1Disclaimer: Nichts davon gehört, alle Charaktere gehören Stephenie Meyer, ich borge mir sie nur aus um etwas damit zu spielen.

1Edwards POV

Ich bin froh, dass die beiden eingeschlafen sind, ich weiß nicht ob ich es überstanden hätte Bella in den Dessous zu sehen, besonders in dem, dass ich für sie ausgewählt habe. Das Set war doch etwas verführerischer. Ich sitze auf meinem Sofa und beobachte die Beiden wie sie schlafen. Ich höre, wie Sam die Treppen hochkommt. Ich wusste, dass diese Ruhe nicht lange anhalten würde.

„Komm rein." Rufe ich ihn leise zu, er braucht nicht zuerst zu klopfen.

Er öffnet vorsichtig die Türe und tritt ein und betrachtet die beiden für einen Moment.

Die beiden schauen so unschuldig und friedlich aus. Denkt er sich.

„Das tun sie." Antworte ich ihm. Er erschrickt leicht. „Sie schlafen so friedlich.

„Das tun sie." Was soll ich jetzt tun.

„Du kannst gern auf dem Sofa schlafen." Sage ich und biete ihm meinen Platz an. Doch er schüttelt nur mit dem Kopf.

„Darf ich das Bad benutzen?" Fragt er unsicher.

„Klar doch." Sage ich. Er tritt in das Bad und wandelt sich. Ich kann plötzlich nicht nur seine Gedanken wahrnehmen, sondern auch die von den anderen im Reservat. Ihr Gedankenaustausch ist so einzigartig. Sam teilt den anderen mit, wie es Seth geht.

Kannst du die Badezimmertüre schließen? Fragt er in seinen Gedanken.

„Klar." Sam geht zum Bett und lässt sich davor nieder. Ich lehne die Badetüre etwas an. Sam legt seinen Kopf auf das Bett in Emilys Nähe, wie angezogen greift ihre Hand nach ihm.

Schnell merke ich, was die Wölfe meinten als sie sagten das Embrys träume nerven. Ich kann in Sams Gedanken sehen, was der junge Wolf träumt. Ich denke, das würde selbst Emmett eifersüchtig machen. Ich drücke ihm meine Sympathie aus.

Irgendwann schläft Sam ein. Bella flüstert meinen Namen, während Emily von Sam träumt und Sam, Sam träumt von einem wild gewordenen Kaninchen, das eine gewisse Ähnlichkeit mit Rosalie hat. Es verfolgt ihn quer durch den Wald. Sam rennt immer schneller, doch das Kaninchen bleibt an ihm dran. Schließlich beißt es ihn in seinen Schwanz. Sam schnellt hoch und schaut sich verwirrt um. Ich bin für einen Moment ebenfalls ziemlich angespannt. Doch Sam realisiert schnell wo er ist und legt seinen Kopf näher an Emily heran.

Während ich die drei so anschaue kommt mir ein Plan. Ich weiß nicht ob er funktioniert oder nicht. Aber ich verlasse den Raum und gehe kurz zu Jasper. Ich bitte ihn auf Bella aufzupassen, der Gedanke daran, dass sie mit Sam allein in dem Raum ist macht mich etwas nervös, aber trotzdem gehe ich. Ich nehme den Volvo und fahre nach Seattle. Ich denke das ist der einzigste Ort wo ich eventuell an einen Sonntag Glück haben könnte.

Ich fahre zur größten Mall in der Stadt, allerdings muss ich zwei Stunden warten bis sie öffnet.

Der Gestank ist extrem, doch sie haben das was ich haben möchte.

Nachdem ich meinen Einkauf getan habe, fahre ich zurück nach Forks, ich stoppe zunächst an Emilys und Sams Wagen und verstecke meine kleine Überraschung unter der Abdeckplane. Danach fahre ich zurück zum Haus.

Als ich eintrete finde ich Bella dicht bei Sam sitzend, seine Arme sind um ihr. Ich kann nicht anders, Eifersucht durchströmt mich.

Sam hilft Bella nur beim Spielen, Sam hat Emily und ist nicht an Bella interessiert. Sagt Jasper in Gedanken zu mir, ich versuche mich abzulenken, doch Sam ist so nah an Bella.

„Warst du auf Hasenjagd?" Fragt mich Jasper.

