cat: Ich beeil mich :) Werd mir heut noch mal ne schöne Pause gönnen und später am Tag das nächste Kapitel posten und bis zu meiner Fabiprüfung müsste ich die Kapitel so gepostet haben, dass es nicht mehr mit nem Cliffhänger endet. Mir war nur nie bewußt, wieviele Cliffhänger ich früher hier eingebaut hatte Öö Ich weiß, dass das nicht nett ist. Ich habs auch für die neuen Chaps ab 80 weggelassen. ;) Thx fürs Review. Glg

crazysj: Uh ja, Rückblenden mag ich auch sehr gerne. Erinnerungen sind irgendwie in fast jeder Geschichte eines der schönsten Teile. In den HP-Büchern fand ich das auch irgendwie. Zumindest das mit den Maraudern. Schön, dass es dir auch wieder gefallen hat :)
Gut +g+ Oha, dann musst du dort doch auch 6 Wochen in die Schule, nur eben Australisch? Hört sich interessant an. Hätte allerdings fast gewettet, dass die da bereits Sommerferien haben. Na, Wette verloren. Für mich wärs natürlich besser, wenn du dich langweilst und hier her verkrümmelst +g+ Aber für dich wünsch ich natürlich, dass es superschön wird und du wunderbare Erfahrungen sammelst. Kann es sein, dass sobald du wieder hier bist, das neue Schuljahr für dich hier in Deutschland im Anschluss beginnt? Freu mich, wenn du zurück bist ;) und danke fürs Daumen drücken. Kann ich absolut gebrauchen! Glg


Chap 38: Fight on III

Das schwarze wurde aufs Neue von einem weißen Licht bedeckt und ein Lichtblitz genügte um die Erinnerungen weiter erscheinen zu lassen.


"Anna?! Begleite mich doch bitte ins Zaubereiministerium."
"Wieso!"
Anna sah Dumbledore verwirrt an. Sirius wollte heut zwar Erin Goyle Nachhilfe geben, aber danach würde er sofort zu ihr kommen und sie wollte die Zeit mit ihm genießen und ihn nicht vor verschlossenen Türen stehen sehen.
"Es wird nicht sehr lange dauern. Dein Vater möchte dich noch einmal sprechen."
"Oh... er... Muss ich mit ihm denn sprechen? Ich dachte es ist alles gesagt?"
Das war nicht das was sie dachte, sondern das, was sie gehofft hatte und gleichzeitig immer befürchtete, dass es eintreffen könnte, dass ihre Eltern sie doch nicht in Ruhe ließen.
"Besser wärs auf jeden Fall," sagte Dumbledore mit sanfter Stimme, nicht dass er sie gezwungen hätte. Er legte seine Hand auf die Schulter seiner Urenkelin und sah sie mit besorgter Miene an.
"Es ist ganz und gar alleine dir überlassen, ob du nun mit ihm sprechen willst, oder nicht. Allan hat mich nur um ein Gespräch mit dir gebeten. Er möchte mit dir über deine Entscheidung sprechen und... er ist immerhin dein Vater, Anna. Gib ihm noch eine Chance, sich zu rechtfertigen."
"Sich zu rechtfertigen? Glaubst du denn wirklich, dass es dafür eine Entschuldigung, eine Erklärung gibt? Oder willst du mich nur loswerden?"
Dumbledore hatte seinen Blick nicht von ihr abgewandt, als er entschieden "nein" antwortete. Sein Blick war nach wie vor warmherzig.
"Natürlich mag ich es, dass du hier bei mir lebst. Aber ich möchte nicht, dass du den Kontakt zu deinen Eltern endgültig abbrichst. Zumindest nicht zu Allan. Mach ihn nicht für die Taten deiner Mutter verantwortlich. Du bist klug genug um zu wissen, was du möchtest und was du kannst. Es ist von meiner Seite aus lediglich eine Bitte an dich, ihn nochmal anzuhören."
