"Warum kamst du eigentlich zu spät zu unseren Date?"fragte Kleo und schaute zu Henry auf.

Die Beiden liefen im Dunkeln durch die Straßen zu Kleos Wohnblock.

"Ich habe mich noch mit Steve unterhalten und habe die Zeit vergessen."antwortete er und blickte gerade aus.

Sanft streichelte er ihre Hand.

"Hat er dich nicht geschlagen?"stellte sie die Frage und schmunzelte leicht.

"Ich habe das geregelt!"entgegnete Henry und zog seinen Schal etwas höher.

Es fing wieder an zu schneien.

Endlich kamen sie an ihren Haus an.

Schnell schloss Kleo die Tür auf und ließ ihn in das Treppenhaus herein.

"Gut... hat der Schlag eigentlich weh getan?"

Henry schüttelte nur den Kopf und lief mit ihr die Treppen nach oben.

"Es hat mich nicht umgebracht!"murmelte er nur schmunzelnd.

Sie kamen in ihren Stockwerk an und sahen sich gegenseitig an.

Vorsichtig trat Henry etwas näher und küsste sie.

Kleo lächelte und erwiderte den Kuss, bis sie nach ein paar Momenten absetzte.

"Wir gehen nicht weiter, hast du gesagt! Außerdem ist meine Mum da und passt auf Ben auf."flüsterte sie und küsste ihn nochmal.

Doch bevor Henry noch etwas sagen konnte, ging hinter ihnen die Tür auf.

Beide schreckten auf und setzten sofort vom Kuss ab.

Ihre Mum stand in der Tür und schmunzelte leicht.

"Habe ich doch richtig gehört. Ihr seid spät, Kinder!"

Kleo rollte die Augen.

"Mum..."murmelte sie und gab ihrer Mum ein Zeichen sie alleine zu lassen.

Diese lächelte nur und verschwand wieder in der Wohnung.

"Okay.. bis Morgen!"flüsterte Kleo und küsste Henry nochmal.

Sie ging dann zur Wohnungstür.

"Bis Morgen!"sagte Henry lächelnd und ging wieder die Treppe nach unten.

Er hörte die Tür hinter sich zugehen.

Langsam kam er unten an und lief nochmal zum Krankenhaus.

Leise ging Henry in Abes Zimmer und setzte sich zu ihm hin.

Abe hatte etwas gedöst, blickte aber auf als er Henry hörte.

"Wie geht es dir?"fragte Henry und faltete seine Hände.

"Ganz gut.."murmelte Abe und schloss wieder die Augen.

"Wie war dein Date mit Kleo?"

Henry fing wieder an zu lächeln und schaute auf den Boden.

"Schön.. "brachte er nur verträumt heraus und sah nun wieder zu Abe auf.

Dieser nickte zufrieden und rieb sich einmal die Augen.

Einige Minuten vergingen im Schweigen.

Ein Handyklingeln unterbrach die Ruhe.

Henry griff in seine Jackentasche und holte das Telefon hervor.

Ihm war es immer noch ungewohnt, dass es sein Handy war, welches klingelte.

Es war Kleo.

Zögernd ging er ran.

"Kleo?"

Es blieb kurz still, bis Henry ihr leise Stimme hörte.

"Henry..? Bist du es?"

"Ja, ich bin es.. Was gibt es?"fragte er und lehnte sich entspannend an die Stuhllehne an.

"Ich...glaube jemand ist in meiner Wohnung!"flüsterte sie mit einer zitternden Stimme.

Henrys Augen weiteten sich.

"Wirklich? Könnte es nicht Ben sein?"fragte er unsicher.

"Nein, ich bin mir sicher! Komm bitte her!"hauchte sie verzweifelt.

Er stand langsam auf.

"Okay, soll ich die Polizei rufen?"

"Nein.."kam es nur zurück.

Es wurde dann aufgelegt.

Henry sah noch kurz zu Abe und schluckte nervös.

