Anmerkungen: Update Tag ist ab jetzt Sonntags. Ich werde versuchen ca. 4-5 Kapitel zu posten, so dass ich spätestens in 4-6 Wochen mit posten durch bin, da es mir schwer fällt mich auf ein neues Projekt zu konzentrieren, solange dies noch offen ist.
37.
Nach ihrem Gespräch hatte Padmé sich ein paar Tage erbeten um sich zurecht zu legen wie sie es den beiden am besten sagen sollte. Es war fast eine Woche vergangen, doch noch immer hatte sie keine Ahnung. Trotzdem bat sie die Zwillinge an diesem Abend um ein Gespräch. Obi-Wan warf ihr einen zustimmenden Blick zu.
Nachdem Küche und Esstisch nach dem Essen sauber waren und das Geschirr im Trockensieb hing, setzte sich Padmé an den Tisch, faltete die Hände und ging zum erneut durch was sie den beiden sagen würde. Selbst in ihrem Kopf war es durcheinander und ergab keinen Sinn.
Die beiden Teenager setzten sich auf ihre üblichen Plätze, Padmé und Obi-Wan saßen ihnen gegenüber. Sie spürte das beschwichtigende Summen des Bandes.
"Was gibt es?" fragte Leia schließlich und sah zwischen ihren Eltern erwartungsvoll hin und her.
Padmé sah hinüber zu Obi-Wan. Er nicke unmerklich.
"Euer Vater und ich haben uns dazu entschlossen das ihr diesen Sommer die Schule auf Alderaan besuchen sollt." verkündete sie die gute Nachricht. Das ihr Lächeln ihre Augen nicht erreichte, bemerkten die beiden über ihr Erstaunen und die Freude nicht.
Sie waren überrascht, damit hatten sie nicht gerechnet. Nicht nachdem ihr Vater es so lange verweigert hatte. Padmé lächelte und Obi-Wan drückte ihre Hand. Die Zwillinge fielen sich lachend in die Arme.
Die Freude der beiden war ungetrübt. Ihre strahlenden Gesichter machte es Padmé noch schwerer ihnen die Wahrheit zu sagen. Eine ganze Weile redeten sie über die Details, ließ die Freude über diesen Moment zu ohne daran zu denken was noch kommen würde.
Es war Obi-Wan der den Moment brach.
"Es gibt noch etwas das eure Mutter und ich euch sagen möchten."
Sein Gesicht war sehr ernst. Sie wusste was er tat, innerlich hatte er sich von der Situation gelöst und blickte nüchtern und rational darauf. Leia und Luke kannten diese Seite ihres Vaters. Leia zog ihre Brauen fragend zusammen, als verstünde sie nicht woher der Wechsel kam.
"Was ist, Dad?" sagte Luke lachend. "Das klingt so ernst."
Obi-Wan lehnte sich zurück und verschränkte die Arme, den Blick auf Padmé gerichtet. Sie hatte entschieden das sie es ihnen sagen würde, doch nun fehlten ihr die Worte um alles zu sagen.
Ihr Mund war trocken, sie nahm einen Schluck Wasser. Dann atmete sie tief ein und aus.
"Euer Vater..." fing sie an und brach dann ab, weil sie von Obi-Wan sprach. Sie biss sich auf die Unterlippe und sah ihn nicht an.
Ungebeten erinnerte sie sich an das Gespräch vor ach so vielen Jahren in dem sie ihm gesagt hatte das er ihr Vater war, ob er es wollte oder nicht. Plötzlich fragte sich Padmé ob es nicht einfacher gewesen wäre den Kindern von Anfang an zu sagen das Obi-Wan nicht nicht ihr leiblicher Vater war.
Keine Zeit zum Bedauern, dachte sie und sah vor sich auf die Tischplatte. Warum war das hier so viel schwerer als vor den Senat zu treten?
"Padmé." Er griff erneut nach ihrer Hand, die zitternd auf dem Tisch lag.
"Euer Vater hat euch doch einige Geschichten von Anakin Skywalker erzählt, nicht wahr?" Selbst in ihren Ohren klang ihre Stimme schwach. Sie räusperte sich.
Beide Teenager sahen sie zweifelnd und überrascht an, beide nickten.
"Klar erinnern wir uns an die Geschichten." Luke lächelte dabei. Leia sah mit gerunzelter Stirn ihren Vater und dann ihre Mutter an.
"An was erinnert ihr euch?"
Es war natürlich Luke der antwortete. Alle Jedi-Geschichten die Obi-Wan ihnen erzählt hatte kannte Luke auswendig. Mace Windu, Garen Muln, Siri Tachi, Ki-Adi Mundi, Kit Fisto. Sie lebten alle in Obi-Wans Geschichten weiter.
Luke begann die Geschichte ihres Kennenlernens zu erzählen, Leia fiel plötzlich ein und sagte mit einem Seitenblick auf ihren begeisterten Bruder:
"Anakin war Dads Padawan."
Luke warf Leia seinerseits einen abschätzigen Blick zu. Sie zuckte die Schultern.
"Das stimmt." sagte Obi-Wan und erwiderte Leias Blick. "Er war mein Padawan."
Padmé holte Luft und dann sprach sie es aus: "Er war auch mein Ehemann."
Schweigen.
Obi-Wan presste ihre eiskalte Hand erneut.
"Aber..." sagte Luke stockend, die Stirn stark gerunzelt. "Zu der Zeit war es Jedi doch verboten zu heiraten?" Seine Augen wanderten zu seinem Vater der den Zeigefinger seiner anderen, freien Hand fest gegen seinen Mund gepresst hielt. Sie musste ihn nicht ansehen um zu sehen das dieser in Missbilligung verzogen war.
Selbst jetzt. Selbst nach all den Jahren.
Sie seufzte tief.
"Du hast recht, Luke. Es war verboten und doch haben wir kurz nach Beginn der Klon Kriege heimlich geheiratet. Wir waren sehr verliebt. Wir-"
"Und was hat das mit uns zu tun?" schnitt Leia in ihre Erzählung, als wüsste sie ganz genau was es mit ihnen zu tun hatte. Als wüsste sie bereits was Padmé sagen würde.
Padmé sah es an ihren weiten, wütenden Augen. Sie wollte keine rührselige Geschichte, sie wollte ihre Mutter nicht verstehen. Leia ahnte das sie ihre heile Welt jeden Moment mit einem Mal zerstören würde.
Der Ausdruck in ihren Augen war Anakin so ähnlich das Padmé einen Stich spürte. Erstaunlich wie viel die beiden von ihm hatten ohne es zu wissen. Ein Blick auf Obi-Wan sagte ihr das er das Gleiche dachte.
"Lass mich die Geschichte erzählen, Leia." Padmé sah das Leia widersprechen wollte.
"Leia, hör deiner Mutter aufmerksam zu, sie hat dir etwas Wichtiges zu sagen." Obi-Wans Stimme war ruhig. Leia sah ihn trotzig an, doch erwiderte nichts.
"Wir waren verliebt. Wir wussten das es nicht richtig war. Wir hätten unser altes Leben aufgeben können, aber er wollte nicht darauf verzichten ein Jedi zu sein. Und ich... Wollte meinerseits mein Leben als Senatorin nicht aufgeben. Also versuchten wir beides zu haben.
