Anmerkungen der Autorin:
[…] Mir gehören weder Bleach noch Harry Potter, ich habe enormen Respekt für die Autoren, die sie geschaffen haben, und bin allen dankbar, die diese Geschichte mögen und Woche für Woche zurückkommen. Es ist beinahe anderthalb Jahre her, seit ich angefangen habe, dies zu veröffentlichen, das kann ich kaum glauben...
Anmerkungen der Übersetzerin:
Allen meinen Lesern einen schönen dritten Advent 2018!
In den eckigen Klammern standen Bemerkungen von Eradona über ein nicht von ihr genehmigtes Posting der Geschichte als PDF auf einer anderen Seite durch einen User, den sie namentlich nennt – was die Motivation für das Schreiben des dritten Teils nach unten gedrückt hat…
Das Original findet ihr wie immer unter "www(x)fanfiction(x)net/s/7673707/1/Bleach-and-the-Half-Blood-Prince". Einfach (x) durch einen Punkt ersetzen...
Anmerkungen zum Textformat
:Der innere Hollow spricht:
Kapitel 36
"Ich hatte mir nicht vorgestellt, dass wir seinen Geburtstag so mit ihm verbringen", sagte George, als er sich neben seine Schwester setzte.
"Jaah - wir hatten uns gedacht, dass er bei Bewusstsein ist, wenn wir ihm sein Geschenk geben", stimmte Fred düster zu, während er ein fröhlich verpacktes Päckchen auf einen Tisch in der Nähe stellte.
Sie befanden sich im Krankenflügel, um Rons Bett versammelt. Sobald Ichigo Madame Pomfrey geholt hatte, hatten er, Harry, Ginny und Hermine den ganzen Tag draußen gewartet, zeitweise hatten sich die anderen zu ihnen gesellt. Sogar Malfoy kam vorbei, spottete über Rons Missgeschick, aber als er an Ichigo vorbei ging, berichtete er mit leiser Stimme, dass sich niemand in Slytherin zu der Tat bekannt hatte - jedenfalls bis jetzt nicht. Und Draco beherrschte nicht Legilimentik so wie Ichigo, Professor Snape und Professor Dumbledore es taten, also konnte er auf diese Weise die Wahrheit nicht herausfinden. Er hatte allerdings ein paar Verdachtsmomente, die er ihnen später mitteilen würde. Ichigo hatte dies den anderen berichtet sobald Malfoy gegangen war, 'fortgejagt' von Harry.
Sie hatten kurz vor acht Uhr Abends endlich die Erlaubnis bekommen, ihn zu besuchen. Die Zwillinge waren direkt danach eingetroffen. Sie waren in Hogsmeade gewesen, so erklärten sie, um über den Kauf von Zonko's nachzuforschen. Sie hatten sich dazu entschlossen, den Kauf für den Moment zurückzustellen, da ihre Hauptzielgruppe - die Schüler - Hogsmeade gegenwärtig nicht besuchen konnten.
"Also wie ist es passiert?" fragte Fred, der sich neben Ichigo setzte. Harry erzählte kurz, mit ein paar Bemerkungen von Ichigo, was passiert war. Sie waren es bereits - mehrmals - für Professor McGonagall und Professor Dumbledore durchgegangen.
"Zum Glück hast du an den Bezoar gedacht", sagte George mit leiser Stimme.
"Zum Glück war einer im Zimmer", seufzte Ichigo. "Ich habe ihm Zutaten zugerufen, aber ich glaube nicht, dass er mich tatsächlich gehört hat -"
"Die meisten sind an mir vorbeigegangen", gab Harry zu. Im Nachhinein gesehen hätte vielleicht Ichigo die Zaubertränke-Kiste von Slughorn durchwühlen sollen. Er starrte seinen Freund an, der ohnmächtig im Bett lag, und eine ganze Woche lang im Krankenflügel würde bleiben müssen.
Hermine schniefte, was Ichigo zu ihr hinüber sehen ließ. Sie war den ganzen Tag ruhig geblieben und hatte sich an Harrys und Ginnys Diskussion darüber, wie er vergiftet worden war, nicht beteiligt. Sie hatte stattdessen mit weißem Gesicht neben Ichigo gestanden, bis es ihnen erlaubt worden war, ihn zu sehen.
"Wissen Mum und Dad Bescheid?" fragte George.
"Sie waren vorhin hier", erwiderte Ginny. "Sie sind gerade bei Professor Dumbledore und Professor McGonagall."
"Sie werden bald zurück sein, da bin ich sicher", fügte Ichigo hinzu, während er sich unterbewusst da den Fuß rieb, wo jemand aus Versehen darauf getreten war. Er war sich nicht sicher wer es gewesen war. Es hätten Rukia, Tatsuki, Karin, Hermine oder Ginny sein können - alle waren auf ihn zugestürmt als sie auf der Krankenstation angekommen waren. Harry hatte den Ausweg eines Feiglings genommen, indem er sich hinter ihn geduckt hatte, so dass er die Hauptlast des 'Angriffs' tragen musste. Die Mädchen hatten gehört, dass jemand im Büro von Professor Slughorn vergiftet worden war - und sie hatten gehört, wie die Namen der drei Jungen erwähnt wurden... Da sie also nicht wussten, wer von ihnen es war, waren sie durchgegangen wie eine Herde wilder Thestrale. Rukia hatte Ichigo beinahe in zwei Teile gedrückt, als sie ihn draußen auf dem Flur hatte stehen sehen. Toshiro, Uryu, Momo, Orihime und Yuzu waren später herbeigeeilt, da sie die Nachricht zuletzt bekommen hatten.
Alle hörten auf zu reden, als Ron im Schlaf vor sich hin murmelte.
"Also war das Getränk vergiftet?" fragte George.
Ichigo nickte und Harry erklärte: "Slughorn hat das Met ausgeschenkt..."
"Hätte er Zeit gehabt, etwas heimlich ins Glas zu schütten?"
"Ich schätze schon", Ichigo zuckte die Achseln. Er dachte allerdings nicht, dass das der Fall war.
