Zusammenfassung:
Um Harry bei der Suche nach den Horkruxen zu helfen, beschließt Hermine noch einmal zum Grimmauldplatz zurückzukehren, um im Tagebuch der Helga Hufflepuff nach Anhaltspunkten zu suchen. Dabei trifft sie Ginny, die ihr bei der Suche helfen will. Gemeinsam durchforsten sie das Tagebuch. Nachdem 967 n. Chr. Hogwarts als Zufluchtsort aufgebaut wurde und die Burg ab dem Jahr 969 n. Chr. eine Schule für Zauberei und Hexerei geworden war, um sich den Mitgliedern des Bundes wirkungsvoller entgegenstellen zu können, trifft im September 977 n. Chr. ein Drachenboot des Königs von Dänemark, Harald Blauzahn, in Hogwarts ein. Harald möchte nicht nur, dass sein Sohn Sven die Schule von Hogwarts besucht, er fordert auch das Schwert Hrunting zurück, was ihm Helga verweigert, da sie es letztendlich vernichten möchte. Um Svens Aufenthalt in Hogwarts nicht zu gefährden, gibt Harald vorerst nach, obwohl einige Gründer sich in der Frage der Dänen nicht einig sind. Schließlich beschließen sie, außer Salazar, Sven in die Schule aufzunehmen, da sie in Harald einen Genossen gegen den Bund suchen. Doch schon bald lauern Schüler Salazars dem Königssohn auf und schikanieren ihn. Als Edith von Wilton, die uneheliche Tochter des ehemaligen Königs Edgar, dem jungen Dänen zur Hilfe kommen will, werden sie und Sven überwältigt und ins Verlies gesteckt. Dort lernt Edith Sven näher kennen, der ihr auch von seiner Leidenschaft, dem Besenreiten, erzählt. Erst nach einer großen Suchaktion wird Edith gefunden und befreit. In einer einberaumten Schulkonferenz entscheiden die Lehrer, dass die Anstifter, Cuthbert und Osdryd, nach Wales zu Godrics Bruder Rhun und seiner Mutter gebracht werden sollen, während die anderen durch Strafarbeiten bestraft werden. Während der nächsten Wochen scheint nichts mehr die Schulstunden zu stören, wobei allerdings Salazar merkwürdige Waren von einem Kaufmann erhält. Bei einem Besenausritt beschließen zudem Tortgyd und Edith in das Verlies zurückzukehren, um die Merkwürdigkeiten einer wundersamen Treppe zu erforschen. Sven schließt sich den Mädchen an.
Der schwarze Eldorman, der Großmeister des Bundes, empfängt im Oktober 977 n. Chr. Nadal Lynx, den Attentäter des Bundes, sowie Earpwald, den einstigen Führer einer Zentaurenherde und Marrok, einen walisischen Werwolf. Alle drei sollen Informationen von Hogwarts sammeln, damit der Bund Hogwarts endlich besiegen und vernichten kann. Um den dreien seine Macht zu verdeutlichen, wird vor ihren Augen ein Verräter des Bundes gefoltert, doch dabei kommt Nadal den Geheimnissen anderer Bündler auf die Spur. So verfolgt er einen dieser, Raegenhere, und stellt fest, dass jener Salazar im Bund geholfen hatte. Als Raegenhere von Salazar nach Hogsmeade gebracht wird, nutzt dies Nadal aus. Earpwald dagegen schickt seine Zentauren in die Wälder Hogwarts, doch dort wird einer seiner Herde von Berin, dem Führer der Zentauren Hogwarts überwältigt und verhört. Doch die Gefahr um Hogwarts ist keineswegs gebannt, da Marroks Werwölfe um die Gegend von Hogsmeade animalisch wüten.
In Wales gerät Gunhild, Spionin auf Seiten des schwarzen Eldorman, in die Hände des ehemaligen Königs Iago ap Idwal, der mit ihrer Hilfe wieder auf den Thron zurück möchte. Mit Hilfe seines Hofzauberers und den Zaubern Gunhilds erschafft Iago ein besessenes Buch, welches ihm die Macht zurückbringen soll. Dazu greift er zudem noch Caernarfon an, um seinen Neffen Hyfaidd ap Ieuaf nach Angelsey zu locken.
In Canterbury verfolgt Erzbischof Dunstan die Streitigkeiten der Fürsten untereinander und mit den dänischen Bewohnern Englands. Noch hofft er den jungen König Eduard, Edgars Sohn, aus den Streitigkeiten heraushalten zu können. Als er auf Wunsch des Königs im Witan die Nachfolgeregelung anspricht, kann ein Streit der Fürsten erst durch Solmen Slytherin geschlichtet werden, der neben dem Großvater von Prinz Aethelred, dem Thronfolger, auch Bischof Aelfstan zum Vormund des jungen Prinzen vorschlägt. Damit, ohne dass Dunstan es ahnt, hat der Bund fast seine Ziele erreicht, in dem er die Ausbildung eines magischen König vornimmt. Um mehr über den Bund herauszubekommen, weiht Dunstan Hengist, den Sohn seines verstorbenen Freundes Cynesige, in ein düsteres Geheimnis ein.
9. Spione
Canterbury, Kathedrale, Vorweihnachtszeit 977 n. Chr.
Noch einmal drehte sich Dunstan um, noch einmal schaute er in der großen Kathedrale von Canterbury auf die vielen Kirchengänger, die seiner Messe gelauscht hatten und nun nach der Segnung auf die Entlassung harrten. Noch einmal, wie bei jeder seiner Messen, bekreuzigte sich Dunstan, ehe er laut verkündete: "Ite, missa est."
‚Gehet in Frieden', sagte sich Dunstan und wünschte sich in diesem Moment nichts Sehnlicheres als dass seine Worte Wirklichkeit werden würden. Langsam erhoben sich die Anwesenden und wanderten am Altar entlang, wo einige noch in Ruhe verharrten, einige gar niederknieten und sich noch einmal bekreuzigten, um dann zu den Ausgängen der Kathedrale zu gehen. Dunstan verharrte wie so viele Male nach einer seiner Messen ebenfalls am Altar und nickte dem einen oder anderen gottgegeben zu oder schenkte dem einen oder anderen mit einem schwachen Lächeln noch ein wenig Mut. Erst als die meisten seiner ‚Schäfchen' die Kathedrale verlassen hatten, machte sich Dunstan auf den Weg, um in seine Räume zu gelangen.
„Eminenz, … Erzbischof Dunstan"
Der schwache Ruf eines Mannes ließ Dunstan sich noch einmal umdrehen, doch zunächst konnte er niemanden erblicken, der ihm zugerufen haben mochte. Erst als er sich fast schon wieder zurückgedreht hatte, vermochte er einen Schatten an einer der Säulen sehen. Langsam, sehr vorsichtig, ging Dunstan auf den Schatten zu, der an der Säule kauerte und sich umsah, ob irgendjemand außer ihm noch in der Kathedrale war.
