„Harry! Harry! Steh endlich auf. Du verschläfst sonst die Ankunft der Kinder."

Harry sah müde auf die Uhr.

„Merlin Severus, bist du Wahnsinnig? Ich bin erst vor drei Stunden eingeschlafen."

„Da bist du selbst schuld. Du wusstest, was für ein Tag heute ist."

Harry sah seinem Schatz zu, wie der sich abmühte, seinen Verband an der Schulter abzulegen.

„Sagst du mir, was das soll?" Harry deutete auf den Verband.

„Ich würde gerne Duschen. Das geht ja wohl nicht mit diesem Ding hier", hielt Severus leicht genervt fest.

„Hilf mir lieber, als so aufreizend im Bett herumzulungern."

Langsam stand Harry auf. Nackt wie Gott ihn geschaffen hatte, trat er an Severus heran und half mit langsamen, zärtlichen Bewegungen, die verletzte Schulter, vorsichtig vom Verband zu befreien.

Seine Lippen gingen dabei auf Wanderschaft und küssten vorsichtig die verletzte Schulter. Darauf bedacht seinem Schatz keine Schmerzen zuzufügen, küsste er sich mit hauchzarten Küssen vom Oberkörper in Richtung Bauch, wo er sich des Nabels annahm und als keine Widerworte kamen… Im Gegenteil, es war nur Gestöhne und Gekeuche zu hören… fanden seine Lippen die zuckende Härte seines Liebsten.

Zärtlich stupste Harry seine Zunge in die kleine Öffnung an der Spitze der Eichel seines Freundes. Die ersten Lusttropfen fanden ihren Weg und wurden begierig von Harry aufgenommen.

Langsam stülpte er seinen Mund über das pralle Glied und verwöhnte es hingebungsvoll mit seinem Mund.

Nicht lange und Harry unterbrach die süsse Folter um seinen unterdessen willenlosen Freund, unter die Dusche zu bugsieren, wo er anfing, diesen mit einem Schwamm einzuseifen.

Zärtlich fuhr er über den Körper seines Liebsten, der sich stöhnend an der Duschwand festklammerte und sich nicht mehr zu artikulieren wusste. Die Laute die Severus ausstiess, waren allesamt von seiner Lust bestimmt.

Harry machte seiner Verführungskunst alle Ehre. Er war schliesslich gestern schon mehr als erregt eingeschlafen.

Heute liess er sich nicht mehr von der Verletzung seines Schatzes abhalten, die erstaunlich gut verheilt schien. Vielleicht noch etwas empfindlich, aber sie würde nicht mehr zu bluten anfangen.

Harry leckte und küsste sich die feuchte Haut seines Schatzes hinunter, bis er den Schwanz seines Liebsten erneut in seine Mundhöhle eintauchen liess und diesen hingebungsvoll lutschte, knabberte, leckte und saugte… Kurz gesagt, Severus Erektion wurde mit der ganzen Palette von Harrys können bearbeitet.

Obwohl Harry versuchte, seinen Freund davon abzuhalten, zuzustossen, war dies ein sinnloses Unterfangen. Severus' Gefühle erreichten eine Intensität, die er nicht mehr zurückhalten konnte und seinen Schwanz immer schneller in Harrys willigen Mund stiess, während seinem Mund stöhnende Laute entflohen.

Kurz bevor Severus seinen Orgasmus heran nahen spürte, entzog er seinen Schwanz dem talentierten Mund , zog Harry auf die Beine und küsste ihn verlangend, bevor er ihn herumdrehte und seine Finger auf Wanderschaft schickte, bis er ein wimmerndes Bündel vor sich hatte, welches danach lechzte, Severus' Härte in sich aufzunehmen.

Mit kraftvollen Stössen, brachte er Harry dazu, zu schreien und als der die Tortur nicht mehr aushielt und seinen Penis in die Hand nahm um sich selber zu streicheln und zu berühren, ergriff Severus die Möglichkeit, gemeinsam Harrys Schwanz zu verwöhnen, bis er sich lautstark seinem Orgasmus hingab und sein Sperma mit einem lauten Schrei dem Wasser übergab.

Das spasmische Zusammenziehen seiner Innenwände, engte Severus' Erektion so stark ein, dass es nicht mehr lange dauerte, bis auch er seinen Samen in Harry verströmte.

Erschöpft liessen sie das Wasser über ihre Körper rieseln, und bedachten sich mit zärtlichen, liebevollen Küssen, bis der Orgasmus abgeklungen war und sich ihre Atmung normalisiert hatte.

