Disclaimer: Die Twilight Saga gehört Stephenie Meyer und nicht mir!

Warning: Eine Spankingszene in diesem Kapitel! Wer das nicht mag, bitte nicht weiter lesen!

AN: Huhu! So ... ein volles Carlisle Pov Kapitel :) Carlisle versucht sich etwas zu entspannen, bevor er dann am Abend ein unausweichliches Gespräch mit seinen Söhnen führt. Auch Esme kommt dazu und steuert ihren Teil dazu bei, dass Edward wegen dieses Vorfalls ein schlechtes Gewissen bekommt. Und dann muss sich zuerst Jasper vor seinem Dad verantworten ...


Carlisles Pov

Es ist Wochenende, ein Sonntagmorgen … Ich war schon bei Edward im Zimmer und hab ihn kurz durchgecheckt. Es sieht alles ganz gut aus! Das Fieber ist weg, er isst wieder normal und trinkt viel Wasser, auch wenn er es nicht sonderlich mag.

Ich habe es mir in Jogginghose und warmen, schwarzen Pullover auf dem Sofa im Wohnzimmer bequem gemacht und der Fernseher läuft. Eigentlich wollte ich mir heute mein neustes Buch vornehmen, habe mich dann aber doch anders entschieden. Ich lasse mich nicht gerne von dem TV-Gerät beduldeln und einlullen, aber dabei kann ich ganz gut nachdenken und ich hoffe, dass Edward schläft oder zu mindest nicht zu hört.

Ich bin mit Esme übereingekommen, dass wir das heute Abend hinter uns bringen werden, was für uns besser ist, wie auch für unsere Kinder. Edward geht es wieder so gut, dass er das auf jeden Fall verkraften wird, da bin ich mir sicher ... Ich weiss, dass die Warterei schrecklich ist und vor allem Jasper jetzt in seinem Zimmer hockt und sehr viel grübelt. Er macht sich schlimme Vorwürfe, weil er sich von seinem Bruder hat reinlegen lassen und weil er mir nichts gesagt hat. Je nach dem, wie es Edward Morgen früh geht und ich meine jetzt die Grippe, werde ich ihn wieder in die Schule schicken.

Ob er dann Probleme beim Sitzen hat, ist mir ziemlich egal!

Ich versuche da jetzt nicht weiter dran zu denken, sondern lehne mich auf dem Sofa zurück und versuche mich so gut es geht zu entspannen. Als ich leise Schritte höre, drehe ich meinen Kopf in die Richtung und sehe wie Jasper versucht sich so leise wie möglich runter zu schleichen. Ich räuspere mich und er bleibt sofort stehen.

„Wohin," frage ich und widme ihm meine volle Aufmerksamkeit.

Er grinst. „Ähm, nur in die Küche ..."

Ich nicke. „Gut."

Jasper dreht sich um und sieht mich wieder an, ohne sich zu rühren. „Dad? Können wir das jetzt nicht hinter uns bringen, bitte? Die Warterei, das schlaucht total. Und ich bin schon ein nervliches Wrack!"

Ich kann mir ein Lachen nicht verkneifen. Lege einen Arm auf die Lehne des Sofas und schlage die Beine übereinander.

„Erstens schläft Edward noch und ich will ihn so lange wie möglich schlafen lassen. Zweitens ist Esme noch nicht wieder zurück! Ich will, dass sie bei dem Gespräch dabei ist, weil Edward sie angelogen und getäuscht hat!"

Er seufzt laut. „Edward hat mich auch getäuscht."

Ich kann den Schmerz in seinen Augen sehen und die Enttäuschung darüber.

„Ich weiss," sage ich leise. „Das kannst du ihm von mir aus alles heute Abend sagen oder Morgen unter vier Augen, das ist mir egal."

„Okay," sagt er Schulter zuckend und setzt dann seinen Weg in die Küche fort, obwohl ich genau weiss, dass er da nicht hin wollte!

Ich widme mich wieder dem langweiligen Fernsehprogramm. Nach einer halben Stunde bin ich so müde, dass ich mich auf das Sofa lege, zudecke und kurz darauf eingeschlafen bin.


Ich spüre wie eine Hand auf meinem Arm liegt, der vom Sofa hängt und mich streichelt. Müde öffne ich die Augen und sehe meine Frau, die mich anlächelt.

