Vielen Dank für eure Reviews :) Ihr seit so gut, da ihr euch wieder ein neues Kapitel verdient habt.
Danke für das Lob wegen Vor. (rot werd) Es wird noch einige Kapitel in dieser Richtung geben, wenn auch in späteren Teilen.
Vielen Dank an dieser Stelle auch von Mazipaan für das Lob wegen Severus. Wir haben uns beide riesig darüber gefreut.
Zu der Frage ob sie Canontreu ist ... hmmm ... es ist eher eine Mischung aus viel AU und Canon, wo immer wir dem treu sein konnten. Auf jeden Fall ist es - anders.
Dieses Kapitel ist vielleicht ein wenig unübersichtlich wegen der vielen verschiedenen Perspektiven, aber ich hoffe es gefällt trotzdem. - Morti
Von Imobilus an Black Zora zum Cap mit Peter:
Freut mich das er dir so gut gefällt. Deine Meinung über Peter teile ich. Deswegen ist er eben auch so wie ich ihn beschrieben habe. Allerdings ich kann auch Sirius und Remus in Band Drei irgendwie verstehen. Die Beiden waren eben sehr mit James verbunden.
Und das Sam dir gefällt freut mich auch, ich finde sie nämlich nicht ganz so leicht zu schreiben.
Kapitel 50 - Von Dates und Duellen
In den Tagen bis Donnerstagabend bemühte sich Peter nicht an sein Date zu denken. Das klappte auch ganz gut. Der Buchladen war immer gut besucht, und am Dienstag kam eine große Lieferung an Neuerscheinungen, mit der er bis Donnerstag beschäftigt war sie einzusortieren, denn am Mittwoch war er ganz allein im Laden und hatte mehr mit den Kunden zu tun. Und offen vor Muggeln zaubern, ging nun mal nicht.
Samantha verbrachte die Tage bis Donnerstag in völliger Ausgeglichenheit. Die Anmeldebestätigung für den Kurs hatte sie einen Tag später bekommen, zusammen mit der Uhrzeit, da wegen der regen Beteiligung mehrere Kurse stattfinden würden. Sie hatte sich für diesen Abend ein schwarzes, eng anliegendes Kleid herausgesucht. Der Rock ging ihr grade mal bis über die Knie und es hatte keine Ärmel, dafür gehörten Handschuhe, die bis zu den Ellenbogen reichten, dazu. Eine ziemlich gewagte Kreation. Dazu gehörte aber auch ein schwarzer Umhang ohne Ärmel, der gleichzeitig als Robe fungierte. Am Donnerstag begann sie schon früh, sich fertig zu machen.
Nach einer ausgedehnten Dusche sorgte sie mit einigen Zaubersprüchen dafür, dass sich ihr Haar von selbst hochsteckte. Dezentes Abend Make-up und etwas Schmuck, eine goldene Armbanduhr, ein mit einem Rubin verziertes Medallion und dazu passende Ohrringe sorgten für eine perfekte Abrundung, wie sie fand. Noch ein wenig Parfum und der Abend konnte beginnen. Peter würde sicherlich dahinschmelzen.
In seinem besten Anzug und dem neuen Umhang gekleidet wartete der junge Mann nach dem Klingeln an Samanthas Wohnungstür nervös darauf, eingelassen zu werden. Er hatte peinlich genau darauf geachtet, gut rasiert zu sein, und seine blonden Haare wurden von Gel in Form gehalten.
Aber anstatt in die Wohnung gelassen zu werden, kam Samantha gleich nach draußen. "Ich dachte mir, wir gehen gleich los", schlug sie vor, aber Peter war im ersten Moment unfähig etwas zu sagen, von dem Anblick, der sich ihm bot. Aber dann fing er sich wieder. "Du siehst wunderschön aus.", brachte er mühsam hervor und hatte das Gefühl neben ihr zu verblassen. Er war nur ein Schatten.
Samantha lächelte ihren Begleiter an. "Danke. Aber du siehst auch gut aus. Die Robe steht dir", erklärte sie und hakte sich bei ihm ein. "Wollen wir dann?"
Peter nickte und übernahm das Apparieren. Im Restaurant war man sehr auf Etikette bedacht, wie Peter sehr schnell feststellte. Zu seinem Glück hatten Sirius und James ihn und Remus vor einem Ball auf Hogwarts ernsthaft in die Benimmregeln der feinen Gesellschaft eingeführt. Und so hatte er wenigstens die Gewissheit, sich heute Abend nicht völlig zu blamieren.
Die Sicherheit, mit der sich Peter hier bewegte, beeindruckte Samantha. Nur einige unscheinbare Kleinigkeiten ließen erkennen, dass er nicht in feinem Hause aufgewachsen war. Noch ein Pluspunkt, stellte sie auf ihrer persönlichen Liste fest. Während der Vorspeise und des Hauptgangs unterhielten sie sich über belanglose Dinge bis ihr Gespräch, von Samantha willentlich gelenkt, auf die neusten Nachrichten der Todesser Aktivitäten kam.
Peter genoss die harmlosen Gespräche über ihre Berufe und ihre Träume, die dann aber jäh von den aktuellen Ereignissen zerstört wurden. "Schrecklich", stimmte Peter Samanthas Bemerkung über die Abschlachtung einer Muggelfamilie zu. "Und das Ministerium ist auch überfordert damit.", fügte er noch hinzu.
Sam nickte. "Na ja. Es gibt ja Gerüchte, dass das Ministerium eine Organisation gegründet hat, die sich ausschließlich um diese Bedrohung kümmern. Irgendwas mit Phönix.", bemerkte sie und beobachtete Peter ganz genau, der tatsächlich leicht verschreckt aussah.
"Eh… kann sein… ich weiß nicht so genau", bemerkte der junge Mann nervös. Es war seine Pflicht, das Geheimnis des Ordens zu bewahren. Niemand durfte bestätigt bekommen, dass es ihn gab, zumindest keiner aus der Öffentlichkeit.
"Na ja. Wenn es ihn gibt, dann versteh ich nicht, wieso das Ministerium das nicht einfach sagt. Immerhin würden sie so Erfolgsmeldungen bringen können. Und vor allem die Gemeinschaft beruhigen.", gab Samantha zu bedenken.
