicht schon viel früher gekommen war, trotz des sadistischen Verhaltens des Schwarzhaarigen.

»Richtig«, nickte Tom lächelnd und zog den Langhaarigen in seine Arme.

»Gut«, seufzte dieser und driftete langsam in den Schlaf ab. Der Slytherinerbe sah ihm lächelnd dabei zu und beugte sich, nachdem er sich sicher war, dass Angelus tief und fest schlief, zu seinem Hals runter. Er leckte über die Stelle, an der er beim Sex mehrmals dran geknabbert hatte und verpasste dem Blonden dort einen Knutschfleck.

:Wie du mir, so ich dir, zischelte er anschließend zufrieden und zog den Kleineren noch enger an sich, bevor er langsam ebenfalls einschlief.

--

Als Angelus aufwachte war das erste, was er wahrnahm, sein leicht schmerzender Hintern. Das zweite war der widerliche Geruch aus einer Mischung von jahrelang ungewaschenen Sportsocken und verfaulten Eiern.

»Iiieh!«, stieß er auch sogleich aus und kniff seine Nase mit seiner Hand zu.

»Guten Morgen, Süßer«, flötete Tom gut gelaunt. Angel drehte sich auf die andere Seite und erblickte den Schwarzhaarigen vor einem Kessel sitzen, der bräunlichen Dampf im Zimmer verbreitete. Tom hatte sich vor dem Gestank mit einer Wäscheklammer, die auf seiner Nase thronte, geschützt.

»Bäh! Was ist das?«, näselte Angelus murrend.

»Dein Ahnentrank. Komm her«, winkte Tom ihn zu sich. Angelus seufzte, wickelte sich das Laken um seinen Körper und tapste zu dem Halbvampir, welcher sich nur seine Boxershort drüber gezogen hatte.

»Wie weit bist du?«

»Fast fertig. Er muss noch zehn Minuten köcheln, bevor wir ein paar Tropfen deines Blutes dazu geben können. Dann braucht er noch einen Moment, bevor er ein Pergament ausspuckt, dass deine Vorfahren, die bis vor zwei Jahrtausenden gelebt haben, anzeigt. So ist das zumindest bei magischen Wesen, bei normalen Menschen sind es nur zwei Jahrhunderte.«

»Aha«, nickte der Jüngere und strich sich seine Haare hinters Ohr. Er konnte sich gar nicht daran erinnert, sie geöffnet zu haben. Doch als Tom ihn zu sich zog, ihm einen Kuss aufdrückte, während er wieder nach dem Trank sah, und nebenbei durch Angels Haare fuhr, wusste er, weshalb der Zopf gelöst war. Doch anstatt darüber zu meckern, lehnte er sich noch mehr an den Rotäugigen und genoss es.

Nach zehn Minuten wünschte sich Tom einen Dolch her, der auch sogleich vor ihm erschien, und überreichte ihn Angelus. Dieser schnitt sich leicht in den Finger und ließ ein paar Tropfen in den Kessel fallen. Gleich, nachdem sich der Trank dunkelblau gefärbt hatte, schnappte sich Tom Angels Finger und leckte über die Wunde, worauf sich diese wieder schloss.

Nach einigen Minuten ploppte es leise und statt dem bräunlichen Dampf, stieg weißer Rauch aus dem Kessel empor. Nachdem dieser sich verzogen hatte, beugte sich Tom über den Kessel, griff hinein und zog eine Pergamentrolle heraus. Angelus nahm sie entgegen, legte sich auf den Boden und entrollte sie.

»Warum sind da nur mein Namen und die Namen meiner Eltern drauf?«, fragte er verwirrt seinen Geliebten. »Und sieh mal! Meine Mum heißt da gar nicht Lily Evans!« Verblüfft zeigte Angelus auf den Namen 'Lillian Janet Potter, geb. Apricum'.

»Naja, du hast doch gesagt, dass deine Mutter keine Evans war... Und Lily war wahrscheinlich nur ein Spitzname. Übrigens musst du mit deinem Zauberstab auf den Namen tippen, von dem du die Ahnenlinie sehen willst«, erklärte dieser.

Der Blonde nickte, immer noch etwas baff, und tippte mit seinem Stab auf 'Lilian Janet Potter, geb. Apricum'. Keine Sekunde später führten zwei Linien von Lilys Namen weg, um schließlich bei 'Atharic Vladimir Apricum' und 'Maron Akemi Apricum, geb. Eterna' zu stoppen.

