Hallo liebe Leser! Nochmals herzlichen Dank für eure Reviews, die ich ausnahmsweise aus akutem Zeitmangel nur sehr knapp beantworten konnte. (Dafür kommt aber dieses Kapitel nahezu pünktlich – das ist doch was! ;D) Zum Ausgleich möchte ich diesmal hier ein wenig eingehen, auf die Themen, die in vielen der Reviews angeschnitten wurden.
Es war mir klar, dass der Verlauf der Annäherung von Hermine und Snape nach dem Entzug, wie ich sie beschreibe, so manchen Leser streckenweise ziemlich aufregen würde. Das nehme ich (und hoffentlich auch ihr ;D) aber gerne in Kauf, denn ich finde es viel spannender, über unvollkommene Menschen zu schreiben, die sich z.B. verrennen, sich selber nicht trauen, sich manchmal furchtbar blöd verhalten, den „Wald vor lauter Bäumen nicht erkennen" und sich gegenseitig weh tun, indem sie sich gemeine Worte an den Kopf werfen.
Wäre Snape bei mir der, den man sich insgeheim als Snape-Fan vielleicht wünscht – nämlich nach außen hin zynisch, hart und verbittert, jedoch innerlich ein zwar einsamer und in gewisser Weise zerissener, aber doch aufrechter Mann, der sich und sein Leben im Griff hat und nur genug geliebt werden muss, um die jeweilige Partnerin an sich heranzulassen – und wäre „meine" Hermine so, wie man sie sich im Idealfall vorstellt – nicht nur gescheit, sondern auch mutig, extrem selbstbewusst, stolz wenn auch nicht hochnäsig und natürlich auch nicht zickig (weil sie da drüber steht) und jederzeit die Lage überschauend, trotzdem sie noch so jung und verliebt ist (und vielleicht, für manche, nicht mal ansatzweise devot) – hätte ich die beiden so dargestellt, dann wäre die Geschichte vielleicht auch schön gewesen, aber auf jeden Fall längst zu Ende. :D
Bei mir sind sie aber weit davon entfernt, perfekt zu sein. Beide sind stark und schwach zugleich und das macht die Sache so hochkompliziert. (Meiner Erfahrung nach hat das reale Leben übrigens genau solche komplizierten Beziehungs-Konstellationen großpackungsweise im Angebot.) Nur „Schwarz und Weiß zu malen" ist einfach nicht mein Ding - ich schreibe am liebsten (ausführlich!) über die „Grautöne".
Ich habe mich, als Autorin, nicht auf „die Seite" von einem von beiden geschlagen, sondern immer versucht, die Handlung der Figur aus der jeweiligen Position und dem Charakter (so, wie ich ihn mir im Bezug auf meine Story vorstelle) angemessen zu gestalten. Ich finde, jeder Leser kann sich selber eine Meinung bilden, wessen Argumente er besser findet und wen er am liebsten in den Hintern treten würde – und wie ich den Reviews entnehmen kann, tun das auch die meisten. :D Zur Zeit sieht es so aus, als hätte Hermine die bessern Karten bei euch, auch wenn es ein paar Anhänger der Snape'schen Argumente gab. ;)
Was mir allerdings bereits seit einigen Kapiteln klar ist: Ich habe den Spannungsbogen nun schon ziemlich weit gedehnt und langsam gehen die Tendenzen dahin, sowohl Snape als auch Hermine am Kragen zu packen und kräftig zu schütteln, damit sie endlich aufhören, sich selbst im Weg zu stehen, oder aber endlich einsehen, dass nichts geht bzw. dass der Preis, den sie zahlen, langsam zu hoch wird. Daher meinen herzlichen Dank an alle, die mich bis hierhin begleitet haben und weiter darauf vertrauen, dass ich das Ganze zu einem erlösenden Ende bringe. :D
Und nun wünsche ich euch ganz viel Spaß beim Weiterlesen!
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Kapitel 50Es kam ihm so vor, als würde die Zeit plötzlich weniger schnell ablaufen – jede einzelne Bewegung und jedes Geräusch schien irgendwie verlangsamt und unwirklich. Dennoch war er nicht in der Lage, sich zu stoppen, obwohl ihm bewusst war, dass es hätte tun müssen.
