Kapitel 52
~ Unbekannte Vaterpflichten ~
Etwa zwei Wochen später, es war nun Mitte Juni geworden, überschlugen sich die Ereignisse in Hogwarts und kurze Zeit später auch im Ministerium, sodass schließlich auch der letzte Zweifler und Ignorant erkennen musste, dass Lord Voldemort wirklich zurückgekehrt war.
Es begann gerade zu dämmern, als Severus vor Amandas Tür stand und im Begriff war, sie magisch zu öffnen. Er hatte eigentlich noch gestern Abend zu ihr gehen wollen, doch aufgrund der besonderen Vorkommnisse war seine Anwesenheit zunächst im Orden und nachts schließlich auch noch beim Dunklen Lord von Nöten gewesen.
Als er die Tür geöffnet hatte, schlich er leise ins Haus, legte seinen Sommerumhang ab und sah kurz auf die Uhr – kurz nach fünf in der Früh. Es war wohl keine gute Idee mehr, sich nun noch zu Amanda ins Bett zu legen, wenn sie ohnehin bald wegen Christopher würde aufstehen müssen, dachte sich Snape. Daher machte er sich nur leise seufzend auf in Richtung Wohnzimmer, wo er sich noch hinlegen wollte, bis Amanda herunterkommen würde. Ehe er sich jedoch versah, war er auf der Couch eingeschlafen.
Je nach vorangegangener Nacht schlief Christopher mal kürzer und mal etwas länger. Doch viel später als sechs Uhr wurde es selten für ihn und seine Mutter. So war es diesen Morgen auch. Noch schlaftrunken ging Amanda hinüber zu seiner Wiege und nahm ihn auf den Arm, um ihn zu beruhigen. Langsam ging sie zum Sessel und setzte sich, um ihren Sohn zu stillen. Wie immer dauerte das eine Weile und erst nachdem der Kleine auch gewickelt war, machte sie sich mit ihm auf den Weg nach unten, um selbst zumindest erst einmal einen Tee zu trinken. Da sie noch verschlafen und mit Christopher beschäftigt war, bemerkte sie Severus auf dem Sofa zunächst nicht. Der Tee war fertig und sie ging zurück ins Wohnzimmer, um sich zu setzen. Auf dem Weg dorthin warf sie einen halben Blick auf den Tagespropheten, den sie ebenfalls in der Hand hielt und ihr fiel sofort das großes Bild mit dem Chaos im Ministerium auf und die große Überschrift, die Voldemorts Rückkehr ankündigte. „Das ist ja mal eine Erkenntnis", sagte sie zunächst leise und etwas spöttisch. Als sie dann wieder aufsah, entdeckte sie erschrocken Snape auf dem Sofa. „Severus!"
„Hm? Was?!" Durch die plötzliche und relativ laute Anrede schreckte Snape aus seinem leichten Schlaf auf und fiel dabei fast vom Sofa. Als er sich jedoch wieder bewusst wurde wo er war und wer ihn wahrscheinlich gerade angesprochen hatte, stöhnte er leise und fuhr sich kurz mit der Hand über das müde Gesicht. „Hallo Amanda", murmelte er schließlich noch schlaftrunken. „Hallo. Alles in Ordnung mit dir? Was ist denn da los?" Sie kam zu ihm und setzte sich vorsichtig auf das Sofa, nachdem sie den Tee abgestellt hatte. „Wo?", wollte Severus wissen, denn er hatte die Zeitung in Amandas Hand noch nicht registriert. „Ja, alles in Ordnung. Nur nicht geschlafen heute Nacht." „Na hier", sie reichte Severus den Tagespropheten. „Im Ministerium." Der griff danach und warf einen Blick darauf, bevor er sie auf den Tisch vor sich warf. „Ach so, das. Lange Geschichte... Wie wäre es, wenn wir erst einmal frühstücken und du mir vor allem zuerst richtig Hallo sagst?" Er grinste ein wenig und beugte sich dann zu ihr, um ihr durch einen Kuss anzudeuten, wie er sich diese Begrüßung genau vorstellte. „Tut mir Leid. Ich bin gerade etwas irritiert dass du hier bist und was dort scheinbar passiert ist und überhaupt." Durch die plötzliche Unruhe und die Stimmen begann Christopher zu quengeln. „Ja, vielleicht sollten wir etwas essen." „Ich wollte euch nur endlich einmal wiedersehen, das ist alles. Naja, fast. Ich wollte dir auch erzählen was passiert ist. Im Propheten steht ja immer nur die halbe Wahrheit." Als Christopher anfing sich bemerkbar zu machen, stand Severus auf, um nach ihm zu sehen. „Protestiert hier jemand, dass sich sein Vater nur um Mama kümmert?" „Vielleicht eher weil so viel Aufregung ist, aber du kannst ihn gerne nehmen." Severus seufzte leise, dann nahm er Christopher vorsichtig aus dem Stubenwagen und gab ihm einen kleinen Kuss. „Na komm her", sagte er schließlich ruhig und mit gedämpfter Stimme. „Damit du überhaupt noch weißt, wer dein Vater ist." „Das wird er schon wissen. Ich geh in die Küche", sagte Amanda und stand auf. „Es scheint ja auch nichts Lebensbedrohliches passiert zu sein, wenn du es nicht gleich erzählst." „Na, ich weiß nicht. So oft wie ich seit seiner Geburt hier war... Ich komme mit." Mit seinem Sohn auf dem Arm folgte Severus Amanda und setzte sich in der Küche schließlich auf einen Stuhl. „Zumindest nichts lebensbedrohliches für mich", entgegnete er dann noch knapp auf ihre letzte Feststellung. Amanda musste lächeln, als sie Severus und Christopher so zusammen sah. „Was möchtest du denn essen?" „Toast mit Eiern und Speck wenn du das da hast. Aber auch was anderes wäre mir Recht." Während Amanda teils per Hand teils mit dem Zauberstab das Frühstück vorbereitete, wollte sie noch genaueres zu den vergangenen Geschehnissen wissen. „Was meinst du mit nicht für dich? Für wen denn dann?" „Black zum Beispiel. Er ist tot", antwortete Severus ruhig und relativ emotionslos. Da er ihn nie besonders leiden konnte, stellte der Tod von Sirius Black auch keinen signifikanten Verlust für ihn dar. „Und Lucius sitzt wohl mittlerweile in Askaban, was ihm in dem Fall wohl das Leben rettet. Der Dunkle Lord ist momentan alles andere als gut auf ihn zu sprechen, nachdem er nicht fähig war, seinen Auftrag auszuführen." Amanda hatte Sirius Black nicht wirklich gekannt, so dass es sie ebenfalls nicht sonderlich traf. „Was um Himmels Willen ist denn da passiert? Wieso waren diese ganzen Leute zusammen im Ministerium?" Das alles verwunderte sie schon sehr. Severus atmete tief durch, dann begann er zu erzählen.