„Mir ist einer über den Weg gelaufen." Antworte ich ihm, doch ich lasse meinen Blick nicht von Bella und als Sam ihr noch näher kommt...

Edward. Ermahnt er mich erneut.

Bella gewinnt, meine Bella schlägt Emmett. Doch ich merke das Emmett nicht hundertprozentig beim Spiel ist.

„Ich will eine Revanche. Aber nur du und ich und nachdem wir alle gespielt haben, weil du dann deine Autos selber einsetzen musst und keine Hilfe von irgendjemanden erhalten wirst." Sagt Emmett in einen Atemzug.

„Luft holen." Sagt Seth.

„Klappe." Sagt er zu Seth.

Bella steht langsam auf. Sie läuft merkwürdig.

„Mein Bein ist eingeschlafen." Sie stützt sich an Emmett ab und danach an Jasper, bevor sie endlich bei mir ist.

„Hab dich vermisst." Sagt sie zu mir. Ich dich auch, ich dich auch, denke ich mir. Sie fühlt sich merkwürdig an, ihre eine Seite ist wärmer als die andere. Und sie stinkt.

„Bitte keine Gesülze." Sagt Emmett.

„Du bist doch nur neidisch." Antwortet sie. „Jasper gegen Jacob."

Emmett setzt sich zu Seth auf das Sofa und seine Gedanken sind im Nu bei dem jungen Wolf. Er macht sich sorgen um ihn. Ich verfolge seine Gedanken, während ich Bella halte.

„Es?" Frage ich ihn schließlich.

„Das Baby." Sagt Emmett. Edward ich mache mir Gedanken, es wird immer heißer.

„Wie geht es dir Seth?" Frage ich ihn, doch seine Gedanken sind nicht bei meiner Frage, er würde lieber spielen.

„Besser." Antwortet er schließlich.

„Okay, ich frage noch einmal wie geht es dir?"

„Wird besser."

„Ich frage kein drittes Mal." Sage ich.

„Lass ihn doch in Ruhe." Sagt Jacob schließlich. Doch auch Sam schaut besorgt zu ihm. Emmett steht auf und geht die Treppen hoch.

Seth versucht sich auf das Spiel zu konzentrieren und geht in seinen Gedanken die Aktionen durch die er durchführen würde.

„Was wird das jetzt?" Will er aber dann doch wissen.

„Onkel Doktor." Bietet Jacob an.

Ich höre wie Emmett mit Carlisle spricht und die beiden kommen die Treppen hoch.

Ich weiß auch nicht was ich machen soll, außer beobachten. Sagt Carlisle, während er versucht Seths Temperatur zu messen.

„Error. Ich denke nicht, dass es für solche Temperaturen gebaut wurde. Ich hab ihr ein fiebersenkendes Medikament, ich weiß nicht in wie weit es hilf."

„Zumindest sind es Tabletten, Ma hat die Angewohnheit gehabt immer mit Zäpfchen zu kommen." Sagt Seth, er schluckt die Tablette mit etwas Wasser hinunter. Währenddessen kann ich in Seth Gedanken lesen, dass Zäpfchen das Standardmittel seiner Mutter bei Fieber ist.

„Wie kann es sein, dass er solches Fieber hat?" Fragt Sam.

„Ich kenn mich mit eurer Physiologie nicht besonders aus, aber bei einem Menschen, wäre nach so einem Sturz ins kalte Wasser und verschlucken von soviel Wasser eine schwere Lungenentzündung möglich. Meine Vermutung ist, dass auch Seth eine hat und zwar eine sehr schwere und deswegen zeigt er auch Symptome, eine einfache wäre wahrscheinlich ohne Anzeichen vorüber gegangen. Aber durch eure Physiologie ist alles beschleunigt, worüber Menschen vielleicht Tage lang brüten würden, geht bei euch in ein oder zwei Tagen. Trotzdem weiß ich nicht, wie weit sein Körper davon beeinflusst wird. Eventuell wäre es sogar besser wenn wir auf traditionelle Methoden zurückgreifen würden, wie Tees und Wickel um die Temperatur zu senken."

„Lindenblütentee." Sagt Bella.

Doch Carlisle schüttelt mit dem Kopf. „Lindenblüten sind schweißtreibend und sorgen durch eine vermehrte Schweißbildung zum Abkühlen des Körpers. Emmett mach dich mal nützlich und fahr in die Apotheke und verlange Mädesüß- oder Weidenrindentee, beide sind fiebersenkend."

