- The black Prince -
Disclaimer: Wie gehabt wa.
Hossa, ich habe einen guten Lauf. Das heißt für euch, ab jetzt wieder wöchentliche Updates.
Ich schätze mal so 60 bis 62 kappies werden es wohl werden, bis der schwarze Prinz zuende ist. Und dann gehts dierekt weiter mit der Fortsetzung.
Danke für eure Reviews!
Und nü?
Viel spaß!
52. Resignation
Als Mrs. Finch - Fletchley Hermine zwei Stunden später endlich in das Zimmer lies, Sah er schon um einiges besser aus. Nur war er nicht mehr wach. Er wurde in einen tiefen Heilschlaf versetzt, damit das Skelewachs besser wirken konnte.
Mrs. Finch - Fletchley nahm sich die Zeit, ihr genau zu erklären, was er alles für Verletzungen erlitten hatte und auch, wie sie seinen Zustand einschätzte.
„Der Junge hatte so viele gebrochene, angebrochene und gesplitterte Knochen, wie ich es noch niemals zuvor erlebt habe. Außerdem war er magisch gesehen fast zu Tode erschöpft. Die offenen Wunden fallen dabei nicht weiter ins Gewicht. Allerdings heilt alles sehr gut und sehr schnell. Anscheinend ist er eine Art Teilvampir, was den Heilprozess begünstigt. In zwei Tagen wird er wieder Bäume ausreißen."
Hermine bedankte sich artig und setzte sich dann auf einen Stuhl neben Harry, wobei sie sanft seine Hand hielt.
„Du hast dein Versprechen gehalten… du unglaublich sturer schwarzmagischer Bastard…", flüsterte sie.
Ihre Gedanken lagen im Widerstreit.
Einerseits war sie so erleichtert, das Harry noch lebte… andererseits trauerte sie um Dumbledore.
Selbst wenn jede Faser in ihr danach geschrieen hatte, den alten Direktor selber zu vernichten, diese Wesen das Grindelwald aus ihm gemacht hatte… sie hatte den Mann gemocht.
Nicht was er war, sondern wer er war.
Was er alles für sie und andere getan hatte. Sie würde den alten Mann in guter Erinnerung behalten und Harry keine Vorwürfe machen…
Sie hatten es beide gewollt. Sie konnten nicht existieren, so lange der andere noch lebte.
Doch hatte dieser Kampf auch etwas bei Harry bewirkt?
Würde er sich dadurch verändern?
Nie zuvor war er derartig schwer verletzt worden. Das mit dem Illuminatus Fluch zählte sie einmal nicht mit. Das war kein Duell gewesen.
Der Kampf mit Dumbledore hatte ihn an seine Grenzen gebracht… vielleicht sogar darüber hinaus getrieben.
Sie wusste nicht was dort geschehen war, oder wo sie ihren Kampf ausgetragen hatten.
Irgendwann senkte sie ihr Haupt auf Harrys Brust und horchte seinen regelmäßigen Atemzügen und dem Pochen seines Herzens.
Dann dämmerte sie langsam ein.
Sie wusste nicht, wie lange sie geschlafen hatte…
Alles was sie wusste war, das sie beim aufwachen tierische Nackenschmerzen hatte.
Langsam erhob sie sich und begann ihren Körper zu strecken, wobei sich nicht wenige Wirbel wieder in ihre richtige Position schoben.
Als sie sich entspannte, bemerkte sie, das Harry wach war und sie beobachtete.
„Harry…?"
Er lächelte leicht, so das sie sich hinunterbeugte und ihm einen Kuss gab, den er durchaus zu genießen schien.
„Wie geht es dir?", fragte sie.
„Ich fühle mich schwach… aber es wird wieder.", entgegnete er nachdenklich.
Tatsächlich… dieser Nachdenkliche Zug der sich auf sein Gesicht gelegt hatte war neu… und ja… da war etwas mit seinen Haaren. Die Schläfen schimmerten Silbern… sein Haar war ergraut. Langsam setzte sie sich und nahm seine Hand.
„Woran denkst du?", fragte sie.
„Dumbledore… er war mir immer einen Schritt voraus... das habe ich erst gestern erkannt. Und er erteilte mir eine Lektion… eine Lektion die ich sogar angenommen habe."
„Was für eine Lektion?"
Harry setzte sich vorsichtig auf und lehnte sich dann zurück.