"Warum sollte er das wollen?" fragte Harry. In seinem Kopf ergab das keinen Sinn.
"Wirklich keinen blassen Schimmer; könnte er die Gläser vertauscht haben? Es vielleicht dir geben wollen?" bohrte George weiter nach.
"Warum sollte er Harry vergiften wollen?" fragte Ginny alarmiert.
"Na ja, ich bin mir sicher, dass eine ganze Menge Leute das wollen - zum Beispiel das ganze Haus Slytherin..."
"Du meinst du denkst, er ist ein Todesser", Ichigo sagte es wie eine Feststellung, nicht wie eine Frage.
"Na ja, alles könnte möglich sein. Er könnte unter dem Imperius stehen..."
"Nein", Ichigo schüttelte den Kopf. "Ich denke, es war in der Flasche - wahrscheinlich war es für Slughorn selbst gedacht." Die Flasche war fest versiegelt gewesen. Soviel hatte Ichigo bemerkt.
"Wer würde Slughorn töten wollen? Er ist ziemlich harmlos -" wandte Ginny ein.
"Na ja", grübelte Ichigo, "Professor Dumbledore glaubt, dass Moldy Slughorn auf seiner Seite wollte, und wenn nicht - will er ihn tot sehen. Slughorn war sein Hauslehrer..."
"Aber du hast gesagt, dass er geplant hatte, die Flasche Professor Dumbledore zu geben", erinnerte ihn Ginny. "Also - hätte es auch für Professor Dumbledore sein können."
"Eine ziemlich leichtsinnige Art, das anzugehen", sagte Hermine, die das erste Mal seit Stunden sprach. "Es gab keine Garantie, dass das Met Professor Dumbledore erreichen würde."
"Na ja, das mit der Halskette war auch nicht gerade ein Geniestreich", sagte Ichigo gedehnt. Draco dachte, dass es vielleicht Crabbe oder Goyle - oder beide - gewesen war, in dem Versuch, sich bei Voldemort lieb Kind zu machen. Ichigo glaubte ihm: Obwohl Draco kein großartiger Denker war, stellte er sich als schlauer und einfallsreicher heraus, als sie ihm ursprünglich zugetraut hatten. Anscheinend war er aus mehr Gründen als seiner Blutlinie in Slytherin.
"Er-mi-nee", stöhnte Ron unerwartet. Alle starten ihn an und warteten darauf, ob er noch mehr zu sagen hatte, aber er fing nur an zu schnarchen.
"Ihr glaubt doch nicht, dass es jemand mit einem Groll gegen das Quidditch-Team ist, oder? Erst Katie, dann Ron..." fragte sich Ginny.
"Das kann ich mir ehrlich nicht vorstellen", George schüttelte den Kopf. "Allerdings hätte Wood sich möglicherweise um die Slytherins gekümmert, wenn er das gekonnt hätte."
"Ich bezweifle, dass es irgendwas mit Quidditch zu tun hat, aber ich denke, dass die Angriffe miteinander zusammenhängen", stimmte Hermine zu.
"Hm, keine Einwände", nickte Ichigo.
"Wie kommst du darauf?" fragte Fred sie.
"Sie sollten tödlich sein und waren es nicht; aber das war reines Glück."
"Außerdem haben die Halskette und das Gift das vorgesehene Opfer nicht erreicht. Das macht die Schuldigen sogar noch gefährlicher."
"Die Schuldigen sind rücksichtslos. Ihn oder sie kümmert es anscheinend nicht wer - oder wie viele Leute - zu Schaden kommen."
Alle blinzelten, als Ichigo und Hermine die Erklärung herunter rasselten, und Fred und George sahen einander an.
"Ich dachte wir wären diejenigen, die das tun sollten?" fragte George seinen Zwilling.
Ehe Fred eine schlagfertige Antwort geben konnte öffnete sich die Tür und Arthur und Molly Weasley eilten herein. Zuvor hatten sie sich nur vergewissert, dass es Ron gut gehen würde, als sie angekommen waren. Jetzt umarmte Mrs. Weasley Harry kräftig.
"Oh, Harry! Professor Dumbledore hat uns gesagt, was du getan hast -"
"Es scheint so, als stünde unsere halbe Familie in deiner Schuld", seufzte Arthur und er wandte sich an Ichigo, "und in deiner auch."
"Aber - ich - ich habe nicht..." stammelte Harry beklommen.
Ichigo stand mit Fred und Arthur beieinander; sie waren die einzigen im Raum, die über Shinigami Bescheid wussten. Ichigo war sich ziemlich sicher, dass sie beide erleichtert waren, dass Ichigo bei Ron kein Konso hatte durchführen müssen.
Zur Hölle, Ichigo war selber erleichtert. Ron mochte häufig frustrierend und oft irritierend sein... aber er war außerdem ein Freund und Harry gegenüber unerschütterlich loyal. Er hatte das nicht verdient.
"Nun ja, es war ein Glückstag für unsere Familie als Ron beschloss, sich in dein Abteil zu setzen, Harry", sagte Arthur leidenschaftlich.
"Und auch ein Glücksfall, als Professor Dumbledore beschlossen hat, Hermine zu deiner Kontaktperson in Hogwarts zu ernennen", ergänzte George. "Ich glaube nicht, dass unsere Familie es ohne Harry geschafft hätte und wir alle - Harry eingeschlossen - schulden euch allen etwas."
"Nun ja", Ichigo sah unbehaglich aus. "Es sind nur sechs hier drin erlaubt, also ehm, gehe ich mal, ehe M. Pomfrey hier rein kommt und mich rausschmeißt. Fred, falls du oder George im Turm vorbei schauen wollt, habe ich noch mehr Zeug für euch."
"Na klar, Ichigo, danke", nickte Fred.
Harry entfernte sich ebenfalls, genau wie Hermine, damit Rons Familie mit ihm allein sein konnte. "Wer könnte das tun?" machte sich Harry frustriert Luft, während sie zurück zum Gryffindor-Turm gingen.