„Wir sollten uns anziehen Harry", flüsterte Severus seinem Schatz ins Ohr, der sich immer noch mit Severus' Haut beschäftigte und jede erreichbare Stelle auf Severus' Oberkörper mit Küssen bedeckte. „Es kann sonst passieren, dass Professor Dumbledore, oder Minerva auftauchen, um uns zu wecken. Es ist Tradition, am ersten Schultag, eines jeden neuen Schuljahres, zusammen zu frühstücken."

Etwas wehmütig löste er sich von Harry um sich anzuziehen.

Bei der Erwähnung von Essen, wurde Harry flau im Magen.

Unbewusst strich er sich über den flachen Bauch, nicht sicher, ob er heute etwas herunter bringen konnte. Dafür war er viel zu aufgeregt.

Severus, dem die unbewusste Geste nicht entgangen war, nahm seinen Schatz wieder in den Arm.

„Es wird alles gutgehen Harry. Die Kinder werden dich lieben. Das wird auf Hogwarts nicht anders sein, als im Manor, oder am Grimmauldplatz. Also mach dich nicht verrückt vor Angst."

Und mit einem Blick auf die zitternden Hände seines Liebsten fügte er an.

„Zwing dich nicht zum Essen, wenn es nicht geht, dann geht es nicht. Du kannst immer noch einen Nährtrank zu dir nehmen, bis sich die Aufregung in deinem Innern gelegt hat."

Harry atmete tief ein, drehte sich mit einem zittrigen Lächeln zu seinem Schatz hin und sah ihm lange in die wunderschönen dunklen Augen.

„Ich liebe die Severus Snape? Ich liebe dich von ganzem Herzen."

Severus küsste ihn zärtlich und erwiderte flüsternd, das Liebesbekenntnis.

„ich liebe dich auch. Mehr als ich es jemals in Worte zu fassen vermag…

Aber nun hilf mir, den Stützverband anzulegen, sonst flippt Poppy aus, wenn sie sieht, dass ich es nicht so mache, wie sie es befohlen hat."

Severus versuchte mit diesem abrupten Themawechsel die eigene Verlegenheit zu überspielen, die ihn nach diesem Liebesbeweis erröten liess.

Der Tag verging schneller als gedacht, mit all den vielen Kleinigkeiten, die es noch zu erledigen gab.

Vor kurzem hatten sich alle Lehrer noch einmal zurückgezogen, um in die formellen Roben zu schlüpfen, die sie zur Feier des Tages tragen würden.

Nervös stand Harry hinter dem Lehrertisch und wartete darauf, dass die Kinder in Begleitung von Hagrid und Minerva die grosse Halle betreten würden.

Und dann war es endlich soweit. Die grossen Flügeltüren öffneten sich und die Kinder betraten zum ersten Mal seit Kriegsende, wieder die Schule.

Bis auf die Erstklässler, die noch nicht eingeteilt waren, setzten sich alle an einen der vier Haustische.

Harry besah sich mit leuchtenden Augen die Kinderschar und winkte dem einen oder anderen bekannten Gesicht zu.

Eine grosse Änderung war bei den Kleinsten eingeführt worden.

Ein fünfter Tisch bekam seinen Platz in der Halle. An dem würden die Erstklässler, ihre erste Mahlzeit in Hogwarts zu sich nehmen.

Die Lehrer waren sich einig, dass es viel zu lange dauerte, bis allen Kindern der Hut aufgesetzt worden war. Sie würden nach der Direktorenansprache, zuerst essen und am Schluss des Eröffnungsfestes, wenn die Mägen der Kinder gut gefüllt waren, die Einteilung in die vier Häuser vornehmen.

Schliesslich dauerte die Zugfahrt lange genug, da mussten die Kinder nicht noch länger Hungern.

Aufgeregt wie die Erstklässler, wartete auch Harry gespannt, wie die Begrüssung Dumbledores ausfallen würde. Dieser stand auf, nachdem Stille einkehrte im Saal und begann mit seiner Ansprache.

„So meine Lieben, dann will ich doch einfach mal mit der Begrüssung beginnen!

Wieder einmal beginnt ein neues Schuljahr, an dem ich es nicht missen möchte, alle Rückkehrer zu begrüssen die an diese Schule zurückgekehrt sind und den Neulingen, einen guten Start zu wünschen.

Viele Jahre lang, habe ich an dieser Stelle, auf die Gefahren des Krieges aufmerksam gemacht und euch angehalten, Vorsicht walten zu lassen, bei allem was ihr tut.