„Er zeigte mir, was mir wirklich wichtig ist. Du weißt, das ich mich nicht geändert habe. Das ich mich nicht ändern kann, nicht so wie du es vielleicht verdienst. Aber etwas hat sich doch verändert, ohne das ich es wollte oder bemerkt hätte."
Sie sagte nichts, sah ihn einfach nur an und wartete. Es kam nicht oft vor, das er so offen von sich sprach.
„Ich wollte einmal der Mächtigste der Mächtigen sein. Ja, das war einst mein Antrieb, Dumbledore und Vater zu überflügeln, als der Größte der Großen in die analen der Geschichte eingehen… meine Unsterblichkeit. Aber dann kam etwas dazu, etwas, dass ich nicht einkalkuliert hatte."
Versonnen blickte er sie an.
Sie machte ein erstauntes Gesicht.
„Was… was willst du damit sagen?"
Er lächelte… ein offenes Lächeln welches er nur sehr selten und auch dann nur ihr zeigte.
„Du… Dumbledore hätte es fast geschafft mich auszulöschen. Du warst es, die mir die Kraft gab weiter zu machen. Weil ich es dir versprochen hatte. Bevor wir unser Duell begannen, fragte er mich, wofür ich Kämpfen würde. Ich konnte nichts sagen, doch er prophezeite mir, das ich es am Ende des Kampfes wissen würde. Und der Bastard hat wie immer Recht behalten. Du bist der Grund all meiner Handlungen. Wann das angefangen hat weiß ich nicht. Ich weiß nur, das ich dem Tod nie so nahe war und alles woran ich denken konnte, war zu dir zurück zu kehren und mein Wort zu halten."
Hermine war… gerührt. Das war die schönste Liebeserklärung die er ihr jemals gemacht hatte.
Sie bemerkte, das Tränen ihr Gesicht bedeckten.
Langsam beugte sie sich hinunter und gab ihm einen weiteren Kuss.
Als sie gerade voneinander abließen, wurde die Tür aufgerissen und ein grinsender Neville trat herein.
„Moinsen, alles fertig zum Raport? Stubenkontrolle.", rief er gut gelaunt.
Dann erkannte er, wie Hermine über Harry stand und sein grinsen verbreiterte sich um einiges.
„Uuups, lasst euch von mir nicht stören. Ich komme in fünf… ach was soll der Geiz? In fünfzehn Minuten wieder. Habt viel spaß und gib dir Mühe Harry!"
Hermine und der Prinz starrten dem Anführer der Schatten irritiert hinterher.
„Er hängt eindeutig zuviel mit Sirius herum.", meinte die Brünette.
„In der Tat. Oder Sirius zuviel mit ihm."
„Oder beide zuviel mit Ginny.", fügte Hermine hinzu.
Harry blickte sie irritiert an.
„Sie ist die ungeschlagene Meisterin der Zweideutigkeiten."
Harry hob skeptisch eine Augenbraue… eine Gestik so typisch für ihn, das Hermines letzte Zweifel erstarben.
Er würde wieder ganz genesen.
Grinsend setzte sie sich dazu und wie angekündigt erschien Neville exakt fünfzehn Minuten später wieder in der Tür, natürlich ohne anzuklopfen und mit einem dreckigen grinsen im Gesicht.
„Na, ist die Erbfolge gesichert?", fragte er scheinheilig.
Harry zeigte ein süffisantes Grinsen und erwiderte: „Selbstverständlich. Neidest du mir etwa die Fähigkeit an oder hast du Probleme in dieser Beziehung? Ich kenne da einen Tränkebrauer, der dir entsprechende… Unterstützung zukommen lassen könnte."
Hermine verkniff sich ein grinsen bei Nevilles verdutztem Gesicht.
„Also, was führt dich denn nun her?", fragte sie um das Thema zu wechseln und einen sicherlich langen verbalen Schlagabtausch im Keim zu ersticken.
Sofort wurde Nevilles Mine ein wenig ernster.
Er kramte in seinen Roben herum und zog einen zerknitterten Tagespropheten hervor, den er Harry reichte.
„Warst du das?", fragte er.
„Godrics Hollow in Trümmern!", lautete der Aufmacher. Darunter zeigte ein Foto die immense Zerstörung.
Harry überflog den Artikel und hob überrascht die Augenbrauen.
