Kapitel 53

Ihre Arme zitterten bereits, unter den Anstrengungen, ihn von sich zu schieben. Und ihr Kopf schmerzte. Sie hatte so viel geweint, hatte so schlecht geschlafen, und jetzt zwang er sie hierzu und niemand hörte ihre Schreie!

Er lag bereits über ihr, zwang sie, still unter ihm zu liegen, und sie konnte nicht fassen, dass sie es nicht schaffen würde, ihn loszuwerden. Er kam ihr vor, wie in einer gewalttätigen Trance. Er sprach kein Wort, und das machte ihr nur noch mehr Angst.

Er ließ eines ihrer Handgelenke los, um seine Hose zu öffnen, und ihr Höschen ihre Beine hinab zu zerren. Und egal, was sie versuchte – sie kam unter ihm nicht weg!

Ihre Tränen schienen ihn nicht zu rühren, er schien sie nicht einmal zu sehen.

Seine Hände waren kalt. Sein Körper war hart und ungnädig.

Sie roch seinen Duft, den sie fast schon vergessen hatte, und ihr ganzer Körper schmerzte von ihrer Abwehr und Ablehnung. Aber kurzerhand zerriss er ihr Höschen, wie er schon ihren gesamten Schlafanzug zerrissen hatte. Ihr Unterkörper war nackt unter ihm. Seine Hose hing halb seine Beine hinab, aber es reichte. Es reichte, damit er sich zwischen ihre bloßen Beine drängen konnte, und wie er eine Erektion haben konnte, war ihr unbegreiflich, denn sie wollte einfach nur schreien und weglaufen vor ihm!

Aber er ließ sie nicht. Es war keine Abfindung! Es war keine Resignation! Und auch als er grob in sie eindrang, als sich ihre Körper verbanden, war es keine Erlaubnis, die sie ihm erteilte. Sie wehrte sich weiterhin, drehte ihren Kopf zur Seite, weinte immer noch, und mit jedem Stoß hasste sie ihn mehr. Er hatte ihre Handgelenke losgelassen, vergrub den Kopf keuchend in ihrer Halsbeuge, küsste sie nirgendwo, rammte sich lediglich in größerer Ekstase in sie, dass das Feldbett laut knirschte und quietschte.

Ihre Hände hatten sich nutzlos gegen seine bloßen Schultern gestemmt, während er ihren Körper missbrauchte.

Sie weinte nicht stumm. Sie weinte laut, drehte ihren Kopf soweit wie möglich von ihm weg, und es kam ihr wie eine Ewigkeit vor, bis er kam.

Seine Stöße ebbten nach dem letzten Grollen aus seiner Kehle endlich ab, und reglos lag er nun auf ihr, sein scheiß Penis noch immer in ihr.

Sie weinte nun stumm, der Blick verschleiert, und sie wollte weg! Weg von ihm! Weg von diesem Ort!

Er zog sich aus ihr zurück und legte sich neben sie auf das schmale Bett. Sie rappelte sich hoch, aber er griff lediglich mehr als geistesgegenwärtig nach ihrem Arm.

„Ich bin noch nicht fertig", informierte er sie heiser. „Wenn du gehst, werde ich dir einfach folgen, also bleib, wo du bist", knurrte er unfreundlich und böse.

Sie sah auf ihn hinab. Mit einem groben Ruck zog er an ihrem schmerzenden Arm, und sie fiel neben ihn, unbequem eingequetscht zwischen ihm und der Zeltwand, während sie die klebrige, zähe Flüssigkeit zwischen ihren Beinen spürte. Es tat weh.

„Ich hasse dich", flüsterte sie, aber er schwieg neben ihr.

Sie blinzelte mit großen Augen an die Decke, starrte ins Leere, und wartete, dass die Schmerzen in ihrem Körper verschwanden. Die Schmerzen der Gegenwehr, aber auch die Schmerzen der Enttäuschung und Wut. Der Scham und Aussichtslosigkeit.