"Du hast doch keine Ahnung," grummelte Anna bockig, wandte sich ab und verschränkte die Arme. Sie war wütend und sauer, dass er so reagierte. Sie hatte mehr Verständnis erwartet, zumindest von ihm. Auch wenn sie nie ein besonders enges Verhältnis zu ihrem Urgroßvater besessen hatte, sie verstanden sich, wenn sie es wollten und er war der einzige in ihrer Familie, von dem sie wußte, dass er stark genug war, gegen diese Situationen vorzugehen, die im Hause White herrschten.
"Ich weiß, dass du beide für das Geschehene verantwortlich machst, aber Allan hat mit mir gesprochen. Er möchte sich mit dir aussprechen und ich glaube ihn."
"Du glaubst ihm, weil er dein Enkel ist und du es glauben möchtest..." murmelte sie leise vor sich hin.
"Nein, weil ich erkannt habe, dass er mich im Bezug auf dich nicht belogen hat. Er hat mir in vielerlei Hinsicht die Unwahrheit gesagt, aber nicht im Bezug auf dich. Du bist seine einzige Tochter und er will nicht im Streit mit dir auseinander gehen. Es ist die einzige Möglichkeit für dich, dich von beiden loszureißen, ohne einen Zauber verwenden zu müssen. Tu dir selbst den Gefallen, Anna. Du wirst nicht glücklicher, wenn du nur aus Sturheit handelst. Vergebung ist ein Akt der Stärke und sie unterscheidet die weiß-magischen von den schwarz-magischen Zauberern."
Anna hatte gespürt, dass Dumbledore es ehrlich meinte, dass ihm viel daran lag, dass sie sich zumindest mit ihrem Vater versöhnte und dass er sich vorstellen konnte was passiert war, obgleich sie es ihm nie erzählt hatte. Sie hatte es nur einem erzählen können...


Es war ein Tag wie viele andere auch in Hogwarts. Remus saß da, genoss den frischen Herbstwind und las sich das Buch über Banntränke durch. Er würde das wohl nie kapieren, wie man diese Tränke mischte. Irgendwie war er einfach zu schlecht dafür und je länger er sich darin vertiefte, umso komplizierter wurden sie. Er wollte sich so gerne selbst helfen, damit er seine Freunde nicht wieder in Gefahr brachte, aber wenn selbst ein ausgelernter, mächtiger Zauberer kein Mittel gegen die Mutation zum Werwolf erfinden konnte, wie sollte er, ein 17jähriger Schüler, dann so etwas schaffen können?
"Lass das bitte," hörte er eine weibliche bekannte Stimme und schreckte aus seinen Gedanken auf. Er streckte sich hinter dem Baum hervor und sah Diana Ayenterro, die von Cord am Arm gepackt wurde. Er sah wie Cord sie zu Boden stieß und seinen Zauberstab gegen sie richtete.
"Expelliarmus!" rief Remus ohne zu zögern und hatte ihn entwaffnet. Beide blickten erschrocken zu ihm rüber, während Cord mehr aus missfallen und Diana mehr aus Erleichterung drein sah.
"Lass sie in Ruhe, Cord," sagte Remus, der mit einem Sprung hergekommen war und Diana von ihm weggezogen hatte.
"Wie nett, ein Schlammblüter hilft dem anderen."
"Was hat sie dir getan?!"
Er überlegte nicht lange mit seiner Antwort, die standartmässig raus schoss.
"Sie existiert! Das ist Grund genug!"
"Das werde ich nicht zulassen."
"Ohhhhhhhhh," machte Cord gespielt verängstigt. "Lass mich raten, Lupin, dann holst du Black und Potter und die Pissnelke Peter hinzu und verprügelst mich!"
"Lass sie einfach in Ruhe, Cord. Sie hat dir nichts getan."
"Gut, dann bleib. So macht es sowieso mehr Spaß."
Cord holte mit der Faust aus um zuzuschlagen, doch Remus wich dem aus und riss dabei Diana mit sich zur Seite. Dies hatte zur folge, dass Cord gegen die Luft schlug und aus dem Gleichgewicht schwankend zu Boden fiel.
