Disclaimer: Die handelnden Personen und die Orte an denen diese Geschichte spielt, sind das geistige Eigentum von Joanne K. Rowling. Ich beabsichtige nicht mit dieser Geschichte Geld zu verdienen, sie dient lediglich der Unterhaltung. Mir gehören nur Jane Baker, Nicole Smith, Sarah Smith, Sophie Evans, Lucy Potter und Samantha Lestrange sowie einige unbedeutende Nebencharaktere
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Im Schatten des Krieges
Kapitel 51
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Als Ron zu sich kam, war um ihn herum alles dunkel. Ihm war kotzübel und das Erste, was er tat, war sich über den Rand seines Bettes hinweg zu übergeben. Er wusste nicht wie er hier her kam in dieses warme weiche Bett, er wusste nicht warum es dunkel war und weshalb er geschlafen hatte, er hatte keine Ahnung, was in den letzten Stunden passiert war.
Das letzte woran er sich erinnerte waren die Todesser und Percy, der mit leeren Augen in den Himmel starrte. Er stöhnte und vergrub den Kopf in seinen Händen. Er schluchzte leise, es war seine Schuld, alles seine Schuld. Neben ihm regte sich etwas und er schreckte hoch.
„Lumos," flüsterte jemand.
Einen Moment war Ron geblendet von dem Licht, doch dann erkannte er, dass es Hermine war, die auf einem Stuhl neben seinem Bett war.
„Ron!" sagte sie erleichtert, „du bist wach."
„Was machst du hier?" fragte Ron.
„Ich muss eingeschlafen sein," sagte sie, „ich wollte warten, bis du wach wirst."
„Oh."
„Alles okay bei dir."
„Nein, ich hab mich grad übergeben."
Sie reichte ihm ein Tuch und ein Glas Wasser, welches neben seinem Bett gestanden hatte.
„Danke," sagte er leise.
Hermine war aufgestanden und um das Bett gegangen und ließ Rons Erbrochenes mit einem leisen
„Evanesco" verschwinden.
„Und bei dir?" fragte Ron, „geht's dir gut?"
„Ja, soweit schon."
„Wo sind die anderen?" fragte Ron.
„Harry und Lucy sind irgendwo hier in der Halle, Lucy hat es ziemlich übel erwischt aber Harry geht es schon wieder einigermaßen gut, er soll sich wohl nur ausruhen. Ginny, Neville und den Zwillingen geht's gut, sie wollten dich sehen, aber Madam Pomfrey hat sie nicht rein gelassen."
„Und warum dich?"
„Ich war die ganze Zeit bei dir," sagte Hermine, „und als Madam Pomfrey gesagt hat ich soll gehen, da," sie wurde rot, „da wollte ich dich nicht allein lassen und schließlich hat sie nachgegeben."
„Danke," sagte Ron erneut, vor allem weil er nicht wusste, was er sonst sagen sollte, aber auch, weil er wirklich dankbar war.
Einen Moment lang schwiegen Beide.
„Weißt du noch was passiert ist?" fragte Hermine schließlich vorsichtig.
„Ich erinnere mich an die Todesser und an... an Percy..."
Er stockte und Hermine merkte, dass er schwer mit sich kämpfen musste, damit er nicht in Tränen ausbrach. Er atmete einmal tief durch, bevor er weitersprach,
„Ich weiß noch, dass du mich geschlagen hast und dass Sirius plötzlich da war, aber was danach passiert ist, keine Ahnung."
„Macht nichts, es war nichts wirklich spektakuläres."
Er nickte nur und starrte einige Minuten lang auf sein Bett.
„Wissen meine Eltern schon bescheid?" fragte er dann.
„Ich denke Bill wird es ihnen gesagt haben, er war da und Sirius hat ihm erzählt was passiert ist."
„Okay." Wieder schwieg er, dann sagte er leise, „ich wette, sie hassen mich."
„Unsinn," sagte Hermine bestimmt, „niemand hasst dich."
„Ach nein? Ich hasse mich ja selber."
Hermine sah, dass einige Tränen über Rons Wangen liefen.
„Du sollst dich nicht hassen," sagte sie sanft, „und deine Eltern und Bill und Charlie und die Zwillinge und Ginny hassen dich auch nicht."
„Das sollten sie aber, ich hätte sterben sollen, nicht Percy."