„Hallo?", sagte Dunstan und strebte dem Schatten entgegen. Doch dieser hob seine Hand an sein Gesicht und symbolisierte dem Erzbischof, dass dieser nicht allzu laut nach ihm rufen sollte. Dunstan drehte sich um, um zu sehen, ob noch weitere Menschen in der Kathedrale waren, doch diese war nun vollkommen leer. Überrascht aber auch neugierig, wer der Mann sei, ging Dunstan weiter.
„Erzbischof… könnte ich einen Moment Eure Aufmerksamkeit haben?", fragte der Mann leise. Er trug eine dunkle Kutte mit einer Kapuze, die ihm tief ins Gesicht hing. Zwar konnte Dunstan nicht erkennen, wer dieser Mann war, doch seine Stimme kam ihm bekannt vor.
„Hengist? Hengist!", sagte Dunstan, als er schließlich den Eldorman von Berkshire erkannte, der weiterhin umherschaute, um sicher zu sein, dass niemand ihn sah oder von ihm Kenntnis nahm.
„Was tut Ihr hier? Warum so heimlich?", fragte Dunstan den Sohn seines alten Freundes, der aber wiederum zeigte, dass Dunstan nicht zu laut seinen Namen oder gar sein Begehren herausrufen sollte.
„Können wir… gibt es hier einen Bereich, wo wir ungestört sprechen können? Einen Bereich, der weder körperlich noch magisch abgehört werden kann, Erzbischof?", fragte Hengist unsicher und schaute sich weiterhin um, als würde er damit rechnen, im nächsten Moment irgendjemanden zu erblicken. Dunstan nickte verständnislos Hengist zu und führte den jungen Mann weg von der Säule in eine der kleinen Kapellen, die in die Seiten der Kathedrale eingebracht worden waren. Dann zog Dunstan seinen Zauberstab.
„Muffliato"
Mit einem kurzen, eleganten Schlenker seines Zauberstabes riegelte Dunstan die Kapelle so gegen neugierige Zuhörer ab.
„Hengist… mein Junge, setzt Euch. Was habt Ihr auf dem Herzen? Ist irgendetwas mit Eurer Mutter?", fragte Dunstan aufgebracht, doch der Eldorman aus Berkshire schüttelte nur den Kopf und beruhigte Dunstan.
„Nein, Eminenz, mit meiner Mutter ist nichts. Alles in Ordnung. Aber ich komme aus einem anderen Grund zu Euch. Ich habe Informationen vom Bund der Wölfe!", sagte Hengist.
Dunstan kniff die Augen zusammen, dann nickte er.
„Ihr habt Euren Großvater getroffen, nicht wahr?", sagte Dunstan zu dem Eldorman gewandt, der daraufhin mit dem Kopf nickte. Dann streckte Hengist seinen rechten Arm aus und zog den Ärmel seiner Kutte zurück. Auf dem Unterarm wurden einige fast verheilte Schnitte eines Messer oder Dolches sichtbar. Dunstan schaute verwundert, aber Hengist nickte nur noch einmal.
„Ja… und ich habe mich dem Bund angeschlossen. Denkt nicht, dass ich dies aus Überzeugung tat … sondern ich tat es, weil Ihr es von mir eigentlich erbeten hattet, nicht wahr? Und weil ich es für meine Pflicht als Eldorman halte, den König vor Gefahren zu schützen", sagte er und rollte den Ärmel der Kutte zurück. Als er merkte, dass Dunstan schwieg, fuhr Hengist fort.
„Natürlich wollte ich auch den Mann kennen lernen, der meine Großmutter, aber vor allem meine Mutter einfach so allein gelassen hat … sich nicht um sie gekümmert hat. Und Ihr hattet Recht, Erzbischof, Euer Bruder ist eine Gefahr für England. Ich habe selten einen solchen Mann mit einer solchen Machtfülle kennen gelernt, der diese so skrupellos zu gebrauchen vermag. Er ist ein mächtiger Zauberer, der schwarze Magie betreibt, der keine Regeln anerkennt und keine Moral oder Ehre besitzt. Die Bündler fürchten sich vor ihrem Großmeister… und zugleich verehren sie ihn, da er ihnen einen Weg weist, sich selbst mehr Macht und Einfluss anzueignen. Viele im Bund sind gescheiterte Existenzen… und die Fürsten, die im Bund sind, sind nicht besser als diese. Er ist so vollkommen anders als Ihr, Dunstan… keinerlei Liebe, keinerlei Verständnis… nur Hass und Gier. Gier nach Macht."
Hengist schüttelte den Kopf und schwieg eine Weile, ehe er weiterfuhr.
„Jedenfalls wurde ich noch einmal von Solmen eingeladen, bei einer Versammlung der Bündler teilzunehmen, worauf ich schließlich zusagte. Bei dieser Sitzung lernte ich den schwarzen Eldorman kennen… er kam mir freundlich… sehr freundlich… doch ich merkte, wie er mich musterte, wie er versuchte meine Gedanken zu lesen. Er hat große Angst vor Euch, Dunstan, wirklich! Er wusste natürlich von der Verbindung meines Vaters zu Euch und er wusste, woher ich meine Zauberfähigkeit bekommen hatte, aber er wusste nicht… und er weiß es nicht… dass ich sein Enkel bin. Ich bin meiner Mutter dankbar, dass sie mich gelehrt hat, meinen Geist zu verschließen, so konnte er nicht viel erkennen. Ich spielte ihm einen Sohn vor, dessen Vater die Zauberfähigkeiten seines Sohnes nicht verstanden und auch nicht toleriert hatte und der nun, befreit von den Fesseln seines Vaters, diese durchaus einzusetzen gedenkt. Zudem teilte ich ihm mit, dass ich ein starkes England wünsche, was ja wirklich der Fall ist… und dass ich dafür alles Erdenkliche tun wolle. Die Frage, ob ich mir einen König mit magischen Fähigkeiten wünschen würde, bejahte ich natürlich. So kam ich dem Bund näher und schließlich schien ich für sie ein lohnendes Mitglied ihrer Gemeinschaft zu sein. Ich bekam Einblick in ihre Organisation, die geregelt wird durch den Großmeister, dem schwarzen Eldorman, wie sie ihn alle nennen - ich glaube kaum, dass im Bund wirklich jemand weiß, wer er tatsächlich ist… es scheint fast, als habe er seinen Namen abgelegt - und drei weiteren Ratsmitgliedern. Ich habe von ihnen nur Solmen kennen gelernt, aber ich kenne nun auch die anderen beiden Namen."
„Und wer sind sie?"
„Bellona… laut einiger junger Bündler, mit denen ich mich befreundet habe, ist sie nicht nur eine Hexe, sondern soll auch eine Untote sein. Was das auch immer heißen soll. Und der andere ist niemand anderes als… Aelfstan."
„Aelfstan? Ihr meint Aelfstan, den Bischof von London? Unseren Aelfstan? Ihr… Nein, das kann nicht sein. Ihr müsst Euch irren, Hengist!", rief Dunstan erschrocken aus und stand auf. In Gedanken versunken legte er seine Hände auf den Rücken und schritt in der kleinen Kapelle die Wand ab. Dann blieb er schließlich abrupt stehen.