„Hallo," sagt Esme liebevoll, beugt sich über mich und drückt mir einen Kuss auf die Lippen. Als sie sich zurückzieht, recke ich meinen Kopf ein Stück hoch und küsse sie wieder.

„Hi," sage ich und streichele über ihren Kopf und das Haar. Ich sehe durch die großen Fenster und merke, dass es bereits dunkel ist. „Wie spät ist es?"

„Halb sieben."

„Was," rufe ich und setze mich erschrocken auf. „Ich habe über acht Stunden geschlafen? So ein Mist!"

Ich werfe die Decke zurück, die meine Frau nimmt und faltet. Ich stehe auf, gähne und strecke meine müden Glieder etwas, um schneller wach zu werden. Dann gehe ich kurz ins Gäste-WC, um mir eine Ladung Wasser ins Gesicht zu spritzen.

Als ich zurück komme, sitzt meine wunderschöne Frau am Küchentisch und wartet auf mich. Sie hat mir eine Tasse Kaffee hingestellt, die mich schneller wieder fit machen wird, als Blut, so viel ist sicher. Ich lasse mich seufzend gegenüber auf den Stuhl fallen und greife über den Tisch. Ich nehme ihre Hand in meine und sehe sie an.

„Warst du mal bei Edward oben," frage ich leise und trinke einen großen Schluck Kaffee mit Zucker.

Sie nickt. „Er ist wach. Hat bis vor fünfzehn Minuten tief und fest geschlafen."

Ich nicke beruhigt und setze die Tasse ab. „Okay. Jasper geht jetzt wahrscheinlich schon in seinem Zimmer die Wände hoch. Er war heute Vormittag bei mir und hat gefragt, ob wir das jetzt hinter uns bringen können. Und er war sehr deprimiert, weil sein Bruder ihn angelogen hat. Ich habe ihm gesagt, dass er das gleich klären darf."

„Okay," sagt Esme und trinkt einen Schluck aus meiner Tasse. „Hoffentlich eskaliert das nicht, Carlisle!"

Ich schüttele den Kopf.

„Das wird es nicht, keine Sorge! Okay, wie ist der Plan? Guter Cop." Ich zeige auf sie und bekomme ein Lächeln geschenkt. „Böser Cop?" Ich zeige mit dem Daumen auf mich. Sie nickt wieder. Ich nippe an meinem Kaffee und spüre das Koffeein, das durch meinen Körper fließt und seine Wirkung entfaltet – endlich! Ich sehe wieder Esme an. „Das Gespräch führen wir beide und ich will, dass du ihm die Meinung sagst, Schatz! Er soll begreifen, dass er dir weh getan hat und dass er sich das auf keinen Fall noch mal erlauben darf."

Nicken. „Gut!"

Ich stöhne. „Danach gehst du und nimmst die anderen Kids mit, okay?"

Sie weiss genau, dass das keine Frage von mir war und nickt wieder. „Klar! … Carlisle, bitte versprich mir, dass du nicht überreagierst! Geh einfach nur sicher, dass er nicht noch mal sein Leben aufs Spiel setzt! Ich hatte wirklich Angst um ihn."

Ich beuge mich über den Tisch und küsse sie. „Natürlich, Esme."

Langsam stehe ich auf und rücke den Stuhl wieder zu recht. „Gib mir noch 20 Minuten um wach zu werden, okay? Du holst dann Jasper und ich Edward und wir treffen uns in meinem Büro. Ich geh mal kurz an die frische Luft."

Mit diesen Worten gehe ich in die Lobby, nehme meine Jacke und verschwinde durch die Hintertür nach draußen auf die Terrasse.


Zwanzig Minuten später betrete ich wieder unser Haus durch die Terrassentür und hänge meine Jacke auf. Die kalte Luft hat gut getan. Ich bin total wach und ausgeruht. Bereit mich dem zu Stellen, was leider unausweichlich ist, aber gemacht werden muss, damit unser Alltag weiter gehen kann.