"Na warte!" sagte er und grinste finster hinter seinem so schon fiesen Gesicht hervor. Remus hatte keine Zeit um zu verstehen was los war, denn prompt wurden er und Diana von hinten gepackt und auseinander gezogen. Er sah wie Crabbe Diana festhielt und war sich sicher, dass hinter ihm Goyle stand. Cord nahm seinen Zauberstab zurück und richtete ihn auf Diana.
"Nein!" schrie Remus auf, doch Cord grinste nur weiter sadistisch hervor.
"Imperio!" doch der Fluch ging nicht an Diana, sondern an Remus, der zu überrascht davon getroffen wurde und nur kurz zusammen zuckte, bevor sein Blick willig wurde.


"Lilli?!" Die Tür zum Zimmer wurde aufgerissen und die Krankenschwester von eben stand mit ihrer Mutter da. Voller Sorge, rannte Mrs. Evans auf ihre Tochter zu und nahm sie erleichtert in die Arme.
"Schatz, was machst du nur für Sachen? Du hättest dort auf mich warten sollen und nicht irgendwelche anderen Patienten belästigen sollen. Tut mir wirklich noch mal aufrichtig Leid."
Die Krankenschwester nickte verstehend.
"Ist nicht so schlimm. Ich dachte, sie wäre eine Freundin des Jungen."
"Der Junge sieht nicht gut... was ist passiert?!"
"Todesser... Leider..."
"Ich hoffe, es geht ihm bald besser. Komm Lilli-Schatz. Wir müssen gehen, dein Vater wartet schon."
Ohne überhaupt auf das zu achten, was ihre Tochter wollte oder versuchte zu sagen, zog Mrs. Evans sie aus dem Zimmer hinaus. James war von dem Lärm aufgewacht. Seine Augen waren schlagartig weit aufgerissen und er hatte sich genauso erschrocken aufgebeugt. Dabei war ihm ein Schmerzlaut widerfahren, wegen der Spannung seiner Muskeln.
"Du musst ruhig bleiben," hörte Lilli die Krankenschwester noch sagen, bevor sie mit ihrer Mutter um die Ecke verschwand und das letzte was sie sah, waren seine enttäuschten und verängstigten Augen, weil er wieder allein gelassen wurde. Es war ein flehender Blick, dass sie zurück kommen möge, dass sie ab diesem Moment nie wieder mehr losgelassen hatte.
Nur wenige Augenblicke später, während die Schwester James Wunden, die durch seine abrupte Bewegung aufgeplatzt waren versorgte, kamen Michael und Maria herein.
"James, Junge!" rief Maria mit tränenden Augen, als sie auf ihren Sohn zugestürzt kam und ihn so fest sie konnte in ihre Arme schloss.
"Wie geht es ihm?"
"Es tut mir leid, Mr. Potter, aber ich kann ihnen hierzu nichts sagen. Die Heilerin wird in wenigen Minuten zu ihnen kommen und ihnen alles erklären."
Kaum dass die Schwester wieder raus gegangen war, wandte auch Michael sich an James, der die Umarmung seiner Mutter nicht wirklich erwidert hatte.
"Junge, geht's dir gut?!"
Er sah seinen Vater an, doch kein Wort war von ihm gefallen. Er nickte nicht einmal.
"James, es tut mir so leid..." begann seine Mutter und ihr Blick sagte ihm, wie sehr sie es bereute und ungeschehen machen wollte, doch alles half nichts. Nicht nach dem, was passiert war, was seinen Verstand, sein Leben geprägt hatte.
"Wir wussten nicht, dass der Angriff auf Count Valley nur ein Ablenkungsmanöver war, um an die Ayenterros ranzukommen. Wenn wir das gewusst hätten, Liebling, wir hätten dich doch niemals bei ihnen gelassen..."
Ihr Sohn zeigte immer noch keine Reaktion. Das alles war ihm schon klar gewesen, auch wie Leid es seinen Eltern tat, doch es änderte an der Situation rein gar nichts. Was passiert war, konnte keiner wieder gut machen. Die Zeit würde seine Erinnerungen verschwinden lassen, das hatte er damals zumindest geglaubt.
"Liebling... Hat dir... Monica... hat sie dir etwas gesagt?!"