Dies ist, dank Mister Potter, den wir glücklicherweise als Lehrer für die Verteidigung gewinnen konnten, nicht mehr nötig."

Ein riesen Applaus brandete auf, bei dem die Schüler aufstanden und in Harrys Richtung sahen während sie ihrem Helden applaudierten.

Der Lautstärkepegel hinderte Dumbledore daran, in seiner Rede fortzufahren, was diesen jedoch überhaupt nicht zu stören schien. Mit Tränen in den Augen, aber einem Lächeln im Gesicht, wartete der Direktor geduldig, bis sich die Kinder ausgetobt hatten.

Doch das dauerte und dauerte.

Harry, dem diese Heldenverehrung anfing peinlich zu werden, hob seine Hände und machte mit beiden eine gleichzeitige Auf- und ab Bewegung, um die Kinder zum Aufhören zu bewegen und als das nichts nützte, hielt er sich lächelnd einen Finger an die Lippen und bat auf diese Weise um Ruhe.

Kurz darauf konnte Dumbledore, seine Rede wieder aufnehmen.

„Wie ihr alle wisst, bin ich ein alter Mann, der mit Neuerungen mehr schlecht als recht, umzugehen vermag."

Seine Stimme brach, vor lauter Emotionen, als er auf den wichtigsten Punkt seiner Rede hinsteuerte.

Die Lehrer sahen erstaunt in die Richtung ihres Direktors. Sie wussten nicht, ob sie nun klatschen oder weinen sollten. Auch wenn es hart war, aber die Lehrer von Hogwarts wussten, ihr Direktor war in die Jahre gekommen.

Niemand würde es laut aussprechen, aber keiner verstand noch die Vorgehensweise ihres Direktors.

Dennoch waren sie überrascht und geschockt, als Dumbledore endlich die Konsequenzen daraus zog.

„Daher habe ich beschlossen, in den wohlverdienten Ruhestand zu gehen. sobald mein Nachfolger eingearbeitet ist.", liess er die Bombe platzen.

Lehrer wie auch Schüler, sahen perplex zu ihrem Direktor hin, der mit einem wehmütigen Lächeln in die Menge blickte.

„Ich habe lange mit mir gerungen und bin mir sicher, die richtige Entscheidung getroffen zu haben.

Bevor wir essen, lasst uns gemeinsam in Erfahrung bringen, ob Hogwarts meine Wahl billigt und den neuen Direktor als Hüter der Ländereien und der Schule akzeptiert."

Harry sah in das Gesicht seines Schatzes, während er darauf wartete, dass Dumbledore seinen Nachfolger bekannt gab. Harry war gespannt, ob er mit seiner Vermutung bezüglich Severus richtig lag.

„Der von mir benannte Nachfolger für den Direktorenposten ist…"

Severus sah gespannt zu Direktor Dumbledore, während es in seinem Innern brodelte.

Der Alte schafft es doch immer wieder, die Spannung ins unermessliche steigen zu lassen, dachte sich Severus, während er ansonsten, mit dem Entscheid des Direktors, leben konnte.

Die vielen Fehlentscheide der letzten Zeit, machten eine neue Führung in Severus' Augen, unerlässlich…

„Professor Severus Snape unser Zaubertranklehrer…"

Der Jubel der Slytherins, holte den Tränkemeister auf den Boden der Realität zurück, während die anderen Anwesenden der Grossen Halle, allen voran Harry, den Entscheid Dumbledores unter riesen Gejohle und Geklatsche akzeptierten.

Wie in Trance, erhob sich Severus und trat auf Dumbledore zu, der ihn mit einem liebevollen Blick

bedachte und ihn in eine väterliche Umarmung zog.

Vieles, was in letzter Zeit geschehen war, wurde vergeben und vergessen, als Severus die Umarmung ebenso liebevoll erwiderte.

Dieser alte Mann, der so schwerwiegende Fehler begangen hatte und viele falsche Entscheidungen auf seine Kappe nehmen musste, war noch immer einer der wichtigsten Menschen im Leben des Tränkemeisters.

Severus fing heute damit an, seinem väterlichen Freund zu verzeihen, als er mit einem strahlen in den Augen, das anspruchsvolle Amt des Direktors annahm

Stolz erhobenen Hauptes stand er da, als Professor McGonagall ihm mit einem zwinkern in den Augen, den sprechenden Hut aufsetzte.

Alle wollten erfahren, ob Hogwarts diese Entscheidung guthiess.

Man hätte eine Stecknadel fallen hören können, so still war es in der Grossen Halle, als alle gespannt darauf warteten, wie Hogwarts Entscheidung ausfiel.

