DISCLAIMER:
- Midnight Sun belongs to Stephenie Meyer; I'm just trying to make it accessible to German-speaking fans :)
- Midnight Sun ist Eigentum von Stephenie Meyer; ich versuche nur, es deutschprachigen Fans zugänglich zu machen :)
- Die Übersetzung aller Gespräche, in die auch Bella verwickelt ist, stammt aus folgender Quelle: Biss zum Morgengrauen, Piper Verlag GmbH, 5. Auflage, 2009.
Unglaublich aber wahr - ein neues Kapitel. Ich bin wirklich, ehrlich dankbar für eure Geduld, da ich mich schön langsam dem Ende meines Studiums nähere, hatte ich wirklich einfach keine Zeit bzw. Lust zu übersetzen, da es soviel anderes gab, auf das ich mich konzentrieren musste. Ich hoffe euch gefällt's, dieses Kapitel wird OHNE BETA veröffentlicht, wegen der langen Pause habe ich grad Probleme mit Ann-Sophie in Kontakt zu kommen. Ich hoffe es ist trotzdem erträglich :)
Rückblende:
Meine Hand hob sich, ohne dass ich ihr einen bewussten Befehl erteilt hatte. So sanft, als ob sie aus dem dünnsten Glas geformt; als ob sie so zerbrechlich wie eine Seifenblase wäre, streichelten meine Finger die warme Haut, die ihre Wangenknochen bedeckte. Sie erwärmte sich unter meiner Berührung und ich konnte spüren, wie ihr Puls sich unter der beinahe durchsichtigen Haut beschleunigte.
Genug, befahl ich, obwohl meine Hand vor Sehnsucht schmerzte, sich an die Seite ihres Gesichtes zu schmiegen. Genug.
Ich zwang mich dazu, mich abzuwenden und in die andere Richtung davonzugehen. Mein Körper bewegte sich steif – unwillig.
Im Geiste verweilte ich bei ihr, um sie zu beobachten, während ich davoneilte; ja beinahe rannte, um der Versuchung zu entkommen. Ich schnappte Mike Newtons Gedanken auf – sie waren am Lautesten – als er zusah, wie Bella völlig abwesend an ihm vorbeiging. Ihr Blick war verschwommen und ihre Wangen glühten. Sein Gesichtsausdruck wurde finster und plötzlich mischte sich in seinem Kopf mein Name mit einer Flut von Schimpfwörtern. Ich konnte nicht anders als zu grinsen.
Die Haut auf meiner Hand prickelte. Ich spannte sie an und ballte sie dann zu einer Faust, doch sie hörte nicht auf zu kribbeln.
Nein, ich hatte sie nicht verletzt, aber es war trotzdem ein Fehler gewesen, sie zu berühren.
Es hatte sich wie Feuer angefühlt – als ob das durstige Brennen in meiner Kehle sich durch meinen ganzen Körper ausgebreitet hätte.
Würde ich es schaffen, sie nicht wieder zu berühren, wenn ich das nächste Mal in ihrer Nähe war? Und wenn ich sie einmal berührte, würde ich es dabei belassen können?
Keine Fehler mehr. Das war's. Genieße die Erinnerung, Edward, sagte ich mir selbst düster, und behalt deine Hände bei dir.Entweder das, oder ich würde mich selbst irgendwie dazu zwingen müssen, fortzugehen ... Denn ich konnte mir nicht erlauben, ihr nahe zu sein, wenn ich weiterhin Fehler begehen würde.
Ich atmete tief ein und versuchte, meine Gedanken zu ordnen.
Emmett holte mich vor dem Englischgebäude ein.
"Hey Edward." Er sieht besser aus. Merkwürdig, aber besser. Glücklich.
"Hey Em." Sah ich glücklich aus? Wahrscheinlich fühlte ich mich trotz des Chaos in meinem Kopf tatsächlich so.
Gut gemacht mit dem Mundhalten. Rose will dir die Zunge rausreißen.
