Kapitel 36
Einmal mehr - so wie jeden Tag der letzten sechs Wochen - lag Severus auf dem Bett seines Meisters und stöhnte leise vor sich hin. Noch immer war es absolut surreal, dass Lucius ihn mit dem Mund befriedigte und er dabei mittlerweile auch regelmäßig sehr schnell zum Höhepunkt kam.
Noch nie hatte sich der Sklave so zufrieden und... befriedigt gefühlt.
Seine Finger in das Laken unter sich krallend bäumte er sich regelrecht auf. Doch war es noch nicht so weit. Lucius musste sich noch etwas mehr anstrengen.
Sechs Wochen … sechs Wochen, in denen er täglich seine Hausaufgaben hatte machen müssen. Sechs Wochen, in denen er einen immer deutlicher befriedigten Severus zurückgelassen hatte - in seinem Bett.
Schlafen tat er dort schon lange nicht mehr. Auch wenn er das Bett reinigen, die Laken und selbst die Matratze noch so oft wechseln hatte lassen, ertrug es Lucius einfach nicht, sich dort zu mehr als eben seinen Hausaufgaben einzufinden.
So schlief er meist im Wohnzimmer auf der Coach, oder in einem der anderen zahlreichen Zimmer und es war nicht das erste Mal, dass er sich vornahm, seinen beiden Hauselfen aufzutragen, seine privaten Räumlichkeiten in einen anderen Teil des Malfoyschen Anwesens zu verlegen.
Lucius vermied es, darüber nachzudenken. Darüber, was er gerade tat, darüber, ob das Stöhnen und Keuchen, das er hörte, nun zufrieden stellend genug klang, oder ob er sich noch ein wenig mehr anstrengen musste. Letzteres schien diesmal wieder einmal der Fall zu sein.
Seine Bemühungen erneut intensivierend versuchte Lucius, nicht daran zu denken, was sicherlich gleich seinen Mund füllen würde. An den bitteren, leicht fauligen Geschmack, der so gar nicht mehr nach Erdbeeren und Schlagsahne schmeckte, wie er es in den ersten zwei Wochen und dann immer weniger getan hatte. Bis Lucius schließlich selbst zu der Einsicht gekommen war, dass es eine Illusion war. Eine Illusion, die aufrechtzuerhalten falsch und selbst zerstörerisch sein konnte. Denn das nächste mal wenn Er ihn zu sich rief, oder er einem der Anderen … diese würden gewiss nicht … gut schmecken.
Dass er sich daran gewöhnt hatte, vermochte Lucius nicht unbedingt zu sagen. Nein, ganz und gar nicht. Aber er hatte gelernt, seine Gedanken nicht von dem, was er gerade tat, vollkommen beherrschen zu lassen. So war es leichter … einfacher … es hinter sich zu bringen. Wenn auch nicht unbedingt angenehmer.
Schließlich konnte Severus sich nicht mehr zurückhalten und bäumte sich ein letztes Mal auf, um sich in Lucius' Mund zu ergießen. Keuchend lag er da und bemerkte nicht, dass sie plötzlich nicht mehr allein im Zimmer waren.
Leichtes Robenrascheln erklang von der Tür her, wo sie die letzten paar Sekunden lang beobachtet worden waren.
Lucius, der sich immer noch zum Herunterschlucken zwingen musste, war dies doch der einzige Weg, wie die Schmerzen in seinem Arm vergingen - zumindest bis zum nächsten Tag - konnte nicht verhindern, dass sich sein Gesicht wie jeden Tag aufs Neue vor Ekel verzog und auch wenn er sich immer wieder sagte, dass es sein musste, kämpfte er auch jetzt wieder mit sich, das verbliebene Sperma herunterzuwürgen und das, ohne sich hinterher gleich wieder übergeben zu müssen. So bekam er nicht mit, dass sie nicht mehr nur zu zweit in seinem - früheren - Schlafgemach waren.
Nach einigen Augenblicken drehte Severus den Kopf, um Lucius einmal mehr zusagen, dass er besser geworden war, als sein Blick auf einer ganz in schwarz gehüllten Gestalt bei der Tür hängen blieb.
Mit einem deutlichen Aufkeuchen rollte der Sklave sich herum, rutschte aus dem Bett und kniete. Doch sah man deutlich, dass er vor Mattigkeit schwankte.
„Severus was …", begann Lucius, der einfach seine Augen geschlossen hatte, stockte dann aber, als er aufblickte und Ihn dort stehen sah.
Sein erster Gedanke war, dass dies nicht real sein konnte. Doch Severus' Verhalten zeigte nur zu deutlich, dass auch dieser sah, was Lucius mit plötzlich erschrockenem Begreifen nun doch als äußerst real begriff.
Während sich die Frage nach dem Wie dies möglich war in seinen Gedanken formte, gefolgt von dem Gedanken, dass er sich endlich bewegen und nicht wie erstarrt auf dem Bett liegen bleiben sollte, gelang Lucius schließlich doch noch - das herunterschlucken.
Nur zu deutlich war er sich seines desolaten Äußeren bewusst. Der verstrubbelten vom Schweiß und anderer unvermeidlich dorthin gelangter Dinge feuchten Haare und seines verschwitzten Körpers. Seines schnell gehenden Atems und des immer noch von Ekel erfüllten Blicks.
Dennoch gelang es ihm nicht, sich zu bewegen. Wozu auch? Würde Er doch sicher gleich dasselbe von ihm verlangen, was er gerade Severus hatte zu Gute kommen lassen.
Langsam trat Voldemort näher ans Bett heran und betrachtete den nackten Sklaven und den beinahe nackten Blonden. "Wie ich sehe, übst du... wie geht es mittlerweile?", wollte Voldemort wissen, während er auf den Boden deutete.Diese paar Worte und die eindeutige Geste genügten, um Lucius aus seiner Erstarrung erwachen zu lassen, und rasch folgte er Severus Beispiel, rutschte vom Bett und kniete auf dem Boden. Doch was sollte er auf eine solche Frage schon antworten? Dass er sich zumindest nicht mehr übergeben musste? Nun ja … nicht mehr allzu häufig und auch nicht in Severus' Beisein. Dass es ausreichte, dass er mehr als genug dieser speziellen … Hausaufgaben erfüllt hatte? Auch wenn Lucius Letzteres nur zu gerne bejaht hätte, bezweifelte er Ersteres doch sehr.