In Wirklichkeit ging alles blitzschnell. Kaum eine Sekunde, nachdem sie ihm die Ohrfeige verpasst hatte, packte er Hermine an den Haaren und drückte sie grob an die Wand neben dem Kamin. Ihr Aufschrei durchschnitt die Luft und sie versuchte instinktiv den schmerzhaften Zug zu lindern, indem sie Snapes Arm umklammerte. Er nutzte diesen Umstand jedoch nur, um ihre beiden Handgelenke mit der anderen Hand zu umfassen und so ihre Arme nach oben, über ihren Kopf, an die Mauer zu pressen.
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Wenigstens ließ er danach ihre Haare los, aber Hermines spontane Erleichterung darüber verflog sofort, aufgrund der rauen und spitzen Unebenheiten im Mauerwerk, die sich nun in ihre bloße Haut bohrten, aber auch wegen der Ungewissheit, was er nun mit der freien Hand vorhatte. Würde er zurückschlagen? Dem Gesichtsausdruck nach war ihm im Moment alles zuzutrauen.
Er schlug sie nicht, aber er packte sie an der Kehle – zwar nicht so, dass ihr tatsächlich die Luft wegblieb – aber immerhin so, dass es weh tat und sie den Kopf nicht mehr bewegen konnte. Außerdem war sie kaum mehr in der Lage zu sprechen und ihn nötigenfalls um Gnade zu bitten.
Seltsamerweise empfand Hermine jedoch keine Angst. Auch ihre Wut war wie weggeblasen. Sie fühlte nur noch den Schmerz und selbst der schien langsam in den Hintergrund zu treten, da sich etwas Anderes, Bedeutenderes in ihrem Bewusstsein formierte.
Woher sie die Gewissheit nahm war ihr schleierhaft, aber Hermine wusste in diesem Augenblick ganz tief in ihrem Inneren, dass sie alles würde ertragen können, was nun folgte und gleichzeitig, dass Severus ihr nichts wirklich Schlimmes antun würde. So seltsam es sich nach allem, was sie in den letzten Tagen von ihm hatte ertragen müssen, auch anhörte - sie konnte ihm trotzdem vertrauen – das spürte sie. Und nun, da sie diese Grenze überschritten und sich ihm ganz und gar ausgeliefert hatte, war sie endlich... frei.
Sie sah in sein wutverzerrtes Gesicht – blickte ihm tief in die gefährlich funkelnden, zu engen Schlitzen zusammengekniffenen Augen – und fühlte nichts als Liebe.
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Als Snape Hermines Handgelenke ergriff, hochriss und an die Wand presste, suchte ihn eine Erinnerung heim - ein Bild aus der Vergangenheit schob sich mit Macht vor das reale und eine andere Frau, blond und etwas rundlicher, nicht mädchenhaft, aber dennoch jung, starrte ihn mit schreckgeweiteten Augen an. In seinem Kopf dröhnte die unangenehm durchdringende Stimme des dunklen Lords, der ihm befahl, der Schlampe, die es gewagt hätte, sich ihm zu widersetzen, eine Lektion zu erteilen und sie für ihn, seinen Meister, gefügig zu machen, wie es sich für eine gute Todesserin gehörte.
Der Frau stand das nackte Entsetzen ins Gesicht geschrieben, als er sie am Hals packte. Snape schloss die Augen, um ihren Blick nicht mehr sehen zu müssen, vor allem aber, um sich zu sammeln und das Grauen vor sich selbst, das drohte, ihn zu überwältigen, in die Tiefen zurückzudrängen, aus denen es hochgestiegen war.
Als er die Augen wieder öffnete sah er Hermines Gesicht vor sich. Da war keine Panik und kein Entsetzen, nicht einmal eine Spur von Angst. Völlig ruhig sah sie ihn an.
Mit der langsam durchsickernden Erkenntnis, was er da eigentlich tat, lockerte sich sein Griff. Wie war es möglich, dass dieses Mädchen ihn so ansah, obwohl er sie misshandelte?
Gleichzeitig wurde ihm bewusst, dass er ihr gar nichts antun konnte – dass er es niemals fertig bringen würde, sie über jene zwar schmerzhaften, aber im Endeffekt nicht wirklich gefährlichen Drohgebärden hinaus, tatsächlich körperlich oder psychisch zu quälen. Diese unerwartete, aber tief empfundene Gewissheit ließ ihn erlöst aufatmen.