Ich seufzte. "Tut mir Leid, dass du dich alleine darum kümmern musstest. Bist du wütend auf mich?"
"Nee. Rose wird schon drüber wegkommen. Es wäre sowieso passiert." Nachdem, was Alice kommen sieht...
Alices Visionen waren nichts, an das ich im Moment denken wollte. Ich starrte mit zusammengebissenen Zähnen geradeaus.
Während ich nach einer Ablenkung suchte, sah ich, wie Ben Cheney vor uns das Klassenzimmer für Spanisch betrat. Ah – hier war meine Gelegenheit, mich bei Angela zu revanchieren.
Ich blieb stehen und hielt Emmett am Arm zurück. "Warte mal eine Sekunde."
Was ist los?
"Ich weiß, ich hab es nicht verdient, aber würdest du mir trotzdem einen Gefallen tun?"
"Um was geht's?", fragte er neugierig.
Mit leiser Stimme – und in einer Geschwindigkeit, die für einen normalen Menschen in jedem Fall unverständlich gewesen wäre, unabhängig davon, wie laut ich sprach – erklärte ich ihm, was ich tun wollte.
Nachdem ich geendet hatte, starrte er mich mit leerem Gesichtsausdruck an. Seine Gedanken waren genauso leer wie sein Gesicht.
"Also", drängte ich, "hilfst du mir?"
Er brauchte eine Minute, um zu antworten. "Aber warum?"
"Komm schon, Emmett. Wieso nicht?"
Wer bist du und was hast du mit meinem Bruder gemacht?
"Bist du nicht derjenige, der sich dauernd beschwert, dass die Schule jeden Tag das Gleiche ist? Das hier ist mal etwas Neues, nicht? Sieh es als Experiment – als Experiment in menschlicher Natur."
Er starrte mich einen weiteren Moment lang an, bevor er nachgab. "Na ja, es ist mal etwas Anderes, das geb' ich zu ... Okay, gut." Emmett schnaubte und zuckte dann mit den Schultern. "Ich helf' dir."
Ich grinste ihn an; nun da er mitmachte, fühlte ich mich viel enthusiastischer. Rosalie konnte wirklich nerven aber ich würde ihr immer etwas schulden dafür, dass sie sich für Emmett entschieden hatte; niemand hatte einen besseren Bruder als ich.
Emmett musste nicht üben. Ich flüsterte ihm seinen Text nur ein einziges Mal zu, während wir das Klassenzimmer betraten.
Ben saß bereits auf seinem Platz hinter mir und legte seine Hausaufgaben zurecht, um sie abzugeben. Emmett und ich setzten uns und machten das Gleiche. Im Klassenzimmer war es noch nicht still geworden; das Gemurmel von leisen Unterhaltungen würde andauern, bis Mrs. Goff uns um Ruhe bat. Sie hatte es nicht eilig, sondern sah die Tests der letzten Woche durch.
"Also," sagte Emmett, seine Stimme lauter als nötig – wenn er tatsächlich nur mit mir gesprochen hätte. "Hast du Angela Weber schon gefragt, ob sie mit dir ausgeht?"
Das Geräusch von raschelndem Papier hinter mir verstummte abrupt, als Ben innehielt und seine ganze Aufmerksamkeit sich plötzlich auf unser Gespräch konzentrierte.
Angela? Sie reden über Angela?
Gut, ich hatte sein Interesse geweckt.
"Nein", sagte ich und schüttelte dabei langsam den Kopf, um mein Bedauern auszudrücken.
"Warum nicht?", improvisierte Emmett. "Hast du Schiss?"
Ich zog ein Grimasse. "Nein. Ich hab gehört, sie ist an jemand anderes interessiert."
Edward Cullen wollte Angela fragen, ob sie mit ihm ausgeht? Aber ... nein. Das gefällt mir nicht. Ich will ihn nicht in ihrer Nähe haben. Er ... passt nicht zu ihr. Das wäre nicht ... sicher.
Die Ritterlichkeit, den Beschützerinstinkt hatte ich nicht erwartet. Mein Ziel war Eifersucht. Aber solange es funktionierte ...