Ichigo sah sich um, ehe er redete. "Es ist nicht Draco", sagte er. "Er denkt, dass jemand versucht, ehm, ihm die Show zu stehlen? Das ist, glaube ich jedenfalls, die Redewendung."
"Also - wir kennen das Opfer - oder das beabsichtigte Opfer?" erkundigte sich Hermine, obwohl sie die Antwort bereits kannte.
"Ja - Professor Dumbledore", Ichigo nickte. "Das ist ihm bereits bewusst, erinnert ihr euch?"
"Richtig - also lautet die Frage jetzt: Wer versucht zuerst an Professor Dumbledore heranzukommen und den Plan, den Draco hat, zum Scheitern zu bringen?" fragte Harry.
"Draco denkt, dass es entweder Crabbe oder Goyle ist - weil sich keine Gedanken gemacht wurden, weder über die Planung noch über die Konsequenzen."
"Das ergibt tatsächlich Sinn. Ich glaube nicht, dass ihr IQ zusammengenommen zweistellig ist", nickte Hermine.
Sie mussten die Fette Dame aufwecken um in den Turm zurück zu kommen, was sie verärgerte, aber dann musste Harry mit einem anderen Ärgernis zurechtkommen...
"Ah, endlich Potter!"
Sie alle zuckten zusammen, als eine massige Gestalt sich drohend aus einem Stuhl neben dem Feuer aufrichtete. Es war McLaggen.
"Ich habe Stunden auf dich gewartet", sagte er. "Ich habe gesehen, wie sie Weasley vorhin in den Krankenflügel gebracht haben; es sah nicht so aus, als könnte er in der nächsten Woche spielen."
Sie mussten ihn anstarren ehe Harry endlich begriff, dass er über Quidditch sprach. Am nächsten Samstag stand ein Spiel gegen Hufflepuff an.
"Richtig - Quidditch..." seufzte Harry. "Na ja, da du sein Ersatzmann bist, spielst du dann Hüter."
"Richtig! Hör zu, wir sollten vorher reden. Ich habe ein paar Ideen zur Strategie..."
Ichigo hüstelte als Harry ein Ächzen unterdrückte und sagte: "Eh, ich höre sie mir morgen an; jetzt bin ich ein bisschen müde..." Er verschwand so schnell, dass Ichigo hätte schwören können, dass er Shunpo benutzt hatte.
Die nächsten paar Tage, überlegte er, während er in einem gemächlicheren Tempo hinterher hinkte, würden interessant werden...
Während Neuigkeiten von Rons Vergiftung ein wenig Aufruhr erzeugt hatte, verursachte es nicht den Aufschrei wie der Angriff auf Katie. Er war schließlich im Büro des Zaubertrank-Meisters und es war sehr gut möglich, dass es ein Unfall gewesen war (als ob ein Profi einen solchen Unfall zugelassen hätte, hatte Ichigo gespottet). Es gab mehr Interesse am bevorstehenden Quidditch-Spiel, da es gegen Hufflepuff ging; Smith war Jäger in dem Team und das Haus Gryffindor - Ichigo eingeschlossen - wollte ihn für seine Kommentare während dieses letzten Spiels gründlich vermöbeln. Es war das erste Mal, dass Ichigo eine entschiedene Meinung zu einem Spiel hatte, und Hermine stimmte ihm zu. Smith musste verlieren, und das gründlich.
Harry wurde andererseits abwechselnd von Cormac und Lavender verfolgt. Zwischen der Nachhilfe für Draco, Hausaufgaben, dem Versuch einen Weg zu finden mit Slughorn zu reden und mit diesen beiden zurecht zu kommen - würde es Harry beinahe begrüßen von Voldemort getötet zu werden. Beinahe. Als sie nicht an Harry heran kamen, belästigten sie ständig Ichigo, der keineswegs genauso höflich mit seinen Versuchen war, sie loszuwerden. Und während Harry keine rohe Gewalt gegen McLaggen anwenden konnte - wie Ron oft sagte, hatte er die Größe eines Trolls - konnte Ichigo das wenn nötig, und er hatte in der Vergangenheit bewiesen, dass er mehr als in der Lage war, ihn grob anzugehen. Genau genommen - freute er sich tatsächlich darauf, es wieder zu tun und ertappte sich dabei, dass er unbewusst die Fingerknöchel knacken ließ, wenn der Idiot in der Nähe war.
Harry konnte sich nicht entscheiden, was ihn mehr nervte - McLaggens Andeutungen, dass er ein besserer ständiger Hüter sein würde, seine Kritik an den anderen Spielern (Tatsuki drohte, mehr als ein paar Knochen zu brechen) oder seine behämmerten Trainingspläne. Harry, dem von Ichigo und Tatsuki der Rücken gestärkt wurde, erinnerte ihn ständig daran, dass er, Harry, der Teamkapitän war, nicht McLaggen. Selbst Rukia hatte einmal direkt mit einem Klatscher auf ihn gezielt - nachdem er ihre Zielgenauigkeit kritisiert hatte. Nicht besonders klug bei einem rachsüchtigen Winzling, der immer noch wegen seines Annäherungsversuchs sauer auf ihn war...
Was Lavender anging... sie versuchte, mit jedem der zuhören mochte, über Ron zu reden. Zuerst sagte niemand etwas zu ihr, was sie völlig nervte. Aber nachdem sie über diese wahrgenommene Beleidigung hinweg gekommen war, versuchte sie sie in die Ecke zu drängen, um über Rons Gefühle zu reden - eingehend. Und zwar eingehender, als sich sowohl Harry als auch Ichigo wohl dabei fühlten.
"Geh einfach zu Ron und rede mit ihm darüber!" explodierte Ichigo endlich, der von ihr total gefrustet war.
"Er schläft immer!" schoss sie genauso frustriert zurück.
"Huh?" beide Jungen waren überrascht, da Ron immer höchst aufmerksam war, wenn sie hoch gingen um ihn zu besuchen. Nachdem sie ihr entkommen waren, sah Ichigo Harry an und sagte mit einem leisen Knurren: "Ich werde ihn umbringen."
"Stell dich hinten an."
