Hi, hier kommt das nächste Kapitel!

Vielen Dank an alle meine Leser und Reviewer. Danke auch an Dax und CrowMan, deren Reviews ich leider nicht hier beantworten darf.

So, viel Spass bei dem Kap!


Kapitel 53: Quidditch!

Am nächsten Morgen fand sich ein sehr betrübtes Gryffindorteam am Frühstückstisch wieder. Lustlos stocherte Ron in seinen Eiern mit Speck herum, während Ginny auf einem Toast herumkaute. Michael starrte blicklos auf seinen Teller und neben ihm saß Clara, die andere Jägerin, die nervös ihre Finger knetete. Logan hatte den Kopf in die Hände gestützt, während Olivia stetig ihren schon längst kalten Tee rührte.

Harry betrachtete missmutig seine Teamkameraden, und störte sich an deren Stille, genau so wie es ihn ärgerte, dass keiner ihrer Hauskameraden versuchte sie aufzumuntern. Heftig legte er Gabel und Messer auf den Tisch. „Leute, so geht das nicht!" Er blitzte wütend in die Runde. Seine Mitspieler starrten ihn überrascht an.

„Wir können nicht zulassen, dass wir von vorletzter Nacht runtergezogen werden! Wir müssen den anderen zeigen, dass das Leben trotzdem weitergeht. Wir dürfen uns nicht von IHM unsere Stimmung diktieren lassen, denn wenn wir das zulassen, dann hat Voldemort schon halb gewonnen!"

Zwar zuckten die meisten bei der Nennung von Voldemorts Namen zusammen, doch schauten sich die anderen Spieler stirnrunzelnd an, immer noch stumm, aber Harry konnte sehen, wie sie langsam aber sicher aufwachten.

„Und das wollt ihr doch nicht zulassen, oder?", schnaubte er verärgert. Immer noch keine Antwort.

„Oder?", rief er jetzt so laut, dass er in der ganzen Halle gehört wurde. „Wollt ihr das? Wollt ihr euch IHM wirklich einfach so kampflos unterwerfen?"

Jetzt setzte sich Ginny auf. In ihren Augen loderte das alte Feuer. „Nein, auf gar keinen Fall", gab sie heftig zurück.

„Dann lasst uns spielen! Lasst uns ein gutes Spiel spielen! Lasst uns allen zeigen, dass wir uns nicht unterkriegen lassen! Niemals!"

Jetzt hatte er sie endlich. Logan sprang auf. „Ja! Spielen wir! Spielen wir Quidditch!", rief der Treiber.

„Quid-ditch! Quid-ditch! Quid-ditch!", skandierte Olivia neben ihm.

Einer nach dem anderen fiel ein. Erst Ron, der mit grimmigem Gesicht den Takt mitklatschte, Michael, dann Ginny und Clara, die es sich gegenseitig zubrüllten:

„Quid-ditch! Quid-ditch! Quid-ditch!"

Da begannen auch die anderen Schüler mit zu skandieren. Erst am Gryffindortisch, dann sprang es auf Hufflepuff und Ravenclaw über, bis sogar einige Slytherins von der Welle der Begeisterung mitgerissen wurden.

Bald dröhnte die große Halle von den Rufen:

„Quid-ditch! Quid-ditch! Quid-ditch!"

Harry starrte mit großen Augen um sich. So etwas hatte er eigentlich nicht erwartet. Er hatte eigentlich nur seine Teamkollegen aus dem offensichtlichen Schockzustand herausreißen wollen und jetzt brüllte sich nahezu die ganze Halle heißer. Verblüfft schaute Harry zum Lehrertisch hoch. Dumbledore strahlte ihn an, während McGonagall ihm respektvoll zunickte. Sprout und Flitwick klatschten begeistert mit. Green, der neben Snape saß, betrachtete den Aufruhr mit einem seltsamen Lächeln und der Tränkemeister schließlich ließ stoisch seinen Blick schweifen. Bei Harry angekommen, zog er eine Augenbraue hoch und verschränkte die Arme.