„Aelfstan… dann stimmte es doch mit den Vorwürfen Rowenas. Dann waren die damaligen Briefe, die er an die Bündler ausgeteilt hat und die sie berechtigten, die magiekundigen einfache Leute nach London zu bringen und sie dort anzuklagen, doch echt… Meine Güte… und ich habe ihm vertraut!", sagte Dunstan nachdenklich. Wieder begann er aufgeregt auf und abzulaufen.
„Ja… im Bund heißt es, durch ihn seien viele Informationen der Kirche in den Bund gelangt. Und dass er Euch entsprechend beeinflusst habe, bestimmte Dinge zu tun. Die Einflussnahme des Bundes auf euch war somit gewährleistet… so dass sie unter eurer Nase sich weiter aufbauen und festigen konnten. Und das Schlimme daran ist… er, Aelfstan und Ordgar, die beiden, die durch den Witan zu Aethelreds Ausbildern bestimmt worden sind… sie beide sind im Bund", sagte Hengist mit leicht zitternden Stimme.
„Oh mein Gott… und ich habe es nicht gesehen! Wollte es nicht sehen", sagte Dunstan mit müder aber entsetzten Stimme.
„Nun… aber das ist nicht alles. Man plant den König umzubringen, um Aethelred, der ja zauberfähig ist, auf den Thron zu bringen. Und zwar so schnell wie es geht. Sollte Eduard den Tod finden, würde der Thronvasall durch Aelfstan und Ordgar vertreten werden… und dadurch durch den Bund. Eigentlich würde somit Euer Bruder… mein Großvater über England herrschen", sagte Hengist mit fast heiserer Stimme.
„Wisst Ihr, wie Eduard zu Tode kommen soll?", fragte Dunstan, der nun abermals stehen blieb und den jungen Eldorman musterte.
„Nein… ich habe nur gehört, dass ein zauberunkundiger Thegn… ich vermute mal Aethelric, der Thegn von Oxford… den jungen König umbringen soll", beantwortete Hengist Dunstans Frage.
„Wie kommt Ihr darauf, dass Aethelric die Tat begehen soll?", fragte Dunstan nach, wobei er den jungen Mann musterte.
„Nun, Solmen sucht seit einer Zeit seine Nähe… angeblich soll er ja mit Balstan, dem Sohn von Solmen, befreundet sein. Was nicht so ganz der Wahrheit entspricht, jedenfalls nach der Meinung von Balstan selbst", sagte Hengist.
„Ihr wisst, dass jener Aethelric seinen Dienst in der Leibwache Eduards tut?", fragte Dunstan nach und sah in Hengists Erschrecken, dass dieser davon keine Ahnung hatte.
„Nun… ich danke Euch für diese sehr wertvollen Informationen. Ich hoffe uns bleibt noch Zeit, etwas gegen den Mord am König zu tun. Ich werde so schnell wie möglich nach Winchester reisen, um den König zu schützen, Aethelric aus dem Dienst der Leibwache zu entfernen und auch Aelfstans Einfluss auf mich zu minimieren. Allerdings muss ich hier auch vorsichtig vorgehen, da ich Euch nicht im Bund gefährden will. Ihr habt wirklich gute Arbeit geleistet, Hengist!", sagte Dunstan anerkennend.
„Danke, aber Ihr könnt in Ruhe nach Winchester reisen, Eminenz. Noch ist der König nicht in Gefahr", antwortete Hengist dem Erzbischof.
„Wie meint Ihr dies?", fragte Dunstan verblüfft.
„Weil sich der Bund zunächst eines anderen Problems entledigen möchte. Im Moment rüstet der Bund für einen Feldzug auf… so wie ich mitbekommen habe, haben sich in Schottland… in einer Burg namens Hogwarts oder so ähnlich… einige mächtige Zauberer, Gegner des Bundes, versammelt, um die Macht des schwarzen Eldormannes zu begrenzen. Ihnen scheint dies auch ganz gut zu gelingen, denn viele Magiebegabte, die sich noch nicht dem Bund verschrieben haben, entziehen sich der Macht des Bundes. Und solange dieses Hogwarts existiert, so lange kann der Bund sie nicht auf ihre Seite ziehen. Und einen offenen Angriff auf jene Magiebegabten traut sich der Bund nicht zu, ohne nicht auf sich aufmerksam zu machen. Man fürchtet, Ihr und andere würden erkennen, was der Bund vorhat und würden dies dann verhindern. Deshalb muss erst Hogwarts vernichtet werden… ehe schließlich der König getötet werden soll. Deshalb setzt der schwarze Eldorman alles ein, um im Frühjahr Hogwarts angreifen und vernichten zu können", sagte Hengist mit ernster Stimme.
„Wisst Ihr, welche Zauberer in Schottland… in Hogwarts... sich dem Bund widersetzen?", fragte Dunstan Hengist, obwohl er schon eine Ahnung hatte, was der Eldorman von Berkshire antworten würde.
„Nun, Balstan berichte mir nur, dass sein Bruder Salazar dort zusammen mit einer ehemaligen Nonne… Romina von Ravenclaw… glaube ich war ihr Name… eine Art Schule oder Kloster führen würde", sagte Hengist und als er ein leichtes Lächeln in Dunstans Gesicht wahrnehmen konnte, fügte er hinzu: „Kennt Ihr sie?"
„Oh ja… aber sie heißt nicht Romina von Ravenclaw, sondern Rowena von Ravenclaw. Sie war einst die Äbtissin von Wilton… und eine ganz enge Freundin von mir. Übrigens auch von Eurem Vater. Und auch Salazar Slytherin kenne ich… wenn auch nur ein wenig. Fiel auch der Name… Helga Hufflepuff?"
„Ja… richtig. Eine Dänin, nicht wahr? Sie soll ein magisches Schwert besitzen, welches der schwarze Eldorman sich aneignen möchte. Ihr kennt sie?", fragte Hengist noch einmal nach.
„Ja… nun ich glaube, ich werde den Zauberern in Hogwarts eine Nachricht übermitteln, dass der Bund vorhat, sie im Frühjahr anzugreifen. Und vielleicht kann die Nachricht auch die eine oder andere Information erhalten, die für sie wichtig ist… wie zum Beispiel, wer in Wirklichkeit ihr Gegner ist. Ich hätte damals Rowena sagen sollen, wer der schwarze Eldorman ist… und welche Schwächen er hat", sagte Dunstan mehr zu sich gewandt als zu Hengist.
„Wie wollt Ihr die Nachricht übermitteln… im Bund heißt es, dass man Hogwarts nur mit Mühe gefunden habe", sagte Hengist, doch Dunstan grinste ihn an.
„Nun… ich kenne da ein Wesen, welches zwar für den Bund, aber eigentlich eher für sich arbeitet. Und wenn diese Informationen nicht gerade seinen augenblicklichen Aufträgen widersprechen, wird er sie gerne an die Zauberer in Hogwarts weitersagen. Für Geld und Reichtum tut dieses Wesen eigentlich alles… vor allem, wenn dies den Reiz des Gefährlichen noch erhöht. Zudem… ich bin diesem Wesen noch etwas schuldig", sagte Dunstan, ging dann aber nicht weiter darauf ein. Hengist schaute Dunstan erstaunt an, doch fragte nicht weiter.