„Immer ich. Warum immer ich?" Sagt Emmett.

„Ich kann auch fahren." Bietet sich Sam an, oh nein, er darf jetzt nicht alleine Fahren, sonst platzt meine kleine Überraschung.

„Lass Emmett fahren." Sage ich erneut.

Was hast du vor? Höre ich in Jaspers Gedanken. Doch ich reagiere nicht auf seine Frage.

„Okay, okay. Ich laufe ja schon." Sagt Emmett Warum will er, dass ich fahre? Höre in Emmetts Gedanken

„Ich komme mit, denn kann ich gleich unser Auto hierher fahren." Sagt Sam.

„Willst du nicht lieber hier bleiben, wegen Emily?" Frage ich, während Sam schon aufsteht.

„Okay." Sagt Sam und setzt sich wieder hin. Seine Gedanken sind sofort wieder bei Emily, er macht sich Sorgen um sie.

„Wer hat eigentlich gewonnen?" Fragt Alice und wechselt damit das Thema abrupt.

„Jasper." Sagt Jacob.

„Ich will aber nicht gegen Jasper spielen. Komm Großer, wir spielen eine Runde." Alice nimmt Sam und zieht ihn zu sich.

Ich setzte mich mit Bella in den Sessel und wir schauen zu, wie die anderen spielen. Ich sauge ihre Wärme regelrecht auf. Ich beachte die anderen im Moment nicht, ich bekomme nur am Rande mit wie sich Alice und Sam wieder mal streiten. Auf die beiden passt wirklich das Wort gesucht und gefunden. Ich lasse meine Hand vorsichtig über Bellas Arm streicheln, sie genießt meine kleinen Ablenkungen und lehnt sich weiter gegen mich.

„Mhh… was wollt ihr zum Mittag essen?" Fragt Bella die drei Wölfe schließlich. Ich merke dass sie nicht wirklich viel Lust dazu hat, aber Bella ist halt Bella.

„Ich denke Esme hat schon etwas vorbereitet heute nach." Unterbricht Carlisle.

„Ich dachte ihr habt Titanic geschaut." Sagt Jasper.

„Zwischendurch war sie auch mal in der Küche."

„Ihr hab Titanic geschaut?" Fragt plötzlich Emily.

Alice und Rosalie nicken.

„Jacob, Carlisle, Esme möchte dass ihr kurz mit kommt." Sagt sie.

Beide stehen auf und gehen mit. Sam fängt an im Kreis zu laufen.

„Soll ich die Tür aufmachen? Dann könntest du größere Runden laufen." Sagt Alice.

Sam streckt ihr die Zunge entgegen.

„Meine ist schöner." Sagt sie und streckt ebenfalls die Zunge heraus.

„Könnte ich etwas zu trinken haben?" Fragt er schließlich und gibt sich geschlagen.

„Komm mit." Jasper führt ihn in die Küche.

„Soll ich dich beruhigen?" Fragt Jasper ihn doch Sam schüttelt nur mit dem Kopf und fängt wieder an im Kreis zu laufen.

„Dauern solche Sachen eigentlich immer so lange?" Will er irgendwann wissen. Doch in diesen Augenblick kommen die vier inklusive Esme und Emily wieder.

„Und?" Fragt Sam. Wir stehen ebenfalls auf und gehen zu Emily um ihr zu gratulieren.

„Ich habe den Job." Sagt sie. Sie will zu ihm laufen, doch Alice stellt sich in den Weg und fängt sie ab. Sam schaut erstaunt, doch noch bleibt er ruhig. Was wird das jetzt?

„Noch riechst du gut." Sagt sie. Emily schaut sie nur verwundert an.

„Und das soll auch noch eine Weile bleiben." Sagt Rosalie.

„Bella." Sagt Alice. Doch Bella schüttelt nur mit dem Kopf. „Wir müssen etwas mit deinen Haaren machen."

„Nein." Sagt Bella. „Aber ich bin sicher, dass Emily sich gern die Haare machen lassen würde."

„Will ich nicht." Sagt Emily.

„Ich will aber nicht Bella-Barbie spielen." Sagt Bella.