"Eine Weile funktionierte das auch. Es war schwierig es geheim zu halten. Natürlich vermuteten einige Leute etwas. Aber es war Krieg. Es gab wichtigere Dinge. Wir haben uns nicht so oft gesehen wie wir es uns gewünscht hätten und so bemerkte ich nicht wie sich Anakin veränderte.
"Bis es zu spät war. Er... Er verlor sich immer mehr in seinem Zorn. Fühlte sich betrogen und allein. Als er anfing immer öfter wütend zu werden, als ich begann zu zweifeln ob ich ihn retten konnte, entschied ich mich dazu ihn zu verlassen. Zu dem Zeitpunkt wusste ich bereits das ich schwanger war. Das war der ausschlaggebende Grund das ich weg gelaufen bin."
Schweigen. Luke stotterte etwas das keinen Sinn ergab. Es war Leia die schließlich das Schweigen brach.
"Was... Was soll das heißen?" Sie schaute Padmé gar nicht an, ihre Augen waren auf ihren Vater gerichtet, als suche sie nach etwas in seinem Gesicht. Vielleicht nach einer Ähnlichkeit, die nicht vorhanden war. Etwas das ihr versichern würde was sie bereits als Wahrheit erkannt hatte: Das er doch ihr Vater war.
Obi-Wans Kiefer mahlten. Er sagte nichts. Das Band zwischen ihnen war so voller Anspannung das Padmé einen Moment brauchte um zu verstehen das er darauf wartete das sie es sagte.
"Anakin ist euer Vater." Jetzt war sie es die Obi-Wans Hand beruhigend drückte.
Luke war seltsam in sich zusammengefallen, den Blick nach innen gerichtet als wurde er darüber nach denken. Leia hingegen sprang auf und rief "Das ist eine Lüge! Dad-" sie wandte sich hilfesuchend an Obi-Wan "-sag das dass eine Lüge ist!"
Er schüttelte den Kopf. Als er antwortete war seine Stimme rau und mit ungewohnter Endgültigkeit. "Das kann ich nicht, Prinzessin."
Sie starrten einander an, ihr Blick enthielt Fassungslosigkeit. Padmé konnte genau sehen wann es Leia wirklich traf. Ihre Tränen zerrissen Padmés Herz.
Ich hab zu lange gewartet es ihnen zu sagen, dachte sie plötzlich schmerzlich. Obi-Wan widersprach ihr nicht, noch war er verärgert oder warf ihr etwas vor. Mit einem Mal wurde ihr klar das er sie genauso brauchte wie sie ihn.
"Ihr habt uns angelogen." Leia sagte die Worte langsam, als müsse sie dieses Konzept erst mal verstehen. Dann fragte sie leiser, verletzlicher: "Du bist nicht unser Vater?"
"Nein." sagte er mit belegter Stimme. Padmé wusste nicht wie sie hatte glauben können das ihn das nicht ebenso berührte wie sie. Seine Augen glänzten.
"Du bist nicht mein Dad." Ihre Unterlippe bebte verräterisch, sie schüttelte den Kopf. "Das ergibt keinen Sinn."
Luke sah auf und blickte schließlich seine Schwester an, dann seinen Vater. Ihre Blicke trafen sich.
"Wir wollten euch nie weh tun. Ich hatte nie vor euch weh zu tun. Niemals. Aber auch wenn ich nicht euer Vater bin-"
"Ich will das nicht hören!" schrie Leia plötzlich, schluchzte laut, die Augen fest zusammen gekniffen. Dann wandte sie sich ab und rannte aus dem Raum. Obi-Wan war aufgestanden und er sah Leia nach, starrte hinüber zum Flur als könne er sie immer noch sehen.
"Wir brauchen nur ein bisschen Zeit." Luke stand nun ebenfalls auf.
Die Art wie er Obi-Wan ansah, beinahe desillusioniert, war für Padmé fast noch schlimmer als Leias Ausbruch.
Als sie in dieser Nacht nebeneinander in ihrem Bett lagen, starrte Obi-Wan noch lange Zeit blicklos an die Decke. Sie konnte spüren wie der Schmerz in seinem Inneren brannte, während er von außen vollkommen ruhig wirkte.
Padmé lehnte sich an ihn und er schloss seine Arme fest um sie. Sein zitterndes Luftholen in der Dunkelheit ließ sie aufblicken und beinahe hätte sie etwas gesagt, doch... Was gab es zu sagen?
Sie presste stattdessen einen Kuss auf sein Brustbein, die Stelle in seinem Innern, die so unnachgiebig schmerzte. Und wieso? Weil er Luke und Leia liebte.
Und seine Kinder liebten ihn.
Sie brauchten nur Zeit.
Einige Male hatte Padmé versucht ein Gespräch mit Leia zu führen, doch sie blockte nach wie vor ab.
Zumindest Luke und Ben hatten bereits wieder Frieden miteinander geschlossen. Padmé hatte sie einige Tage nach dem Gespräch zusammen im Hof gesehen.
Am Abend hatte Ben ihr von ihrem Gespräch erzählt. Luke hatte ihn viel über Anakin ausgefragt. Es war wohl einfacher erst über den Jedi Anakin Skywalker zu erfahren, bevor er, Wochen später, zu Padmé ging um sie nach dem Mann, seinem Vater zu fragen.
Es war schwer darüber zu sprechen, stellte Padmé plötzlich fest.
Darüber zu sprechen machte es plötzlich sehr real.
"Wie war er so?" fragte Luke und sah ihr dabei zu wie sie die Wäsche aus der Maschine holte. Sie fummelte etwas umständlicher als sonst damit herum als es tatsächlich nötig war. Um ihn nicht anzusehen, um nicht sofort antworten zu müssen.
"Er war..." Padmé sah von dem Wäschekorb auf in Lukes glattes Gesicht, das blonde, sonnengebleichte Haar das ihm etwas zu lang in die Stirn fiel. "Du siehst ihm sehr ähnlich."
Padmé hörte die Art wie sich ihre Stimme veränderte, wie wehmütig und sehnsüchtig sie sich anhörte.
Auf Lukes Gesicht zeichnete sich so etwas wie Verwirrung oder Scham ab, Padmé war sich nicht sicher, denn er wandte den Blick ab. Sie ließ die Wäsche stehen und trat neben ihn um einen Arm um seine Schulter zu legen. Sie sahen über den kleinen Waschraum hinaus in den hell erleuchteten Innenhof.
"Ist das schlimm?" fragte er schließlich leise.
"Natürlich nicht, Luke." sagte sie ehrlich. "Ich habe ihn schließlich geliebt." Das war die Wahrheit.
"Ja," sagte Luke und sie sah wie er die Brauen zusammenzog. ",du hast ihn mal geliebt. Bevor du vor ihm davon gelaufen bist. Bevor er der dunklen Seite verfallen ist."
Sie schüttelte den Kopf.
"Luke." Sie seufzte. "Anakin war kein schlechter Mensch. Anakin war-"
"Ist Dad deshalb manchmal so?" fiel er ihr ins Wort. Sie kämpfte gegen den Instinkt Ben zu verteidigen.