Ich gehe die Treppe hinauf in unser Schlafzimmer, dort ziehe ich mir eine schwarze Hose und ein gleichfarbiges Hemd an. Ich starre auf die unterste Schublade und hocke mich dann hin, um sie zu öffnen. Ich sehe den Gürtel in der Ecke liegen, überlege kurz und ziehe die breite Schublade noch ein Stück weiter auf. Zum Vorschein kommt das, was ich bis jetzt versucht habe, zu vermeiden – mit allen Mitteln! Aber dieses Mal ist er zu weit gegangen und das werde ich ihm jetzt klar machen müssen.

Ich greife nach dem Stock, sehe ihn einen Moment lang an, versuche an nichts zu denken und nehme dann auch den Gürtel heraus. Die Schublade schließe ich locker mit dem Fuß. Ich schüttele den Kopf und rede mir ein, dass ich das Richtige tun werde. Dann verlasse ich das Schlafzimmer, gehe über den Flur und in mein Büro, das noch leer ist. Ich lege den Gürtel zusammengerollt auf die Tischplatte und verstecke den Stock in dem Schrank.

Dann atme ich tief durch, gehe zu Edwards Zimmer und klopfe. Als ich sein Zimmer betrete, sitzt er auf dem Bett, hat eine warme Hose und einen Pullover an. In seinem Zimmer ist es warm. Ich sehe ihn an und weise dann mit dem Kopf auf den Flur hinaus.

„Komm!"

Er sieht mich an, hustet und folgt mir dann in mein Arbeitszimmer. Er setzt sich wie immer auf das Sofa, faltet die Hände und versucht ruhig zu bleiben. Ich setze einen der Stühle, die an der Wand stehen, so in den Raum, dass wir einen kleinen Kreis haben, der aus Stuhl, Schreibtisch und Sofa besteht. Ich bin überhaupt nicht scharf auf diese Unterhaltung und auf das was danach kommt sowieso nicht!

Als ich einen schönen Kreis gezaubert habe, lehne ich mich gegen die Schreibtischkante, ohne den Blick auf den zusammengerollten Gürtel zu verdecken. Edward hat ihn natürlich längst gesehen, aber sagt nichts. Endlich kommen Jasper und Esme durch die Tür.

„Mach die Tür zu, Jasper," sage ich und warte darauf, dass er mir folgt.

Ich weise Esme an, sich neben Edward auf das Sofa zu setzen, während unser zweiter Sohn auf dem Stuhl Platz nimmt. Es ist still, außer dass Edward zwischendurch hustet. Alle warten darauf, dass ich etwas sage.

Na gut …

Ich sehe Edward an. „Du hast dich entschuldigt und das ist okay. Aber ich glaube es immer noch nicht, dass du dich so in Gefahr gebracht hast, Edward. Ich werde dir jetzt sagen, was hätte passieren können, auch wenn Esme mich gebeten hat, es nicht zu tun."

Wenn wir hier in vielleicht einer Stunde fertig sind, wird meine liebe Frau mir ein Ohr abreißen, das ist mir klar, als ich ihren Blick sehe. Ich sehe wie er zu ihr rüber schielt und dann dann wieder auf den Parkettboden starrt.

„Siehst du mich bitte an," frage ich wütend und warte darauf, dass er seinen Kopf hebt.

Er tut es und ich kann riechen, dass er Angst hat … vor was auch immer. Natürlich nicht vor mir, dass weiss ich, aber er hasst es vor seinen Geschwistern die Beherrschung zu verlieren. Bei mir hat er da keine Probleme, auch wenn er es natürlich versucht zu vermeiden.

Als ich merke, dass ich wieder seine Aufmerksamkeit habe, fahre ich fort. „Du bist aus der Halle gegangen, weil dir schlecht war, nehme ich an. So weit so gut, aber wie zum Teufel kommst du darauf, alleine raus zu gehen, ohne Jasper?"

„Weil er dich angerufen hätte, wenn ich vor ihm zusammengeklappt wär," gibt er mir eine ehrliche Antwort. Ich honoriere das mit einem Nicken.

„Du warst also draußen vor der Halle und dir wurde komisch," lasse ich das Geschehene noch mal vor seinem Auge ablaufen. Obwohl ich ja nicht dabei war, muss es sich so zugetragen haben, auch weil die Sanitäter gewisse Anmerkungen gemacht haben. Ich stöhne. „Du bist zusammengeklappt, dir wurde so schlecht, dass du dich übergeben hast und dann kam nichts mehr! Du wirst ohnmächtig! Das wars!"