Später konnte Harry beim besten Willen nicht mehr sagen, wie er und der Rest des Teams in die Umkleidekabinen bei der Arena gekommen waren. Schnell zogen sich die Spieler um und versammelten sich bei dem Ausgang zur Arena. Nur Ron hielt Harry einen Moment zurück. „Ist alles unter Kontrolle? Du kippst uns doch nicht noch mal vom Besen, oder, Harry?"

Harry schaute seinen Freund an. „Mach dir keine Sorgen, Ron. Etwas derart dämliches lasse ich nicht noch mal zu!"

Ron grinste. „Gut!"

„Hey, Ron, Harry!", rief Ginny von vorne. „Kommt ihr zwei jetzt? Oder braucht ihr eine Extraeinladung, oder was?"

„Wir kommen ja schon, Ginny!", rief Harry zurück.

Dann war es endlich Zeit, das Spiel zu beginnen. Ein Spieler nach dem anderen machte sich bereit nach draußen in den ovalen Ring der Quidditcharena zu schießen. Lauter Jubel ertönte von den vollbesetzten Tribünen, übertönt von der durch das magische Mikrofon verstärkten Stimme Lee Jordans.

„Hallo und herzlich willkommen zum ersten Quidditchspiel in diesem Schuljahr! Für all die Begriffsstutzigen, Tauben und Traumtänzer unter euch: heute treffen Ravenclaw und Gryffindor aufeinander!"

Das Getöse der Zuschauer wurde noch lauter, als zwei Personen das Spielfeld betraten, eine Kiste zwischen sich tragend.

„Ah, jaaa!", fuhr Lee aufgeregt fort. „Madame Hooch und Professor Green bringen gerade den Kasten mit den Bällen. Wie ja alle wissen, sind es ein Quaffle, zwei Klatscher und der Goldene Schnatz. Ich denke, ich muss die Regeln nicht noch einmal erklären, doch wenn da jemand ist, der sie nicht weiß, der frage seinen Nachbarn! So! Bälle und Schiedsrichter sind auf dem Platz, jetzt fehlen nur noch die Spieler!"

Die beiden Tore zu den Startposten der beiden Teams öffneten sich und die Spieler machten sich bereit zum Abheben.

„Na, eeendlich!", hallte Lees Stimme im Stadion wieder. „Hier kommt die Gryffindormannschaft! Die Aufstellung: Hüter ist wie im letzten Jahr Ronald Weasley! Eine kurze Nachricht von Fred und George an dich, Ron: Solltest du zulassen, dass ihr dieses Spiel verliert, dann sorgen die zwei dafür, dass du in den Genuss ihrer neuen Höllenkollektion kommst!"

Ein wohliger Schauder ging durch die Menge. Gelächter erklang. Was für eine Drohung!

„Also, wenn du nicht mit Schuppenkopf und Teufelsschwanz herumlaufen willst, dann solltest du dich anstrengen! Zu den anderen Spielern: neu im Team sind die zwei Treiber: Logan Mincer und Olivia Rapax, deren Gefährlichkeit nach allem was man hört umgekehrt proportional zu ihrer Körpergröße ist!"

Die zwei schmächtigen Schüler starteten gemeinsam, flogen aber in entgegen gesetzter Richtung eine lange Runde um die Arena.

„Als nächstes: die Jäger! Zuerst Ginny Weasley, seit diesem Jahr Kapitänin des Teams und wird sie nicht jeden Tag hübscher und hübscher? Die anderen beiden sind Neuentdeckungen. Michael Crassus und Clara Hawkins! Gemeinsam mit Ginny ein unschlagbares Team! Und zu guter Letzt, noch der Sucher von Gryffindor: Harry Potter! Applaus, bitte!"

Die Rufe und Schreie vermischten sich zu einem unentwirrbaren Johlen, als auch Harry endlich aufstieg. Die Luft peitschte seinen Umhang und zerzauste seine Haare. Wie immer erfasste den Jugendlichen eine wilde Aufregung, wenn es zu einem Spiel ging. Aufjauchzend schoss er hoch hinauf, zog eine Runde und nahm schließlich über seinem Team seine Position ein.

Dann wendete sich die Aufmerksamkeit der Menge auf das andere Tor zu, bei dem die Ravenclaws warteten.