"Nein, dein Dad hat Angst seine Fehler zu wiederholen." Padmé dachte darüber nach ihm zu sagen das Ben hoffte das er und seine Schwester die Macht wieder ins Gleichgewicht bringen würde, doch sie wollte ihn nicht überfordern und schwieg letztendlich. Er war erst sechzehn und vielen Dingen naiver als Leia. Ihn mit den Erwartungen und Prophezeiungen eines Anderen zu konfrontieren schien ihr unpassend.
"Ich kann nicht für deinen Dad sprechen, aber wenn ich dich, wenn ich euch beide ansehe, sehe ich all die Dinge die ich an Anakin geliebt habe und nicht seine Fehler. Und auch wenn mich das zu einem schlechten Menschen macht, so kann ich unsere Liebe letztendlich nicht bereuen."
Sie strich Lukes Haar aus der Stirn. Er fiel ihr etwas ungelenk in die Arme und drückte sein Gesicht gegen sie, damit sie seine Tränen nicht sehen würde. Das leise Schniefen allerdings verriet ihn. Halb Kind, halb Teenager.
Als er los ließ trug er wortlos die Wäsche hinein und ließ sie stehen.
Padmé sah seiner hageren Form nach und lächelte. Sie wünschte sie könnte ein solches Gespräch auch mit Leia führen, doch ihre Tochter schwieg hartnäckig. Es war fast so als würde sie auf etwas warten.
Die Wochen vergingen. Der Schmerz allerdings blieb.
Leia schwänzte das Training, was Ben ganz und gar nicht gefiel, doch auf Padmés Anraten ließ er sie gewähren und trainierte nun nur noch Luke, Garen und Benji.
"Kein anderer Jedi Meister würde solch ein Verhalten durchgehen lassen." Er klang irritiert, beinahe verärgert. Während dessen zog er etwas zu fest an seinem Stiefel.
Padmé seufzte und schüttelte den Kopf.
"Im alten Orden wäre es undenkbar gewesen, Ben." Ihre Ermahnung erntete ihr ein Schnaufen seinerseits. Der Stiefel landete laut neben ihm.
"Sie sollte ihre Gefühle kontrollieren können." sagte er nun streng. "Egal was sie über mich als Vater denkt, sie sollte ihre Jedi Ausbildung nicht vernachlässigen. Sie sollte mich als Jedi Meister respektieren."
Inzwischen hatte er auch den zweiten Stiefel ausgezogen.
"Du weißt das es nicht so funktioniert. Nicht mit Teenagern. Und selbst Erwachsene könnten nicht so differenzieren wie du es von ihr verlangst." Sie reichte ihm einen alten Lappen und etwas Fettcreme. Er begann mit einem tiefen Einatmen den Schuh zu polieren.
"Sie sollte in der Lage sein so zu differenzieren, ganz unabhängig von ihrem Alter, Padmé. Das ist Teil ihrer Ausbildung." Er war nun wieder ruhig, die Aussage war das simple Aufzeigen einer für ihn anerkannten Tatsache. Doch sie wusste das es nicht nur das war. Sie spürte darunter seine Frustration über die Situation.
Würde Leia zumindest mit ihren Brüdern trainieren wäre es für Ben auszuhalten. Er hätte sie nicht ganz verloren. Sie trotzdem weiter zu unterrichten würde bedeuten das sie früher oder später wieder zusammenwachsen würden, vielleicht nicht als Vater und Tochter, doch als Meister und Schüler. Dieses Band war für ihn fast genauso wichtig, weil bekannt und etwas das er bereits mit Anakin und Qui-Gon geteilt hatte.
"Verlangst du nicht etwas zu viel von ihr? Du misst ihr Verhalten an dem eines Padawans ihres Alters, aber sie ist eben nicht nur deine Schülerin sondern auch deine Tochter."
Er warf ihr einen undeutbaren Blick zu. Nachdenklich vielleicht?
"Du hast recht." lenkte er schließlich ein, den Blick nach Innen gerichtet.
Sie fragte sich was er dort erblickte? Seine Verbindung zu Leia? Schimmernd und strahlend wie ein ungeschliffener Diamant? Und dann weiter zu Luke, azurblau und blendend wie eine Sonne. Dann Garen, ein unter Strom stehender Kupferdraht, funkensprühend und lebendig. Dann Cordé, Benji und natürlich auch Padmé selbst.
Zu viele Verbindungen für einen Jedi? Diese Frage hatte sie sich oft gestellt, aber nie laut ausgesprochen.
Zu viele Anker, zu viel Gewicht, das ihn an dieses Leben banden.
"Meine Erwartungen sind die eines Jedi Meisters an seinen Padawan." Seine Schultern hingen verdächtig, während er den Kopf schüttelte.
"Ich weiß. Und das weiß sie auch. Es gibt einen Grund warum sie so gut ist, Ben."
Er sah nun beinahe etwas beschämt hinfort. Natürlich wusste er weshalb sie immer nach Perfektion strebte. Es war das immerwährende Buhlen an Aufmerksamkeit und Anerkennung von ihm.
"Zeig ihr das du in erster Linie ihr Vater bist."
Dann sah er sie mit einer Mischung aus Verwirrung und Verehrung an. Das Gespräch war beendet. Sie spürte durch ihre Verbindung Dankbarkeit und Liebe.
Schließlich nickte er und wandte seine Aufmerksamkeit dem Polieren seiner Stiefel zu. Bevor sie ihn allein mit seiner Aufgabe und seinen Gedanken ließ berührte sie sanft seine Schulter.
Manchmal bemerkte Padmé wie Leia sehnsüchtig in den Hof sah, wenn ihre beiden Brüder ihre Katas durchgingen, doch sobald sie das Mädchen aufforderte doch dazu zu stoßen wandte sie sich ab und beschäftigte sich lustlos mit etwas anderem.
Doch Padmé wusste das Leia sich, sobald sie sicher war das ihr Vater und ihre Brüder fort waren, hinausstahl und ihre Katas übte. Padmé bemerkte Leias frustriertes Gesicht wenn sie eine bestimmte Haltung wieder und wieder nicht so hinbekam wie ihr Vater es ihr gezeigt hatte. Wie sie mit sich selbst kämpfte.
Ihr Mund war eine weiße Linie, auf ihrer Nase und ihrer Stirn standen Schweißperlen. Sie trainierte weit in die Mittagshitze hinein, ließ sich dann im Schatten nieder und trank ihr Wasser gierig und grimmig.
"Auch wenn Luke aussieht wie Anakin, ist es doch Leia die ihm vom Wesen her ähnlicher ist." sagte Ben eines Nachmittags seufzend, nachdem Leia aus dem Haus geflohen war, sobald er heim kam.
"Ich erinnere mich noch gut daran wie wütend er auf mich nach der Rako Hardeen Sache war." Padmé hatte diesen Vorfall beinahe vergessen. Bei der Erinnerung an seine Beerdigung fühlte sie einen Stich in ihrem Herz.
"Zu recht." meinte sie und ihre Stimme hatte vielleicht einen etwas sehr schneidenden Unterton.
"Hmm."
"Aber das hier ist anders..." begann sie kopfschüttelnd und füllte zwei Gläser mit Wasser. Er wischte sich das Gesicht mit einem der feuchten Lappen sauber und nahm dann dankbar das Glas an.