„Da waren ja Leute und-"

„Edward," stoppe ich ihn sofort barsch. „Mir ist ganz egal ob da andere Menschen waren, wie Securities oder sonst wer! Das große Problem hier war, dass niemand von denen weiss, was du bist oder wir! Stell dir nur mal vor, einer von denen hätte einen Krankenwagen gerufen und der Notarzt hätte dich untersucht. Dann hätten sie dich ins Forks Hospital gebracht. Ich hatte an diesem Abend Dienst, also hätte ich mich um dich gekümmert und wäre allen Fragen aus dem Weg gegangen."

Er wird nervös und schluckt. Spielt an seinen Händen herum, aber hält weiter Blickkontakt mit mir. Ich lege meine Hände auf die Schreibtischkante und wippe ein wenig mit dem Bein.

„Und wenn ich keinen Dienst gehabt hätte, oder ich nicht rechtzeitig da gewesen wäre? ... Es geht hier eigentlich um mehrere Sachen, Edward! Zum einen hast du mich wissentlich hintergangen! Zum Zweiten bist du mit einer schweren Grippe zu einem Konzert gegangen und hast damit deine Gesundheit aufs Spiel gesetzt, wieder mal möchte ich betonen. Noch dazu hättest du uns alle enttarnen können! Dann hast du Jasper angelogen und Esme getäuscht!"

Ich sehe meine Frau an. „Hab ich irgendwas vergessen?"

Sie schüttelt den Kopf und setzt sich dann so weit von Edward weg, dass sie ihn ansehen kann. „Schatz. Irgendeine Rockband zu sehen, ist es doch nicht wehrt, deine Gedundheit aufs Spiel zu setzen! Ich kann einfach nicht glauben, dass du mich die ganze Zeit an der Nase herum geführt hast!"

Esme ist sauer und lässt ihn das durch ihre Stimme spüren – das ist gut!

Er schluckt und sieht sie dann endlich an, bevor ich ihm einen leisen Befehl dazu geben kann. „Entschuldige, Mum."

„Edward, wir lieben dich," fährt sie ruhig, aber mit brüchiger Stimme fort. „Ich weiss nicht was ich getan hätte, wenn dir etwas passiert wäre, ich-"

Dann fallen die ersten Tränen – bei meiner Frau. Das war zwar nicht geplant, aber ich denke, dass es Edward schockieren wird! Ich stehe nicht auf, um zu ihr zu gehen. Denn Edward hält sie bereits im Arm und vergießt ebenfalls ein paar Tränen. Jasper, der immer noch still neben mir sitzt, sieht mich fragend an und ich weiss was er meint. Ich schüttele den Kopf. Jetzt soll er nicht auch noch auf Edward herumtrampeln. Das sollen die beiden Brüder unter sich klären und wenn sie meinen Beistand brauchen, dann werde ich da sein!

Zehn Minuten später haben sich die beiden wieder beruhigt und ich denke, dass Edward es jetzt endlich kapiert hat. Natürlich will ich auf Nummer sicher gehen! Und er weiss, dass er nicht mit Stubenarrest oder ähnlichem davon kommen wird! Ich klopfe leicht mit meinen Fingern auf der Tischkante herum, bis wieder alle Augen auf mich gerichtet sind.

„Esme," sage ich zu meiner Frau. „Mach mit Edward einen kleinen Waldspaziergang, okay? Etwa dreißig Minuten und tu mir den Gefallen und schick Alice und Rosalie in die Stadt für zwei Stunden!"

Edward starrt mich etwas entsetzt an, weil er dachte, dass er nicht länger warten müsste, doch ich habe mich anders entschieden und werde mir Jasper zu erst vornehmen. Ich stelle mich gerade hin und fingere eine Geldnote aus meiner Hosentasche, die ich Esme in die Hand drücke, als sie vor mir steht. Wir küssen uns und sie geht mit Edward im Schlepptau hinaus und lässt die Tür auf, damit ich höre, wenn das Haus leer ist.

Ich höre Schritte, leise Unterhaltung auf dem Flur und dann noch mal im Wohnzimmer … als nächstes Rosalies BMW, der gestartet wird und die Einfahrt verlässt. Dann die Haustür, wie sie geöffnet und zugemacht wird. Ich gehe langsam zur Balkontür und öffne sie. Dann betrete ich den Balkon und zähle innerlich langsam bis zehn.