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Sowie Hermine die Gelegenheit dazu bekam, befreite sie einen Arm aus seiner Umklammerung. Sie zog seine Hand, mit der er immer noch ihren Hals umfasste, sanft, aber beharrlich von dort weg und führte sie an ihre Lippen um einen zärtlichen Kuss auf die Innenfläche zu drücken. Ihre Augen hielten dabei unbeirrt seinen Blick fest, in den ein Ausdruck getreten war, den sie bisher nicht von ihm kannte und den sie in all den Jahren auch nie für möglich gehalten hätte – Severus Snape schämte sich.
„Es tut mir so leid", flüsterte er rau und gab nun auch ihre andere Hand frei.
Seinen Versuch, sich von ihr zurückzuziehen verhinderte Hermine, indem sie ihn einfach festhielt. Dann trat sie noch näher an ihn heran und nahm sein Gesicht in beide Hände.
„Es ist gut, Severus", sagte sie leise, zog seinen Kopf zu sich hinab und küsste ihn – zuerst zart und lockend, aber schon wenig später eindeutig fordernd, während sie die Arme um seinen Hals schlang.
Er erwiderte ihren Kuss genauso hungrig, aber als Hermine begann, die Knöpfe seines Gehrocks zu öffnen, löste er sich von ihr.
„Hermine...", begann er, aber sie brachte ihn zum Schweigen, indem sie sich streckte und ihn wieder küsste, ohne ihre Aufknöpfarbeit auch nur einmal zu unterbrechen.
Als sie beim letzten Knopf der Jacke angekommen war, kehrten ihre Finger nach oben zurück, um dasselbe Werk beim Hemd zu beginnen.
Snape nahm nun ihr Gesicht in beide Hände, um wieder zu Wort zu kommen.
„Tu das nicht, Hermine", sagte er, aber es klang nicht annähernd so verzweifelt, wie damals, als er auf dem Stuhl gefesselt gewesen war, sondern eher so, als ob ihm die Aussichtslosigkeit seiner Bitte völlig bewusst wäre.
Hermine war mittlerweile schon fast bei seinem Bauch angekommen und reagierte überhaupt nicht auf den Einspruch. Sie öffnete rasch die wenigen noch fehlenden Knöpfe und ließ ihre Hände gleich darauf mit einem wohligen Seufzen über seine nackte Brust gleiten.
Noch einmal versuchte er halbherzig, sie wegzuschieben, aber Hermine schlang ihre Arme um seine Taille und arbeitete sich zielstrebig mit den Lippen von seiner Brust zu seinem Hals vor. Dort angekommen grub sie spielerisch ihre Zähne hinein, während sie sich an ihn presste und dabei deutlich zu spüren bekam, dass zumindest ein Teil von ihm sie definitiv wollte.
Das war der Moment, in dem Snape endgültig aufgab.
Plötzlich schienen seine Hände überall auf ihrem Körper zu sein. Sie glitten über ihre Haut und über den dünnen Stoff ihres Kleides, jede Kontur nachziehend, als müsse er sich versichern, dass sie wirklich war – eine Frau aus Fleisch und Blut – und nicht nur eine Einbildung. Es dauerte nicht lange und seine Hände waren unter ihrem Kleid und kurz darauf in ihrem Höschen. Ohne sich lange damit aufzuhalten ihr dieses abstreifen zu wollen, riss er einmal kurz daran und das dünne Material gab sofort nach.
Während er mit der einen Hand seine Hose öffnete, kehrte die andere zurück zwischen ihre Beine. Hermine drückte ihm leise stöhnend ihr Becken entgegen, als er mit den Fingern in ihre feuchte Vagina eindrang. Allerdings zog er sich auch sofort wieder zurück und Hermine gab ein enttäuschtes Wimmern von sich, das in einem kleinen, überraschten Quietschen endete, als Snape sie mit beiden Händen am Hintern packte, hochhob, und mit dem Rücken gegen die Wand lehnte.