„Sieben zerstörte Häuser? Zwanzig Verletzte?", fragte er mit ehrlicher Verwunderung.
„Sie berichten von kaum messbaren magischen Entladungen die dafür Verantwortlich sein sollten. Tatsächlich waren diese Entladungen derartig Stark, das herbeigerufene Auroren und Fluchbrecher des Ministeriums nicht in die Zone einzudringen wagten.", meinte Neville.
Hermine blickte in Stummen entsetzen auf die Bilder der Zerstörung.
Der schwarze Prinz legte nachdenklich die Stirn in Falten.
„Das habe ich nicht bemerkt… ich meine, wir kämpften gegeneinander. Und alles andere war, nun ja. Unwichtig. Mir ist nicht aufgefallen, das wir das Dorf in Mitleidenschaft gezogen haben. Ich dachte wir wären weit genug weg…"
Neville wirkte plötzlich stutzig und betrachte Harry eingehender.
„Was zum Geier ist mit deinen Haaren passiert?"
Der schwarze Prinz wirkte ehrlich irritiert.
„Was soll damit sein?"
„Deine Schläfen wirken ziemlich grau."
„Grau?"
Fragend blickte er zu Hermine, die ihrerseits verwundert war.
„Ich dachte du wüsstest es schon…", nuschelte sie Verlegen.
Harry seufzte.
„Auch wenn mir eine Narzisstische Ader nicht gegeben ist, reicht mir doch bitte einen Spiegel.", meinte er trocken.
Hermine holte das gewünschte und er betrachtete den grauen Ansatz auf seinen Schläfen.
„Erschreckend. Ich hatte davon gehört, das so etwas passieren kann, sollte man sich zu sehr erschöpfen. Aber ich sehe dieses Phänomen zum ersten Mal.", meinte er trocken und legte den Spiegel zur Seite.
„Es steht dir irgendwie.", meinte Hermine schelmisch grinsend.
Neville brachte sie wieder auf das eigene Thema zurück.
„Nun wollte ich wissen, was in Godrics Hollow passiert ist. Und keine Beschönigungen bitte."
Der schwarze Prinz zuckte mit den Schultern.
„Dumbledore und ich haben unseren Konflikt endgültig ausgetragen. Und ich bin der von uns beiden, der Überlebt hat."
Neville lies den Kopf hängen.
„So erschlagen wie du aussahst, hatte ich gehofft Dumbledore hätte ebenfalls überlebt. Das ihr nicht die Kraft gehabt hättet, es zu Ende zu bringen. Nun ist er also tot…"
Der Schüler wirkte nachdenklich.
Harry legte den Kopf schief.
„Vielleicht tröstet es dich zu wissen, das ich mich nicht mal im Ansatz so gut dabei fühle, wie ich gedacht hätte. Tatsächlich… fühle ich eher bedauern. Er war ein guter Feind, das werde ich vermissen."
Hermine schüttelte unwillig den Kopf.
Da war es wieder, diese seltsamen Gedankengänge, die sie beim besten Willen nicht nachvollziehen konnte. Zu ihrer Überraschung nickte Neville ihm zu.
„Das kann ich gut verstehen.", meinte er.
Als Hermine ihn fragend ansah, legte sich ein Nachdenklicher Zug auf die Mine des Schattens.
„Ich weiß, für dich ist das schwer Vorstellbar Hermine, doch als Kämpfer, als jemand der diesen Weg bestreitet, sind Feinde genau so wichtig wenn nicht gar wichtiger als Freunde. Ein guter Feind versteht dich… und du verstehst ihn. Das ist eine seltsame Wechselwirkung. Außerdem gibt ein guter Feind dir ein Ziel im Leben… und wenn man das erreicht hat, dann kommt diese Frage. Was jetzt? Auch ich werde mir diese Frage stellen müssen, sollten wir diesen Krieg gewinnen."
Harry nickte.
„Eine treffende Beschreibung. Es ist gut, das du dir dieser Tatsachen bewusst bist. Ich habe nicht daran gedacht, das wurde mir erst klar, nachdem ich diese Schlacht überlebt hatte."
Neville hatte recht.
Für Hermine war diese Vorstellung zu abstrakt.
Na ja, auch Neville war ja alles andere als normal…
Drei Tage waren nun seid Dumbledores Tod vergangen.