Hermine stand von ihrem Stuhl auf und setzte sich zu Ron in das Bett. Sie schlang die Arme um ihn und zog ihn zu sich. Es war eine komische Situation. Ron, der einen Kopf größer war, legte seinen Kopf auf ihre Schulter und weinte. Aber Hermine war froh, dass sie in diesem Moment für ihn da war.
„Sieh mal Ron," sagte sie, „Percy hat sich selbst dafür entschieden, dich zu retten, er hat es gewollt und niemand hat das Recht, dich wegen einer Entscheidung die er selbst getroffen hat zu hassen. Und es wird dich auch keiner hassen, schon gar nicht deine Familie."
Er sah sie an und nickte.
„Und du darfst dich auf gar keinen Fall selber hassen, okay?" fragte sie.
Wieder nickte er. Sie sah ihn an, seine Augen und seine Wangen waren immer noch tränenfeucht. Einem plötzlichen Impuls folgend beugte Hermine sich vor und küsste ihn auf die Wange. Halb erwartete sie, dass er sie wegstoßen würde, doch er sah sie nur an und lächelte, zumindest konnte man es mit viel gutem Willen als Lächeln deuten.
„Danke, dass du hier bist," sagte Ron.
Sie lächelte nur.
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Madam Pomfrey gestattete Elternbesuch am nächsten Tag. Noch in der Nacht hatte Dumbledore, mit der Unterstützung der Hauslehrer dafür gesorgt, dass sämtliche Eltern einen Brief erhielten, der sie über den Zustand ihre Kinder aufklärte. Allen Eltern wurde außerdem gestattet, ihre Kinder zu besuchen, seien sie nun verletzt, oder vollkommen gesund. Und schließlich hatte Albus die schreckliche Pflicht acht Elternpaare über den Tod ihrer Kinder zu informieren.
Als der Tagesprophet am nächsten Morgen von dem Angriff berichtete, da wussten die Eltern bereits, was ihren Kindern zugestoßen war. Und nicht wenige machten sich auf den Weg nach Hogwarts, um ihre Kinder zu sehen. Die ersten allerdings, die am nächsten Morgen die große Halle betraten, waren Lily und James Potter.
Die Halle war durch Vorhänge in scheinbar unzählige Kammern aufgeteilt und Madam Pomfrey führte sie dorthin, wo Harry und Lucy sich befanden. Lucy lag in ihrem Bett und Harry hatte es sich neben ihr auf der Bettkante bequem gemacht.
„Mum, Dad!"
Lucy richtete sich ruckartig auf, ließ sich dann aber mit schmerzverzehrtem Gesicht zurücksinken, während Harry aufstand und von seinen Eltern umarmt wurde.
„Ich hab ihnen gesagt sie sollen sich nicht so ruckartig bewegen Miss Potter, davon bekommen sie nur Kopfschmerzen," sagte Madam Pomfrey tadelnd.
„Ich merk's," murmelte Lucy.
Die Krankenschwester ließ die Potters allein. Harry setzte sich wieder auf die Bettkante, während Lily und James auch Lucy umarmten, die sich diesmal wesentlich vorsichtiger aufsetzte. Dann ließen sich Lily und James am Fußende des Bettes nieder.
„Wie geht's euch?" fragte Lily.
„Gut," sagte Harry, woraufhin er von seinen Eltern überrascht und besorgt angesehen wurde.
„Wirklich, gestern hab ich gedacht ich würde sterben vor Schmerzen, aber Madam Pomfreys Tränke haben echt gut geholfen."
„Und dir?" fragte James und sah Lucy besorgt an.
„Geht so," antwortete Lucy, „jedes Mal wenn ich mich bewege tut mein Kopf höllisch weh, aber immerhin ist er noch dran, ich dachte dieser Scheißkerl schlägt ihn mir weg."
„Immerhin kannst du schimpfen," meinte Harry, „kann also nicht so schlimm sein."
„Wer hat dich geschlagen?" fragte James wütend, „ich hoffe der wurde erwischt, um das Verhör würde ich mich mit Vergnügen kümmern."
„Was für miese Feiglinge sind das eigentlich?" fragte Lily, „ehrlich, ihre bescheuerten Ideen schön und gut, aber Kinder zu schlagen oder überhaupt anzugreifen, das ist echt das Letzte. Verdammte Scheißkerle."
