1Disclaimer: Nichts davon gehört, alle Charaktere gehören Stephenie Meyer, ich borge mir sie nur aus um etwas damit zu spielen.
Sams POV
Was mach ich nur hier, was mach ich hier? Frage ich mich immer und immer wieder selbst. Nachdem ich nach Seth geschaut habe gehe ich langsam die Treppen nach oben. Warum müssen die nur so ein riesiges Haus bewohnen. Und könnten sie nicht mal lüften.
Ich stehe für einen Moment vor Edwards Zimmertür. Klopfen oder nicht. Ich hebe meine Hand.
„Komm rein." Ruft Edward mir zu. Ich öffne die Türe vorsichtig. Durch die Badezimmertür scheint etwas Licht in das Zimmer. Bella und Emily liegen noch immer im Bett.
Die beiden schauen so unschuldig und friedlich aus.
„Das tun sie." Höre ich Edward sagen und erschrecke mich leicht. Irgendwann werde ich mich daran gewöhnen, irgendwann. „Sie schlafen so friedlich." Fügt er noch an.
„Das tun sie." Antworte ich.
„Du kannst gern auf dem Sofa schlafen." Bietet mir Edward an, doch ich schüttle nur mit dem Kopf, niemals würde ich da schlafen. Meine Nase tut jetzt schon weh von dem Gestank.
„Darf ich das Bad benutzen?" Frage ich.
„Klar doch." Ich trete in das Badezimmer ein. Warum nur, das Badezimmer alleine ist größer als unser Schlafzimmer. Unfair. Nachdem ich die Toilette benutzt habe, entkleide ich mich. Der Platz ist ausreichend um mich zu wandeln. Sofort strömen mir die Gedanken der anderen entgegen. Ich fühle mich schuldig, ich hätte in La Push sein sollen und nicht unterwegs mit den Bleichgesichtern. Ich teile den anderen mit wie es Seth geht. Danach gehe ich aus dem Bad. Ein Nachteil hat das Wolfsein, es fehlen definitiv zwei Hände.
Kannst du die Badezimmertüre schließen? Frage ich Edward im Gedanken.
„Klar." Edward verlässt seinen Platz auf dem Sofa und lehnt die Badtüre etwas an. Es ist immer noch ziemlich hell, aber ich kann seine Argumentation verstehen. Ich lege mich neben das Bett. Meinen Kopf lege ich auf das Bett, es ist das erste Mal, dass ich als Wolf neben Emily schlafe, doch sie erkennt mich, ihre Hand wandert in mein Fell. Doch die Ruhe ist schnell vorbei, Gedanken der anderen erreichen mich wieder. Embry. Warum muss er immer in Wolfsform schlafen und warum muss er immer von Rosalie träumen.
„Ich verstehe jetzt was du mit Embry und seinen Träumen meinst." Sagt Edward zu mir. Hat er etwa Mitleid mit mir?
„Das ist noch harmlos." Erkläre ich ihm. Das letzte an das ich mich bewusst erinnern kann, ist wie Rosalie nackt über eine Blumenwiese tanzt.
Ich weiß nicht wie viel Zeit vergangen ist, als ich mich plötzlich erschrecke. Ich schaue mich um, ich kann ihn spüren, Edward… Langsam realisiere ich wo ich bin und lege meinen Kopf wieder auf das Bett. Ich kann Emilys Nähe spüren. Sie ist sicher, zumindest denke ich das.
Ich bemerke wie Edward in der Nacht den Raum verlässt und schließlich geht. Ich warte darauf, dass jemand anderes seinen Platz einnimmt, doch niemand kommt. Verfluchter Albtraum. Jedes Mal wenn ich meine Augen wieder schließen will, sehe ich dieses Bild vor mir, dieses wild gewordene weiße Kaninchen mit den roten Augen, dass mich quer durch den Wald jagt, mit riesigen messerscharfen Zähnen. Ich betrachte für einen Augenblick meinen Schwanz um sicher zu gehen, dass auch wirklich niemand da hinein gebissen hat. Das schlimmste an diesen Traum ist, dass dieser Hase irgendwie diesen blonden Vampir ähnelt. Embry dafür wirst du noch bezahlen. In meinen Gedanken kann ich das Lachen der anderen hören.
Lacht nur. Sage ich ihnen, wer zuletzt lacht, lacht am besten. Ich versuche noch etwas zu schlafen.
Es ist Emily und Bella die mich früh wecken, sie unterhalten sich leise, während Emily mich hinter den Ohren krault. Wie froh bin ich dass Edward noch nicht wieder da ist, oder ich würde meines Lebens nicht mehr froh werden. Es ist so schön gekrault zu werden, wäre ich eine Katze würde ich schnurren, aber auch so lasse ich es mir gefallen. Emily merkt, dass ich wach bin, doch sie fährt mit ihren Zärtlichkeiten fort. Doch bald höre ich Schritte, unwillkürlich spanne ich meinen Körper an.
Emmett. Er klopft kurz an, bevor er Eintritt. Mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Essen. Mir knurrt der Magen.
„Guten morgen… Wie ist eigentliche die Mehrzahl von Sonnenschein? Auch egal, Guten morgen, ihr Prinzessinnen." Sagt Emmett, er stellt das Tablett auf das Bett. Emily ist überrascht, sie blickt von mir zu Emmett und dann zu Bella. Doch Bella bleibt relaxt, ich nehme an ihre ist diese Aktion nicht unbekannt. Sie mustert die Sachen auf dem Tablett, von allen etwas. Ich muss aufpassen, dass ich nicht auf das Bett sabbere.
„Und wenn der Fußabstreifer auch etwas möchte, in der Küche ist mehr davon." Sagt Emmett zu mir, seine Worte überraschen mich und ich reagiere indem ich ihn meine Zähne zeige. Doch er lacht nur.
„Ich denke, die von Rosalie sind im Moment gefährlicher." Sagt er, Bella und Emily schauen in fragend an. Stimmt ja, die beiden habe es verpasst. Herrlich, ich will loslachen, doch es kommt noch ein bellendes knurrendes Geräusch hervor. Ich stehe auf und gehe ins Bad, die Verwandlung ist schnell und ich ziehe mich an.
„Irgendwann wird dir das Selbe mit Emily auch mal passieren?" Sagt Emmett zu mir als ich wieder aus dem Bad komme.
„Nie." Antworte ich, währen dich zu Emily schaut.
„Was hast du dieses Mal angestellt?" Fragt Bella nach.
„Ich, nichts." Verteidigt er sich.
„Und das soll ich glauben?" Fragt Bella, sie scheint Emmett und seine Ausreden zu kennen.
„Hab nur deinen Rat befolgt?" Sagt er.
„Was? Bellas Rat war es rosafarbene Häschenunterwäsche aus Fellimitat zu kaufen?" Frage ich nun lachend, ich habe Probleme den Satz zu formulieren.
„Was?" Fragt Bella ungläubig.
„Du hast doch gesagt ich sollte mal etwas anderes kaufen?" Verteidigt er sich.
„Das habe ich gesagt, aber damit bestimmt keine Häschenunterwäsche gemeint." Sagt Bella, während Emily nur leise vor sich hin lacht. Ich liebe diese Lachen.
„Aber sie hatten so ein süßes Stoppelschwänzchen und passende Ohren dazu." Erklärt Emmett
„Emmett wie alt bis du?"
„Alt genug um dein Urgroßvater zu sein." Antwortet er auf Bellas Frage.
„Dann müsstest du aber deine Frau besser kennen, als ihr solche Unterwäsche zu schenken. Ich dachte immer du hättest genug Phantasie um dir etwas Besonderes für sie auszudenken."
„So etwas ist phantasievoll…"
„Einfallslos." Ruft Rosalie von unten. „Und ein Rat an Sam, kaufe Emily nie so etwas."
„Ihr seit doch alle gemein. Keiner hat mich lieb." Sagt Emmett und erntet eine neue Runde von Gelächter. Er dreht sich um und verlässt das Zimmer.
„Möchtest du etwas haben?" Fragt Emily mich.
Ich schüttle nur mit dem Kopf. „Ich werde mir in der Küche etwas holen, dass ist für euch, wir wollen doch die Gastgeber nicht verärgern."
„Das würde nicht passieren." Sagt Bella während sie einen Schluck Saft trinkt.