Harry hatte die Zeit genutzt um sich zu erholen, doch nun würde er sich mit dem Udjat Auge beschäftigen, dem letzten Horcrux seines Vaters.
Für diesen Zweck hatte er das Refugium, wie die Schatten die Insel nun nannten, verlassen.
Er ahnte, das die Zauber die er Einsetzen müsste alles übersteigen würden, was er bisher eingesetzt hatte. Und das könnte unter umständen den Aufenthaltsort der Insel preisgeben. Und das galt es zu verhindern.
Das uralte Vergessene Black Anwesen war ein zu großer Glücksfall gewesen.
So hatte er sich für die Untersuchung ein Anwesen der McGregors in Schottland ausgesucht, ein altes Geschlecht aus dem die Potters entstammten. Dieses Landhaus gehörte zu seiner Erbmasse und er könnte einen eventuellen Verlust gut verschmerzen, besonders wegen des desolaten Zustandes, in dem sich das seid Jahrzehnten leer stehenden Herrenhaus befand.
Zur Vorsicht beschwor er einiges an Warn und Verteidigungszaubern, ehe er den leer stehenden Salon in einen annehmbaren Zustand brachte.
Nun konnte er mit seiner Arbeit beginnen.
Den Bericht von Bill Weasley, hatte er bereits durchgearbeitet, als er noch an das Bett gefesselt war.
Harry Bescheinigte dem Fluchbrecher ein großes Talent, doch das Exponat schien etwas ganz besonderes zu sein, so das man das Versagen des ältesten Weasleys verstehen konnte.
Angeblich, war es ja der Teil eines Gottes.
Mit den Verteidigungszaubern, die auf dem Auge gelegen hatten, musste er sich ja dank Bill nicht mehr beschäftigen, so das er eine Prüfung des Materials begann.
Eine Stunde später war Harry um keinen Deut schlauer… er konnte nicht sagen, woraus dieses Schmuckstück bestand. Nur die Fassung war aus beschworenem Gold geschaffen worden, an und für sich schon etwas besonderes, da es fast unmöglich war, dieses Edelmetall durch Magie zu erschaffen.
Der oder die Magier, welche das Schmuckstück erschaffen hatten mussten wahre Großmeister gewesen sein.
Als er mit dem Material nicht weiterkam, untersuchte er den Aufbau des Seelenhortes und stellte einmal mehr fest, das sein Ziehvater ein verschlagenes Genie war.
Irgendwie war es dem dunklen Lord gelungen, den eigentlichen Horcrux in das innere des Auges zu Betten, umschlossen von diesem seltsamen Material welches auf keinerlei Magie reagierte. Er arbeitete Stunde um Stunde und mit jedem gescheiterten Zauber, staute sich mehr und mehr Frust auf.
Dann versuchte er es mit dem Schwert von Godric Gryffindor, welches er dafür extra aus dem alten Büro von dumbledore entwendet hatte. Dieses galt als eines der wenigen Artefakte, die Horcruxe zerstören konnten.
Doch das Auge hielt intakt.
Er beträufelte es mit Basiliskengift, verschiedenen Tränken und zuletzt versuchte er es sogar mit Dämonenfeuer, obwohl er schon schlechte Erfahrung in dieser Beziehung gemacht hatte.
Aber nichts half.
Das Auge verhöhnte ihn und seine Jämmerlichen Versuche.
Nie in seinem Leben war der Prinz dermaßen frustriert gewesen.
Dieser Seelenhort war perfekt.
Doch er gab nicht auf… noch nicht!
Noch nicht!!!
Ginny machte sich wirklich große Sorgen.
Erst diese Geschichte mit Dumbledore, dem schwer verletzten Harry. Und dann dieses dämliche Auge, mit dem dieser vermaledeite Schwarzmagier vor gut einer Woche verschwunden war.
Außerdem machten es ihr die Spannungen im Refugium auch nicht gerade leichter.
Zu viele Menschen auf zu engem Raum ohne klare Disziplinarische Regeln, so beschrieb Neville das Problem. Und er hatte den Vorschlag gemacht, den Leuten Aufgaben zu geben. Das würde sie davon abhalten sich zu streiten.
Und Ginny fand die Idee gar nicht mal schlecht.
Doch im Augenblick machte sie sich einfach zu große Sorgen um Hermine, weil diese sich um ihren verdammten Ehemann sorgte.