Doch nicht antworten wäre noch eine größere Unhöflichkeit gewesen, als sein sich nicht rühren zu Beginn und so sagte Lucius das einzige, das er wirklich mit Gewissheit sagen konnte: „Ich weiß es nicht, My Lord."
Daraufhin wandte sich der Lord dem Schwarzhaarigen zu und fragte diesen. Severus hob leicht den Blick und schluckte. "Mein Meister hat sehr viel gelernt.", antwortete er leise und schielte dabei zu Lucius hinüber. "Ihr... würdet sicherlich bereits zufrieden sein, My Lord."
Lucius fühlte, wie er bis zu den Haarspitzen rot wurde, doch sagte er nichts darauf. Darum herum kommen, das wusste er, würde er so oder so nicht.
Voldemort trat etwas näher auf die beiden zu. "Du meinst also, dass er nicht mehr zu üben braucht?", fragte er leise nach.
Heftig schluckend senkte Severus den Kopf tiefer. "Ich... mein...meiner Meinung nach nicht.", antwortete er heiser.
Die Hand des Lords legte sich an das Kinn des Blonden. "Denkst du, dass du noch Übung brauchst, Lucius?"
Lucius wurde nun mehr blass als rot, während alles in ihm ‚Natürlich nicht! Niemals wieder!', schrie. Doch war er sich keineswegs so sicher, wie Severus es sich offenbar war und es wollte in Lucius auch nicht wirklich so etwas wie Freude ob des erhaltenen Lobs aufbrechen. Dennoch konnte er nicht schon wieder sagen, dass er es nicht wusste. Das ging einfach nicht. Nicht Ihm gegenüber. Nicht zweimal hintereinander.
Warum also warten, bis es ihm befohlen wurde? Wie er schon einmal und jetzt abermals feststellte. Darum herum käme er ohnehin nicht. Warum also nicht das bisschen an Würde behalten, das er noch besaß?
„Wenn ihr wollt, My Lord", begann Lucius also, stockte kurz und sprach dann aber rasch, wenn auch nicht überhastet weiter, „…werde ich mein Bestes tun, damit ihr euch … selbst ein Urteil darüber bilden könnt, ob ich noch weiterer … Übung bedarf."
Langsam hob Voldemort eine Augenbraue, während er in die grauen Augen sah. Mittlerweile schien Lucius tatsächlich zu verstehen, dass es allein sein Auftreten, seine Akzeptanz war, die gefordert wurde. Mit einem leichten Nicken ließ er ihn los und setzte sich auf die Bettkante.
Noch einmal tief durchatmend, war Lucius bereits halb aufgestanden, ehe ihm einfiel, dass dies wohlmöglich auch nicht gewünscht wäre, doch dann schüttelte er innerlich seinen Kopf und vollendete die Bewegung. Schließlich war dies sein Haus. Er war der Gastgeber und er war nicht irgendein Diener.
Erst als er um das Bett herumgegangen und nun vor Ihm stand, sank er wieder auf die Knie und dies genau so, dass er zwischen Seinen Beinen war.
Wieder gab sich Lucius einen Ruck, als er seine Hände ausstreckte und nach dem Hosenverschluss griff, den er schließlich auch öffnete, selbst überrascht, dass seine Finger dabei nicht zitterten.
Voldemort blickte auf den blonden Schopf herab und wartete einfach. Nach den Tagen, die Lucius zuletzt bei ihm verbracht hatte, wusste er, dass der Blonde von allein weiter machen würde, selbst wenn er kurz zögerte.
Nachdem die Hose offen war, beugte sich Lucius vor und presste seine leicht geöffneten Lippen zu einem entschlossenen Kuss auf die durch die schwarze, seidene Unterhose sichtbare Wölbung.
Mit einem zufrieden wirkenden Laut nickte Voldemort leicht. „Dann zeig mir, was du gelernt hast.", verlangte er, wobei er durch die langen weißen Haare strich.
Vorsichtig zog Lucius nun an der Unterhose, blickte dann aber auf und heftete seine grauen Augen, in denen er nur hoffen konnte, dass sich dieselbe Entschlossenheit, die Sache jetzt so gut wie möglich zu beenden, in ihnen widerspiegelte und fragte leise: „Wenn ihr euch kurz erheben könntet, My Lord…", denn nur so, oder durch Magie konnte er die Unterhose weiter dem sitzenden herunterziehen und einfach so auf den Dunklen Lord zu zaubern, das wagte Lucius dann nun doch nicht.
Voldemort half ihm dabei und saß dann halb entblößt vor Lucius. Doch im Gegensatz zu diesem war es dem Lord in keinster Weise peinlich. Er empfand es im Gegenteil als völlig natürlich.
Nachdem auch dies getan war, senkte Lucius wieder seinen Kopf und küsste abermals, nur diesmal ohne irgendeinen ihn von der Haut trennenden Stoff. Diesmal hielt Lucius nicht mehr inne, es sei denn es war aus taktischen Gründen nötig.
Taktik - genau das war es. Wie konnte er was wann tun, um seine ihm gestellte Aufgabe zu erfüllen? Um dem Geschlechtstrieb desjenigen am besten zu befriedigen, dessen Eichel seine Zunge gerade und im Moment noch sanft umspielte?
Es sagte schon viel über das Können des Jungen aus, dass Voldemort einen überraschten Laut von sich gab. Dann war er wieder still und genoss und bewertete, was er zu fühlen bekam.
Severus kniete noch immer nackt einige Schritte entfernt und sah durch seine langen Haare hindurch zu. Er hoffte so sehr, dass Lucius die Erwartungen des Dunklen Lords diesmal erfüllte, da er wusste, wie sehr sein Meister es noch immer hasste.
Lucius gab sich alle Mühe, versuchte jeden Trick und jeden Kniff anzuwenden, den er in den vergangenen sechs Ferienwochen gelernt hatte. Haben musste!
Er küsste, umschmeichelte, saugte, lutschte, biss sogar einmal leicht angedeutet zu, nur um sofort darauf die bereits pochende Erektion so tief wie möglich in seinen Mund zu nehmen. So tief, dass er mit seiner Zunge beinahe die Hoden umschmeicheln konnte.