„Außerdem will ich nach Seth schauen." Erkläre ich, jedoch kann ich meine Finger nicht von Emilys Teller lassen und nehme mir ein Stück Birne. Dann lasse ich die beiden alleine.
Nachdem ich erst im falschen Zimmer gelandet bin, komme ich doch bei Seth an. Es stinkt hier überall so gewaltig, dass ich mich kaum auf meinen Geruchssinn verlassen kann. Seth schläft noch immer.
„Hab Hunger." Sagt Jacob leise. Ich denke nicht, dass im Moment eine große Gefahr besteht und ich winke Jacob zu, mich zu bekleiden. Wir gehen gemeinsam in die Küche. Es duftet, herrlich.
„Kann ich helfen?" Frage ich. Bitte sag nein, bitte sag nein, denke ich mir.
„Nein, danke, ich bin fast fertig. Ich will nur noch etwas Schinken braten. Aber Jacob könntest du kurz übernehmen, dann könnte ich Sam zeigen, wo und wie ich arbeite, bevor ich mit Emily rede?" Das ist gut, Jacob kann hoffentlich kochen, braten… was auch immer. Jacob nimmt Esmes Platz ein.
„Ich bleibe lieber in der Nähe." Sage ich und stelle mich neben Jacob.
„Das schaffe ich auch noch alleine." Sagt Jacob zu Emmett.
„Also von Emily habe ich da schon andere Sachen gehört." Ruft Jasper, was hat Emily eigentlich alles erzählt.
„Ich kann kochen und lasse keine Wasser anbrennen." Antwortet Jacob.
„Wer lässt Wasser anbrennen?" Will Emmett wissen.
„Unser Alpha." Antwortet Jacob.
Ich knurre und aus der Küche kann ich das Gelächter hören, während ich zusammen mit Esme einen großen hellen Raum betrete, ihr Atelier und Arbeitszimmer, nehme ich an.
„Das hier ist mein Atelier. Hier halte ich mich sehr viel auf. Ich liebe es zu malen, zu dekorieren und alte Sachen zu restaurieren." Erklärt sie.
„Was machen Sie genau?" Will ich wissen. Sie, du…
„Du." Sagt sie als erstes. „Ich arbeite als Innendesignerin. Ich gestalte einzelne Räume, teilweise auch ganze Häuser für meine Kunden, je nach Wunsch. Auch kommen sie mit alten Möbelstücken zu mir, die sie bei der Oma auf den Boden gefunden haben, ich versuche sie wieder so originalgetreu wie möglich herzurichten. Obwohl wir uns versuchen anzupassen, hängen wir doch an alten Dingen, deswegen schneidere ich auch gern. Das meiste ist nicht modern, doch wir lieben Sachen, die zu unserer Zeit aktuell waren." Erklärt sie mir und ich merke wie sie ins schwärmen gerät.
„Und wie kann Emily ihnen dabei helfen?" Will ich wissen, mir ist es eigentlich egal, ob sie Sachen aus ihrer Epoche schneidert oder nicht.
„Emily braucht nichts zu machen, was sie nicht möchte. Aber ich würde sie auch gern bis an ihr Limit fordern. Ich möchte ihr soviel wie möglich beibringen, wenn sie daran interessiert wäre, angefangen von einfachen Wände streichen und Tapezieren, zu Nähen und kleine handwerklichen Sachen … Aber ich würde sie auch bitten hin und wieder mal Botengänge zu machen, wir können nicht bei Sonnenschein nicht in der Öffentlichkeit zeigen, da wäre sie mir eine sehr große Hilfe. Ich will sie zu nichts drängen, aber wenn es ihr gefällt, könnte ich sie daran auch soweit ausbilden, dass sie sich damit eventuell auch selbstständigen machen könnte und eventuell das Geschäft hier übernehmen."
„Was?" Frage ich bevor ich denken kann.
„Ich könnte mir vorstellen, wenn Emily eifrig bei der Sache ist, dass sie es schaffen könnte meine Aufgabe hier zu übernehmen. Wir können nicht ewig hier bleiben, irgendwann müsste ich mein Geschäft aufgeben oder es einen Nachfolger überlassen. Sie müsste eventuell ein paar andere Kurse am College belegen. Aber ich will sie nicht drängen, ihr soll die Sache Spaß machen, deswegen ist es auch besser, wenn wir ihr davon nicht erzählen. Sie soll sich nicht unter Druck gesetzt fühlen…"
„Ich weiß nicht was ich sagen soll…"
„Erstmal müssen wir herausfinden ob Emily dieser Job überhaupt Spaß machen würde, weil ohnedem macht es keinen Sinn und ich will, dass sie alles von den Basics her anfängt zu lernen."
„Ich verstehe." Sage ich nur, doch wirklich verstehe ich es nicht. Das ist wie ein Traum… Albtraum… keine Ahnung. Ich brauche Zeit um darüber besser nachzudenken. Wir gehen zurück in die Küche.
„Wasser anbrennen?" Fragt mich Emmett sofort, doch ich ignoriere ihn, meine Gedanken sind wo anders. Ich fühle mich, als ob ich von einem Truck überfahren worden wäre.
„Und du würdest Emily wirklich nehmen?" Frage ich.
„Ja, mir geht es nicht nach Aussehen, sondern ob jemand bereit ist zu lernen und zu arbeiten. Ich würde sagen, wir beginnen mit 16 Arbeitsstunden pro Woche und verringern oder erhöhen je nachdem wie es ihr gefällt, ich kann sie problemlos für mehr Stunden beschäftigen. Ich wäre bereit für sie pro Monat 120 Dollar in einen Rentenfond mit einzuzahlen, falls sie dies möchte. Und ich würde pro Woche 120 Dollar ihr auszahlen." Erklärt Esme mir.
120 Dollar pro Woche… 120 pro Woche für 16 h Arbeit… das macht 480 Dollar pro Monat, damit könnten...
„Also von meiner Seite würde es keinen Einspruch geben, falls Emily anfangen möchte." Sage ich, auch wenn sich das ganze nach einer Goldgrube anhört, Emily muss es gefallen, sie muss sich wohl und sicher fühlen. Ihr muss es Spaß machen… alles andere ist zweitrangig.
„Essen ist fertig." Unterbricht Jacob.
„Hab verstanden." Sagt Esme und nimmt wieder den Kochlöffel in die Hand.
„Kann ich auch etwas haben?" Fragt Seth unsicher. Ich drehe mich sofort zu Seth um. Er ist blass und unsicher auf den Beinen, doch ich bin froh, dass er wieder auf den Beinen ist.
„Ich dachte du schläfst noch." Sage ich. Was für ein Anführer bin ich, wenn ich nicht einmal bemerke wie ein Rudelmitglied aufwacht und sich wandelt.
„Hab Hunger." Sagt er nur, das klingt nach Seth. Ich bin froh, langsam entwickelt sich der Besuch doch zum positiven.
„Ich hole Carlisle." Sagt Emmett.
„Bin schon da. Wie fühlst du dich?" Fragt er Seth sofort.
„Hungrig."
„Okay das ist zwar schon mal ein gutes Zeichen, und ansonsten?"
„Müde, kaputt." Sagt er.
„Deine Lunge klingt immer noch nicht komplett frei." Dann fasst er Seth an die Stirn und plötzlich ist seine eiskalte Hand auf meiner Stirn, ich trete einen Schritt zurück, jetzt stinke ich noch mehr. „Er ist wärmer als ihr." Sagt er zu Seth.
Warm, wie in Fieber. Ich lege meine Hand ebenfalls auf Seths Stirn, er ist warm.
„Ich dachte immer ihr seit gegen alles immun." Sagt Emmett.
Ich zucke unwillkürlich mit den Schultern. „Was ist gestern passiert?" Will ich wissen.
„Ich habe Paul aufgezogen mit dem Spiel und er ist sauer geworden. Wir haben oben auf den Klippen gekämpft, irgendwann habe ich das Gleichgewicht verloren und bin abgestürzt, ich habe es nicht geschafft mich in der Luft zu wenden und bin mit dem Rücken aufgeschlagen. Danach weiß ich nichts mehr. Es war nicht Pauls Schuld."
„Ich verstehe."
„Was machen deine Rippen." Fragt Carlisle weiter.