„Es begann eigentlich alles damit, dass Potter wieder einmal eine seiner angeblichen Visionen hatte, die er im Grunde nicht mehr hätte haben dürfen, hätte er seine Okklumentik-Stunden ernster genommen." Snape machte eine grimmige Pause. „Er hat wohl gesehen, dass Black im Ministerium vom Dunklen Lord zu Tode gefoltert wird. Nun… Dumm wie Potter nun einmal ist, wollte er also mit Black sprechen und hatte keine bessere Idee, als den einzigen unkontrollierten Kamin in Hogwarts zu benutzten – den in Umbridges Büro. Natürlich wurden er und seine Freunde dabei erwischt und natürlich wollte er Umbridge nicht erzählen, mit wem er geredet hatte. So kam ich ins Spiel. Sie hat mich gerufen und Veritaserum von mir verlangt. Ich habe ihr gesagt, ich hätte keins mehr. Potter fiel dann wohl zu diesem Zeitpunkt ein, dass er auch über mich hätte Kontakt zum Orden bekommen können – reichlich spät, wie ich meine. Jedenfalls hat er dann völlig dilettantisch versucht, mir durch die Blume zu sagen, dass Black in Gefahr wäre. Es hat nicht lange gedauert, bis ich das Ganze durchschaut hatte, allerdings musste ich, da wir nicht alleine waren, so tun, als ob ich nicht wüsste, wovon er redet. Das hat Potter dann wohl zu ernst genommen, dieser Schwachkopf. Er und seine Freunde konnten sich irgendwie aus dem Arrest befreien als ich wieder weg war und was haben sie getan? Während ich den Orden alarmierte, haben diese Kinder nichts anderes zu tun gehabt, als auf den Thestralen aus dem Verbotenen Wald zum Ministerium zu fliegen, um Black alleine zu retten.
Amandas Verwunderung wurde immer größer. Das Ganze hörte sich ja schon fast zu absurd an, um wahr zu sein. „Nicht wirklich? Sind die denn alle lebensmüde? Mit welcher Naivität waren die denn der Meinung, dass sie irgendetwas ausrichten könnten, sollte Harrys Vision wahr gewesen sein?" Amanda schüttelte den Kopf. „Und was sind Thestrale?"
„Frag mich nicht", entgegnete Snape und rollte mit den Augen. „Das war ja auch noch nicht alles. Diese Vision war eine Falle des Dunklen Lords. Er hat Potter nur glauben lassen, dass Black in Gefahr sei. Eben deshalb hätte er auch Okklumentik lernen sollen. Um seinen Geist vor dem des Dunklen Lords zu verschließen. Aber Potter hat es ja nicht für nötig befunden, weil er dachte, seine Visionen seien ein Segen für die Menschheit, so wie überhaupt seine ganze Person." Snapes Stimme war bissig geworden und triefte vor Sarkasmus, je weiter er erzählte und bevor er schließlich eine kurze Pause machte, um wieder ruhiger zu werden. Kurz sah er auf den mittlerweile schlummernden Christopher in seinem Arm, den er durch seine innere Erregung nicht wecken wollte. „Im Ministerium waren also kein Black, sondern zwölf Todesser – darunter auch Lucius. Er hatte den Auftrag, eine der dort gelagerten Prophezeiungen zu besorgen. Sie betrifft den Lord und Potter. Da aber nur diese beiden die Prophezeiung berühren können, hatte der Lord Potter dorthin gelockt. Es kam im Folgenden zum Kampf zwischen den Todessern, Potter und seinen Freunden, in dessen Verlauf dann die von mir alarmierten Ordensleute dazukamen. Black war auch dabei. Er hat sich wohl mit Bellatrix duelliert und dabei ist er durch den Vorhang in der Halle des Todes gefallen. Am Ende tauchte schließlich der Dunkle Lord persönlich im Ministerium auf. Er wollte nun wohl die Prophezeiung selbst holen, aber die war bereits zerstört. Er und Dumbledore, der irgendwann auch erschienen war, haben sich dann in der Eingangshalle noch duelliert und dabei die Einrichtung verwüstet. Währenddessen sind wohl Ministeriumsleute dazu gestoßen und so muss sich nun jeder – auch Fudge – eingestehen, dass der Dunkle Lord zurückgekehrt ist. Das war's…" Noch einmal machte Severus eine kurze Pause, bevor er Amandas vorangegangene Frage schließlich noch beantwortete. „Thestrale sind übrigens pferdeähnliche, fleischfressende, geflügelte Wesen mit einem Drachenkopf. Sie haben schwarze Haut und sehen sehr ausgemergelt aus – wie ein totes Tier. Erinnerst du dich an die Kutschen, die die Schüler immer vom Hogwarts-Express abholen und zur Schule bringen? Sie werden von den Thestralen gezogen. Aber nur Menschen, die schon einen anderen Menschen haben sterben sehen, können die Tiere sehen."
„Das hört sich ja alles sehr abenteuerlich an, muss ich sagen." Über Severus Erzählung hatte Amanda beinahe das Frühstück in der Pfanne vergessen, welches nun etwas dunkler als erwünscht war. Während sie den Inhalt zusammen mit dem Toast auf zwei Teller verteilte, versuchte sie die passenden Worte zu finden. „Also irgendwie fehlen mir die Worte. Wie kommt Harry nur auf solche Ideen? Er hätte doch gleich zu dir gehen können oder zu McGonagall, aber einfach drauf los zu preschen…" Sie schüttelte den Kopf und setzte sich, nachdem sie die Teller auf den Tisch gestellt hatte, zu Severus. „Das ist eben Potter", entgegnete dieser, dann stand er auf. „Ich bringe noch schnell Christopher nach nebenan. McGonagall liegt übrigens in St. Mungos. Daher konnte Potter nicht zu ihr. Und zu mir… Tja. Hätte er ausnahmsweise einmal an seinen verhassten Tränkelehrer gedacht, würde sein Pate womöglich noch leben. Bin gleich wieder da." Nach diesen Worten machte sich Severus auf in Richtung Wohnzimmer. „Wieso denn im Krankenhaus? Bekomm ich überhaupt noch irgendetwas mit?", rief ihm Amanda nach.
Severus legte Christopher im Wohnzimmer in seinen Stubenwagen und ging schließlich zurück zu Amanda. Jedoch ließ er die Türen offen, sodass sie jederzeit würden hören können, wenn der Kleine anfing zu weinen. Als er wieder zurück in der Küche war, setzte er sich erneut an den Tisch. „Umbridge wollte vor kurzem Hagrid von der Schule werfen. Sie ist mit vier Auroren angekommen, um ihn abtransportieren zu lassen. Hagrid hat sich recht erfolgreich gewehrt und Minerva ist ihm zur Hilfe geeilt. Sie wurde dabei dann von vier Schockzaubern gleichzeitig getroffen. Seither liegt sie in St. Mungos, weil Madam Pomfrey der Meinung war, sie wäre dort eindeutig besser aufgehoben. Hagrid konnte übrigens fliehen." Nach diesen Ausführungen griff Snape nach dem Besteck, um zu frühstücken. Er musste sich eingestehen, dass er, trotz der unschönen Geschichte die er gerade erzählt hatte, langsam Hunger hatte. „Von vier?! Diese Umbridge hat sie ja wirklich nicht mehr alle! Hoffentlich wird sie wieder gesund, so etwas ist ja wirklich nicht ohne!" Amanda war noch zu empört um etwas essen zu können. „Ja, leider. Das hoffen wir alle. Sie ist schließlich auch nicht mehr die Jüngste." „Eben und das würde schließlich jeden umhauen. Was hat denn dieser Auftritt im Ministerium nun noch für Folgen gehabt?" Langsam begann Amanda nun zu frühstücken.
