A/N: Hallöchen. Man oh Meter, ich bin wirklich überrascht. Da kamen immer weniger Reviews, beim 35. hatten wir den Negativrekord erreicht, und jetzt, plötzlich, gibt's wieder so viele? Ihr seid schon ... verwirrend. Na ja, danke hier schon mal, hab mich sehr, sehr gefreut. °smile° Freut mich auch, dass ich manch einem den tag versüßt habe. Das ist doch mein Job. ;o)

So, zur Story: Diesmal gibt's wieder ein Severus-Kapitel und ich denk mal, es wird euch gut gefallen. Die Dumbledore-Szene ist wieder herrlich. Ich schreib die ja zu gern, ist das jemandem aufgefallen? ;)

Un' nu'...

Danke...

- meinen Betas Svenja und Meg

- Honigdrache: Japp, ich hab mich ehrlich gewundert, als plötzlich wieder ein Review von dir kam, weil ich schon dachte, du hast das Lesen oder zumindest das Reviewen eingestellt. Schön, dass du nun wieder da bist. °smile°

- Megchen: Hast du dir die neuen Pitels schon angesehen? Bist sicherlich noch immer voll im Stress, was? Nya, vielleicht findest du am WE ja ein paar Minuten Zeit. :) Ich muss dich aber leider enttäuschen: Allzu viel Won-Won wird's wohl nicht mehr geben. Sorry. :o(

- Maia May: Ich glaub, Ginny ist so mein Inneres, von ihrer Art, während Hermine mein Äußeres darstellt. Falls du verstehst, was ich meine. Mal ehrlich, wir schieben ja alle Panik vor einem Date, auch wenn wir's uns nicht anmerken lassen, was? ;)

- moonshine88: So, jetzt hab ich's geändert. Weiß auch nicht, wie ich auf 11 komme, hat wohl was mit deiner email-addy zu tun, da hängt hinten doch eine 1 dran, oder? °smile°

- Schnuffi: Japp, da sagste was. Wenn Herm mal nachdenken sollte, tut sie's nicht. Nya, abwarten. ;) Wie kommste denn mit deinem Umzug voran:)

- Smena: Interessant, du liest also die Review-Antworten der anderen. Hab mich schon gewundert, warum plötzlich so viele wissen, dass die Story so um die 80 Kapitel haben soll. °grins° Auf das Hogsmeade-Wochenende musst du noch einmal warten, aber dann geht's los. :) Und nein, es wird definitiv keine Fortsetzung von S&S geben, denn wir gehen doch mal davon aus, dass es ein Happy End geben wird, bei der Warterei hier, hm? ;)

- Violanda McCormack: Na, dann hoffe ich mal, dass du auch durchhältst und dir die Story nicht irgendwann zu langatmig wird. ;)

-Berendis: Richtig, du warst auch lange nicht mehr da. Ich geb's aber zu, es ist mir nicht so sehr aufgefallen, weil ich von den Reviewzahlen der letzten 2-3 Kapitel ohnehin enttäuscht war. Sorry. Bin jetzt aber sehr froh, dass du zurückbist. Meine Stammleserin. °knuddel°

- sisi74sd, Saxas13, Anara Rees, Katyes, seneca, Carina, Loki Slytherin, Karin und weihnachtskeks3

So, wieder mal viel Spaß,

Grüßlis, LeakyC

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38. Vermaledeite Fragerei

Zwei Tage später war noch nichts vergessen. Wenn Severus die Möglichkeit gehabt hätte, dann hätte er wohl oder übel einer Gedächtnisveränderung zugestimmt. Doch das kam nicht in Frage. Und so war er erleichtert, als das Wochenende kam, an dem er sich zum ersten Mal mit den herannahenden Prüfungen beschäftigen musste.