Trotz seiner Körperbeherrschung stöhnte nun selbst Voldemort auf und warf den Kopf in den Nacken. "Fester!", forderte er und legte dabei eine Hand auf Lucius' Hinterkopf. Doch drückte er dabei nicht zu, ließ Lucius weiter die völlige Freiheit in seinem Tun.
Lucius der mit dieser Berührung nun nicht gerechnet hatte und auch Severus hatte ihn - natürlich - niemals irgendwie fordernd berührt gehabt, verschluckte sich glatt und es kostete ihn seine ganze Selbstbeherrschung, sein Husten und den Gedanken ganz schnell zurückzuweichen, nicht nachzugehen, sondern es in eben das gewünschte zu verwandeln.
Wieder erinnerte er sich selbst daran, dass, wenn er seine Sache gut machte, es sicher bald vorüber sein würde und so befolgte er nur zu bereitwillig den geäußerten Wunsch, nun fester zu saugen, während er seinen Kopf wieder etwas zurückzog, um so Platz für seine Zunge zu schaffen, die er erst kurz in die Mulde stippte, eher er sie länger und leicht kreisend darin verweilen ließ und zugleich weiter saugte.
Das verstärkte Saugen, die Spielereien mit der Zunge und einfach alles, was Lucius gelernt hatte, ließen Voldemort nach einigen weiteren Minuten fast explosionsartig im Mund des Blonden kommen. Schwer atmend sah er an sich herab, um zu sehen, wie Malfoy reagierte.
Lucius zuckte im ersten Moment zurück, hatte er zwar damit gerechnet, aber nicht mit dieser Plötzlichkeit, nicht mit der Wucht des in seinen Mund und seinen Rachen spritzenden Spermas.
Fast wäre er noch weiter zurückgewichen, doch als er dann aus den Augenwinkeln heraus den immer noch knienden Severus entdeckte, reichte dies, um ihn wieder an das gelernte zu erinnern. So zwang er seinen Mund dazu, sich noch fester um das nun rasch wieder erschlaffende Glied zu schließen und daran festzuhalten. Ja, sich sogar noch weiter vorzudrängen, so dass ihm nichts aus dem Mund flutschen konnte und … schluckte.
Lucius konnte nicht sagen, dass es besser oder schlechter war als das, was er die vergangenen sechs Wochen tagtäglich von Severus hatte schlucken müssen, aber es war und das überraschte ihn dann doch, bei weitem nicht mehr so übelkeitsauslösend, wie er es in Erinnerung hatte. Nicht dass er es mochte - niemals. Auch ekelte es ihn immer noch zutiefst, doch hatte er nicht das Bedürfnis, sich gleich hier an Ort und Stelle übergeben zu müssen. Das konnte er auch später noch, wenn es vorüber und er wieder alleine wäre. So wie er es auch die letzte Zeit über getan hatte.
Als Lucius sich schließlich zurückzog, richtete Voldemort mit einem schnellen Zauber seine Kleidung. "Schau mich an.", verlangte er schließlich, um zu sehen, wie es dem Blonden ging; ob er sich wieder in sich zurückziehen würde.
Sich kurz mit dem Handrücken über den Mund wischend, hob Lucius seinen Kopf und erwiderte den forschend auf ihn gerichteten Blick. Auch wenn er es in seinem Magen leicht rumoren spürte, hatte er sich jedoch soweit in der Gewalt, dass er sich ganz auf die im Moment in ihm vorherrschenden Gefühle konzentrierte und nicht auf das, was er eben heruntergeschluckt hatte.
Da war zuallererst einmal Erleichterung, dass es vorüber war, aber auch Angst, dass er es, auch wenn er sich wirklich bemüht hatte, nicht vielleicht doch noch etwas besser hätte machen können und die Sorge, dass, wenn sein Lord nicht zufrieden war, er dann Severus bestrafen würde.
"Du hast wirklich gut gelernt.", murmelte Voldemort, nachdem er einige Augenblicke in die grauen Augen geblickt hatte. "Ich bin durchaus zufrieden mit dem Ergebnis." Langsam streckte er eine Hand aus, um zwischen Lucius' Beine zu greifen.
Lucius' Augen weiteten sich vor Schreck, doch rührte er sich ansonsten nicht. War er im ersten Moment noch froh über das Lob gewesen, machte sich nun wieder Furcht in ihm breit. Hatte er geglaubt, es wäre vorbei, bewies die Hand, die … Lucius' Mund wurde langsam wieder trocken. Nein… dazu war er nicht bereit.
„Nein? Nach so langer Zeit hast du nicht das Verlangen nach einem Höhepunkt?", fragte der Lord schmunzelnd. „Oder willst du ihn nur nicht von mir..? Wäre Snape dir lieber?"
Während Lucius spürte wie seine Wangen heiß wurden, wusste er absolut nicht, was er nun darauf antworten sollte. Natürlich spürte er alleine schon bei dem Gedanken einen Höhepunkt erleben zu können, wie sich sein Blut in einer ganz bestimmten Körperstelle zu sammeln begann. Doch konnte er doch nicht … und dass er auch nicht daran gedacht hatte, als er die Hand …
Einen Höhepunkt von … der Gedanke das Er ihm einen blasen würde, war … vollkommen absurd, auch wenn er natürlich nichts dagegen hätte. Es war jedoch ein ganz anderer Gedanke, der jedwede Lust in Lucius fast augenblicklich ersterben ließ. Hatte er doch vergessen, dass der Dunkle Lord mehr als nur dazu fähig war, stets zu wissen, was er dachte.
Lucius' Augenlider schlossen sich kurz, ehe er sie tief durchatmend wieder öffnete und mit deutlich heiserer Stimme hervorbrachte: „Verzeiht, My Lord."
Langsam hob Voldemort eine Augenbraue, schmunzelte dann aber leicht. „Sehe ich so aus, als würde ich solche Geschenke austeilen?", fragte er nur nach, während er Lucius weiter massierte.
Lucius schüttelte heftig seinen Kopf: „Nein!" Diesmal brauchte er keinerlei Überlegung, um zu antworten, dabei abermals dem Drang zurückzuweichen widerstehend und seinen Körper, welcher der Meinung war, dass der Schreck von eben wohl nicht genug war, um nicht schnell wieder erregt zu werden, innerlich verwünschend.
