A/N: Es hat keinen Sinn mehr im Staub zu kriechen und mich mit Asche zu überschütten. Ich kann nur wiederholen, dass es mir leid tut, wie lange ich euch warten lasse und dass ich immer wieder erst einen Tritt meiner Freundin Maia brauche, damit ich euch was zum Lesen gebe. So werde ich jedenfalls nie ein guter Gastgeber. ;)

Ich wünsche euch trotzdem viel Spaß heute. :)

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Danke

- meiner Beta Meg: Demnächst musst du wieder arbeiten. °pieks° Btw: Severus wird Albus nicht umbringen. ;)

- MaiaMay: Aus deiner Rundreise wird wohl nichts mehr, hm? ;) Nun kommen wir dann erst mal zu dir. :) Freu mich. Und wenn du mich dann wieder trittst, lade ich auch das nächste Kapitel hoch. Aber was machen wir, wenn du nicht mehr hier bist.. :(

- Eule20: Du ziehst herrliche Vergleiche. Aber du hast Recht, Hunde bellen anscheinend mit dem Schwanz. °grins°

- Moonyaa: Hach ja, ich bin ja bekanntlich ein großer Dumbledore-Fan und würde gerne einen wie den kennen. So ein weiser alter Mann... Okay, wenn er mich nerven würde, ähnlich wie bei Severus, würde ich mir das noch mal überlegen. ;o)

- sofi3108: In meinem nächsten Leben werde ich sicher wieder Zeit haben und deiner Schleichwerbung folgen. ;)

- not necessary: Schön, dass du mich wiedergefunden hast. Hoffentlich kommst du uns nicht noch mal abhanden. :)

- loonieluu: Danke für deine ... x Reviews. :) Vielleicht sollte ich mal deine Fragen beantworten:

1. Leinenführung bedeutet hier bei uns, dass jemand wie ein Hund an der Leine spazieren geführt wird, also auch nicht weglaufen kann. :)

2. Hm, das ist schon ein Phänomen, dass du zwar Harry nicht magst, aber ansonsten das ganze Potter-Universum vergötterst. °kicher°

3. Ganz recht, Voldemort habe ich aus meiner Geschichte großteils rausgehalten. Im Prinzip spielt alles vor dem 4. Band, was die Geschehnisse betrifft, das hängt zum einen damit zusammen, dass ich die Geschichte damals angefangen habe und zum anderen, dass es einfach alles einfacher macht. :)

4. °lach° Ich kann ja mal gucken, ob ich nen Verleger finde, wenn du meinst, ich sollte das als Buch rausbringen. °kicher° Wohl eher nicht. Und obendrein muss ich JKR da wohl erst mal anschreiben. ;)

- aleksandramalfoy: Danke für das viele Lob. Du hast das alles analysiert, also die Personen untereinander. Find ich schön, denn da denkt man sich ja auch manchmal was bei, wenn man das schreibt, nicht? Manche Beziehungen interessieren mich eben besonders. Auf die zwischen Albus und Severus kann ich nur diesmal leider nicht so richtig eingehen, dann müsste ich die Geschichte noch einmal erweitern und ich wollte die Kriegskomponente ausnahmsweise rauslassen. ;)

- natsucat TiniSnape, weihnachtskeks3, JeannesEngelFynn, mares, Loki Slytherin, Stella Mirrow, moonshine88, Amélie, Redi-Chicky, -Serena-S- und Schwertlilie81

Viel Spaß nun. Und bitte ein kleines Review. :)

LeakyC

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52. Rückkehr

Fünf Tage später reiste er mit wenig Gepäck wie schon vor zwei Jahren über den Tropfenden Kessel nach Cardiff. Doch diesmal war er besonders erfreut darüber, sich kein Zimmer im altbekannten Gasthaus Zum milchigen Bierkrug nehmen zu müssen, sondern arrogant lächelnd durch die Tür ins Freie zu treten und sich durch den Großstadtlärm bis zu Stadtpark durchzukämpfen, wo er damals auf Dumbledores Lieblingsverwandte getroffen war, und wo ihn dieses Mal Christian erwartete. Sie hatten es ihm nicht zumuten wollen, ein weiteres Mal Taxi zu fahren.

Suchend blickte Severus sich um. Irgendwo hier musste er...

In diesem Moment stürmte sein alter Freund lachend auf ihn zu. "Da bist du ja endlich", begrüßte er ihn überschwänglich.

Severus gab Christian die Hand und ließ sich schließlich, ein wenig irritiert, umarmen.

Hermines Vater klopfte ihm auf die Schulter. "Gut siehst du aus."

"Danke." Severus lächelte. "Soll ich das Kompliment zurückgeben?"