"Die haben wahrscheinlich ihre Gründe nichts zu sagen, wenn es so ist. Vielleicht… vielleicht sagen sie ja auch nichts, weil es nicht stimmt, sie aber so tun wollen, als würde es stimmen", meinte Peter hoffend, dass Sam endlich ein anderes Thema aufgriff.
"Egal, wie es ist, die Welt da draußen ist gefährlich. Hast du am Montag die Anzeige gesehen mit dem Selbstverteidigungskurs?", meinte Samantha wohl merkend, dass es Peter unangenehm war, darüber zu sprechen. Er schien tatsächlich mehr zu wissen. Vielleicht gehört er ja auch zu diesem Verein. Potter ja höchstwahrscheinlich wohl. Vielleicht ja sogar alle ehemaligen Rumtreiber., überlegte sie.
Peter nickte. Sicher hatte er die Anzeige gesehen. Nur allein wollte er nicht zu so einem Kurs gehen. Und seine Freunde hatten alle genug um die Ohren, ganz zu schweigen davon, dass James so einen Kurs niemals nötig haben würde. Und Sirius und Remus hatten eine Menge von James gelernt. Zwar hatte der auch ihm etliche Flüche gezeigt, aber er schaffte es einfach nicht, sie richtig zu beherrschen.
"Hättest du nicht Lust, mit mir da hinzugehen? Ich mein nur, um mich zu begleiten. Du wirst das sicher nicht nötig haben.", schlug Samantha dann vor und konnte sehen wie Peters Blick sich aufhellte.
"Gern", sagte Peter erfreut, der damit nicht gerechnet hatte. "Aber, da dürfte es eine Menge Andrang geben. Meinst du, wir bekommen da noch einen Platz?", fragte er zweifelnd.
Doch Sam schmunzelte. "Lass mich das mal machen. Ich bin mir sicher, dass wir noch einen Platz bekommen. Ich hab da einen Freund, der schuldet mir noch was. Und der kennt eine Menge Leute, auch im Ministerium. Und von denen geht der Kurs ja aus.", erklärte sie.
"O.k. Versuchen können wir es ja mal. Schaden wird es sicher nicht.", erklärte Peter lächelnd. Sie saßen noch eine ganze Weile so da, wieder mehr oder weniger belanglose Themen besprechend, bis Peter sie dann um kurz vor zwölf nach Hause brachte und sie abmachten das Samantha schreiben würde, wenn sie etwas wegen dem Kurs hörte.
Als Sam ihre Wohnung betrat, zog sie als erstes ihre Schuhe aus, um sich dann auf die Couch fallen zu lassen. Sie sah sich einen Moment um und fasste dann den Entschluss mit jemandem über Peter zu sprechen. Allein konnte sie das sowieso nicht durchziehen. Sie sah den Lord so gut wie gar nicht und selbst wenn, sie hatte absolut keine Todessehnsucht. Nur die aus dem Innersten Kreis waren alle selbst ziemlich darauf bedacht Lob einzuheimsen. Den einzigen, den sie kannte, der das zu ihren Gunsten erledigen konnte, war Mikes Vater.
Dann sollte ich mich wohl mal mit Mike treffen, beschloss Sam und machte sich schnell dran eine kleine Einladung zum Mittagessen, ins Cafe gegenüber von Harrods, zu schreiben, wo sie morgen um halb zehn wieder zu sein hatte. Dabei schlich sich ein Schmunzeln auf ihr Gesicht. Die Muggel waren oft so was von blind gegenüber der Magie. Die merkten es nicht mal, wenn man mitten in der Stadt in einem ihrer luxuriösesten Kaufhäuser eine Etage einzog. Das einzige, was ihnen auffiel, war dann, dass der Aufzug zwischen dem dritten und dem vierten Stock etwas länger brauchte, als zwischen den anderen Stockwerken. Die Zauberer hatten selbstverständlich ihren eigenen, verborgenen Eingang, der sie direkt in das Stockwerk brachte.
Hey Mike,
ich hoffe, es geht dir gut. Meine Mittagspause fängt um 12.30 Uhr an. Ich warte auf dich an unserem Stammtisch. Alles Liebe,
Hast du Lust, dich morgen mit mir zu treffen? Im Cafe Bella, gegenüber von Harrods? Wir haben uns lang nicht mehr gesehen und bei mir hat sich ne Menge getan.
Sam
Noch einmal überflog Samantha die wenigen Zeilen und befand sie für gut. Niemand würde Verdacht schöpfen, und Mike würde garantiert kommen, wenn er Zeit hätte, hatten sie sich doch erst letzen Monat gesehen und das war wirklich alles andere als lang bei dem, was sie wirklich taten. Da kam es durchaus vor, dass man sich mal ein halbes Jahr nicht zu Gesicht bekam. Den Brief brachte sie schnell mit Morpheus, ihrer Schleiereule, auf den Weg und ging dann zu Bett, um am nächsten Morgen ausgeschlafen wieder gutbetuchte Kunden zu bedienen und deren Modewünsche zu erfüllen.
Und diese waren heute sehr ausgefallen. Eine Frau, für die die Bezeichnung vollschlank die Untertreibung des Jahrhunderts war, wollte unbedingt einen Umhang haben, der ihr um drei Nummern zu klein war, eine Mutter kaufte für ihren vierjährigen Jungen eine babyrosafarbene Robe und ein Mann, der die 100 wohl schon weit überschritten hatte, wollte einen Anzug in neongrün. Sam erledigte alle diese Wünsche mit der üblichen Freundlichkeit und ohne mit der Wimper zu zucken, war aber heillos erleichtert, als sie sich um halb eins an ihren Stammtisch setzte und einen Tee trinken konnte.
Mike - oder um es genau zu sagen Michael Giles Avery Junior - war ein groß gewachsener, hübscher junger Mann, dessen einziger Makel darin bestand, dass seine Augen nicht die gleiche Farbe hatten. Sein linkes Auge war von einem so dunklen Blau, dass man meinen könnte, man schaue in den tiefsten Ozean. Das rechte dagegen leuchtete hellgrün, wie das Auge einer Katze.
Wie immer versteckte Michael Avery seine verschiedenfarbigen Augen hinter einer Sonnenbrille, als er das kleine, sehr edle Café betrat, das er wie seine Westentasche kannte. Er orientierte sich nur kurz und ging dann mit langsamen Schritten in eine der hinteren Ecken. Sein dunkler Umhang sah für die wenigen anwesenden Muggel so aus, als trüge er einen schwarzen Mantel.
