Achtung: Finaler Gimmick-Vote im Anschluss des Epilogs!
Epilog: Awaking in Vegas
Sein Schädel dröhnte, als er die Augen öffnete. Vorsichtig drehte er den Kopf und ein schwaches Lächeln begann augenblicklich seine Lippen zu umspielen.
„Guten Morgen, alte Frau", flüsterte er grinsend und küsste ihren zartbraunen Rücken, der sich so wundervoll von den schneeweißen Laken abhob. Die Sonne, die sie in den letzten Tagen genossen hatten, hatte ihr Übriges getan. Ihre Haut war noch goldener und verlockender geworden.
Sie murmelte leise und doch deutlich wütend in das Kissen, bevor sie sich schlaftrunken erhob und ihn aus verschleierten, braunen Augen ansah.
„Du Mistkerl", fluchte sie und strich sich ein paar wirre Strähnen des Mopps aus dem Gesicht, die ihr Haar darstellten.
„Happy Birthday, Teuerste. Jetzt bist du endlich 30", lachte er und streckte sich neben ihr genüsslich. Verdammt, ihm tat wirklich alles weh. Und der Schmerz, sowie ihre Nacktheit, waren vielversprechend. Die vorzeitige Geburtstagsreise nach Ägypten hatte sich also eindeutig bereits jetzt gelohnt. „Zeit für einen neuen Lebensabschnitt."
„In Askaban, weil ich dich erwürgt habe?"
Draco zuckte mit den Schultern, legte einen Arm um sie und zog sie an sich. Sie folgte seiner wortlosen Aufforderung mürrisch und langsam. Als sie mit ihrem Gesicht auf seiner Brust zum Liegen kam schloss sie wie immer die Augen und lauschte seinem Herzschlag.
„Hast du endlich eine Herzrhythmusstörung diagnostiziert, Doktor Hasenzahn?"
Sie lachte. „Nein, leider nicht, du flinkes Frettchen."
Draco runzelte die Stirn, was sie zufrieden kichern ließ.
Er hasste diese alberne Spitznamensache, über die sie einfach nicht hinwegkommen wollten. Ihre Kosungen waren nach wie vor die Nutzung ihrer Nachnamen. Und das, obwohl sie bereits seit fünf Jahren so etwas wie ein Paar waren. Seit vier Jahren lebten sie mehr oder weniger zusammen: Wenn sie nicht gerade in ihrem Zimmer in Hogwarts oder in irgendeinem Hotelzimmer hausten, lebten sie gemeinsam in seinem Apartment in London.
Und ihn störte es nicht, dass sie ihn nach wie vor kurz und knapp Malfoy betitelte.
Vor rund einem Jahr war Granger jedoch auf die glorreiche Idee gekommen, dass sie langsam eine andere Art der Benennung brauchten. Draco und Hermione, oder auch Mione, klang falsch. Irgendwie schafften sie es nicht, sich ohne merkwürdigen Beigeschmack bei ihren Vornamen zu nennen; außer vielleicht, wenn ihre Familie oder namenhafte Fremde um sie herum waren.
Unter Freunden schwangen sie munter hin und her, was schon für die eine oder andere Verwirrung gesorgt hatte. Beispielsweise nannte sie ihn Draco, wenn sie besonders wütend war. Waren sie allein und fühlten sich besonders nahe, fielen sie immer auf die typische Kosung durch ihre Nachnamen zurück.
Laut ihrer eigenen Aussage, fühlte sie sich allerdings „in ihrer Stellung als seine vollwertige Partnerin zurückgesetzt, wenn er sie mitten im Liebesakt Granger nannte", um ihre eigenen Worte in etwa wiederzugeben.
Merlin, er hasste es, wenn sie in den unpassendsten Momenten der Drang zu reden überkam. Etwa, wenn sie auf ihm saß, er in ihr steckte und ihre Brüste liebkoste…
Also suchten sie nun seit rund zwölf Monaten vergeblich nach so etwas wie einer annehmlichen Alternative.
Verdammt, er setzte sich für sie regelmäßig mit Mr. und Mrs. Potter zusammen, um gemeinsam mit ihnen Gesellschaftsspiele zu spielen. Oder er gesellte sich peinlich schweigend neben Potter, oder auch Smalltalk haltend, um neben ihm aus dem Fenster zu starren, während sie gemeinsam mit dem ehemaligen, weiblichen Wiesel in der Küche, oder dem Kinderzimmer von Baby Lily, tuschelte.