„Nun… Hengist, noch einmal Dank für Eure Informationen. Und seid vorsichtig… so wie ich nun sehe, hat der Bund überall seine Augen und Ohren", sagte Dunstan, griff die Hand des jungen Eldormannes und schüttelte sie freundschaftlich.
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Hogwarts, Weihnachtsfest 977 n. Chr.
Noch einmal drehte sich Tortgyd zu den anderen drei Schülern um, die ihr in die Finsternis des Verlieses folgen wollten.
„Alle bereit?", fragte sie noch einmal nach und schaute erwartungsvoll Edith, Sven und Eirik an, die jeweils in ihrer rechten Hand eine Fackel trugen. Während Edith ein wenig angstvoll nach vorn schaute und kaum etwas sagte, nickte Sven der jungen Waliserin keck zu.
„Natürlich bin ich bereit! Ich sagte doch, ich werde auf jeden Fall mitkommen und nachschauen, was sich dort unten befindet. Und hättest du dies nicht vorgeschlagen… ich wäre wahrscheinlich schon allein ins Verlies unterwegs gewesen", meinte Sven mit einem gönnerhaften Lächeln, was Tortgyd schon wieder ein wenig wütend machte. Doch sie hatte sich vorgenommen, nicht auf Svens Provokation einzugehen und schaute daher zu ihrem letzten Begleiter, Eirik, der auch eher gelangweilt nickte.
„Nun gut, dann los", sagte Tortgyd, nahm ebenfalls eine Fackel in ihre Hand und stieg die Stufen zum Verlies hinunter. Je weiter sie nach unten kamen, um so mehr verstummte der Lärm des Weihnachtsessens vor den Toren der Burg, die Gesänge der Barden, das Possenspiel der Gaukler und das Krippenspiel, dem die anderen Schüler der Schule zusahen oder daran teilnahmen. Natürlich hätte Tortgyd sich dies auch gern angesehen, vor allem, weil das Krippenspiel durch Lady Rowenas Zaubereien und Meister Salazars Illusionen so meisterlich in Szene gesetzt worden war, dass die Anwohner von Hogsmeade und Hogwarts dies atemlos – wie jedes Jahr – verfolgten. Doch genau zu diesem Zeitpunkt war niemand in der Burg selbst… und wenn, dann auf den Wehrgängen oberhalb der Burg. Aber niemand, selbst Salazar Slytherin, der immerhin den größten Teil seiner Zeit in den Kerkern und Kellern der Burg verbrachte, war während des Festes in dem Verlies anwesend.
„Tortgyd?", rief Edith, die langsam ihrer Freundin hinterherlief.
„Ja?", fragte die dunkelhaarige Waliserin und drehte sich ein wenig zu ihrer Freundin um. Beide Mädchen trugen, ebenso wie die beiden Jungen, Wildlederkleidung, denn man wusste ja nicht, was einen dort unten in den Verliesen erwarten würde.
„Hast du Aelli unter den Schülern bei den Weihnachtsfeierlichkeiten gesehen?", fragte Edith nach.
„Vorhin, kurz nachdem Cedric das Weihnachtsfest eröffnet hatte", sagte Tortgyd knapp. Sie wollte nicht, dass Edith fürchtete, dass der sonderbare, verkrüppelte Schüler Salazars in den Kerkern seines Meisters herumwuselte. Natürlich wusste sie, das Aelli kein schlechter Zauberer war… oder werden würde. Doch immerhin hatten sie ja Eirik dabei, der nicht nur der ‚Aufpasser' Svens war, sondern zudem in der Abschlussklasse nach Gyrth die besten Noten bekam. Langsam und sehr vorsichtig ging sie die steilen Stufen zum Verlies hinunter.
„Kannst du schon etwas sehen?", fragte Edith abermals nach, doch Tortgyd antworte ihr nicht, so dass kurz darauf wieder Stille auf der Treppe einkehrte. Nachdem sie einige Treppen und Räume schweigend hinter sich gelassen hatten, kamen sie schließlich zu jenem Bereich, in dem Edith und Sven gefangen gehalten worden waren.
„Wo hast du das Licht gesehen, Edith?", fragte Tortgyd ihre Freundin, wobei sie stehen blieb und auch auf die beiden Jungs wartete.
„Es schien von dort drüben zu kommen!", sagte Edith, als sie sich umsah und sich noch einmal zurückerinnerte an jene unangenehmen Momente ihres noch sehr kurzen Lebens. Tortgyd schaute Sven an, der aber nur nickte und damit die Aussage Ediths bestätigte.
„Gut", sagte Tortgyd und schritt voran, wobei nun Eirik ihr zuerst folgte. Tortgyd konnte hören, wie der junge Däne seinen Zauberstab zog.
„Hast du etwas…?", begann sie zögerlich, doch Eirik grinste sie nur an.
„Nur zum Notfall. Wer weiß, was wir da so finden. Sven… du kannst uns von hinten sichern", sagte er und drehte sich zu seinem jüngeren Freund um, der verblüfft Eirik ansah.
„Sollte ich nicht vorangehen und du hinten absichern?", fragte Sven nach, doch Eirik schüttelte nur den Kopf.
„Ist da wirklich etwas, dann ist es mir lieber, ich bekomme etwas ab, als dass ich deinem Vater erzählen muss, wie dir im Kerker von Hogwarts etwas zugestoßen ist. Wenn ich schon mitkommen soll, dann lass mich auch meine Arbeit versehen… Hoheit!", sagte Eirik, grinste kurz Tortgyd an und forderte sie auf vorauszugehen. Tortgyd begann ein wenig zu kichern, unterdrückte aber ihren Reflex, als sie das ärgerliche Gesicht Svens sah und überholte den großen Dänen, um wieder die Spitze der kleinen Gruppe zu übernehmen. Während Edith ebenfalls ihren Zauberstab zog und nun eilig den beiden anderen folgte, seufzte Sven mürrisch, schaute sich dann noch einmal um und folgte schließlich den anderen. Es schien ihm in diesem Moment keine gute Idee gewesen zu sein, Eirik mitzunehmen… doch nicht er, sondern Tortgyd hatte seinen Freund und ‚Aufpasser' angesprochen und dieser hatte sich natürlich sofort bereiterklärt, an diese Tour in die Kellerräume teilzunehmen.
Tortgyd ging voran und leuchtete den Raum aus, von dem angeblich das Licht gekommen war. Es schien ein ganz normaler, dunkler Raum zu sein… ein Raum, der keine Fenster besaß, aber auch keine weitere Tür… der vollkommen leer zu sein schien… aber das Merkwürdigste war, dass nur jener Weg, auf den sie gekommen waren, in diesen Raum führte.
„Und hier hast du wirklich eine Treppe gesehen… und ein Licht?", fragte Tortgyd Edith, die nun hinter ihr stand und den Raum mit einer weiteren Fackel ausleuchtete.
„Ja… ein Mensch… ein Wesen mit schlurfendem Schritt lief hier eine Treppe hinab… jedenfalls schien sich hier eine Treppe zu befinden… du meinst ja, es könnte Aelli gewesen sein… und er hatte eine Fackel in der Hand!", sagte Edith und schaute auf den Boden, der glatt vor ihren Füßen lag. Tortgyd schüttelte ungläubig den Kopf, während Edith ihre Freundin erstaunt ansah. Anscheinend war ihr Abenteuer bereits jetzt schon beendet.
