Das Kapitel ist nicht so lang, fehlte aber noch um das unschöne Zwischenspiel abzuschließen.
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Deine Liebe, meine Liebe
Natürlich konnte er nicht einfach zu Hermine ins Zimmer gehen wie ein normaler Besucher. Statt dessen musste er sich in den Krankenhausflügel stehlen und sie sehen. Nur sehen, dann würde er sich ausruhen können. Er warf einen non-verbalen Desillusionierungszauber über sich und lief dann durch die menschenleeren Gänge des Schlosses. Ungestört erreichte der den Krankenflügel, überrascht runzelte er die Stirn als er sah wie viele der Betten belegt waren. Wortlos ging er von Bett zu Bett und suchte nach dem bekannten buschige Haar auf dem weißen Krankenhauskissen. Er musste daran denken, wie blaß ihr Gesicht ausgesehen hatte, als er das letzte Mal in Prince Manor gewesen war.
Plötzlich berührte ihn etwas. Vor Überraschung hatte er fast aufgeschrieen, aber noch rechtzeitig sah er Scampy. Er starrte in ihre riesigen, betroffenen Augen und fragte sich wieso ihn diese Hauself trotz des Zaubers sehen konnte. Scampy nahm seine Hand und führte ihn weg von der Station, in einem winzigen privaten Raum, Sie schubste ihn hinein und da lag sie.
Still und unbeweglich in dem Krankenhausbett, ihre Haare zu einem Zopf geflochten.
Sie war immer noch zu blass, aber es schien ihm, dass sie besser aussah als vor 2 oder 3 Tagen. War das wirklich erst so kurz her ? Langsam ging er an ihr Bett. Seine Hände verbarg er in den Taschen seines Umhangs, sicherheitshalber, denn er wollte sie nicht berühren. Er erstarrte, als sie den Kopf zu ihm drehte. Sie bewegte sich unruhig unter der Bettdecke, aber ihr Atem ging gleichmäßig und Severus entspannte sich.
Auf ihrem Nachttisch standen die Tränke, die er für sie hergestellt hatte und die Figur von Merlin und Nimue.
Was in der Welt tat dieses antike Stück seiner Familie hier bei Hermine ? Er nahm die Figur und berührte sie mit seinem Zauberstab. "Reducio", murmelte er und steckte die Statue in die Tasche seiner Robe. Er konnte nur hoffen, dass seine Großmutter das Fehlen nicht bemerkt hatte.
Damals fand er die Idee seinen Brief darin zu „lagern" gut. Sein Blick schweifte über ihre Sachen. Ob der Brief hier war ? Vielleicht hatte sie ihn noch nicht gelesen ?
Da lag ihre Tasche. Er beugte sich gerade herunter, da bewegte sich Hermine wieder.
Sie fing an zu wimmern und es war schrecklich sie leidend zu sehen. Sein Instinkt siegte, als er sich auf die Bettkante setzte und ihre Hand nahm. Sie schien sofort ruhiger zu werden. Beruhigt strich er ihr über die Stirn.
"Severus", hauchte sie.
Diese Worte hatte er im Sinn als er sich zurück in seine Kerkerräume machte. Das Herz voller quälender Gedanken.
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Hermine erwachte langsam und tastete nach Severus. Er war dagewesen, sie hatte ihn gerochen, hatte ihn gefühlt.
Langsam drehte sie sich um und sah dass die Statue verschwunden war. Oh, nein ! Er war in ihrem Zimmer gewesen , aber er hatte nicht mit ihr gesprochen. Stattdessen nahm er das Eigentum seiner Großmutter an sich und ging fort. Einfach so.
Traurig starrte sie auf den Nachttisch und diesmal trocknete keine Hauselfe die Tränen.
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Severus wurde aus seinem unruhigen Schlaf, in seinem Sessel, geweckt.
"Snape-Snape-Snape!"
"Fuck off", knurrte dieser als er Shacklebolt's Kopf in seinem Feuer. Sah.
"In den Interview-Raum, Snape," bellte Shacklebolt. "In 5 Minuten, oder ich schicke jemanden, der Sie abholt."
Mit einer groben Geste als seine einzige Antwort auf die Forderung des Auror, erhob sich Severus und ging ins Bad. Er spritzte sich kaltes Wasser ins Gesicht und hoffte so zu Sinnen zu kommen. Wunsch versetzt Severus in seinem Badezimmer und fing an zu kaltem Wasser auf sein Gesicht zu spritzen.
So sehr er das Ministerium auch verfluchte, jetzt war im jede Ablenkung willkommen. Und er würde auch etwas für die magische Welt tun, wenn die Todesser hinter Gitter kamen.