"James?!" sagte auch Mr. Potter und sah wie seine Frau auch, eindringlich in die Augen seines Sohnes.
"Hat dir Mrs. Ayenterro etwas gesagt, wegen BlackHeart?!"


Die Straßen waren nass, es regnete und die Tropfen prasselten unbarmherzig auf alles nieder, was sich ihnen in den Weg stellte. Anna lief so schnell sie konnte, als wäre der dunkle Lord persönlich hinter ihr her und würde sie umbringen wollen. Sie wurde langsamer, die Kraft zu rennen verschwand und am Ende der Straße ging sie nur noch schwermütig geradeaus. Ihr Atem war zu schnell und sie bekam schon kaum mehr Luft. Ihr Herz pochte so unglaublich schmerzvoll als sie sich an die Wand lehnte um Luft zu schnappen. Die verweinten Augen blickten auf ihre Hände hinab, dessen Fläche ausgebreitet vor ihr lag. Sie zitterten von dem, was sie gerade getan hatten. Der Drang zu weinen, ihren Gefühlen freien Lauf zu lassen wurde lauter und intensiver und sie weinte mehr und stärker. Die Straße war leer, der Regen und Donner zu laut, er verschluckte ihre Schreie. Sie sank an der Wand hinab und schlug mit der Faust dagegen ohne die verdammten Tränen zurückhalten zu können, die sich von dem unbarmherzigen Regen auf ihrer Haut nicht unterscheiden ließen.
Es war Winter, kurz nach Weihnachten. Dieses Jahr hatte es kein weißes Weihnachten gegeben. Matsch und Frost hing überall an den Straßenrändern. Sie wusste nicht mehr wie lange es gedauert hatte, dass sich ihr Körper endlich beruhigte. Sie schluchzte und blickte zum Himmel hinauf. Die Sonne verschwand zu schnell und die Nacht würde herein brechen. Bei den Minus-Temperaturen würde sie draußen nicht überleben. Zurück wollte sie nicht, denn ihren Eltern konnte sie nicht mehr in die Augen blicken, nein, noch schlimmer. Sie würden ihr das antun, was sie gerade getan hatte.
Zu Dumbledore? Sie hatte kein gutes Verhältnis zu ihrem Urgroßvater und die Angst nicht zu wissen, wie er reagieren würde, hielt sie davon ab zu ihm zu gehen Zu Sirius? Er wohnte selbst noch bei seinen Eltern...Er würde sie wohl kaum bei sich aufnehmen, wenn sie auftauchen würde... Melissa? Nein, ihre Eltern waren Todesser und nachdem was sie gerade getan hatte, war sie wohl kaum bei ihnen willkommen... James? James... seine Eltern mochten sie... Maria und Michael waren wunderbare Eltern, sonst wären Patty und James nicht so gut erzogene Kinder geworden, dessen Leben nicht wie ihres aus den Fugen geraten war. Sie fühlte sich so wohl bei ihnen, so wie sich jeder normale bei seiner eigenen Familie fühlen sollte. Doch je länger Anna darüber nachdachte, desto schwerer wurde der Gedanke, dass sie es nicht konnte, nicht durfte. Nein, sie konnte nicht hingehen. Mit welchem Recht sollte sie sich über Weihnachten bei ihnen aufdrängen? Sie wäre nur eine Last für die Familie, die sonst so ausgelassen und glücklich die Feiertage genoss. Mit ihren Problemen würde sie ihnen die Tage kaputt machen, die alle anderen mit Freude und Glück genossen.
"Anna?!" Sie zuckte erschrocken zusammen als sie Mr. Potter erblickte, der direkt vor ihr kniete. Er hatte ohne lange zu zögern seinen Umhang ausgezogen und ihn über ihre nassen und eiskalten Schulter gelegt.
"Mädchen, was machst du denn alleine um diese Uhrzeit noch hier?!"
"Ich-"
Sie konnte nichts sagen, was die Situation hätte erklären können. Nicht mal ein gescheiter Satz wollte herauskommen, denn von der Kälte schien ihr das Sprechen einfach nicht mehr möglich zu sein. Michael hatte es sehr wohl erkannt und nahm seinen Zauberstab heraus um damit einen Portschlüssel aufzubauen.