Severus aß nun auch, während er Amandas Frage beantwortete. „Dumbledore ist natürlich jetzt wieder voll rehabilitiert. Nachdem Fudge nun auch erkannt hat, was Sache ist, kann natürlich auf Dumbledore nicht mehr verzichtet werden. Er wird wieder Schulleiter und Umbridge kommt Merlin sei Dank weg. Naja und Lucius und ein paar andere sind nun in Askaban. Die Todesser, die die Ordensmitglieder eben im Ministerium festsetzen konnten." „Na immerhin etwas Gutes, auch wenn ich mir das bei Malfoy nicht richtig vorstellen kann." „Er konnte sich das bis gestern bestimmt auch nicht vorstellen. Aber warum soll es einem Malfoy anders ergehen als anderen. Und wie schon gesagt: Er ist momentan in Askaban besser aufgehoben als anderswo - sicherer vor allem." „Natürlich nicht anders, aber es ist schwer vorzustellen. Vielleicht bewegt sich ja nun etwas im Ministerium, wie bisher kann es nun kaum weiter gehen." „Nein. Wird es vermutlich auch nicht. Aber du weißt ja, die Mühlen der Politik mahlen langsam." „Dabei wäre Schnelligkeit schon vor einem Jahr so wichtig gewesen." „Ja, und umso wichtiger war und ist weiterhin die Arbeit des Ordens." Severus seufzte leise, legte sein Messer weg und trank dann einen Schluck Tee. „Es wird in jedem Fall schon eine Erleichterung sein, wenn diese furchtbare Frau Hogwarts wieder verlassen hat. Und wenn Dumbledore wieder da ist, kann ich hoffentlich auch wieder etwas öfter hierher kommen." „Das wäre schön, ja. Wird du-weißt-schon-wer nun seine Pläne schneller verfolgen wo sozusagen raus ist, dass er wieder da ist?" „Gut möglich. Er wird sicher nichts unversucht lassen, weiter nach Macht zu streben, soviel ist sicher. Und er wird versuchen, die aus dem Weg zu räumen, die ihm dabei im Weg stehen." „Noch mehr als jetzt? Aber ja... was erwarte ich auch? Eine Lösung zu finden wird wohl schwer sein." „Gut möglich, ja. Und das mit der Lösung könnte in der Tat schwierig werden. Aber man soll nie die Hoffnung aufgeben." Severus versuchte es mit einem schiefen Lächeln. „Die sollte noch da sein und noch ist ja nichts wirklich verloren." „Nein. Noch nicht. Aber lass uns jetzt bitte von etwas anderem reden. Ich bin nicht hergekommen, um die Zeit mit dir, oder vielmehr euch, so zu verbringen." „Das fällt etwas schwer bei solchen Ereignissen muss ich sagen." „Mir nicht. Ich bin froh, wenn ich mich damit wenigstens ein paar Stunden nicht beschäftigen muss. Du könntest mir ja für den Anfang zum Beispiel erst einmal verraten, was du für heute so alles geplant hattest, bevor ich hier so überraschend aufgetaucht bin. Und wo ist eigentlich Riley?" „Dann beschäftigst du dich definitiv zu viel damit, oder ich zu wenig." Amanda aß inzwischen das letzte Stück von ihrem Toast. „Der schläft noch denke ich."
„Das bringt meine Arbeit wohl zwangsläufig mit sich. Wenn ich mich nicht gerade mit schulischen Dingen beschäftige, dann damit. Ach so. Das ist natürlich möglich - und würde ich an seiner Stelle wohl auch noch tun, nach dieser Nacht." „Dann tu das doch einfach noch." „Aber ich will lieber die wenige Zeit die ich habe, mir dir verbringen..." „Na ob ich zu so viel zu gebrauchen bin? Habe das Gefühl ich bin recht langweilig geworden in letzter Zeit."
Severus stand auf, um seinen leeren Teller in die Spüle zu stellen, dann kam er zu Amanda, beugte sich zu ihr herab und gab ihr einen Kuss auf die Wange, bevor er in ihr Ohr raunte. „Für mich bist du alles andere als langweilig." „Na du bist ja auch nicht sonderlich objektiv." Amanda erhob sich langsam. Nach der Geburt war sie noch immer sehr viel runder als ihr lieb war und dadurch, dass sie noch immer so gut wie nicht arbeitete, kam sie sich langsam ziemlich nutzlos vor. Gerade bei den aktuellen Entwicklungen hätte sie gerne mehr getan gegen Voldemort, doch sie saß hier mehr oder weniger eingesperrt in ihrem Haus.
„Ich finde mich objektiv genug", entgegnete Severus und umarmte sie von hinten. Es störte ihn keineswegs, dass sie noch immer runder war als noch vor der Schwangerschaft. „Naja", zweifelte Amanda ihn an, lehnte sich aber in seine Umarmung. „Ich sollte wieder arbeiten." „Nichts naja", erwiderte Snape und drückte sie sanft an sich, während er kurz ihren Hals küsste. „Findest du nicht, dass es sinnvoller wäre, sich noch eine Weile ausschließlich um unseren Sohn zu kümmern?" Amanda drehte sich zu ihm um. „Und was mache ich dann den ganzen Tag?" „Ich weiß es nicht." Severus sah sie ruhig, aber ernst an. „Ich halte es aber nicht für gut, wenn du jetzt schon wieder zu Felonwood gehst. Wenn du von zuhause aus arbeitest, ist das eine andere Sache." „Wieso sollte ich denn nicht dort hingehen?" „Ganz einfach. Weil ein Baby nicht in ein Geschäft wie Felonwood gehört. Und weil du genauso gut von zuhause aus arbeiten kannst." „Er schläft doch die meiste Zeit und ein paar Stunden am Mittag wären doch nicht schlimm, außerdem ist von hier arbeiten nun mal was vollkommen anderes."
„Und wieso? Du kannst hier genauso brauen und Büroarbeiten erledigen wie bei Felonwood. Ich sehe da abgesehen vom fehlenden Kundenkontakt keinen großen Unterschied." „Die Arbeitsbedingungen sind schon sehr viel besser bei Felonwood, seitdem es hier so eng geworden ist. Außerdem sollte ich mich als Besitzerin schon dort zeigen, was denken sonst die Kunden?" „Dass du in Mutterschutz bist möglicherweise? Ich bin jedenfalls nicht dafür, dass du jetzt schon wieder in die Winkelgasse arbeiten gehst. Wenn du es trotzdem tust, werde ich es aber wohl leider nicht verhindern können." „Na ja es ist ja nun schon eine Weile her... und was soll denn groß passieren? Wenn es nicht geht mit dem Kleinen, dann kann ich ja wieder heim gehen." „Es ist gerade einmal etwa einen Monat her, dass Christopher zur Welt kam. Eine Weile ist für mich etwas anderes. Aber wie gesagt: ich kann es dir wohl kaum verbieten zu Felonwood zu gehen. Was ich dir allerdings verbiete ist, dass du braust, während sich Christopher im gleichen Raum befindet - auch wenn ich das leider ebenfalls nicht kontrollieren kann. Aber kleine Kinder gehören nicht in eine derartige Umgebung."