„Doch das willst du." Sagt Alice. „Obwohl Emily-Barbie würde mir noch besser gefallen."

„Nein." Sagt Emily.

„Doch."

„Nein."

„Ich will Emily-Barbie spielen, du spielst doch sonst auch immer mit Bella." Sagt auf einmal Rosalie.

„Wir tauschen, erst mach ich Emily und du Bella, dann tauschen wir, wir haben ja noch die Sachen von gestern und Sam und Edward können die Schiedsrichter sein." Erklärt Alice, währenddessen versucht Emily zu Sam zu gehen. „Hier geblieben." Sagt Alice schließlich.

„Sam hilf mir." Fleht Emily.

Was soll ich machen? Fragt sich Sam immer wieder. Er schaut zuerst zu mir, dann zu Jasper, der ihm ein leichtes Zeichen gibt.

„Ich würde gern, aber solange Alice mit dir beschäftigt ist, bin ich in Sicherheit." Sagt er schließlich zu ihr.

„Ab morgen kochst du selber." Sagt Emily.

„Okay, das könnte katastrophal enden." Sagt Jacob.

„Ab wann geht der Kochkurs los?" Fragt Seth.

„Bitte Sam." Fleht Emily erneut.

„Wehe dir, Großer." Alice nimmt Emily einfach hoch und trägt sie die Treppen hoch.

„Sam Hilfe." Ruft sich noch, doch ihre Stimme wird schnell von der geschlossenen Tür gedämpft.

„Bella." Sagt Rosalie.

„Nein." Sagt Bella erneut und versucht sich hinter mir zu verstecken.

„Bella. Edward, wenn du nicht aus den Weg gehst, dann nehme ich dich mit." Ich wende mich zu Bella und küsse sie bevor ich sie zu Rosalie schiebe.

„Du bist gemein." Sagt sie, doch lässt sich danach ohne weiteren Protest führen.

„Emily wird es gefallen." Sam ist nervös, er überlegt ob es das richtige war, doch Jasper beruhigt ihn.

Die Situation spannt sich wieder an als wir ein fremdes Auto in der Einfahrt hören.

„Ma." Sagt Seth. „Ich schlafe. Okay?" Seth dreht sich zur Seite und schaut mit dem Gesicht zur Lehne des Sofas. Jasper deckt ihn zu.

Was mach ich nur hier? Warum hat Jacob ihn nur hierher gebracht? Wow, ist das ein schönes Haus! Seth.

Esme geht sie begrüßen. Sue ist angespannt als sie das Haus betritt, ihr Blick wandert umher.

„Er schläft." Sagt Sam. Als sie an das Sofa herantritt.

„Er glüht. Er braucht einen Arzt."

„Ich bin Arzt." Sagt Carlisle zu ihr. Sie schaut ihn misstrauisch an.

„Er tut was er kann." Versichert Sam.

„Und warum ist er dann so heiß?" Fragt sie nach.

„Weil herkömmliche Mittel nicht Wirken, sein Körper baut sie zu schnell ab." Erklärt Carlisle.

„Dann geben sie ihm Zäpfchen, die sollen sich ja über einen längeren Zeitraum auflösen." Sagt sie.

Oh nein, oh nein, helft mir. Fleht Seth. Ich sehe kurze Sequenzen in seinen Gedanken wie Sue ihn als Kind immer wieder Fieberzäpfchen gegeben hat. Jasper scheint auch seinen Spaß zu haben. Er lässt mich an den Gefühlen der anderen teilhaben.

„Ich habe ihn bereits ein sehr starkes verschreibungspflichtiges Medikament gegeben und es zeigt keine Wirkung." Sagt Carlisle in seinen ruhigen Ton.

„Sie geben ihm einfach Medikamente ohne meine Einwilligung." Sue ist kurz davor auf Carlisle loszuspringen.

„Ich als der Rudelführer habe es erlaubt." Sagt Sam.

Kann er so etwas überhaupt? Seth ist mein Sohn, doch ich will hier nicht die Autorität von Sam untergraben, aber das wird er noch zu hören bekommen. Nein ich streite mich jetzt nicht mit Sam, nicht hier vor diesen Bleichgesichtern. Denkt sich Sue.

„Aber es muss doch irgendetwas zu tun sein." Sagt sie schließlich laut.