"Lange nicht gesehen, Sam.", murmelte er und riss die junge Frau, die nur wenig älter war als er selbst aus ihren Gedanken.
Samantha sah erschrocken auf, war sie doch grade dabei schon stumm zu formulieren, was ihr Anliegen war. Dann aber erhob sie sich lächelnd von ihrem Stuhl und begrüßte Mike mit einem Küsschen links und rechts auf die Wange. "Hi, Mike", schmunzelte sie und sah ihn dann leicht gespielt beleidigt an. "Du weißt, dass ich dir lieber in die Augen sehe, wenn wir miteinander reden. Und hier ist doch niemand außer uns beiden."
Nach einem kurzen Blick durch das tatsächlich fast leere Café, während er sich die rehbraunen Haare, die ihm vorn bis zum Kinn gingen, mehr nach hinten legte, setzte er sich.
"Dir zu Liebe.", murmelte Mike und nahm tatsächlich die modische Brille ab. "Ich werde wohl nie verstehen, was du an meinen Augen so schön findest. Aber gut..."
Eine Kellnerin kam zu ihm und er bestellte sich erst einmal auch einen Tee, auch wenn ihm ein Drink lieber gewesen wäre.
Samantha schweig zu dem Thema. Sie hatte schon oft versucht, es ihm zu erklären, nie hatte er es wirklich verstanden. "Erzähl erst mal, wie es dir geht und was du so machst", bat sie nachdem die Kellnerin die Bestellung aufgenommen hatte.
"Ach... immer noch das gleiche, wie immer.", murmelte Mike leise und seufzte tief. Er wünschte wirklich er hätte irgendetwas anderes zu tun. Flohnetzwerkaufsicht... etwas langweiligeres gab es doch wirklich nicht.
"Ich habe mich intern beworben, um vielleicht in die Mysterienabteilung versetzt zu werden. Mal sehen, ob das was wird..", erzählte er dann und lächelte etwas. "Was ist mit dir? Was gibt es Neues?"
"Wow.. Mysterienabteilung. Das dürfte aufregend werden, ich drück dir die Daumen, dass du das packst.", lächelte Sam und meinte dann: "Beruflich hat sich bei mir nichts verändert. Immer noch das gleiche und die Kundenwünsche werden immer ausgefallener. Aber privat hab ich das Vergnügen gehabt, Peter Pettigrew näher kennen zu lernen. Er ist der Grund, warum ich mich mit dir treffen wollte.
Peter wäre vielleicht was für uns. Er ist tatsächlich nicht all zu helle, leicht zu beeinflussen, aber was das Beste ist, er ist noch immer eng mit James Potter, Sirius Black und Remus Lupin befreundet", erklärte Sam und beobachtete Mikes Reaktion genau. Sie wusste, dass er durch seinen Vater näher an den Geschehnissen des Inneren Kreises dran war, als sie selbst. Aber auch sie hatte schon von James Potters Taten gehört. Er war ein überaus eifriger Auror geworden, dem man so schnell nichts vormachen konnte. Und er war ein Freund von diesem Muggelnarr Dumbledore und somit höchstwahrscheinlich ein Mitglied dieses Geierordens. Ach nein. Phönixorden, korrigierte sie sich selbst sofort.
Langsam hob der junge Todesser eine Augenbraue. Er hatte wirklich etwas darüber gehört, durfte aber jetzt nicht genauer darüber reden.
"Ich weiß, dass Potter auf jeden Fall zukünftig auf der Abschussliste steht.", murmelte er nur sehr leise. Wie und warum durfte er nicht sagen. Nicht einmal sein Vater war in alles eingeweiht. Er sollte lediglich helfen diese Frau umzudrehen, wie er erst vor wenigen Tagen erfahren hatte. Wenn sie dann noch einen anderen in der Nähe Potters hätten, wäre das doch mehr als gut.
"Ich werde das auf jeden Fall weiter leiten.", versicherte er und lächelte Sam an. "Wenn du das schaffst... dass er irgendwie von Nutzen ist... das könnte dich ziemlich weit nach oben bringen.", wisperte er leiser und lehnte sich etwas weiter nach vorn.
"Genau das habe ich vor. Dafür zu sorgen, dass er die Seiten wechselt und auch, weiter hoch zu kommen.", flüsterte Sam zurück. "Er braucht aber noch etwas Training. Deswegen mach ich nächste Woche mit ihm einen Selbstverteidigungskurs. Außerdem bin ich lieber vorsichtig. Ich habe kein Interesse daran, bei Potter auf der Abschussliste zu landen. Was ich dir aber jetzt schon sagen kann, ist, dass er etwas über diesen Orden weiß. Er ist nicht sonderlich gut darin zu lügen. Zumindest einer Frau gegenüber nicht. Leider hat er sich nicht verplappert.", fügte sie noch hinzu.
"Vielleicht ist es leichter ihn auszuhorchen, wenn er etwas erschöpft ist.", murmelte Mike und schmunzelte in sich hinein. "Nach dem Kurs... oder nachts. Eigentlich müsste ich ja eifersüchtig sein... all die Jahre hab ich zu hören bekommen, dass ich zwar nett bin und hübsch und faszinierende Augen habe... aber nie mehr als ein Freund sein werde. Und dann kommt dieser Gryffindorbengel..."
Sam lächelte flüchtig. "Genau das ist der Punkt, Mike.", hauchte sie zärtlich und sah ihm tief in die verschiedenfarbigen Augen. "Du bedeutest mir sehr viel mehr als Peter, oder als irgendwer sonst. Aber ich befürchte, sollte eine Beziehung zwischen uns nicht funktionieren, dass ich auch diese Freundschaft verliere. Und der Preis ist mir zu hoch. Da ist es wirklich besser es bleibt so, wie es ist." Dann hauchte sie ihm einen leichten Kuss auf die Wange und wartete ab, wie er reagieren würde.
Lächelnd schloss er ein wenig die Augen und betrachtete sein Gegenüber nachdenklich.
"Vermutlich hast du recht. Nur ist mein Problem, dass ich jede Frau mit dir vergleiche und keine diesem Vergleich standhalten kann.", murmelte er und seufzte etwas theatralisch auf. "Vielleicht sollte ich mir überlegen, ob ich nicht schwul werde.."
