Gäbe es einen Gott, wäre es Meister Oda!
Gestern etwas kurz, aber das sollte an der Stelle auch nicht ausgedehnt sein...
Chapter 36
Zehn Minuten konnte man grausame Schreie vor Schmerz und Verzweiflung im Kuppelsaal hören. Länger dauerte es nicht bis Master Plan sich vor Ekstase in dem Koch ergoss.
Die anderen beiden Gefangenen hatten sich sofort entfernt, als sie gemerkt hatten, was Master Plan mit dem Smutje vorhatte.
Nur am Eingang saß noch das Brüderpaar, die das abscheuliche Schauspiel mitangesehen hatten. Rome hielt seinen Bruder im Arm, der bebte vor Wut und Verzweiflung. Sie hatten sich mittlerweile mit Zoro und Sanji angefreundet. Man half sich gegenseitig und gab Rückendeckung. Ausgerechnet an jenem Tag, an dem sie mal verschont bleiben, passiert ihren Freunden das Schlimmste.
„I-Ich habe es nicht geschafft...Rome..."
„Das stimmt nicht, Tata...er konnte nur nichts mehr tun, um Master Plan aufzuhalten..."
„Das ist einfach nicht fair...Zoro-Kun!...Sanji-San!...", wimmerte Tata.
"Ich weiß..."
"Die beiden waren bisher ein schönes Beispiel dafür, dass die kranke Scheiße hier auch positive Seiten aufzeigen kann..."
"Meinst du sie könnes es trotzdem noch schaffen...Rome?"
"Sie sind stark, aber auch unfassbar unbelehrbar, wenn es um ihre Gefühle geht...das bringt mich echt auf die Palme"
"...dabei passen sie so gut zueinander..."
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Der Saal war so still, dass man das Geräusch vom Verschluss des Reißverschlusses von Master Plan hören konnte. Man hörte sonst nur den Schwertkämpfer schluchzen. Sanji war stumm. Nicht eine Träne hatte der Koch bisher verschwendet. Er lag zur Seite gerollt auf dem im Bett. Sein Körper schlotterte heftig.
„Heheheherherherher...gebt ihnen so viel Zeit, wie sie brauchen...ich ziehe mich zurück!"
„Aye, aye, Kapitän!"
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Es war nicht nur der Mann, den er verehrte, sondern auch sein Nakama, der direkt vor seinen Augen sexuell missbraucht wurde und er hatte nur zugesehen. Das salzige Wasser aus seinem Auge wollte einfach nicht aufhören zu fließen. Seine Hände und und Füße waren wieder beweglich. Doch er rührte sich nicht. Das Herz schmerzte so sehr, als ob sich eine Klinge tief in ihn hinein gebohrt hätte. Der Schwertkämpfer fühlte sich schuldig. Er dachte an dem Moment, als Sanji sich von ihm missbraucht gefühlt hatte, er hatte ihm das tatsächlich verziehen und er hatte damals versprochen alles zu tun, damit dieser Bastard ihn nicht anfasste.
Nach einer ganzen Weile schluckte Zoro seine Tränen und seinen Kummer runter. Sein Kopf wendete den Blick vom Boden zum Bett hinüber. Dort lag ein heller Körper. Er stand auf und ging langsam zu dem Bettgestell. Der Koch lag mit dem Rücken zu ihm, sodass dieser nicht merkte, dass er hinter ihm stand. Zoro schauderte es beim dem Anblick des nackten Körpers vor ihm. Das Bett war in roten Punkten gesprenkelt und aus dem Anus des Kochs lief neben dem Sperma, eine Bahn Blut herunter.
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Zu leer war sein Verstand, zu groß der Schmerz in seiner Seele und in seinem Leib. Sanji dachte nichts, sondern starrte nur in die Luft. Auf einmal wurde er bewegt und im Bridal Style hoch genommen. Die lange Narbe auf dieser Brust kam ihm bekannt vor. Es war Zoro. Seine Hände hielten ihn an der Schulter und unter seinen Kniekehlen fest. Überwältigt schaute Sanji hoch, aber der Schwertkämpfer sah ihn nicht an. Doch er war hier und hielt ihn, obwohl er ihn noch kurz zuvor verletzt hatte.
Zoro ging starr und wortlos vorwärts.
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„Zo...ro..."
Ihre Blicke trafen sich nicht.
„Es...es..es tut mir...mir so Leid...Zo..ro..."
Sanji lehnte seinen Kopf an seine Brust strich mit seiner Hand über den Brustkorb.
„Es ist...alles ist...alles ist mei...meine Schuld...!"
„...!" Der Schwertkämpfer versuchte nicht darauf zu reagieren.
„I-Ich weiß...du willst nicht und ich bin es auch nicht wert, aber b-b-bitte...sieh´mich an...Zoro!"
Er blieb langsam stehen und traurige Augen paarten sich.
„I-I-Ich...h-habe dich angelogen..."
Sanji schluchzte tief. Die Augen wurden feucht.
„...I-Ich h-h-habe sehr wohl...Gefühl...Gefühle für di-dich...Zo-ro...ab-aber ich..."
Zoro hielt ihn fester in seinen Armen, die Augen wurden groß und kaute auf seinen Lippen.
„...aber i-ich...war ni-nicht Manns genug, um da-dazu zu...zu stehen.."
Eine Träne nach der anderen kullertern die Wangen des Kochs herunter. Zoro´s Blick wendete sich von Sanji ab.
„Es..es tu-tut...mir...L.." (Es tut mir Leid)
„Ich will keine Entschuldigung...!"
Sanji zuckte und senkte den Kopf.
„Es macht keinen Unterschied ob du mich liebst oder nicht...Ich habe dich im Stich gelassen und von meinen Gefühlen für dich leiten lassen, obwohl wir uns ein Versprechen als Nakama gegeben haben...das hier ist ganz allein meine Schuld!"
„Aber..Zoro...d-d-das ist nicht wahr...I-I.."
„ICH WILL NICHTS MEHR HÖREN!"
Der Koch erschrak und blieb still.
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Sie gingen weiter bis sie am Eingang auf Rome und Tata trafen. Rome stand direkt davor, sodass Zoro anhielt und ihn ansah.
„Lass´mich vorbei...Rome..."
„Es ist niemandem seine Schuld...Ihr sturen Vollidioten!...Wieso muss einer von euch daran Schuld haben?!...Bin ich etwa Schuld daran, dass mein Bruder schon x-mal missbraucht wurde oder bin ich etwa Schuld daran, dass man mich misshandelt? Habt ihr noch nicht verstanden, dass wir hier Gefangene eines Kranken sind!?...FRAGT EUCH LIEBER MAL WIE IHR ZUEINANDER STEHT, VERDAMMT!"
Dem jungen Mann liefen die Tränen an den Wangen herunter, während er zwei verdutzte Männer vor sich anschrie.
„DAS GEHT DICH GAR..."
„Rome...!", unterbrach Sanji den wütenden Säbelrassler. Er sah Rome in die Augen.
„Du hast Recht...genauso wie du gestern in der Küche Recht hattest...aber...aber womöglich ist es jetzt einfach zu spät..."
„Sanji-San...!", Tata´s Stimme.
Fragend sah Zoro den Koch an. Dieser hatte seinen Kopf wieder an seine Brust geschmiegt und weinte. Der Anblick schmerzte. Das alles hier war ein furchtbarer Alptraum. Wann wachte er nur endlich auf?