"In wie fern?" wollte er von ihr wissen. "Ich habe mich für jemand ausgegeben der ich nicht bin, Padmé. Anakin war zurecht wütend und sie hat ebenfalls alles Recht der Welt jetzt wütend auf mich zu sein."
"Du hast dich nicht für jemand ausgegeben der du nicht bist. Ich habe dir damals bereits gesagt das egal wie sie dich nennen, du ihr Vater sein wirst. Das bist du. Du hast sie großgezogen, dich um sie gekümmert, ihnen beigebracht was du kannst."
Es dauerte eine Weile bis er antworten konnte.
"Sie scheint das anders zu sehen. Sie kann mich nicht einmal mehr ansehen..." Padmé trat zu ihm, so nah das er sie ansehen musste.
"Aber nur weil sie dich so sehr liebt! Ihre Welt ist gerade aus den Angeln gesprungen. Diese ganze Welt war um dich ausgerichtet, Liebster. Sie braucht Zeit um das alles zu verstehen."
"Das weiß ich."
Vorsichtig nahm sie seine Hände in die ihren.
"Sie wird zu dir kommen. Da bin ich mir sicher."
"Früher oder später, ja. Eher später." meinte er trocken.
"Und du wirst da sein, so wie du es immer bist." Er nickte. Natürlich würde er für sie da sein, sobald sie ihn brauchte.
Die Tage bis zur Abreise der Zwillinge rückten unaufhaltsam näher.
Padmé und Obi-Wan hatten beschlossen das sie nicht alle mit nach Alderaan kommen würden. Garen, Cordé und Benji würden bei Beru und Owen bleiben. Die Entscheidung machte die Stimmung nicht besser. Doch am unglücklichsten war wahrscheinlich Garen darüber.
Luke war traurig über die Trennung, doch freute sich trotz allem sichtlich. Leia war... Leia war nach wie vor ungewohnt schweigsam und grüblerisch. Sie war wie eine Katze, die Ben mal vollkommen ignorierte und dann umkreiste und aufmerksam beobachtete, als mache sie sich bereit für den Angriff.
Ben war bereit und wartete.
Es war viel zu heiß um zu trainieren, doch Leia tat es trotzdem.
Sie hatte das Sonnensegel aufgezogen, doch die Hitze stockte darunter und machte die Luft stickig und schwer.
Padmé hatte aufgegeben sie zu tadeln. Stattdessen ermahnte sie ihre Tochter regelmäßig zu trinken.
Drinnen saßen Garen, Cordé und Benji am Küchentisch und hörten Padmé dabei zu wie sie den Aufbau einer Republik erklärte. Cordé malten kleine Kreise auf ihren Flimsiplast. Benji sah sie mit zusammengezogenen Augenbrauen an.
Garens Blick wich immer wieder zur Tür um nach Leia zu sehen. Manchmal rief er ihr etwas zu, was Padmé mit einem strengen Blick unterband.
Als Bens Stimme vom Hof herein driftete sahen alle drei Kinder auf. Padmé seufzte, es war wohl sinnlos jetzt weiter zu machen. Als das unverkennbare Geräusch des Lichtschwertes ertönte waren alle auf den Füßen.
Als sie in den Hof traten umkreisten sich Ben und Leia. Luke stand an der Seite des Hofes neben dem Schrein, wo es immer schattig war. Seine Augen funkelten.
Leias Gesicht und Hemd war schweißglänzend, ihr Zopf hatte sich etwas gelöst und das Haar stand wild um ihren Kopf herum ab. Sie hatte Anakins Lichtschwert in der Hand. Ihr Gesicht war so entschlossen das Padmé die Luft weg blieb.
Ben war ruhig, sein Körper hielt die Anspannung des Kampfes, bereit zu verteidigen und zurück zu schlagen. Seine Augen hingegen hielten ein Licht das sie schon lange nicht mehr gesehen hatte. Es war auf Leia fokussiert.
Er ließ das Schwert kreisen, einmal, zweimal und ein drittes Mal, bevor er es in Angriffsstellung hob.
Bevor sie wusste was geschah griff Leia ihn an. Sie war eine offensive Kämpferin, schnell, wendig und ungeduldig. Ben hingegen war das Paradebeispiel eines defensives Kämpfers, er traf jeden ihrer Hiebe gezielt und mit gleichem Feuer.
"Leia," begann er nun zwischen zwei Schlägen. ",du musst deine Mitte finden."
"Meine Mitte?" schrie sie verärgert und hieb nach ihm. "Ich habe jedes Recht wütend zu sein. Wer bist du mir etwas vorschreiben zu wollen?"
"Ich spreche dir nicht deine Emotionen ab, doch du solltest es besser wissen dich so sinnlos deiner Wut hinzugeben."
"Vielleicht habe ich das von meinem richtigen Vater." spuckte sie ihm die Worte entgegen.
Padmé spürte einen stechenden Schmerz und fragte sich ob es der ihre oder seiner war. Sein Gesicht ließ nichts erkennen.
Padmé versuchte ihre eigene aufkeimenden Verärgerung zu unterdrücken.
"Vielleicht." gab er ungerührt zurück. "Anakin hatte auch einen Hang zum überdramatisieren, wie du."
Eine Abfolge von schnellen Drehungen und Wendungen folgte, die Leia mit einem Salto beendete und zu einem gezielten Schlag nach Ben ausholte. Er schien diesen vorausgesehen zu haben und blockte.
"Zu deiner Frage: Ich bin noch immer dein Meister. Zentriere dich, Leia." Die Ermahnung bewirkte lediglich das Gegenteil: Leias Augen verengten sich. Auch ohne die Macht spürte Padmé Leias Verletzung, ihren Ärger und die Traurigkeit die sich darunter verbarg.
"Ah ja, mein Meister. Der altruistische Jedi, der den Platz an Mutters Seite eingenommen hat, der eigentlich für einen Anderen bestimmt war... Lass mich raten, das hast du aus der Güte deines Herzens heraus getan?"
Ihre Schläge wurden nun schneller und schneller, untermalt von ihren giftigen Worten. "Hast du ihn deshalb getötet?"
"Leia!" Padmés Stimme zitterte vor Wut.
Sie bemerkte Lukes aufmerksamen Blick von gegenüber, als wolle er herausfinden ob Leias Worte wahr waren. So ist das also, dachte sie grimmig. Er schaute beschämt fort.
"Ich habe ihn getötet weil es meine Pflicht war." donnerte Bens Stimme durch den Hof. Cordé zog Benji mit sich hinein. Garen hingegen blieb ungerührt stehen und starrte seinen Vater an.
Nur Padmé wusste um diese weitere Lüge und ihr Herz zog sich zusammen. Wie oft würde er noch für sie lügen müssen, weil sie es nicht ertragen konnte ihren Kindern ein für alle Mal die Wahrheit zu sagen?
Der Stoß, der sie schließlich niederstreckte, kam unerwartet für Leia. Im nächsten Moment hatte er ihr Anakins Schwert abgenommen und seine Klinge kam einige Zentimeter von ihrer Kehle entfernt zum Halt. Eine einzelne Haarsträhne fiel unbeachtet zu Boden. Leia sah ihn fassungslos an.