Den gesamten Nachmittag hockte er an seinem Schreibtisch und blätterte in den Unterlagen. Seine Klasse hatte eine Menge geschafft in diesem Jahr und dementsprechend gut würden auch die Ergebnisse ausfallen, da war er sich sicher.

Nur was sollte er als Aufgabe nehmen? Sollte er es ihnen leicht machen, oder durfte er sie ärgern? Es ging um ihre Zukunft und an den Universitäten, die die meisten wohl besuchen wollen würden, war das Fach eines der Schwierigsten. Er hatte zu viele Menschen daran scheitern sehen, um zu glauben, dass er ihnen einen Gefallen tat, wenn er sie schonte. Und dennoch hatten sie das ganze Jahr gut und hart gearbeitet. Sie konnten es - fast alle. Er war stolz auf sie. Die Prüfung war schlussendlich nur die Präsentation von viel Fleiß und Mühe.

Severus besah seine Unterlagen. Ein paar Tage hatten sie noch. Er würde all die Dinge, die ihnen Schwierigkeiten bereitet hatten, noch einmal brauen lassen. Und dann war es doch egal, was dran kam. Vielleicht würde er losen...?

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Nach dem Abendessen wollte er sich einen gemütlichen Abend vor seinem Kamin machen und ein Buch lesen, aber zuerst musste er sich noch eine Strafarbeit für zwei Drittklässler überlegen, die sich am Freitag vor seiner Stunde geprügelt hatten.

Der Ravenclaw- und der Slytherinjunge warteten nach dem Abendessen am Eingang zum Kerker auf ihn. Sie sahen sich noch immer hasserfüllt an.

Snape warf dem Jungen aus seinem Haus einen besonders strengen Blick zu und brachte den einen in den zweiten und den anderen in den vierten Stock, wo sie jeder fünfundvierzig Gemälde abstauben mussten, bevor sie ins Bett gehen durften.

Severus schenkte den beiden ein gehässiges Grinsen, dann ging er in den Kerker zurück. Kinder waren schon dumm. Jedenfalls manche. Zwar konnte er auch das weinerliche Getue der Erstklässler nicht ertragen, diese waren aber immerhin so intelligent und versuchten nicht, sich in seiner Gegenwart daneben zu benehmen. Sie konnten sich prügeln, wo sie wollten, aber in der Nähe seiner Zaubertränke duldete Severus keine Gefahren und Kindereien.

Als er im Kerker ankam, sah er sofort, dass die Tür zu seinen Räumen einen Spalt offen stand. Seine Augenbrauen zogen sich zusammen und verdüsterten seinen Blick gewaltig.

Leise ging er bis zur Tür und späte durch den Schlitz. Wenn es Dumbledore war, saß er am Schreibtisch und wartete. Aber was sollte der Direktor wollen? Und ein Schüler würde am Boden liegen, sobald er den Raum betrat, er konnte also die Tür nicht mehr angelehnt haben...

Mit verwundertem Blick betrat Severus mucksmäuschenstill den Raum. Schon fiel sein Blick auf Hermine, die scheinbar gerade eine Kelle Zaubertrank schöpfen wollte. „Miss Granger!", unterbrach er ihr Tun.

Blitzschnell drehte sie sich um. „Professor. Ich wollte nur..." Sie deutete fahrig auf den Kessel.

„Aber dies ist immer noch mein Büro", erklärte Severus mit bösem Blick. „Haben Ihre Eltern -"

„Doch, natürlich. Entschuldigen Sie bitte."

Er ging zu ihr. Mit einer Handbewegung ließ er hinter sich die Tür ins Schloss fallen, so dass sie ein weiteres Mal zusammenzuckte.

„Wenigstens quält Sie nun ein schlechtes Gewissen", sagte er und wusste, dass er gehässig klang. Aber das geschah ihr recht. Sie hatte nie die Erlaubnis bekommen, sich während seiner Abwesenheit in seinen Gemächern aufzuhalten.