„Mum, alles okay?" fragte Harry, „Seit wann fluchst du so?"
„Gewöhn dich nicht dran. Trotzdem, was muss das für ein Mensch sein, der ein wehrloses Mädchen schlägt."
„Einer der von dem wehrlosen Mädchen entwaffnet wurde," antwortete Lucy, „danke für das wehrlos."
„Du hast einen Todesser entwaffnet? Nicht übel, dafür dass du eine Erstklässlerin bist und er ein Todesser," meinte James und tatsächlich wirkte er ein wenig stolz.
„Okay," meinte Lily, „vielleicht nicht wehrlos, aber zumindest körperlich unterlegen."
„Das hast du aber schön ausgedrückt, Lilylein," meinte James grinsend.
„Was soll das denn für ein Ausdruck sein, Lilylein? Aber wenn du auf solche Spitznamen stehst, was hältst du von Jamie oder Prongsie."
Sie lächelte zuckersüß. Harry beugte sich zu seiner Schwester,
„Flirten die?" fragte er leise.
„Scheint so, vielleicht besteht doch noch Hoffnung."
Lily hatte gehört was die Beiden gesagt hatten und lächelte.
„Na ja, wir dürfen doch flirten, oder? Schließlich sind wir verheiratet."
Harry und Lucy starrten ihre Eltern an.
„Heißt das..." begann Harry.
Die Gesichter seiner Eltern verrieten alles.
„Wozu sind wir eigentlich abgehauen?" fragte er an Lucy gewandt, „den Angriff hätte es auch so gegeben."
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Molly fiel es schwer, ihren jüngsten Sohn zu besuchen. Nicht weil sie ihm nach dem was Bill erzählt hatte für Percys Tod verantwortlich gemacht hätte. Es war viel mehr, dass sie Angst vor dem hatte, was sie erwartete. Bill zufolge war Ron gestern nicht er selbst gewesen. Und nun hatte sie Angst, Angst, dass sie durch Percys Tod auch Ron verloren hatte. Dass ihr kleiner Junge zu jemand anderem werden würde, zu einer anderen Person.
Sie hatte einen Sohn verloren und das war für sie bei weitem schwer genug. Madam Pomfrey führte sie und Arthur durch die große Halle zu einer Art Kabine hinter dem Stoff. Ron lag in seinem Bett und blickte Richtung Decke, er schreckte auf, als seine Eltern hineinkamen. Molly musste sich schwer zusammenreißen, um nicht in Tränen auszubrechen. Sie wollte Ron nicht verschrecken, indem sie hier schluchzend zusammenbrach. Merlin, sie sollte jetzt für ihn da sein.
„Mum, Dad!" sagte Ron.
Er blickte sie an, mit einem Blick, den Molly nicht recht deuten konnte, lag da Angst in seinem Blick?
„Ron!"
Endlich überwand sie die Distanz zwischen sich und ihrem Sohn und schloss ihn fest in die Arme. Sie presste ihn an sich, unendlich froh, ihn im Arm halten zu können. Irgendwann ließ sie ihn wieder los und musterte ihn. Auch Arthur umarmte Ron, allerdings war er nicht ganz so inbrünstig wie seine Frau. Beide setzten sich schließlich auf die Bettkante.
„Wie geht es dir?" fragte Molly vorsichtig nicht wissend, was sie sonst sagen sollte.
Ron senkte den Blick.
„Gut, denke ich," murmelte er.
Molly nickte, nicht wirklich wissend was sie sagen sollte, schließlich war es Arthur der das Wort ergriff,
„Bist du sicher das alles okay ist?" fragte er.
„Ja, klar, ich meine ich bin hier ich lebe, alles okay nicht?"
Er lachte zittrig. Tränen schossen in Mollys Augen, nichts war okay gar nichts, und aus den Worten ihres kleinen Jungen sprach pure Verzweiflung.
„Oh Ron, es tut mir alles so leid," sagte sie und zog ihn erneut in ihre Arme.
Er sagte nichts, tat auch nichts, aber sein ganzer Körper war irgendwie versteift und er fühlte sich unwohl. Wiederwillig ließ sie ihn los.
„Dir braucht das nicht leid tun," murmelte Ron, „es war nicht deine Schuld, sondern meine."