Es kam so weit, dass sie entweder den Unterricht oder die Jungentoiletten dafür verwendeten, ihnen zu entkommen. Rukia und Tatsuki waren ebenfalls bereit, bei den beiden körperlichen Schaden anzurichten... Ichigo konnte sich gerade so vorstellen, sie sehr Karin sich bei Yuzu und Toshiro beschwerte - da Toshiro anfing, McLaggen ebenfalls ziemlich grimmige Blicke zuzuwerfen und es angefangen hatte, dass sich Eis an den Wänden bildete, sobald er in der Nähe war. Ein totsicherer Hinweis darauf, dass etwas den Kommandanten der Zehnten Kompanie verärgerte.
Es wurde langsam unsicher, ob er als pelzige Kreatur, mit allen Knochen im Leib gebrochen oder als Eisskulptur enden würde.
Am Tag des Quidditch-Spiels ging Ichigo früh los, um sich zu Hermine (einer tatsächlich viel glücklicheren Hermine als Gesellschaft), Neville, Dean und Seamus auf der Tribühne zu gesellen, während Harry in letzter Minute Ron besuchte.
"Liegt es an mir", sagte er zu der Gruppe, "oder habt ihr auch dieses vage Gefühl von - Grauen?"
Die anderen sahen einander an und nickten. "Jaah, weiß aber nicht warum..." antwortete ihm Seamus.
"Ich schon", Peakes, der mit Cootes vor ihnen stand, drehte sich um. "Es ist McLaggen. Er denkt, dass er der Kapitän ist - und dass er jede Position besser spielen kann als du."
"Wobei Harry ihn die ganze Woche lang daran erinnert hat, dass er es nicht ist und es nicht kann", seufzte Ichigo.
"Du musst ihn nur zu der Liste der Leute hinzufügen, die du in Kaninchen verwandeln musst", neckte ihn Dean.
"Wenn das so weiter geht, wird das die gesamte Schule", sagte Ichigo trocken, was sie alle zum Lachen brachte.
Sie sahen zu, wie die beiden Mannschaften auf das Feld flitzten und ihnen blieben die Münder offen stehen, asl eine verträumte Stimme über das Stadion schwebte.
"Und das ist Smith mit dem Quaffel", Luna kommentierte? Wirklich? Sie erlaubten ihr - "Er hat das letzte Mal kommentiert und es geschafft, ganz Gryffindor zu verärgern. Ginny Weasley ist in ihn hineingeflogen, möglicherweise absichtlich, und Ichigo hat geschworen, ihn dafür, dass er Rukia beleidigt hat, in etwas kleines und pelziges zu verwandeln... Soweit ich weiß sind eine Menge Wetten darüber in der Schwebe, wann er es tatsächlich tut... Ich habe selber einen Sickel im Topf..."
"Oh mein Gott", würgte Ichigo heraus. Er sah die anderen an. "Wetten?"
Alle nickten und Neville meldete sich mit: "Ich habe auch fünf Knuts eingezahlt!" zu Wort.
Ichigo starrte ihn mit offenem Mund an, während Hermine neben ihm leise gluckste.
"Oh, und jetzt hat Ginny ihm den Quaffel abgenommen, ich mag sie, sie ist sehr nett..."
Ichigo kämpfte darum nicht zu lachen, aber es würde schwierig werden. Dies sollte ein interessantes Spiel werden...
"Aber jetzt hat ihr dieser wirklich große Hufflepuff den Quaffel abgenommen, oh, das war raffiniert, ich kann mich nicht an seinen Namen erinnern, Bibble - Buggins -"
"Cadwallader!" Professor McGonagalls Stimme dröhnte von neben Luna über den Lautsprecher. Da drehte Ichigo durch - aber alle anderen auch. Allerdings...
McLaggen war so sehr damit beschäftigt, Ginny dafür herunterzuputzen, dass sie Cadwallader den Quaffel hatte stehlen lassen, dass er es zuließ, dass derselbe Spieler hinter seinem Rücken traf. Dies brachte Harry dazu, ihm mit rotem Gesicht etwas zuzurufen - etwas, schätzte Ichigo, das möglicherweise nicht sehr nett war. Zum einen putzte McLaggen Harrys Freundin herunter; zum anderen - hatte er immer noch nicht bemerkt, dass Hufflepuff getroffen hatte.
"Und jetzt hat Harry Potter einen Streit mit seinem Hüter", sagte Luna gleichmütig. "Ich glaube nicht, dass es ihm dabei hilft den Schnatz zu finden, aber das könnte nur eine List sein..."
"Das wird schlimm..." sagte Hermine unheilverheißend, während sie den Kopf schüttelte.
"Denkst du?" erwiderte Seamus. "Du solltest ihn beim Training sehen."
"Nein danke, ich bin ihm die ganze Woche über ausgewichen", sagte Ichigo trocken. "Er denkt, dass er Harry davon überzeugen kann, ihn anstelle von Ron dauerhaft zum Hüter zu ernennen." Mehrere Augenpaare richteten sich auf ihn und starrten ihn ungläubig an.
"Wie bitte?" sagte Cootes und blinzelte ihn an. "Ist er wahnsinnig?"
Ichigo nickte. "Jaah -" Irgendwie hatte McLaggen es bequemerweise geschafft zu vergessen, dass Ichigo ihn in den Krankenflügel geschickt hatte, weil er sich an Rukia heran gemacht hatte. Er stand kurz davor, wieder dort zu landen... einfach, weil er nervte.
Ihre Aufmerksamkeit wurde wieder auf das Spiel gezogen. Ginny und Demelza hatten beide getroffen, Cadwallader aber auch; Luna allerdings schien am Spielstand nicht besonders interessiert zu sein. Sie machte auf Dinge wie seltsam geformte Wolken aufmerksam, redete über die Reise nach Japan während des Sommers, und war besonders beredt über die Tatsache, dass Smith es nicht geschafft hatte, den Quaffel mehr als eine Minute lang zu halten (insbesondere Karin hatte es auf ihn abgesehen und war eine besondere Plage, wann immer er den Quaffel hatte), und spekulierte darüber, dass er an 'Verlierer-Zipperlein' litt.