»Schon mal von denen gehört?«, fragte Angelus.

»Nein. Vielleicht leben die ja noch gar nicht. Dem Ahnentest ist die Zeit scheinbar völlig schnuppe, solang die Vorfahren noch vor zweitausend Jahren gelebt haben«, entgegnete Tom.

»Auch wieder wahr... Aber sie leben mit Sicherheit schon... Mein Mutter wird im Januar 1960 geboren. Also in fünfzehn Jahren... Okay, weiter. Auf wen soll ich tippen?«

»Probiere es aus. Wenn du ein zweites Mal auf einen Namen tippst, gehen die Linien wieder zurück.«

Angel nickte nur und tippte auf Atharic Apricum, seinen Großvater, wenn er recht überlegte. Und der Mistkerl, der seine Mutter, als sie noch ein kleines Kind gewesen war, ausgesetzt hatte. Nun führten drei Linien von Atharic weg. Eine, die 'Lestat Spike Apricum' als seinen Bruder kennzeichnete und zwei andere, die seine Eltern waren. 'Spike Francesco Apricum' und 'Evey Apricum, geb. Sacra'. Angelus tippte wieder auf Atharic Apricum, worauf die drei Linien sich zurück zogen.

Stattdessen probierte er nun Maron Apricum aus. Von ihr gingen nur zwei Linien aus. Ihr Vater, 'Louis Alexandre Decerox', und ihre Mutter, 'Janet Oceane Decerox, geb. Miracle'.

»Das wird noch Stunden dauern«, seufzte Tom und ließ sich nach hinten fallen. »Sag mir Bescheid, wenn du was Interessantes findest.«

»Mh«, nickte Angelus und tippte auf seine Urgroßmutter. Wieder kamen nur zwei Linien. Zum einen 'Heather Pia Miracle' und 'Godric Gryffindor'.

»Hab ihn!«, grinste Angelus breit. »Gryffindor ist mein Ururgroßvater.«

»Echt?«, rief Tom überrascht aus und saß keine Sekunde später aufrecht neben Angelus und starrte auf das Pergament. Er studierte kurz die Namen, die sichtbar waren, und grinste dann breit.

»Deine Ururgroßmutter ist dann also Heather Miracle... Hab zwar noch nie was von ihr gehört, das zeigt aber, dass du nicht Slytherins Sohn oder sonst was bist und wir somit nicht verwandt!«

»Was auch gut so ist«, lachte Angelus und küsste Tom kurz, bevor er sich wieder zu dem Ahnentest umdrehte. »Glaubst du, dass meine Urgroßmutter noch lebt?«

»Guck doch nach«, schlug Tom wie selbstverständlich vor.

»Und wie?«

»Du musst einfach nur mit deinem Zauberstab auf den Namen tippen und an das Alter denken. Wenn nichts passiert, ist sie tot. Naja, in deinem Fall könnte es natürlich auch sein, dass jemand noch nicht lebt... Aber das wird bei deine Urgroßmutter ja bestimmt nicht so sein...« Angelus nickte verstehend und probierte es gleich aus. Nun erschien neben dem Namen Janet Decerox das Alter von dreihunderteinundzwanzig. Angelus pfiff anerkennend, ebenso Tom.

»Sieh mal nach, ob auch deine Großmutter schon lebt.«

Der Langhaarige nickte und tippte auf Maron Apricum, worauf daneben die Zahl einundzwanzig erschien. »Die ist ja noch ziemlich jung.«

»Stimmt«, nickte Tom. »Mich würde interessieren, ob das alles Engel sind.«

»Keine Ahnung und, ganz ehrlich, es interessiert mich nicht die Bohne. Wie lange hält dieser Test?«

»Solange du ihn nicht zerstörst, bleibt er erhalten.«

»Ich behalte ihn erstmal«, entschied der Todesengel, legte ihn jedoch beiseite. »Und jetzt?«

»Animagustraining«, grinste Tom breit. »Wir haben noch ein paar Stunden, bevor es Abendessen gibt.«

--

In den nächsten drei Monaten passierte nichts Besonderes in Hogwarts, außer natürlich den kleinen Unfällen, die jedoch irgendwie alltäglich waren. Cygnus hielt sich, zu Angels großem Erstaunen, sehr zurück. Das Einzige, das er tat, war Tom wie üblich mit Komplimenten zu überhäufen, doch er ging nie weiter. Im Gegensatz dazu, hatte scheinbar auch Druella Tom als würdig für sie empfunden, was sie ihm bei jeder Gelegenheit zeigte – und jedes Mal eiskalt abgeblitzt wurde, wie Cygnus' es noch nie passiert war.