"Während einem Kampf, Leia, musst du auf deine Emotionen achten. Denn wenn du es nicht tust werden sie dich zu Fall bringen."
Leia war sprachlos. Ihr Atem war schnell und laut.
"Das Schwert," sagte Ben schließlich mit einer Note der Endgültigkeit. ",werde ich bei mir behalten. Ich hatte eigentlich vor es euch mit zu geben, doch es ist offensichtlich das ihr noch nicht bereit dafür seit."
Leia sah nun mit erröteten Wangen auf den Boden. Padmé wollte zwischen die Beiden treten und schlichten, doch Ben blickte sie nur kopfschüttelnd an.
Anakins Schwert wurde an Bens Gürtel befestigt. Sein Eigenes hielt er fest in der Hand, seine Knöchel waren weiß, die Adern zeichneten sich blau unter seiner Haut ab. Er streckte ihr schließlich die andere Hand entgegen um ihr aufzuhelfen. Leia ignorierte ihn und mühte sich mit stolzem Gehabe auf die Beine.
Er nickte lediglich und schritt dann hinein.
"Du bist nicht der perfekte Jedi, der du immer vorgibst zu sein!" Ihre Stimme überschlug sich als sie ihm nachrief. Padmé warf ihr einen warnenden Blick zu, den die Jüngere ignorierte. Sie hatte noch nie gewusst wann Schluss war.
Ben sah sich um und blickte sie durchdringend an.
"Ich habe diesen Titel nie für mich beansprucht." Dann ging er an ihr vorbei, sie streckte noch die Hand aus.
Padmé spürte den brennenden Kloß in ihrer Kehle. Ihr erster Impuls Ben zu folgen erstarb, als sie Leia anblickte und erkannte was ihr zuvor verborgen geblieben war: Das sie sich mit ihren Worten mindestens ebenso sehr weh getan hatte wie ihm.
Sie ging zu ihr und schloss ihre Tochter in den Arm, einen Augenblick wehrte sie sich, doch dann kam das Weinen. Mit Leia zu sprechen war nicht möglich, sie war zu aufgewühlt, ihre Schluchzer ließen ihr keinen Raum zum reden. Padmé hielt sie und starrte die kleine Shiraya-Statue an. Padmé sprach innerlich ein Gebet, während ihre Hände Leias Haar hinab streichelten. Nach einiger Zeit hatte sie sich beruhigt.
Als sie Ben aufsuchte befand er sich im Schlafzimmer. Seine Arbeitskleidung hatte er gegen bequeme Leggins und ein weites Hemd eingetauscht. Er saß im Schneidersitz meditierend vor ihrem Bett.
Sie glitt hinter ihn und umfing ihn mit ihren Armen. Ihre Wange schmiegte sie an seine Schulter. Nach einiger Zeit drehte er den Kopf zu ihr und sagte: "Vielleicht hat sie Recht."
Padmé hob den Kopf und sah ihn an, als klar wurde das er sie nicht ansehen würde erwiderte sie: "Nein, das hat sie nicht. Sie ist ein zorniger Teenager die versucht zu verstehen was passiert ist."
Er senkte den Blick. Sein Kiefer wurde hart, dann schluckte er. Mit einem tiefen Atem kam Ruhe über ihn.
"Dies ist Anakins Platz."
Padmé schüttelte den Kopf. Bevor sie etwas erwidern konnte, sagte er: "Selbst jetzt, nach all den Jahren, sehe ich dich nie solange an wie ich es gern tun würde. Als seist du immer noch seine Frau. Als sei es nicht mein Platz dich auf diese Weise anzusehen."
Padmé rutschte vor ihn um ihn ansehen zu können.
Wie konnte er das nur sagen, nach all den Jahren? Wie konnte sie ihm nur begreifbar machen das es keinen Platz mehr hier für Anakin gab?
"Obi-Wan," begann sie, ihre Stimme klang in ihren eigenen Ohren müde. "Nein."
Es war alles was sie sagte, alles was sie dazu sagen würde. Stattdessen sah sie ihn einfach nur an und ließ ihn seinerseits ihr Gesicht, ihre Emotionen, ihr Selbst sehen.
Als er fort sehen wollte, schob sie ihre Hand unter sein Kinn und bedeutete ihm hochzuschauen. Es dauerte bis sie sich am anderen satt gesehen hatten, bis sie aufeinander trafen und sich mit geöffneten Augen küssten.
Als sie sich trennten konnte sie ein Brennen in ihrem Herzen spüren. Sie wusste nicht ob es Freude oder Schmerz war. Verfolgte sie dieses traf sie ein antwortendes Gefühl von ihm.
Einen Augenblick länger saßen sie zusammen und teilten ihre widersprüchlichen Gefühle. Das war das schöne daran auf diese Weise verbunden zu sein: Durch das Verstehen des Anderen auf dieser fundamentalen Art folgte ein letztendliches Angleichen.
Vielleicht würde auch er endlich verstehen das es in ihrem Herz schon lange keinen Platz mehr für einen Anderen gab.
Sie reisten auf offiziellen Wegen. Nur eine Familie von vier Leuten auf dem Weg von Tatooine nach Alderaan.
Die Spannung zwischen ihnen war nach wie vor greifbar und eine Reise von fünf Tagen auf engstem Raum machte Leia schnippisch und frustrierte Luke. Ben meditierte wann immer er konnte.
Sie sah an der Art wie Ben Leia beobachtete das er sich darauf vorbereitete ihren Konflikt für das kommende Schuljahr, das sie auf Alderaan verbringen würde, ruhen zu lassen. Sie wusste das es ihm nach ihrer letzten Auseinandersetzung schwer fiel, doch er schwieg und wartete.
Doch hier auf dem Transportschiff war es schwer sich aus dem Weg zu gehen. Leia wirkte oftmals unruhig, wie eine Gefangene. Padmé fragte sich inzwischen ob sie nicht mit ihrem Vater sprach weil sie noch wütend auf ihn war oder weil es ihr schwer fiel nach dem was sie einander gesagt hatten ihren Stolz zu überwinden.
Manchmal sah sie ihn an als müsse sie ein schweres Rätsel lösen. Manchmal stand sie unsicher in seiner Nähe, als wüsste sie nicht was sie sagen müsste um seine Aufmerksamkeit zu bekommen, bevor sie sich wieder abwandte.
An dem Abend bevor sie auf Alderaan ankamen verließ Padmé die Kabine die sie mit Ben teilte und machte sich auf die Suche nach Leia. Luke zuckte nur mit den Achseln, den Mund in einer missbilligenden Linie verzogen. Er hatte versucht Leia zu helfen, doch sie blockte immer wieder ab, inzwischen warteten sie nur noch darauf das der Bann brach.
Padmé fand Leia im Aufenthaltsraum. Sie saß am Fenster, ihr Blick war auf die fahl leuchtenden Sterne gerichtet. Padmé ließ sich ihr gegenüber nieder und blickte ebenfalls hinaus in die Schwärze.
"Wie war das mit dir und ihm?" fragte Leia schließlich. Ihr Blick huschte hinüber zu Padmé, suchend. Ihm, dachte Padmé, meinte sie...?
"Anakin?" Leia nickte.