„Ich kann nur bestätigen, was Edith sagt. Hier war eine Treppe, auf der jemand hinuntergegangen ist", sagte Sven. Doch auch er konnte sich nicht erklären, wo die Treppe geblieben war… und woher überhaupt dann derjenige gekommen war, der diese Treppe benutzt haben mochte.
„Moment!", sagte Eirik und leuchtete nach oben… dann nach unten, ehe er sich grinsend an Tortgyd wendete.
„Schaut… dort… seht ihr die Fugen… die Risse… und schaut dort unten… dort gibt es ebenfalls solche Fugen. Sie sind sehr gleichmäßig, als wären sie gemacht und nicht zufällig entstanden. Wenn sich nun der Boden hier ein wenig absenken würde… dann würden Stufen entstehen… die schließlich unter diesen Raum führten. Mmmh… wenn man also durch eine nicht sichtbare Tür… oder eine Treppe hier in diesen Raum kommt… dann kann man vielleicht einen Mechanismus auslösen, der eine weitere Treppe nach unten entstehen lässt. Mmh… die Frage ist… muss man dazu einen Zauber bewirken… oder ist es etwas Mechanisches?"
„Einen Zauber?", fragte Edith noch einmal nach.
„Ja, einen Zauber", sagte Tortgyd, als hätte Edith den großen Dänen nicht verstanden. Während Tortgyd und Eirik mit ihren Zauberstäben einige Zauber versuchten, um die Treppe entstehen zu lassen und Edith sich weiter umsah, ob sie nicht doch irgendwo einen Hebel fände, der einen Weg nach unten freigab, lehnte sich Sven seufzend an die Wand… und verlor das Gleichgewicht, als er nach hinten fiel. Die Wand hinter ihm schien nichts anderes zu sein, als eine Illusion. Und im nächsten Moment schob sich ein Teil des Bodens nach unten.
„Gratuliere, Sven… du scheinst es gefunden zu haben", sagte Tortgyd grinsend und half dem jungen dänischen Königssohn auf die Füße.
„Natürlich… Salazar Slytherin ist ein Meister der Zaubertränke… und Illusionen. Für jeden, der es nicht ahnt, dass es hier eine Treppe gibt, wird dieser Raum ganz normal aussehen. Doch hinter dieser Illusion einer Wand ist eben der Hebel dieser mechanischen Tür!", sagte Eirik und leuchtete mit seiner Fackel voraus.
„Aber warum hat er diesen Weg nicht mit einem Zauber belegt?", fragte Tortgyd.
„Weil ein solcher Zauber vielleicht leicht ausgesprochen … oder gehört werden könnte. Zauber werden hier in Hogwarts überall getätigt… und somit kann die Treppe leicht entdeckt werden. Aber ich glaube, dies ist nicht der einzige Eingang nach unten… und wahrscheinlich ist dieser auch mit Zaubern, die nur er kennt, gesichert", sagte Eirik.
„Meint ihr wirklich… Meister Salazar steckt hinter diesem Geheimnis?", fragte Edith zweifelnd.
„Wer sonst? Er kennt doch die Keller und Kerker dieser Burg wie seine Hosentasche… und war es nicht Cuthbert, der euch hierher brachte. Ein Anhänger Salazars! Ein Schüler seines Hauses. Und wenn dieser schlurfende Mensch… Schüler… Aelli gewesen war… der ebenso Salazar zugetan ist… dann wird hinter diesem ganzen Geheimnis eben Salazar selbst stecken. Ich kann mir nicht vorstellen, dass ein Schüler fähig ist, diese Illusion durchzuführen", sagte Eirik und marschierte nun voran.
„Sollten wir dann wirklich weitermarschieren? Ist es richtig… die Geheimnisse eines unserer Lehrer auszuspionieren?", fragte Edith unsicher nach, doch auf Svens und Tortgyds Gesichtern war ein Hunger nach weiteren Abenteuern erschienen.
‚Nun ja, sie sind alle Gryffindors', sagte sich Edith, die weit weniger mutiger war als die anderen drei… doch auch sie stieg nun den anderen hinterher die Treppe hinunter. Die Treppe war nun weit weniger breit als diejenige, die in das Verlies geführt hatte… und sie war weit glitschiger. Nur vorsichtig kamen die vier Schüler voran, bis sie schließlich auf einen Gang trafen, der zwar leicht nach unten führte, aber nun keine Treppen mehr aufwies.
„Wo führt dieser Gang bloß hin?", fragte Edith, doch die anderen zuckten nur mit ihren Schultern.
„So wie das aussieht, führt der Gang… unter den See", sagte Eirik, als er versuchte, diesen mit seiner Fackel ein wenig mehr auszuleuchten.
„Unter… unter den See? Was werden wir dort nur finden?", hauchte Edith. Doch keiner der anderen antwortete ihr.
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Hogwarts, Weihnachten 977 n. Chr.
„Kommt Ihr auch zum Weihnachtsfest, Raegenhere?"
Die junge blonde Frau aus Raegenheres Nachbarschaft grinste den schmalen Mann an, der sich gerade aufmachte, aus seinem Haus zu gehen.
„Ähmm… vielleicht später. Ich muss zunächst noch etwas besorgen", sagte Raegenhere unsicher auf Grund der Einladung seiner Nachbarin.
„Jetzt… um diese Zeit? Und außerdem… die Geschäfte sind doch zu. Alle gehen zum Weihnachtsessen nach Hogwarts. Dort gibt es wie jedes Jahr die schönsten Speisen und Leckereien, die man sich vorstellen kann… und alles umsonst. Und Gaukler, die auf Stelzen laufen und mit Stöcken jonglieren… und Barden… und Geschichtenerzähler… und nachher gibt es das Krippenspiel… das müsst Ihr Euch ansehen", sagte die junge Frau und lachte fröhlich auf, doch Raegenhere schüttelte nur den Kopf.
„Tut mir leid… ich kann jetzt noch nicht. Ich muss wirklich noch etwas… besorgen. Aber ich komme nach, bestimmt. Also… wir sehen uns dann dort", sagte er und winkte der jungen Frau hinterher, die ein wenig traurig die Schultern hochzog, sich dann aber mit einem fröhlichen Gesicht in ihrem schweren Mantel vergrub und mit schnellen Schritten den Weg nach Hogwarts hinaufging. Raegenhere seufzte ihr hinterher. Er hatte nicht damit gerechnet, dass die Bürger Hogsmeades ihn so freundlich aufnehmen würden. Schon nach ein paar Tagen schien es so, als wäre er bereits ein fester Bestandteil der hiesigen Gemeinde. Vor allem die junge unverheiratete Nachbarin, die in einem der Geschäfte arbeitete, hatte es auf ihn abgesehen. Raegenhere schüttelte sich. Nicht, dass ihm das nicht gefiel, vor allem, da die Nachbarin nicht nur hübsch… oder besser gesagt, bildhübsch… war, sondern auch ein warmes Herz besaß. Oft war sie zu ihm herübergekommen und hatte ihm etwas von ihrem Essen abgegeben, was eindeutig besser schmeckte als sein Zusammengekochtes. Und doch, es war besser für ihn allein zu bleiben, nicht sein Herz an diesen Ort zu verlieren. Vor allem nicht heute… nicht an diesem Tag, an dem er seine Beobachtungen und Informationen weitergeben wollte. Noch einmal vergewisserte er sich, ob noch jemand auf der Strasse war, ehe er zu dem vereinbarten Treffpunkt schlich. In der Dunkelheit der Scheune, hinter der Schmiede des Bürgermeisters Longbottom, den Raegenhere genauso fürchtete wie Salazar, schaute er sich um. Niemand schien in der Scheune zu sein… nirgendwo schien er einen Schatten oder gar eine Bewegung ausmachen zu können, doch er wusste, dass derjenige, dem er die wichtigen Informationen überbringen wollte, sich unsichtbar machen konnte, wenn er dies wollte.