„Und hier kommt das andere Team! Ravenclaw in seinem traditionellen Blau! Als erster: Stephan Tremmel, Hüter des Teams, im letzten Jahr noch auf der Reservebank! Die beiden Treiber: Sarah Smatter und Jorgen Duke! Beide schon seit zwei Jahren dabei und haben es wohl wie immer besonders auf den Sucher des Gegners abgesehen. Als nächstes die Jäger! David Gellagher, schon im letzten Jahr der Kapitän! Und dann noch Tamara Minks und Adam Spencer, beide neu im Team. Und schließlich der Sucher: Peter Kane! Mit seiner schlanken Statur und seinem neuen Windsill XP eine große Herausforderung für jedes Team! Applaus! Applaus für beide Teams!"

Unter lautem Jubel landeten die zwei Quidditchteams bei Madam Hooch, die bei der Kiste mit den Bällen wartete, Pfeife um den Hals und ein Besen in der Hand. Green hatte das Feld inzwischen wieder verlassen.

Die zwei Kapitäne landeten nahe der Schiedsrichterin und maßen sich gegenseitig, die jeweiligen Teammitglieder hinter sich geschart.

„Hände schütteln, Käpt'n's", bellte Hooch. Sie warf den zweien einen buchstäblich gelben Blick zu. „Und dass ihr mir fair spielt, klar! Besteigt die Besen."

Beide Teams machten sich bereit. Unter lauten Anfeuerungsrufen wurden Klatscher und Schnatz frei gelassen und mit einem Anpfiff der Quaffle zum Anstoß freigegeben.

Hart stieß sich Harry vom Boden ab, genau wie die anderen Spieler und schoss schnell hinauf, hoch über die Arena. Dort zog er einen langen Bogen um den Platz.

Noch während seines Aufstiegs hörte Harry Lees Kommentar zum Anstoß.

„Und hier gibt Madame Hooch den Quaffle frei!"

Ein Pfiff ertönte und die Zuschauer auf den luftigen Tribünen jubelten.

„Ginny Weasley und David Gellagher gehen in den Zweikampf um den Quaffle – den Gellagher gewinnt."

Die Ravenclawecke johlte laut auf, wurden aber von den Worten des Kommentators übertönt. „Gellagher jagt auf das Gryffindortor zu Keiner der anderen Jäger ist auch nur in der Nähe. Gleich hat er es erreicht und – oh, autsch! Ein Klatscher trifft Gellagher voll in die Seite! Sehr schönes Spiel von Olivia Rapax. Gellagher lässt den Quaffle fallen!"

Ein Aufstöhnen ging durch die Menge.

„Da! Ginny hat den Quaffle gefangen! Sie geht auf das Ravenclawtor los! Michael Crassus und Clara Hawkins flankieren sie! Achtung, Leute! Smatter und Duke haben gerade die Klatscher in eure Richtung geschickt!"

Das Getöse wurde momentan leiser, als sie die Szene in der Luft beobachteten.

„Au weia!", schrie Lee aufgeregt. „Der erste Klatscher trifft Crassus voll in den Rücken! Er bricht weg, völlig aus der Bahn geworfen!"

Der Gryffindorjäger taumelte in der Luft und kämpfte seinen Besen in die Waagrechte, während Ginny und Clara unbeirrt weiterflogen.

„Da kommt auch schon der nächste Klatscher und… Hawkins fliegt absichtlich in seine Bahn! Sie wird getroffen und Ginny fliegt jetzt alleine!"

Harry starrte aufgeregt nach unten. Mit dem Quaffle unter dem Arm erreichte Ginny die Ringe von Ravenclaw und schoss.

„Ginny schießt!", rief Lee ins Mikrofon. „Und Tremmel hält ihn. Kein Tor. Es steht immer noch Null zu Null."

Ein wütendes Sirren rief Harrys Aufmerksamkeit zu sich selbst zurück. Hastig schaute er nach rechts und riss gleichzeitig seinen Besen vom Stand in einen Sturzflug. Ein Klatscher rauschte auf ihn zu, dem er gerade noch auswich, dann schoss auch noch der zweite gleich hinterher. Harry legte sich flach an den Besenstiel und drehte eine Schraube, in der Hoffnung, der fliegenden Kanonenkugel doch noch entkommen zu können. Doch ein brennender Schmerz, der sich plötzlich quer über seinen Rücken zog, verriet ihm dass er es nicht ganz geschafft hatte. Das verdammte Ding hatte ihn gestreift.