Und das, ohne dem Drang nachzugehen, Potter zu beleidigen. Er wusste nicht warum, aber er hatte ihn nie wirklich ablegen können. Obwohl es keinen Grund mehr dafür gab. Ab und an ging es mit ihm durch, was den ehemaligen Goldjungen immer wieder irritierte. Doch es war bisher niemals über merkwürdige Betonungen hinausgegangen.
Aber war das nicht genug Beweis dafür, dass sie vollwertig war?
„Wo sind wir eigentlich?", nuschelte sie gegen seine nackte Brust. „Das hier ist nicht unser Hotelzimmer."
Draco runzelte die Stirn, drehte sich etwas zur Seite um ungestört gähnen zu können. „Ich habe keine Ahnung. Ich weiß nur noch, dass du dich gestern Abend ganz dringend betrinken wolltest, weil dein Leben ab heute vorbei sein würde. Als dreißigjährige, unverheiratete Frau, die in ihrem Leben nichts erreicht hat", wiederholte er sie spottend.
Sie erhob sich und funkelte ihn aus zusammengekniffenen Augen an. Ihr Augen-Make up war leicht verschmiert, was sie zum Anbeißen aussehen ließ.
„Das war ein Scherz", murmelte er und strich ihr grinsend eine Strähne aus dem verschwitzten Gesicht. Von draußen blinkte ein grelles Licht zu ihnen ins Zimmer. Wahrscheinlich handelte es sich um eine Reklamettentafel – oder wie die Muggel es nannten - von der Straße.
Da das Fenster geöffnet war, drangen Stimmen zu ihnen durch. Auf dem Tisch vor dem Fenster lag ein weißer Cowboyhut. Neben dem Tisch lagen ihre Sachen. Ihr weißes Spitzenhöschen lag auf seinem Hemd. Draco schnalzte grinsend mit der Zunge und ließ seine Hand unter die Decke, zu ihrem nackten Hintern wandern.
Sie gab ihm einen wütenden Schlag und richtete sich langsam auf.
„Ich will jetzt wissen, in welches billige Hotel du Schuft mich verschleppt hast", knurrte sie und kletterte aus dem Bett.
Draco runzelte die Stirn. Also, billig sah dieses Zimmer ganz und gar nicht aus. Abscheulich, ohne Zweifel. Sie lagen in einem Bett, dessen Kopfende rot und in Herzform gehalten war. Und draußen blinkte es in den verschiedensten Farben. Doch der Raum war groß, an der Wand hing einer dieser riesigen Fernseher, wie die Muggel sie liebten, und unter diesem war eine große, geöffnete und leere Bar. Die ebenfalls leeren Flaschen lagen alle im Zimmer verstreut.
Der Schluckspecht neben ihm trat nackt zum Fenster und beugte sich etwas nach vorne. Dabei quälte sie ihn mit ihrem wundervollen, nackten Hintern.
„Wir sind in Vegas", wisperte sie und drehte sich langsam zu ihm um.
Er runzelte die Stirn, richtete sich auf und angelte nach einer halbvollen Flasche Wasser, die einige Meter neben dem Bett lag.
„Warum sind wir in Vegas?", fragte sie.
„Woher soll ich das wissen? Du hast mich mal wieder erbarmungslos abgefüllt."
Sie schluckte und blickte sichtlich benommen auf ihre Hand hinab: An der ein billig und abscheulich aussehender Ring steckte.
Granger holte tief Luft und sah ihn an, als schien es ihr zu dämmern. „Oh mein Gott", japste sie und trat zum Tisch, auf dem mit dem hässlichen Cowboyhut noch andere Dinge lagen. Beispielsweise ein Stapel Papiere. Zittert schob sie alles beiseite.
Währenddessen betrachtete Draco ebenfalls seine Hand. Auch an seinem Ringfinger fand sich ein unübertreffbar hässlicher Plastikring. Nur, anstatt ihrem, den ein grüner Stein zierte, zierte den seinen ein roter.
Ein leicht fassungsloses Lachen entwischte ihm. Er ahnte Schlimmes…
„Wir sind verheiratet", krähte sie bestätigend und sprang, einen Zettel schwingend und nackt, auf ihn zu. „Verheiratet", wiederholte sie sich. Laut genug, damit es auch alle auf der Straße hören konnten.