„Nadal… Nadal seid Ihr hier?"
Raegenhere trat noch weiter in die Scheune hinein, ging vorsichtig ins Dunkle, bis seine Augen sich an das wenige Licht gewöhnt hatten. Instinktiv vergrub er seine Hände in seinen Taschen, in denen sich sein Zauberstab, aber auch ein Wurfmesser befand. Raegenhere drehte sich um seine eigene Achse, um einem Geräusch nachzugehen, doch schien niemand dieses Geräusch gemacht zu haben.
„Eine nette Frau, Eure Nachbarin!", sagte plötzlich eine Stimme neben ihm, die ihn erstarren ließ. Langsam drehte sich Raegenhere dorthin um, woher die Stimme zu kommen schien, doch auch jetzt, da seine Augen sich an die Dunkelheit in der Scheune gewöhnt hatten, konnte er niemanden dort erblicken. Allerdings fühlte er die Anwesenheit desjenigen, mit dem er sich hier hatte treffen wollen…
„Nadal?", fragte Raegenhere dennoch nach, worauf dieser noch näher an ihn herantrat und ein wenig kicherte.
„Natürlich, wer sonst… nun, Raegenhere, was habt Ihr für Informationen für mich… außer, dass Eure Nachbarin recht hübsch zu sein scheint", sagte Nadal mit heiterer Stimme.
„Ihr… Ihr kennt meine Nachbarin?", fragte Raegenhere atemlos.
„Ja… ich habe sie gesehen, als Ihr aus dem Haus gegangen seid. Zudem… sie scheint an Euch interessiert zu sein, so oft wie sie Euch etwas zu Essen bringt", sagte Nadal fröhlich.
„Auch davon wisst Ihr… ich habe Euch nicht bemerkt…", sagte Raegenhere, wurde dann aber von Nadal unterbrochen.
„Wenn man mich als Attentäter sieht… oder wahrnimmt, werde ich wohl kaum nahe genug an mein Opfer herankommen können, oder? Und wenn man mich sieht, sollte es für mein Opfer zu spät sein. Doch ich denke, ich bin nicht hierher gekommen, um Euch über meinen Beruf aufzuklären. Ihr hattet mir mitteilen lassen, dass Ihr eine sehr interessante Entdeckung gemacht habt?", sagte Nadal mit einer für ihn bekannten süßlichen Stimme, die zugleich Gefahr ausdrückte. Raegenheres Haare auf dem Rücken schienen sich aufzurichten.
„Ähmm… ja, deshalb habe ich Euch rufen lassen… ich…"
Raegenhere schluckte hart und versuchte seine Fassung wieder zu finden, was ihm allerdings nicht gelang.
„… ich… ich habe entdeckt, dass es wohl Geheimgänge von Hogsmeade nach Hogwarts geben muss."
„Geheimgänge… so, so. Und wieso kommt Ihr darauf? Habt Ihr einen entdeckt?", fragte Nadal immer noch ruhig nach. Dass er dabei allerdings seine Krallen knacken ließ, ermunterte Raegenhere nun überhaupt nicht.
„Ne…Nein… Aber… aber ich habe gesehen, dass Salazar Slytherin in ein Haus eines der Kaufleute hier gegangen ist… und aus diesem nicht mehr hervorgekommen ist", sagte er unsicher.
„Seid Ihr wirklich sicher? Könnte es nicht sein, dass er auf der Rückseite des Hauses, aus der Hintertür gegangen ist, weil er… zum Beispiel… nicht auf Euch treffen wollte?", fragte Nadal nach.
„Nein… keineswegs. Der Kaufmann erzählte mir sogar, dass Salazar schon öfter plötzlich aus seinem Keller auftauchte, obwohl er ihn gar nicht in sein Geschäft hatte hineingehen sehen. Er taucht plötzlich im Dorf auf und verschwindet genauso plötzlich wieder… obwohl man von Hogsmeade nicht nach Hogwarts apparieren kann… oder andersrum", sagte Raegenhere nun mit festerer Stimme.
„Was ist mit den anderen Lehrern?", fragte Nadal nach.
„So wie ich es sehe, benutzen sie nicht die Gänge", sagte Raegenhere.
„Also nur Salazar taucht unvermittelt auf… Nun, das kann auch eine andere Erklärung haben. Es könnte ja auch ein Zauber sein… oder ein Zaubertrank?"
„Aber warum sollte er hier einen Zauber oder Zaubertrank bewirken. Die Leute halten ihn zwar für einen merkwürdigen und mächtigen Zauberer, aber sie sind ihm zugeneigt", beantwortete Raegenhere Nadals Frage.
„Hmmm… und Ihr meint, in diesem Haus ist ein Eingang zu einem Geheimgang nach Hogwarts?", fragte Nadal Raegenhere noch einmal, worauf dieser mit dem Kopf nickte.
„Wo ist dieses Haus?"
„Ihr wollt jetzt dort nachsehen?", fragte Raegenhere erstaunt nach.
„Wann denn sonst? Wenn es hell ist und alle sich im Geschäft des Kaufmannes aufhalten? So wie ich es sehe, sind alle nach Hogwarts gezogen, um die Weihnachtsfeier zu begehen. Was hindert uns daran, jetzt in einem leeren Haus nachzusehen, Raegenhere? Oder… habt Ihr mir noch etwas dazu zu sagen?", fragte ihn Nadal ruhig, wobei Raegenhere dennoch die Gefahr wahrnahm, die von Nadal ausging.
„Nein… Nein!", beeilte er sich sogleich zu sagen und stürmte aus der Scheune, um Nadal zu entgehen. Mit schnellen Schritten marschierte er auf das Haus des Kaufmannes zu, wobei er sich nicht nach Nadal umdrehte, ihn aber dennoch stets in seinem Rücken fühlen konnte.
„Hier… hier ist es!", sagte Raegenhere schließlich und blieb vor der Tür des Kaufmannes stehen. Nadal, wie immer in eine schwarze Kutte gehüllt, schaute Raegenhere mit seinen gelben, geschlitzten Augen an, ehe er zu der Tür ging und diese gekonnt öffnete. Dann ging er voraus… und zielsicher in den Keller des Kaufmannes. Raegenhere folgte ihm… weit unsicherer und immer gespannt wie eine Bogensehne. Es schien ihm, als könnte jeden Augenblick irgendjemand auftauchen und ihn und Nadal entdecken… und so herausfinden, dass er, Raegenhere, für Nadal und somit für den schwarzen Eldorman in Hogsmeade spionierte.