"Komm, ich bring dich erst mal nach Hause."
"Nein!" sagte sie sofort und zog Mr. Potter vom Portschlüssel weg.
"Bitte. Nicht nach Hause." In diesem Moment war es ihr egal ob sie schwach wirkte oder ob ihre Stimme von Furcht wie zerfressen klang. Sein Satz war wie ein starker Pfeil durch ihren gesamten Körper hindurch, den sie nicht zulassen wollte.
"Aber... warum? Deine Eltern werden sich Sorgen um dich machen... oder bist du etwa vor ihnen davongelaufen?!"
"..." Sie schämte sich dafür und konnte einfach nicht antworten Sie versuchte auch seinem Blick auszuweichen, doch es war unmöglich. Mr. Potter hatte seinen Kopf so hingedreht, dass sie ihn nun ansehen musste und sein Blick war ganz anders als der, den sie erwartet hatte. Er sah sie mit soviel Mitleid und Sorge an, dass sie sich ganz anders fühlte, als eben noch. Etwas warmes und schönes baute sich in ihrem Inneren auf, als sie ihn zuversichtlich lächeln sah..
"Komm, Mädchen..." Er zauberte einen neuen Portschlüssel und reichte ihn ihr rüber.
"Reisen wir zu mir nach Hause und dann können wir reden, hm?"


Der Sommer war normalerweise eine Zeit, die sich die verliebten Pärchen teilten. Remus war auch verliebt, verliebt in Lilli und sie waren ein Paar. Nicht besonders lange, aber er war glücklich mit ihr. Zumindest dachte er das. Die letzten Tage waren nicht schön. Sie verhielt sich merkwürdig, als ob seine Nähe für sie unangenehm wäre und nun war der Tag gekommen, an dem sie einfach nur auf den Ländereien saßen und sich anschwiegen. Man sah James, wie er frisch mit Melissa turtelte, die beiden waren gerade erst zusammen gekommen und dies war der gesamten Schule aufgefallen. Sie machten kein Hehl daraus, wie sehr sie sich nun liebten und wie glücklich sie waren. Melissa lachte so offensichtlich laut, dass jeder in ihrer Umgebung mitbekam, dass es ihr gut gehen musste. Sirius, Anna, Peter, Frank und Alice saßen nicht weit weg von ihnen entfernt und dösten im hellen Sonnenschein vor sich hin, genossen ihre freie Zeit nach den Prüfungen.
"Also?!" fragte Remus nach einiger Zeit. Lilli hatte ihn erst jetzt angesehen, ihr Blick ruhte vorher die gesamte Zeit auf James.
"Was, also?!" fragte sie leise.
"Keine Ahnung, ich denke... wir sollten reden, oder?!"
"Reden... worüber?!"
"Keine Ahnung... wie schön das Wetter heute ist? Warum die Erde eine Kugel und keine Scheibe ist? Ob wir uns nicht besser trennen sollten?! Wieso die Farbe eines Herzens rot ist?"

Sie wusste dass das kommen musste, aber sie hatte es nicht ansprechen wollen. Remus war ein netter Kerl und einer ihrer besten Freunde gewesen, bevor sie zusammen kamen. Sie liebte ihn damals auch und sie würde ihn immer noch lieben, wenn nicht...James wäre. Ihr Blick wanderte zurück zu ihm und das Selbstmitleid kroch wieder in ihr hoch. Sie war selbst Schuld, dass es soweit kommen musste. Hätte sie ihn einmal richtig beachtet, hätte sie ihm einmal die Chance gegeben zu sagen, warum er mit ihr ausgehen wollte, vielleicht hätte sie dann erkannt, wer er war? Dass er derjenige ist, in den sie sich schon vor langer langer Zeit verliebt hatte, weil ihr Herz sich ihm angeschlossen hatte? Jetzt... wurde alles nur noch komplizierter. Alles war zu chaotisch und verwirrend geworden, ihre Gefühle waren zu durcheinander, als dass sie durchblicken könnte für wen sie nun was empfand.