"Ich denke..." Padmé seufzte. Die Erinnerungen kamen inzwischen einfacher. "Ich denke er ist die Liebe meines Lebens."
Leia durchbohrte sie mit ihrem Blick. Die Brauen waren tief in ihre sonst glatte Stirn gezogen.
"Aber," sagte Leia und es war leicht zu sehen das sie versuchte das Konzept ihrer Mutter und einem anderen Mann zu verstehen. ",was ist mit... Mit..." Leia biss sich auf die Lippe. "...Ben?"
Padmé ließ Leias Wahl des Namens unkommentiert, doch wahrscheinlich sprach ihr Gesicht Bände.
"Ben ist..." Padmé versuchte Worte dafür zu finden was er für sie war. Es war schwerer als erwartet. Vor ihr sah sie ihn wie er eben in ihrer Kabine meditierend am Boden gesessen hatte. Im vorbeigehen hatte sie seine Schulter berührt und sie hatte ein antwortendes Flimmern in ihrem Innern gespürt. "Er ist... Mein Seelenverwandter."
"Mom..." sagte Leia skeptisch, eine dünne Braue nach oben gezogen.
"Ja, ich weiß, Leia. Aber irgendwann wirst du verstehen was ich meine."
Leia verdrehte die Augen. Padmé tat so als habe sie es nicht gesehen. Es verging einiges an Zeit bis sie wieder sprach.
"Ist Ben noch böse auf mich?" Ihr offenes Haar fiel in weichen Wellen über ihre Schultern, hinab auf ihren Rücken. Padmé erinnerte sich an all die Abende die sie damit verbracht hatte ihre Haare zu bürsten und Leias Unwillen darüber still zu sitzen.
"Dein Vater war nie böse auf dich. Ich glaube... Ich glaube er ist frustriert über die Situation..." Padmé überlegte was sie noch sagen konnte ohne sein Vertrauen zu brechen. "Er ist traurig darüber."
Leia blickte Padmé lange Zeit an. Dann sah sie hinfort, die Augen auf eine Stelle gerichtet, einen bestimmten Stern. Padmé hatte sich ebenfalls einen ausgesucht.
"Ich weiß nicht was ich sagen soll..." sagte Leia schließlich.
"Was willst du denn sagen Leia?"
Der Aufenthaltsraum war um diese Zeit des Tages ruhiger, doch immer noch gut gefüllt und leise summend. Es war erstaunlich wie ungewohnt es war in einem Raum voller Menschen zu sitzen nach siebzehn Jahren ruhigem Leben auf Tatooine.
Leias Augen füllten sich mit Tränen, sie biss sich auf die Unterlippe. Mehrmals öffnete und schloss sie den Mund, dann schüttelte sie den Kopf und wandte sich ab.
Schließlich streckte Padmé die Hand aus.
"Leia, das ist deine letzte Chance mit deinem Vater vor Alderaan zu sprechen. Du musst mir nicht sagen was du fühlst, aber du solltest es ihm sagen."
Nach langer Zeit wandte sich Leia ganz ab. Ihr Gesicht zeigte die Spuren von Tränen. Padmé streckte die Hand aus und wischte die einzelnen Tränen hinfort, dann glitt sie zurück. Sie und ihre Tochter blieben sitzen, bis sie bereit war das sie gemeinsam zu ihrer Kabine zurückkehren konnten.
Dort trennten sie sich wortlos.
Am nächsten morgen würden sie Alderaan erreichen. Die Erleichterung darüber dem Schiff letztendlich zu entkommen war spürbar. Padmé fühlte sich als hätte sie die letzten Tage die Luft angehalten. Die ersten Schritte auf alderaanischen Boden nach all diesen Jahren waren erleichternd. Die Luft war mild und enthielt das Flüstern des Sommers. Es schien am morgen geregnet zu haben. Die Luftfeuchtigkeit fühlte sich wie ein Kuss auf Padmés Haut an.
Sie sah hinüber zu Ben, der sie beobachtete. Padmé hatte nicht bemerkt das sie lächelte, bis er es seinerseits erwiderte.
Sie ließen sich zur Akademie fahren, die im Zentrum Alderaas lag. Luke und Leias Erstaunen über die Größe, das viele Grün, die vielen Menschen waren für Padmé schmerzhaft und schön zugleich.
In der Akademie angekommen machten sich Ben und Padmé daran den Papierkram zu erledigen, während die Zwillinge ihre Zimmer aufsuchten. Es dauerte eine Weile bis sie beide mit dem bürokratischen Teil durch waren. Als sie die hellen Gänge der Akademie zu den Studentenwohnungen hinab gingen entdeckten sie Luke und Leia in Mitten einer Gruppe junger Menschen ihres Alters.
Luke war der Gesprächsführer mit seiner einfachen, enthusiastischen Art. Leia war die mit den sarkastischen Kommentaren über die alle lachten. Padmé sah Ben erleichternd lächelnd an. Als die Beiden sie entdeckten verabschiedeten sie sich und kamen zu den beiden über den Rasen gelaufen.
Luke überschlug sich vor fast vor Freude, Leias Zufriedenheit war subtiler, aber genauso spürbar. Die beiden zeigten ihnen ihre Zimmer, die zwar klein, aber ausreichend waren. Beide teilten ihre Räumlichkeiten mit jeweils einem Zimmergenossen.
Leias neue Zimmergenossin war eine junge Alderaanerin namens Irda, die bereits im zweiten Jahr hier lebte. Lukes Zimmergenosse war gerade nicht auffindbar, doch Luke sah einen Pilotenhelm an der Garderobe hängen und beschloss sofort das er ihn mögen würde.
Am späten Nachmittag aßen Padmé und Ben alleine in einem kleinen Diner in der Nähe der Akademie, nachdem Luke und Leia sich mit einigen Kommilitonen zum Abendessen trafen. Es war ein bißchen Wehmut, die Padmé empfand, doch es hatte auch etwas Schönes nach all den Jahren wieder gemeinsam und ohne Kinder eine Mahlzeit einzunehmen.
Ben merkte neckend man könne fast glauben sie haben eine romantische Verabredung.
Sie lachte darüber und schob ihre Hand über den Tisch und er ergiff sie mit sicheren Fingern.
Noch einige Zeit sprachen sie über Luke und Leia, bevor sie sich entschlossen zu dem Hotel zu gehen das sie sich für diese Nacht ausgesucht hatten. Die Abendluft war weit kühler als erwartet und Padmé war Obi-Wan dankbar das er ihr den alten Umhang um die Schulter legte.
Sie spazierten gemächlich durch die Altstadt Alderaas. Die untergehende Sonne verwandelte alles in Grau und Blau. Die Spiegelungen des Wassers zeichneten sich an die Brücke die sie gerade überquerten. Padmé blieb stehen und genoss den beinahe vergessenen Anblick von spiegelndem, klaren Wasser. So anders als die trübe Brühe die in den Zisternen von Tatooine wieder und wieder gefiltert wurden.
Sie hielten sich während dessen an den Händen. Mal zog sie ihn hinter sich her um ihm etwas zu zeigen das sie entdeckt hatte, wie eine besonders schöne Blume oder eine Reihe von blühenden Bäumen, die zarte rosane Blüten abwarfen.