Mit einigen heftigen Schlenkern schüttelte Harry die Klatscher ab. Dann ließ er seinen Blick schweifen, nach dem Goldenen Schnatz suchend, während er immer ein Auge auf die zwei schwarzen Biester hatte. Etwas weiter weg tat der Ravenclaw – Sucher, Peter Kane, das gleiche.

Mit dem aktivierten Sehsinn wäre es ein leichtes, den Schnatz zu finden, überlegte Harry langsam. Doch dann schob er den Gedanken resolut zur Seite, schüttelte den Kopf. Das würde er nicht tun! Erstens wäre so was nicht fair und zweitens hatte er keine Lust vor versammelter Schule runterzukippen, sollte er dabei seinen Körper wieder verlassen. Nein, das würde er bestimmt nicht riskieren, schon gar nicht bei einem Quidditchspiel.

Tief unten am Boden bemerkte Harry etwas golden aufblitzen. Ein genauer Blick verriet ihm, dass es der Schnatz war! Schnell riss er seinen Feuerblitz herum und stürzte sich in die Tiefe. Harry spürte mehr, als dass er sah, dass Kane ebenso in den Sturzflug überging. Schneller und schneller flogen die zwei Sucher auf den Schnatz zu, wobei Harry trotz allem an Vorsprung gewann. Der kleine goldene Ball schwirrte knapp zwei Meter über den Boden dahin.

Wind rauschte in Harrys Ohren, ebenso wie sein heftiger Pulsschlag und beides übertönte Lee Jordans lauten Kommentar. Doch dann schob sich eine Gestalt zwischen Harry und den Schnatz! Einer der Treiber Ravenclaws blockierte seine Flugbahn!

Mit einem wilden Haken riss Harry sich aus der Bahn, verhinderte knapp einen Zusammenstoß. Doch hatte der Treiber seine Absicht verwirklichen können, denn der Schnatz war wieder verschwunden.

Ärgerlich starrte Harry zu dem grinsenden Jorgen Duke hinüber, ehe er wieder höher stieg.

Nun begann das Spiel ernsthaft. Beide Teams zeigten sich hervorragend aufeinander eingespielt und zogen ein hartes Tempo an. Niemand schenkte dem anderen etwas und bald fielen hart umkämpfte Tore auf beiden Seiten, denen jeweils wohl drei vereitelte Versuche vorausgingen.

Auch Harry wurde dazu gezwungen immer wieder und wieder heran schießenden Klatschern auszuweichen, denn Smatter und Duke erfüllten voll und ganz die anfänglichen Worte Lee Jordans.

Langsam fühlte er sich irritiert. Bei einem besonders waghalsigen Schlenkerer, den er durchführen musste um zwei extra dicht aufeinander folgenden Klatschern auszuweichen, beschloss er, dass es ihm reichte. Es war zwar eine legitime Taktik, immer wieder den gegnerischen Sucher aufs Korn zu nehmen, um ihn zu ermüden, doch das heiß nicht, dass dieser es sich auch einfach so gefallen lassen musste. Er hatte auch Tricks auf Lager, um den Spieß umzudrehen. Wenn er schon gescheucht wurde, wie ein Huhn, dann konnte er auch den anderen Sucher etwas tanzen lassen.

Harry spähte in die Runde, versicherte sich, dass die Klatscher gerade von seinem Team gelenkt wurden, dass auf der Seite, auf der er sich befand, kaum ein anderer Spieler war und auch, dass Peter Kane nicht weit entfernt war, ihn ständig im Blickfeld haltend.

Gut alles genau richtig! Harry unterdrückte ein Grinsen.

Er riss ruckartig den Kopf herum, packte den Besenstiel und drückte sich in einen steilen Sinkflug. Mit einem Ohr lauschte er nach Lees Kommentar.

„Schaut euch das an! Harry geht in den Sturzflug über! Er hat den Goldenen Schnatz entdeckt!"