Samantha sah Mike zunächst verdutzt an und fing dann an zu kichern. "Mike, du machst mich verlegen, hör auf damit." Dann beobachtete sie ihr gegenüber ebenfalls einen Moment, ehe sie meinte: "Außerdem wäre es ein großer Verlust für die Frauenwelt, wenn du das Ufer wechselst, Mike. Allein wenn ich daran denke, wie viele Mädchen auf Hogwarts für dich geschwärmt haben, wie zum Beispiel Cassandra Duray aus Ravenlaw, Gwendolin McAllister aus unserem Haus. Sogar Lily Evans, Potters Flamme, hatte mal ein Auge auf dich geworfen. Und das waren nur drei, von mindestens zwei Dutzend. Und dein Vater würde dich wohl auch sofort übers Knie legen, um dir das auszuprügeln. Etwas das viel zu schade ist. Schraub lieber deine Erwartungen etwas runter, auch ich bin nicht perfekt."
"Ach je...ich hatte es schon schwer. Mit all diesen kichernden Dingern hinter mir.", murmelte Mike schmunzelnd. "Und sie waren alle so neidisch auf dich.", setzte er zwinkernd hinzu. Endlich kam sein Tee und er zahlte auch sofort, um dann nicht wieder ewig warten zu müssen, bis die Rechnung gebracht wurde. "Und was meinen Vater angeht... Er hätte sicher andere Möglichkeiten, um mir das wieder auszutreiben, als mich übers Knie zu legen. So gut, wie er im Moment wohl mit dem Lord steht. Wie auch immer... ich werde wohl wirklich lieber hetero bleiben und damit wohl leider auch allein."
Samantha seufzte leicht, nachdem auch sie ihre Rechnung beglichen hatte. "Mike. Ich weiß gar nicht, was ich haben soll, was andere nicht haben. Abgesehen von magischen Kräften." Sie verstand es wirklich nicht. Mike hätte zu seiner Hogwartszeit an jedem Finger eine Frau haben können. Selbst dieses Schlammblut hinter dem Potter so hergewesen war.
"Was soll das denn heißen? Dass ich mich unter den Muggeln bedienen soll? Nein danke. Dafür bringt mein Vater mich garantiert um.", meinte Michael abwehrend. "Mal was anderes... musst du nicht zurück? Auch wenn ich das hier mehr als genossen habe, aber ich will nicht, dass du zu spät zurück zur Arbeit kommst."
Sam schmunzelte leicht. "Ich hab noch etwas Zeit. Und dass dein Vater dich umbringt, wenn du dich mit einem Muggel einlässt, kann ich mir lebhaft vorstellen. Ich wollte sie damit auch ausschließen. Was hab ich was andere Hexen, oder auch andere reinblütige Hexen, nicht haben?", sagte sie und nahm einen Schluck Tee.
"Ich weiß es nicht.. vielleicht liegt es daran, dass ich mich schon fast am ersten Tag, als ich dich gesehen habe, in dich verliebt habe... selbst wenn ich da erst 11 war.", erklärte er zwinkernd.
Dadurch, dass er durch seinen Nachnamen als erster bei der Sortierungszeremonie dran gewesen war, hatte er sich auch neben einen Schüler oder in dem Fall Schülerin aus einer höheren Klasse setzen können.
Samantha konnte kaum verbergen, dass sie davon überrascht war. Sicher hatte sie gemerkt, dass Mike sie oft beobachtet hatte, aber dass er sie seit der Ersten liebte, erstaunte sie sehr.
"Also... ich... weiß nicht, was ich dazu sagen soll.", brachte sie mühsam hervor, sehr wohl merkend, dass sie rot wurde. "Das... du schaffst es, mich immer wieder zu überraschen." Und nicht nur das. Ich bekomm doch tatsächlich Herzklopfen in deiner Nähe, gestand sie sich selbst.
"Hast du es nicht gemerkt? Ich bin dir doch schon fast wie ein Hündchen nachgelaufen.", murmelte Mike schmunzelnd, seufzte dann aber auch etwas. "Du bist wunderschön... Welcher Mann mit Verstand würde sich nicht auf den ersten Blick in dich verlieben?"
"Mike", schmunzelte Sam verlegen, die nicht damit gerechnet hatte, dass dieses Gespräch so einen Verlauf nehmen würde. Dann hätte sie sich dafür gewappnet. Es erst gar nicht so weit kommen lassen. "Mike, du machst mich ganz verlegen", flüsterte sie und stand dann abrupt auf.
Sie hatte das ernst gemeint, was sie gesagt hatte. Die Freundschaft zu ihm bedeutete ihr sehr viel. Wahrscheinlich sogar mehr als ihr Leben und der Gedanke daran, dass diese zerbrechen konnte, durch das Scheitern einer Beziehung zwischen ihnen, zerriss ihr das Herz.
"Ich geh besser, Mike. Sonst passiert noch etwas, was ich bereuen werde. Danke, dass du Zeit hattest und mir hilfst." Schnell gab sie ihm ein Küsschen und eilte dann mit wild schlagendem Herzen aus dem Cafe. Merlin, was hat dieser Kerl nur plötzlich an sich, dass er mich so aus der Fassung bringt?, stöhnte sie, ging dann wieder an die Arbeit.
Seufzend sah Mike ihr hinterher und schaute dann wieder in seine Tasse.
"Vermutlich wirklich hoffnungslos. Nur wieso kann sich mein Herz mit dieser Erkenntnis nicht abfinden?", murmelt er leise vor sich hin. Dann trank er allerdings auch seinen Tee aus und verließ das Café, um zum Ministerium zurück zu apparieren.
Samantha brauchte den Rest des Tages, um sich von dieser Begegnung vollends zu erholen. Ihr wollten Mikes Augen einfach nicht aus dem Kopf gehen. Und das konnte sie nun wirklich nicht gebrauchen. Nicht wenn sie das mit Peter nicht vollkommen vergeigen wollte. Und das hatte sie garantiert nicht vor. Dennoch ließ sie noch das Wochenende verstreichen ehe sie ihm per Eule eine Nachricht schickte, dass sie einen Platz für den kommenden Mittwoch hätten, um 20 Uhr.