„Gut... dann entspann dich und genieße.", murmelte Voldemort weiter und massierte die größer werdende Erektion durch den Stoff der Hose hindurch. Noch konnte Lucius nicht kommen, aber das würde sich im rechten Moment sofort ändern. „Zeig mir, dass es dir gefällt..."
Nur einen Moment lang pressten sich Lucius' Lippen zu einem schmalen Strich zusammen, doch dann erinnerte er sich wieder an die Tage, die er bei Ihm verbracht hatte und so gab er schließlich seinen inneren Widerstand auf.
Sich ganz auf seine Gefühle konzentrierend, wurde sein Atem nur allzu schnell heftiger und auch die Scham über die stetig wachsende Erektion zwischen den ihn massierenden Fingern, denen er am liebsten noch näher kommen wollte, verschwand bald im Hintergrund der ihn einnehmenden Empfindungen.
Mit einigen geschickten Griffen öffnete der Lord schließlich die Knöpfe der Hose und befreite die Erektion. „Zieh sie aus und setz dich zu mir.", verlangte er, seine Hand dann wegziehend. Gleichzeitig bedeutete er auch Snape aufs Bett zu kommen.
Sofort gehorchte der Schwarzhaarige und setzte sich neben den Lord, auch wenn er nun sehr nervös war. Was würde von ihm erwartet werden?
Lucius war mittlerweile so erregt, dass er Mühe hatte, den Befehlen nachzukommen. Dennoch gelang es ihm irgendwie, sich seiner Hose zu entledigen. Ob er dazu gezaubert hatte, oder doch umständlich aus ihr geschlüpft war, wusste er hinterher nicht einmal mehr zu sagen. Unterwäsche trug er schon seit einigen Wochen ohnehin nicht mehr.
Nachdem dies erledigt war, setzte er sich zur anderen Seite des Dunklen Lords auf sein Bett - abwartend und mit sich langsam bildender Gänsehaut, derart angespannt fühlte er sich.
Erneut fanden Voldemorts Hände ihren Weg zu der weichen Haut und stimulierten Lucius weiter. Auf der anderen Seite saß Severus und zu seinem Entsetzen reichte das Zuschauen und vor allem Zuhören, um ihn ebenfalls zu erregen. Sich nicht rührend, saß der Schwarzhaarige da und schloss die Augen.
Doch lange konnte er sich nicht zurück ziehen. "Mach dich nützlich.", raunte die dunkle, keinen Widerspruch duldende Stimme des Lords und eine kühle Hand dirigierte Severus' Kopf in Richtung Lucius. Da er nicht quer über dem Lord liegen konnte, wechselte er wieder die Seiten und machte sich, als er neben Lucius saß, über dessen Oberkörper her.
Voldemort selbst stimulierte noch immer Lucius' Erregung und genoss die Laute, die dieser von sich gab.
Lucius schnappte mit einem überraschten Keuchen nach Luft und so sehr er es auch versuchte, konnte er sich nicht länger in einer sitzenden Position halten und fiel schließlich rücklings auf sein Bett. Zugleich jedoch versuchte er sich der einen Hand näher zu drängen, auch wenn es ihm fast schon schmerzte, so erregt war er. Doch war es ein Schmerz, den er zugleich genoss.
Severus spürte, wie eine Hand seinen Kopf nach unten dirigierte, sodass er sich Lucius' Erektion gegenüber fand. Ohne noch zum Lord aufzusehen, beugte er sich herunter und begann seinen Meister mit dem Mund zu verwöhnen. Im nächsten Moment keuchte er allerdings kurz erschrocken, als er die kühlen Hände Voldemorts an seinem Hintern spürte. Die Augen fest zusammen pressend konzentrierte er sich auf seine Aufgabe und versuchte, die in sich gleitenden Finger und das Weiten zu ignorieren.
Während sich Lucius' Finger in die Bettlaken krallten, bäumte er sich regelrecht schon dem Mund entgegen, der so gekonnt … Laut stöhnend versuchte Lucius seinen von Lust verhangenen Blick auf seinen Lord zu konzentrieren, was ihm schließlich auch halbwegs gelang. Doch dann weiteten sich seine Augen wenn möglich noch mehr. Wie gut konnte er verstehen, hatte Severus doch nicht nur einen ausgezeichnet … unglaublich … ihn seinen Verstand raubenden Mund, sondern auch einen mindestens ebenso begehrenswerten Hintern und alleine die Vorstellung von der Enge, die … abermals krümmte sich sein Rückrat nach oben hin durch, während er seine Lust fast schon hinausschrie. Das man ihn hören konnte, war ihm im Moment mehr als egal.
Severus hingegen fühlte sich nicht so gut, auch wenn das Tun des Lords ihn erregte, weil er noch von früher her darauf trainiert war. Wieder spürte er, wie Hände ihn dirigierten und zu seinem Entsetzen fand er sich Augenblicke später über seinem Meister kniend wieder. Ein Blick in die blutunterlaufenen Augen Voldemorts zeigte ihm deutlich, was von ihm erwartet wurde, und er senkte sich langsam auf die Erektion herab. Dabei spürte er zu seiner Erleichterung, dass genug Gleitmittel verwendet worden war, sodass er keine oder kaum Schmerzen verspürte. Erst als er Lucius vollkommen in sich spürte, hielt Severus inne.
Lucius war derart verblüfft, dass er im ersten Moment glatt zu atmen vergaß.
Das war so …. wundervoll … so … wieder stöhnte er laut auf, während die schiere Begeisterung über das, was er empfand, auch deutlich in seinem stark geröteten Gesicht zu sehen war und vor allem auch aus seinen weit geöffneten grauen Augen schier herausstrahlte.
Dass er noch vor wenigen Wochen nicht auch nur daran hatte denken wollen, Severus abermals derart… nahe zu kommen, dass er sich diesem gegenüber schuldig gefühlt hatte, an all das dachte Lucius gerade nicht und das leise Flüstern, das ihn daran erinnern wollte, ging unter in einer erneuten ihn überschwemmenden Welle des puren Wohlbefindens.
Ohne erneute Aufforderung, wusste er doch sehr gut, was nun erwartet wurde, begann Severus sich langsam auf und ab zu bewegen. Dabei stoppte er immer erst, kurz bevor Lucius vollkommen aus ihm heraus rutschte, sodass für diesen der Effekt am größten war. Severus selbst keuchte recht schnell ebenfalls, doch hielt er seine Gefühle zurück. Immerhin hatte er keine Erlaubnis.