„Ich denke das Verwandeln hat sie an die richtigen Stellen geschoben. Es zwickt noch etwas, aber nichts was nicht innerhalb von einigen Stunden geheilt ist."
„Okay, ich will dass du dich weiter ausruhst, entweder oben im Zimmer oder im Wohnzimmer auf dem Sofa. Ich will beobachten wie das Fieber verläuft. Weil mit euren Fähigkeiten dürfte eigentlich keines auftreten." Sagt Carlisle.
„Ruh dich aus. Ich bringe dir das Essen." Sagt Esme.
Ich sehe wie Emmett die Augen rollt. Ich will nicht wissen was er denkt. Ich beobachte wie Seth das Zimmer verlässt…
„Wow. Eine solche Carrera-Bahn habe ich noch nie gesehen." Ruft Seth plötzlich
„Finger weg, die ist meine." Antwortet Emmett.
„Falsches Thema." Sagt Emily, ich bekomme gleich die Krise, meine Sinne sind komplett durcheinander… ich will nur noch hier weg… Ich habe nicht gehört, wie Emily und Bella die Treppen herunter gekommen sind, noch wie sie die Küche betreten haben. „Und Danke." Sagt Emily, während sie Esme das Tablett gibt.
„Nichts zu danken, gehört mittlerweile zum Standart wenn Menschen im Haus sind." Sagt Emmett.
„Du bekommst dein Frühstück ans Bett?" Fragt Emily erstaunt.
„Nicht immer aber immer öfters." Sagt Bella.
„Sag nur das machst du nicht?" Fragt mich Emmett.
„Verbranntes Wasser." Sagt Emily nur.
„Wie oft bekomme ich das noch zu hören, sorry, ich habe vergessen dass ich einen Topf mit Wasser für Nudeln hingesetzt habe. Das ganze Wasser ist verkocht." Erzähle ich kurz und knapp.
„Und ich fand einen glühenden Topf auf den Herd vor." Fügt Emily an.
„Vielleicht sollten wir dich mal auf einen Kochkurs schicken." Sagt Jacob. „Oder zum Gedächtnistraining."
„Wie lustig." Ha ha ha… denke ich mir.
„Vielleicht sollte angebrannte Milch aber gleich mitgehen zum Kochkurs." Sagt Alice.
„Coole Idee. Sam wir machen einen Kochkurs." Sagt Emmett und legt einen Arm um meine Schultern. Kochen? Ein Alpha kocht nicht.
„Ohne mich." Sage ich sofort.
„Wer fragt dich denn überhaupt." Fragt er mich. Stimmt ich bin nicht gefragt wurden.
„Wisst ihr beiden eigentlich wie ungesund es ist, geschminkt zu schlafen?" Fragt Alice und beendet damit das Thema.
„Wie hat es sich eigentlich im lebenden Bett schlafen lassen?" Fragt Jasper der nun ebenfalls in die Küche kommt.
„Super." Sagt Emily grinsend.
„Beruhigt es dich, wenn ich sage, dass waren genau die selben Worte was Bella gerufen hat, als sie sich auf das Bett setzte." Sagt Jasper und wendet sich dann grinsend zu mir und Emmett. „Ach am kommenden Wochenende findet in Silverdall ein Kochseminar statt. Ich habe mir die Freiheit genommen zwei Personen anzumelden."
„Ich geh da nicht hin." Sage ich wieder.
„Ach komm schon Großer, stell dir mal vor, danach kannst du irgendwann Emily mal mit einen drei Gänge Menu überraschen. Darüber würde sie sich bestimmt freuen." Bettelt Alice. Wieso können Vampire einen Hundeblick haben?
„Und wem überrasch ich? Meine süße Bella vielleicht?" Fragt Emmett.
„Schleimer." Ruft Rosalie von oben.
„Wieso ist das Thema Carrera-Bahn eigentlich falsch?" Will Emmett wissen, gepriesen sei sein Themawechsel.
„Ich liebe Carrera-Bahn, seitdem ich als Kind mit der von meinen Cousin spielen durfte." Sage ich, ich erinnere mich gern an diese Stunden zurück.
„Wenn du willst, können wir dann eine Runde drehen." Schlägt Emmett vor.
„Klar doch."
„Alice kann ich euer Bad nehmen zum duschen, dann kann Emily oben bei Edward duschen." Fragt Bella.
„Selbstverständlich." Sagt Alice.
„Bella hast du für mich ein Shirt übrig?" Fragt Emily etwas zaghaft. Meine Emily, sie kann einfach so schüchtern sein.
„Ich kann dir gern eins geben." Bietet Emmett an, ich kann mir mein Knurren kaum verkneifen.
„Kannst du nicht." Ruft Rosalie von oben.
„Ich müsste etwas haben." Sagt Bella.
„Hab zur Not auch etwas." Sagt Rosalie.
„Das ist aber nicht aus Fellimitat?" Fragt Emily lieber nach.
„Nein, ich hab allerdings noch ein paar Teddybären im Angebot." Antwortet sie.
Teddybären? … „Ich dachte Alice…" Fange ich den Satz an.
„Ich habe sie in Rosalies Zimmer versteckt." Antwortet Alice.
„Emily wenn du fertig bist, kannst du dann bitte in mein Atelier kommen?" Fragt Esme.
Emily nickt unsicher. „Ja." Sagt sie schließlich.
„Wollt ihr nun spielen?" Fragt Emmett.
„Fertig." Sagt Jacob als erster.
„Ich mach das schon." Sagt Esme zu mir als ich aufstehen will und die Sachen in die Küche bringen will.
Wir gehen gemeinsam ins Wohnzimmer.
„Du kannst auch etwas anderes haben." Sagt Jasper.
„Ich habe auf einmal keinen Hunger mehr."
„Dann lass es stehen." Sage ich, ich will nicht, dass es ihm davon noch schlecht wird.
„Sam kannst du mir mal kurz helfen das Sofa nach hinten zu schieben, dann kann Seth da liegen blieben und wir können uns auf den Boden setzen." Fragt mich Emmett.
Während Seth schwankend aufsteht, schieben wir das Sofa aus dem Weg. Seth legt sich wieder auf das Sofa, ich setzte mich neben ihn, meine Hand wandert auf seine Stirn, er ist warm. Ich mache mir Sorgen um ihn. Danach setzte ich mich zu den anderen auf den Boden.
„Ich hab noch nie so eine Bahn gesehen." Gebe ich ehrlich zu.
„Also wenn ich etwas mache, dann mache ich es richtig." Antwortet Emmett.
„Angeber." Sagt Jacob, was ich denke.
„Bist doch nur neidisch."
Während wie die nächsten Stunden spielend verbringen, wandern meine Gedanken abwechseln zwischen Emily und Seth hin und her. Ich konzentriere mich weniger auf das Spiel, ich habe nur sehr viel Glück dass die anderen zuviel wollen und sich damit selbst aus der Bahn werfen.
Ich gehe teilweise auf das Necken der anderen ein. Erst als Edward wieder kommt, erkenne ich die Situation in der ich mich befinde. Bella sitzt fast auf mir und ich steuere immer wieder ihr Auto, so dass sie gewinnen wird. Wie würde ich reagieren, wenn ich Emily so dicht bei Edward finden würde… er würde es nicht überleben.
„Warst du auf Hasenjagd?" Fragt mich Jasper.
„Mir ist einer über den Weg gelaufen." Antwortet Edward, doch ich kann seinen Blick immer noch auf mir spüren. Blöde Idee.
Sorry Edward. Denke ich mir, ob es hilft keine Ahnung.
Bella gewinnt.
„Ich will eine Revanche. Aber nur du und ich und nachdem wir alle gespielt haben, weil du dann deine Autos selber einsetzen musst und keine Hilfe von irgendjemanden erhalten wirst." Sagt Emmett in einen Atemzug.
„Luft holen." Sagt Seth.
„Klappe." Sagt er zu Seth.
Bella steht langsam auf, sie hält sich kurz an mir fest, bevor sie langsam weiter geht.
„Mein Bein ist eingeschlafen." Erklärt sie, während sie sich bei den beiden anderen ebenfalls abstützt bevor sie sich in Edwards Arme stürzt.
„Hab dich vermisst." Sagt sie zu ihm. Ich kann sehen wie er sich entspannt.