„Sucht nach einer Fackel", sagte Nadal mit befehlender Stimme, worauf Raegenhere sich sofort auf die Suche machte. Noch ehe er eine gefunden hatte, hüllte sich der Kellerraum bereits in das fahlgrüne Licht eines Zauberstabes. Als Raegenhere mit einer angezündeten Fackel zurückkehrte, untersuchte Nadal bereits den Boden des Kellers.
„Mmmh… Ihr habt Recht. Hier scheint es eine Falltür zu geben. Schiebt bitte diese Kisten weg", sagte Nadal zu Raegenhere und wies auf einige leere Kisten, die ihm im Weg standen. Raegenhere tat dies sofort, worauf wirklich eine Falltür zum Vorschein kam. Nadal öffnete diese und leuchtete mit seinem Zauberstab hinein.
„Ich muss Euch sagen, es scheint zu stimmen. Es scheint ein Weg zu sein… ob jener nach Hogwarts führt oder woandershin kann ich noch nicht sagen, doch es ist ein Geheimgang. Eine sehr wertvolle Information, Raegenhere", sagte Nadal und griff in seine Kutte. Dann holte er einen kleinen Beutel hervor, der einiges an Münzen zu enthalten schien.
„Hier… für Eure Mühen. Es ist einiges an Gold darin… ich habe ihn erst kürzlich aus den Händen eines alten Bekannten erhalten, eines Bekannten, dem ich einst einen Gefallen getan habe… An Eurer Stelle würde ich recht bald meine Vorbereitungen treffen, aus Hogsmeade zu verschwinden. Schon bald wird der schwarze Eldorman seine Truppen in Gang setzen, so dass sie im Frühjahr hier in Hogwarts eintreffen. Und sollten diese erst hier sein, werden die Wege nach England für alle verbaut sein. Also wartet nicht zu lange, auch wenn es hier recht angenehm zu sein scheint", sagte Nadal, wobei Raegenhere ein leichtes Aufblitzen Nadals scharfer Zähne wahrnehmen konnte, was einem Lächeln zuzuordnen war. Dann, nachdem Raegenhere den Beutel an sich genommen hatte, machte sich Nadal auf, den Geheimgang zu betreten.
„Ihr wollt jetzt nach Hogwarts?", fragte Raegenhere Nadal erstaunt.
„Nun… ich will sehen, wohin dieser Gang führt. Sollte er nicht dorthin führen, wo ich hin will, kann ich dennoch ungestört zurückkehren… ohne gesehen zu werden", sagte Nadal, griff nach Raegenheres Fackel und machte sich auf, den Gang nach unten zu gehen. Als Raegenhere ihm folgen wollte, blieb Nadal aber stehen und drehte sich verwundert um.
„Wo wollt Ihr hin, Raegenhere? Ich denke, es ist einfacher für mich, wenn ich den Gang ALLEIN ausspioniere. Ihr habt Euren Dienst an mir verrichtet… lebt wohl", sagte Nadal und musterte den Mann mit seinen unerbittlichen, gelben Augen. Unsicher blieb Raegenhere stehen… und nickte dann.
„Lebt wohl, Nadal", sagte er ein wenig erleichtert. Nadal nickte ihm dann noch einmal zu, ehe er schließlich verschwand. Raegenhere blieb noch ein wenig vor dem Loch im Boden sitzen. Zum einen war er erleichtert, denn nun hatte ihn Nadal aus seinem Dienst entlassen… er konnte nun machen, was er wollte… konnte gehen, wohin er wollte. Da der Bund ihn für tot hielt, konnte er überall in England hin… überall dort, wo kein Bündler lebte. Doch dann besann sich Raegenhere… was, wenn er noch irgendetwas mitnehmen könnte, was ihm auch in späteren Zeiten helfen würde? Vielleicht noch mehr Gold… oder aber auch andere Schätze. Hatten die Bewohner von Hogsmeade nicht von wertvollen Büchern gesprochen, die angeblich in Hogwarts aufbewahrt wurden? Vielleicht… vielleicht sollte er doch den Gang nutzen… hinter Nadal her nach Hogwarts gehen, um dort einiges mitzunehmen, um dann bald aus Hogsmeade zu verschwinden.
‚Aber wenn dieser Gang nicht nach Hogwarts ging… wenn er woanders hinging? Dann würde Nadal ihm wieder entgegen kommen', sagte sich Raegenhere und erschauerte. Doch dann wurde sein Mut größer.
‚Er könne ihm ja sagen, dass er in den Gang gehen musste, weil jemand das Haus betreten hatte und er in den Gang habe fliehen müssen…', sagte sich Raegenhere. Noch eine Weile überlegte er, ehe er sich aufmachte, Nadal zu folgen.
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Review-Antworten:
Fluffy: Vielen Dank wieder für dein Review… Nun es ist leider nicht Sven, sondern sein Beschützer Eirik der den Patronus beherrscht. Aber immerhin auch ein Däne. Ob Salazar deshalb die Dänen mit anderen Augen sieht. Unwahrscheinlich. Obwohl er schon überrascht war, dass der Däne es war, der einen Patronuszauber bewirken konnte.
Natürlich werden die vier ( also Eirik auch) herausbekommen, was Salazar wohl erhalten hat, da sie ja nun im Kerker herumschüffeln. Und Sven, wie Tortgyd sind richtige Gryffindors.
Ich habe gar nicht mehr gewusst, dass in HP mal so ein Buch erwähnt wurde grins. Ich habe meine Idee des Buches auch ein wenig geklaut… aus Elfenlicht. Aber nun ja… ich fand die Idee so toll. Und es ist eine gefährliche Waffe, die auch eingesetzt werden wird… aber schließlich zu anderen Effekten führen wird, als sich dies Iago gedacht hat.
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Informationen:
Messe
Heilige Messe ist der in der römisch-katholischen und vielen von ihr abstammenden Kirchen gebräuchliche Name für den die Wortverkündigung und Eucharistiefeier umfassenden Gottesdienst.
Nach katholischem Verständnis ist die Eucharistiefeier nicht nur eine Erinnerung an das letzte Abendmahl Jesu Christi, sondern auch die Vergegenwärtigung seines Kreuzestodes (daher auch Messopfer genannt) und seiner Auferstehung, in die die Gottesdienstbesucher aktiv mit einbezogen werden und durch die sie die eine Kirche sind (deshalb keine Interkommunion und Interzelebration).
Der Begriff Messe leitet sich von der Entlass-Formel der lateinischen Liturgie „Ite, missa est!" ab („Gehet hin in Frieden"; wörtlich: „Geht hin, es ist die Aussendung!").
