Kapitel 51: Noch ein Anhänger?

Harry lag noch eine ganze Weile wach, dachte darüber nach, was passiert und ob es wirklich richtig gewesen war. Es war unglaublich schön gewesen, doch trotz alledem fühlte er sich aus irgendeinem unerfindlichen Grund schlecht und schämte sich etwas. Schon zum hundertsten Mal seit Beginn dieses Schuljahres fragte er sich, warum er, ausgerechnet er, schwul war. Ja, in der Welt der Zauberei war genau diese Tatsache vielleicht nichts schlimmes, sondern relativ normal, doch er kam immerhin aus der Muggelwelt und da ließ es sich nicht verhindern, skeptisch darüber zu urteilen.

Zudem kam es ihm irgendwie abartig vor, dass er, nach allem, was mit seinem Onkel passiert war, eben auf Gleichgeschlechtliche stand. Und das war noch immer nicht das Schlimmste. Er war mit Draco Malfoy zusammen...Malfoy...einem Slytherin, seinem ehemaligen Erzfeind, den er wirklich bis aufs letzte gehasst hatte. Und dieser ‚Malfoy' war auch noch Todesesser, wenn auch ungewollt. Einer von denen, die mit verantwortlich für den Tod seines Paten waren. Genau dieser Slytherin in seinen Armen hatte gestern etwas getan, was Harry, nach den schlimmen Dingen, die er in den Sommerferien durchmachen musste, nie für möglich gehalten hätte, geschweige denn mit einem Jungen, geschweige denn mit Draco Malfoy und überhaupt einem Slytherin...einem Todesesser. Immer wieder durchquerten all diese Gedanken seinen Kopf. Hatte es so etwas schon mal gegeben? Hatte ein Todesesser schon einmal etwas mit jemandem getan, der eben keiner von ihnen war und zudem noch deren größter, verfolgter Feind, um den es bei der ganzen Todesherrschaft überhaupt ging?

Es war einfach so passiert, er hatte sich überhaupt nicht mehr wehren können und wollen und wenn er jetzt so auf den schlafenden Blonden hinab sah, wurde ihm klar warum. Ein unbeschreibliches Gefühl hatte ihn durchfahren, so stark, dass es beinahe wehgetan hatte, ihm schwindelig geworden war. Draco hatte ihn an seiner intimsten Stelle berührt und er hatte es einfach zugelassen. Nicht der Fakt, dass so etwas überhaupt geschah, eher der Fakt wann, wie, wo und mit wem es geschah ließ Harry verzweifeln.

Unbewusst fing er wieder damit an, Draco sachte über den Rücken zu streichen und ihn noch enger in seine Arme zu ziehen und somit an sich zu drücken. Irgendwie wusste er, dass sich mit dieser Sache etwas geändert hatte, auch wenn er es vielleicht nach so kurzer Zeit noch nicht beurteilen konnte.

Es war...sie waren sich näher denn je gewesen, näher als ihn sonst jemals irgend wer anders gewesen war, nahe auf eine ganz bestimmte Art und Weise...gewollt...mir so wunderschönen Gefühlen.

Es kam Harry vor, obwohl er nach der ganzen Sache noch kein Wort mit Draco gewechselt hatte, als würden sie sich jetzt völlig voreinander ‚entblößt' haben, als wären sie nun völlig ‚nackt', beziehungsweise ‚frei' vor dem jeweils anderen.

Es war als wäre die letzte Kette zwischen ihnen gesprungen, die sie noch irgendwie auseinander gehalten hatte. Er wusste nun, dass er Draco völlig vertrauen konnte, da dieser ihm seine letzte Angst mit so viel Liebe genommen hatte. Er wusste jetzt, dass er mehr als nur ein bisschen in den blonden Slytherin verliebt war und er wusste, dass er genau diesen niemals mehr gehen lassen könnte, ihn niemals mehr verlieren wollen würde.

Doch trotzdem hatte er Angst davor, vielleicht irgendwann das selbe mit Draco machen zu müssen oder sogar noch weiter zu gehen, das zu tun, was sein Onkel ihm angetan hatte.