„Bitte keine Gesülze." Sagt Emmett.
„Du bist doch nur neidisch." Antwortet sie. „Jasper gegen Jacob."
„Es?" Fragt Edward plötzlich.
„Das Baby." Erklärt Emmett.
„Wie geht es dir Seth?" Fragt Edward ihn.
„Besser." Antwortet er schließlich.
„Okay, ich frage noch einmal wie geht es dir?" Wiederholt er.
„Wird besser."
„Ich frage kein drittes Mal." Sagt er.
„Lass ihn doch in Ruhe." Sagt Jacob schließlich. Doch Edward stellt diese Frage nicht umsonst, ich mache mir Gedanken um den Kleinen.
„Was wird das jetzt?" Will Seth schließlich wissen.
„Onkel Doktor." Bietet Jacob an.
Ich höre wie Emmett mit Carlisle spricht und die beiden kommen gemeinsam wieder ins Wohnzimmer. Carlisle ist besorgt, das kann selbst ich erkennen. Er versucht Seths Temperatur zu messen.
„Error. Ich denke nicht, dass es für solche Temperaturen gebaut wurde. Ich hab ihr ein fiebersenkendes Medikament, ich weiß nicht in wie weit es hilf."
„Zumindest sind es Tabletten, Ma hat die Angewohnheit gehabt immer mit Zäpfchen zu kommen." Sagt Seth, er schluckt die Tablette mit etwas Wasser hinunter.
„Wie kann es sein, dass er solches Fieber hat?" Frage ich.
„Ich kenn mich mit eurer Physiologie nicht besonders aus, aber bei einem Menschen, wäre nach so einem Sturz ins kalte Wasser und verschlucken von soviel Wasser eine schwere Lungenentzündung möglich. Meine Vermutung ist, dass auch Seth eine hat und zwar eine sehr schwere und deswegen zeigt er auch Symptome, eine einfache wäre wahrscheinlich ohne Anzeichen vorüber gegangen. Aber durch eure Physiologie ist alles beschleunigt, worüber Menschen vielleicht Tage lang brüten würden, geht bei euch in ein oder zwei Tagen. Trotzdem weiß ich nicht, wie weit sein Körper davon beeinflusst wird. Eventuell wäre es sogar besser wenn wir auf traditionelle Methoden zurückgreifen würden, wie Tees und Wickel um die Temperatur zu senken."
„Lindenblütentee." Sagt Bella.
Doch Carlisle schüttelt mit dem Kopf. „Lindenblüten sind schweißtreibend und sorgen durch eine vermehrte Schweißbildung zum Abkühlen des Körpers. Emmett mach dich mal nützlich und fahr in die Apotheke und verlange Mädesüß- oder Weidenrindentee, beide sind fiebersenkend."
„Immer ich. Warum immer ich?" Sagt Emmett.
„Ich kann auch fahren." Biete ich mich an. Flucht. Frische Luft. Doch Edward schaut etwas panisch umher.
„Lass Emmett fahren." Sagt er erneut.
„Okay, okay. Ich laufe ja schon." Sagt Emmett
„Ich komme mit, denn kann ich gleich unser Auto hierher fahren." Sage ich.
„Willst du nicht lieber hier bleiben, wegen Emily?" Ich bin schon am aufstehen. Emily… in all der Aufregung habe ich nicht an sie gedacht. Okay macht Sinn…
„Okay." Sage ich und setze mich wieder hin.
„Wer hat eigentlich gewonnen?" Fragt Alice und wechselt damit das Thema abrupt.
„Jasper." Sagt Jacob.
„Ich will aber nicht gegen Jasper spielen. Komm Großer, wir spielen eine Runde." Kann ich da widerstehen. Ich setzte mich neben Alice. Jasper schaut nur amüsiert zu. In seinen Augen spiegelt sich weder Eifersucht noch Aggression, er vertraut mir, ihr.
„Ich will den Porsche." Sagt Alice.
„Das ist aber mein Auto."
„Lüge, das ist meines."
„Ich habe aber die ganze Zeit damit gespielt." Sage ich.
„Ich will aber mit meinen Porsche fahren." Sagt sie. Ich gebe nach. Kann mein eigentlich einen Streit mit ihr gewinnen?
„Ich gewinne, ich gewinne." Sagt Alice immer wieder.
„Abwarten Giftzwerg."
„Ich gewinne, das habe ich gesehen." Sagt sie wieder.
„Ich dachte du bist blind, wenn wir in der Nähe sind."
„Okay, dann halt nicht gesehen, aber ich werde trotzdem gewinnen."
„Nur ich liege vorn." Sage ich, doch noch während ich die Worte sage, kneift sie mir in die Seite. Ich verliere die Kontrolle und mein Auto fliegt aus der Bahn. Ich versuche erst gar nicht sie wieder einzuholen und lasse sie gewinnen. Ich kann das Schmunzeln in Jaspers Gesicht sehen. Ich nehme an, er hat mich durchschaut.
„Mhh… was wollt ihr zum Mittag essen?" Fragt Bella plötzlich in den Raum. Mittag ist es denn schon so spät?
„Ich denke Esme hat schon etwas vorbereitet heute nach." Unterbricht Carlisle.
„Ich dachte ihr habt Titanic geschaut." Sagt Jasper.
„Zwischendurch war sie auch mal in der Küche."
„Ihr hab Titanic geschaut?" Fragt plötzlich Emily.
Alice und Rosalie nicken.
„Jacob, Carlisle, Esme möchte dass ihr kurz mit kommt." Sagt sie.
Beide stehen auf und gehen mit. Ich stehe ebenfalls auf und laufe im Kreis. Wie ein durch geknallter Wolf.
„Soll ich die Tür aufmachen? Dann könntest du größere Runden laufen." Sagt Alice.
Ich strecke ihr meine Zunge entgegen.
„Meine ist schöner." Sagt sie und streckt ebenfalls die Zunge heraus.
„Könnte ich etwas zu trinken haben?" Frage ich schließlich.
„Komm mit." Jasper führt mich in die Küche.
„Soll ich dich beruhigen?" Fragt Jasper mich. Ich weiß sein Angebot ist ernst gemeint, doch ich lehne ab und laufe wieder in Kreis, warum kann das Haus nicht größer sein?
„Dauern solche Sachen eigentlich immer so lange?" Frage ich schließlich die anderen.
„Und?" Fragt Sam. Sie strahlt.
„Ich habe den Job." Sagt sie. Sie kommt einige Schritte auf mich zu. Doch dann steht plötzlich Alice zwischen uns.
„Noch riechst du gut." Sagt sie. Emily schaut sie nur verwundert an und blickt dann über ihren Kopf hinweg zu mir.
„Und das soll auch noch eine Weile bleiben." Sagt Rosalie.
„Bella." Sagt Alice. Doch Bella schüttelt nur mit dem Kopf. „Wir müssen etwas mit deinen Haaren machen."
„Nein." Sagt Bella. „Aber ich bin sicher, dass Emily sich gern die Haare machen lassen würde."
„Will ich nicht." Sagt Emily.
„Ich will aber nicht Bella-Barbie spielen." Sagt Bella.
„Doch das willst du." Sagt Alice. „Obwohl Emily-Barbie würde mir noch besser gefallen."
„Nein." Sagt Emily.
„Doch."
„Nein."
„Ich will Emily-Barbie spielen, du spielst doch sonst auch immer mit Bella." Sagt auf einmal Rosalie.
„Wir tauschen, erst mach ich Emily und du Bella, dann tauschen wir, wir haben ja noch die Sachen von gestern und Sam und Edward können die Schiedsrichter sein." Erklärt Alice, währenddessen versucht Emily zu Sam zu gehen. „Hier geblieben." Sagt Alice schließlich.
„Sam hilf mir." Fleht Emily.
Was soll ich machen? Frage ich mich immer wieder. Ich schaue zu Edward, dann zu Jasper er nickt leicht. Nachgeben… okay was könnte Emily passieren? Hoffentlich nichts.
„Ich würde gern, aber solange Alice mit dir beschäftigt ist, bin ich in Sicherheit." Sage ich schließlich.
„Ab morgen kochst du selber." Sagt Emily.
„Okay, das könnte katastrophal enden." Sagt Jacob.
„Ab wann geht der Kochkurs los?" Fragt Seth.