Der Ablauf einer Heiligen Messe besitzt die zweiteilige Grundform aus Lehrgottesdienst und Canon, die über die Jahrhunderte hinweg gleich geblieben und auch in anderen christlichen Kirchen verankert ist. Die genaue Abfolge der regelmäßigen Gebete und Gesänge änderte sich jedoch im Lauf der Zeit, was eine gewisse Vielfalt der Riten hervorbrachte. Die schriftliche Überlieferung der Riten geht bis in die Antike zurück – einer der ältesten Riten ist der des Hippolyt. Der Ablauf ist auch durch die Schriften des heiligen Augustinus überliefert. Hierbei betete der Priester stets nach Osten und damit – in den üblicherweise nach Osten ausgerichteten Kirchen – in die gleiche Richtung wie die Gläubigen.
Der Ablauf der Heiligen Messe wird allgemein eingeteilt in gleich bleibende Teile – das sogenannte Ordinarium Missae und darin eingebettet die an den einzelnen Festen unterschiedlichen Teile wie die Lesung – das sogenannte Proprium Missae. Da sich der Ablauf der Heiligen Messe in den einzelnen Riten unterscheidet, wird er jeweils dort beschrieben.
Viele Teile der Heiligen Messe werden durch den Gesang der Gemeinde, Orgelspiel oder auch Chor und Orchester begleitet. Weihrauch, feierliche Gewänder, kunstvolle Gegenstände des liturgischen Gebrauches, Musik und Gesang werden oft zur Untermalung der Feierlichkeit der Kommunion eingesetzt.
Weihnachten im Mittelalter
Im Mittelalter wurde Weihnachten öffentlich gefeiert: Weihnachtsmärkte, Festumzüge und Krippenspiele fanden auf den Straßen und in der Kirche statt. Handwerksleute präsentierten ihre vor Ort handgefertigte Ware und wussten in mittelalterlicher Mundart so manche schöne Geschichte zu erzählen. Dazu gab es Spanferkel am Spieß, frisch gebackenes Brot und viele weitere exotischer Genüsse. Gaukler, Possenreißer und Musikanten untermalten die stimmungsvolle Atmosphäre des Marktes mit buntem Spektakel.
Personen, die in diesem Kapitel der Geschichte Nosce te ipsum, 3. Buch, vorkommen. Die Personen, die kursiv geschrieben sind, sind erdacht (entweder von JKR oder von mir)
Aelfstan
Bischof von London, nachdem Dunstan diesen Titel abgab, um Erzbischof von Canterbury zu werden. Ratsmitglied der Wölfe
Aelli
buckliger Schüler Hogwarts, kommt aus ärmlichen Verhältnissen, hat Visionen und Prophezeiungen
Aethelred
Sohn Edgars und Aelfthrith, späterer König Englands
Aethelric
Thegn von Oxford. Ist in der Leibwache Eduards tätig.
Balstan
älterer Sohn Solmens von Slytherin, Thegn, Mitglied der Wölfe
Bellona
Ratsmitglied der Wölfe von 963 n. Chr., sie gehört dem Clan der Baobhan-Sith, von Vampiren an
Berin
Zentaur. Sprecher der Zentauren von Hogwarts, Zwillingsbruder von Alo
Cedric Mac Mail Coluim
Ehemann von Helga, Vetter des ehemaligen König Dubhs und des jetzigen Königs Kenneth II von Schottland, Herr und Wildhüter über die Burg Hogwarts und das Dorf Hogsmeade.
Cuthbert
Sohn eines unbedeutenden Thegns aus Dorchester. Wortführer der ‚Slytherins'
Cynesige
Gestorben 964 n. Chr., ehemaliger Eldorman von Berkshire, Freund Dunstans, gehört zur Ostsächsischen Partei
Dunstan
Geb. 909 n. Chr. Gestorben 988 n. Chr., ehemaliger Abt von Glastonbury, ab 961 Erzbischof von Canterbury, Berater mancher Könige, angefangen von Edmund, über Eadred, Edgar bis zu Eduard. Gegner des Bundes und Zauberer.
Earpwald
ehemaliger Führer der Zentauren. Verbündeter des schwarzen Eldormannes.
Edith
Uneheliche Tochter von König Edgar und der Nonne Wulfthrith. Aufgrund ihrer Zauberkräfte Schülerin in Hogwarts… gehört zu den ‚Hufflepuffs'
Eduard
König von England, Sohn von Edgar
Eirik Håkonsson
Stiefsohn von Hakon Sigurdson, dem Ladejarl von Tröndelag, Freund und Begleiter Svens, Gryffindorschüler
Godric Gryffindor
Sohn des Herrn von Tenby und Gryffindor, Mann von Melangell, Vater von Gyrth und Osdryd, Lehrer Hogwarts über Verwandlung, Astronomie und Waffenkunde
Gunhild
Geliebte König Iagos von Gwynedd, im Bund der Wölfe tätig
Gyrth ap Godric
Sohn Godric Gryffindors, Schüler in der letzten Klasse an Hogwarts, Schülersprecher
Harald Blauzahn
König von Norwegen und Dänemark, Vater von Sven. Verwandt mit Helga Hufflepuff
Helga Hufflepuff
eine der vier Gründer Hogwarts, Ehefrau von Cedric, des Burgherrn von Hogwarts, Trägerin von Hrunting, Lehrerin in Hogwarts für Heilwesen, Heilpflanzen und Okklumentik
Hengist
Sohn von Cynesige, jetziger Eldorman von Berkshire, Enkel des schwarzen Eldormannes
Hyfaidd ap Ieuaf
Sohn Ieuaf ap Idwal, zunächst Geisel am Hofe Owains, dann mit Hilfe der Angelsachsen und Dyfeder ab 974 n. Chr. König von Gwynedd.
Iago ap Idwal
König von Gwynedd bis 974 n. Chr. Bis ins Jahr 979 n. Chr. versucht Iago, die Königskrone wieder zu erringen.
Marrok
Werwolf aus Wales
Nadal Lynx
Werkatze, Jäger und Attentäter. Übernimmt Aufträge des Bundes.
Ordgar
Eldorman von Devonshire, Vater von Aelfthrith, Großvater von Prinz Aethelred
Osdryd
Tochter Godrics und Melangell. Schülerin in Hogwarts, gehört zu den ‚Slytherins'
Raegenhere
Ritter des Bundes, Informant und Spion Salazars, wird von Salazar nach Hogsmeade gebracht. Spioniert dort für Nadal.
Rhun ap Maredudd
Bruder Godrics, Berater Hyfaidd ap Ieuaf
Rowena Ravenclaw
Ehemalige Nonne von Glastonbury und ehemalige Äbtissin von Wilton, eine der vier Gründer Hogwarts, Lehrerin von Hogwarts in den Fächern Kirchenmagie, Zauberkunst und Runenlehre.
Salazar Slytherin
jüngerer Sohn Solmens von Slytherin, Lehrer von Hogwarts in den Fächern Zaubertränke und magische Wesen.
Solmen Slytherin
Eldorman von Cornwall, Graf von Slytherin, Vater Salazars, Ratsmitglied der Wölfe
Sven
Sohn von Harald Blauzahn, später als Sven Gabelbart genannt. Schüler von Hogwarts, gehört zu den ‚Gryffindors'.
Tortgyd
Walisische Schülerin von Hogwarts, kommt aus Dyfed. Gehört zu den ‚Gryffindors'