Harry schluckte. Vielleicht sollte er noch nicht soweit denken und er wusste, dass er auch das zusammen mit Draco schaffen würde, aber er hatte etwas Angst. Keine Angst davor, ob es nun wirklich passieren würde, sondern eher Angst davor, dass er etwas falsch machen und Draco aus irgendeinem Grund verlieren könnte.

Während er noch einige Zeit über diese und weitere Dinge nachdachte, packte auch ihn der Schlaf, bis ihm ebenfalls ziemlich übermüdet die Augen zufielen.

oooO0Oooo

Die Nacht verlief ruhig und ohne Albträume, bis die Sonne durch einen Schlitz schien und genau auf Harrys Gesicht traf. Dieser blinzelte etwas, bevor er seine trüben Augen öffnete und Draco auf seinem freien Oberkörper liegen sah.

Der Gryffindor lächelte nachdenklich, bevor er über Dracos Kopf strich, um ihn dann zärtlich auf genau diese Stelle zu küssen.

Tatsächlich wirkte es und somit öffnete auch der Slytherin nach einer Weile seine Augen, nuschelte erst irgendetwas, bevor er sich, immer noch auf Harry liegend, streckte und dann müde und mit völlig zerzausten Haaren zu Harry aufblickte.

„Hey...", flüsterte Harry lächelnd und strich weiterhin durch die blonden Haare.

Draco lächelte nun ebenfalls, während er sich etwas hochzog, um auf gleicher Ebene wie Harry sein zu können, ihm einen kurzen Kuss auf die Lippen hauchte und dann ein etwa gleich leises „Hey..."erwiderte.

Draco ließ sich nun langsam neben Harry aufs bett sinken, legte seinen Arm um Harrys Oberkörper und blickte in die grünen Augen des Dunkelhaarigen ohne nur eine Sekunde das Lächeln von seinen Lippen verschwinden zu lassen, wodurch Harrys Gefühle Achterbahn zu fahren schien.

„Geht's dir gut?", fragte Draco schließlich leise und wirkte dabei etwas ernster.

Harry dachte für einen Moment an den gestrigen Abend und seine dort gehabten Gedanken, bevor er antwortete: „Ging mir nie besser...", ein Grinsen hinzufügte und Draco dann erneut zärtlich küsste.

„Und dir?", fragte Harry dann liebevoll.

„Nur müde..."

Der Gryffindor nickte, bevor er den Blick abwandte und gen Zimmerdecke schaute.

„Ist wirklich alles klar?", fragte Draco erneut und legte sich nun so, dass er seinen Kopf mit seiner Hand abstützte, um das Gesicht des Gryffindors sehen zu können.

Harry nickte schweigend und immer noch nachdenklich wirkend.

Draco blieb ebenfalls eine Weile stumm, beobachtete Harry nur unsicher, wollte nicht weiter nachhaken, auch wenn er merkte, dass irgendetwas eben nicht stimmte.

Harry wandte den Blick nicht von der Zimmerdecke ab, während er Dracos Augen auf sich spürte und sagte schließlich nur leise: „Es ist einfach...es ist alles so merkwürdig..."

„Was ist merkwürdig?", fragte Draco verwirrt zurück, klang dabei etwas ängstlich.

„Na, alles!", erwiderte Harry laut, bevor er wieder leiser wurde, „Einfach alles...alles was in letzter Zeit passiert ist..."

Draco legte sich nun auch wieder ganz zurück ins Bett, nahm den Arm von Harry und folgte dessen Blick in Richtung der dunklen Zimmerdecke: „Bezieht sich das auf gestern?", fragte er dann vorsichtig mit leicht zitternder Stimme, woraufhin Harry leise, aber liebevoll auflachte und mit seiner plötzlich so tiefer wirkender Stimme antwortete: „Nein...", er schüttelte den Kopf, „...nein, ganz sicher nicht...", er hörte auf zu lachen, „Es war schön...wirklich...", kaum hatte er es gesagt, presste er seine Lippen zusammen und spürte, wie sein Herz erneut zu rasen begann.

Draco atmete erst einmal erleichtert aus, wobei er auch etwas unsicher lachte und dann nur noch lächelte: „Find ich auch..."

In diesem Moment schwiegen wieder beide, während sie von kribbelnden Gefühlen durchfahren wurden und am liebsten die Augen geschlossen hätten.

„Harry?", brach Draco schließlich zurückhaltend die Stille.