Einen Moment sah lang sah Amanda Severus schweigend an. „Interessant was du mir so alles zutraust. Bis auf ein paar Kräutertränke kann ich im Moment gar nichts brauen. Das heißt, das Einzige was übrig bleibt ist Buchhaltung und Kundenkontakt oder wenn es nach dir geht nur Buchhaltung."
„Bei Merlin, komm mir jetzt nicht so, Amanda!", entgegnete Severus ein wenig schärfer als normalerweise üblich und sah sie an. „Tu am Besten, was du nicht lassen kannst! Ich habe meinen Standpunkt gerade ausreichend klar gemacht, denke ich. Und mehr kann ich bedauerlicherweise nicht tun im Moment. Mir gefällt diese Situation genauso wenig wie dir und das weißt du auch." „Das hat doch überhaupt nichts mit der Situation zu tun." „Natürlich hat es das! Mit was denn sonst? Du bist unzufrieden, weil du nicht arbeiten kannst und die meiste Zeit nur hier herumsitzen musst und ich bin unzufrieden, weil ich zu viel arbeiten muss und lieber viel öfter hier herumsitzen würde. Ich würde sofort mit dir tauschen wenn ich könnte, und mich mehr um unseren Sohn kümmern, aber ich kann es nun einmal nicht!"
„Ja, ich bin etwas unterbeschäftigt und würde gerne wieder arbeiten. Daran ist ja wohl auch nichts Schlimmes. Ich würde es auch schöner finden, wenn du mehr Zeit hättest, aber so ist es eben. Nur verstehe ich nicht ganz dein Problem damit, wenn ich wieder arbeite."
„Das behauptet auch keiner. Aber ich bin einfach der Meinung, dass du dich noch eine Weile ausschließlich um Christopher kümmern solltest." „Und welchen Vorteil hat das?"
Severus rollte kurz mit den Augen, da ihn diese Diskussion langsam zu nerven begann. „Ich halte es einfach für sinnvoll für unser Kind. Punkt. Aber du siehst das offenbar anders, da du dich für diesen Gedanken ja anscheinend überhaupt nicht erwärmen kannst."
„Es ist ja nicht so als würde ich mich dann nicht um ihn kümmern. Das hat nichts damit zu tun, dass ich mich nicht dafür erwärmen kann, sondern auch, dass ich nicht das Gefühl habe, dass du verstehst wie es mir damit geht."
„Ja, vielleicht ist das so. Vielleicht verstehe ich nicht ausreichend gut, wie es dir damit geht. Vielleicht weil ich gerade am liebsten mit dir tauschen würde und es mir auch überhaupt nichts ausmachen würde, das zu tun, was ich von dir verlange. Ich will jetzt nicht mehr darüber diskutieren. Es führt ohnehin zu nichts, wie man sieht. Tu einfach, was du nicht lassen kannst. Wenn es dir damit besser geht, dann bitte. Es ist ja nicht so, dass mir nichts an deinem Wohlergehen liegt." Nach diesen Worten schenkte sich Snape ein Glas Wasser ein und trank es in einem Zug aus. „Ich werde jetzt duschen gehen, wenn es dir nichts ausmacht", sagte er schließlich trocken. „Du kannst nicht immer einfach sagen ich will nicht mehr diskutieren und gehen. Das führt ja auch zu nichts. Es ist mir auch wichtig, dass du das verstehst und nicht denkst, dass ich einfach nur irgendein egoistisches Bedürfnis durchsetzen will. Ich habe schon darüber nachgedacht, ob und wie das möglich wäre. Kannst du dir nicht vorstellen, dass man irgendwann nicht mehr ausgelastet ist, wenn man so plötzlich im Prinzip gar nichts mehr tut den ganzen Tag? Ich hätte gerne, dass du versuchst das zu verstehen und sollte ich zu Felonwood gehen, wäre es ja zunächst nur für jeweils kurze Zeit und sollte es nicht funktionieren, kann ich schließlich nach Hause gehen." Dass Amanda eigentlich auch ein schlechtes Gewissen hatte dass Matthew seit Wochen alles alleine machen musste, erwähnte sie erst einmal nicht.
„Glaubst du etwa ernsthaft, ich würde nicht versuchen, es zu verstehen?" Severus sah sie ernst an. „Natürlich kann ich nachvollziehen, dass du das Bedürfnis hast, wieder arbeiten zu gehen und dass du nicht nur hier herumsitzen und nichts tun willst. Aber verstehen – nein, verstehen kann ich es wohl nicht so ganz und ich werde es wohl auch nicht. Denn im Gegensatz zu dir würde es meinem Naturell ganz und gar nicht entgegen laufen, dass ich den ganzen Tag nicht unter Menschen bin. Ich denke, ich hätte bei weitem nicht das Bedürfnis, wieder unter Menschen zu kommen, wie du es gerade offensichtlich hast. Was heißt ich denke... Ich weiß, dass ich es nicht hätte. Wir sind also in diesem Punkt völlig verschieden. Du kannst also nicht von mir verlangen, dass ich dich voll und ganz verstehe." „Nachvollziehen reicht wohl", sagte Amanda nun immerhin etwas zufriedener. „Es muss reichen. Mehr kann ich dir in diesem Fall nicht bieten", entgegnete Severus ruhig und seufzte dann leise und ein wenig resigniert, bevor er weitersprach. „Bevor du also vor Unzufriedenheit noch zugrunde gehst hier, dann geh eben arbeiten, in Merlins Namen. Solange Christopher nicht zu kurz kommt, muss ich wohl damit leben." „Du wirst sicher nicht dran sterben", meinte Amanda trocken. „Das hoffe ich. Aber abgesehen davon gäbe es schlimmere Arten zu Tode zu kommen", konterte Snape ebenso trocken. Über diese Antwort konnte Amanda nur den Kopf schütteln. „Wenn du möchtest, kannst du gern duschen gehen." „Vielen Dank. Sehr freundlich, Ma'am", entgegnete Snape ein wenig frotzelnd und deutete ein Lächeln an. Amanda hob nur die Augenbraue, so wie es sonst Snapes Art war. „Na dann los... Ich werde etwas Sport betreiben." „Tu das. Bis nachher." Daraufhin ging Snape nach oben, um zu duschen. Eine halbe Stunde später kam er schließlich wieder zurück und betrat mit noch feuchten Haaren und frisch angekleidet das Wohnzimmer. In dieser Zeit tat Amanda etwas dafür, dass ihr Bauch wieder weniger wurde, denn von allein würde das ziemlich lange dauern. Noch bevor Severus herunterkam war sie aber wieder fertig und konnte in Ruhe auf dem Sofa die Zeitung lesen.
„Da bin ich wieder", sagte Severus, als er den Raum betreten hatte. Er ging zu Amanda und setzte sich neben sie. „Fertig mit Sport machen?" Amanda sah auf. „Ja. Täglich ein bisschen sollte reichen." „Du musst es wissen. Ich kenne mich mit Sport, abgesehen von Quidditch, überhaupt nicht aus." „Das ist ja nur um wieder etwas in Form zu kommen." „Soso. Und was tun wir nun noch heute, außer Zeitung lesen?" Severus warf einen kurzen Blick auf den Tagespropheten, den Amanda noch in der Hand hielt. Die legte den Propheten daraufhin zur Seite und lehnte sich an ihn. „Weiß nicht. Nichts?" Severus legte den Arm um sie und zog sie noch mehr an sich. „Hm. Ich hätte nichts gegen nichts tun", antwortete er schließlich. „Denn eigentlich bin ich recht müde." „So ist es doch auch gut. Du kannst doch auch gerne noch ins Bett gehen." „Ich will lieber bei dir bleiben, solange ich es noch kann." „Das ist auch schön so." Sie nahm seine Hand und drückte diese.