Ich frage mich, was für einen Gesichtsausdruck Uryu gerade hat, fragte sich Ichigo, während er ein Lachen unterdrückte. Er war sich ziemlich sicher, dass Toshiro es ihm später erzählen würde. Er vergötterte Luna wie eine Schwester, sie war eine wahrhaft wunderbare Person, aber manchmal fragte er sich, was in ihrem Kopf vor sich ging...
"Siebzig-Vierzig Hufflepuff!" unterbrach Professor McGonagalls Stimme das träumerische Selbstgespräch.
"Oh, tatsächlich?" sagte Luna vage. "Hatte ich nicht bemerkt. Oh schaut, der Hüter von Gryffindor hat sich den Schläger eines der Treiber geschnappt - oh je, es ist der von Rukia - das wird nicht gut ankommen..."
Ichigos Augen wurden groß und er fühlte, wie ein roter Schleier seine Sicht verfärbte.
:Dieser miese kleine - er legt sich mit der Königin an! Lassen wir ihm das durchgehen?:
Oh, nein...
Ichigo machte sich nicht einmal die Mühe, Hichigos verärgertes Knurren zu unterdrücken; er kämpfte ebenfalls mit einem verärgerten Knurren. Er spürte, mehr als er es sah, dass die anderen ihn besorgt ansahen; McLaggen hatte in der Tat die Torpfosten verlassen; und aus unbekannten Gründen hatte er Rukia ihren Schläger abgenommen und demonstrierte ihr anscheindend, wie man den Klatscher richtig in Richtung des näherkommenden Cadwallader schlug. Ichigo konnte selbst aus der Entfernung sehen, wie der Zorn in ihren violetten Augen aufblitzte.
Sie würde ihn umbringen - wenn Harry es nicht für sie tat.
"Wirst du ihr wohl ihren Schläger zurück geben und zu den Torpfosten zurück gehen!" hörte die gesamte Menge Harry den Ersatzhüter anbrüllen, während er auf ihn zu flog - was er vorhatte, wusste noch nicht einmal Ichigo. Im selben Moment vollführte McLaggen einen riesigen, nachdrücklichen Schlag gegen den Klatscher und traf ihn falsch -
"Nein!" schrie Hermine zusammen mit einer ganzen Menge anderer Leute. Ichigo streckte die Hand aus, aber der Kido-Zauber verließ nie seine Lippen. Momo war viel schneller als jeder von ihnen, oder selbst Ginny, die panisch mit ausgestreckter Hand auf ihren stürzenden Freund zuflog, oder sogar Professor Dumbledore. Ein riesiges, sternenförmiges Kissen aus Reishi erschien, das an mehreren Türmen verankert war, und fing den Kapitän des Gryffindor-Teams auf, ehe er zu Boden stürzen konnte. Ginny sprang ihm buchstäblich von ihrem Besen nach, sie wollte verzweifelt sehen wie es ihm ging und rief immer wieder seinen Namen.
Ichigo sah zu diesem Zeitpunkt rot. In seiner inneren Welt heulte Hichigo vergnügt, trieb ihn an... und noch nicht einmal Zangetsu versuchte, ihn zu beruhigen. Genau genommen - war er in dieser Sache verdächtig still. Das heulende Gelächter der Slytherins über das Lustspiel an Fehlern zu dem das Spiel wegen McLaggens Arroganz geworden war - verstummte plötzlich, als sie Lunas nächste fröhlichen Worte hörten.
"Oh, ich frage mich, zu was für einem winzig kleinen Tier er gleich werden wird..."
Alle Augen im Stadion schwenkten dahin, wo Ichigo hoch auf die Wand gesprungen war, auf deren Kante er leicht balancierte, den Zauberstab direkt auf sein ahnungsloses Opfer gerichtet, und für die nächsten Sekunden wagte niemand zu atmen oder sogar zu blinzeln aus Angst, etwas zu verpassen.
Alle Spieler, sogar Tatsuki, die in McLaggens Richtung unterwegs gewesen war um Rukia zu helfen indem sie ihm den eigenen Schläger über den Kopf zog, bewegten sich schleunigst aus der Schusslinie.
"Ichigo -" wisperte Hermine, aber sie machte keine Anstalten ihn aufzuhalten.
Andererseits tat es auch keiner der Professoren.
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Harry hob vorsichtig den Kopf und stellte fest, dass Ron ihn angrinste. Harry öffnete den Mund um etwas zu sagen, aber Ron legte den Finger vor die Lippen und schüttelte den Kopf. Ginny war auf seiner rechten Seite und sie half ihm, sich aufzusetzen, wobei sie ihm schnelle aber heftig umarmte. Er legte eine Hand auf seinen Kopf und fühlte einen dicken Turban aus Verbänden.
"Schädelbruch", hauchte Ginny ihm ins Ohr.
Die Vorhänge um sein Bett waren zugezogen und Hermine bemannte sie. Sie zeigte allerdings ein übertriebenes Interesse an etwas, das außerhalb dieses Umkreises vor sich ging.
"Ich bringe -" brachte Harry mühsam heraus, nur dass Ginny ihm den Finger auf die Lippen presste. Sie und Ron halfen ihm zu den Vorhängen und alle vier spähten hinaus.
Die Professoren Dumbledore, Snape und McGonagall waren um den zornig und finster drein blickenden Ichigo geschart, der einen bockigen Ausdruck auf dem Gesicht hatte - jedenfalls dachte Harry das. Jedenfalls war er noch grimmiger als sein normaler finsterer Blick.
"Mr. Kurosaki -" sagte Professor McGonagall müde.
"Nein."
"Sie können nicht einfach -"
"Nein."
Sie warf die Hände in die Luft und wandte sich an Snape. "Reden Sie ihm gut zu!"
"Nein."
"Severus!"
"Ich bin nicht sein Hauslehrer", Snape grinste tatsächlich vor Vergnügen; Harry musste sich den Kopf stärker als gedacht angeschlagen haben, wenn er das sah. Der Professor schien sich tatsächlich gut zu amüsieren.