Mit hängenden Schultern stand das Mädchen nun da, bevor sie schließlich etwas von dem Zaubertrank abfüllte.

„Sind Sie sicher, Professor?", fragte sie auf einmal.

Severus hatte sich an seinem Schreibtisch niedergelassen und blickte sie nun an. „Miss Granger, was glauben Sie?"

„Nun ja. Der letzte - ähm - der letzte Trank war blau, oder nicht? Und dieser hier ist - türkis?" Sie hielt das Glasgefäß gegen das schwache Licht einer Lampe und es schimmerte auf den dunklen Steinen des Bodens.

Der Lehrer lächelte leicht. „Da sehen Sie mal, wie wenig Ihr Freund auf das Acht gibt, was er zu sich nimmt. Sie haben vollkommen Recht, der Trank, den ich Ihnen mitgegeben hatte, war ein anderer. Ich musste ihn verändern. Die Dosierung war deutlich höher und nur für die Anfangsphase der Behandlung gedacht", erklärte er ihr.

Hermine nickte, dann wandte sie sich um. „Nun ja... Dann - geh ich mal wieder. Gute Nacht, Professor."

Severus wandte sich dem Stapel Notizen zu, den er am Nachmittag bearbeitet hatte. „Miss Granger", sagte er recht nüchtern zum Abschied.

An der Tür hielt Hermine plötzlich inne. „Entschuldigen Sie, aber -" Sie blickte ihn an. „Eins würde mich interessieren: Warum lassen Sie Ihr Büro unbeaufsichtigt offen stehen?"

Er lehnte sich in seinem Stuhl zurück. „Dem ist nicht so", entgegnete er. Was glaubte sie denn? „Der Raum ist mit einem Bann belegt. Jeder, der hier keinen Zutritt hat, wird sein blaues Wunder erleben. Lediglich ein paar Personen dürfen frei eintreten."

Hermine runzelte die Stirn. „Schüler auch?"

„Nein." Sie hielt ihn scheinbar wirklich für leichtsinnig - oder möglicherweise für dumm?

„Aber -"

Okay. Severus sprang auf. Dann würde er es ihr nun beweisen.

„Was haben Sie vor?", wollte das Mädchen überrascht wissen.

„Ein Versuchskaninchen suchen."

Er lief im Eilschritt auf sie zu und war schon fast bei ihr, als sie die Hände hob. „Nein. Das ist nicht nötig. Ich kann es mir vorstellen."

Der Zaubertrankmeister hielt inne. „Das glaub ich kaum", antwortete er. „Aber gut." Er machte kehrt. Lust darauf, einen Schüler zu quälen und mal wieder Ärger mit Albus zu bekommen, hatte er ja eigentlich nicht, aber wie er Hermine kannte, hätte sie jeden davor gewarnt. - Was sie nun, wenn er es recht bedachte, wahrscheinlich auch tun würde.

„Alle Schüler?", hakte Hermine schließlich doch noch nach.

„Ja." Er ließ sich erneut sinken, nahm seine Feder und...

„Und Schülerinnen?"

Er hob eine Augenbraue. „Miss Granger, wollen Sie mich veräppeln?" Dann nahm eine Rolle Pergament zur Hand.

„Also nein?"

Penetrant, ja, das war sie. „Ja. Auch Schülerinnen haben keinen Zutritt." Okay, bis auf sie. Doch das musste sie jetzt nicht aufs Brot geschmiert bekommen, sie verstand es sicherlich auch so. Und warum das alles?

Hermine starrte einen kurzen Moment vor sich hin. „Warum dann ich?", fragte sie auf einmal.

Er hob den Kopf und durchbohrte sie fast mit seinem Blick. Dieses Mädchen brachte ihn langsam um den Verstand. Und trotzdem würde sie keine Antwort bekommen. „Sie sollten jetzt besser gehen", meinte er nach Sekunden des Schweigens.