Voldemort saß neben den beiden und sah zu. Der Anblick erregte ihn, was auch deutlich sichtbar in seiner Hose war. Doch mischte er sich nicht ein und hatte auch noch nicht vor, Lucius zum Ende kommen zu lassen. Langsam strich er durch die blonden Haare und wartete.
Es war zu viel … zu viel von allem. So viel, dass es die Grenze zum Schmerz schon fast überschritten hatte. Lucius fühlte die Hand, die durch seine vom Schweiß langsam feucht werdenden Haare strich, spürte die Enge um seinen fast schon platzen wollenden Penis und konnte dennoch nicht … konnte nicht …
Lucius' Verstand brauchte weitere erregende, schmerzhafte Minuten, bis er plötzlich auch begriff, sich erinnerte wieso es nicht schon längst zu Ende war. Vor allem, da er schon so lange nicht mehr … zu lange … viel zu lange …
Langsam drehe er seinen Kopf und sah zu dem Mann, der ihn von dieser lustvollen Pein zu erlösen vermochte, und verschwommen erinnerte er sich daran, dass diesen nur flehend anzusehen, nicht genügte. Nie genügt hatte.
Seinen Mund, der zu trocken war von seinem eigenen, viel zu rasch gehenden, heißen Atem bewegend, brachte Lucius schließlich doch noch Worte hervor: „Bitte … darf … lasst …", wieder bäumte er sein Rückrat durch, um dem langsam nach oben gleitenden Hintern zu folgen, aus Angst bald nicht mehr hineinzupassen, „… kommen!"
Ein leises Lachen kam von Voldemort und er griff nach Lucius' Hand, um sie um Severus' Erektion zu legen. Der Schwarzhaarige stöhnte sofort laut auf und warf den Kopf in den Nacken. „Ich will, dass ihr gemeinsam kommt. Verstanden?"
Lucius' Augen weiteten sich deutlich, doch zögerte er nicht, sofort mit seiner Hand die bereits vorhandene Erektion des auf ihm sitzenden zu bearbeiten, wobei ihm dessen Bewegungen zum Glück halfen.
Alles in ihm schrie danach sofort zu nicken, zu bestätigen, dass er verstanden hatte… alles, nur um endlich kommen zu können. Doch der ihm noch verbliebene Rest an Verstand sagte ihm überdeutlich, dass er sich nicht zurückhalten können würde, wenn… wenn… stöhnend bäumte er sich erneut auf, drängte sich dem wieder davon wandernden Hintern entgegen, während seine Finger sich nun auch etwas fester um die wieder und wieder auf seinen Bauch klatschenden Hoden schlossen und auch diese in seine Bemühungen, Severus möglichst schnell zu einem Höhepunkt zu bringen, mit einschlossen.
Das Stöhnen es Schwarzhaarigen wurde lauter und er öffnete die Augen wieder, um Lucius flehend anzusehen. „Meister.. Meister bitte.", keuchte er vor sich hin, während er sich weiter auf und ab bewegte.
Lucius' Augen verdrehten sich leicht, ehe er schließlich doch noch ein: „Verstanden, My Lord!", hervorgepresst bekam, auch wenn die Sorge blieb, dass er… er konnte nicht mehr…
Severus konnte sich kaum noch beherrschen und kniff die Augen fest zusammen. Immer wieder flehte er leise um Erlösung.
Allein diese Tatsache ließ auch den Lord nicht kalt bleiben, doch beherrschte er sich. Mit einer leichten Bewegung seiner Hand gab er Lucius' Lust vollkommen frei.
Lucius, der nicht auch nur eine Sekunde an sich halten konnte und auch selbst nicht mit der Plötzlichkeit gerechnet hatte, mit der er auf einmal kommen konnte, schrie abermals auf, seinen Kopf regelrecht in die Matratze pressend und sich ein letztes Mal heftig aufbäumend.
Mit einem erschrockenen Aufschrei, und ohne es eigentlich zu wollen, kam auch Severus im selben Moment, wie Lucius. Dann sank er keuchend auf den Blonden herab und entschuldigte sich leise wispernd, weil er nicht auf eine Erlaubnis gewartet hatte.
Voldemort saß neben den beiden und lachte leise. „Das war wirklich amüsant. Vielleicht sollten wir uns häufiger dazu treffen ."
Lucius fühlte sich vollkommen ermattet … ermattet und … glücklich, wie schon lange nicht mehr. Wobei glücklich vielleicht nicht ganz seinen derzeitigen Gemütszustand beschrieb, überlegte er benommen. Das auf seinem Bauch und seine Brust verspritzte Sperma bemerkte er kaum und es war ihm eigentlich sogar egal. Alles war egal - bis auf diesen Augenblick.
Nur am Rande bekam er die geflüsterte Entschuldigung mit, sich fragend wofür dieser … aber damit wollte sich Lucius nun wirklich nicht befassen und erst das Lachen an seiner Seite brachte seine Gedanken wieder einigermaßen aus dem sie umhüllenden Wattebausch heraus.
Instinktiv schlangen sich Lucius' Arme um den auf ihm Liegenden, wobei es ihm herzlich egal war, was für ein Bild das wohl bieten würde.
Sich öfter dazu treffen?
Nun … irgendwie erschien Lucius dieser Gedanke gar nicht mehr so schlimm. Eigentlich … war es sogar ein recht angenehmer Gedanke. Besonders da sich immer noch nicht auch nur das kleinste Schuldgefühl seinem Sklaven gegenüber bei ihm einstellen wollte.
Severus lag vollkommen still und mit geschlossenen Augen da. Dass ihn die Worte des Lords entsetzten, war noch untertrieben. Und Lucius schien absolut nichts dagegen zu haben, im Gegenteil.
Voldemort beugte sich über die beiden und ließ seine Hand über den Hintern des Sklaven wandern. „Was meinst du, Lucius... soll ich dir die Fähigkeit lassen?", fragte er leise spöttisch nach.
Unwillkürlich seinen Griff um Severus verstärkend, wusste Lucius zuerst nicht, wie er reagieren sollte. Natürlich wollte er … aber wenn er eines begriffen hatte, dann war es dies, dass, egal was er selbst auch wünschen mochte, es nichts galt, wenn nicht auch sein Lord dies so wollte.