„Unsinn," Arthurs Stimme klang ein wenig barsch, „es war ganz sicher nicht dein Fehler. Du kannst nichts für das was geschehen ist, du trägst keine Schuld an Percys Tod."
Da war es, Percys Tod. Das war der Grund dafür, dass sie alle so angespannt waren, so verzweifelt.
„Sag das nicht noch einmal," sagte auch Molly, „dass Percy gestorben ist war nicht dein Fehler und..." sie schluchzte auf, „bitte Ron, versprich mir, dass wir dich nicht auch verlieren, versprich mir, dass du dir nicht mehr selbst die Schuld gibst, bitte."
Tränen liefen über Rons Gesicht, doch schließlich nickte er, und diesmal flüchtete er von selbst in die Arme seiner Mutter.
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Das neue Schuljahr begann eine Woche später, als es eigentlich hätte beginnen sollen. Ginny und Lucy standen mit den anderen Erstklässlern in einer kleinen Kammer, die neben der großen Halle lag. Sie warteten im Moment darauf, dass Professor McGonagall zurückkehrte und sie in die Halle holte.
Beide waren noch immer völlig ahnungslos, was die Auswahlzeremonie betraf. Aber bei allem anderen war dieses Thema in der letzten Woche nun wirklich vollkommen unwichtig gewesen. Was Ginny in der letzten Woche vor allem bedrückt hatte war Percys Tod. Er war am Freitag den 4. September beerdigt worden und Ginny war es sehr schwer gefallen, zu begreifen, dass Percy wirklich tot war.
Sie kannte die Umstände unter denen ihr Bruder gestorben war und das wiederum stürzte sie in ein noch größeres emotionales Chaos als es Percys Tod allein getan hätte. Zu wissen, dass Ron tot wäre, wenn Percy nicht gestorben wäre, machte es ihr unglaublich schwer mit all dem umzugehen.
Ron stand ihr von allen ihren Brüdern am nächsten und sie war nicht sicher, was sie getan hätte, wenn ihm etwas zugestoßen wäre, aber wie konnte sie froh sein, dass Ron lebte, wenn doch Percy tot war, verletzte sie dadurch nicht seine Ehre, so albern das auch klingen mochte.
„Bist du auch so nervös?" fragte Lucy und holte Ginny damit aus ihren Gedanken.
„Nee, eigentlich hab ich nachgedacht," sagte sie leise.
„Oh sorry."
„Schon okay."
„Worüber denn?" Ginny zögerte kurz, dann sagte sie, „über Percy."
Lucy schwieg und Ginny dachte, sie würde nichts mehr sagen, als Lucy doch anfing zu reden,
„Sieh mal, du solltest versuchen damit abzuschließen."
„Das sagt sich leicht," sagte Ginny und ärgerte sich ein wenig über ihre Freundin, „aber mein Bruder ist tot, damit kann ich nicht einfach abschließen."
„Tschuldigung, war vielleicht etwas blöd ausgedrückt," lenkte Lucy ein, „ich meinte eigentlich, dass du es akzeptieren sollst und..." sie holte Luft, „...und ich glaube nicht, dass es ihn verletzt, wenn du ihm, sozusagen dankbar bist, ich meine, er wollte Ron ja scheinbar retten."
Ginny konnte darauf nichts antworten, weil Professor McGonagall endlich zurückkam, aber auf eine seltsame Art und Weise hatten die letzten Worte ihrer Freundin sie erleichtert und dann erinnerte sie sich, dass auch Lucy etwas ähnliches bereits erlebt hatte, auch wenn sie damals viel jünger gewesen war.
Gemeinsam mit den anderen Erstklässlern ginge die Beiden Mädchen in die große Halle. Alle Blicke richteten sich auf sie als sie in die Halle traten.
„Oh nein," murmelte Lucy, „wir müssen vor der ganzen Schule eine Prüfung machen."
„Da ist ein Hut, denkst du wir müssen den verwandeln?" fragte Ginny.
„Hoffentlich nicht," flüsterte Lucy.
Ginny wollte gerade etwas erwidern, als der Hut plötzlich begann zu singen:
„Wir sind in Hogwarts hier
und Hogwarts öffnet heut die Tür.
Für Schüler, egal ob jung, egal ob alt
Denn lernen kann man jederzeit.