Endlich, als Harry es vor lauter Aufregung, auf seinem Stuhl fast nicht mehr aushielt, sprach der Hut seine Entscheidung:

„Stellvertretend für die vier Gründer Godric Gryffindor… Salazar Slytherin… Rowena Ravenclaw und Helga Hufflepuff, der ehrbaren Schule Hogwarts, entbietet der Hut, dem neuen Direktor Severus Snape, Ihren Gruss und Ihr Einverständnis.

Möge er, viele erfolgreiche Jahre erfahren und der Schule mit ganzem Herzen und voller Tatendrang, zu Diensten sein."

Der Applaus der auf die Aussage des sprechenden Hutes aufbrauste, war ohrenbetäubend. Allen voran die Slytherins. Sie waren Stolz, den zukünftigen Direktor, als Hausvorstand zu haben.

Nach einer kompromisslosen Rede, in der Severus all die Neuerungen und Veränderungen nach dem Krieg aufzeigte, gab es erstmals einen Festtagsschmaus, welcher von der gesamten Schülerschaft, mit Freude begrüsst wurde.

Wieder dauerte es zu lange, bis die Schüler endlich essen konnten. Aber mit der Ernennung eines neuen Direktor hatte niemand gerechnet.

Wehmütig sass Harry da und dachte an sein erstes Willkommensfest als Erstklässler zurück.

Er durfte jedoch nicht lange Trübsal blasen.

Sein Schatz, kam mit leuchtenden Augen und einem strahlenden Lächeln auf ihn zu, beugte sich vor der gesamten Lehrerschaft und der Schüler, die neugierig an ihren Tischen sassen, zu ihm hinunter und bedachte ihn mit einem langen und innigen Kuss, der seine Liebe für Harry und seine Freude über die heutige Entscheidung ausdrückte.

Das Gejohle der Schüler ignorierend, gaben sich die beiden ihrem Kuss hin, der nicht mehr enden wollte.

Dumbledore hüstelte… Minerva hüstelte nach einer Weile etwas lauter und vehementer… und schliesslich gab es da ja noch die Geister… Die hüstelten nicht nur, die kreischten was das Zeug hielt und hielten sich in gespielten Entsetzen, die Hände vor die Augen, ganz zum Vergnügen der Kinder, die das Spektakel am Lehrertisch von Herzen genossen.

Viele hatten die Berichte des Tagespropheten gelesen, aber nicht wenige der Schüler, lasen auch den Klitterer, der wieder einmal Recht zu haben schien. Ihr neuer Direktor und ihr neuer Lehrer liebten sich.

Ob sie dadurch einen Vorteil herausschlagen konnten, war für die Kinder ein viel wichtigerer Aspekt, als der von Rita Skeeter erwähnte Altersunterschied, der allen, die dieses verliebte Paar sahen, egal war.

Die Jüngeren waren mehr am leckeren Essen interessiert, welches auf dem Tisch erschienen war und sie sich endlich den Bauch vollschlagen konnten.

Sie fanden dieses eklige Geknutsche so oder so doof und die älteren Schüler, standen nach diesem Eröffnungsfest, voll und ganz hinter dem neuen Direktor und dem Verteidigungslehrer.

Von jedem der Tische hörte man‚ ''Gott wie süss die zwei zusammen aussehen'' oder Ausbrüche wie ''Merlin, steckt der Direktor wirklich seine Zunge in Professor Potters Hals?''

Die beiden beendeten den Kuss und setzten sich an den Tisch, damit sie endlich zu essen kamen.

Nach einer Weile merkte man den Erstklässlern ihre Nervosität an. Schliesslich wurde man nicht jeden Tag in sein Zukunftsweisendes Haus gewählt.

Endlich war die Zeit des Wartens vorbei.

Mit gefüllten Bäuchen sassen die Kinder vor ihrem Nachtisch während die Lehrer vor ihrem Kaffee sassen und die Einteilung der Erstklässler begutachteten.

Interessanterweise kamen gleichviele Jungen und Mädchen in jedes der vier Häuser und Harry begann sich zu fragen, ob nicht der alte Direktor, mit seiner Einstellung dafür gesorgt hatte, dass das Hause Slytherin dermassen unterdrückt worden war.

Dem Frieden zuliebe wollte er nicht an so etwas denken und zog es vor, dass auch das Ende des Krieges der Grund sein konnte.

So oder so, gab es seit Beendigung des Krieges nicht mehr die gleichen Häuserrivalitäten wie zuvor.