"Erst, wenn wir zu Hause sind. Meine Frau soll es hören. Sie behauptet, ich würde fett werden." Christian zwinkerte ihm zu.

Severus hob nur eine Augenbraue. "Auf Ideen kommen diese Frauen..."

Christian lachte erneut auf. "Da sagst du was. Aber nun komm. Jaqueline wartet sicher schon mit dem Mittagessen. Und Hermine kommt heute auch extra aus der Uni nach Hause."

Der schwarzhaarige Mann versuchte, nicht allzu gequält zu lächeln, als sie nun zum Auto gingen. Es war gemein, aber er wünschte sich, Hermine würde nicht kommen. Einfach, damit alles so blieb, wie es war. Doch wie sollte das gehen, wenn er ein guter Freund der Eltern war...?

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Jaqueline fiel ihm freudestrahlend um den Hals. "Gut siehst du aus, weißt du das?"

"Danke", wiederholte Severus. "Ihr aber auch."

Hinter Jaquelines Rücken grinste Christian ihn an.

Seine Frau drehte sich zu ihm um und er legte ein überhebliches Lächeln auf. "Da hörst du's..."

Die Frau wandte sich zurück an Severus: "Gib's zu, er wollte, dass du das sagst. Es ist seine neue Masche, um mir zu beweisen, dass er nicht ein bisschen mehr Gemüse essen sollte, anstatt fetten Schweinebraten."

"Also hör mal!", widersprach Christian, kam aber nicht weiter, denn in diesem Moment ging die Haustür auf und Hermine trat zu ihnen.

"Hallöchen", grüßte sie unbeschwert und strahlte Severus an. "Guten Tag, Professor Snape."

Der Zaubertränkemeister war überwältigt. Nicht, weil sie ihn gegrüßt hatte (die Förmlichkeit war beinahe verletzend), sondern, weil sie umwerfend schön aussah. Ein knielanger Jeansrock und darüber eine rosafarbene, kurzärmlige Bluse, deren oberste zwei Knöpfe nicht geschlossen waren und Sicht auf ihre scheinbar samtweiche Haut freigaben.

Nun legte sie lächelnd den Kopf ein wenig schief, als sie sich die Tasche abstreifte und ihr locker geflochtener, dicker Zopf rutschte nach links.

Als Severus endlich merkte, dass er an der Reihe war, räusperte er sich rasch. "Hallo, Miss Granger." Seine Stimme war ganz rau.

"Oh bitte!" Christian Granger schlug die Hände zusammen. "Hört doch auf damit."

Severus blickte ihn fragend an.

"Was mein Dad damit sagen will, ist, dass wir die Förmlichkeiten unterlassen sollen. Allerdings weiß ich nicht, ob Ihnen das recht ist. Mich dürfen Sie allerdings mit Hermine anreden. Die Miss Granger lass ich in der Regel an der Uni." Sie lächelte ihn offen und freundlich an.

"Ähm, ja..." Severus wusste nicht, was er sagen sollte. Er blieb ihr auch vorläufig eine Antwort schuldig, denn nun manövrierte Jaqueline sie in die Küche und von dort aus in den Garten, wo bereits der gedeckte Tisch wartete.

Auf den ersten Blick hatte sich nichts verändert. Nur das Gartenhäuschen stand schlussendlich.

"Setzt euch." Hermines Mutter deutete auf die Stühle. "Severus, was möchtest du trinken? Wasser? Wein? Ein Bier? Oder etwas ganz Anderes?"

"Wein", zischte Christian ihm zu.

Severus nickte leicht. "Wein. Roten, wenn ihr habt."

Jaqueline schenkte ihrem Mann einen bösen Blick. "Bordeaux. Aber leider nur halbtrocken?"

"Wunderbar." Severus lächelte. Ihm war es eigentlich egal, was es für ein Wein war, aber er hoffte, dass er ihn ablenken würde.

Hermine half ihrer Mutter nämlich bereits, das Essen zu servieren und brachte die Weingläser, bevor Christian sie füllte, und durchquerte immer wieder Severus' Blickfeld. Dieser gab deshalb vor, sich im Garten umzusehen und weichte ihr geschickt aus.

"Nun komm schon, setz dich. Spazieren gehen können wir nachher, wenn du willst", schmunzelte Christian.

So ließ sich der Lehrer dann doch in einen der Stühle sinken und wartete darauf, dass alle Platz genommen hatten.

Jaqueline verteilte das Essen. "Ich hoffe, du magst Rouladen?"

Lächelnd nahm Severus seinen Teller entgegen. "Natürlich."

Nachdem alle vier ein Glas Wein bekommen hatten, hielt Christian seines in die Höhe. "Auf unseren Gast. Ist wirklich schön, dass du da bist."