Peter hatte das ganze Wochenende ungeduldig auf eine Nachricht von Sam gewartet und sich dabei mehr als einmal gefragt, ob die Frau es wirklich ernst meinte. Als dann endlich der Brief kam, führte er tatsächlich einen kleinen Freudentanz auf. Sofort schrieb er ihr zurück, dass er sie dann um halb acht abholen würde. Sie könnten ja gemeinsam zu der alten Lagerhalle auf dem Flughafen apparieren.
Und genau so machten sie es dann auch, nachdem die Zeit bis zum Mittwoch für Peter nur so dahingekrochen war. Als sie an der leerstehenden Lagerhalle ankamen, war schon eine Menge los und Peter wollte grade fragen, ob Sam wusste, wer denn den Unterricht geben würde, als er jemanden sah, den er hier niemals vermutet hätte. Und er bereute es jetzt schon, hergekommen zu sein.
Frustriert sah James sich um. 25 Leute. Wie hatte er sich nur darauf einlasen können? Wie hatte er sich von Henry dazu überreden lassen können, diesen Blödsinn mitzumachen? Er könnte jetzt zu Hause sitzen, im Garten, sich die untergehende Sonne ins Gesicht scheinen lassen, mit seiner Lily im Arm und über bevorstehende Hochzeiten diskutieren. Aber nein. Er war ja der Blödmann, der immer allen helfen wollte. Und das wusste Henry.
"Herrschaften. Bitte einzutreten", rief James, so laut er konnte, und ließ die Hangartür nahezu lautlos aufgleiten. Henry würde den Rest zum Glück erledigen. Er hatte ihm nur bei den Vorführungen und den praktischen Übungen ein wenig unter die Arme zu greifen. Es war ja nicht so, dass er Angst hatte vor mehr als zwei Personen zu reden. Er war ab der fünften Klasse Kapitän der Quidditchmannschaft von Gryffindor gewesen und in der siebten sogar Schulsprecher. Da hatte er auch schon Reden gehalten. Aber trotzdem konnte er sich für einen lauen Sommerabend wirklich etwas besseres vorstellen, als anderen Zauber beizubringen, mit denen sie Unschuldige schocken konnten, nur weil sie dächten, er oder sie wäre ein Todesser. Für so was waren in seinen Augen eindeutig die Auroren zuständig.
Während Henrys langatmiger Rede, irgendwie kam ihm diese bekannt vor, war der junge Mann doch in seinem Jahrgang Vertrauensschüler von Hufflepuff gewesen und hatte auf den Treffen auch immer so lange geredet, sah er sich um. Er erkannte nur wenige Gesichter. Vier oder fünf Leuten war er schon einmal in der Schule begegnet. Sie waren aber entweder alle unter oder über ihm gewesen. Und nur einer von ihnen auch in Gryffindor. Franklin Farcett. Er hatte in James letztem Jahr den Treiber gespielt. Die anderen Anwesenden waren alle mindestens zehn Jahre älter als er. Bis auf ein Gesicht, das ihm ein Lächeln auf die Lippen zauberte. Lautlos wie eine Katze schlich er sich von hinten an seinen Freund heran, der neben einer bezaubernd aussehenden jungen Frau stand.
"Hallo, Wurmschwanz.", flüsterte er ihm zu und sein Freund drehte sich mit einem Aufschrei zu ihm herum.
Peter, der Henry, den er von der Schule her als einen Streber in Erinnerung hatte und denjenigen der es geschafft hatte, auf der Rangliste der Streber Platz eins zu belegen, zugehört hatte, erschrak fast zu Tode, als James ihn von hinten ansprach. Um sie herum fingen einige Leute an zu kichern und Peter warf seinem Freund einen missmutigen Blick zu. Doch Henry sorgte dafür, dass er nicht dazu kam, James dafür anzufahren.
"... darf ich ihnen meinen Assistenten für den heutigen Abend vorstellen. James Potter."
"Aber nur heute", flüsterte James Peter zu und verschwand dann auf die improvisierte Bühne, wo er Henry ein Lächeln schenkte ebenso wie den Zuschauern, die so begeistert applaudierten, als sei er ein Popstar.
Samantha war ebenfalls erschrocken, als Peter neben ihr angesprochen wurde und beobachtete nun den Mann auf der Bühne, der als James Potter vorgestellt wurde. Gehört hatte sie schon eine Menge von ihm, gesehen hatte sie ihn auch schon, aber nur auf Fotos. Und natürlich in der Schule, wenn er hinter diesem Schlammblut Evans her hechelte wie ein räudiger Köter. Außerdem war er ja auch für 99 aller Streiche gegenüber den Slytherins verantwortlich, wofür ihn nicht wenige verabscheuten. Er war ein Paradebeispiel für jene reinblütigen Zauberer, die nicht viel mehr wert waren als die Muggel.
"Ich hasse es, wenn er das tut.", brummelte Peter neben ihr, während dieser Henry erklärte, wie der Abend ablaufen würde.
Zuerst gab es eine lange Rede, wie man sich selbst am besten verhielt, um einem Kampf aus dem Weg zu gehen und auch Sicherheitsvorkehrungen, die man mit seiner Familie am Besten absprach, wurden erläutert und Fragen beantwortet. Das dauerte fast eine Stunde und Sam lachte sich innerlich schlapp über das, was die Auroren an Maßnahmen erklärten. Erst dann kam es zu richtigen Übungen. Es wurden ihnen ein paar einfache Schildzauber und leichte Angriffszauber gezeigt, die jedoch das, was man in der Schule lernte, überstieg, selbst wenn man den UTZ Kurs besucht hatte.
Wie Peter es vermutet hatte, sorgte James dafür, dass er die Gruppe beaufsichtigte, in der Peter und Sam waren. Aber nicht nur er war mies in diesen Zaubern, es gab tatsächlich Leute, die noch schlechter waren, und um die sich James erst kümmern musste.
"Willst du mich deiner Freundin nicht vorstellen?", erkundigte sich James bei Peter, nachdem er einem zehn Zentnerkerl, der roch, als käme er grade aus der Kneipe, etwa ein Dutzend Mal erklärt hatte, wie man denn nun das Schild richtig beschwor.
Hatte ich eigentlich noch nicht vor, aber nun muss es ja wohl sein, dachte Peter und trat mit James auf Sam zu. "Samantha. James Potter. James, Samantha Halliwell."
James musterte die Junge Frau einen Moment. "Ein Jahr über uns. Slytherin. Unscheinbar und still. aber gute Schülerin", sagte er dann.