Hermine nickte nur angedeutet und verließ schnell den Raum. „Wiedersehen", murmelte sie dennoch zum Schluss.

Severus betrachtete einen Augenblick die Tür, durch die sie soeben verschwunden war, dann schüttelte er mit dem Kopf. Was auch immer im Kopf dieses Mädchens vor sich ging, er wollte es zu gerne wissen.

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Gerade, als Severus sein Buch zur Hand nahm, bereits im Sessel sitzend, erschien auf einmal Albus Dumbledores Kopf im Feuer seines Kamins und lächelte ihn freundlich an. „Tut mir Leid, wenn ich Sie störe."

Der schwarzhaarige Mann legte seine Lektüre beiseite. „Albus, was kann ich zu dieser Stunde noch für Sie tun?"

„Nur eine Kleinigkeit, dann dürfen Sie sich ihrem Buch widmen", antwortete Dumbledore. „Sie wissen ja, dass nächste Woche das letzte offizielle Hogsmeade-Wochenende für die Schüler stattfindet?"

„Natürlich", entgegnete Severus.

„Minerva kam heute auf mich zu und erklärte, dass sie dies für einen guten Zeitpunkt hielt, dass wir beginnen, uns Gedanken zu machen, wie wir in diesem Jahr die Abgänger verabschieden."

„Das tun wir jedes Jahr", murmelte der Zaubertrankmeister.

„Bitte?"

Severus schüttelte mit dem Kopf und Albus fuhr fort: „Und wir dachten, es wäre auch einmal eine schöne Sache, wenn wir selbst uns in das Dorf begeben. Neulich erst habe ich eine Eule von Roswita erhalten, in der sie mich bat, dass wir ihr mal einen Besuch abstatten. Und ich denke, so ein Butterbier in Ehren... Was meinen Sie, Severus?"

Der beugte sich mit gerunzelter Stirn nach vorn. „Das heißt also, wir planen dieses Jahr in den Drei Besen?"

„Ganz genau."

„Aber da halten sich zu viele Schüler auf, oder nicht? Was macht das für einen Sinn, wenn es eine Überraschung werden soll?"

Albus lachte. „Keiner der Schüler wird annehmen, dass wir eine Überraschung an einem öffentlichen Ort planen."

„Ah." Severus Augenbrauen wanderten in die Höhe. „Wie Sie meinen."

„Okay." Dumbledore seufzte für ihn untypisch. „Ich lasse Sie allein. Nur eine letzte Frage noch..."

Severus zwang sich zu einem Lächeln.

„Was lesen Sie?"

Rückwärts durch die Zeit", antwortete er.

Der Direktor verzog das Gesicht. „Ach, diese Autobiographie von - wie hieß er doch gleich? Nun... Mir entfallen eigentlich nie Namen, aber glauben Sie mir, die Geschichte ist so unrealistisch, dass sie einem gewissen ehemaligen Kollegen von Ihnen die Schuhe ausziehen würde."

Der Lehrer ließ sich erneut tiefer in seinen Stuhl sinken. Was wurde das hier?

„Nun denn. Ich wünsche Ihnen eine gute Nacht."

„Nacht", brummte Severus noch, dann erlosch die Flamme mit Dumbledores Gesicht.

„Du machst mich wahnsinnig!", knurrte der Lehrer. Am liebsten hätte er laut aufgeschrieen. „Himmel Herrgott!"

Und in diesem Moment flatterte ein kleines Stück Pergament durch den Kamin bis auf seinen Schoß. Mit verwundertem Blick nahm Severus es zur Hand und faltete es auf. Dort stand in verschnörkelter Schrift, die er sofort als die des Schulleiters identifizierte: „Na, na, fluchen wir denn?"

Severus biss die Zähne aufeinander. Dann zerknüllte er den Tadel und warf ihn ins Feuer. Es war genug für heute.

Aber nur für diesen Tag...

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to be continued...

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