Sie schlang ihre Arme um seinen Hals und überkreuzte die Beine um etwas Halt zu finden. Als sie seine Männlichkeit an ihrem Eingang spürte suchte sie seinen Blick – sie wollte das, was sie spürte auch in seinen Augen sehen – und als sie sein Haar mit einer Hand zurückstrich, wurde sie nicht enttäuscht. Snape sah sie an und in seinem Blick stand das pure Verlangen.
Mit einer fließenden, aber sehr nachdrücklichen Bewegung drang er in sie ein und begann auf der Stelle, sie mit harten Stößen zu nehmen. Um dem standzuhalten klammerte Hermine sich erneut mit beiden Händen an ihm fest, ihr Kopf sank auf seine Schulter herab und sie schloss die Augen um sich einzig und allein auf das überwältigende Gefühl zu konzentrieren, das sich von ihrem Schoß ausgehend in ihr ausbreitete.
Die Wand war noch immer rau und drückte schmerzhaft in ihre Haut, genau wie Snapes Finger, die sich in ihren Hintern krallten, aber das war ihr egal – das einzige, das zählte war, dass der Mann, den sie schon so lange begehrte, endlich seine selbstauferlegte Zurückhaltung aufgegeben hatte und die unbändige Lust, die sie dabei empfand, sich mit ihm zu vereinigen. Er nahm sie in Besitz, ohne auch nur einmal innezuhalten und sowohl die Intensität, als auch das Tempo, das er heftig keuchend, aber konsequent bis zum Schluss vorlegte, waren immens.
Hermines Wimmern passte sich seinem Rhythmus an und wurde immer lauter und enthemmter.
Es dauerte nicht lange, bis Snape zum Höhepunkt kam und sich mit einem tiefen, befreienden Stöhnen in sie entlud.
Hermine, die bei jedem Stoß dem Gipfel ein Stück näher gekommen war, konnte ihm trotz des heftigen Kicks, den sein Orgasmus ihr versetzt hatte, nicht folgen. Als er sie nun an sich presste und endlich von der Wand erlöste, war sie immer noch völlig außer sich vor Erregung. Nur langsam und fast widerwillig kehrte sie zurück in die Wirklichkeit und nahm nun auch ihre schmerzenden Muskeln wieder wahr.
Sie suchte seinen Mund um ihn zu küssen - nachdem sie jedoch feststellte, dass er immer noch etwas nach Luft rang, wanderten ihre Lippen weiter zu seiner Schläfe.
„Ich liebe dich", flüsterte sie nah an seinem Ohr.
„Wie kann eine intelligente Frau wie du nur etwas so Dummes tun?", seufzte Snape, aber es klang nicht abweisend und auch nicht nach einer ernstgemeinten Frage, sondern eher nach ungläubigem Staunen. „Ich würde dich ja gerne ins Schlafzimmer tragen, aber mit einer Hose um die Fußknöchel, erscheint mir das eher nicht ratsam", fuhr er fort.
Hermine lachte leise.
„Dann lass mich mal runter, damit wir dich aus der Hose befreien können", sagte sie.
Sie lösten sich voneinander und Snape ließ Hermine langsam herunterrutschen, bis sie wieder auf beiden Beinen stand, wegen deren Wackeligkeit sie die Arme vorerst auf seinen Schultern behielt.
Er entledigte sich seiner Jacke und des darunterliegenden Hemdes und bückte sich dann, um auch noch Hose und Schuhe loszuwerden. Hermine, deren verkrampfte Muskeln sich allmählich wieder erholten, sodass sie alleine stehen konnte, zog sich einstweilen das Kleid über den Kopf und zupfte die Reste ihres Höschens von ihrem linken Bein.
Als Snape sich wieder aufrichtete stand sie nackt vor ihm und Hermine meinte, seinen Blick, der über ihre Haut glitt, fast körperlich zu spüren, wie ein sanftes Streicheln von kühler Seide.
Er legte die Hände auf ihre Oberarme und sah ihr in die Augen, forschend und angespannt, als wäre er auf der Suche nach etwas Bestimmten.
Hermine lächelte ihn an.
„Kein Bedauern?", fragte er.
„Nein!", sagte sie und streckte die Hand aus, um sie an seine Wange zu legen. „Ich bin nur glücklich."
„Das wird nicht anhalten", sagte er leise.