„Ja?"

„Versprichst du mir was?", fragte der Slytherin leise.

Harry nickte und erwiderte leise: „Kann es versuchen...man kann nicht alles versprechen..."

Draco ließ sich nicht aus der Fassung bringen, fuhr einfach flüsternd, kaum noch hörbar fort: „Lass mich bitte nie allein..."

Harry atmete tief durch, presste seine Lippen noch einmal zusammen, schluckte und sagte dann: „Draco...ich weiß nicht, was auf uns zukommt..."

Der Slytherin unterbrach ihn jedoch, bevor er hätte aussprechen können: „Das meine ich nicht.", er stockte, „Ich meine...bitte lass mich niemals allein.", er hatte zwar nichts an dem Satz geändert, doch plötzlich schien Harry zu begreifen, was der Blonde meinte.

Er lächelte sanft und neigte nun den Kopf zur Seite: „Nein, werde ich nicht...versprochen."

Auch Draco wandte seinen Kopf nun wieder und blickte Harry wieder tief in die Augen: „Danke..."

Harry nickte nur, bevor er sich vorlehnte und Draco einen sanften Kuss auf die Lippen legte, sich dann löste und vorsichtig fragte: „Wollen wir frühstücken gehen?"

Draco lachte auf: „Du zuerst oder erst ich?"

„Dieses Mal bist du dran, dafür musstest du ja gestern noch lange draußen bleiben!", antwortete Harry, was er einerseits so meinte, andererseits nicht wusste, wie er völlig unbekleidet aus dem Bett aufstehen sollte.

„Okay...", Draco lächelte, küsste Harry noch ein letztes Mal zärtlich, bevor er sich aufrichtete, Harry somit noch einmal einen Blick auf Dracos verletzten Oberkörper warf, der immer noch durch das aufgeknöpfte Hemd freigelegt war, und dann im Badezimmer verschwand.

Harry seufzte einmal tief auf, verschränkte dann seine Arme unter seinem Kopf und schloss seine Augen langsam wieder, nicht weil er schlafen, sondern nur, weil er nachdenken wollte.

Er bekam zwar mit, dass Draco irgendwann zurück aus dem Badezimmer kam, ein „Bis später!"murmelte, erwiderte aber nichts un täuschte somit einen Schlaf vor.

Erst als er das Schließen des steinernen Durchgangs hörte, öffnete er seine Augen wieder und richtete sich nun ebenfalls auf, griff nebens Bett nach seiner Boxershorts, zog sie sich unter der Decke über, als könne ihn sonst doch noch jemand sehen und verschwand dann ebenfalls im Badezimmer, um erst einmal ausgiebig duschen zu können.

oooO0Oooo

Draco war währenddessen auf dem Weg zur Großen Halle, hatte Mühe ein verträumtes Lächeln zu verkneifen, während auch er über den gestrigen Abend nachdachte und noch nicht recht glauben konnte, was passiert, geschweige denn as er getan hatte.

Harry hatte ihn nicht einmal weggestoßen, womit er nun wirklich am meisten gerechnet hatte. Selbst, wenn nur er etwas getan hatte, er somit aktiv und Harry passiv gewesen war, war es wirklich schön gewesen. Er war sich so unsicher mit dem gewesen, was er gemacht hatte, doch Harrys Gesichtsausdruck, Aufkeuchen und festkrallen im Bett hatte ihm ebenso heiße Schauer über und durch den Körper jagen lassen.

Er wusste nicht einmal mehr, wie es so weit gekommen war. Ja, sie hatten ziemlich viel Butterbier getrunken, doch trotzdem waren noch beide völlig bei Verstand gewesen.

Lächelnd schüttelte er den Kopf, bevor er die große Halle endlich betrat und zum Tisch der Slytherins schritt. Blaise war ebenfalls schon anwesend, was jedes Mal eine Art Erleichterung in ihm weckte. Er ließ sich neben dem Dunkelhaarigen auf die Bank sinken und griff sofort nach einer Scheibe Weißbrot, um sie pur essen zu können, da er aus irgendeinem Grund unheimlich hungrig war.