Während ich zu höre, wie Jasper auf steht und den Stuhl an die Wand räumt, damit vor dem Schreibtisch genügend Platz ist, beobachte ich die Einfahrt und sehe zwei Gestalten, die sich auf den Weg in den Wald machen. Ich warte noch etwas länger, dann komme ich wieder zurück in mein Büro und schließe die Balkontür mit einem leichten Knall.

Jasper ist vor meinem Schreibtisch zusammen gezuckt und sieht mich an. „Ich weiss, dass ich dich hätte anrufen müssen, Dad!"

Ich nicke. „Ja, das hättest du. Und du hättest ihn davon abhalten können, Jasper! Du bist der Ältere und wenn er das nächste Mal nicht auf dich hört, sagst du es mir! Haben wir uns verstanden?"

„Ja, Sir," antwortet er leise und ich weiss, dass auch er begriffen hat, worum es hier ging.

Langsam gehe ich auf den Tisch zu, nehme den Gürtel von der Platte und rolle ihn auseinander. Dann schließe ich die Schnalle und ziehe ihn glatt. Mein Sohn wendet seinen Blick ab und starrt auf die Tischplatte, während er die Knöpfe seiner Hose öffnet und sie mit Unterhose herunterzieht. Jasper ist ein guter Junge und ich muss ihn nicht sehr oft bestrafen, aber wenn, dann sehr hart, damit er es in seinen Kopf bekommt.

Er beugt sich über den Tisch, stützt sich mit den Händen auf der Platte ab und fixiert mein schwarzes Telefon was an meiner Seite des Tisches liegt. Dann lege ich meine linke Hand auf seinen Rücken und streichele ihn kurz, um ihn zu beruhigen.

„Ich bin fertig," sagt er leise, während er sich auf mein Telefon konzentriert.

Stille … Dann reisse ich ihn mit dem ersten Schlag so abrupt aus seinen Gedanken, dass er aufschreit und aufspringt, was er eigentlich nicht tut.

Ich gebe ihm ein paar Sekunden und drücke ihn dann etwas grob zurück in Position. „Unten bleiben! Und mach das nicht noch mal!"

Er bejaht und ich schlage ein zweites Mal zu … ein drittes und ein viertes Mal. Ich spüre, dass sich seine Muskeln anspannen, bei jedem weiteren Hieb den ich ihm gebe … 15 … 20! Als er noch mal versucht hoch zu kommen, lasse ich den Gürtel fünf mal so hart fallen, dass er aufschreit und anfängt zu weinen.

Ich übe mit der linken Hand noch mehr Drück aus und mache weiter … 30 und 40 … Er versucht nicht noch mal hoch zu kommen und ich beende das Ganze mit noch mal 10 Schlägen, um sicher zu gehen, dass er Morgen in der Schule einige Sitzprobleme haben wird.

Dann lege ich den Gürtel auf den Tisch neben seine Hand und helfe ihm beim Anziehen. Er jammert leise vor sich hin, aber weint nicht mehr. Dann nehme ich ihn in die Arme und drücke ihn fest an mich. Er atmet hektisch in mein Hemd und meine Schulter hinein und versucht sich zu sammeln. Ich streichele ihm durch die Locken und über den Rücken.

„Ist schon okay, Jasper. Du bist ein guter Junge. Ich verzeihe dir, okay! Ich liebe dich."

„Ich dich auch, Dad," nuschelt er durch den Stoff meines Hemdes hindurch und bricht dann den Kontakt ab. Er tritt einen Schritt zurück und ich lege eine Hand auf seine Schulter. „Der Hausarrest bleibt bestehen, Jasper! Okay? Wenn die beiden gleich zurück kommen, gehst du mit Esme jagen, wenn sie nicht schon mit Edward gegessen hat."

Jasper räuspert sich. „Ja, alles klar."

Wir hören die Haustür in der Lobby und ich weise mit dem Kopf auf meine Tür. „Na, los. Geh schon!"

Ich klopfe ihm auf die Schulter und er grinst, dann drücke ich ihm einen Kuss auf die Stirn, auch wenn ich weiss, dass er das überhaupt nicht leiden kann und er verlässt mein Arbeitszimmer.

Tbc ...