"Albus -"
"Ich befürchte, Minerva, dass wir feststecken, bis jemand diesen Kido-Schild durchdringen kann. Selbst Mr. Hitsugaya, Miss Hinamori und Miss Kuchiki zusammen konnten ihn nicht entfernen."
Harry dachte, dass er die Professorin etwas in der Richtung hatte murmeln hören, dass sie sich nicht besonders angestrengt hatten; dann fragte sie: "Sein Großvater?"
Professor Dumbledore seufzte. "Ich befürchte, dass Yama im Moment niemanden entbehren kann", Professor Dumbledore klang verstimmt darüber. "Wenigstens niemanden, der stark genug ist, um dieses Schild durchdringen zu können. Nur drei Personen sind tatsächlich qualifiziert, und sie sind im Moment ziemlich beschäftigt."
"Strafarbeiten -"
"Gut", fiel ihr Ichigo ins Wort. "Ich mache Strafarbeiten. Wenn sie mir die geben wollen bis zum Ende des Jahres. Aber ich verwandele diesen arroganten Arsch nicht zurück, bis ich denke, dass er seine Lektion gelernt hat." Er drehte sich um und sah Professor Dumbledore aus zusammengekniffenen Augen an. "Und Sie wissen genauso gut wie ich, dass Opa niemanden schicken wird. Er kennt mich zu gut - und er kann sich denken, dass ich einen verdammt guten Grund habe, wenn ich den Esel gebe und auf stur stelle. Ich könnte drauf wetten, dass er Ihnen das sogar selber gesagt hat - nachdem er gelacht hat. Und der Einzige, der diesen Schild durchdringen kann ist Hachigen, weil es einer von seinen ist - Tessai und dieser andere Typ - Mist, ich kann mich nicht an seinen Namen erinnern 1) - wüssten gar nicht, wo sie anfangen sollen. Na ja, Tessai vielleicht. Der andere Typ nicht."
Professor Dumbledore runzelte die Stirn. Tatsache ist, dass er das getan hat. Und nachdem ich erklärt habe, was passiert ist... sagte er, dass der Junge besser damit bedient ist, ein paar Tage als Ratte zu leben, anstatt dass Miss Arisawa und Miss Kuchiki ihn beinahe tot prügeln."
"Möglicherweise bringt Rukia ihn immer noch um", merkte Ichigo mit einem befriedigtem Gesichtsausdruck. "Das ist wahrscheinlich der einzige Grund, warum sie versucht hat, durch meinen Schild zu kommen - damit sie über ihn herfallen kann."
Professor Snape hüstelte, was für Harry verdächtig wie ein Lachen klang (Snape - lachte? Wie stark hatte er sich den Kopf angeschlagen?) und Professor McGonagall schürzte vor Missvergnügen die Lippen.
"Mr. Kurosaki, Sie können nicht einfach Schüler in Tiere verwandeln, nur weil sie Sie verärgern."
"Natürlich nicht", konterte er. "Ich habe ihn aus mehreren Gründen in eine Ratte verwandelt. Erstens habei ich ihm nicht wirklich verziehen, dass er sich früher im Jahr an Rukia herangemacht hat; zweitens hatte ich keine Gelegenheit, etwas nach Professor Slughorns Weihnachtsparty zu unternehmen, als er sich Hermine gegenüber wie ein absoluter Flegel benommen hat; drittens war er die ganze Woche über ein Plagegeist wegen Quidditch und hat sowohl Harry als auch mich beinahe in den Wahnsinn getrieben; und schlussendlich hätte er Harry mit diesem Klatscher wirklich umbringen können. Einen halben Zoll weiter nach links, und wir würden sein Begräbnis abhalten", schoss er zornig zurück. "Sie vergessen, dass mein Vater Arzt ist - ich habe beim Helfen im Lauf der Jahre einiges aufgeschnappt. Wir haben außerdem ein ziemliches Glück, dass Momo so schnell mit Kido ist, dass sie diesen Tsuriboshi 2) errichtet hat, ehe er sehr weit gefallen war. Ein Sturz zusätzlich zu dem angebrochenen Schädel wäre sehr, sehr schlimm gewesen - tatsächlich wäre er höchstwahrscheinlich tödlich gewesen." Er zwang die drei Professoren zum Wegsehen. "Also, wie würden Sie McLaggen bestrafen? Irgendetwas? Nichts?" er starrte wütend, während McGonagall und Dumbledore ein wenig zappelten, aber Snape schien die gesamte Szene zu genießen und war außen vor - möglicherweise weil er dem, was Ichigo getan hatte, zustimmte. "Lassen Sie mich raten - möglicherweise Strafarbeiten? Das hätte ihn nichts gelehrt. Ich wette aber, dass er auf diese Weise etwas lernt." Ichigo stiefelte an ihnen vorbei und dann aus dem Krankenflügel hinaus, was Harry den Blick auf das frei gab, was sich hinter ihm befunden hatte - ein leuchtendes Viereck mit einer panisch herum rennenden - nackten, sehr hässlichen Ratte.
Nackt?
Harry musste sich mit der Hand den Mund zu halten, um sich davon abzuhalten laut los zu lachen. Dies war besser als alles, was er McLaggen hätte antun können. Er würde sich etwas ausdenken müssen, wie er sich bei seinem Freund dafür bedanken konnte...
"Du gehst besser wieder ins Bett", sagte Hermine, nachdem die drei Professoren gegangen waren. Snape war der letzte gewesen, nachdem er McLaggen einen langen, ziemlich befriedigten Blick zugeworfen hatte. Anscheinend konnte er den arroganten Troll nicht besser leiden als der Rest von ihnen. Oder es war die Befriedigung, einen Gryffindor in eine Ratte verwandelt zu sehen.
"Na gut - erzähl mir, was passiert ist", sagte er, während er ihrem Befehl gehorchte. Manchmal war es besser zu tun, was Hermine ihm sagte, anstatt mit ihr zu streiten.
"Tja, ich konnte das Spiel von hier drinnen hören - und ich sage wir sollten Luna ab jetzt als Kommentatorin behalten - Verlierer-Zipperlein", Ron gluckste bei der Erinnerung. "Wir könnten eine Unterschriftensammlung starten..."