Er war neben ihr eingeschlafen. Vorsichtig versuchte sie, aufzustehen, aber er merkte es und reagierte, ob im wachen oder im bewusstlosen Zustand, und drehte sich, so dass sein schwerer Arm besitzergreifend über ihr lag. Reglos lag sie auf dem Rücken unter seinem Arm.

Sie machte ihre Augen nicht zu, in dieser Nacht.

Der Ofen brannte mit einem Dauerzauber, so wurde es nicht kalt. Auch dass sie ohne Schlafanzug neben ihm lag, brachte keine Kälte hervor, denn er wurde immer wärmer, während er schlief.

Und sie hasste diesen Mann neben sich, dachte sich verzweifelt. Und die Nacht wich dem Morgengrauen nur langsam, während ein eisiger Wind um das Zelt heulte.

Sie weinte bestimmt eine Stunde lang, während sie sich den Rest der Zeit Vorwürfe machte, wie es soweit hatte kommen können, dass sie gegen eine Vergewaltigung nichts unternehmen konnte.

Und sie musste kurz weggedämmert sein, denn sie hatte nicht gemerkt, wie das Gewicht seines Armes verschwunden war, und er schließlich neben ihr aufrecht saß und sich die Augen rieb. Sie blinzelte und blieb stocksteif liegen.

Fahles Licht schien durch den Schlitz des Zelteingangs, den er aufgeknöpft, aber nicht wieder verschlossen hatte. Er wandte den Blick. Seine grauen Augen wanderten über ihr Gesicht, ihren Oberkörper hinab. Er würde es wieder tun, durchfuhr es sie panisch.

Sie wollte sich aufrichten, aber Schmerzen erfüllten sie bei dieser Bewegung. Er näherte sich, und sie hob den Arm. Als sie ihn mit der Hand gegen seine Brust auf Abstand halten wollte, erkannte sie die dunklen Blutergüsse um ihre Handgelenke und Unterarme, und kurz weiteten sich ihre Augen. Er hatte ihr wirklich wehgetan.

Und noch immer, schien er nicht willig, zu sprechen.

Und er griff tatsächlich wieder nach ihren Handgelenken. Sie keuchte auf vor Schmerz, und er nutzte ihre Schwäche aus. Er stieg wieder über sie, wischte die Decke mit einer Bewegung zur Seite, und sie war noch immer feucht vom letzten Mal. Mühelos glitt seine steinharte Erektion in sie. Kurz verharrte er, griff um ihren Oberkörper, hob sie an und zog ihr das dünne Shirt über den Kopf. Ihre Brüste waren frei, und er senkte den Kopf. Seine Zunge umkreiste verlangend ihre Brustwarze, und sie wollte weinen.

Er widerte sie an. So sehr! Und sie konnte nichts tun, vor Schmerz. Seine Hand griff grob nach ihrer Brust, massierte sie mit kühlen Fingern, während seine Zunge heiß ihren Hals hinauf fuhr. Sie weinte schon wieder, denn ihre Muskeln protestierten, denn von ihren Abwehrversuchen der letzten Nacht hatte sie furchtbaren Muskelkater bekommen.

Sie schüttelte wild den Kopf, als er ihre Lippen küssen wollte, aber seine Hand griff ungeduldig in ihre Haare und hielt ihren Kopf still, während sie unter Schmerzen ihre Hände gegen seine Brust stemmte. Seine Stöße gingen noch langsam, fast träge, und sie hasste, dass sie zu schwach war, und ihr Zauberstab nutzlos am Zelteingang lag.

„Nei-!", begann sie, aber er presste seinen Mund auf ihren, ließ ihr keine Zeit, zu schreien, und er küsste sie. Sie musste nach Schlaf schmecken, so wie er es tat, aber es schien ihm völlig egal zu sein, als er seine Zunge zwischen ihre Lippen schob, und sie versuchte, sich aus dem Kuss zu wenden.