Severus seufzte leise. „Ich habe euch vermisst", sagte er schließlich mit gedämpfter Stimme. „Ich dich auch. Es ist schon einsam hier, auch wenn Alan da ist." „Das hoffe ich doch, dass Riley mich nicht ersetzt, oder ersetzen kann." „Nein, natürlich nicht. Das ist schon etwas anderes, aber es war schon keine so schlechte Idee ihn hier wohnen zu lassen." „Schön, wenn du das mittlerweile auch so siehst. Ich hoffe, er profitiert nach wie vor auch davon." „Er leidet darunter, dass Leon so weit weg ist, aber es ist denke ich sicherer für ihn, so wie es nun ist." „Vermutlich. Ist sein Freund immer noch bei seinen Eltern?" „Ja, sie brauchen noch immer Hilfe und es ist nicht abzusehen wie lange noch." „Hm. Das ist natürlich bedauerlich. Aber angesichts der momentanen politischen Lage wohl auch nicht das Schlechteste, nicht hier sein zu müssen." „Das stimmt, eigentlich ist es ganz gut. Wobei ich denke, dass es ihn schon wurmt so weit weg zu sein und nichts tun zu können." „Ja, das ist möglich. Und sonst? Wie geht es deinem Vater und deinem Bruder mit Familie?" „Denen geht es allen den Umständen nach gut, nachdem was ich alles so gehört habe." „Das ist gut." Severus drückte Amanda kurz an sich und atmete tief durch. Es war einfach schön, wieder einmal in ihrer Nähe sein zu können. Sie fehlte ihm so sehr.
„Christopher kann seinen Kopf schon ein wenig selbst bewegen nun und er lächelt schon manchmal", berichtete Amanda mit Blick auf den Aufenthaltsort ihres Sohnes. „Wirklich?!" Severus seufzte. „Ich wünschte, ich könnte das alles auch sehen und müsste mir nicht alles nur erzählen lassen." „Ja, aber er lächelt bisher nur bei mir. Aber du kannst es ja später mal ausprobieren." Sie zwinkerte ihm zu. „Die Zeit wird sicher auch noch kommen." „Ich würde mich auch nicht anlächeln an seiner Stelle. So oft wie ich hier bin", entgegnete Snape nur nüchtern. Aber insgeheim wünschte er sich natürlich, dass es anders wäre und er beneidete Amanda fast darum, dass sie die Möglichkeit hatte oder überhaupt von vorne herein besessen hatte, eine enge Bindung zu Christopher aufzubauen. Ihm würde das vermutlich noch länger verwehrt bleiben, auch wenn er es sich anders wünschte. „Ach komm... Da gibt es viel schlimmere Väter. Die die da sind und sich nicht kümmern." Sie drückte ihm einen Kuss auf die Wange. „Ich weiß", entgegnete Severus knapp. Schließlich hatte er solch einen Vater am eigenen Leib erfahren. Auf die Art, die sich sein Vater um ihn und seine Mutter gekümmert hatte, hätte er als Kind auch verzichten können.
Eine ganze Weile lang saßen Amanda und Severus zusammen gekuschelt auf dem Sofa, bis ihr gemeinsamer Sohn sich wieder zu Wort meldete. „Oh, da ist ja jemand wach. Willst du das machen?", wollte Amanda wissen. „Mhm. Kann ich", bestätigte Snape und löste sich von ihr. Dann stand er auf, ging zum Stubenwagen und nahm Christopher heraus. „Na du kleiner Wurm? Was ist los?"
Christopher beruhigte sich erst einmal und sah seinen Vater mit großen Augen an. „Na da ist wohl jemand überrascht", meinte Amanda vom Sofa aus. Severus ging mit seinem Sohn im Arm zurück zum Sofa, blieb jedoch erst einmal stehen. „Ja, da staunst du, was?", redete er weiter mit ihm. „Dein Vater ist immer noch da." Der kleine Mann streckte seine Arme nach ihm aus und quiekte vor sich hin. Snape musste ein wenig lachen und sah seinen Sohn lächelnd und nicht ohne Stolz an. „Schön, dass du dich freust." Kurz gab er ihm einen Kuss. Daraufhin quiekte sein Sohn noch etwas lauter. „Na siehst du, er weiß schon noch wer hier wohin gehört", mischte sich Amanda ein. „Ja. Vielleicht hast du recht." „Na offensichtlich." „Ja. Wollen wir hoffen, dass es auch in Zukunft so bleibt. Nicht wahr?" Die letzten beiden Worte richtete Severus wieder an seinen Sohn.
Christopher war in der Zwischenzeit wieder ruhig geworden und sah sich um. „Mach dir keine Sorgen deswegen, Severus." „Das sagst du so leicht." Snape ging automatisch langsam etwas im Raum herum. „Davon bin ich schon überzeugt." „Ich meinte, dass ich mir keine Sorgen machen solle." „Aber das brauchst du nicht." Christopher hingegen fing nun auf Snapes Arm zu quengeln an. Severus seufzte. „Und gerade das sagt sich so leicht. Ich kann nichts dagegen tun. Die Sorge ist einfach da." Dann sah Snape seinen Sohn an. „Was ist? Nicht mehr zufrieden auf meinem Arm?" „Ja, so einfach ist es vermutlich nicht. Wahrscheinlich hat er nur Hunger. Das letzte Essen ist ja schon eine Weile her inzwischen." „Dann nimm du ihn. Damit kann ich nicht dienen." Severus ging zu Amanda, um ihr den Kleinen zu übergeben. Amanda lachte. „Das hoffe ich doch." Sie nahm sich noch ein großes Kissen, damit das Stillen etwas leichter war, anschließend nahm sie Severus das Baby ab. Snape setzte sich wiederum zu ihr und wartete, bis sein Sohn seinen Hunger gestillt hatte.
Dies dauerte wie immer eine Weile, doch schließlich war Christophe satt und zunächst einmal zufrieden. Mit einem Tuch säuberte Amanda ihrem Sohn noch den Mund. „So, nun geht es dir wieder gut oder?", wollte sie von ihm wissen.
Severus hatte das Ganze bisher stillschweigend beobachtet, da er sonst ohnehin nichts weiter hätte machen können. Als Amanda jedoch mit Stillen fertig war, ergriff er wieder das Wort. „Er hat eine ganz schöne Ausdauer." „Na eben nicht", meinte Amanda lachend. „Deswegen dauert es ja so lange." Dann legte sie sich das Tuch über die Schultern, doch bevor sie auch Christopher dort hin hob, fiel ihr etwas ein. „Möchtest du vielleicht lieber?" „Was?" Severus wusste nicht so richtig, was sie meinte. „Die Luft aus seinem Bauch befördern", erklärte Amanda sehr sachlich, aber dennoch schmunzelnd. Severus hob auf ihre Worte hin nur eine Augenbraue. Was bitte sollte er tun?! „Und wie soll das bitte gehen, wenn nicht mit Gewalt?" Amanda konnte sich das Lachen nicht ganz verkneifen. „Na es hat schon ein wenig was mit Gewalt zu tun." Während sie das sagte, legte sie das Tuch von ihrer auf Severus Schulter. „So, und nun legst du Christopher so an deine Schulter." Sie reichte ihm vorsichtig ihren Sohn.