„Irgendwas passiert?", fragte Blaise plötzlich leise, da er Dracos nicht vermeidbares Grinsen sofort bemerkt hatte. „Was?", fragte dieser zurück, da er gerade aus seinen Gedanken gerissen worden war, „Ähm...nein....was soll schon passiert sein?", er lachte gekünstelt auf, während der Größere ihn skeptisch betrachtete.

„Ich kann's mir schon denken...", erwiderte Blaise nun aufgrund Dracos rötlicher Gesichtsfarbe.

Draco sah ihn entsetzt an: „Das, was du denkst, ist ganz sicher nicht passiert!"

„Was denke ich denn?", Blaise grinste.

„Weiß ich ja nicht, was du denkst. Ich denke, aber dass du weißt, was ich denke, was du denkst! Und genau das ist eben nicht passiert...also das, was du denkst...was ich zumindest denke, was du d...", stotterte Draco nervös, als er schon von einem lachenden Blaise unterbrochen wurde, der plötzlich völlig unberührt fragte: „Habt ihr nun miteinander gepennt oder nicht?"

„Bitte?", Draco spuckte den eben in seinen Mund geschütteten Kürbissaft wieder auf.

„War das ein Nein?", Blaise runzelte seine Stirn.

„Geht's vielleicht noch lauter?", Draco blickte sich ängstlich um, doch es schein tatsächlich niemand Blaises eben gestellte Frage gehört zu haben, da die meisten wohl noch zu müde vom gestrigen Abend waren.

„Ja oder Nein?", hakte Blaise nun grinsend weiter nach, um Draco weiterhin zu ärgern.

„Nicht wirklich...", erwiderte dieser schließlich leise und füllte sein Glas wieder auf.

„Den Rest denke ich mir lieber...", Blaise schüttelte erneut lachend den Kopf, woraufhin Draco ihn verärgert anfunkelte, dann aber sein Brot mit Marmelade zu beschmieren begann.

„Und...redest du heute mit Seamus?", versuchte er das Thema zu wechseln.

„Ja...haben ein Treffen heute Mittag am See abgemacht.", antwortete Blaise und wirkte wieder völlig ernst.

„Was denkst du mittlerweile darüber?", fragte Draco nun und warf einen Blick zum Tisch der Gryffindors, an dem auch Seamus saß, aber irgendwie nicht so fröhlich wie sonst wirkte. Er wollte gerade wieder woanders hinsehen, als der Ire schon zurückblickte und Draco wütend anfunkelte.

In diesem Moment trat auch Harry in die Halle und ließ sich unauffällig neben Ron und Ginny nieder.

Sofort erschein wieder ein verliebtes Lächeln auf Dracos Lippen, welches aber durch einen Stoß in seine Rippen, für den natürlich Blaise verantwortlich war, augenblicklich wieder verschwand.

„Ich denke noch überhaupt nichts. Ich weiß nur, dass ich zumindest nicht mehr hinter dir her bin..." Draco hob eine Augenbraue und sah Blaise fragend an, etwas enttäuschte es ihn doch, aber eher aus dem Grund, den er Harry gestern erzählt hatte.

„Sei doch froh!", wehrte Blaise sich nun und blickte Draco skeptisch an.

„Schon..."

„Aber?", fragte Blaise verwirrt.

„Kein aber...eigentlich nur aber...weil ich...ist nicht so wichtig...", stammelte Draco.

„Doch ist es!", gab Blaise mit gerunzelter Stirn zurück.

Draco wollte gerade etwas erwidern, als sich schon eine braunfarbene Eule aus der Eulerei auf der Tischplatte vor ihm niederließ, sich kurz schüttelte und ihn dann mit schief gelegtem kopf anblickte.

„Die meint wohl dich!", sagte Blaise nun, als er Dracos starren Blick auf die Eule bemerkte.

„Schon...ich dachte nur Eulenpost wäre zur Zeit verboten..."

„Innerhalb des Schlosses ja nicht!", erklärte Blaise aufmunternd.