Grinsend sah er sie an. Nicht weil er das so lustig fand. Nein, im Grunde war das wie nach einem Unfall. Der Körper sendete täuschende Hormone aus. Oder so ähnlich…
„Was ist daran bitte lustig? Wir sind sturzbetrunken in Vegas den Bund der Ehe eingegangen. Und scheinbar habe ich einen weißen Cowboyhut mit Minischleier getragen", zischte sie und starrte mit vor Wut sprühenden Augen auf ihren Plastikring. „Und ich trage einen Ring aus dem Kaugummiautomaten."
Er nickte schweigend. Denn bekanntermaßen war Schweigen oftmals besser als Gold. Oder auch vergleichbar mit einem Stück Silber, welches…
Nun ja… Jedenfalls gab es Momente, in denen man besser den Mund hielt. Draco vermutete, dies war eindeutig einer dieser Momente.
„Sag was", blaffte sie.
„Scheiße", tat er wie ihm geheißen wurde.
Verständlicherweise war ihm bewusst, dass sie genau das nicht hören wollte. Allerdings war ihm auch klar, dass sie gerade nichts hören wollte. Und dieses Wort war eines der Wörter, die sie in Augenblicken wie diesem am Besten vertrug.
„Etwas anderes", krähte sie mit amüsant großen Augen.
Wäre das alles nicht so tragisch, würde er es lustig finden. Obwohl…
Doch, im Grunde fand er es lustig. Er liebte sie, er hätte sie irgendwann wahrscheinlich eh gefragt. Und er wusste dass sie Ja gesagt hätte. Denn absurderweise hatten sie bereits darüber gesprochen, dass sie sich vorstellen konnten, zu heiraten. Ohne dass er sie gefragt hatte, versteht sich.
Einen Moment starrte er seine Hand an und sie tat es ihm gleich.
Keine zwei Sekunden später ließ sie sich jammernd auf das Bett fallen. Er richtete sich auf und zog sie leise lachend an sich.
„Alles wird gut, Mrs. Draco Malfoy", begann er und sie beendete seinen Satz mit einem Funkeln. Er lehnte sich grinsend gegen ihre Schulter. „Sieh es mal so: Jetzt muss ich mir einen anderen Kosenamen für dich ausdenken."
„SO habe ich mir das aber nicht vorgestellt", flüsterte sie, hob ihre Hand und begutachtete ihren Plastikring. Ihm entwischte ein heiseres Lachen.
„Himmel, er ist hässlicher als dieses Zimmer", knurrte sie.
„Willst du tauschen?", spottete er und hielt seine Hand neben die ihre.
Sie fluchte und schlug nach ihm.
Lachend vergrub er sein Gesicht in ihrem Nacken, versuchte sie zwischen den Ausbrüchen sanft zu küssen; was ihm leider alles andere als gelang.
„Mein Kindheitstraum ist gerade eben zerbrochen, mein Lieber. Ich habe mich immer als wunderschöne Prinzessin in einer alten Kapelle gesehen. Mit einem wenigstens ansehnlichen Ring an der Hand. Es ist also wirklich schön, dass du dich scheinbar so sehr über meine zerplatzten Träume amüsierst, Draco", brummte sie ihn einer Tonlage, die er ihr gar nicht zugetraut hätte.
Er küsste sie immer noch grinsend, dann umfasste er ihre Hand mit der seinen; so dass ihre hässlichen Ringe direkt nebeneinander waren. „Du kriegst deine Kapelle. Und deinen vorzeigbaren Ring", flüsterte er dann.
Sie lächelte und atmete tief durch. Schließlich sah sie ihn fragend an. „Meinst du wirklich?"
„Ich werde allerdings bekanntgeben, dass es eine nachgeholte Hochzeit ist und dass wir vorher ganz skandalös in Vegas geheiratet haben. Ich will dass meine Eltern es auf diesem Wege erfahren", gab er schmunzelnd zurück.
Der kleine Wischmopp neben ihm schürzte die Lippen und betrachtete wieder ihre Hände. „Du verlierst kein Wort darüber, dass wir betrunken waren. Und ich sage es vorher meinen Eltern und Freunden. Ich will nicht, dass sie es auf dem Skandalweg erfahren."
Grinsend ließ er seine Hand mit ihrer auf ihren nackten Bauch sinken. „Nur wenn ich es Wiesel persönlich sagen darf. Ich will sein Gesicht dabei sehen."
Sie seufzte kopfschüttelnd, aber nicht abwehrend.