Dennoch musste er antworten, auch wenn er sich bereits sicher war, dass der Dunkle Lord ohnehin schon wusste, was er dachte und auch gedacht hatte: „Das wäre …", begann er, brach dann aber kurz ab und begann von Neuem mit einem schlichten „Ja, My Lord."
„Also gut... aber dann wirst du das Privileg auch nutzen. Verstanden?", murmelte Voldemort weiter, während seine Hand den festen Hintern des Schwarzhaarigen massierte. „Außerdem wird euer Training ab morgen beginnen. Giles holt euch ab und wird euch zeigen, wie ihr überlebt, wenn es darauf ankommt."
Lucius nickte, während er sich nun doch noch aufrichtete, den Schwarzhaarigen dabei jedoch nicht losließ, spürte er doch, dass dieser sich alles andere als wohlfühlte, dass etwas nicht stimmte, und das wiederum verwirrte Lucius. Er selbst fühlte sich immer noch gut, auch wenn das Hochgefühl mittlerweile langsam abklang.
Bei ihm wäre dies kein Problem, aber Severus... „Das ist kein Problem… bei mir. Aber Severus letztes Schuljahr beginnt in zwei Wochen."
„Das werden wir nach den zwei Wochen sehen.", erwiderte Voldemort und ließ seine Hand mit einem klatschenden Geräusch auf Snapes Hintern landen.
Dieser zuckte heftig zusammen, da er sich erschreckte, sagte jedoch nichts dazu. Doch kroch Angst in seinen Körper, dass der Lord ihm den weiteren Besuch von Hogwarts verbieten würde. Instinktiv klammerte er sich etwas fester an Lucius.
Ohne es wirklich zu merken, begann Lucius rechte Hand, beruhigend über den plötzlich angespannten Rücken zu streicheln. Seine Stimme jedoch war entschlossen, als er antwortete: „Es wird keinen Grund geben, ihn nicht den Abschluss machen zu lassen, My Lord."
Lucius wusste, welche Intelligenz hinter diesen schwarzen Augen ruhte, und er dachte nicht daran, sie ungenutzt zu lassen. Severus konnte mehr sein als ein Sklave… viel mehr und seine Begabung im Tränkebrauen galt es unbedingt zu fördern. Er hatte sogar schon eine Idee, ihn nach Hogwarts nach London in eine der berühmtesten Zaubertrankuniversitäten in Großbritannien zu schicken.
„Wir werden sehen.", wiederholte Voldemort lediglich und erhob sich. „Wenn ich deiner Dienste wieder bedarf, rufe ich dich." Ohne ein weiteres Wort verschwand er dann und ließ die beiden allein.
Severus atmete erleichtert auf, rührte sich sonst aber nicht weiter.
Auch Lucius seufzte hörbar auf und barg kurz seinen Kopf an der Schulter des Schwarzhaarigen, ehe er ihn schließlich langsam losließ: „Wir werden nicht versagen… ich werde alles tun, dass du die Schule weiter besuchen kannst, Severus.", versicherte er schließlich, davon ausgehend, dass es das war, was den Anderen derart bedrückte.
Langsam hob sich der schwarze Schopf und schwarze Augen musterten Lucius. Dann nickte er leicht und legte den Kopf wieder zurück. Er wollte jetzt nicht auf die Nähe verzichten, auch wenn er Lucius noch immer halb in sich spürte. Zum ersten Mal seit zwei Jahren kam er sich beschmutzt vor und das nicht unbedingt wegen dem Sex mit Lucius, sondern wegen Voldemort. Jetzt konnte er verstehen, wieso Lucius sich so schlecht gefühlt hatte.
Instinktiv verfestigte sich Lucius' Umarmung wieder und abermals begann er damit, mit seinen Händen beruhigende Kreise über den nackten Rücken zu streicheln. Auch er wollte die Nähe des Anderen noch nicht aufgeben, auch wenn er sich doch so langsam unwohl zu fühlen begann, ob der allmählich erkaltenden Überreste auf Bauch und Brust und auch der Geruch wesentlich an seinem Sinnesreiz verloren hatte.
„Wird er es oft verlangen, Meister?", murmelte Severus schließlich leise, während er sich fester an Lucius drückte. Doch wich die innerliche Angst so langsam wieder. Und auch die irrationale Idee, dass sie beide herumgereicht werden würden, wie es Lucius ja schon widerfahren war, verblasste wieder.
Lucius verkrampfte sich unwillkürlich bei dem Gedanken und der damit einhergehenden Erinnerung an die Tage, die er bereits beim Dunklen Lord verbracht hatte. „Ich weiß es nicht… Vielleicht verliert er ja das Interesse, wenn… wenn er keinen Widertand mehr findet…"
„Meint... Ihr, dass es Ihm nur darum geht?", fragte Severus leise, der sich das nicht so wirklich vorstellen konnte.
Lucius schwieg, denn auch wenn er hoffte, dass es so einfach war, sprach das eben Erlebte doch eher dagegen und er wagte nicht zu glauben, dass Er so einfach zu durchschauen war.
„Wir sollten duschen…", wisperte er schließlich, auch wenn er nicht wirklich die Nähe des Anderen aufgeben wollte. Doch fühlte er sich plötzlich alles andere als gut… eher wie sonst, schmutzig und… benutzt. Auch wenn es diesmal nun wirklich eher Severus war, der…
Langsam rutschte Lucius nach hinten weg, so dass er die Kälte des Zimmers und anderer ‚Dinge' nun noch mehr zu spüren bekam: „Es tut mir leid…", war das Einzige, was er noch hervorbrachte, während er den Schwarzhaarige von sich schob und Anstalten machte aufzustehen, um ins Bad zu gelangen. Wobei er nicht wirklich wusste, für was er sich entschuldigte. Es tat ihm nicht leid, was er empfunden hatte… und genau das war es, was ihn sich plötzlich ganz schlecht fühlen ließ. Was für ein Zauberer war er, dass er es nicht einmal bedauerte?
„Wir.. wir haben beide nur gehorcht.", murmelte Severus und saß mit hängendem Kopf auf dem Bett. „Soll... ich in meinem Zimmer duschen?" Er glaubte noch immer die eisig kalten Finger des Lords auf und vor allem in sich zu spüren.