„Ich habe einen meiner Söhne losgeschickt, er soll fiebersenkende Tees bringen. Ich denke vielleicht haben wir mit solchen Methoden mehr erfolg. Aber vielleicht sollte ich ihnen die Situation lieber in Ruhe in meinen Arbeitszimmer erklären." Sagt Carlisle.

Endlich. Ich muss über Seth Kommentar schmunzeln.

„Danke, Jungs." Sagt Seth.

„Kein Problem." Sage ich.

„Ich will Kartoffeln, Gemüse, sprich Möhren und Erbsen und Schnitzel machen. Esst ihr das?" Fragt Esme.

„Ja." Sagt Sam, während Jacob nickt.

„Auch Emily?" Fragt Esme nach.

„Sie mag keine Speckwürfel im Gemüse, sie dekoriert damit immer den Tellerrand." Erklärt Sam. „Aber sie isst es."

„Seth kann ich dir irgendetwas machen?"

Pudding. Denkt sich Seth.

„Nein Danke, Esme." Sagt er zu ihr.

„Er schläft." Sagt Jacob.

„Okay." Sagt sie lachend.

„Seth du hättest ihr ruhig sagen können, dass du Appetit auf Pudding hast." Sage ich.

„Eine Mutter ist schon schlimm genug, zwei davon…" das kann ich nicht ertragen, warum machen sich alle Gedanken um mich, mir geht es gut. Er vollendet den Satz für die anderen nicht, doch ich kann hören was er gedacht hat. Doch Esme lacht noch immer.

Armer Junge. Denkt sie sich.

„Keine Angst, ich hatte nie vor dir Zäpfchen zu verabreichen." Sagt sie.

Nein nicht sie auch noch. Seth stöhnt auf und wickelt sich in die Decke ein. Doch bevor er richtig zugedeckt ist, setzt er sich auf, und hustet. Panisch versucht er nach Luft zu schnappen.

Sue und Carlisle kommen die Treppen herunter.

„Seth du bist wach, wie geht es dir?"

Oh nein. Denkt sich Seth, doch dann wird er wieder vom Husten geschüttelt. Er ringt nach Luft, doch bevor Carlisle eingreifen muss, beruhigt er sich wieder. Sein Gesicht ist gerötet und Tränen stehen ihn in den Augen. Er lässt sich wieder auf dem Sofa nieder und zieht die Decke über seinen Kopf.

„Du bist wach? Wie geht es dir? Kann ich dir irgendetwas bringen? Möchtest du irgendetwas?" Fragt Sue. Ihre Hand streichelt über Seth Kopf.

Warum ich? Denkt sich Seth. Warum kann Ma nicht einfach wieder gehen.

Ich spüre Jaspers Hand auf meine Schulter. Seth fühlt sich unwohl und ich denke dass wir alle ihn nur noch nervöser machen. Auch Esme folgt uns in die Küche.

„Können wir helfen?" Fragt Jacob.

„Meine Küche, heute früh war die Ausnahme." Sagt sie zu Jacob.

„Wollte ja nur höflich sein." Sagt Jacob.

„Weißt du welchen Pudding Seth bevorzugt?"

„Bekomme ich auch welchen, wenn ich diese Frage beantworte?" Fragt Jacob. Esme zieht eine Augenbraue hoch und schaut ihn noch immer fragend an.

„Er mag am liebsten Schoko-Pudding." Sagt er schließlich.

„Okay und ja du bekommst auch welchen." Sagt Esme.

Ich kann hören wie Sue zu uns in die Küche kommt.

„Kann ich bitte ein Glas Wasser für Seth haben?" Sue versucht freundlich zu sein, ich kann spüren, wie schwer ihr das fällt.

„Selbstverständlich." Sagt Esme.

Sue geht zum Wasserhahn, doch Esme reicht ihr eine Flasche mit Wasser. Sue schaut sie etwas ungläubig an, dann nimmt sie die Flasche und füllt das Glas. Die müssen eindeutig zuviel Geld haben, Mineralwasser zu kaufen, Wasser aus der Leitung ist genauso gut. Denkt sie sich.

„Sie können die Flasche auch mitnehmen." Bietet Esme an. „Und stimmt die Info das Seth Schoko-Pudding bevorzugt?"

„Seth isst alles, wenn es nur süß ist." Antwortet Sue, Esme schaut zu Jacob, der wiederum unschuldig in die Luft schaut.