„Ich weiß – aber es wird immer wieder zurück kommen", sagte Hermine.
Trotzdem er ihren Worten offensichtlich zweifelnd gegenüberstand, lächelte er nun zurück, wenn auch etwas melancholisch, zog sie dann an sich und vergrub das Gesicht in ihren Haaren.
„Wolltest du nicht ins Schlafzimmer?", fragte Hermine, nachdem sie eine Weile eng aneinandergeschmiegt dagestanden hatten. „Ich laufe auch selber, wenn es sein muss."
„Dann geh schon mal vor – du kennst dich ja hier aus", sagte Snape mit einem nicht ernst gemeinten Vorwurf in der Stimme. „Ich komme gleich nach."
Hermine zögerte – das Bedürfnis, ihn festzuhalten war so groß, dass sie sich ungern von ihm trennen wollte und sei es auch nur für eine Minute – aber schließlich löste sie sich widerwillig von ihm.
„Lass mich nicht zu lange warten", sagte sie und verschwand im Schlafzimmer.
Als sie den Raum betrat kam ihr sofort die Nacht in den Sinn, die sie hier verbracht hatte und in der Severus sie in seinen Armen gehalten und getröstet hatte.
Sie stand immer noch da und starrte versonnen auf die dunkelgrüne Bettdecke, als Snape – bewaffnet mit zwei Gläsern Rotwein – hereinkam.
„Ach – nun kein Wasser mehr?", fragte Hermine ironisch, als er ihr eines davon reichte.
Snape schmunzelte und zog das Glas wieder zurück, bevor sie danach greifen konnte.
„Ich hatte eigentlich gedacht, du hättest jetzt doch gerne einen Schluck Wein", sagte er, „aber wenn du lieber Wasser möchtest..."
„Gib schon her!", rief Hermine lachend.
„Na gut – bevor ich mich schlagen lasse", sagte Snape spöttisch und gab ihr das Glas.
Hermines Gesicht wurde unvermittelt ernst.
„Ich konnte nicht anders", sagte sie leise.
Snape nickte schweigend.
„Verzeih mir...", flüsterte Hermine.
„Es gibt nichts, was ich dir verzeihen müsste, Hermine", sagte Snape und hob die Hand um ihr leicht über die Wange zu streichen. „Im Gegenteil – ich habe dir Dinge angetan, die der Vergebung bedürfen und...", seine Augen wanderten kurz zum Bett und gleich wieder zurück zu ihr, „...so wie ich das sehe, bin ich dabei, noch einige weitere hinzuzufügen."
„Um nichts in der Welt würde ich darauf verzichten wollen", sagte Hermine heiser.
Seine Finger wanderte von ihrer Wange zu ihren leicht geöffneten Lippen, über die er mit seinem Daumen strich, ehe er die Hand zurückzog.
„Auf deinen Mut...", sagte er und hob sein Glas, „und darauf, dass er dich nie verlassen möge."
Hermine kam seiner Aufforderung mit einem gerührten Lächeln nach - sie stießen miteinander an und tranken. Danach nahm er ihr das Glas aus der Hand und stellte es zusammen mit dem seinen auf dem Nachttisch ab.
Dann kam er zu Hermine zurück, die ihm mit gespannter Erwartung entgegen sah, hob sie kurzerhand hoch und legte sie auf das Bett. Er positionierte sie so, dass ihr Oberkörper von den Kissen am Kopfende leicht gestützt wurde und kniete sich selbst mit angewinkelten Beinen vor sie, zwischen ihre gespreizten Beine, die er locker über seine Oberschenkel legte.
Mit seinem Blick der Spur seiner Hände folgend, erkundete er ihren Körper – mal zärtlich und behutsam, mal fest und zupackend. Er wirkte keinen Moment lang unsicher oder zurückhaltend, sondern wusste scheinbar sehr genau, was - und wohin er wollte.
Die Art, wie er sie anfasste, machte Hermine vom ersten Moment an trunken vor Lust. Sie räkelte sich genüsslich unter seinen Händen und streckte ihm begierig ihr Becken entgegen – die Schenkel so weit wie möglich gespreizt um ihn ins Zentrum ihrer Lust zu locken, das nach Berührung hungerte.