Severus tat was ihm aufgetragen wurde, auch wenn er den Sinn des Ganzen noch nicht ganz nachvollziehen konnte. „Und dann? Kann man sowas eigentlich irgendwo nachlesen?" Irgendwie kam er sich manchmal schon etwas dumm vor, wenn er derart ahnungslos dastand, was die Pflege und die Bedürfnisse seines Kindes betraf. Und selbst verschuldete Dummheit war etwas, was er eigentlich gar nicht leiden konnte. „Ach was, dafür hast du ja mich. Nachher üben wir noch Wickeln und Baden und dann bist du perfekt informiert für diese Entwicklungsstufe." Sie lächelte ihn an. „Nun musst du ihm auf den Rücken klopfen, damit die Luft raus geht." „Ich wäre aber gerne schon vorher perfekt informiert, dass ich nicht immer wie ein Idiot dastehe", entgegnete Severus trocken, tat jedoch wie ihm geheißen wurde. Vorsichtig klopfte er Christopher auf den Rücken. „Und wie lange muss ich das jetzt tun?" „Das werden wir sehen und du musst gar nicht perfekt informiert sein, ich bin es doch auch nicht. Außerdem verändert sich in der nächsten Zeit ja nicht viel. Wenn er dann irgendwann mal Brei bekommt, können wir zusammen das Füttern üben."
„Ich wäre es aber gern. Jedenfalls soweit es möglich ist", entgegnete Snape etwas grimmiger als sonst. „Vielleicht kann ich dir ja später ein Buch geben, was ein wenig hilft." In der Zwischenzeit machte Christopher sein erstes Bäuerchen. „Na siehst du, darauf haben wir gewartet." „Ich bitte darum", entgegnete Snape, dann sah er in Richtung der Seite, auf der Christopher lag. „Aha", stellte er dann fest. Irgendwie hatte er etwas Spektakuläreres erwartet und nicht, dass ihm sein Sohn auf die Schulter spuckte. Amanda sah nun genauer hin und entdeckte das kleine Unglück. „Oh, das nicht ganz." Sie lachte. „Na ja das ist gleich wieder weg." Schnell holte sie ein neues Tuch aus der Küche und tauschte das alte aus. „Meistens erwartet man nur Luft." „Na dann. Gut dass es Tücher gibt. Ich hab mich nämlich vorhin erst frisch angezogen", sagte Snape trocken. „War's das nun?" „Man lebt gefährlich mit einem Baby zu Hause", kommentierte Amanda ihn nur amüsiert. „Ich denke eher noch nicht." „Also weiterklopfen, ja?" Severus fragte sich in diesem Moment, wie viel Luft wohl in so einen kleinen Bauch passen konnte. „Erst einmal schon, es sei denn, du hast keine Lust mehr, dann mach ich das." „Nein, schon gut. War ja nur eine Frage." Schicksalsergeben klopfte Severus also weiter und begann dabei etwas herumzulaufen, um nicht noch länger dumm in der Gegend herumstehen zu müssen. „Na du machst ja einen begeisterten Eindruck." „Ich frage mich nur, wie lange das nun noch gehen soll, das ist alles." „Na ja das kann man nie so genau sagen, aber wenn man es nicht macht, kriegt der kleine Mensch da Bauchweh." „Na schön." Kurz strich er Christopher über sein Köpfchen, dann klopfte er ihm wieder weiter auf den Rücken. Bauchweh sollte sein Sohn natürlich nicht bekommen, das war sicher. Und wenn er dafür noch den ganzen Tag so weiterklopfen musste.
Christopher hingegen hatte einen Moment später doch Erbarmen mit seinem Vater und ließ nun wie geplant etwas Luft ab und nachdem Severus noch einen kurzen Moment weiter durchs Zimmer gelaufen war, beschloss Amanda, dass es nun reichen sollte. „Ich denke das ist genug, Severus. Das hat doch ganz gut geklappt." „Gut. Und nun?" Snape hörte auf den kleinen Mann auf seiner Schulter zu tätscheln und sah Amanda fragend an. „Kannst du dich ja wieder her setzen und wenn du möchtest, kannst du noch die Rassel mitbringen, die auf dem Kamin liegt." Severus ging zum Kamin und holte die Rassel, dann kam er zurück zum Sofa und setzte sich. Als er wieder saß nahm er Christopher von der Schulter und wieder richtig in den Arm. „So..."
Amanda lächelte. „Und wenn du willst, kannst du deinem Sohn jetzt mal zeigen was so eine Rassel alles kann." „Ich vermute mal, nichts weiter als rasseln", stellte Severus fest, nahm jedoch das Spielzeug, hielt es Christopher vors Gesicht und rasselte ein wenig damit, um zu testen, ob er auf das Geräusch reagieren würde. Das tat Christopher auch und sah mit großen Augen das Ding an, was so seltsame aber spannende Geräusche machte. „Darum geht es ja nicht unbedingt." „Sondern?" Severus rasselte noch etwas weiter, dann legte er jedoch eine kurze Pause ein, bevor er schließlich wieder Geräusche machte. Er musste über Christophers Reaktion ein wenig schmunzeln. Es war schon erstaunlich, womit man Babys alles fesseln konnte. „Na dass es total aufregend für ihn ist und schlau macht es auch.
Christopher freute sich derweil über den Krach, den sein Vater da verursachte und war ganz gebannt sobald es nach einer Pause wieder begann. „Schlau sollte er natürlich schon werden, unser Sohn. Und wenn ich dafür vierundzwanzig Stunden rasseln muss. Es gibt nichts Schlimmeres als dumme Kinder." Amanda lachte erneut. „Da hast du Recht, aber ich denke diese Gefahr besteht hier nun gar nicht." „Ich hoffe es schwer", entgegnete Severus und erheiterte währenddessen weiter seinen Sohn. „Aber die Wahrscheinlichkeit, dass er Intelligenz vererbt bekommen hat, ist wohl nicht gerade gering. Immerhin etwas." Er grinste ein wenig. „Das zum einen, aber es kommt ja auch viel darauf an, was in seinem Leben so alles passiert." „Ja, ich weiß."
Eine ganze Weile saßen sie so noch zu dritt auf dem Sofa und während Severus sich mit Christopher beschäftigte, erzählte Amanda allerlei Geschehnisse der vergangenen paar Tage. In der Zwischenzeit war auch Alan aufgestanden, hatte sich aber bald zu einem reht späten Arbeitstag verabschiedet.