„Sie kochen den Pudding selbst?" Fragt Sue.

„Ja." Antwortet Esme etwas irritiert über diese Frage.

„Ich meinte sie kochen den Pudding mit frischen Zutaten und nicht aus der Tüte?"

„Ja, ich mag dieses Tütenzeug nicht, zu viele unnütze Chemikalien." Sagt sie während sie die Gelatine aufweicht.

Sue geht.

„Jacob, weiß Sue über uns Bescheid."

„Ja." Antwortet dieser.

„Okay, ich wollte nur wissen, wie ich mir gegenüber verhalten soll." Erklärt sie während sie weiter kocht.

„Sie gehört zum ältesten Rat, sie weiß über alles Bescheid." Fügt Jacob an.

„Danke." Esme kocht weiter.

Immer wieder lese ich in den Gedanken der anderen etwas über eine Wette, die Bella eingerührt haben soll, sie scheint mehr als nur Trouble anzuziehen.

„Was ist das eigentlich für eine Wette?" Frage ich direkt nach.

„Auf der Fahrt gestern hat Bella gemeint, dass sie uns in Sport schlagen könnte." Erklärt mir Jasper.

„Und wer spielt jetzt?" Will ich wissen.

„Bella und Emily, Sam und Jacob, Emmett und ich."

„Seth ist das Maskottchen." Fängt Jacob noch an.

„Ich will auch mitspielen." Sage ich.

„Manipulieren?" Fragt Jacob nach.

„Da kann ich nicht manipulieren." Aber freiwillig verlieren.

„Dann sei doch unser Maskottchen." Sagt Emmett als er zur Tür rein kommt. „Tee." Er hält eine kleine Tüte hoch.

„Gut." Sagt Carlisle als er in die Küche kommt.

„Versuchskaninchen gesucht." Unterbricht Esme und schaut Jacob dabei an. „Jacob könntest du kosten und eventuell nachwürzen."

„Klar." Sagt er etwas zögerlich.

Während Jacob vorsichtig probiert, bereitet Carlisle den Tee für Seth vor.

„Ob Sue auch mit Essen möchte?" Fragt Esme

„Ich denke nicht." Sagt Jacob.

„Aber fragen solltest du sie vielleicht." Sagt Carlisle.

„Jacob kosten." Sagt Esme und hält ihn eine kleine Schüssel mit Pudding.

„Lecker, dieser Job gefällt mir langsam." Sagt er.

Esme füllt eine Schüssel ab für Seth. Als sie ihm das Essen bringt fragt sie diplomatisch ob Sue auch etwas Essen möchte, doch wie erwartet lehnt sie ab.

„Kann jemand die Mädchen holen?" Fragt Esme.

„Wir sind aber noch nicht fertig." Ruft Alice von oben.

„Das Essen wird aber kalt."

„Aber wir brauchen noch etwas."

„Alice..." Fängt Esme an.

„Okay." Sagt sie anschließend.

Sowohl Alice wie auch Rosalie wiederholen die Bitte von Esme, doch Bella und Emily sagen beide, dass sie so nicht nach unten gehen wollen.

„Kommt der Berg nicht zum Prophet, muss der Prophet zum Berg." Höre ich Jasper sagen, während er das Essen für die Beiden auf ein Tablett zusammenstellt und es den beiden nach oben bringt.

Wow ist das ein Service hier. Denkt sich Sam. Ich denke er hat einiges aufzuholen, wenn er wieder alleine mit Emily ist.

„Sam, was wird heute aus dem Ratstreffen?" Fragt Sue auf einmal.

„Mist daran habe ich gar nicht mehr gedacht." Antwortet Sam.

„Sam, du kannst ruhig zum Ratstreffen gehen, ich bleibe solange hier." Sagt Jacob plötzlich.

„Sue könnte uns zum Auto bringen und ich könnte danach dich ablösen." Schlägt Sam vor.

„Und wann spielen wir?" Fragt Emmett.

Ich spüre Jasper blick auf mir. Er merkt dass ich irgendetwas geplant habe, ich nicke unauffällig.

Und was? Fragt er mich direkt.

Ich zucke nur mit den Schultern und gehe nicht weiter auf seine Frag ein. Sam geht wieder, während Jacob abermals versucht Esme zu helfen.