Aber Snape ließ sich nicht darauf ein – er fasste sie überall an, nur nicht dort, wo sie es am dringendsten brauchte.
„Bitte!", flüsterte sie schließlich leise und in der Hoffnung, dass er endlich erkennen würde, was sie wollte, rieb sie ihren Schenkel an seiner Hand, die gerade auf der Innenseite des selbigen verweilte, anstatt ein Stückchen weiter oben tätig zu werden.
Er rutschte ein wenig zurück und beugte sich über sie. Wenige Augenblicke später fühlte sie seine Zunge warm und weich über ihr angeschwollenes Knötchen lecken und meinte abzuheben vor Erregung.
Wimmernd krallte sie die Finger in die Bettdecke und gab sich ohne Hemmungen diesem unbeschreiblich wundervollen Gefühl hin.
Snape schob seine Hände unter ihren Hintern und hob ihren Unterleib ein wenig an, was das Gefühl noch intensivierte.
Hermine trieb in einem Meer von Wollust davon - ihr Verstand war außer Gefecht gesetzt und ihr Schoß hatte das Kommando übernommen und war vorübergehend zum Mittelpunkt ihres Seins geworden.
Der Orgasmus kam unaufhaltsam und mit solcher Wucht über sie, dass Snape Mühe hatte, sie zu halten, so sehr wand sie sich in seinem Griff.
Hermine, die noch ganz benommen war, von den Wellen der Ekstase, lauschte erstaunt dem Nachhall ihres eigenen Schreis – dass sie beim Orgasmus so laut geworden war, hatte etwas Unwirkliches.
Vorsichtig hob sie den Kopf und sah nach Severus, der immer noch zwischen ihren Beinen kauerte und nun sanft ihren Bauch küsste, bevor er sich weiter nach oben begab. Als er nahe genug war und gerade dabei, sich neben sie zu legen, schlang Hermine stürmisch ihre Arme um ihn und vergrub ihr Gesicht in der Kuhle zwischen seiner Schulter und seinem Hals. Er zog sie nah an sich und hielt sie fest und eine Weile blieben sie so liegen, still den Augenblick auskostend, bis Hermine das Schweigen brach.
„Wie geht es jetzt weiter, Severus?", fragte sie leise. „Mit uns, meine ich..."
Ein tiefes Seufzen war die Antwort darauf.
„Heißt das, ...du möchtest mich immer noch los werden?", fragte sie mit einem deutlich verzweifelten Unterton.
Snape ließ sich Zeit mit der Antwort und Hermines Herzschlag nahm rasant zu. Sie wagte nicht, ihn anzusehen.
„Nein, das möchte ich nicht", sagte er endlich. „Auch wenn mein Verstand fast Amok läuft, während ich das zugebe."
Hermine hob den Kopf und strahlte ihn mit verdächtig feucht glänzenden Augen an.
„Und was willst du, Hermine?", fragte Snape und streichelte ihr Haar.
„Ich will dich!", sagte sie ohne Zögern.
„Die Wahrscheinlichkeit, dass du das bald bereuen wirst, ist verdammt hoch", sagte Snape.
„Das glaube ich nicht", sagte Hermine mit Nachdruck. „Mir ist klar, dass das schwierig wird, aber wir werden bestimmt einen Weg finden, den wir beide zusammen gehen können."
„Und was macht dich da so sicher?", fragte Snape.
„Wir kriegen das schon hin, wenn jeder von uns sich ein bisschen Mühe gibt", sagte Hermine forsch. „Bei dem Gespräch vorhin wurde ja schon einiges deutlich, auf das ich künftig achten kann", fügte sie hinzu.
„Zum Beispiel?", fragte Snape interessiert.
„Ich tue ab jetzt einfach immer das Gegenteil von dem, was du verlangst, lasse mir keine Unverschämtheiten mehr gefallen und gebe mich nie mit dem zufrieden, was du mir freiwillig zugestehst, wovon auch immer", sagte Hermine grinsend. „Und je mehr ich rebelliere, desto mehr steige ich in deiner Achtung."
„Moment mal – ich glaube, du hast da etwas falsch verstanden", sagte Snape stirnrunzelnd.
„Nein, mein Herr – das habe ich nicht!", sagte Hermine. „Das waren die Punkte, bei denen du mir Defizite angekreidet hast."