„Bitte Sam." Fleht Emily erneut.
„Wehe dir, Großer." Alice nimmt Emily einfach hoch und trägt sie die Treppen hoch. Ich schaue für einige Sekunden hinterher. Ich muss meinen Körper beruhigen um nicht hinterher zu rennen. Es ist für Emily, bisher haben sie nur Emilys Wohl im Kopf gehabt.
„Sam Hilfe." Ruft sich noch, doch ihre Stimme wird schnell von der geschlossenen Tür gedämpft.
„Bella." Sagt Rosalie.
„Nein." Sagt Bella erneut und versucht sich hinter mir zu verstecken.
„Bella. Edward, wenn du nicht aus den Weg gehst, dann nehme ich dich mit." Er wendet sich zu ihr und gibt ihr einen Kuss bevor er sie zu Rosalie schiebt.
„Du bist gemein." Sagt sie, doch lässt sich danach ohne weiteren Protest führen.
„Emily wird es gefallen." Sagt Edward zu mir, während mich Jasper beruhigt.
Die Situation spannt sich wieder an als wir ein fremdes Auto in der Einfahrt hören.
„Ma." Sagt Seth. „Ich schlafe. Okay?" Seth dreht sich zur Seite und schaut mit dem Gesicht zur Lehne des Sofas. Jasper deckt ihn zu.
Esme begrüßt Sue an der Tür und bringt ihn dann zu uns ins Wohnzimmer.
„Er schläft." Sage ich als sie an das Sofa herantritt, sie legt ihre Hand auf seinen Kopf und streicht ihn die Haare nach hinten.
„Er glüht. Er braucht einen Arzt."
„Ich bin Arzt." Sagt Carlisle zu ihr. Sie schaut ihn misstrauisch an.
„Er tut was er kann." Sage ich.
„Und warum ist er dann so heiß?" Fragt sie nach.
„Weil herkömmliche Mittel nicht Wirken, sein Körper baut sie zu schnell ab." Erklärt Carlisle.
„Dann geben sie ihm Zäpfchen, die sollen sich ja über einen längeren Zeitraum auflösen." Sagt sie.
„Ich habe ihn bereits ein sehr starkes verschreibungspflichtiges Medikament gegeben und es zeigt keine Wirkung." Sagt Carlisle in seinen ruhigen Ton.
„Sie geben ihm einfach Medikamente ohne meine Einwilligung." Sue ist kurz davor auf Carlisle loszuspringen.
„Ich als der Rudelführer habe es erlaubt." Sage ich, ich will nicht, dass die Situation eskaliert.
„Aber es muss doch irgendetwas zu tun sein." Sagt sie schließlich laut.
„Ich habe einen meiner Söhne losgeschickt, er soll fiebersenkende Tees bringen. Ich denke vielleicht haben wir mit solchen Methoden mehr erfolg. Aber vielleicht sollte ich ihnen die Situation lieber in Ruhe in meinen Arbeitszimmer erklären." Sagt Carlisle.
„Danke, Jungs." Sagt Seth.
„Kein Problem." Sagt Edward.
„Ich will Kartoffeln, Gemüse, sprich Möhren und Erbsen und Schnitzel machen. Esst ihr das?" Fragt Esme.
„Ja." Antworte ich für all.
„Auch Emily?" Fragt Esme nach.
„Sie mag keine Speckwürfel im Gemüse, sie dekoriert damit immer den Tellerrand." Erkläre ich. „Aber sie isst es."
„Seth kann ich dir irgendetwas machen?"
„Nein Danke, Esme." Sagt er zu ihr.
„Er schläft." Sagt Jacob.
„Okay." Sagt sie lachend.
„Seth du hättest ihr ruhig sagen können, dass du Appetit auf Pudding hast." Sagt Edward.
„Eine Mutter ist schon schlimm genug, zwei davon…" Er vollendet den Satz nicht, doch Esme lacht noch immer, sie hat es nicht beleidigend aufgenommen.
„Keine Angst, ich hatte nie vor dir Zäpfchen zu verabreichen." Sagt sie.
Seth stöhnt auf und wickelt sich in die Decke ein. Doch bevor er richtig zugedeckt ist, setzt er sich auf, und hustet. Panisch versucht er nach Luft zu schnappen.
Sue und Carlisle kommen die Treppen herunter.
„Seth du bist wach, wie geht es dir?"
Denkt sich Seth, doch dann wird er wieder vom Husten geschüttelt. Er ringt nach Luft, doch bevor Carlisle eingreifen muss, beruhigt er sich wieder. Sein Gesicht ist gerötet und Tränen stehen ihn in den Augen. Er lässt sich wieder auf dem Sofa nieder und zieht die Decke über seinen Kopf.
„Du bist wach? Wie geht es dir? Kann ich dir irgendetwas bringen? Möchtest du irgendetwas?" Fragt Sue.
Die anderen verlassen den Raum, nur Carlisle und Sue bleiben zurück. Ich setze mich in den Sessel in dem zuvor Edward und Bella saßen. Ich würde am liebsten auch gehen, aber ich will Sue nicht alleine lassen.
Nach einigen Momenten geht Sue in die Küche um für Seth ein Glas Wasser zu holen. Carlisle schaut mich an, genauso wie ich ihn anschaue. Sue ist schwer einzuschätzen.
„Warum kann Ma nicht einfach wieder gehen." Sagt Seth.
„Weil sie deine Mutter ist und sich auch noch um dich Sorgen wird, wenn sie alt und grau ist." Sagt Carlisle.
„Das sind ja schöne Aussichten." Stellt Seth fest.
Wir verbringen die Zeit in Schweigen, die Situation ist mehr als nur merkwürdig. Die gesamte Situation ist angespannt, nicht wirklich aggressiv, aber extrem stressig, keiner weiß wie er sich verhalten soll. Ich bin froh als Esme kommt und Seth den Pudding bringt. Meine Rettung. Ich folge ihr in die Küche.
„Kann jemand die Mädchen holen?" Fragt Esme.
„Wir sind aber noch nicht fertig." Ruft Alice von oben.
„Das Essen wird aber kalt."
„Aber wir brauchen noch etwas."
„Alice..." Fängt Esme an.
„Okay." Sagt sie anschließend.
Sowohl Alice wie auch Rosalie wiederholen die Bitte von Esme, doch Bella und Emily sagen beide, dass sie so nicht nach unten gehen wollen.
„Kommt der Berg nicht zum Prophet, muss der Prophet zum Berg." Höre ich Jasper sagen, während er das Essen für die Beiden auf ein Tablett zusammenstellt und es den beiden nach oben bringt.
Wow ist das ein Service hier. Denke ich mir.
„Sam, was wird heute aus dem Ratstreffen?" Fragt Sue auf einmal, sie kommt zu uns in die Küche und gibt Esme die leere Schüssel zurück.
„Mist daran habe ich gar nicht mehr gedacht." Antworte ich ehrlich.
„Sam, du kannst ruhig zum Ratstreffen gehen, ich bleibe solange hier." Sagt Jacob plötzlich.
„Sue könnte uns zum Auto bringen und ich könnte danach dich ablösen." Schlage ich vor und schaue dabei zu Jacob.
„Und wann spielen wir?" Fragt Emmett.
„Edward, Sam könnt ihr mal kommen." Ruft Alice von oben.
„Fünf Minuten Giftzwerg." Sage ich, ich will in Ruhe aufessen.
„Dann kommen wir halt nach unten." Sagt Alice.
Ich blicke zur Treppe und mir stockt der Atem. Ich nehme einen hastigen Atemzug. Emily… Emily ist einfach wunderschön. Die Narben, fast vollständig verschwunden. Ihre Augen sie glänzen. Ihre Haare wunderschön zusammengesteckt und das Kleid… einfach ein Traum. Es passt perfekt zusammen. Ich liebe sie.
„Das kann ich übertreffen." Sagt Rosalie und schaut Emily an.
Das glaube ich nicht. Denke ich mir.
„Und wenn ich nicht mehr möchte?" Fragt Emily.
„Hat dich jemand gefragt?" Fragt Rosalie zurück. Sue schaut mich überrascht an.
„Sie kann hartnäckiger sein als Alice." Sagt Emmett.
„Geht das denn?" Frage ich, obwohl die Antwort, möchte ich lieber nicht wissen.