Gewiss habt ihr bereits erfahr'n,
dass Hogwarts ward gegründet vor 1000 Jahr'n
Es ward gegründet von vier klugen Köpfen
Die da waren:
Godric Gryffindor so mutig und geschickt
Helga Huffelpuff so fleißig und treu
Rowena Ravenclaw so weise und klug
Salazar Slytherin so schlau und listig
Diese viere hatten einen Traum
Und so begannen sie zu baun
Drum stehn wir heut in diesem Gemäuer
Ich wurde seit dieser Zeit nicht neuer
Doch meine Aufgabe war stets die gleiche
Drum will ich euch bitten nicht von mir zu weichen
Setzt mich auf euren Kopf
Dann finde ich rasch euren Platz."
Als das Lied geendet hatte brach die Halle in tosenden Beifall aus.
„Keine Verwandlung," sagte Lucy erleichtert.
„Nein, zum Glück," stimmte Ginny zu.
„Ich werde euch nacheinander aufrufen!" sagte Professor McGonagall, „ihr setzt den Hut auf, der verkünden wird in welches Haus ihr gehört."
Die Schüler nickten.
„Ames, Katie!"
Ein blondes Mädchen trat vor um den Hut aufzusetzen.
„Huffelpuff!" verkündete dieser knapp eine Minute später.
„Avery, Alexander!"
Bei dem braunhaarigen Jungen brauchte der Hut nur einige Sekunden um sich für
„Slytherin!" zu entscheiden.
„Blyth, David!" wurde kurz darauf nach Huffelpuff eingeteilt.
Darauf folgte
„Carter, Alica!" welche nach Gryffindor kam.
„Collins, Benjamin!" und
„Cornwell, Max!" kamen beide nach Huffelpuff.
„Creevy, Collin!" wurde der nächste Gryffindor.
Ebenso wie „Cunningham, Fabian!"
„Douglas, Caroline!" kam nach Huffelpuff.
„Grant, Debora!" landete in Gryffindor.
„Greer, Mara!" kam nach Ravenclaw.
„Jonason, Anna!" und „Lewis, Jessica!" nach Slytherin.
„Lovegood, Luna!" kam nach Ravenclaw.
„MacKenzie, Dorian!" wurde ein weiterer Slytherin, während „Marcs, Judith!" und „Maxwell, Andrew!" nach Huffelpuff eingeteilt wurden.
Darauf folgten „McLaine, Lucas!" „Ravenclaw!"
„Neeson, Mary-Kate!" "Gryffindor!"
"Nicholson, Keirs!" "Slytherin!"
Die Zwillinge Julianne und Simon Parker kamen beide nach Ravenclaw. Und dann schließlich
„Potter, Lucy!"
Lucy atmete tief durch und ging dann hinüber zu dem Hut, der auf einem alten Schemel lag. Sie warf einen kurzen Blick zum Gryffindortisch und sah, dass Harry ihr ein aufmunterndes Lächeln schenkte. Dann ließ sie sich auf dem Schemel nieder und setzte den Hut auf den Kopf. Sofort wurde es dunkel, denn der Hut war viel zu groß und rutschte ihr über die Augen.
„Oh, die junge Miss Potter, vor einem Jahr hatte dein Bruder mich auf dem Kopf."
„Ich weiß," dachte Lucy.
„Du bist ihm in der tat sehr ähnlich," meinte der Hut, „sehr ähnlich, ihr Beide seid für Unsinn jeglicher Art zu haben, aber wenn es hart auf hart kommt, seid ihr bereit alles zu tun. Allerdings hatte dein Bruder etwas, dass du nicht hast und das macht die Entscheidung bei dir viel leichter. GRYFFINDOR!"
Der Gryffindortisch brach in Jubelrufe und Applaus aus, während Lucy strahlend dorthin lief.
„Super!" sagte Harry, „cool, dass du auch hier bist."
Sie quetschte sich strahlend zwischen ihn und Debora Grant, die auch gerade zu den Gryffindors gekommen war.
„Wieder ein Slytherin mehr," murrte Harry, der gerade noch mitbekommen hatte, wie Andy Russel den Slytherins zugeteilt wurde, ebenso war es bei Daniel Ryan. Oliver Smith und Melanie Sweetman kamen beide nach Huffelpuff.
Marc Tall und Thomas Steve kamen auch nach Gryffindor. Janine Thompson landet in Huffelpuff und Joe Walker in Ravenclaw.