"Der Klatscher hat dich genau hier getroffen", Ginny legte sanft ihren Finger auf seine Stirn, "und du bist gefallen wie ein Stein. Ich dachte, du wärst tot - ich habe versucht dich zu fangen, aber dann ist dieses große, federnde Kido-Netz aufgetaucht und du bist darauf gelandet. Rukia sagte, dass es Momo war, und ich schätze, dass sie es irgendwie wissen muss -"
"Sie konnte es an ihrem Reiatsu erkennen", sagte Hermine beiläufig, "weil jeder ein anderes Reiatsu hat, es ist wie ein Fingerabdruck..." Ron und Ginny starrten sie ausdruckslos an, aber Harry nickte, Momo hatte es ihm in einer ihrer Unterrichtsstunden erklärt. "Zuerst dachte ich, dass Rukia und Tatsuki McLaggen umbringen würden - aber dann ist Ichigo auf die Wand geklettert: Ich bin mir nicht sicher, wie er das geschafft hat, die Wand ist so dünn. Ich denke, dass man eine Stecknadel hätte fallen hören können, nicht einmal Slytherin hat den Hauch eines Geräusches von sich gegeben, und sie hatten hysterisch gelacht, als du getroffen wurdest."
"Oh, ich frage mich, zu was für einem winzig kleinen Tier er gleich werden wird..." Ron machte Lunas verträumte Stimme perfekt nach und fiel hysterisch lachend in sein Bett zurück. Ginny sah für einen Moment tatsächlich aufgebracht aus.
"Ich habe die ganze Sache verpasst - ich war bei dir", seufzte Ginny. "Ich wünschte wirklich, dass ich es gesehen hätte, es geschieht ihm recht", sie blickte hinüber und warf der McLaggen-Ratte einen giftigen Blick zu.
"Und dann klang es, als ob alle lachen würden, sogar Luna", Ron wischte sich die Augen und fuhr fort: "Sie haben dich und ihn kurz danach rein gebracht."
"Wie war der Spielstand?"
Die drei sahen einander an, als wollten sie es ihm nicht sagen.
"Ihr könnt es mir ruhig sagen, ich finde es sowieso heraus."
"Es war - 320-60."
"Großartig", sagte Harry wild und warf dem verwandelten McLaggen einen wütenden Blick zu. "Ich werde ihn umbringen."
"Mach das lieber, bevor er zurückverwandelt wird, er ist so groß wie ein Troll", riet ihm Ron. "Nur Ichigo kann ihn besiegen, wenn er ein Mensch ist. Oder ist er ein Mensch? Vielleicht ist er ein Halbmensch? Halbtroll? Das würde erklären, warum er so einen Dickschädel hat."
"Beleidige die Trolle nicht, Ron", rügte Hermine. Dann kicherten alle und drehten sich zu der Ratte um.
"Das ist wirklich eine hässliche Ratte."
"Nacktmull 3)", sagte Hermine müßig. "Ichigo hat's mir gesagt."
"Ah." Harry würde es später nachschlagen müssen um herauszufinden, warum Ichigo das ausgewählt hatte - außer der Tatsache, dass es einfach potthässlich war.
M. Pomfrey eilte zu ihm hinüber und drückte ihn nach unten. "Schlafen Sie, ruhen Sie sich aus. Sie werden über Nacht hier bleiben, und sollten sich eine Weile nicht anstrengen."
"Zählt das umzubringen", Harry deutete auf die Ratte, "als Anstrengung?"
"Ja, das tut es. Jetzt schlafen Sie."
Harry seufzte. "Na gut."
Ginny küsste Harry schnell, ehe sie mit Hermine weg ging, was Ron mit Harry zurück ließ. Dies gab ihm die Gelegenheit, ihn bei allem auf den aktuellen Stand zu bringen; der war verständlicherweise verärgert, dass er außen vor geblieben war.
"Was hätte ich machen sollen, Won-Won?" schoss Harry ein bisschen wild zurück, was Ron zusammenzucken ließ. "Ich habe Hermine dafür gebraucht, und ihr zwei habt nicht miteinander geredet. Zum Henker, du hast so viel Zeit mit Lav-Lav verbracht, dass ich dich kaum gesehen habe; und ich kann dir sagen, Ichigo wurde langsam mit euch beiden genauso frustriert." Harry funkelte seinen Freund an. "Wir waren echt versucht, euch an den Kraken zu verfüttern, weil ihr euch wie ein Paar von ihnen verhalten habt."
Ron zuckte zusammen. "War ich so schlimm?"
"Ja, du warst so schlimm."
"Tut mir leid, Kumpel." Man musste ihm zugute halten, dass es Ron tatsächlich leid zu tun schien, wie er sich benommen hatte.
"Tu mir nur einen Gefallen und hör auf, dich schlafend zu stellen - trenn dich entweder von ihr oder nicht. Nur - ehe sie mich in den Wahnsinn treibt, oder McLaggen eine Käfigpartnerin bekommt."
"Das ist mal ein Gedanke! Denkst du, dass man Ichigo bestechen kann?" fragte Ron strahlend.
"Geh schlafen, Ron", sagte Harry müde und rollte sich herum. Er konnte nicht glauben, dass er diese Diskussion führte.
Oder dass McLaggen zwanzig Fuß entfernt in einem Kido-Schild eingeschlossen war - und einen sehr nackten und potthässlichen Nager perfekt imitierte.
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Ichigo betrat einen Turm der, zu seiner Überraschung, voller Leute - und totenstill war. Er konnte sich nicht an ein Mal erinnern, dass es in Gryffindor so ruhig gewesen war, dass man die Ravenclaws drüben in ihrem Turm hören konnte. Es war unheimlich.
"Eh..." er stutzte und starrte in die Runde - und es waren alle, von den Erstklässlern bis hoch zur Siebten. Und alle starrten ihn erwartungsvoll an.
"Wie geht's Harry?" fragte Demelza ihn endlich und brach die Stille. Colin Creevey hatte die Kamera bereit und auf ihn gerichtet... aber wofür?