„Mein Herr klingt schon mal nicht schlecht – aber der Rest...", sagte Snape sinnierend.
„Ach – du legst also Wert auf so eine Anrede, obwohl du doch bemerkt hast, dass meine devote Ader schon ausgereizt ist?", fragte Hermine spitz.
„Mal abgesehen davon, dass ich das nur gesagt habe, um dich zu ärgern...", sagte Snape, „wer sagt dir denn, dass meine dominante Ader schon ausgereizt ist?"
„Hast du so etwas denn?", fragte Hermine mit gespieltem Erstaunen.
„Das wirst du schon noch herausfinden", sagte Snape mit einem leisen Lächeln.
„Du wirst mir also Gelegenheit geben, das zu tun?", fragte Hermine plötzlich wieder ganz ernst. „Ich bekomme diesmal wirklich eine echte Chance?"
„Habe ich denn eine andere Wahl?", fragte Snape, die Augenbrauen hochziehend.
„Nein!", sagte Hermine spontan. „Doch, natürlich hast du eine andere Wahl", fügte sie dann etwas kleinlaut hinzu. „Und? Tust du's? Wirst du es wirklich mit mir versuchen, ohne Bedingungen und ohne alles von Vornherein zu boykottieren?"
Sie hielt den Atem an und wartete.
„Ja!", sagte Snape. „Das werde ich tun."
„Weißt du eigentlich, wie viel mir das bedeutet?", fragte Hermine mit belegter Stimme.
„Zu viel, befürchte ich", seufzte Snape.
„Bist du nicht auch ein wenig glücklich?", fragte Hermine zaghaft. „Wenigstens ein ganz kleines bisschen?"
Snape schnaubte belustigt.
„Also, wenn ich mir das so recht überlege...", sagte er nachdenklich, „bei genauerer Betrachtung und unter Berücksichtigung sämtlicher Fakten..."
Hermine hing an seinen Lippen.
„Ja?", sagte sie aufmunternd.
„So alles in allem könnte man sagen...", fuhr Snape fort, „...dass es mir im Moment gar nicht mal so schlecht geht."
„Nicht schlecht?", rief Hermine entrüstet. „Ist das alles?"
„Reicht das etwa nicht?", fragte Snape und tat überrascht.
„Was könnte ich denn tun, damit es besser wird?", fragte Hermine und ließ ihre Hand, die bisher auf seiner Brust gelegen hatte, langsam in Richtung Bauch wandern.
„Lass dir was einfallen", sagte Snape trocken.
„Wie könnte ich so einschmeichelnden Tönen wiederstehen?", seufzte Hermine und kreiste um seinen Bauchnabel.
„Na ja - war ja klar, dass mein unwiderstehlicher Charme dich beeindruckt", sagte Snape und verschränkte in genießerischer Pose die Arme hinter dem Kopf.
„Du hörst dich an wie Professor Lockhart", sagte Hermine grinsend.
„Lockhart?", rief Snape und sah sie mit einem wilden Blick an. Er schoss hoch, packte die lachende Hermine, warf sie auf den Rücken und schwang sich über sie. „Das war eindeutig eine Kampfansage", knurrte er.
Ehe sie etwas dagegen unternehmen konnte, hatte er ihre Handgelenke gepackt und drückte sie neben ihrem Kopf auf die Matratze.
„Nimm diesen unsäglichen Vergleich zurück, aber sofort", sagte er drohend.
„Nein!", sagte Hermine feixend. „Das tue nicht!"
„Unverschämte kleine Kröte!", raunte Snape und biss sie in den Hals.
„Du wolltest doch, dass ich rebellisch bin", sagte Hermine lachend.
„So – eine Rebellion ist das also", sagte Snape und arbeitete sich von ihrem Hals hinunter in Richtung Busen.
„Ja!", sagte Hermine und versuchte halbherzig sich ihm zu entziehen. „Was reizt dich eigentlich so an Rebellinnen?"
„Sie zur Raison zu bringen", raunte Snape und nahm ihre Brustwarze zwischen die Zähne.
Hermine keuchte, als der lustvolle Schmerz eine heiße Welle der Erregung hinunter in ihren Schoß schickte.
Snape wechselte hinüber zur anderen Brustwarze und ließ dieser dieselbe Behandlung zukommen.