Sam schenkte ihm ein verzogenes Lächeln. "Gutes Gedächtnis, Mr. Potter. Sie zu vergessen fällt einem auch schwer. Bei dem, was sie und die Rumtreiber immer angestellt haben."
James lachte herzlich. "Genau das war der Grund, warum wir es getan haben. Nie in Vergessenheit zu geraten. Kinderträume, wie ich gestehen muss. Aber... deswegen sind wir ja nicht hier, Nicht wahr? Darf ich die Herrschaften bitten mir einmal die Zauber vorzuführen."
"Sicher", sagte Sam und überlegte tatsächlich kurz, ob sie so tun sollte, als würde sie versehentlich in Potters Richtung zielen. Aber diesen Gedanken verwarf sie sofort wieder. Das war viel zu riskant. Und zu auffällig. Außerdem könnte Peter nervös werden, wenn er auch nur auf die Idee kam, dass sie eine schlechte Schützin wäre. Also griff sie Peter direkt an und er schaffte es sogar den Fluch zu blocken. Zwar etwas schwach, aber er wurde nicht getroffen.
"Hervorragend. Nur etwas mehr Kraft, Peter. Ein Todesser würde deinen Schild mit nur einem Fluch zerfetzten.", mahnte James. Dafür waren Peters Angriffsflüche um einiges besser, wie James lobend feststellte. Etwas das Peter stolz machte, so selten wie er früher von James gelobt worden war.
Draußen in der langsam zunehmenden Dunkelheit bewegten sich die Schatten. Zumindest schien es so, bis man gut ein Dutzend schwarz gekleidete Gestalten erkennen konnte, die sich in den Schatten der anderen Lagerhallen auf die einzig beleuchtete Halle zu bewegten. Alle hatten sie weiße Masken auf und versteckten ihr Haar unter den Kapuzen ihrer schwarzen, bodenlangen Roben.
Auf ein gemeinsames Zeichen hin liefen sie zu den beiden Eingängen, die, kurz bevor sie dort waren, krachend explodierten und die Todesser einließen.
Etwas langsamer folgte eine einzelne, als einziges unmaskierte Gestalt den anderen und betrat die Halle, in der das Chaos herrschte.
James fuhr entsetzt herum, als ein lautes Krachen die gerufenen Flüche übertönte. Zunächst glaubte er an einen fehlgeleiteten Fluch, doch der panische Schrei "TODESSER!" belehrte ihn einen besseren.
Um ihn herum brach alles in Panik aus. Beinahe alles. Einige wenige, darunter Peter behielten mehr oder weniger die Nerven. "RUHE BEWAHREN!", hallte Henrys Ruf durch die Halle, während James sich umsah. Diese Schweine. Gleich von beiden Seiten, fluchte er und bahnte sich einen Weg zur Tür. Nur gut, dass Sirius und Remus draußen auf der Lauer gelegen hatte. Der Ort war mehr oder weniger geheim gewesen, wobei das weniger wohl eher zutraf und das Ministerium war einfach zu überlastet, um hier einen hohen Sicherheitsstandard zu garantieren. Deswegen hatte James auch selbst für eine kleine Sicherheit gesorgt.
Peter war das Blut in den Adern gefroren, als ihm klar wurde, was grade geschah. Doch aufgeben würde er nicht. Er wollte vor Samantha keine Schwäche zeigen, die grade weiß wie die Wand geworden war. Allerdings aus anderen Gründen, wie er annahm.
Bei Morgana, lass ihn nicht kommen. Bitte als ihn nicht kommen. Wenn er mich sieht, bin ich tot!, war das einzige, woran Sam denken konnte, bis die ersten Flüche an ihr vorbei schossen und Peter sie zu Boden riss.
Remus und Sirius hatten die Umgebung des Hangars abgestreift, als plötzlich der Knall ertönte. Beide waren, so schnell sie konnten, zur Lagerhalle gerannt, aber da Remus schon von weitem erkannt hatte, was los war, holte er sofort Verstärkung aus dem Orden, während Sirius in die Lagerhalle eilte, wo Duelle schon im Gange waren.
Mit gezogenem Zauberstab nahm er sich den erstbesten Todesser vor, den er erreichen konnte, und der eine junge Frau grade in arge Bedrängnis brachte.
Die anwesenden Todesser waren größtenteils aus dem äußeren Kreis. Sie lechzten geradezu danach zu kämpfen und diese Kreaturen fertig zu machen, die so dreist waren, sich gegen den Dunklen Lord verteidigen zu wollen.
Giles Avery, der einzige Innere, hatte seinen Sohn gleich zu Beginn des Kampfes aus den Augen verloren. Aber nach ihm suchen, machte jetzt auch keinen Sinn, zumal er gerade gegen einen der beiden Auroren kämpfte, der diesen Kurs hier geleitet hatte. Wieder und wieder baute er seinen Schild auf und jagte dem anderen schwarzmagische Flüche auf den Hals, die dieser nur mit weißmagischen beantworten konnte.
Voldemort stand mitten im Geschehen, als ginge es ihn nichts an und wäre keine Gefahr für ihn. Langsam sah er sich in der Halle um, da er gleich beim Eintreten etwas gespürt hatte... etwas das sich in Gestalt einer jungen Frau unter einem kleinen, dicklichen Mann verbarg. Langsam näherte er sich den beiden.
Remus riss in dem Moment vollkommen außer Atem die Tür zum Hauptquartier auf, wo Gideon und Fabian Prewett und Benji Fenwick über ein paar Papieren gebeugt saßen und jetzt erschrocken ihre Zauberstäbe auf ihn richteten. "Todesser. James. Flughafen.", keuchte der Werwolf.
Die drei Anwesenden warfen sich nur schell einen Blick zu und sprangen dann auf, um ihrem Freund zu Hilfe zu kommen. Remus blieb keine andere Wahl, als einen Moment länger stehen zu bleiben und sich zu verpusten. Die letzte Verwandlung von vor zwei Tagen, forderte immer noch ihren Tribut.
Sam sah entsetzt, wie ihr Meister auf sie zukam. Ich bin tot, stellte sie fest, wagte es nicht, auch nur daran zu denken sich zu wehren.
Peter kam mühsam wieder auf die Füße, um den nächsten Schock seines Lebens zu bekommen. Eine groß gewachsene Gestalt kam langsam auf sie zu und die roten Augen fixierten Samantha, die neben ihm auf dem Boden lag.