Seine andere Hand glitt zwischen ihre Beine, und sie schrie unterdrückt in seinen Mund, versuchte, in seine Zunge zu beißen, während sein Daumen Kreise über ihre empfindlichen Nerven zeichnete. Eine Träne rang sich wieder aus ihrem Augenwinkel, und er verstärkte den Rhythmus, drang tiefer in sie ein, stöhnte unterdrückt in ihren Mund, und sie spürte wieder Schweiß auf ihrer Stirn ausbrechen, als sie krampfhaft versuchte, sich zu wehren.

Sie konnte nicht verhindern, dass ihr Körper reagierte, und irgendwann erfassten sie die Wellen, die sie kannte.

Sie konnte ihrem Körper diesen Moment nicht mehr verweigern, und für diesen kleinen Moment erstarb ihre Gegenwehr, als sie unter seiner bösen Gewalt und seinen unerwünschten Berührungen tatsächlich kam.

Er spürte es sofort, denn ihre Zunge ging abwesend auf das Spiel seiner Zunge ein, und seine Stöße wurden härter, hielten ihren Orgasmus noch länger aufrecht, und ohne es verhindern zu können, bog sie sich ihm entgegen, entspannte ihre Muskeln kurz, verwehrte sich nicht, und schließlich ergoss er sich stöhnend in ihr, löste sich von ihren Lippen, und sein Kopf fiel auf ihren bloße Brust.

Ihr Atem ging schnell, während sie ihn gewähren ließ. Er lag über ihr, reglos und stumm, bis sich sein Atem beruhigte, bis sie spürte wie sein Herzschlag langsamer ging.

Seine Muskeln spannten sich an, als er sich auf den Händen nach oben stützte, um sie anzusehen. Er küsste sie nicht mehr, sagte gar nichts, und sie schämte sich, dass sie tatsächlich hatte kommen können, während er sie vergewaltigte. Er rollte von ihr runter und stand direkt auf.

Die Kälte kroch in ihre Glieder, während er achtlos in seine Hose stieg und dann den Zauberstab holte.

Er kam zurück, setzte sich ernst auf die Bettkante, und sie glaubte wirklich, er würde sie verfluchen. Zitternd wich sie vor ihm zurück, aber er ergriff ihre Hand, und vor Schmerz zuckte sie zusammen. Er legte die Spitze des Zauberstabs auf die dunklen Blutergüsse und sprach eine stumme Formel.

Sie spürte die heilende Hitze der Heilung. Und sie stieß ihn nicht von sich. Es würde nur mehr wehtun. Er wiederholte die Heilung bei jedem Hämatom, das er ihr zugefügt hatte.

Sie war noch immer nackt, und ihre bloße Brust hob und senkte sich unregelmäßig, denn ihre Panik war noch nicht abgeklungen. Sein Blick fiel zu ihren Brüsten, als er fertig war, und seine Hand strich ungefragt über ihre harte Brustwarze. Hitze schoss in ihre Wangen, und Wut erfüllte sie, dass er das tat. Dass er sich nicht einmal entschuldigte! Dass er-

- er senkte schon wieder den Kopf, küsste ihren Nacken, und sie hielt die Luft an. Nein! Nicht schon wieder! Sie war schwach vor Hunger und Müdigkeit. Er küsste die Linie ihres Kiefers, und sie schüttelte den Kopf, aber schon hatte seine geschwollenen Lippen ihre erreicht.

Und wenn sie sich eingeredet hatte, sie hatte nicht mehr gewusst, wie es war von ihm geküsst zu werden, dann wusste sie es jetzt wieder auswendig.

Es war ein schlichter Kuss, und sie zog den Kopf zurück, ehe er seine Zunge in ihren Mund drängen konnte. Seine Augen öffneten sich. Eisgrau.

Er war ihr körperlich überlegen. Und auch emotional, denn er fühlte scheinbar nichts. Keine Schuld, keine Reue – gar nichts, wohingegen sie emotional in Scherben vor ihm lag.

Sie kam nicht darüber hinweg, wie er sie zweimal hatte vergewaltigen können, während er dabei war, es ein drittes Mal zu tun.

Er erhob sich übergangslos und schien vor dem Feldbett zu warten.