Gegen Mittag gingen Amanda und Severus mit Christopher nach oben um ihren Sohn zu baden, damit Severus das auch miterlebte und lernte. Zunächst gingen sie ins Schlafzimmer und Severus legte Christopher auf die Wickelkommode. „Willst du ihn ausziehen?", wollte Amanda von ihm wissen. „Ja", entgegnete Severus, der schon dabei war nachzusehen, wie der Strampler zu öffnen war. Während er Christopher dann etwas zu vorsichtig entkleidete, versuchte er sich wieder an alles zu erinnern, was ihm Carl beigebracht hatte, als sie den Kleinen nach seiner Geburt gemeinsam zum ersten Mal gebadet hatten. „Siehst du, das klappt doch schon recht gut", lobte Amanda seine Arbeit und holte dann ein flauschiges Handtuch aus einer Schublade. „Dann kannst du ihn schon mal darin einwickeln und ich geh ins Bad oder soll ich dir erst zeigen, wie du am besten die Windel los wirst?" „Ich denke, das Problem löse ich auch noch. Wofür ist man denn Zauberer?" Severus grinste und küsste dann kurz seinen Sohn, der offenbar wenig davon begeistert war, gerade ausgezogen zu werden. „Oh ja... Ausziehen ist soooo dooooof", reagierte Amanda auf Christophers Gequengel. „Ich bin schnell im Bad und bereite alles vor, ihr kommt hier ja wunderbar allein zu Recht scheint mir." „In Ordnung. Wir kommen gleich."
Nachdem Amanda verschwunden war, versuchte sich Severus noch an der Windel. Eine Seite ließ sich problemlos öffnen, bei der anderen hatte er jedoch seine Probleme. Als Christopher langsam immer mehr zu quengeln begann, murmelte Severus nur vor sich hin. „Jaja... Wir beschleunigen das Ganze jetzt, in Ordnung?" Dann zog er seinen Zauberstab und ließ mit einem lässigen Schlenker die Windel einfach verschwinden. „Na bitte. Und jetzt ab ins warme Badewasser mit dir!" Vorsichtig wickelte er Christopher dann in sein Badetuch ein und brachte ihn nach nebenan zu Amanda. Diese hatte inzwischen das Wasser warm ins Waschbecken laufen lassen, das war am einfachsten, da Christopher noch so klein war.
„Oh da seid ihr ja, das ist prima, dann kann es los gehen." „Ja. Deine Männer sind bereit." Severus schmunzelte. „Ja gut. Handtuch aus und los. Du musst nur gut den Kopf festhalten." „Ich weiß. Ausnahmsweise mache ich das nämlich nicht zum ersten Mal", entgegnete Snape, dann wandte er sich an seinen Sohn. „Na dann los. Baden wir dich." Vorsichtig wickelte er Christopher wieder aus seinem Handtuch und setzte ihn dann in das warme Wasser im Waschbecken. Chris fand das allerdings alles andere als eine gute Idee und fing an zu weinen, das war alles so nass!
„Oje, bis er ein Wasserliebhaber wird, dauert es wohl noch eine Weile." Amanda reichte Severus den Waschlappen, damit er Christopher besser waschen konnte. Severus seufzte. „Hab dich nicht so, junger Mann. Das ist doch alles nur halb so schlimm." Dann nahm er Amanda den Lappen ab und badete Christopher sehr umsichtig weiter, bis er ihn überall gesäubert hatte. Die Meinung seines Vaters konnte Christopher nicht unbedingt teilen und wurde daher vor lauter Weinen schon ganz rot am Kopf. „Gut, dass er so klein ist und alles noch nicht so lange dauert", versuchte Amanda dem Ganzen etwas Positives abzugewinnen. „Hm ja. Gleich platzt sein Kopf, so rot wie er schon ist." Severus grinste ein wenig, dann legte er den Waschlappen weg und redete erneut mit seinem Sohn. „So du Schreihals. Jetzt hast du's ja geschafft. Komm her!" Vorsichtig nahm er ihn wieder aus dem Wasser, wickelte ihn erneut in das weiche Badetuch ein und trocknete ihn gleichzeitig ein wenig ab. „Bist du jetzt wieder zufrieden?"
Zunächst war Christopher vor allem überrascht, aber noch nicht wirklich davon überzeugt, dass das nun besser war und so weinte er weiter, wenn auch leiser als zuvor. „Na da wollen wir ins mal schnell anziehen und vermutlich wäre dann etwas Schlaf auch ganz gut." „Ja. Ich glaube auch." Severus trug seinen Sohn zurück zum Wickeltisch. Währenddessen gab er ihm einen Kuss auf den Kopf. „Und was ziehen wir ihm an?" „Hm... Hast du Farbwünsche? Wie wäre es mit Dunkelblau und rotem Hut?", schlug Amanda vor. „Wie wäre es mit Dunkelgrün und silbernem Hut?" Severus grinste. „Nein, ist mir gleich. Was du hast. Unserem Sohn steht ohnehin alles gut."
„Damit kann ich leider nicht dienen... Denke aber auch, dass er mit allem schick aussieht." Amanda reichte Severus so zunächst einmal eine Windel und suchte dann in der Schublade nach dem genannten Strampler. Severus nahm die Windel entgegen und betrachtete sie einen Moment lang nur. „Also schön... Wie war das noch gleich", sprach er mit sich selbst und versuchte zu rekapitulieren, was ihm Carl damals gezeigt hatte. Dann versuchte er sich daran, Christopher zu wickeln. Amanda hätte es mit Sicherheit doppelt so schnell geschafft, dem Kleinen die Windel und anschließend auch den Strampler anzuziehen, doch schlussendlich war auch Severus erfolgreich und Christopher lag frisch herausgeputzt vor ihm. „Na bitte. Was lange währt..." Amanda lächelte. „Na siehst du, du kannst das sicher besser als so einige andere Väter die immer da sind", meinte sie überzeugt. Christopher hingegen war noch immer nicht sonderlich begeistert und quengelte weiter vor sich hin. „Hm, ich vermute, da hat jemand mal wieder Hunger und danach ist wohl etwas schlafen ganz gut."
„Wenn du meinst", entgegnete Severus, aber er war durchaus zufrieden mit dem, was er gerade geleistet hatte. „Na dann fütter ihn. Ich glaube, ich hole mir derweil auch noch einmal eine Kleinigkeit aus der Küche. Willst du auch etwas? Oder soll ich vielleicht noch einen Tee machen?" „Ja, Tee wäre toll. Im Regal steht so ganz abartiger Kräutertee, den hätte ich gern." „Und wieso, wenn er so abartig ist?" „Weil er so ganz gut ist, von der Wirkung her, aber er schmeckt nicht gut." Währenddessen setzte sie sich mit Christopher in den Sessel, um ihn zu füttern. „Aha. Na mal sehen, was das für ein Tee ist." Nach diesen Worten machte sich Severus auf in Richtung Tür, um nach unten in die Küche zu gehen. Amanda lächelte ihm hinterher und kümmerte sich dann weiter um ihren Sohn, der langsam schon so müde war, dass er beim Trinken halb einschlief.
In der Küche setzte Severus zunächst Wasser für den Tee auf, dann holte er ihn aus dem Schrank und schnupperte daran. Mit leicht gerümpfter Nase stellte er die Packung schließlich wieder hin. Kein Wunder schmeckte dieser Tee grauenhaft, bei diesen Zutaten. Dill, Anis, Fenchel - schon alleine das waren nicht gerade seine bevorzugten Teekräuter. Aber wenn dann noch der Rest dazukam... Severus erwischte sich bei dem Gedanken froh zu sein, dass er dieses Gebräu nicht trinken musste. Da verzichtete er doch gern darauf, Christopher nicht füttern zu können. Als das Wasser fertig war, goss er eine Kanne Tee für Amanda auf und während dieser zog, belegte er sich selbst noch ein Sandwich, welches er auch sogleich noch verzehrte. Als das Getränk schließlich fertig war, stellte er es zusammen mit einer Tasse auf ein Tablett und brachte es nach oben ins Schlafzimmer.