Lucius hielt in seinem Schritt zum Bad hin inne, wandte nur seinen Kopf und sah zu dem Häuflein Elend auf seiner ehemaligen Schlafstatt: „Nein… natürlich nicht… nicht wenn du… wenn du bei mir bleiben möchtest."
Severus stand auf und ging zu Lucius hinüber, um mit ihm zusammen das Badezimmer zu betreten. Eine weitere Antwort gab er nicht, sprachen doch die Taten für sich. Im Badezimmer kümmerte er sich sofort darum, dass frische Handtücher draußen lagen und auch Duschseife griffbereit stand.
Schweigend hatte Lucius beobachtet, was der Andere tat, schließlich nach der Seife greifend und während er das Wasser anstellte, begann er sich damit einzureiben. Ganz besondere Aufmerksamkeit widmete er dabei seiner Vorderseite und schrubbte dort auch ein wenig fester, als es vielleicht notwendig gewesen wäre.
Severus ging es ähnlich. Bevor er sich zurückhalten konnte, begann er sich viel ausführlicher zu waschen, als es nötig wäre. Das Gefühl, dass er schmutzig war, verschwand einfach nicht.
Erst als er zufällig aufsah und Lucius' vom Schrubben schon roten Oberkörper bemerkte, hörte der Schwarzhaarige auf und schluckte schwer. „Das.. das bringt, glaube ich, nichts.", wisperte er leise.
Lucius schrubbte noch ein wenig weiter, hielt dann aber auch inne und sah auf, dabei sein Gesicht leicht verziehend. „Ich weiß…", murmelte er und ließ Seife und Schwamm einfach fallen, ehe er sich anschließend gegen die erwärmte Kachelwand lehnte und das weiter auf sie herabprasselnde Wasser einfach so hinnahm.
Nach einer Weile unter dem warmen, ja fast schon ein wenig zu heißen Wasserstrahl fragte Lucius unter dem Rauschen des Wassers leise hindurch: „War es … war ich diesmal so schlimm für dich?"
Erschrocken schüttelte Severus den Kopf. „Das.. das war es nicht.", wisperte er und senkte beschämt den Kopf. „Seine... Seine Berührungen.. Seine Hände... sind so kalt, so... fast leblos.", versuchte er zu erklären, was eigentlich nicht zu erklären war. „Es.. Es tut mir leid."
„Da gibt es nun wirklich nichts, das dir leid tun müsste … nicht dafür …" Lucius schauderte, bückte sich nach der Seife und begann sich erneut einzureiben. Plötzlich war alle Wärme aus ihm verschwunden und auch das Gefühl schmutzig zu sein wollte nicht weichen.
Nach kurzem Zögern trat Severus zu Lucius und legte seine Hand auf die des Blonden. „Waschen wir uns gegenseitig, Meister?", murmelte er leise, weil er sich schuldig fühlte, dass er der Grund für Lucius' Unbehagen war.
Lucius zögerte, nickte dann jedoch. Vielleicht würde das tatsächlich helfen. Wortlos begann er also damit den Schwarzhaarigen einzuseifen, wobei er sich zuerst dessen Schulter- und Rückenbereich widmete.
Vorsichtig wusch Severus Lucius' Oberkörper, um die sowieso schon überreizte Haut nicht noch mehr zu beschädigen. Dabei sah er etwas unsicher in die grauen Augen.
Langsam begann sich Lucius ob dieser gegenseitigen Zuwendung tatsächlich zu entspannen, auch wenn er sich nicht unbedingt besser fühlte. Wobei … so richtig schlecht ging es ihm ja auch nicht und… er konnte es immer noch nicht bedauern, dass er genossen hatte, was ihm geschenkt worden war. Das Einzige, was ihm leid tat, war, dass Severus es anscheinend nicht so empfunden hatte.
Schließlich waren sie fertig und nachdem die Seife von Haut und Haaren abgewaschen war, stellte Lucius die Dusche ab und griff nach einem der bereit gelegten Handtücher.
Auch Severus trat nach draußen und griff nach einem Handtuch. Doch dabei achtete er nicht genau darauf, wohin er trat und rutschte mit einem erschrockenen Aufschrei auf einer Wasserlache aus.
Herumwirbelnd streckte Lucius reflexartig seine Hand aus, doch bekam er Severus nicht mehr zu fassen und musste mit ansehen, wie dieser auf die Fließen stürzte. Das Handtuch erstmal Handtuch sein lassend, kniete Lucius neben dem Gefallenen nieder und musterte diesen sichtlich besorgt: „Kannst du aufstehen?"
Keuchend versuchte Severus die Schmerzen wegzuatmen und blinzelte die unwillkürlich aufsteigenden Tränen weg. Sein Rücken schmerzte auf der ganzen Länge, weil er direkt aufs Steißbein gefallen war. „Ich... Ich... weiß nicht...", brachte er mühsam hervor.
Lucius fackelte nicht lange, schob seinen linken Arm unter den Rücken und den rechten unter die Knie des Schwarzhaarigen, atmete noch einmal tief durch und stand dann, diesen mit sich hochhebend auf. Zuerst wollte er zum Bett gehen, ging dann jedoch raschen Schrittes an diesem vorbei in sein Wohnzimmer und legte Severus behutsam auf die Coach ab: „Bleib liegen… Ich suche Louis!"
Dass er selbst ebenso wie Severus noch keinen Faden am Leib trug und dass er einfach einen der beiden Hauselfen hätte rufen können, daran dachte Lucius in diesem Moment nicht.
Severus lag mit schmerzverzerrtem Gesicht da und nickte nur leicht, was ihn sogleich wieder aufstöhnen ließ. Dass Lucius nichts anhatte, registrierte auch er nicht.
Lucius war bereits halb auf dem Gang vor des Heilers Räumlichkeiten angekommen, als er sich dank eines großen Wandspiegels seiner Nacktheit bewusst wurde. Fluchend blieb er stehen und sah sich hektisch nach irgendetwas um, mit dem er sich bedecken konnte.
Nicht dass er sich schämte, nein … natürlich nicht! Louis hatte ihn bereits entkleidet gesehen, aber er wollte nicht, dass dieser falsche Schlüsse zog … besonders wenn er Severus dann auch nackt sah und… irgendwie … nein, das wollte Lucius einfach vermeiden.