Zu warten, dass sie aufstand. Und was blieb ihr übrig? Vielleicht könnte sie rennen? Langsam kletterte sie aus dem Feldbett, in dem ihre zerrissenen Sachen verteilt waren. Zitternd kam sie auf die Beine. Sie stand nackt vor ihm und schämte sich, während sie ihn gleichzeitig hasste. Sie konnte nicht rennen. Sein Arm legte sich probehalber um ihre bloße Taille, und im Gegensatz zu ihrem Körper war sein Körper heiß. Ihre bloße Brust berührte seinen nackten Oberkörper, und wieder fuhren seine Hände über ihre Haut, mal sanfter, mal fester, sein Blick irgendwo gefangen zwischen Faszination und Ablehnung. Wieder legte sie ablehnend die Hände über seine Brust, übte sanften Druck aus, denn auch wenn die Flecken verschwunden waren, waren ihren Muskeln überstrapaziert.

Seine Hände glitten zu ihrem Po, umfingen ihn kurz und er presste ihren Unterleib gegen seinen. Durch den rauen Stoff seiner Hose spürte sie erneut seine Erektion. Und sie hob den Blick zu seinen Augen.

„Nein", sprach ihre gebrochene Stimme verzweifelt, während sie die Tränen wieder spürte.

„Sag nicht Nein zu mir", erwiderte er leidglich. Daumen und Zeigefinger umfassten grob ihr Kinn. „Sag niemals wieder nein, Granger", warnte er sie rau und besitzergreifend legten sich seine Lippen über ihre, ehe sie reagieren konnte.

Der Kuss war heiß und hungrig, verzweifelt und wütend zugleich. Seine Zunge drang unbeherrscht nach vorne, focht mit ihrer, und ihr Herz schlug so schnell vor Angst und Wut, dass sie sich mit den Händen an seinen Schultern festhalten musste, anstatt ihn von sich zu schieben. Kurz wurde ihr schwarz vor Augen.

Sie musste essen. Sie musste schlafen.

Und er hielt sie. Er löste sich von ihr. Sie blinzelte benebelt in sein Gesicht. Schnell stieg er in seine Stiefel, ohne sie zu schnüren und griff sich seinen Mantel vom Boden. Mit einer Hand zog er ihren Zauberstab aus seinem Hosenbund, löschte den Ofen, und Kälte erfasste sie augenblicklich. Er legte den Mantel um ihre Schultern, knöpfte den ersten Knopf zu, und ehe sie protestieren konnte, ging er in die Knie, griff um ihren Körper und ihre Kniekehlen und schon trug er sie auf seinen Armen. Sie konnte nur die Arme um seinen Nacken legen, während er durch den Zelteingang in die Morgendämmerung trat und eisig klare Luft ihr Gesicht traf. Sie wurde wieder wacher durch den Kälteschock, denn sie trug lediglich seinen Mantel. Mit schnellen Schritten trug er sie mit nacktem Oberkörper durch den Schnee, bis zum Gästehaus zurück. Er setzte sie nicht ab, öffnete die Tür mit einer Hand und stellte sie erst im Wohnzimmer auf ihre eigenen Füße. Es war so angenehm warm hier.

Er schnippte mit den Fingern, während er die Stiefel loswurde. Tilly erschien nahezu prompt, und er befahl ihr, Frühstück zu bringen. Die Elfe verschwand mit einem ängstlichen Blick auf sie wieder.

Er selbst wandte sich ab. „Iss was", sagte er lediglich, ohne jede Regung in seinem Gesicht. Und dann hatte er sich abgewandt. Sie sank zitternd auf die Couch, während er nach oben verschwand. Und sie hatte nicht mal genug Kraft seinen Mantel auszuziehen. Sie würde nirgendwohin fliehen können. Im Moment.

Die Elfe kam mit einem wankenden Tablett in den Armen aus dem Nichts, stellte es vor Hermine auf den niedrigen Couchtisch und verschwand hastig wieder.