"Ich hab das Gefühl... sags mir, wenn ich mich irre, aber ich denke... du hast dich in Prongs... in James verliebt... richtig?!"
Lilli blickte zurück zu ihm, blickte tief in die blauen Augen ihres Partners und obwohl sie sehr viel Trauer und Enttäuschung erkennen konnte, sah sie auch ein gewisses Glänzen, dass eigentlich nur eine Bestätigung für den Verdacht haben wollte.
"Ich... Ich weiß nicht, Rem... Ich... weiß nicht was ich im Moment fühle..."
"Dafür starrst du Prongs aber ziemlich oft an."
"Ich weiß oder auch nicht... Ich weiß nicht warum ich das tue..."
"Naja, du hast dich eben wie viele andere auch in ihn verliebt. Immerhin steht die Hälfte der Hogwarts Mädchen auf ihn..."
"... Remus..."
"Die andere Hälfte steht übrigens auf Sirius," fügte Remus noch hinzu und grinste sie leicht amüsiert an. Lilli konnte nicht anders als mitzulächeln. Remus war wirklich ein netter Mensch. Obgleich ihre Beziehung jeden Augenblick auseinander brach, war er nicht wütend oder machte ihr Vorwürfe. Er blieb ruhig und versuchte die Situation mit Witzen aufzulockern. Das alles tat ihr so sehr Leid.
"Remus, ich... ich mag dich... ich weiß, dass ich dich mag, aber ich kann mir das mit James nicht erklären... Ich mein... es sind seine Augen, weißt du."
"Seine Augen?!" .
"Ja... ich... ich hab tief in seine Augen gesehen... sie erinnern mich an wen. Ich... Ich bin mir noch nicht sicher..."
"An wen erinnern sie dich?!"
"An... an jemanden, dem ich ein Versprechen gegeben habe. Das will ich auch einhalten."
"Was für ein Versprechen, wenn ich fragen darf? Ich will dir nicht zu nahe treten."
"Das tust du nicht... Du hast ein Recht darauf zu erfahren, warum ich so dämlich handle. Es ist einfach, dass James dieser jemand sein kann. Ich hab damals nur seine Augen wirklich gesehen... "
"Wann damals?!"
"Im St. Mungo's. Meine Mum hat mich hingebracht, weil ich krank war und sie die Krankheit nicht kannte. Ist ne ganz leichte Zaubererkrankheit. Und da hab ich ihn gesehen... Ihm gings so schlecht und er war so schrecklich einsam und verängstigt... Ich bin zu ihm rein und wollte ihm helfen, wollte sagen, dass alles wieder gut wird. Ich hab noch nie so verletzte Augen gesehen... Ich hab ihn sogar versprochen, ihn niemals allein zu lassen. Frag mich nicht warum ich das tat, wo ich ihn doch nicht mal kannte, aber... ich fühlte mich danach besser, weil ich sah, dass es ihm half. Aber dann hat mich meine Mutter raus gezogen und das letzte was ich sah, war wieder dieser angsterfüllte Blick, Angst davor allein zu sein und die Enttäuschung, weil ich mein Versprochen gebrochen habe... Ich hab ihn nie wieder gesehen... bis..."
"Bis?!"
"Bis zu dem Tag an dem James vom Besen gefallen ist, beim Quidditch. Im Krankenflügel hab ich in seine Augen gesehen... ganz plötzlich... aber es waren dieselben... seit dem bin ich mir fast sicher... Aber eben nur fast."
"Wieso nur fast?!"
"Keine Ahnung... Es liegt fast 3 Jahre zurück, was erwartest du von einem einzigen Moment?!"
"Mhm... verstehe."
"Ich... bin mir nicht sicher, ob er es ist, aber... diese Augen lassen mir seit dem Tag keine Ruhe. Ich träume ab und zu nachts von ihnen, einfach so aus heiterem Himmel. Dann schlage ich meine Augen auf und sehe die Sterne funkeln und dann frag ich mich, wie es ihm wohl geht... ob er sich noch an mich erinnert... ob er mich immer noch braucht..."