„Sicher." Sagt Emmett.
„So jetzt bin ich dran." Sagt Rosalie und nimmt Emily. „Sam du entscheidest danach wer den besseren Job gemacht hat."
Rosalie lässt Emily erst gar nicht widersprechen und zieht sie mit sich.
„Bella." Sagt Alice. Bella flüchtet. Sie stellt sich zu Jacob. Ob der viel helfen kann?
„Jacob hilf mir." Fleht Bella.
„Großer." Sagt Alice. „Obwohl..." Edward fängt plötzlich an zu Lachen.
„Großer, mitkommen." Sagt sie plötzlich.
„Wohin?" Frage ich.
„Man kann auch männlichen Wesen ein Make-Over geben." Sagt sie und greift nach meinen Arm.
„Nein."
„Doch."
„Nein.
„Komm." Alice zieht kräftig an meinen Am und ich laufe unfreiwillig mit.
„Das ist gemein. Ich will auch einen Hund haben." Ruft Rosalie.
„Alice darf ich dir helfen?" Fragt Rosalie.
„Nein." Antworte ich.
„Klar doch." Antwortet Alice, Rosalie rennt die Treppen wieder hoch.
Kurz darauf höre ich noch weitere Schritte, Bella und Emily schauen vorsichtig in das Zimmer, als sie von Alice herein gewunken werden, treten sie ein und lassen sich auf dem Bett nieder.
„Darf ich wieder gehen?" Frage ich.
„Nein." Sagt Alice und führt mich zu einem Stuhl, nur widerspenstig setzte ich mich.
Was mach ich nur hier. Ich bin mir sicher dass Jacob und Seth, dass beide, eventuell auch nur Seth, aber es werden alle im Rudel erfahren. Was mach ich nur hier. Ich lasse mich von zwei Modepüppchen rumkommandieren, ich bin der Alpha Wolf, sie sollten machen was ich sage… In meinen Gedanken kann ich Edward lachen hören.
„Okay, was machen wir zu erst?" Alice betrachtet mich von oben bis unten.
„Haare?" Schlägt Rosalie vor. Was ist falsch mit meinen Haaren, sie sind etwas struppig, aber sie sind gewaschen. „Wann warst du das letzte Mal beim Frisör?"
„Nie." Antwortet Emily. „Er hat sich die Haare selbst abgeschnitten, ich habe versucht zu retten, was zu retten ist."
„Was leider nicht viel ist." Emily nickt auch noch zustimmend.
„Aber ich denke da können wir schon noch etwas machen." Sagt Alice zuversichtlich.
„Aber wir müssen definitiv auch etwas mit seinen Fingernägel unternehmen." Sagt Rosalie. Ich balle meine Hände zur Faust und stecke sie in die Hosentasche.
„Großer." Sagt Alice warnend. Ich nehme meine Hände wieder aus der Hose.
„Wo fangen wir an?" Fragt sich Rosalie selbst, denn Alice ist schon in das Badezimmer verschwunden und kommt mit einen feuchten warmen Handtuch wieder.
„Das lege ich dir jetzt auf das Gesicht, die Wärme sorgt dafür dass sich die Poren öffnen."
Und warum sollen sie sich öffnen?
„In der Zwischenzeit kümmern wir uns um deine Finger." Sagt Rosalie. Sie stellt zwei Schalen mit Wasser, okay mit Wasser und irgendeiner Substanz auf den Schminktisch vor mir und legt meine Fingerspitzen hinein. „Das weicht die Nagelhaut etwas auf." Erklärt sie.
MAAAMMMIIIII, ich will wieder heim.
„Und dann?" Will ich wissen.
„Jetzt warten wir erstmal." Sagt Alice.
„Wir könnten die Zeit nutzen und einige Zeitschriften für eine Frisur für ihn durchzusuchen."
„Nein…" Sage ich. Doch einer von den beiden wühlt schon. Ich kann nichts sehen. Ich höre nur wie sie sich auf das Bett setzen und blättern.
„Emily wie würde dir die Frisur gefallen?"
„Blonde Spitzen? Weiß nicht so recht." Antwortet sie.
Blond… blond… blond wie Rosalie…
„Dann vielleicht schon das?" Sagt Alice.
„Kann mir jemand die Augenbinde abnehmen?" Frage ich.
„Noch nicht." Antwortet Alice.
„Ich finde das passend." Sagt Bella. Jetzt mischt sich die auch noch ein. Jemand erhebt sich von Bett.
„Hände heben." Sagt Alice. Ich hebe meine Hände aus den Schälchen, dann dreht sie den Stuhl. Und hält irgendwas neben mein Gesicht und wühlt danach durch meine Haare.
„Ich bin dafür." Sagt Rosalie.
„Dann machen wir die."
„Darf ich auch noch was dazu sagen?" Frage ich.
„Nein." Sagt Emily. Emily fällt mir in den Rücken. Was für eine Gehirnwäsche habe sie mit ihr gemacht.
Alice dreht wieder den Stuhl und führt meine Finger wieder in das Wasser.
„Was mach ich nur hier?" Frage ich dieses Mal laut, was die vier nur zu belustigen scheint.
„Wir lieben dich auch." Sagt Alice.
„Wenn du das Liebe nennst, dann weiß ich nicht was Tierquälerei bei dir ist." Antworte ich.
„Wir quälen keine Tiere, auch keine Wölfe…" Sagt Rosalie.
Endlich nehmen sie mir dieses Handtuch vom Gesicht, soll ich mich jetzt anders fühlen? Auf jedem Fall sehe ich nicht anders als zuvor. Dann hängt Alice den Spiegel zu, während Rosalie irgendeine braune Masse rührt, die mich irgendwie…
„Das ist eine Maske, sie soll das Hautbild verfeinern."
„Sieht eher aus wie Ka…" Will ich sagen, doch bevor ich den Satz vollenden kann aber ich schon den ersten Pinsel voll in meinen Gesicht. Rosalie pinselt mir das ganze Gesicht damit ein und lässt nur die Augenpartie offen.
„Fehlen da jetzt nicht noch Gurkenscheiben auf den Augen?" Fragt Emily.
„Haben wir Gurken?" Fragt Rosalie Alice.
„Nein." Antworte ich.
„Kümmern wir uns lieber um seine Haare." Sagt Alice.
„Machst du die Haare, ich mache die Finger."
„Solche Tierquäler… Kann mir denn keiner Helfen?" Doch alle Lachen nur. Wie gemein, obwohl, wie oft müssen Jasper und Emmett diese Tortour über sich ergehen lassen.
„Ich frage mich wie es eure Männer mit euch aushalten." Sage ich.
„Das gemeine an Vampirdasein ist, dass man nichts an sich ändern kann. Masken, Cremes… das bringt alles nichts. Deswegen macht das ja soviel Spaß mit dir."
„Warum nur ich."
„Vielleicht hättest du dein Pack besser erziehen sollen, aber Jacob war schneller zur Tür hinaus als ich bis drei zählen kann." Sagt Rosalie.
„Der Verräter, der."
Da ich nicht sehen kann was Alice mit meinen Haaren anstellt außer der klappern der Schere, beobachte ich Rosalie. Alle meine Fingernägel sind jetzt gleich lang und sauber. War da wirklich soviel Dreck darunter? Das Wasser sieht auf jedem Fall schmutzig aus.
„Nein." Ich stecke meine Finger wieder in die Hose als Rosalie mit verschiedenen Nagelfeilen und Stiften anrückt.
„Hände her." Sagt Rosalie.
„Nein."
„Sam." Bittet Emily und meine Hände wandern aus meinen Taschen wieder heraus. Rosalie feilt meine Nägel, massiert die Finger trägt verschiedene Lotions auf. Ich werde mich nie wieder über Emily aufregen wenn sie sich eine Creme kauft, die müssen hier ungefähr 500 haben, okay vielleicht nicht ganz so viele, aber zu viele für meinen Geschmack.
Alice legt endlich die Schere beiseite und nimmt ein Haargel und verteilt es über meinen Kopf und fängt an da zu zupfen und dort. Ich muss jetzt aussehen wie ein Igel.
„Ich denke wir können die Gesichtsmaske jetzt abnehmen."
„Endlich."
„Du bist noch lange nicht fertig." Sagt Alice. Habe ich das Endlich laut gesagt?