„Edward, Sam könnt ihr mal kommen." Ruft Alice von oben.

„Fünf Minuten Giftzwerg."

„Dann kommen wir halt nach unten." Sagt Alice.

Alice führt Emily nach unten und ich kann hören wir Sam tief einatmet. Emily sieht umwerfend aus, Alice hat einen viel besseren Job gemacht als die Kosmetikerin gestern. Selbst Sue ist verwundert und schaut Emily mit großen Augen an. Sie trägt ein hellblaues kurzes Kleid mit Ballerinas dazu. Ihre Haare sind locker zusammengesteckt und Alice hat es geschafft sie perfekt zu schminken. Dann führt Rosalie Bella nach unten, sie sieht ebenfalls wunderschön aus, aber egal was meine Bella trägt sie ist immer wunderschön, Rosalie hat einen etwas anderen Stil als Alice. Rosalie bevorzugt den klassischen Stil, während Alice etwas flippiger ist. Aber es sieht Bella einfach wunderbar.

„Das kann ich übertreffen." Sagt Rosalie und schaut Emily an.

Das glaube ich nicht. Denkt sich Emmett und ich denke, dass er froh sein kann, dass Rosalie nicht hören kann, was er denkt.

„Und wenn ich nicht mehr möchte?" Fragt Emily.

„Hat dich jemand gefragt?" Fragt Rosalie zurück. Sam und Sue schauen sie überrascht an.

„Sie kann hartnäckiger sein als Alice." Sagt Emmett.

„Geht das denn?" Fragt Sam zurück.

„Sicher." Sagt Emmett.

Bella kommt zu mir und flüstert mir ins Ohr. „Will nicht mehr." Ich nehme sie in meinen Arm, sie passt perfekt in meine Arme.

„Du bis wunderschön." Flüstere ich ihr zu.

„So jetzt bin ich dran." Sagt Rosalie und nimmt Emily. „Sam du entscheidest danach wer den besseren Job gemacht hat."

Rosalie lässt Emily erst gar nicht widersprechen und zieht sie mit sich.

„Bella." Sagt Alice. Bella flüchtet aus meinen Armen, es schmerzt, als ich sehe dass sie bei Jacob Schutz sucht.

„Jacob hilf mir." Bella versucht sich zwischen Sam und Jacob zu verstecken. Beide schauen etwas unsicher zu Alice.

„Großer." Sagt Alice. „Obwohl..." Sam könnte auch mal ein Make-Over vertragen. Ich kann in Alices Gedanken sehen und lesen was sie mit Sam plant und ich muss anfangen zu lachen.

„Großer, mitkommen." Sagt sie plötzlich.

Sam schaut sie nur überrascht an. „Wohin?"

„Man kann auch männlichen Wesen ein Make-Over geben." Sagt sie und greift nach seinen Arm.

„Nein."

„Doch."

„Nein.

„Komm." Alice zieht Sam kräftig und er läuft unfreiwillig mit.

„Das ist gemein. Ich will auch einen Hund haben." Ruft Rosalie von oben.

„Willst du nicht." Antwortet Emmett.

„Jacob." Warne ich ihn und Jasper zeigt wo die Terrassen Tür ist, Jacob flüchtet.

„Gemein." Sagt Rosalie. „Alice wieso bekommst du den Hund." Dann richtet sich ihr Blick auf Seth.

„Bin krank." Sagt dieser nur.

„Alice darf ich dir helfen?" Fragt Rosalie.

„Nein." Ruft Sam.

„Klar doch." Antwortet Alice, Rosalie rennt die Treppen hoch.

Emily steht unsicher im Raum. Es ist Bella die die Initiative ergreift.

„Ich denke das sollten wir uns nicht entgehen lassen."

„Die Luft ist rein." Sagt Jasper und Jacob kommt wieder herein.

„Pui das war knapp." Sagt er.

Selbst Sue lächelt etwas.

„Lass uns noch eine Runde spielen." Sagt Jacob schließlich um die aufkommende Spannung zu unterbrechen.

„Okay." Emmett ist wie zu erwarten sofort bei der Sache.

Ich schlafe, ich schlafe, ich hoffe Ma glaubt, dass ich schlafe. Die Sache ist so peinlich, ich bin doch kein Kind mehr. Seths Gedanken amüsieren mich irgendwie. Ich überlege wie meine Mutter war, als ich krank war, doch ich kann mich nicht daran erinnern.

