APOV

Ein Faustschlag nach dem anderen trifft Jack in die Magengegend, während er versucht sich zu wehren und auch ein paar rechte Haken austeilt. Ich schreie vor Entsetzen auf und halte mir die Hände vor den Mund.

„CHRISTIAN!", schreie ich und versuche, mich dem Testosteronhaufen möglichst unbeschadet zu nähern. „Mensch Taylor, helfen Sie mir doch!", schreie ich Taylor an, der sich in in Windeseile dem Geschehen nähert und Christian sogleich in den Schwitzkasten nimmt.

„BOSS! Hör' auf!", schreit er Christian an und zerrt ihn von Jack weg, der sich gleich vorne über beugt.

„JACK!", schreie ich und stürme auf ihn zu um zu sehen, ob er in Ordnung ist. Er richtet seinen Oberkörper auf und verzerrt sein Gesicht.

„Es geht schon!", sagt er schmerzerfüllt. „Lass' mich raten: Das ist dein Freund?" Ich nicke grimmig und stütze Jack, während wir beide zum inzwischen angekommenen Taxi gehen.

„Es tut mir so leid, ich habe keine Ahnung, was in ihn gefahren ist!", bedaure ich leise.

„Es ist ok, du kannst ja nichts dafür! Ich werde jetzt ins Hotel fahren und mich hinlegen, dann ist es sicher bald überstanden!", beschwichtigt er und setzt sich ins Taxi.

Als er wegfährt, stapfe ich wütend in Richtung Christian, der sich von Taylor losgerissen hat und die Straße entlang schreitet. Taylor sieht mich besorgt an.

„Ist mit Ihnen alles in Ordnung, Mrs. Steele?", fragt er mich und ich nicke.

„Ja, aber bitte kümmern Sie sich um Mr. Hyde, dass er wohlbehalten im Hotel ankommt und ärztlich versorgt wird", feuere ich meine Befehle ungewohnt eloquent im Vorbeigehen ab, während ich mich daran mache, Christian hinterherzurennen, um ihn gehörig die Leviten zu lesen.

Nach einigen Minuten bin ich ihm dicht an den Fersen und unheimlich genervt, da ich schon ziemlich schnell rennen muss, während er nur locker geht.

„CHRISTIAN! BLEIB' STEHN!", schreie ich wutentbrannt in Richtung seines Hinterkopfes. Er stampft nur noch schneller voran, was mich fuchsteufelswild macht.

„STOP!", schreie ich während ich seinen Arm zu fassen kriege und mich mit all meiner Kraft dagegenstemme, um ihn endlich aufzuhalten.

„Verdammt Ana! Lass' mich in Frieden und geh' zurück zu deinem Liebhaber!", sagt er und reißt sich von mir los, um weiterzulaufen. Ich bin so perplex und bleibe stehen während ich überlege, wie er darauf kommen könnte, dass Jack mein Liebhaber ist. Es kann doch nicht wirklich der Kuss auf meine Wange gewesen sein - da hab ich selbst mit meinem Schwiegervater schon heißere Küsse ausgetauscht!

„Ok. Das mach ich. Er ist sowieso besser im Bett als du!", schreie ich ihm ohne zu überlegen hinterher um ihn noch mehr zu provozieren. Ob das eine gute Idee war, überlege ich erst danach.