Und das machte ihr wirklich zu schaffen.
Ginny setzte sich mit Remus, Sirius und Neville zusammen und gemeinsam versuchten sie, eine Aufgabenverteilung für ihre Gäste zu finden.
Es war ermüdend, aber es musste getan werden.
Nachdem sie zwei Stunden Lang gebrütet hatten, wurden sie jedoch von Michael Corner gestört.
„Sory, ich wollte nur Bescheid geben, das Potter wieder da ist.", meinte er recht verlegen.
Das Gesicht von Sirius und Remus hellte sich auf.
„Und?", fragte Neville.
Michael druckste ein wenig um die antwort herum.
Schließlich rückte er mit der Sprache heraus.
„Er sah ziemlich abgewrackt und verdammt frustriert aus. Ich glaube nicht, dass er, bei was auch immer, Erfolg hatte."
Neville knetete seine Unterlippe.
„Ich seh mal nach dem Miesepeter. Lasst uns mit dem Quatsch hier mal lieber Morgen weitermachen. Mir brummt die Birne."
Die anderen Stimmten zu.
Ginny schloss sich ihrem Verlobten an und gemeinsam suchten sie die Räume von Harry und Hermine auf.
Ihre Freundin lies sie herein und sofort erkannte Ginny, das Michael nicht übertrieben hatte.
Harry sah echt scheisse aus…
Dunkle Bartstoppeln, die wie seine Schläfen von grau durchzogen waren, sprossen in seinem Gesicht. Die Kleidung wirkte, als hätte er sie seid einer Woche nicht gewechselt und dunkle Augenringe zeigten seine Müdigkeit.
Neville störte sich nicht daran, sondern wandte sich Harry zu. Er wusste, was von Erfolg oder Misserfolg abhing.
„Und?"
Harry kramte das Auge hervor und knallte es frustriert auf den Tisch.
„Ich kann es nicht vernichten… nicht ohne selbst dabei zu sterben…", grollte er völlig untypisch.
Ginny war überrascht… ja entsetzt. Das was sie empfand spiegelte sich auf Hermines Gesicht, doch Neville blieb gelassen.
„Was bedeutet das für uns?"
Seine Stimme war nüchtern.
„Gar nichts. Ich bin dazu fähig Vater zu schlagen. Das ich den letzten Horcrux nicht vernichten kann bedeutet jedoch, das ich Mittel einsetzen muss, die ich nicht einsetzen wollte. Es verkompliziert die Sachlage, doch es bleibt mir keine Wahl!"
Neville knetete seine Unterlippe.
„Phase drei?", fragte er emotionslos.
„Angriffskrieg.", erwiderte Harry.
Ginny hörte gespannt zu… nun würde Harry erklären was auf sie zu kam.
„Wir werden alle Kräfte bündeln und die Todesser angreifen. Je mehr wir erwischen desto besser. Ihr müsst sie nicht töten… es reicht wenn ihr sie derart verwundet oder verhaftet, das sie nicht mehr eingreifen können. Wir müssen so viele Todesser wie möglich ausschalten und alle Kräfte darauf verwenden. Zu diesem Zweck möchte ich die Kräfte der Schatten, des Phönixordens und des Ministeriums unter einem Kommandostab vereinen. Außerdem hat Derek Fischer ein Angebot gemacht… für den Angriff stoßen weitere sechzehn Auroren des Dreiländerministeriums zu uns."
Er machte eine Pause und nahm einen Schluck Wasser ehe er fortfuhr.
„Die Todesser müssen im Kampf gebunden werden. Wenn er keine Unterstützung mehr findet, dann fordere ich Vater heraus. Vor dem Großangriff plane ich eine Welle von gleichzeitigen Zugriffen. Wir schalten so viele wie möglich aus, ehe sie ihre Kräfte bündeln können. Das Timing ist entscheidend. Es geht um alles oder nichts! Wir müssen alles auf eine Karte setzen, sonst wird sich dieser Krieg ewig ziehen und ihr unterliegt, egal ob an der Spitze ein Voldemort oder ein Rabastan Lestrange steht. Eure Reihen sind zu ausgedünnt. Es muss schnell passieren, versteht ihr?"
Neville seufzte.
„Ich weiß wie schlecht es steht…", meinte er.
Harry nickte ihm zu.
Es war soweit…
Bis nächste Woche.
Gruß
Dat Z.