„Und? Nimmst du es nun zurück?", fragte er dann.
„Natürlich nicht!", flüsterte Hermine heiser.
Er presste erst ein Knie zwischen ihre Beine, dann das zweite und spreizte ihre Schenkel schließlich mit Nachdruck weit auseinander.
Hermine stöhnte und wand sich unter ihm, wobei ihre feuchte pochende Weiblichkeit auf seine Erektion traf.
Snape führte ihre Arme über ihrem Kopf zusammen und hielt sie dort mit einer Hand fest, während er mit der anderen zwischen ihre Beine griff. Er begann sie gleichmäßig zu reiben und verteilte dabei ihre Nässe zwischen den Schamlippen. Der Reiz war so stark und so nah an der Grenze zur Qual, dass sie ihn kaum ertrug und sich trotz der Lust, die sie empfand, kräftig wehrte.
In dem Moment, als sie glaubte, es nicht mehr auszuhalten, hörte Snape auf sie zu stimulieren. Sie spürte seine Erektion an ihrer Scham und sie fühlte die Nässe in ihrer pochenden Vulva. Vorsichtig drang er in sie ein, bis er sie vollkommen ausfüllte. Seine Hand kehrte nach oben zurück und kurz darauf hielt er ihre Handgelenke wieder beidhändig fest.
„Schau mich an", sagte er zu Hermine, die ihre Augen kurzfristig geschlossen hatte um durch nichts von dem Gefühl in ihrem Schoß abgelenkt zu werden.
Als sie die Augen öffnete begann er sie zu nehmen, rhythmisch und hart, sodass sie bei jedem Stoß aufstöhnte, weil diese Mischung aus Lust und Schmerz ihr gar keine andere Wahl ließ. Dass er sie dabei festhielt, war ein zusätzlicher Kick und das Gefühl des Ausgeliefertseins wurde noch bestärkt, durch seinen Blick, mit dem er sie ebenfalls fesselte und von dem sie sich nicht losreißen konnte. Sie versank regelrecht in den schwarzen Tiefen seiner Augen, in denen – als wären sie ein Spiegelbild ihrer eigenen Gefühle - dasselbe wilde Verlangen geschrieben stand, das auch in Hermines Innerem tobte.
„Nimmst du nun zurück, was du gesagt hast?", knurrte Snape zwischen zwei Stößen.
„Nein!", keuchte Hermine und wiederholte es im Takt seiner Bewegungen. „Nein!"... „Nein!"
Er wurde schneller und Hermine begann zu wimmern. Sie schaffte es, trotz der Wucht seines stetigen Eindringens, ihm ihr Becken entgegenzustrecken. Das schien ihm den Rest zu geben. Die letzten paar Sekunden geriet Snape völlig außer Kontrolle. Er hätte nicht aufgehört, sie mit tiefen harten Stößen zu vögeln, bis er seinen Höhepunkt erreichte, auch wenn Hogwarts über ihnen eingestürzt wäre – da war Hermine sicher. Als er sich das letzte Mal in ihren Schoß versenkte und eng an sie gepresst dort verweilte, überschritt auch Hermine die Schwelle und wurde von einem Orgasmus gepackt, der mit heftigen Zuckungen ihres Schoß die Erlösung brachte.
Snape drehte sich auf den Rücken und zog Hermine mit sich, sodass sie auf ihm zu liegen kam. Endlich ließ er nun auch ihre Handgelenke los und umschlang ihren Körper mit beiden Armen. Es dauerte eine Weile, bis sie beide wieder zu Atem kamen. Hermine, die den Kopf auf seine Brust gelegt hatte und dem allmählich langsamer werdenden Rhythmus seines Herzschlags lauschte, war als erste wieder der Sprache mächtig.
„Und – gebe ich eine annehmbare Rebellin ab?", fragte sie leise.
„Eine ganz hervorragende", sagte Snape lächelnd und strich ihr zärtlich über die wirren Locken.
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Fortsetzung folgt...
Das war nun mal wieder was für die Lemon-Fans! :D Aber ich hoffe, auch die anderen sind erfreut, dass der Kampf zwischen den beiden nun auf einen anderen Schauplatz verlegt worden ist! ;)