Draco nickte nachdenklich, bevor er die Eule von dem kleinen Brief befreite und ihr dann etwas von seinem Toast entgegenstreckte, während er das Pergament mit der noch freien Hand aufzufalten begann und Blaise mit in den Brief hinein sah, was Draco nicht abwehrte, schließlich war er sein bester Freund.

xXx

Den Brief wollte ich erst nicht schreiben, ist schließlich schon mein zweiter. Aber du ignorierst mich nach wie vor wie am ersten Tag und ich will ebenso noch immer mit dir reden. Falls du mir endlich eine Chance dazu geben willst, treffe mich bitte gegen 11 Uhr in der Eulerei. Die geschickte Eule kannst du somit ja gleich wieder mitbringen,

Apus

xXx

Draco blickte Blaise an, welcher nur mit der Schulter zuckte und sich dann wieder seinem frühstück widmete. Er Blonde begann sich nun in der Halle umzusehen und entdeckte keinen anderen Blonden, zumindest niemanden mit diesen fast weißen Haaren.

„Blaise?"

„Mh?", schmatzte dieser mit vollem Mund.

„Wie spät ist es?"

„Du weißt doch, ich schere mich nie um die Zeit!", erwiderte Blaise, etwas beleidigt darüber, dass Draco selbst diese Macke seinerseits nach so langer zeit noch nicht kannte. „Malcolm?", fragte Draco nun laut über den Tisch.

„Was?", erwiderte dieser unfreundlich.

„Weißt du, wie spät es ist?", fragte Draco in seiner üblichen kalten Stimme, sobald er von anderen Slytherins ausgenommen Blaise umgeben war.

„Müsste etwa 11 Uhr sein!", erwiderte der etwas breitere Slytherin, bevor er sich wieder Zera zuwandte.

Draco blickte sich nervös um.

„Also ich würde hingehen!", sagte Blaise auf Dracos nicht gestellte Frage.

Dieser nickte nur flüchtig, bevor er den Brief in seine Hosentasche steckte, die Eule auf seinen Ar flattern ließ und sich dann so schnell wie nur möglich auf den Weg zur Eulerei machte, während Harry ihm skeptisch hinterher sah, dann zu Blaise blickte, welcher nur mit den Schultern zuckte.

Draco stürzte eine Treppe nach der anderen hoch, fiel einige Male fast hin, wusste selbst nicht, warum er sich so beeilte, doch er wollte auch endlich mal mit seinem Zwillingsbruder reden.

Als er dann nach für diesen Weg ziemlich kurzer Zeit im obersten Teil des Schlosses angekommen war, blieb er kurz stehen, schnappte erst einmal wieder nach Luft, bevor er die Tür aufdrückte und eintrat.

Er schaute sich suchend um, entdeckte aber niemand weiteren hier. Er hob seinen Arm, um die braune Eule fliegen zu lassen und wollte dann gerade wieder gehen, als Apus doch aus einer der dunklen Ecken hervor trat.

Keiner der beiden sagte ein Wort, sie sahen sich nur an, skeptisch, unsicher, fremd und Draco ihn etwas hasserfüllt.

„Du wolltest mich treffen.", begann Draco schließlich in seiner altbekannten kühlen Stimme.

Apus nickte und trat einen Schritt näher, so dass sie sich nun nahe gegenüber standen, er irgendwie plötzlich auch so kühl, nicht gerade wie ein Ravenclaw wirkte: „Ja, und wie ich sehe, hast du dich nach diesen paar Wochen endlich bereit dazu erklärt."

Draco funkelte ihn zornig an: „Was willst du"?, er konnte sich nicht erklären warum, doch die Augen Apus kamen ihm unglaublich bekannt vor...sie erinnerten ihn an jemand ganz anderen, auch wenn das schlicht unmöglich zu sein schien.

„Nur reden...mehr nicht. Immerhin sind wir Brüder."

„Für mich bist du alles andere als ein Bruder!", erwiderte Draco verärgert.

„Ich will dich nur warnen. Vater war an dem Tag, als er bei dir war, auch bei mir. Ich habe es bislang für mich behalten, doch denke, dass du es wissen solltest. Ich will dich nur warnen, was das mit Harry angeht." „Ja...", Draco lachte leer auf, „Was genau ‚dich' eben nichts angeht. War's das?", der Blonde machte den Ansatz gehen zu wollen, doch Apus hielt ihm am Unterarm fest.

„Eure Beziehung wird doch eh nicht lange halten."

Dracos Augen funkelten nun noch zorniger, während sie sich zu engen Schlitzen verformten: „Woher weißt du überhaupt davon?"