Tom hatte es mittlerweile geschafft ein Animagus zu werden und Dumbledore hatte nicht den blassesten Schimmer davon – eine Tatsache, die ihn immer wieder triumphierend grinsen ließ, wenn Dumbledore an ihm vorbei lief und ihm den Rücken zukehrte. Die Runespoor, so erklärte Professor Iroshima Angelus, war bei seinem Bekannten, welcher sich gut um sie kümmerte. Der Schulleiter war gegen die Haltung einer Schlange bei seinen Schülern gewesen. Auf der einen Seite bedauerte es Angel, er hatte die Schlange irgendwie etwas gemocht, doch andererseits war er damit auch zufrieden.

Kurz vor den Weihnachtsferien – es war inzwischen arschkalt, aber noch war kein Schnee gefallen – hatte Hedwig Tom und Angelus einen Brief von den Riddles gebracht, die sie herzlich zu ihnen einluden. Sie hatten die Einladung angenommen, weshalb sie eineinhalb Wochen später auch beim Morgengrauen von einer quietschigen Stimme geweckt wurden.

»Schnee! Jungs, es schneit! Endlich! Kommt schon, raus aus den Federn! Schneehee!«, kreischte Saphira begeistert und zog mit einem Ruck die Decke weg. Tom und Angelus bibberten auf der Stelle um die Wette.

»Gib die Decke wieder her«, murrte Tom, nicht gewillt, aufzustehen. Stattdessen zog er seinen Geliebten nur noch enger an sich. Wenigstens diese Wärmequelle war ihm geblieben.

»Ich denk ja gar nicht dran, mein herzallerliebster Halbbruder. Die Sonne lacht, das Frühstück wurde aufgetragen und das Beste ist: Es schneit!«

»Wir haben es verstanden«, knurrte Tom genervt.

»Toooom!«, schniefte Saphira herzzerreißend. Angelus fischte nach seinem Zauberstab und schwang ihn in die Richtung der schmollenden Stimme. Ein erschrockenes Kreischen und das kurz darauf folgende Zuschlagen der Tür ließen ihn erleichtert aufatmend. Er rief noch schnell die Decke zu ihnen, bevor er seinen Zauberstab wieder neben sich warf.

»Du bist ein Schatz«, seufzte der Halbvampir erleichtert, was Angelus müde grinsen ließ.

»Ich weiß, Tommy-Boy, ich weiß...«

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Ein paar Stunden später bequemten sich die beiden Slytherins doch dazu, sich im Esszimmer blicken zu lassen, wo gerade die Bediensteten mit Tabletts raus traten.

»Ah, Mr. Riddle, Mr. Nexima«, sagte eine junge Frau, die ebenfalls aus dem Esszimmer trat. »Ich wollte Sie gerade wecken gehen. Es sitzen bereits alle am Tisch.« Tom nickte der jungen Frau zu, worauf sie kurz lächelte und dann den Gang entlang ging. Am Tisch fanden sie eine müde Familie vor, dessen einziges waches Gesicht Saphiras war. Als sie die beiden Jungen erblickte, zog sie sofort einen Schmollmund und drehte ihren Kopf weg.

»Das Frühstück ist also schon aufgetragen, hä?«, sagte Tom trocken in Richtung seiner Halbschwester.

»Ach, war sie auch bei euch?«, grinste Thomas leicht.

»Bei dir auch?«

»Ja. Sie war bei jedem... Und zu jedem hat sie gesagt, dass es bereits Frühstück gäbe.« Jetzt verstand Angelus auch den tadelnden Blick Cecilias, mit dem sie die ganze Zeit ihre Tochter anstarrte.

»Aber es hat mich niemand so unfreundlich rausgeworfen wie diese beiden Trottel«, murrte Saphira und ignorierte den Blick ihrer Mutter gekonnt.

»Ich hab gar nichts gemacht«, schmunzelte Tom und nahm sich ein Brötchen.