Mal zeigte er durch ein leichtes Drücken ihrer Hand in welche Richtung sie gehen sollten, das es dort (wenn er sich Recht entsinnte) eine besonders malerische Gasse gab.
Die gingen an zahlreichen Geschäften vorbei. Padmé blieb an den aufwendig dekorierten Auslagen jedes Juweliers stehen. Sie seufzte und stöhnte bei dem Anblick der feingeschliffenen Arbeiten, der wunderbar eingefassten Ohrringen, filigranen Kettenzusammenstellungen mit besonders ausladenden Anhängern. Das Einzige das sie nicht kommentierte, ja beinahe beflissentlich ignorierte waren die Eheringe.
Natürlich wusste sie das er es bemerkte. Beide sahen hinfort und ignorierten das Ungesagte. Es würde solche Ringe nicht für sie geben. Das wofür sie standen hatte sie vor langer Zeit Anakin versprochen.
Die Vorstellung eines solchen Ringes an seiner Hand und das passende Pendant an ihrer... Es gab einen Grund das diese archaische Tradition des Besitzanspruches solchen Bestand hatte.
Schweigend und nachdenklich gingen sie im kühlen Licht der Straßenbeleuchtung weiter. Es begann zu nieseln und Padmé konnte nicht anders als ihr Gesicht dem Himmel entgegen zu strecken und aufzulachen. Unfähig sich diesen Wunsch zu versagen zog sie Ben zu sich und küsste ihn, sein Gesicht war feucht, wie das ihre.
Das Lächeln auf ihren Lippen, wanderte weiter zu ihm. Diese Freude mit ihm zu teilen machte sie glücklich und konnte sie fast darüber hinweg trösten das sie morgen bereits wieder auf dem Weg nach Tatooine wären. Sie schob den Gedanken hinfort und blieb im Jetzt. Er strich ihr das Haar aus dem Gesicht, das sich aus ihrem Zopf gelöst hatte und sich nun um ihr Gesicht lockte.
Sie gingen nun zielstrebig zu ihrer Unterkunft, doch trotzallem waren sie durchweicht als sie dort ankamen. Der Droide an der Rezeption klang beinahe pikiert.
Das Zimmer war spärlich möbeliert, doch das Bett bequem. Dort teilten sie noch mehr als Küsse miteinander, während der Sommerregen zunahm und leise prasselnd gegen das Fenster schlug.
Am nächsten morgen redeten sie beim Frühstück darüber ob es sinnvoll war Bail aufzusuchen. Padmé bezweifelte das sie überhaupt in die Nähe des Palasts kämen. Ben lächelte lediglich geheimnisvoll, er sagte es gäbe da Möglichkeiten.
Doch zuerst verbrachten sie den Tag damit Alderaan zu genießen, während die Zwillinge ihre ersten Verpflichtungen wahrnahmen, ihre Mitschüler kennen lernten, begannen sich einen Platz zu schaffen.
Alderaan war genau so wie in Padmés Erinnerungen. Ben führte sie durch die alderaanischen Gärten, die bereits in voller üppiger Blüte standen. Es war ein herrlicher Anblick, der Padmés Herz erfreute. Padmé konnte nicht genug davon bekommen. Dem vielen Grün, den unterschiedlichen Blüten in allen erdenklichen Farben, das Braun der Erde, dem sanften annehmbaren Blau des Himmels.
Sie schwelgte in Farben und Formen. Ben verfolgte ihre offenkundige Freude zufrieden.
Sie hielten sich an den Händen und spazierten bis sie einen Fleck fanden der zum verweilen einludt. Mal war es eine Bank, ein Stück moosbewachsener Boden oder ein umgefallener Baum. Dann setzten sie sich, mal saßen sie nur so da und redeten, mal schmiegte sie sich an ihn und sie schwiegen.
Als die Sonne ihren Zenit erreichte schlief Padmé in seinen Armen unter freiem Himmel ein während ihr die milde Sonne ins Gesicht schien.
Wann hatte sie sich das letzte Mal so sicher und behütet gefühlt? Wenn sie die Hände ausstreckte kitzelte das Gras ihre Handinnenflächen. Sie trieb dahin in dem Ozean ihrer Gefühle. Ben weckte sie schließlich mit sanfter Stimme und streichelte ihr Gesicht.
Als sie die Augen aufschlug stellte sie fest das der Himmel hinter ihm seine Augen zum strahlen brachte. Sie streckte ihre sonnengebräunte Hand aus um ihn berühren zu können.
Sein Blick auf ihrem Gesicht war wie die Sonne selbst: Blendend, doch wärmend und erwünscht. Sie schloss die Augen und seufzte zufrieden. Seine Handfläche presste sich an ihren Handrücken.
So konnte sie sich vorstellen sie sei auf Naboo.
"Erinnerst du dich?" fragte sie irgendwann und dachte an ihre langen Spaziergänge. An ihr Schweigen, ihre Gespräche und alles Ungesagte.
"Natürlich." Sie hieß die Welle der Erinnerung die sie sanft umspülte willkommen. Sie konnte sich selbst durch seine Augen sehen, jünger und trauriger. Die Haare aufwendig frisiert, in seidigen pastellfarbenen Kleidern, die sich langsam um ihren wachsenden Bauch spannten.
Padmé erinnerte sich auch an ihn aus dieser Zeit: Das Gewicht eines ganzen Ordens auf seinen starken Schultern, den Blick immer in Konzentration gesenkt. Er kam und ging in ihr Leben, es tat weh seine sich abwendende Form zu sehen, wie seine Schritte ihn weiter und weiter fort trugen. Am liebsten war ihr das prickelnde Gefühl seiner Widerkehr... Selbst damals.
Ihre Hände berührten sich nun nicht nur sondern hielten einander fest, als haben sie beide Angst das sie sich verlieren könnten.
Es dauerte eine ganze Weile bis sie schweigend aufstanden und Hand in Hand den Rückweg antraten.
Am späten Nachmittag trafen sie sich in einem kleinen Park in der Nähe der Schule mit Bail. Wie Ben das fertig gebracht hatte wusste Padmé nicht. Die beiden Männer unterhielten sich animiert und scherzend, so wie sie es immer getan hatten. Als sie einander besser sehen konnte, sah sie das breite Grinsen auf Bails Gesicht. Er hatte Padmé sofort erkannt. Mit wogenden Roben und offenen Armen schritt er über den Kiesweg und umarmte sie fest.
"Padmé," begann er freudestrahlend als er sie los ließ, seine Hände hielten sie an den Schultern fest, als könne er nicht glauben das sie hier war. "Ich sehe es geht dir gut?!"
Seine Augen strichen über ihr Gesicht, nahmen ihre Veränderungen ein und dann das was Gleich geblieben war.
"Ja." erwiderte sie lächelnd, überwältigt von dem Wissen das dies Bail, ihr Freund war, der vor ihr stand.
Auch an ihm war die Zeit nicht spurlos vorrüber gegangen. Seine Schläfen waren grau und das Haar etwas schütterer. Doch er trug den gleichen, immer-noch-schwarzen Bart, es waren die gleichen gütigen Augen, umrahmt von Lachfalten. Sie hätte ihn ohne Probleme wieder erkannt.