"Er kommt in Ordnung, M. Pomfrey hat ihn ohne Probleme geheilt. Es war ein Schädelbruch; er hatte Glück... Sie behält ihn über Nacht da, nur zur Vorsicht", erwiderte er, seine Augen wanderten über alle, die ihn anstarrten.
"Und McLaggen?" fragte Dean. "Was ist mit ihm?" die Abneigung in seiner Stimme war offensichtlich. Ichigo hob eine Augenbraue, da sich die Abneigung auf den Gesichtern von vielen seiner Hauskameraden widerspiegelte.
"Was ist mit ihm?" wiederholte Ichigo, verwirrt darüber, was er gefragt wurde.
"Ist er noch eine Ratte?" bohrte Seamus nach. Oh, er auch...
"Natürlich", antwortete Ichigo. Dachten sie wirklich, er würde sich irgendeiner Art Druck beugen und ihn so schnell wieder zurückverwandeln?
Der Raum brach in lauten Jubel aus während Colin grinsend ein Foto von ihm schoss und Ichigo sich in der Situation wiederfand, dass ihm jemand auf den Rücken klopfte und jemand anderes ihm ein Butterbier in die Hand drückte. Er schüttelte den Kopf und schaffte es endlich, sich einen Weg zur Couch hinüber zu bahnen, wo Rukia auf ihn wartete.
"Hast du Strafarbeiten bekommen?" fragte sie ihn.
"Angedroht, aber bis jetzt nein."
"Also - wann wirst du ihn raus lassen?" Ein blutdürstiges Leuchten war in ihre Augen getreten; also hatte er Recht gehabt - sie hatte es auf ihn abgesehen.
"Wenn mir danach ist", konterte er. "Und ich denke, dass er vielleicht ein bisschen Demut gelernt hat."
"Du glaubst doch nicht, dass das wirklich passiert, oder?" fragte sie ungläubig.
"Kann man nie wissen..." er starrte sie einen langen Moment an, ehe sie beide die Köpfe schüttelten und gemeinsam sagten: "Nee, wird nie passieren."
Sie streckte die Hand aus und drehte eine Haarlocke um ihren Finger. Es wurde länger, wie sie feststellte und sich fragte, wann er sich zuletzt hatte die Haare schneiden lassen. Es sah langsam so aus wie damals als er aus dem Dangai gekommen war, kurzs bevor er sich Aizen gestellt hatte...
"Winky", sagte er plötzlich. Die Hauselfe erschien fast augenblicklich.
"Ja, Master Ichigo?" Sie sah strahlend zu ihm hoch.
"Würdest du bitte ein paar Botschaften für mich übermitteln?" fragte er, zu ihr hinunter lächelnd.
"Natürlich, Master Ichigo!"
"Sag Momo - gute Arbeit und schnell gedacht", er musste wirklich ihre ausgezeichneten Reflexe seiner Vizekommandantin anerkennen; Harry hätte möglicherweise sterben können, hätte sie nicht so schnell gehandelt. Winky nickte. "Und sag Luna -" er dachte einen Moment lang nach. "Sag ihr, dass das der beste und interessanteste Quidditch-Kommentar war, den ich je gehört habe."
"Ja, Master Ichigo!"
Rukia seufzte. "Ich habe ihren Kommentar kaum gehört", sagte sie, während sie immer noch mit seinem Haar spielte.
"Er war sicherlich - einzigartig."
Sie beugte sich herüber. "Ihr nehmt nicht an..."
"Was?"
"Willst du in den Raum der Wünsche gehen?"
Ichigo grinste sie an. "Ich dachten schon, du fragst nie."
Anmerkungen der Autorin:
1) Der Typ, an dessen Namen Ichigo sich nicht erinnern kann? Der aktuelle Kommandant des Kido Corps. Ich habe ihm keinen Namen gegeben und ich weiß nicht, ob Kubo einen Namen für den aktuellen Kommandanten geplant hat, ober ob es überhaupt einen gibt, also...
2) Bakudo 37 Tsuriboshi (Hängender Stern) - Erschafft ein sternförmiges Kissen aus spiritueller Energie, das sich mit "Seilen" aus spirituellen Partikeln an in der Nähe befindliche Objekte verankert. Es kann fallende Gegenstände aufhalten und verhält sich wie ein Sicherheitsnetz. Die Beschwörungsformel ist unbekannt. Momo hat es während des Kampfes im falschen Karakura angewendet um Matsumoto zu retten und Kira hat es nur Augenblicke später verwendet, um Momo zu retten.
3) Der Nacktmull (Heterocephalus glaber) auf Englisch "Naked Mole Rat", auch "Sand Puppy" oder "Desert Mole Rat" genannt, ist ein grabendes Nagetier, das in Teilen Ostafrikas heimisch ist. Er hat einige höchst ungewöhnliche physische Eigenschaften, einschließlich einem Mangel von Schmerzempfinden der Haut und einem sehr langsamen Metabolismus, die es ihm ermöglichen, in einer ansonsten rauen unterirdischen Umgebung zu gedeihen. Typische Individuen sind zwischen 8 und 10 cm lang und wiegen zwischen 30 und 35 Gramm. Königinnen sind größer und können deutlich mehr als 50 Gramm wiegen, die größten erreichen 80 Gramm. Sie sind gut an ihre unterirdische Existenz angepasst. Ihre Augen sind ziemlich klein und ihre Sehschärfe ist schwach. Ihre Beine sind dünn und kurz; allerdings sind sie sehr gut in der Lage, sich unterirdisch fortzubewegen und können sich genause schnell vorwärts wie rückwärts bewegen. Ihre großen, vorstehenden Zähne werden zum Graben verwendet und die Lippen sind direkt hinter den Zähnen durch Hautfalten verschlossen um zu verhindern, dass sie beim Graben Erde ins Maul bekommen. Sie haben wenig Haar (daher der umgangssprachliche Name) und runzlige rosafarbene oder gelbliche Haut. de(x)wikipedia(x)org/wiki/Nacktmull