Hungrig aß sie das Croissant, zwei Brötchen und Früchte, trank gierig den heißen Tee, während sie hörte, wie er oben duschen musste. Sie glaubte, zum Frühstück noch nie so viel gegessen zu haben, wie jetzt. Dennoch wurde die Müdigkeit durch das Sättigungsgefühl nicht besiegt.

Sie wollte duschen. Sie wollte schlafen. Und dann wollte sie ihn umbringen.

Müde schlurfte sie die Treppe nach oben, noch immer seinen Mantel über den Schultern. Immerhin war sie satt. Es kam ihr vor, als wäre sie einen Marathon gerannt, so sehr schmerzten ihre Muskeln unter jedem Tritt.

Oben angekommen, öffnete er seine Schlafzimmertür. Erschrocken hob sie den Blick als er sie ansah. Er trug einen weißen Bademantel, und sie blieb stehen, denn sie wusste nicht, was sie tun sollte. Sie könnte unmöglich rennen. Sie konnte kaum stehen, so müde war sie.

„Wo ist mein Zauberstab?", fragte sie, wütend, beschämt, aber sie wollte ihn haben. Denn nur damit konnte sie ihn umbringen! Er kam näher.

„Gib mir meinen Mantel. Ich werde ihn reinigen lassen müssen", erwiderte er lediglich, fast ausdruckslos, als wäre er kein verdammtes Schwein, dass sie vergewaltigt hatte.

„Weil ich ein Schlammblut bin?", wollte sie angriffslustig wissen, und wollte ihn schlagen, wollte ihm Schmerzen zufügen, so wie er es bei ihr getan hatte! Kurz dachte er nach.

„Unter anderem, ja", erwiderte er kalt. „Allerdings geht es mir mehr um die Spermaflecken", erläuterte er ungerührt und hielt seine Hand weiterhin ausgestreckt. Und es war ihr egal. Sie öffnete seinen blöden Mantel, zog ihn von ihrem nackten Körper und schleuderte ihn ihm entgegen. Wieder glitt sein Blick über ihren Körper, als würde er ihm gehören. Aber sie stand vor ihm, versteckte ihre Blöße nicht, und sah ihm fest in die Augen.

„Gib mir meinen Zauberstab", knurrte sie wieder, aber er reagierte nicht. Er ließ den Mantel achtlos fallen, und sie hasste seinen Blick. Dieser widerwärtige Blick, von dem sie sagen konnte, dass es nicht gut enden würde. „Nein!", entfuhr es ihr, als er den Abstand schloss. Er drängte sie gegen die Wand, sie zuckte vor Schmerz zusammen, und er schloss den Abstand. Der raue Frotteestoff des Bademantels rieb gegen ihren nackten Körper.

Eine Hand lag um ihre Taille, die andere hatte er neben ihrem Kopf an die Wand gestützt.

Das Grau in seinen Augen war dunkler als vorhin.

„Sag. Nicht. Nein. Zu. Mir", wiederholte er gepresst, während er sie nicht aus den Augen ließ, beim letzten Wort, schlug seine flache neben ihr gegen die Wand, dass sie vor Angst zusammenzuckte.

„Was willst du tun?", fuhr sie ihn an. „Mich wieder vergewaltigen? Und danach wieder? Bis ich dir gehorche? Bis ich mich nicht mehr wehre? Bis ich mich mit Resignation und Hinnahme meinem Schicksal füge, du dämliches Arschloch?", rief sie unter Tränen, und er blieb gänzlich ungerührt.

„Ja", erwiderte er schlicht. „Man bricht den Willen eines Tieres, indem man es wieder und wieder unterwirft. Ich nehme an, bei Schlammblütern dürfte es nicht anders-"

Sie hatte ihn mit der flachen Hand ins Gesicht geschlagen, so dass seine Wange rot glühte, und er war tatsächlich verstummt. Ihr Atem ging abgehackt, und ihr Körper bebte vor Zorn, während ihre Hand vor Schmerz summte. Wut flammte in seinen grauen Augen auf, und er schloss den Abstand nahezu übergangslos, so dass sie erschrocken aufkeuchte.