Was mach ich nur hier, bei diesen Blutsaugern. Was macht mein armer Junge hier. Sue schafft es nicht sich zu entspannen.

Ich will nicht, aber immer wieder wandert meine Aufmerksamkeit nach oben. Was die vier Mädchen auch immer mit Sam machen, es scheint sie zu belustigen. Während sich Sam immer wieder fragt, warum es gerade ihn getroffen hat.

Irgendwann höre ich wie die Zimmertür sich öffnet und die Mädchen Sam nach unten bringen.

„Wow." Sagt Jacob. „Ich hätte mich vielleicht doch melden sollen."

„Dann komm." Bietet Rosalie sofort an.

„Danke, aber nein." Sagt er.

„Schade."

„Darf ich mich wieder umziehen?" Fragt Sam. Er trägt die Sachen, die ihn Alice gestern ausgesucht hat für zum tanzen.

„Warum?" Will Alice wissen.

„Weil ich jetzt ins Reservat muss." Sagt er.

„Schade." Alice versucht es mit ihren Hundeblick. Sam stellt sich vor Alice und legt seine Hände auf ihre Schultern und schaut sie direkt an.

„Giftzwerg, ich habe doch schon versprochen, dass wir mit euch tanzen gehen." Sagt Sam. Ich muss lachen, Alice hat es geschafft Sam um ihren kleinen Finger zu wickeln.

„Okay." Sagt sie schließlich.

Was geht hier nur vor. Warum ist Sam so freundlich? Fragt sich Sue. Ihr Blick wandert umher. Sam läuft wieder nach oben und zieht sich um.

Sue steht nur zögerlich vom Sofa auf, sie streicht Seths nochmals über den Kopf. Warum kann sie ihn nicht einfach ruhen lassen? Das würde ihn besser tun. Fragt sich Esme.

„Seth ist in guten Händen, Jacob ist auch noch da. Und sobald sich sein Zustand ändert, werde ich mich sofort melden." Sagt Carlisle zu Sue.

Ich zähle die Sekunden bis die drei aus dem Haus sind.

„Los anziehen." Sage ich, als sie außer Hörweite sind.

„Warum?" Werde ich gefragt.

„Erklär ich später." Ich ziehe mir schnell meine Schuhe an und greife nach einer Jacke.

„Wir müssen zum Parkplatz. Komm Bella." Sage ich schließlich.

„Jacob?" Fragt Jasper nach, während wir zur Tür laufen. Er schaut unsicher zwischen Seth und uns hin und her.

„Geh schon, ich pass auf." Sagt Carlisle.

Ich nehme Bella auf meinen Rücken und renne. Ich spüre ihren warmen Atem in meinen Nacken und mir läuft das Gift im Mund zusammen. So nah und doch so fern. Ich zwinge mich dazu an etwas anderes zu denken, während wir laufen.

Wir erreichen als erster den Parkplatz und verstecken uns. Sue lässt die beiden in der Einfahrt raus.

Sam widert etwas in der Luft. Er geht zum Auto und hebt die Plane hoch.

„EDWARD." Ruft er über den ganzen Parkplatz.

Wir geben uns zu sehen.

„Ist der süß." Sagt Emily.

Das gibt Rache. Denkt sich Sam. Wir erreichen das Auto.

Auf der Ladefläche ist ein großer Käfig darin ist der Häschen, dass ich für Sam gekauft habe. Ich konnte nicht widerstehen eine kleine Nachricht auf eine Karte zu schreiben. Süße Träume.

Sam atmet mehrmals durch. Seine Gedanken rasen. Doch Emily ist schon dabei das Häschen aus dem Käfig zu holen. Bella steht neben ihr und beide streicheln das Tier.

„Es braucht einen Namen."

„Eddie." Sagt Sam.

„Der Hase ist eine Dame." Sagt Emily.

„Rosalie." Schlage ich vor. Sam knurrt.

„Sam hör auf. Das Häschen hat Angst." Sagt Emily. „Aber ich verstehe nicht warum."

„Frag Sam auf der Heimfahrt nach einen gewissen Traum." Sage ich nur. Sam schaut mich nur warnend an.

„Wir sollten fahren." Sagt er schließlich. „Die Sitzung fängt bald an."