"Und du glaubst, Prongs ist dieser jemand?!"
"Irgendwo schon...ich bin mir aber nicht sicher... Bist du jetzt enttäuscht von mir?"
Remus schüttelte entschieden den Kopf. Er hatte dabei versucht möglichst nicht frustriert zu wirken, aber allein sein Ausdruck hatte es gezeigt, dass er es war, dass sie ihn verletzt hatte.
"Es tut mir Leid... Ich weiß auch nicht warum ich das tue... Ich will nicht, dass es zwischen uns vorbei ist, Rem... will ich wirklich nicht, aber..."
"Mhm... ja... ich weiß," antwortete er nur, doch sonst zeigte er keine Reaktion. Im Grunde genommen wusste er, dass dies eines Tages kommen würde. Er hatte es schon am Anfang ihrer Beziehung bemerkt, dass es von Lilli aus nicht wirklich Liebe war. Mitleid oder Vertrauen... aber nicht Liebe.
"Was willst du jetzt tun?!"
"Was meinst du?!" fragte sie verwirrt. Remus versuchte zu lächeln, damit sie nicht mitbekam, wie dreckig und dumm er sich in Wirklichkeit vorkam. Wer würde sich nicht so bescheuert fühlen, wenn die eigene Freundin einen gesteht, dass sie sich in den besten Freund verknallt hatte? Und das nur, weil er VIELLEICHT jemand war, den sie von früher her kannte und mochte.
"Das mit Prongs. Wie du herausfinden willst, ob er derjenige ist, den du meinst?!"
"Ich hab keine Ahnung..."


'Lilli... ich wußte das von dir und James nicht...' dachte Anna traurig.


"Wer ist da? Du? Du mickrige Kreatur? Du willst mich also aufhalten?!"
"..."
"Ich werde es bekommen. Deinen Teil habe ich schon längst."
"... Denken sie?!"
"Ich weiß es..."
"Sie irren sich... Glauben sie ruhig weiter daran. Soll mir nur recht sein. Wer auf solche zwei Idioten setzt, hats nicht besser verdient. Die Malfoys haben rein gar nichts von mir bekommen."
"Du kommst nach Dumbledore, wie ich sehe... Der alte Narr glaubt auch ständig, er wüßte alles besser. Wie oft habe ich schon gegen diesen alten Mann gewonnen, he? Hat er dir schon mal erzählt, was mit deinem Bruder passiert ist, weil dieser so großkotzig war?!"
"..."
"Er ist tot, weil er sich mir widersetzt hat, weil er glaubte, seine Schwester beschützen zu können. Diese Erinnerung hast du nicht mehr, nicht wahr? Und warum nicht? Weil sie dir entnommen wurde. Du wußtest nicht, dass das geht? Es geht alles, White! Und ich habe von dir das, was ich will. Ich bekomme das BlackHeart! Es ist meins!"
"..."
"Siehst du... Ich gewinne immer, ganz egal, was geschieht. Ich habe noch nie verloren und ich werden diesen Krieg auch nicht verlieren."
"... Sicher..."
"..."
"Alleine, dass sie es DAS BlackHeart genannt haben, zeigt mir, dass sie keine Ahnung haben, wonach sie überhaupt suchen. Es bringt ihnen gar nichts, wenn sie versuchen, James zu zwingen es zu sagen. Er weiß es ebenfalls nicht."
"Aber du, wie ich sehe?! Dann sollte ich mir dich vornehmen! Du scheinst zu wissen, was BlackHeart ist... Wie ich sehe, habe ich dich unterschätzt. Das soll mir kein zweites mal passieren!"

'Bitte Merlin, ich habe dich nie um etwas gebeten, nie. Nur dieses eine mal, ich flehe dich an, schick uns jemanden, der uns rettet, lass Mr. Potter uns finden, lass Dumbledore kommen. Irgendwas... Ich weiß nicht wie lange ich ihn hinhalten kann ohne, dass ich die Wahrheit von mir gebe... Um James und Lillis Willen... lass jemanden kommen!'