James, der grade einen scheinbar jüngeren Todesser geschockt hatte sah sich um und entdeckte Peter, der wie angewachsen dastand, während sich kein anderer als Voldemort selbst ihm näherte. "PETER! SCHAFF SIE RAUS!", schrie er und feuerte sofort darauf mehrere Flüche auf Voldemort ab.
Sirius hatte am anderen Ende der Halle alle Hände voll zu tun, sich gegen drei Todesser zu wehren. Zu seinem Glück waren noch zwei andere junge Männer da, die ihm zwei weitere Gegner vom Hals hielten und so einem Teil der Leute die Flucht ermöglichten.
Von der anderen Tür her stürzten sich dann auch die zu Hilfe geeilten Ordensmitglieder in den Kampf.
Völlig automatisch wehrte Voldemort die auf ihn gerichteten Flüche ab und drehte sich zu dem jungen Mann um, der es gewagt hatte, sie auf ihn zu schleudern. Er sah das Abzeichen und wusste, dass er einen der beiden Auroren vor sich hatte. Sofort jagte er einen heftigen Fluch auf den dunkelhaarigen, wartete einen Moment und ließ einen zweiten folgen.
Gerade noch Mal gut gegangen, dachte sich Michael Avery, als er ganz in der Nähe von Sam gerade einen der Kursteilnehmer tötete und dann gesehen hatte, wie sein Meister auf die junge Frau zuging, die sich nicht sofort an dem Kampf beteiligte, wie es ihre Pflicht gewesen wäre. Als der Dunkle Lord abgelenkt war, sah Mike in ihre Augen – hoffte er zumindest – und bedeutete ihr mit einer kleinen Geste zu verschwinden. Er würde über seinen Vater mit dem Lord sprechen und versuchen es zu erklären.
Giles hatte einen dieser fast schon albernen Flüche abbekommen und unterdrückte ein Lachen, als mit einem für ihn eher leichten Schmerz seine linke Körperhälfte taub wurde. Den Zauberstab in die rechte Hand nehmend, jagte er dem Mann einen weiteren Fluch auf den Hals und rollte sich zur Seite weg. Mit aller Wut jagte er ihm dann einen Avada Kedavra auf den Hals.
Henry war grade noch dem ersten Fluch entkommen, wollte grade kontern, als er dann hörte, wie der Todesfluch gesprochen wurde. Das letzte, was er wahr nahm, war ein grünes Leuchten, das auf ihn zukam.
Am anderen Ende der Halle reagiere Peter sofort und zog Sam auf die Beine, um dann, einen Todesser in der Nähe ablenkend, ihr die Flucht zu ermöglichen. "Verschwinde. Mach, dass du raus kommst.", rief er ihr zu und schob sie Richtung Tür, die unbewacht war. Er selbst verstrickte sich in ein Duell mit dem Todesser. Er wusste, dass er gegen den Unnennbaren keine Chance hatte. Und die Gefahr, dass er James verletzte, wenn er sich einmischte, war ihm zu groß. Er war mit dessen Kampftechnik nicht genug vertraut. Stattdessen hielt er ihm lieber die anderen Angreifer vom Hals.
Michael hätte fast gelacht, als dieser Peter, denn kein anderer konnte es sein, versuchte ihn abzulenken, während Sam floh. Er ließ es auch wirklich so aussehen und griff den Bengel dann mit einem doch recht halbherzigen Fluch an. Wenn sie ihn wirklich auf ihre Seite ziehen konnten, war er als Spion im Orden mehr wert, als tot.
Auf Peters Ruf hin riss sich Sam aus der Starre und machte, dass sie raus kam. Feige zu verschwinden war alle mal besser, als einen der Todesser anzugreifen. Einen ihrer Freunde. Das würde ihr Meister noch weniger verzeihen als die Tatsache, dass sie geflohen war. Doch Peter an der Angel war ein großer Fisch, wenn alles so lief, wie sie es vorhatte. Vorausgesetzt James Potter überlebte auf wundersame Weise das Duell mit ihrem Meister. Ein Ding der Unmöglichkeit, wenn er nicht vorhatte, wie die anderen feige zu fliehen.
Über mehrere Leichen hinwegsteigend, ohne ihnen Beachtung zu schenken, sah Samantha einen weiteren jungen Mann heranstürzen, der sich gehetzt umsah und sie trotz des Zauberstabs grob am Arm packte und nach draußen zog. "Bringen Sie sich in Sicherheit. Alarmieren sie die Auroren.", keuchte er und das Gesicht, welches sie kurz im Licht des abnehmenden Mondes gesehen hatte, erkannte sie als jenes von Remus Lupin wieder. Ebenfalls ein Freund von Potter.
Samantha apparierte einfach nach Hause. Sie dachte nicht daran, die Auroren zu informieren. Sie würde ihren Meister nicht verraten und wenn sie einer fragte, konnte sie immer noch sagen, dass sie unter Schock gestanden hatte. Vorausgesetzt sie würde überhaupt so lange leben.
James hatte eines der mächtigsten Schilde beschworen, die er auf Lager hatte, um die Flüche von Voldemort zu blocken. Flüche, von denen er ohne nachzudenken sagen konnte, sie hätten ihn sonst von den Füßen gerissen. Selbst mit den Schilden war er gezwungen, zurück zu weichen.
"IMPEDIMENTA! STUPOR! EXPELLIARUS!", schrie er aus Leibeskräften in der verzweifelten Hoffnung irgendwas ausrichten zu können. Zumindest dieses Monster solang aufhalten zu können, bis alle anderen in Sicherheit waren.
Sirius machte am anderen Ende der Halle gleich zwei Todesser mit einem Fluch platt, wobei platt machen in diesem Fall nur Schocken hieß. Und für den dritten brauchte er dann auch nicht mehr lang, so dass er sich einem Anderen widmen konnte, der eine ältere Dame grade folterte. "HEY DU WEICHEI! VERGREIF DICH GEFÄLLIGST AN JEMANDEM, DER SICH WEHREN KANN!", fauchte er und jagte gleich einen Schockzauber hinter her.
Voldemort konzentrierte sich nun nur noch auf den Mann vor sich, spürte aber, dass um ihn herum mehrere dieser Feiglinge tot waren.