»Hey, fall mir nicht in den Rücken!«, empörte sich Angelus und haute seinem Freund auf die Schulter, was diesen nur leise lachen ließ.

»Das war total fies von dir!«, zeterte Saphira weiter und sah den Langhaarigen böse an. »Ich hab mich richtig erschrocken, als ich aus dem Zimmer geflogen bin!«

»Es hat dich doch eine Matratze aufgefangen«, zuckte dieser nur unschuldig mit den Schultern.

»In der Tat«, schnaubte das Mädchen. »Und sie ist nach fünf Sekunden einfach verschwunden! Das hat richtig weh getan, als ich auf dem Boden aufkam.«

»Die Matratze war nur zehn Zentimeter hoch.«

»Zehn Zentimeter zu viel!«, schmollte die Blonde auch weiterhin.

Angelus rollte mit seinen Augen, lächelte aber. »Okay, okay. Tut mir Leid. Ich geh später in die Winkelgasse, willst du mit? Als Entschädigung, kann man sagen.«

»In die Winkelgasse? Echt? Wow! Mum, Dad, darf ich mit?« Während Thomas ohne mit der Wimper zu zucken nickte, zögerte Cecilia lange. In der Zeit beugte sich Tom leicht zu seinem Freund hinüber.

»Du gehst in die Winkelgasse? Warum hast du mir das nicht gesagt? Und was willst du da?«

»Ich hab nichts gesagt, weil du ohnehin nicht mitkommst und was ich will... Das erfährst du noch«, grinste Angelus. Tom sah ihn misstrauisch an.

»Ich komm also nicht mit?«

»Genau. Und wenn ich dich im Zimmer einschließen muss, du bleibst hier«, lächelte der Blonde lieb, worauf Tom seufzend seinen Kopf schüttelte und in sein Brötchen biss.

»Würde mich trotzdem interessieren, was du da tust...«

Angelus schwieg und sah auf, direkt in Saphiras strahlendes Gesicht. Anscheinend hatte Cecilia, gewiss mit einigem Hin und Her, doch noch zugestimmt. Auch gut.

--

»Wow!«, rief Saphira staunend aus und drehte sich im Kreis, um so viel wie möglich von der Winkelgasse zu sehen. Sie war, ebenso wie Angelus, in dicke Winterkleidung gepackt. Die vielen, fallenden Schneeflocken verfingen sich in ihren Haaren und befeuchteten es.

»Und? Warum sind wir jetzt hier?«, fragte die blonde Riddle, während sie in jedes Schaufenster sah, an dem sie vorbei kamen.

»Tom hat bald Geburtstag. Um genau zu sein, in zwei Tagen, an Silvester«, erklärte Angelus.

»Echt?« Saphira blieb stehen und sah den Geliebten ihres Halbbruders erstaunt an. »Das wusste ich ja gar nicht.«

»Na ja, Tom hat es ja auch niemanden erzählt. Ich glaube, er denkt immer noch, dass ich nicht weiß, wann er Geburtstag hat. Keine Ahnung, warum er es verschweigt.«

»Und du willst jetzt ein Geschenk für ihn kaufen?«

»Ja. Ich hab noch genug Geld von den Weihnachtseinkäufen übrig, weshalb wir jetzt auch Merlin sei Dank nicht zur Bank müssen, aber ich hab keine Ahnung, was ich ihm schenken soll«, seufzte der Zeitreisende und strich sich eine verirrte Haarsträhne zurück.

»Lass uns gucken«, beschloss Saphira, nahm seine Hand und zog ihn in einem langsamen Tempo hinter sich her durch die Winkelgasse. Sie sahen sich jedes Schaufenster genau an, doch sie konnten nichts finden, was Angelus Tom schenken könnte. Saphira fand in einem Buchladen einen Wälzer über fortgeschrittene, schwer ausführende Zauber, welches sie für ihren Bruder kaufte. Angelus bezahlte es zwar, doch sie gab ihm sofort den Betrag in Muggelgeld zurück.

Nach zwei Stunden waren Angelus und Saphira ziemlich durch gefroren, weshalb sie auch eine kurze Pause in einem kleinen Café einlegten. Während sie sich mit Butterbier wärmten, sahen sie aus dem Fenster und beobachteten die Leute, die gemütlich durch die verschneite Winkelgasse schlenderten oder schnell von einem zum anderen Geschäft eilten.