„Oh du bist ja lieb", bedankte sich Amanda, als sie Severus ins Zimmer kommen sah. „Du weißt doch, ich tu alles für dich, was in meiner Macht liegt." Snape lächelte und stellte dann den Tee auf Amandas Nachttisch ab. „Und? Hat der Herr gespeist oder ist er noch dabei?"
„Er weiß noch nicht so genau was er will. Schlafen und trinken müsste gleichzeitig gehen scheint mir." „Tja, das wurde noch nicht erfunden. Aber vielleicht kannst du mir derweil sagen, wo ich dieses Buch finde. Das in dem alles über Babys drin steht."
Amanda schmunzelte. „Na alles ist übertrieben, aber manches schon. Es ist im Nachttisch in der Schublade. Ich kann nicht immer gleich wieder einschlafen, wenn mich der Kleine hier wieder mal geweckt hat." „Ah ja. Dann will ich doch da noch einen Blick reinwerfen, bis du fertig bist." Nach diesen Worten zog sich Severus seine Robe aus, um es auf dem Bett bequemer zu haben, dann holte er sich das Buch aus Amandas Nachttisch und legte sich auf seine Seite des Bettes. „Tu das."
Es dauerte noch einen Moment bis Christopher scheinbar keinen Hunger mehr hatte und Amanda zum Bäuerchen übergehen konnte. Dabei stand sie auf und setzte sich nach einigen Schritten durch den Raum zu Severus aufs Bett. „Das wäre also auch wieder geschafft, was?" kurz sah Severus Amanda an und lächelte, dann blätterte er weiter im Buch, was er sich geholt hatte. „Ja für eine kurze Weile. Und du? Hast du etwas Interessantes gefunden?"
„Das ganze Buch erscheint mir interessant. Ich werde es nur leider nicht alles lesen können, solange ich da bin." „Du kannst es mitnehmen." „Besser nicht. Wenn es nicht bei mir herumliegt, kann es keiner sehen und sich fragen, wieso ich so etwas lese." „Hm, ja. Na wenn du meinst... Sonst musst du eben immer fragen, wenn du etwas wissen möchtest." Christopher hatte inzwischen Luft abgelassen und begann auf Amandas Arm einzuschlafen. „Oder immer lesen, wenn ich hier bin. Willst du ihn in sein Bett legen jetzt?"
„Ja, sollte ich wohl vermutlich langsam." „Wieso?" „Na bevor er hier ganz einschläft." „Macht doch nichts. Oder?" Severus legte das Buch beiseite. „An sich nicht unbedingt, aber was machen wir dann?" „Was willst du denn machen?" Severus grinste. „Ich weiß nicht, eigentlich bin ich auch ziemlich müde." „Na also. Wenn wir alle schlafen, kann er auch hier schlafen, oder?" Severus rutschte etwas nach vorne, um sich richtig hinlegen zu können. „Gib ihn her. Ich nehme ihn." „Ich kann auch ein Kissen holen, dann kann er darin schlafen und wir müssen nicht so aufpassen." „Ich passe schon auf. Dessen kannst du dir sicher sein. Aber wenn er mit Kissen bequemer schläft..." „Ich glaub er würde es auf deinem Bauch besser finden", meinte Amanda schmunzelnd. „Dann sind Vater und Sohn sich ja einig." Auch Severus schmunzelte. „Gut, mir ist es gleich."
Amanda nahm die Decke und legte sie über Severus Beine, bevor sie Christopher vorsichtig auf Severus Brust legte. „So, dann kann es ja los gehen", sagte sie, während sie beide weiter zudeckte. „Allerdings. Danke." Severus legte seine Linke auf den Rücken seines Sohnes und strich ihm mit der Rechten sanft über das kleine Köpfchen, dann seufzte er leise. Instinktiv griff Christopher nach Severus Hemd. Amanda hingegen ging um das Bett herum und legte sich neben ihre beiden Herren und kuschelte sich an Severus.
Severus lächelte als er spürte, wie sich Christophers kleine Hand ballte und strich ihm erneut vorsichtig über die wenigen dunklen Haare die er schon besaß. Es war ein schönes Gefühl so dazuliegen, mit seinen Lieben in seiner Nähe. Amanda legte ihre Hand auf Severus Arm und lehnte ihren Kopf dagegen. „Ich bin doch müder als gedacht, scheint mir." „Dann schlaf." Severus drehte den Kopf zur Seite und lächelte leicht. „Du aber auch." „Sicher. Aber erst will ich es noch etwas genießen, hier bei euch sein zu können." „Ich dachte das tust du schon die ganze Zeit." „Natürlich. Aber vielleicht kann ich nicht genug bekommen", entgegnete Severus und grinste. „Das ist aber auch nicht gut", murmelte sie. „Musst du ein wenig speichern." „Ich versuche es", sagte Snape leise. „Und wieso ist es nicht gut, wenn ich nicht genug von euch bekommen kann?" „Weil es dann nie gut ist." „Was ist nie gut?" So ganz verstand Severus Amandas Logik nicht, denn er fand seine Aussage, dauerhaft Genuss an seiner Familie zu finden, durchaus positiv.
„Na es gibt so ein Sprichwort, irgendwie: Wem genug nicht genug ist, wird niemals zufrieden sein – oder so ähnlich." „Das Sprichwort kenne ich nicht. Und ich bin, bis auf wenige Ausnahmen, gerade sehr zufrieden." „Na dann ist es gut. Sehr schön, dass du da bist!" „Ich finde es auch schön. Ich hoffe, ich kann in den Ferien wieder öfter bei euch sein. Jetzt da in Hogwarts wahrscheinlich alles wieder seinen geregelten Gang gehen wird."
„Das wäre toll. Dann könnten wir einige schöne Sommertage zusammen verbringen." „Ja, ich fände es auch gut. Sonst sehe ich meinen Sohn gar nicht aufwachsen." „Ich sehe ihn jetzt schon Blumen im Mund haben", meinte Amanda und kicherte leise. Auch Severus lachte leise, wodurch Christopher auf seiner Brust ein wenig durchgeschüttelt wurde. „Solange es nur Gänseblümchen sind…" „Wer weiß, wer weiß." Sie gähnte kurz. „Bis dahin werden die Nächte hoffentlich auch länger." „Ich hoffe doch, dass du ihn davon abhalten wirst, wenn er giftigeres in den Mund nehmen will. Und jetzt versuch zu schlafen. Ich werde es auch versuchen." „Natürlich, aber bis es soweit ist, wird es wohl noch eine Weile dauern." Auf seine weiteren Worte nickt Amanda lediglich noch. „Mhm", brummte Snape nur bestätigend, dann fügte er noch leise ein Schlaf gut an. Das tat Amanda schließlich auch sehr erholsam an Severus Seite. Auch der nickte am Ende recht bald ein, seine Hände immer noch beschützend auf Christopher ruhend, der auf seiner Brust schlief.