Seine Lippen verschlossen ihren protestierenden Mund, und sein Kuss war verzweifelt, verlangend und bestrafend, und sie wusste nicht, was sie tun sollte.

Sie wandte sich unter seinem herrischen Griff, unter seinem Gewicht, was sie gegen die Wand hielt, und Tränen rangen sich aus ihren Augenwinkeln, denn die Erinnerungen an die letzte Nacht und diesen Morgen stiegen wieder in ihr empor. Sein Arm schlang sich um ihre Taille. Sie versuchte, ihn von sich zu schieben, und ihre Finger krallten sich in den Stoff des Bademantels, während seine Zunge in ihren Mund stieß, während er seine wachsende Erektion gegen ihre Hüfte presste, und seine Zähne bissen in ihre Unterlippe, während sich seiner Kehle ein raues Grollen entrang.

Sie wimmerte gegen seine Gewalt, gegen seine Überlegenheit, und er küsste noch ein letztes Mal kraftvoll, erbarmungslos und hungrig ihre geschwollenen Lippen, ehe er den Kopf mit einem Ruck zurückzog.

Er öffnete tatsächlich seinen Bademantel. Ihr Atem ging wieder schnell, und mittlerweile konnte sie nicht mehr zählen, wie oft sie mit ihm Sex gehabt hatte. Er griff nach ihrer Hand, legte ihre Finger herrisch um seine Erektion, und als sie die Hand angewidert zurückziehen wollte, umschloss er ihre Finger mit seinen. Er führte ihre Hand, und sie konnte nirgendwohin ausweichen, musste die Bewegung unausweichlich nachahmen, und stöhnend sank sein Kopf auf ihre bloße Schulter.

Ihr Herz musste so laut schlagen, dass man es im Herrenhaus hören konnte. Er roch frisch geduscht, aber sei Eigengeruch hing ihm nach wie eine schlechte Eigenschaft – von denen er so unzählig viele besaß. Sie war es mittlerweile schon gewöhnt. Er führte weiter ihre Hand, bis sie glaubte, dass er tatsächlich kommen würde, und noch womöglich ihren Bauch treffen würde, aber dann ließ er ihre Hand los, und hastig zog sie ihre Hand von seinem Penis zurück.

Er ließ ihr keine Zeit. Schon hatte er sie herumgedreht und presste sie gegen die Wand. Ihre Hände stützten sich gegen die Wand, wollten sich wegschieben, aber schnell hatte er die Gelegenheit genutzt, und sie spürte, wie er sich positionierte.

Sie konnte nicht fassen, dass er das tat! Er war wie ein wildgewordenes Tier, was nicht aufhören konnte! Langsam drang sein Penis in sie, er musste die Knie etwas beugen. Sie hörte ihn ausatmen, und sein Arm schlang sich um ihre bloße Taille, während seine Hand nach vorne wanderte, zwischen ihre Beine. Ihre Wange lehnte an der kühlen Wand, und sie wollte es nicht! Sie wollte nicht, dass er es tat.

Ihre Nerven reagierten sofort, als er sie berührte. Es war eine neue Position, und sie hatte das Gefühl, als würde er noch tiefer eindringen als bisher. Und ihre Augen schlossen sich, während sie spürte, dass sie kommen würde. Sie machte das leiseste Geräusch.

Es war unmöglich, dass er es wirklich hören konnte.

Es war ein leises Stöhnen! Es war nicht zu verhindern, denn er hatte angenehm hart über ihre Klitoris gerieben, aber er hatte innegehalten. In nur einer unangenehmen Bewegung hatte er sich aus ihr entfernt und sie zu sich herum gedreht. Fast, als wolle er sicher gehen, dass sie gerade wirklich gestöhnt hatte. Röte zierte ihre Wangen und überrumpelt sah sie ihn an.

Dass er jetzt aufgehört hatte… war überraschend und fast… enttäuschend, stellte sie mit Schrecken fest. Sie wurde ganz klar wahnsinnig.