Dann war Ginny an der Reihe. Sie ging rasch nach vorne und setzte den Hut auf, ohne sich ein einziges Mal umzusehen.
„Wieder ein Weasley!"
„Eine!" korrigierte sie.
„Wie auch immer, GRYFFINDOR!"
Ginny lief überglücklich hinüber zum Gryffindortisch und setzte sich zwischen Ron und Neville.
„Okay, sieht so aus als wären wir alle zusammen," meinte Hermine.
„Jupp, ich anstelle der Lehrer würde mir ziemliche Sorgen machen," meinte Neville.
Die anderen lachten. Die letzten vier Schüler verteilten sich gleichermaßen auf Slytherin und Ravenclaw und schließlich, als alle saßen, konnte McGonagall den Hut samt Stuhl aus der Halle tragen.
„Herzlich Willkommen in Hogwarts!" begrüßte Dumbledore, der sich soeben erhoben hatte die Schüler.
„Später werde ich noch einige Worte an euch richten doch vorerst möchte ich nur eines sagen, haut rein!"
„Ich liebe den Mann," meinte Neville, „er ist so herrlich unkompliziert."
Hermine schnaubte, „Gerade wir sollten das besser wissen."
Neville verdrehte die Augen,
„Ich weiß, dass er hoch intelligent ist und alles aber er ist immer locker und das find ich cool."
„Schleimer," meinte Ginny und Neville kniff sie dafür in die Seite.
Sie begannen sich die Teller voll zuladen und zu essen.
„Und wer bist du?" fragte Lucy an das Mädchen neben ihr gewandt.
„Debora, aber alle nennen mich Debbie."
„Lucy," stellte sie sich ihrerseits vor.
„Und bist du froh hier zu sein?" fragte Lucy.
„Klar," meinte Debbie mit leuchtenden Augen, „ich meine, wer freut sich nicht hier her zu kommen, mein Dad erzählt uns Geschichten von Hogwarts seit wir ganz klein sind."
„Ja, meine Eltern haben auch immer Geschichten erzählt und dann kam auch noch mein Bruder her und hat immer geschrieben wie toll es ist."
„Ja, das war bei mir auch so, mein Bruder ist auch hier in Gryffindor, dort drüben!"
Sie wies auf einen Jungen, der etwas entfernt saß. ()
„Du bist also Deans Schwester," mischte sich Harry ein, der offenbar mitgehört hatte.
Sie nickte.
„Ich bin Harry, ich bin in seiner klasse und ihr großer Bruder."
„Ihr seht euch gar nicht ähnlich," meinte Debbie, „aber weil ihr beide Potter heißt hab ich's mir schon gedacht, nur eure Augen, die sehen gleich aus."
„Na ja, ich bin relativ froh, dass ich ihm nicht ähnlich sehe, stell dir mal die Haare in lang vor," meinte Lucy.
Debbie sah auf Harrys verstrubbelte Haare und grinste. „Hast recht, dass würde nicht wirklich gut aussehen."
„Na toll," murmelte Harry, „immer auf meine armen Haare."
Die Beiden Mädchen begannen laut zu lachen.
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AN: Okay, streichen wir das, was ich gestern in mein Profil geschrieben habe, hat ja scheinbar alles doch hingehauen. Ich hoffe euch hat das Kapitel gefallen und ihr entschuldigt dieses Möchtegern-Lied, dass ich den sprechenden Hut habe singen lassen, ebenso wie die fürchterlich langweilige Aufzählung von Namen, die danach kam. Aber ich brauchte das, um mir selber einen Überblick über die Schüler zu machen. Na ja egal. Mich interessiert eigentlich viel mehr wie ihr den Teil davor fandet, also die erste Szene mit Ron und Hermine, dann die, in der James und Lily Harry und Lucy besuchen und schließlich, die Begegnung zwischen Ron und seinen Eltern.
Dann möchte ich mich noch mal bei allen Reviewern bedanken, die mir jede Woche schreiben und mich motivieren die Geschichte weiterzuschreiben, auch wenn viele von euch diesmal keine Antwort bekommen haben.
Dann wollte ich noch sagen, dass ich noch nicht weiß, ob ich nächste Woche update, kommt drauf an, wie schnell ich das nächste Kapitel schreibe.
Also, bevor diese Authors Note länger wird als das ganze Kapitel verabschiede ich mich mal lieber.
Bye
Sanny