"Auf ein gutes Essen", meinte Severus und sie stießen an.

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Als sie fertig waren, räumten sie zu viert den Tisch ab, auch wenn Jaqueline Severus energisch darum bat, sitzen zu bleiben, immerhin wäre er ihr Gast.

Bei einem zweiten Glas Wein unterhielten sie sich ein wenig über das letzte Jahr. Vor allem erzählten die Grangers im Wechsel von ihrem Urlaub in Marokko. Hermine schwieg die meiste Zeit, warf lediglich hin und wieder etwas ein.

Severus gefielen die Erzählungen durchaus und doch fand er Hermine viel spannender. Er genoss es sehr, sie anblicken zu können, wenn sie mal sprach, sie lächeln zu sehen, hin und wieder eines dieser Lächeln geschenkt zu bekommen.

Aber irgendwann richtete Jaqueline sich wieder an Severus und riss ihn aus seinen Träumen. "Wie lange wolltest du denn ungefähr bleiben?"

"Oh." Severus räusperte sich. "Ich befürchte, ich werde morgen Nachmittag bereits wieder abreisen müssen."

"Och nein." Christian legte ihm eine Hand auf die Schulter. "Sense, ich bitte dich!"

Es war das erste Mal, dass er ihn wieder so nannte, dachte Severus. Nach zwei Jahren... "Es tut mir Leid." Dabei beließ er es aber vorerst. Seine Ausrede wäre akzeptabel, aber nicht gerade angebracht gewesen, wenn er sie hätte vortragen müssen. Hermines Eltern wären sicher nicht begeistert davon gewesen, wenn er erzählte, sich in ihre Tochter verguckt zu haben und ihre Nähe ihn nicht nur verwirrte, sondern auch unangenehm berührte. Immerhin war sie die Tochter seiner besten Freunde, gerade einmal neunzehn oder zwanzig Jahre alt und er war sicher nicht der Typ Mann, den sie sich für sie wünschten.

"Ich erwarte eine Eule meines Vorgesetzten", fügte er nun dennoch hinzu. "Er wird mir mitteilen, ob er mich sofort wieder braucht oder nicht."

Jaqueline seufzte. "Aber für einen Spaziergang werden wir noch Zeit haben, meinst du nicht?"

"Sicher."

Vorerst aber führten sie ihr Gespräch fort und Christian erzählte ihm ein paar Anekdoten aus seiner Praxis.

Plötzlich warf Hermine einen Blick auf die Uhr. "Himmel, schon so spät? Ich muss los." Sie sprang auf und eilte zur Küchentür. "Dad, kann ich das Auto haben?"

"Ja, sicher. Aber wo musst du denn noch hin?"

"In die Uni. Um halb Vier ist noch eine Vorlesung und die will ich auf keinen Fall verpassen." Damit verschwand sie im Haus.

Zwei Minuten später tauchte sie wieder auf und ließ sich den Autoschlüssel geben. "Danke. Bis später."

"Wann kommst du zurück?", fragte Jaqueline.

"Zum Abendessen, denke ich. Aber wartet nicht auf mich. Ich bin danach noch mit Peter verabredet."

"Peter?" Christian schien überrascht.

"Ein Kommilitone." Hermine stoppte noch einmal an der Tür. "Oh, wenn ich das noch schaffe!"

"Warum apparieren Sie nicht einfach?", mischte sich Severus ein. Es schien ihm die einfachste Lösung.

Hermine verzog das Gesicht. "Geht nicht. Wir sind anderthalb Kilometer zu weit weg. Deswegen fahre ich mit dem Auto bis zu einem der kostenlosen Parkplätze und dann... Nun ja. Ich erzählen es Ihnen später, einverstanden? Und stellen Sie sich auf eine lange Nacht ein. Sie müssen mir von Hogwarts erzählen, ja? Okay. Dann... Tschüss." Sie hob hektisch die Hand und lief los. "Tschüss", erschall es noch einmal von drinnen.

"Tschüss", murmelte Christian und schüttelte nur mit dem Kopf. "Dieses Kind..."

Severus lächelte. "Ist dir das neu?"

"Nein", seufzte sein Freund. "Dir anscheinend auch nicht."

Alle drei lachten.

Dann brachen sie zu einem Spaziergang auf. Die Grangers wollten Severus die schönsten Ecken Cardiffs zeigen. Und so verbrachte der Zaubertranklehrer den Großteil des Nachmittags mit Sightseeing, wobei er in Gedanken immer schon bei dem Gespräch am Abend war. Hermine wollte mit ihm über Hogwarts reden. Den Teil ihres Lebens, der sie wohl für immer verbinden würde...

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…to be continued...

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