„Ich weiß so manches, was du nicht weißt...", erwiderte Apus und grinste schief.

„Du widerst mich an!", gab Draco nun kalt zurück, „Lass gefälligst meinen Arm los!"

Doch Apus hielt ihn nach wie vor fest: „Harry spielt doch nur mit dir. Er sucht nur Nähe, die er nie gehabt hatte und du scheinst eben der auserwählte zu sein!"

„Du lügst!", zischte Draco und begann schwerer zu atmen.

„Du hättest sehen sollen, wie er mit mir geflirtet hat...ganz am Anfang...", reizte der andere Blonde ihn weiter.

„Lügner...verdammter Lügner...", fauchte Draco, „Und wenn...da waren wir noch nicht mal zusammen!"

„Ihr seid also zusammen?", Apus grinste, „Für wie lange? Früher oder später wird Harry eh umgebracht werden.

„HALT DIE KLAPPE!", schrie Draco nun, während ihn die Wut packte und er ich zornig auf Apus stürzte, ihn zu Boden schmiss, sich auf ihn setzte und dessen Handgelenke zu Boden drückte.

„Es ist nur die Wahrheit...", fuhr Apus fort, während sein Gesicht sich etwas schmerzerfüllt verzerrte, „Auch wenn du sie nicht sehen willst!", keuchte er.

Draco atmete weiterhin aufgeregt ein und aus, während er den griff an den Handgelenken seines Bruders wieder lockerte und dieser sich langsam aufrichtete, während Draco sich neben ihn auf den hölzernen Boden sinken ließ.

Apus Pullover hatte sich bei den hastigen Bewegungen völlig verdreht und auch dessen kurzen Haare hatten sich etwas wirr gelegt nach Dracos wutentbrannten Angriff.

Als Apus zumindest wieder aufrecht saß, zog er erst seinen linken Pulloverärmel wieder gerade, dann seinen rechten.

Doch in jenem Moment hatte Draco aufgesehen und etwas schwarzes an Apus rechtem Unterarm erblickt. Dieser hatte Dracos Blick nicht bemerkt und wollte nun aufstehen, als Draco sich schon erneut auf ihn stürzte.

„Verdammt, beruhig dich mal!", protestierte Apus genervt, bis er merkte, was Draco vorhatte.

Der Slytherin drückte Apus brutal zu Boden, während er nach dessen rechtem Arm griff und den Ärmel mit einer flinken Bewegung erneut nach oben krempelte, den Unterarm gewaltsam drehte und tatsächlich...das dunkle Mal entdeckte.

TBC

A/N: Noch zu meinem 50. Jubiläum möchte ich mich nachträglich gerne bei allen meinen Lesern bedanken, die mit ständig treu blieben und fast jedes Chapter reviewn, was einen wirklich ermutigt und da Weiterschreiben beschleunigt Ohne euch hätte ich schon lange aufgegeben. Es gibt einige von euch, dessen Namen ich mir noch lange merken werde, wie z.B. Blue, Sabysemilla, Al, Severina35...einfach die, die meiner Story von Anfang an treu waren, auch wenn die ersten Kapitel langsam und unspektakulär begannen. Doch mittlerweile gibt es einen Rahmen von einer Menge neuen Lesern, welche ich ebenso schätze und auch fast alle deren Namen mittlerweile kenne und genau weiß, was sie mögen und was nicht. Wenn ich irgendwann mal mit dieser Story fertig bin, weiß ich gar nicht, wie ich ohne euch weiter überleben soll ‚lach'. Kein Fanfiction Review Alert mehr... ‚schnief' Aber bis dahin dauert es zum Glück ja noch eine ganze Weile. Ich hoffe euch hat auch dieses Kapitel gefallen.

Weiterhin danke an: Kaja, Snuggles2, Blue, Dark-live, Kissymouse, Blue Phoenixtear, Anni, Stella, Severina35 und Susy2902.

Ja, ich habe schon mal ansatzweise Lemon geschrieben, aber das war eher undetailliert. Na ja, das war jetzt auch mehr oder weniger nur ein Anfang, natürlich wird es noch weitere solcher Chaps geben, die noch schöner und zitroniger werden werden. (- der Satz) ‚lach'

‚knuddel' Hab euch lieb, eure Phoenix-vulpecula -.-