"Davon willst du dich abhalten lassen?", fragte Emmett verächtlich; er improvisierte wieder. "Fühlst dich der Konkurrenz nicht gewachsen, was?"
Ich warf ihm einen finsteren Blick zu, aber arbeitete mit dem, was er mir vorgelegt hatte. "Sieh mal, ich glaube, sie mag diesen Ben-Typ wirklich. Ich werd' nicht versuchen, sie vom Gegenteil zu überzeugen. Es gibt noch andere Mädchen."
Die Reaktion im Stuhl hinter mir war elektrisierend.
"Wen?", fragte Emmett und hielt sich damit wieder an das Skript.
"Meine Laborpartnerin meinte, sein Name sei Cheney oder so ähnlich. Ich bin nicht sicher, ob ich ihn kenne."
Ich unterdrückte ein Lächeln. Nur die überheblichen Cullens konnten damit durchkommen, vorzugeben, nicht jeden einzelnen Schüler an der winzigen Schule zu kennen.
Ben's Gedanken waren völlig konfus vor Schock. Mich? Mehr als Edward Cullen? Aber warum sollte sie mich mögen?
"Edward", murmelte Emmett etwas leiser und deutete mit den Augen Richtung Ben. "Er sitzt direkt hinter dir", formte er mit den Lippen; so offensichtlich, dass der Mensch hinter uns es ohne Schwierigkeiten von seinem Mund ablesen konnte.
"Oh", murmelte ich.
Ich drehte mich auf meinem Stuhl und warf ihm einen kurzen Blick zu. Für einen Augenblick waren seine Augen voller Angst, aber dann setzte er sich gerade hin und straffte seine schmalen Schultern; erzürnt von meiner ganz klar abfälligen Einschätzung seiner Person. Sein Kinn schoss nach vorn und ein wütendes Rot überzog seine gold-braune Haut.
"Na ja", meinte ich arrogant als ich mich zu Emmett umdrehte.
Er glaubt, er ist besser als ich. Aber Angela tut das nicht. Ich werd's ihm schon zeigen ...
Perfekt.
"Aber hast du nicht gesagt, sie will mit Yorkie zum Ball geh'n?", fragte Emmett und schnaubte als er den Namen des Jungen sagte, den viele wegen seiner Verlegenheit abschätzend behandelten.
"Es war anscheinend eine gemeinsame Entscheidung der Gruppe." Ich wollte sichergehen, dass Ben das verstand. "Angela ist schüchtern. Wenn B– na ja, wenn ein Typ nicht den Mumm hat, sie zu fragen, fragt sie ihn auf keinen Fall."
"Du stehst auf schüchterne Mädchen", meinte Emmett; er improvisierte wieder. Ruhige Mädchen. Mädchen wie ... hmm, ich weiß auch nicht. Bella Swan?
Ich grinste ihn an. "Genau." Dann konzentrierte ich mich wieder auf unsere Aufführung. "Vielleicht hat Angela bald keine Lust mehr zu warten. Vielleicht frag ich sie doch, ob sie mit mir zu dem Ball geht."
Nein, das wirst du nicht, dachte Ben und setzte sich in seinem Stuhl auf. Und wenn schon, ist sie halt um soviel größer als ich. Wenn's ihr nichts ausmacht, dann ist es mir auch egal. Sie ist das netteste, klügste, hübscheste Mädchen der Schule ... und sie will mich.
Ich mochte diesen Ben. Er schien mir klug und gutmütig zu sein. Vielleicht sogar eines Mädchens wie Angela würdig.
Tadaaaaaaaa! Jetzt wisst ihr es - Edward ist der größte Kuppler aller Zeiten :)
Ich fand das so genial, dass er das gemacht hat.
Ich hoffe ich komm bald dazu, den Rest zu übersetzen, es wird wahrscheinlich nur noch 1 Kapitel ergeben, insgesamt. Mal sehn ...
Wie gesagt, danke für eure Geduld! :)))