"Ich muss nochmal zu Kleo!"murmelte er aufgeregt.

"Warum?"

"Erzähl ich dir später!"entgegnete Henry nur und rannte zur Tür hinaus.

Zum Glück war ihre Wohnung nicht sehr weit vom Krankenhaus entfernt.

Nach wenigen Minuten kam er an und stand vor der Haustür.

Sollte er klingeln oder die Tür eintreten?

Erst ein paar Momente später bemerkte er, dass die Tür ein wenig offen war.

Mit Leichtigkeit stemmte Henry die Tür auf und lief die vielen Treppenstüfen nach oben bis er an Kleos Wohnungstür ankam.

Das Schloss war aufgebrochen worden.

Also war ganz sicher Jemand in ihrer Wohnung.

Leise öffnete er die Tür und trat langsam hinein.

Der Wohnungsflur war dunkel und man konnte nur schwer etwas erkennen.

Soll er ihren Namen rufen? Damit könnte man den Einbrecher verunsichern. Aber wer weiß wie die Person reagiert.

Henry lief mit einen pochenen Herz weiter zu Kleos Schlafzimmer und blickte hinein.

"Kleo?"flüsterte er.

"Henry?"kam es leise zurück.

"Ja, ich bin es!"sagte Henry und trat mehr in den Raum.

Kleo fiel ihn in die Arme.

"Ich hatte solche Angst.. Ich wusste nicht was ich machen sollte und habe dich angerufen."flüsterte Kleo schnelle und legte ihren Kopf bei ihm ab.

"Alles gut... Bleib du hier.. ich geh mal weiter und schaue mal nach Ben!"erklärte Henry und löste sich aus ihrer Umarmung.

"Okay.."hauchte sie nur.

Er konnte nicht fiel erkennen, wusste aber ungefähr wo ihr Mund ist um sie zu küssen.

Danach drehte er sich um und ging wieder zum Flur.

Einen Raum weiter war Bens Zimmer.

Dieses hatte innen drin ein Nachtlicht an womit man Ben gut erkennen konnte wie er schlief.

Beruhig lief Henry weiter zum Wohnzimmer.

Er erschrak dann als er einen fremden Schatten sah.

Anscheinend hatte die Person ihn auch gesehen und erstarrte.

Doch als Henry einen Schritt auf die Person zu lief rannte diese in die andere Seite zum Balkon und betrat diesen.

In einer enormen Geschwindigkeit sprang dieser über das Geländer in die Tiefe.

Erschrocken lief Henry ihm nach zum Balkon und blickte hinunter.

Der Aufschlag hätte ihn umgebracht.

Aber nichts... Niemand war zu sehen.

Verwirrt wandte sich Henry ab und ging zurück zu Kleo.

"Und?"fragte sie besorgt und schaltete eine Nachttischlampe an.

"Ben schläft ruhig... und die Person ist weg!"

Kleo schluckte und nahm seine Hände.

"Es war wirklich jemand in meiner Wohnung..."hauchte sie noch ungläubig und setzte sich mit ihm auf das Bett.

Vorsichtig legte sie ihren Kopf bei seiner Schulter ab.

"Ja...aber er ist weg."

"Warum hat er das gemacht?"

Henry atmete ihren Gerucht ein und schwieg.

Nach einer Minute schaute Kleo zu ihm nach oben.

"Kannst du heute Nacht hier bleiben?"fragte sie unsicher und hielt seine Hand fest.

Henry schmunzelte und nickte etwas.

"Ja, natürlich!'flüsterte er und küsste sie nocheinmal.

Kleo lächelte und legte sich auf eine der Bettseiten.

Er machte es sich auf der anderen Seite bequem.

Sie kuschelte sich an ihm an und schloss die Augen.

"Danke..."hauchte sie bevor sie ein schlief.

Henry schmunzelte und küsste sie auf die Stirn, ehe er das Licht ausschaltete.