Doch hatte er Pech. „Lucius?", fragte Louis und trat sofort an den Jungen heran, um eine schnell heraufbeschworene Decke um ihn zu schlingen. „Was ist los? Wieso läufst du nackt und klatschnass durch die Gegend?"
„Was? Ich .. ich hab dich gesucht!" Lucius konnte nicht verhindern, dass er rot wurde. Nicht so sehr wegen ihm selbst, sondern viel mehr, weil Louis dann auch Severus sehen würde und er sich dann bestimmt denken konnte, was - wenn auch nicht das wie - zwischen ihnen beiden geschehen war.
Severus… Sich dankbar fester in die Decke wickelnd, stieß er schließlich drängend hervor: „Severus ist im Bad gestürzt und er hat sich verletzt."
Sofort drehte Louis sich um, beschwor seine Tasche herauf, die gleich hinter der nahen Zimmertür gestanden hatte, und lief in Richtung von Severus' Zimmer. Doch nach wenigen Schritten blieb er stehen und sah Lucius an. „Ist er bei sich oder bei dir?"
„Bei mir…", erwiderte Lucius knapp, gerade noch stoppen könnend, ehe er in den Heiler hineinlaufen konnte.
Sofort lief Louis wieder los und war auch innerhalb weniger Augenblicke in Lucius' Wohnraum, wo er Severus nackt und sichtlich zitternd auf dem Sofa fand. Seinen Zauberstab ziehend sprach der Heiler einen Diagnosezauber, während er Lucius einen kurzen fragenden Blick zuwarf, aber nichts sagte.
„Hm... Prellung des Steißbeins. Zum Glück ist nichts abgesplittert, wie es aussieht. Die Wirbelsäule ist unverletzt, aber wohl auch ziemlich geprellt.", erklärte Louis, was die Runen ihm zeigten. Dann runzelte er jedoch die Stirn. „Das Handgelenk sieht schlimmer aus. Die Bänder sind überdehnt und es ist wohl angebrochen."
Severus lag mit schmerzverzerrtem Gesicht da und rührte sich gar nicht. Dabei versuchte er, die Schmerzen einfach zu ignorieren und sein Leid nicht so deutlich zu zeigen, während er sich innerlich selbst verfluchte, dass er nicht aufgepasst hatte.
Einen halblauten Fluch murmelnd starrte Lucius auf das derart verletzte Handgelenk. Er wusste natürlich - auch aus eigener Erfahrung - dass Brüche durch diverse Zauber und wachstumsfördernde Heiltränke quasi über einen Tag hinweg heilen konnten, doch wenn Avery schon am nächsten Tag käme, um… „Gibt es eine Möglichkeit, die Heilung zu beschleunigen?"
Irritiert sah Louis auf. „Schneller als mit einem herkömmlichen Trank geht es nicht. Über Nacht wird der Knochen sich wieder verbinden, aber schonen muss er die Hand dennoch ein oder zwei Tage.", antwortete er dann und blickte wieder zu Severus. „Lass dich ruhig gehen... es ist nur um so schlimmer, je mehr du dich zusammen zu nehmen versuchst."
Der Schwarzhaarige nickte nur leicht, drehte aber den Kopf weg, damit die beiden nicht sahen, wie eine einzelne Träne aus seinen fest geschlossenen Augen lief.
Langsam trat Lucius näher an den Schwarzhaarigen heran, ging in die Hocke und legte ihm seine rechte Hand vorsichtig auf die Schulter, sah dabei aber den Heiler an, dabei die Schärfe in seiner Stimme selbst kaum bemerkend: „Kannst du ihm nicht endlich etwas gegen die Schmerzen geben?"
„Das geht nunmal erst nach der Untersuchung.", erwiderte Louis ruhig und ohne aufzusehen, während er bereits in seiner Tasche nach zwei Phiolen suchte.
Severus' Schulter bebte regelrecht, so sehr versuchte er, sich zu beherrschen. Als ihm dann endlich eine Phiole an die Lippen gehalten wurde, schluckte er, ohne überhaupt die Augen zu öffnen, um zu sehen, was es war. Auch die nächste nahm er anschließend an, sodass der gerade stärker werdende Schmerz, der sich wieder verbindenden Knochen gedämpft wurde. Nur Augenblicke später schien sein ganzer Körper in Watte gepackt zu sein.
„Wir sollten ihn ins Bett bringen. Ruhe ist jetzt die beste Medizin."
Lucius nickte, schob wie schon einmal heute geschehen seine Arme unter Arme und Kniegelenke des Anderen und hob ihn hoch Zuerst wandte er sich seinem eigenen Schlafzimmer zu, hielt dann aber inne. Nein … dorthin wollte er ihn nicht bringen. Vor allem da er selbst ja schon seit Wochen nicht mehr in seinem eigenen Bett geschlafen und stattdessen die Coach vorgezogen hatte.
So drehte sich Lucius um und ging auf die Türe zu, die hinaus in den Flur und dann anschließend zu den gegenüber liegenden Räumen von Severus führen würde.
„Du hättest dir ruhig etwas anziehen können.", meinte Louis und schüttelte leicht den Kopf. Dann folgte er den beiden zur Tür hinaus. „Ich sehe in ein oder zwei Stunden nochmals nach ihm."
Severus ließ sich wie ein Kind tragen und hatte den Kopf an Lucius' Schulter gelegt. Im Moment fühlte er sich erschöpft wie schon lange nicht mehr.
Den Einwand des Heilers ignorierend, ließ Lucius die Türe zu Severus' Zimmer aufschwingen und durchquerte anschließend, ohne noch einmal zu zögern, das Wohnzimmer, um schließlich im Schlafzimmer anzugelangen, wo er den Schwarzhaarigen vorsichtig auf das von den Hauselfen frisch bezogene Bett legte. Ihn anschließend zudeckend, zögerte Lucius noch kurz, ehe er leise murmelte: „Versuch zu schlafen."
Einen Moment sah Severus ihn einfach nur an. Dann nickte er leicht, da er die Augen wegen des Schmerztrankes sowieso kaum noch offen halten konnte. Nur einen Augenblick später war er tatsächlich bereits eingeschlafen, sodass sein Körper und die Zaubertränke ihre volle Wirkung entfalten konnten.
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TBC