Und wieder rücken sie mit Cremes und Lotions und was weiß ich an, ich habe das Gefühl ich sitze seit Stunden hier in diesen Stuhl.
Doch endlich dreht Alice den Stuhl und ich blicke zu Emily. Ihre Augen leuchten.
„Wow." Sagt sie.
„Die Sachen." Sagt Rosalie und Alice reicht mir eine Tasche. Es sind die Sachen die sie gestern für mich gekauft hat.
„Dort ist das Bad." Sagt sie. Ich erhebe mich und gehe in das Badezimmer. Wenn ich dachte Edwards Bad war groß dann ist dies ein Palast. Ich schaue mich im Spiegel an, ich fühle mich nicht anders aber… das Gesicht was ich sehe sie frischer aus, keine Augenringe, keine zerwühlten Haare, auch kein Igel… es passt, irgendwie.
Ich überlege kurz, ob ich mich weigern sollte mich umziehen, aber die vier Mädchen haben sich soviel Mühe gegeben und irgendwie… irgendwie machte es doch auch Spaß im Zentrum ihrer Aufmerksamkeit zu stehen. Ich ziehe die Sachen an und trete ins Zimmer. Emily liegt mir sofort in den Armen.
„Ist es nicht ein schönes Paar." Sagt Alice.
„Perfektes Paar." Sagt Rosalie.
„So und jetzt zeigen wir Jacob was er verpasst hat." Sagt Alice und zieht mich nach unten, die anderen folgen.
„Wow." Sagt Jacob. „Ich hätte mich vielleicht doch melden sollen."
„Dann komm." Bietet Rosalie sofort an.
„Danke, aber nein." Sagt er.
„Schade."
„Darf ich mich wieder umziehen?" Frage ich. So sehr mir auch mein neues Outfit gefällt, so will ich mich nicht vor den anderen zeigen.
„Warum?" Will Alice wissen, ihre Lippen verziehen sich zu einem Schmollmund.
„Weil ich jetzt ins Reservat muss." Sage ich.
„Schade." Dieser Blick. Ich kann ihm nicht widerstehen. Ich stelle mich vor ihr und lege meine Hände auf ihre Schultern, sie sind bedecken einen großen Teil ihres Oberarmes zeitgleich.
„Giftzwerg, ich habe doch schon versprochen, dass wir mit euch tanzen gehen." Sage ich. Ich kann das Lachen der anderen hören. Ja Alice hat es geschafft. Aber das Strahlen in ihren Augen, ist so schön, das gleiche Strahlen sehe ich auch in Emilys Augen.
„Okay." Sagt sie schließlich.
Ich laufe wieder nach oben und ziehe mich um. Ich überlege ob ich meine Haare wieder normal kämmen sollte, doch ich lasse sie. Die anderen werden sich so oder so lustig über mich machen.
„Seth ist in guten Händen, Jacob ist auch noch da. Und sobald sich sein Zustand ändert, werde ich mich sofort melden." Höre ich Carlisle zu Sue sagen.
Wie laufen zu Sues Auto, Emily steigt hinten ein. Sie hat sich ebenfalls wieder umgezogen, aber auch sie hat ihre Haare und ihr Make-up gelassen.
„Wieso sind sie so nett, was haben sie vor?" Will Sue wissen.
„Aus dem was Bella erzählt sind sie immer so." Sage ich.
„Für sie ist es Abwechslung aus ihren immer gleichen Trott. Sie haben keine Hintergedanken, sie sind nicht die Monster für die wir sie immer gehalten haben."
„Aber sie sind Monster, sie töten."
„Tiere." Fügt Emily an. „Sie töten Tiere."
„Ich denke es ist falsch alle Vampire über einen Kamm zu scheren. Sie haben bewiesen, dass sie widerstehen können."
„Ich vertraue ihnen nicht." Sagt Sue wieder.
„Ich vertraue ihnen genug um zu wissen, dass Seth im Moment sicher bei ihnen ist." Sage ich.
„Ich habe gehört du willst für diese Bleichgesichter arbeiten?" Fragt Sue Emily.
„Esme hat mir einen Traumjob angeboten, super Bezahlung." Sagt Emily.
„Und du lässt sie dort arbeiten?" Fragt Sue mich.
„Es fällt mir nicht leicht. Aber Emily hat recht, wir brauchen das Geld und sie zahlt sehr gut."
„Emily würde sicher etwas anders finden, vor allem wenn sie sich so schminken würde wie jetzt auch." Sagt Sue und ich spüre einen Stich in meine Brust. Es ist meine Schuld, dass Emily keinen anderen Job findet.
„Ich will mich nicht verstecken." Sagt Emily.
„Glaubst du Esme würde dich mit den Narben mitnehmen zu Kunden."
Emily ist still, sie überlegt. „Ich werde es ausprobieren." Sagt sie schließlich.
Ich sage nichts, doch ich bin mir ziemlich sicher, dass Esme dies nicht stören würde. Die anderen hat es auch nicht gestört. Rosalie hat sie gestern verteidigt. Sie wollten ihr damit helfen.
Wir erreichen den Parkplatz, Sue lässt und an der Einfahrt raus und wir steigen aus. Mir weht ein eigenartiger Geruch entgegen. Ich laufe zum Wagen und hebe die Plane auch.
„EDWARD." Rufe ich über den ganzen Parkplatz, ich weiß dass sie in der Nähe sind.
Sie geben sich zu sehen, und alle Grinsen.
„Ist der süß." Sagt Emily.
Ich beachte den Käfig kaum. Das gibt Rache.
Alle schauen auf die Ladefläche. Ein riesiger Käfig, komplett eingerichtet und darin ein weißes Häschen. Auf dem Käfig liegt eine Karte mit der Aufschrift Süße Träume. Ich atme tief durch und versuche mich zu beruhigen.
Emily und Bella sind dabei auf die Ladefläche zu steigen und das Tier herauszuholen. Sie streicheln es.
„Es braucht einen Namen." Sagt Emily.
„Eddie." Sage ich.
„Der Hase ist eine Dame." Sagt Emily.
„Rosalie." Sagt Edward vor. Ich kann ein Knurren nicht unterdrücken.
„Sam hör auf. Das Häschen hat Angst." Sagt Emily. „Aber ich verstehe nicht warum."
„Frag Sam auf der Heimfahrt nach einen gewissen Traum." Sagt Edward zu Emily und ich bin sicher, dass Emily mich danach fragen wird. Ich schaue Edward warnend an, das gibt Rache.
„Wir sollten fahren." Sage ich schließlich. „Die Sitzung fängt bald an."
„Hier ist der Karton." Sagt Edward und reicht Emily für den Hasen einen kleinen gelben Karton mit Luftlöchern. „Es ist nicht sicher für das Tier beim fahren auf der Ladefläche zu sein."
Ich schaue Edward verwundert an, ich hätte nicht erwartet dass er soviel Mitgefühl für ein Tier zeigen kann. Emily steckt das Tier vorsichtig in den Karton und nimmt es mit vor in die Fahrerkabine während ich helfe die Plane wieder über die Ladefläche zu spannen.
„Viel Spaß mit Rosalie." Sagt Edward zu mir. Ich steige ein und Emily schaut mich fragend an.
„Erst hat Embry von Rosalie geträumt und danach habe ich von einem wild gewordenen Hasen geträumt der irgendwie Ähnlichkeit mit Rosalie hatte." Erzähle ich Emily.
„Es hätte schlimmer kommen können sie hätten Embry übermorgen zum Geburtstag ein Bild von Rosalie in Häschenunterwäsche geben können." Sagt Emily.
„Okay das wäre definitiv schlimmer gewesen, da wir wären nicht mehr froh geworden." Gebe ich Emily recht.
„Es ist bestimmt nur eine Phase Embry ist jung, ich will nicht wissen, wovon du in diesem Alter geträumt hast."
„Definitiv nicht von Rosalie." Sage ich.
„Von wem dann?" Stichelt Emily nach.
„Wahrscheinlich von dir, wenn ich dich damals schon gekannt habe."
Emily lacht nur.
„Okay es war Frau Ferguson." Gebe ich schließlich zu.
„Die Geographielehrerin?" Fragt Emily nach.
„Ja."
Sie lacht nur. Ich liebe diesen Klang.