"Wer bist du, dass du es wagst?", wollte er wissen und lachte höhnisch, als er mit wortlosen Zaubern die Flüche des Auroren abwehrte. Dabei schickte er einen der Flüche auch gleich direkt auf den jungen Mann zurück. Während der andere seinen eigenen Fluch abwehrte, schickte Voldemort einen Sektumsempra hinterher.
Etwas entfernt stellte Giles sich einige Minuten lang tot, bis er seinen Körper wieder richtig unter Kontrolle hatte. Dann erhob er sich und griff die restlichen Kursteilnehmer mit an. Dabei zählte er auch die an den schwarzen Roben deutlich erkennbaren Todesser durch und stellte fest, dass nur zwei fehlten. Und diese waren noch nicht einmal tot. Sie lagen zwar verletzt am Boden, griffen aber noch immer mit an.
James wehrte, wenn auch nicht völlig problemlos, die ungesagten Flüche ab, nur einer streifte ihn an der linken Schulter, zerfetzte dabei seinen Umhang. Aus dem Augenwinkel sah er wie Peter ihm einen anderen Todesser vom Hals hielt, und war ihm dafür durchaus dankbar. Gegen Voldemort und einen von dessen Schergen hätte er mit Sicherheit Probleme gehabt. Und die Frage um seine Identität belustige James irgendwie. "Wenn es dich so sehr interessiert, Riddle. Potter. James Potter." Und dann griff auch er mit ungesagter Magie an.
Remus unterdessen nahm sich zwei Todesser vor, die drei Frauen, eine davon scheinbar schwanger, in die Enge getrieben hatten. "Ihr miesen Schweine habt wohl nicht besseres zu tun, als Frauen zu quälen.", fauchte er und begann sie mit allem zu verfluchen, was ihm einfiel und was er hier in Anwesenheit der Ordensmitglieder ohne Ärger verwenden konnte. Es brauchte ja nicht jeder wissen, dass er genau wie Sirius schwarze Magie durchaus beherrschte. Denn nur wenige verstanden, dass der Zweck die Mittel heiligte. Zumindest bei einigen Flüchen.
"Du solltest es besser wissen, als gegen mich zu kämpfen, Potter.", erwiderte Voldemort kalt, da er genau wusste, dass diese Familie reinblütig war. Er konnte die Flüche, die der junge Potter aussprach, nicht vorher in dessen Geist hören, wie er zu seinem Erstaunen feststellte, als er den Geist des anderen mittels Leglimentik bombardierte. Allerdings konnte er dabei einige andere interessante Sachen in Erfahrung bringen.
Immer wieder die Flüche abwehrend und dabei auch einige Male ausweichen müssend, kämpfte Voldemort weiter. Dann hatte er Potter endlich dort, wo er ihn haben wollte. Der nächste Fluch ging mehr nach rechts, der andere nach links und als der Schwarzhaarige zuerst nach rechts, dann nach links abwehrte, feuerte der dunkle Lord einen Crucio ab, der Potter voll traf.
"AUROREN!", schrie plötzlich eine panische, sehr junge Stimme von einem der Tore her. Voldemort sah hinüber und erkannte, dass sie hoffnungslos unterlegen waren. Zumindest in der Anzahl der Kämpfer.
"Apparation!", befahl er deshalb und mit einem letzten Hass erfüllten Blick auf den sich vor Schmerzen am Boden windenden Mann vor sich, verschwand der Dunkle Lord.
Überall in der Halle waren ploppende Geräusche zu hören und auch er versuchte sich zu konzentrieren. Aber sein Körper gehorchte nicht. Und so blieb Donald Marcus, durch einen Fluch vollständig gelähmt, als einziger, wie er glaubte, zurück.
James bemerkte sehr wohl, was dieses Scheusal mit ihm vorhatte. Aber er legte sich mit dem Falschen an. Sein Vater hatte ihn tatkräftig unterstützt, die Okklumentik zu lernen und selbst Dumbledore schaffte es nur mit Mühe, in seinen Geist einzudringen. Nur während eines Duells vor allem gegen Voldemort, konzentrierte er sich nur darauf seine Flüche zu schützen. Nicht, dass dieser Bastard sie blockte, ehe sie ihn auch nur ansatzweise erreichten. Doch dass seine Taktik den angeblich mächtigsten Magier aller Zeiten zu ermüden fehl schlug, bemerkte er mehr als deutlich, als es zu spät war. Nachdem er zwei Flüchen ausgewichen war, hatte er die Wand im Rücken und war nicht mehr in der Lage zu reagieren und der Fluch, der ihn erwischte, war so ziemlich der schlimmste der drei Unverzeihlichen.
Nichts, aber auch gar nichts hatte er dem Cruciatus entgegenzusetzen, der ihn traf. Es war als würde er von einer Million stumpfer Nadeln gleichzeitig durchbohrt werden. Er nahm nichts mehr außer diesen entsetzlichen Schmerzen wahr. Und dann ganz plötzlich hörte es wieder auf. Doch er war unfähig sich zu bewegen, sein Körper gehorchte ihm einfach nicht mehr.
Peter konnte nichts tun. Er war viel zu sehr mit dem Todesser beschäftigt, der ihm gegenüberstand und ihn grade mit einem Sectumsempra am Arm erwischt hatte. So sehr es ihn auch quälte, James aufschreien zu hören, er war machtlos dagegen. Und in dem Moment, wo er schon gedacht hatte, das Spiel sei aus, befahl der Unnennbare den Rückzug und Peter ließ sich keuchend gegen die Wand sinken.
Sowohl Sirius, aber vor allem Remus mit seinem überempfindlichen Gehör vernahmen den Fluch, den Voldemort aussprach, und den darauf folgenden markerschütternden Schrei ihres Freundes. "IMPEDIMENTA!", donnerte Remus seinem letzten Duellgegner entgegen und wartete erst gar nicht drauf, ob er getroffen hatte, sondern rannte in James Richtung, während hinter ihm jemand "AUROREN!" brüllte und kurz darauf die Angreifer verschwanden. Zurück blieb ein Schlachtfeld.
Sirius Gegner disapparierte, ehe er ihm noch einen Fluch auf den Hals jagen konnte. "SCHEIßKERL", brüllte Sirius ihm nach, stürzte dann aber genau wie Remus zu seinem Freund, der wie tot am Boden lag.
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TBC