"Ich habe nicht mehr geglaubt dich noch einmal wieder zu sehen." Seine Stimme hielt Sorge und Erstaunen.
"Es ist wirklich eine Freude dich zu sehen, Bail." versicherte sie ihm.
Padmé warf einen Blick auf Luke und Leia, die etwas Abseits auf einer Bank saßen und den hochgewachsenen Alderaaner skeptisch beobachteten. Bail folgte ihrem Blick und sah die beiden Teenager erstaunt an.
"Sind das-?"
Padmé nickte lächelnd und deutete ihren Kindern zu ihnen zu kommen. "Ja, das sind Luke und Leia. Sie sind Zwillinge." An die beiden gerichtet sagte sie: "Kommt zu uns und begrüßt unseren Freund, Bail Organa."
Leias Blick war verblüfft. Sie ließ sich nichts anmerken, doch anhand ihres förmlichen Gebarens wusste Padmé da sie sehr wohl wusste wer er war.
Padmé stellte die beiden vor und erzählte davon das sie nun die Akademie besuchen würden. Bails Augen hielten einen wissenden Schimmer, ob Ben ihm bereits gebeten hatte ein Auge auf sie zu werfen? Schließlich war dies der Grund warum sie Alderaan gewählt hatten...
Luke und Leia verabschiedeten sich bald wieder um eine Einführungsveranstaltung wahrnehmen zu können. Dies gab Bail und ihren Eltern Zeit offen zu reden. Natürlich, versprach er unumwunden, würde er sich um die Zwillinge kümmern und auf sie aufpassen.
"Wie sieht es aus? Habt ihr alles was ihr braucht?" fragte er schließlich.
Ben warf ihr einen Blick zu. Als er sich wieder Bail zuwandte und ablehnte, sah Bail sie verwirrt und mit zusammengezogenen Brauen an. "Für einen Moment dachte ich ihr würdet euch miteinander unterhalten." Er lachte.
Als weder Padmé noch Ben in das Lachen einstimmten veränderte sich Bails Blick. Er nickte schließlich nachdenklich.
"Nun," sagte Bail. ",warum bleibt ihr nicht noch ein paar Tage?"
Ben schüttelte den Kopf und lehnte dankend ab.
"Danke, Bail, aber... Unsere Kinder warten auf Tatooine auf uns."
"Eure Kinder?" Bail blieb erstaunt stehen. "Kommt," sagte er und führte sie in Richtung eines Restaurants. ",ihr müsst mir alles erzählen."
Über die vielen Jahre die es zu erzählen galt vergaßen sie die Zeit. Sie erzählten von ihren Kindern, von Tatooine, von all den Schwierigkeiten dort zu leben. Bail erzählte mit traurigen Augen das Breha vor einigen Jahren verstorben war. Padmé erinnerte sich wehmütig an Breha, die ihren Kindern ein zuhause hatte geben wollen.
Als sie das Lokal verließen erzählte Bail in groben Zügen und gesenkter Stimme von der Rebellion die Jahr um Jahr wuchs.
Schließlich sagte er was Padmé befürchtet hatte: "Kommt nach Alderaan. Bringt eure Kinder mit. Ihr könntet hier ein gutes Leben führen. Wir sind relativ sicher. Niemand glaubt mehr das viele Rebellen hier leben. Wir könnten euer Wissen gebrauchen. Mit euch an der Seite der Rebellion..." Er ließ die Worte zwischen ihnen hängen, ahnungslos was sie in Padmé auslösten.
Ihr Mund war trocken geworden. Sie war nicht in der Lage zu wiedersprechen, deshalb schwieg sie. Ben rieb seinen Bart und sah sie nicht an.
"Das ist ein verlockendes Angebot..."
Padmés Herz schlug so durchdringend das sie glaubte die beiden Männer müssten es hören. Bails Blick glitt hinüber zu ihr, er ahnte das obwohl niemand ablehnte, es auch keine Zustimmung geben würde.
"Denkt darüber nach. Ihr seit hier immer willkommen."
Bail ergriff Bens Hand zum Abschied. Padmé umarmte Bail, er wiederholte noch einmal das sie immer willkommen waren. Wieder spürte sie den Schmerz, doch schob die Empfindung achtlos hinfort. Später würde sie sich damit auseinander setzen.
Später, wenn sie allein war und ihre Kinder sich langsam von ihr entfernten. Der Abschied war gekommen.
Die restlichen Stunden verbrachten sie zusammen, doch es war nicht genug um alles zu sagen. Padmé wusste nicht wieso, doch sie fing immer wieder an zu weinen. Luke und Leia sahen ihre Mutter halb belustigt, halb besorgt an.
Die Zwillinge brachten sie zum Dock an dem ihr Transportschiff ablegte.
Padmé wandte sich an Leia und umarmte sie fest. Die dünnen, aber starken Arme ihrer ältesten Tochter schlossen sich fest um sie. Padmé presste einen Kuss auf ihre Wange und wünschte ihr ein erfolgreiches Schuljahr. Das Mädchen das ihr so ähnlich sah nickte und ließ ihre Mutter los.
Padmé wandte sich an Luke. Er strahlte, doch seine Augen glänzten feucht. Padmé musste auflachen bei seinem breiten Grinsen. Aus dem Augenwinkel sah sie wie Leia ihren Vater unsicher ansah, er trat auf sie zu, als wolle er etwas sagen. Einen Moment später hatte sich Leia in seine Arme geworfen, ihr Gesicht presste sie in die Falten seiner Kleidung.
Sie murmelte etwas in seine Tunika, das Padmé nicht verstand, doch sie sah den ergriffenen Ausdruck auf Bens Gesicht und spürte das unbändige Pochen des Bandes.
Auch Luke sah nun seinen Vater und Schwester an, wahrscheinlich spürte er seinerseits Leias Emotionen die ihn ergriffen. Die Tränen die über sein Gesicht flossen waren aussagekräftig.
"Daddy," murmelte Leia nun mit dünner Stimme. "Ben, ich hab dich lieb."
Ben gab seinerseits ein Geräusch von sich, als habe er einen Schlag abbekommen und er presste sein Gesicht an ihr Haar. Er murmelte etwas, Padmé verstand lediglich das abschließende, innige Prinzessin.
Luke und Padmé sahen sich lächelnd an. Sie wandten sich ab und sprachen noch einige Momente leise miteinander bevor Leia und Ben, sichtlich mitgenommen, zu ihnen kamen.
Es wurde Zeit: Das Transportschiff würde in einigen Minuten ablegen. Es schien Leia sichtlich schwer ihren Vater los zu lassen. Ihr schien schließlich klar geworden zu sein wie viel Zeit sie verloren hatte.
Als Padmé und Ben nebeneinander auf dem Schiff standen, fanden sich ihre Hände automatisch, so wie Luke und Leia auf der anderen Seite der Rampe die Hand des Anderen erfassten.
Die Türen schlossen sich, dann legte der Transporter mit gemächlicher Langsamkeit ab. Bald waren die Beiden nicht mehr zu erkennen. Padmé wandte sich schließlich von dem Fenster ab und Ben zu. Er nahm sie wortlos in die Arme.
Sein Mantel war feucht, wo Leias Tränen den Stoff durchweicht hatten. Padmés Tränen fielen auf die gleiche Stelle.