Zumindest die Erstklässler, die den ersten Abend gemeinsam am Tisch verbrachten, behielten diese Sitzordnung bei. Die Jüngsten erkannten intuitiv, was die Älteren noch lernen mussten.

Es dauerte ein paar wenige Jahre, da waren die vier Häuser vereint und wurden nur noch während der Quidditch-Meisterschaft als Rivalitätsgetue wahrgenommen. Ansonsten war die Häuserteilung bei den Kindern inexistent.

Der Rest der Schüler musste sich daran gewöhnen, dass Kinder aller vier Häuser, in allen Türmen und auch im Kerker ein und ausgingen. Da machten Slytherins mit Gryffindors zusammen Hausaufgaben im Ravenclaw Turm und Hufflepuffs sahen den Gryffindor Turm als ihr Refugium an bei Strategie und Brettspielen.

Harry war nie bewusst gewesen, dass die Gryffindors so viel mehr Spiele im Aufenthaltsraum stehen hatten als der Rest der Häuser, aber ihn freute die Entwicklung natürlich ungemein. So hatte er es sich immer gewünscht.

So startete das neue Schuljahr mit viel Freude und noch mehr Arbeit, aber immer mit guter Laune, die Harry mit Freuden verbreitete.

Er fand seine Passion im Unterrichten. Die Kinder liebten ihren neuen Lehrer und Harry liebte die Kinder.

Entgegen Severus' Prognosen, hatte Harry seine Gryffindor gut im Griff.

Egal ob Liebeskummer oder kleinere Streitereien… Professor Potter hatte immer ein offenes Ohr oder einen hilfreichen Rat.

Seinen Unterricht gestaltete er abwechslungsreich und interessant. Indem er in jeder Stunde, die Theorie und die Praktischen Übungen abwechslungsweise abhielt und anschaulich erklärte, erreichte er alle Schüler, bei ihrem jeweiligen Wissensstand.

Er bemühte sich, für jedes Kind einen individuellen Lehrplan zu aufzustellen, damit am Ende des Schuljahres, wenn die Prüfungen anstanden, alle Jahrgänge, auf dem besten Wissenstand waren, den sie erreichen konnten.

Bei all der vielen Arbeit und der vielen Neuerungen, vergingen die nächsten Monate viel zu schnell. .

Er liebte alles an seinem Beruf. Er liebte Hogwarts und er liebte die Kinder!

Vor allem aber liebte er es, den Rabauken im Unterricht zu zeigen, wie man die verschiedenen Verteidigungsstrategien im normalen Alltag gebrauchen konnte. Er zeigte auf, wie wichtig selbst in Friedenszeiten, eine fundierte Schulausbildung war.

Sein Lohn für die harte Arbeit, waren die eifrig mitarbeitenden Kinder, die mit Freude lernten.

Sein persönliches Glück, hatte nur einen einzigen Haken… Seine Träume… Albträume, die ihn immer wieder in den Ligusterweg führten. Es schien, als ob Vernon, seinem Neffen sein Glück nicht gönnte und selbst nach all der Zeit, noch immer die Macht hatte, Harry zu schaden.

Viele Gespräche folgten, in denen Severus versuchte seinem Schatz zu helfen. Die Träume liessen nicht nach, egal was sie versuchten, sondern steigerten sie sich in Häufigkeit und Intensität.

„Es gibt nur eine Lösung Harry", stellte Severus entschlossen fest, als er wieder einmal einen zitternden und emotional am Boden liegenden Harry, im Arm hielt.

„Wir müssen uns deiner Angst stellen. Ein letztes Mal, musst du in den Ligusterweg zurückkehren."

Obwohl Harry, tief in seinem Innersten wusste, dass sein Liebster Recht hatte, wollte Harry sich nicht eingestehen, dass er seine Verwandten ein letztes Mal sehen musste, wollte er endgültig mit der Vergangenheit abschliessen. Aber er sah ein, dass es so nicht weitergehen konnte.

In der Zeit vor Weihnachten, genauer gesagt Anfang November, flatterte eine Einladung zur Hochzeit herein. George und Draco machten ernst und wollten sich am Neujahrstag, das Jawort geben.

Der Plan war schnell erstellt.

Erst die Hochzeit, und dann, ein paar Tage später, der Besuch im Ligusterweg. Severus würde Harry zu seinen Verwandten begleiten und konnte nur hoffen, mit diesem Entscheid, wieder ein Lächeln auf Harrys Gesicht zu zaubern.

Wenn alles gut ging, war dieser Besuch das Ende ihrer Misere. Vielleicht konnten sie endlich einmal, ein friedliches Leben starten…