Ein Seitenblick verriet dem Gryffindor, dass der Ravenclaw ihm mit verbissenem Gesicht folgte. Harry ließ den Sturzflug noch ein bisschen steiler werden und raste jetzt auf eine der voll besetzten Tribünen zu.

„Wow, was für ein Rennen!", schallte es aus dem Mikrofon. „Die zwei Sucher sind jetzt Kopf an Kopf! - Und verdammt – wo ist der Schnatz?"

Harry grinste innerlich, als er und der gegnerische Sucher mit vollem Tempo auf die Ravenclaw- Tribüne zurasten.

Jetzt! schoss es ihm durch den Kopf. Plötzlich riss er sich seitlich aus dem Sturzflug und driftete mit stetig langsamer werdendem Tempo wieder nach oben. Seine Augen jedoch blieben an der Tribüne kleben. Die dort sitzenden Schüler kreischten und versuchten verzweifelt aus der Bahn zu gehen, als Kane verzweifelt versuchte abzubremsen, es aber nicht so ganz schaffte. Heftig riss er an seinem Besen und krachte seitlich mitten in eine Gruppe Viertklässer hinein.

Harry zuckte mitfühlend zusammen.

„Scheiße!", schrie Lee geschockt, als Kane unter einem Haufen kreischender Ravenclaws verschwand. „Kane rast mitten in die Tribüne hinein! Hoffentlich hat er sich nicht den Hals gebrochen. Und was Harry da gemacht hat, das war ein klassischer Wronski- Bluff! Und dazu perfekt und erfolgreich ausgeführt! Zur allgemeinen Info: Der Wronski – Bluff ist dazu da, den gegnerischen Sucher zu täuschen und ihn im wahrsten Sinne des Wortes auflaufen zu lassen!"

Harry ließ seinen Blick schweifen, während er hoffte, dass Kane sich nichts Schlimmeres außer ein paar Beulen geholt hatte.

Dann, unter einem vielstimmigen Aufjubeln, startete Kane aus der Tribüne seines Hauses wieder. Er wirkte ziemlich zerrupft, mit dem verzogenen Mantel, dem Riss am Ellbogen seines Pullovers und den langen blutig schimmernden Kratzern quer über der Wange. Mit einer sauren aber auch verunsicherten Grimasse starrte Kane Harry an. Dieser grinste nur und hielt weiter nach dem Schnatz Ausschau.

Offensichtlich hatten die zwei gegnerischen Treiber diesen Schuss vor den Bug verstanden und ließen Harry mehr Luft. Nach einer ganzen Weile schließlich erspähte Harry den Schnatz, der direkt über der Anzeigetafel schwebte. Gleichzeitig mit dem Gryffindor schoss auch Kane von der anderen Seite des Feldes heran. Beide hatten etwa den gleichen Abstand.

Der Schnatz schwirrte in kleinen Bewegungen hin und her, bis er plötzlich nahezu senkrecht empor schoss. Harry und sein Gegenspieler folgten ihm Kopf an Kopf, bis der fliegende Ball einen weiten Bogen machte und wieder hinab schoss, in Richtung der Lehrertribüne.

Keiner der anderen Spieler stellte sich ihnen entgegen, kein Klatscher kam ihnen in die Quere, als beide Sucher wie aneinander geklebt durch die Luft schossen.

Der Schnatz hielt seinen Kurs auf die Lehrertribüne, ebenso, wie die zwei Sucher. Harry sah, wie die Lehrer aufsprangen und hastig den Bereich freimachten, auf den Schnatz und Sucher zuhielten. „Oje", hauchte Harry, als er sah, dass der Schnatz etwa einen halben Meter über der Mitte der Tribüne stoppte.

Kane, der es ganz offensichtlich nicht riskieren wollte, sich den Schädel einzuschlagen, bremste ab. Harry dagegen hielt weiter auf den Schnatz zu und riss seinen Besen erst im letzten Moment heftig herum. Noch im Drehen löste er eine Hand vom Besenstiel und schnappte den Schnatz.