Zwar hatte er sich halbwegs in ihren Freundes- und Familienkreis integriert, dem seit zwei Jahren langsam aber sicher auch ihr nichtsnutziger Ex-Verlobter wieder versuchte beizutreten, doch er und Wiesel waren sich nach wie vor alles andere als grün. Überwiegend machten sie Granger und Genna, seit drei Jahren Mrs. Ronald Weasley und natürlich bereits Mutter von zwei Kindern, zuliebe gute Miene zum bösen Spiel.
Gut, natürlich machte er höchstens Granger zuliebe eine unschuldige Miene zum amüsanten Spiel…
„Okay", sagte sie dann. „Aber, dafür bekomme ich einen sündhaft teuren Ring."
Er runzelte überzogen die Stirn. „Wenn wir nachher Fotos in unserer Hochzeitskleidung machen lassen, damit ich es meinen Eltern schicken kann." Dabei beäugte er ihr geblümtes Sommerkleid und den Hut, sowie seine Jeanshose und das Hemd.
Sie lachte leise, drehte sich in seiner Umarmung auf die Seite und küsste seine Nasenspitze. „Du bist wirklich unglaublich."
Draco nickte, umfasste sie an den Hüften und küsste sie auf den Mund. „Ich weiß. Und genau aus diesem Grund, bist du verrückt nach mir…"
**Final Fin**
So, heute geht´s zum nächsten und letzten Gimmick-Vote… Das zweite Vote ist somit ebenfalls geschlossen. Zwar gab es einen Gleichstand zwischen Szene 1 und 3, aber da Fränzi verschwitzt hatte via Review zu voten und meine fleißige Betabiene ist, entschied sie anstatt dem Los… :) Und zwar wählte sie: Szene Nummer 1: Extra Flugstunde
Und nun zum Voting für die finale Sonderszene:
Gimmick 3: Ein kleiner Blick in die Zukunft
1. White Wedding
(Ein kleiner Einblick in den *wichtigsten Tag* in Miones und Dracos Leben)
2. Babyblues
(Muss ich dazu was sagen? ;))
3. 15 Jahre
(Wir werfen einen großen Blick in die Zukunft… Und ich garantiere für nichts…)
Wie bereits beim Vote Nummer 1 und 2, teilt mir bitte innerhalb der nächsten zwei Chapter (also der ersten beiden Sonderszenen) euren Favoriten via Review mit. Weitere Infos zum Voting-System findet ihr im Chapter 44.
Tja, da sind wir wieder… Beim wohlverdienten Ende… *lach* Naja… Ich muss zugeben, es fühlt sich tatsächlich etwas… komisch… an… Aber nein, ich werde diese Story nicht noch einmal komplett aus Dracos Sicht schreiben… *laut lach*
Aber, es gibt ja noch drei Gimmicks, auf die ihr euch freuen könnt… :)
An dieser Stelle möchte ich wie immer Danke sagen: An Fränzi (Beta), Mean und India für den kreativen Beistand, aber auch an meine vielen Reviewer und Leser… :)
Reviewtime:
HexenLady: Ja und nein… denn hier ist jetzt (fast) Ende… *lach*
Die-na: Na… Ich hoffe, deine Brille ist jetzt schön ausgereizt worden… *hihi* Und jip, du hast vollkommen recht. Leicht wird es ganz sicher nicht… ;)
Anna: Das freut mich riesig… *lach* Und es geht ein wenig kitschig weiter… So als krönender Abschluss…
Nessi.C.: Das ist schön… :) Und ja, die Idee mit dem Reinkrachen kam mir beim Schreiben.. *lach*
Fränzi: Ja… *hihi* Verschroben passt… Aber ja, das hatten wir ja alles schon… Beim Shoppen, zwischen dem Zuckerwattestand und dem Regentanz… Also… *mitsing*
One77: Es freut mich total, dass die Szene für den Leser anscheinend so lebhaft war, wie sie für mich beim Schreiben war… :) Und es freut mich natürlich auch, dass dir das *Ende* gefallen hat… :)
Ika: Ja, ich will auch einen… Wenn du mir sagen kannst, wo ich einen bekomme, bekommst du nen Lutscher… *lach*
Dracos CoffeeGirl: Wow zu deiner Review… *lach* Da weiß ich ja gar nicht, wo ich anfangen soll zu antworten… Freut mich, freut mich also… Auch, dass du eine für dich wichtige Entscheidung fällen konntest… man sollte sein Leben einfach nicht mit halben Sachen vergeuden… :) *knuddel*
CoRi: Na, das ist ja süß... *rotwerd* Und wie gesagt, noch ist es ja nicht wirklich zu Ende… Es kommen ja noch drei Gimmicks… :)