Und ohne dass sie den Umschwung auch nur ansatzweise bemerkt hatte, schloss er den Abstand, legte die Hand um ihren Nacken und küsste sie erneut. Ihr Bauch kribbelte, und sie vergaß, ihn zu hassen, ihn zu schlagen, und sie erwiderte seinen Kuss – ungeduldig und äußerst erregt.

Mit einem Knurren löste er sich, zog sie mit sich in sein Schlafzimmer und stieß sie ungeduldig auf sein Bett. Schnell war er den Bademantel losgeworden, und sie konnte ihm nur zusehen, wie er, geschmeidig wie ein Tier, ins Bett kam und ihre Beine spreizte, ohne dass sie sich wehrte.

Und sie erkannte die Hilflosigkeit in seinem Blick. Für einen Moment glaubte sie zu wissen, dass er selber nicht wusste, was er tat oder was er wollte, aber jetzt gerade war sie zu erregt, um vernünftig zu denken.

Er senkte den Kopf, und sie konnte nicht mehr sagen, ob sie ihm tatsächlich entgegen kam! Sie wusste nur, er küsste sie hart, während er wieder nach vorne drang. Er teilte ihren Eingang und stieß sich gänzlich nach vorne. Sie wusste nicht, warum, aber sie fiel in seinen Rhythmus, erlaubte ihm, sich zu nehmen, was er so dringend wollte, und biss sich auf die Lippe, als er begann, ihren Hals zu küssen.

Und sie verhinderte nicht, zu stöhnen, als sie spürte, wie alle Lichter angingen, wie alles wie erleuchtet schien, in ihrem Kopf.

Ihre Nägel krallten sich in seinen Rücken, und er schauderte, als er wieder einmal in ihr kam. Diesmal nahm sie es anders wahr, diesmal war sie mit dabei. Diesmal fühlte sie, was er fühlen musste. Zitternd klang ihr Höhepunkt ab, und sie hielt sich praktisch an ihm fest.

Seine Stirn lehnte an ihrer, und sie wusste nicht, ob das jetzt noch eine Vergewaltigung war.

Sie wusste es nicht.

Seine Augen öffneten sich und wirkten wie strahlend helles Silber. Er verharrte noch eine Weile in ihr, bevor er den unglaublichen Blick von ihren Augen löste und sich aus ihr entfernte. Sie hatte die Luft angehalten, denn sein Blick hatte ihr kurz den Atem geraubt, hatte kurz etwas in ihr ausgelöst, was sie noch nie empfunden hatte.

Und dann war es vorbei.

Er zog sich an. Er sagte nichts, zog sich einfach nur an. Noch immer war sie nackt, lag nackt in seinem Bett und griff sich jetzt die dünne Decke. Kälte hatte sie erfasst.

Er trug eine dunkle Jeans, ein dunkles Hemd und kämmte sich mit den Fingern dich dichten blonden Haare zurück. Er hätte schön sein können, wäre er nicht widerlich, dachte sie beschämt.

Sein Blick traf sie, kalt und nichtssagend. Er warf ihr den Zauberstab aufs Bett, der auf dem Nachttisch gelegen hatte.

„Du bist hier, wenn ich wiederkomme", informierte er sie. „Das ist keine Frage, das ist keine Bitte. Du bist hier", wiederholte er ernst. Irgendetwas lag in seinem Blick. Fast würde sie behaupten, er log. Denn… in seine Augen wirkte es… wie eine Bitte.

Sie schluckte schwer.

Und es vergingen Sekunden. Einundzwanzig, Zweiundzwanzig….

Sie hätte ihn nehmen können. Sie hätte Avada Kedavra laut sagen können. Sie hätte es sogar so gemeint. Sie hätte die Zeit gehabt, jeden Fluch auf Merlins weiter Erde zu äußern, aber sie hatte es nicht getan.

Und dann wandte er sich ab. Womit hatte er gerechnet? Hatte er gewollt, dass sie ihn verfluchte? Sie ignorierte diese naheliegenden Gedanken.

Und er müsste wahnsinnig sein, wenn er glaubte, sie wäre hier, wenn er wiederkam!