Wir erreichen das Reservat, ich fahre zu unserem Haus und helfe dabei Emily den Käfig abzuladen. Sie hat das Häschen bereits wieder aus dem Karton geholt. Sie hält es dich an ihren Körper gepresst und streichelt es immer wieder. Es hat Angst, das sagen mir meine Instinkte.
„Emily… ich weiß… ich weiß nicht, ob wir den Hasen behalten sollten. Es hat Angst, es kann uns riechen." Ich sehe die Traurigkeit in ihrem Gesicht. „Ich will nur nicht dass du dich zu sehr an das Tier gewöhnst, wir werden es ausprobieren, das verspreche ich dir. Aber ich finde es dem Tier gegenüber nicht gerecht, wenn es ständig in Angst leben muss."
„Ich verstehe." Sagt sie.
„Ich liebe dich."
„Ich dich auch."
„Wo sollen wir den Käfig hinstellen?"
„Ins Kinderzimmer? Ich denke nicht dass dem Hasen der Trouble in der Wohnküche gefallen wird. Im Schlafzimmer möchte ich das Tierchen dann doch nicht haben, bleibt nur der andere Raum übrig."
„Okay, kannst du auch noch einen Platz frei räumen." Alles was irgendwie im Moment nicht gebraucht wird, wandert irgendwie in dieses Zimmer.
„Ich denke wir sollten dort allgemein mal aufräumen."
„Aber nicht heute."
Sie nickt zustimmend. Sie räumt einige Kisten und Kartons beiseite und ich kann den Käfig abstellen. Ich hole die restlichen Sachen herein. Edward hat an alles gedacht, Futter, Eintreu, Heu, eine kleines Häuschen zum Verstecken, Wasserflache, Leckerlis und sogar eine kleine Transportbox. Die Leckerlis bringen mich jedoch auf eine Idee. Ich weiß nicht ob es funktioniert, ich habe es bei Hundetrainern gesehen.
„Emily, ich weiß nicht ob es funktioniert, aber kannst du dem Tier bitte keine Leckerlis füttern, das würde ich machen, vielleicht begreift das Tier irgendwann das von diesen Geruch keine Gefahr ausgeht, sondern dass es da immer etwas besonderes zum Fressen gibt."
Sie schaut erst etwas enttäuscht, doch dann strahlen ihre Augen. Sie nickt. Ein Blick hat gereicht, dass Emily sich in das Tier verliebt hat, sie hatte Haustiere bei ihren Eltern und ich weiß, dass sie das vermisst. Ich sollte eventuell Edward irgendwann dafür danken, irgendwann… mir kommt eine Idee.
„Was?" Fragt Emily, sie sieht mein Grinsen im Gesicht, ich erzähle ihr meine Idee.
„Könnte interessant werden." Sagt sie schließlich.
„Willst du morgen eigentlich zu diesem anderen Vorstellungsgespräch in Forks." Frage ich sie.
„Ich bin am überlegen. Ich meine Esme bezahlt mir mehr als ich jemals erwartet hätte, sie meinte, dass wenn mir die Arbeit gefallen würde, dass sie mir mehr Stunden geben könnte."
„Würde dir denn der andere Job gefallen?"
„Nicht wirklich, ich meine, ich würde Bedienen, ich kann jetzt schon die Blicke der anderen spüren."
„Dann solltest du vielleicht doch lieber absagen, wenn dir der Job bei Esme nicht gefällt, dann kannst du dich immer noch umschauen. Aber das was sie mir erzählt hat, das klingt sehr interessant."
„Was hat sie dir denn erzählt?"
„Was sie alles in ihren Job macht, ich meine ich dachte dekorieren ist immer nur da das hinstellen und dort jenes. Aber es ist auch handwerkliches einiges gefragt, malen, eventuell tapezieren, nähen, basteln. Und dann ist da immer noch die Sache mit den restaurieren alter Möbel. Ich weiß, dass sich einige im Reservat schon umgehört haben, ob es da jemanden gibt, der ihnen bei ihren Andenken an die Verstorben helfen könnte. Aber zu den Cullens gehen sie nicht, und andere gute Leute gibt es nicht. Wenn du das lernen könntest, könntest du auch hier helfen."
„Soweit habe ich noch gar nicht gedacht." Sagt sie zu mir.
„Du wirst bestimmt viele Dinge lernen können, aber die Arbeit muss dir gefallen, ich will nicht dass du deswegen unglücklich wirst."
„Ich weiß, ich werde es langsam angehen, aber dass was sie mir heute erzählt hat, klang spannend. Es war wie mit Puppenstube spielen. Ich sollte zwei Zimmer einrichten eines für Jacob und eines für Carlisle. Für Jacob das war einfach. Warme Farben, robuste und funktionale Möbel, ich kenne Jacob, ich weiß was er mag und was nicht. Für Carlisle war es schwieriger, ich kenne ihn nicht. Ich habe mich komplett vertan, ich hatte mich an dem Haus orientiert, hell, leicht, luftig. Aber das ist Esmes Stil und nicht der von Carlisle. Aber das ist auch etwas vor dem ich Bedenken habe, fremde Leute treffen, sich mit ihnen unterhalten, sie kennen zu lernen. Was ist wenn sie mich nach meinem Aussehen beurteilen. Vielleicht hat Sue ja doch recht."
„Ich denke Sue hat da nicht recht. Die Leute werden schauen, aber sie werden dich danach anhand deiner Arbeit beurteilen und nicht nach deinem Aussehen. Und ich denke wenn du dich nicht wohl fühlst, wird dir Esme bestimmt andere Aufgaben geben können. Aber ich muss jetzt los."
„Sorry, ich habe dich solange aufgehalten."
„Hast du nicht, kommst du in etwa 1 Stunde zum Versammlungshaus?"
„Ich werde da sein." Verspricht sie mir. Während ich dort hinlaufe, drehen sich meine Gedanken um Emily und um meine Rache ein Edward. Okay meine Gedanken drehen sich mehr um das letztere. Ich muss Quil finden.
Die Sitzung ist langweilig und jedes Mal wieder frage ich mich, warum ich hier bin. Die Ältesten halten an ihrer Meinung fest, die Cullens sind Monster. Während einige Jüngere es auch langsam verstehen, dass es Unterschiede gibt. Aber einen alten Baum kann man nur noch schwer verrücken. Ich sage kaum etwas, meine Meinung wird auf taube Ohren stoßen, weil es sich um eine geschlossene Ältestenratsitzung handelt.
Emily ist wie versprochen nach einer Stunde am Ratshaus. Alle schauen sie verwundert an, sie hat sich nicht abgeschminkt. Ich kann das Getuschel hören, wie schön wäre sie gewesen, wenn ich sie nicht verletzt hätte. Wieder spüre ich diese Stiche in der Brust. Auch Emily hört das Getuschel. Ich steige ins Auto.
„Sam, ich schäme mich nicht für diese Narben, ich liebe dich. Ich weiß ich kann sagen was ich will und du wirst mir nicht glauben. Das Schminken ist etwas was ich bestimmt nicht jeden Tag machen werde, es ist schön in der Fremde nicht alle Blicke auf einen zu haben, aber ich fühle mich ohne dieses Make-Up genauso wohl. Und höre nicht auf diese Idioten."
„Es ist nur schwierig, wenn Leute sagen, du könntest so schön aussehen. Ich verstehe sie nicht, du bist wunderschön."
Ich sehe wie Emily leicht rot wird.
„Zurück zu den Cullens."
„Genau, ich habe schließlich noch eine Wette zu gewinnen." Sagt sie.
„Ihr und gewinnen, das ich nicht lache. Schlagen werden wir euch."
„Werdet ihr nicht."
„Werden wir doch."
„Werdet ihr nicht."
„Glaubst du Bella würde wetten, wenn sie keine Aussicht auf Erfolg hätte?"
„Guter Punkt."
Sorry für die lange Phase ohne Updates. Ich hatte einen kleinen Unfall, bei dem Versuch meinen Hund an das Fahrrad zu gewöhnen ist er mir ins Rad gerannt. Ich bin dadurch gestürzt und habe mir die eine Hand verstaucht und den anderen Arm gebrochen. Ich werde weiter schreiben halt nur langsam, weil es tut, nach einer Weile am PC, doch noch recht weh.