»Und du hast wirklich keine Ahnung, was du ihm schenken könntest?«, fragte Saphira zum x-ten Mal. Angelus schüttelte, ebenfalls zum x-ten Mal, seinen Kopf.

»Lass dir doch seinen Namen in den Nacken oder so tätowieren«, schlug die Riddle vor.

»Seinen Namen?« Angel schüttelte seinen Kopf. »Das wird ihm nicht gefallen. Sein Name ist für ihn zu gewöhnlich.«

»Dann lass dir etwas anderes tätowieren, das deine Liebe zu ihm symbolisiert.«

»Warum soll ich mir was tätowieren lassen? Was hat Tom davon?«

»Kann man mit Magie das Tätowieren schmerzloser machen?«

»Keine Ahnung... Ich denke nicht...«, überlegte Angelus laut.

»Okay«, rief Saphira plötzlich wieder voller Tatendrang aus. Sie leerte ihr Butterbier in einem Zug, knallte den Krug auf den Tisch und nahm Angelus' Trinkgefäß aus dessen Hand. Da sie schon bezahlt hatten, konnte sie den Langhaarigen ganz fix aus dem Café ziehen.

»Saphira, was hast du vor?«, seufzte der Blonde.

»Fragen, ob es mehr schmerzt. Wenn nicht, kannst du dir ja ein Tattoo machen lassen, das eure Liebe symbolisiert. Vielleicht ein Herz mit euren Initialen oder so.«

»Tattoo? Herz? Initialen?«, stammelte Angelus, bevor er mit einem Ruck stehen blieb und somit Saphira zum Taumeln brachte. »Ich will aber gar kein Tattoo!«

Saphira grinste breit und zeigte hinter sich. »Den hab ich vorher gesehen. Zu spät, Angel.« Der Todesengel besah sich den Tattooladen und, nach kurzem Zögern, trat er an das Schaufenster. Er sah sich die Motive an, die ausgestellt waren, konnte allerdings nichts finden, das er unbedingt haben wollte... Außerdem wollte er wirklich kein Tattoo. Er wusste ja gar nicht, ob Tom so etwas überhaupt gefiel.

»Komm schon«, riss Saphira ihn aus seiner Starre und zerrte ihn, ehe er es überhaupt richtig kapierte, in den Laden.

»Guten Tag«, wurden sie auch sogleich von einem Mann mittleren Alters, der hinter der Theke saß und Zeitung las, begrüßt. Sie waren die einzigen Kunden.

»Hallo«, lächelte Saphira höflich. »Ich würde gerne wissen, ob das Tätowieren mit Magie schmerzloser ist, also ohne.«

»Kommt drauf an, kleine Lady. Wenn es schnell heilen soll, dann ist es wirklich sehr schmerzhaft – und teurer –, aber wenn es sich Zeit lassen kann, dann ist es schmerzloser als bei den Muggeln. Ich hoffe, du fragst nicht wegen dir, Kleines«, antwortete der Mann und beäugte sie kritisch.

»Nein, nein«, winkte sie ab und zeigte zu Angelus, der seinen Blick durch den Raum schweifen ließ. »Für ihn.«

»Ah... Wie alt ist er denn?«

»Siebzehn«, antwortete Angelus und sah nun zu dem Mann. »Aber ich will gar kein Tattoo.«

»Und warum bist du dann rein gekommen?«

»Sie wollte es so.« Anklagend zeigte er auf Saphira, welche unschuldig pfeifend die Wände entlang schritt und sich die Motive ansah, die auf normalen Papieren dort dran gepinnt worden waren.

»Wow! Sieh dir mal das an, Angel!« Begeistert zeigte das Mädchen auf eins der Motive, das, wie Angelus aus der Nähe und nach genauerem Betrachten erkannte, ein Einhorn darstellte. Er seufzte und sah sich die restlichen Zeichnungen in seinem Blickfeld an. Dann stockte er.

»Entschuldigung«, machte er auf sich aufmerksam und sah zu dem Mann, der sich wieder in die Zeitung vertieft hatte. Doch nun sah er auf.

»Willst du doch ein Tattoo, junger Mann?«

»Naja, kommt drauf an, ob sie dieses Motiv etwas abändern können...«, grinste Angelus schief und zeigte auf genannte Zeichnung.