Dabei allerdings verlor er den Halt und rutschte vom Besen herunter. Irgendwie schaffte Harry es, mit beiden Füßen auf dem Trenngeländer zwischen zwei Sitzreihen zu landen. Mit rudernden Armen versuchte Harry das Gleichgewicht zu halten, schwankte nach vorne und wieder zurück. Dann kippte er schließlich nach hinten.

Mit dem Feuerblitz in der linken und dem Schnatz in der rechten Hand fand sich Harry etwas bedröppelt in einem der Sitzplätze wieder. Er schaute den Schnatz an, dann ließ er sich aufseufzend zurücksinken. Gewonnen. Lauter Jubel ließ Harry zu seinen Teamkameraden hinaufschauen, die wie ein Schwarm riesiger roter Raubvögel auf ihn hinab stießen.

Nur kurz später danach machte sich die Rot und Gold gekleidete Menge unter Jubel und Freudeschreien auf den Weg zurück ins Schloss. Auch wenn die Ravenclaws enttäuscht über ihre Niederlage waren, so waren sie doch auch zufrieden mit der Leistung ihres Teams. Der Tag verging in einem rauschenden Fest, das die letzten Reste der drohenden Lethargie verscheuchte und die Dunkelheit fürs Erste bannte.


Seufz Es ist offiziell. Ich bring's einfach nicht fertig längere Zeit was düsteres zu schreiben. Irgendwie rutscht mir immer dabei etwas fröhliches dazwischen. Und die Szene in der Großen Halle... die sollte eigentlich viel viel kleiner ausfallen. Nur Harrys Teamkameraden sollten sich von ihm motivieren lassen. Aber die Geschichte hat einfach gemacht was sie wollte... es ist schlicht und einfach eine der ... unwahrscheinlichsten ... Szenen die ich mir bis jezt geleistet habe...

Gebt ihr mir trotzdem euren Senf dazu?

Etwas anderes. Ich habe endlich alle Kandidaten für den Ministerposten zusammen. Wie wäre es mit einer kleinen Wahl? Jeder von denen ist nämlich genau so gut wie der andere geeignet. Sagt mir einfach wer euch am besten gefällt und derjenige mit den meisten Stimmen wird der nächste Minister bzw. Ministerin!

Augusta Longbottom: Nevilles Oma. Gryffindor. Sie ist streng und brüsk, allerdings hat sie auch einen starken Sinn für Fairness. Sie hat durch ihre Lebenserfahrung (Alter) viele Freunde, jedoch hat sie noch keinerlei Erfahrung was die Leitung eines Ministeriums oder einer Abteilung dessen angeht.

Amelia Bones: Susan Bones Tante. Hufflepuff. Intelligent, scharfsinnig und flexibel. Sie arbeitet schon lange im Ministerium und kennt sich dort so gut aus wie in ihrer Westentasche. Arbeitet auf dem Papier in der Abteilung für Schutz vor dunklen Kreaturen, jedoch stellt sie defacto einen 'Libero' dar, da sie sich ohne weiteres in jeder Abteilung zurechtfindet und ihre Aufgaben oft im Handumdrehen löst.

Wolfram Bor: Altgedienter Ministeriumsangestellter. Gegenwärtig Leiter der Auroren, löste seinen Vorgänger erst vor wenigen Monaten ab. Er ist sehr starr und beharrt stur auf die buchstabengenaue Einhaltung der Regeln, außerdem kann er weder Moody noch Shacklebolt, noch einen der anderen engangierten Auroren leiden.

Archibald Ironfist: Ist ein charmanter reicher Jurist/Anwalt, der sich in dem vertrackten Rechtssystem der Zaubererwelt sehr gut auskennt. Seinen Reichtum hat er nach dem Fall Voldemorts erworben, indem er einige der Todesser aus Askaban herausgepaukt hat, namentlich Malfoy und Nott. Aber auch Dumbledore hat seine Hilfe in Anspruch genommen, um Snape vor Askaban zu bewahren.

So, wen wollt ihr als Minister/-in sehen? Wer die meisten Stimmen bekommt, der wird es, also gebt mir eure Stimme, es gibt auch kein Mindestalter bei dieser Wahl. Versprochen.

Bis nächste Woche.

Thaia