Zusammenfassung:
Um Harry bei der Suche nach den Horkruxen zu helfen, beschließt Hermine, noch einmal zum Grimmauldplatz zurückzukehren, um zusammen mit Ginny im Tagebuch der Helga Hufflepuff nach Anhaltspunkten zu suchen.
Nachdem Hogwarts als Zufluchtsort und später als eine Schule für Zauberei und Hexerei aufgebaut worden war, um sich den Mitgliedern des Bundes wirkungsvoller entgegenstellen zu können, trifft im September 977 n. Chr. ein Drachenboot des Königs von Dänemark, Harald Blauzahn, in Hogwarts ein. Harald möchte nicht nur, dass sein Sohn Sven die Schule von Hogwarts besucht, er fordert auch das Schwert Hrunting zurück, was ihm allerdings Helga verweigert. Um Svens Aufenthalt in Hogwarts nicht zu gefährden, gibt Harald vorerst nach. Obwohl sich die Gründer in der Frage der Dänen nicht einig sind, beschließen sie Sven in die Schule aufzunehmen, da sie in Harald einen Genossen gegen den Bund suchen. Doch schon bald lauern Schüler Salazars dem Königsohn auf und schikanieren ihn. Als Edith, die uneheliche Tochter des ehemaligen König Edgars, dem jungen Dänen zur Hilfe kommen will, werden sie und Sven überwältigt und ins Verlies gesteckt, doch nach einer großen Suchaktion können beide schließlich befreit werden. Um die Anstifter dieser Tat, Cuthbert und Osdryd, zu bestrafen, werden beide nach Wales zu Godrics Bruder Rhun gebracht. Doch Sven und Edith haben bei ihrer Gefangennahme auch ein großes Geheimnis von Hogwarts entdeckt. Zu Weihnachten beschließen Tortgyd, Edith, Sven und Eirik, ein weiterer Däne, das Geheimnis zu lüften und folgen dabei einem Tunnel unter den See, der sie zu einer geheimnisvollen Kammer führt, in der Salazar geplant hat, Basilisken zu züchten, um mit ihnen den Bund zu besiegen. Als Sven aus reiner Neugier einen der Behälter, in dem sich ein Ei eines Basilisken aufhält, umwirft, müssen sie vor Salazar aus der Kammer fliehen.
Der schwarze Eldorman, der Großmeister des Bundes, empfängt Ende 977 n. Chr. den Attentäter Nadal Lynx, sowie den Zentauren Earpwald und Marrok, einen walisischen Werwolf. Sie sollen Informationen über Hogwarts sammeln, damit Hogwarts endlich vernichten werden kann. Um seine Macht zu verdeutlichen, wird vor ihren Augen ein Verräter des Bundes gefoltert, doch dabei kommt Nadal den Geheimnissen eines anderen Bündlers, Raegenhere, auf die Spur. Nadal bringt Raegenhere dazu für ihn in Hogsmeade zu spionieren, nachdem er von Salazar dorthin gebracht wird. So entdeckt Raegenhere Geheimgänge von Hogsmeade nach Hogwarts, die dem Bund einen riesigen Vorteil liefern könnten. Allerdings geht Nadal dabei auch seinen eigenen Zielen nach. So trifft er sich mit Helga und gibt ihr Informationen über den schwarzen Eldorman weiter.
In Wales gerät Gunhild, Spionin auf Seiten des schwarzen Eldorman, in die Hände des ehemaligen Königs Iago ap Idwal, der mit ihrer Hilfe wieder auf den Thron zurück möchte. Mit Hilfe seines Hofzauberers und den Zaubern Gunhilds erschafft Iago ein besessenes Buch, welches ihm die Macht zurückbringen soll. Dazu greift er zudem noch Caernarfon an, um seinen Neffen Hyfaidd ap Ieuaf nach Angelsey zu locken.
In Canterbury verfolgt Erzbischof Dunstan die Streitigkeiten der Fürsten untereinander und mit den dänischen Bewohnern Englands. Noch hofft er, den jungen König Eduard, Edgars Sohn, aus den Streitigkeiten heraushalten zu können. Als er auf Wunsch des Königs im Witan die Nachfolgeregelung anspricht, kann ein Streit der Fürsten erst durch Solmen Slytherin geschlichtet werden, der neben dem Großvater von Prinz Aethelred, dem Thronfolger, auch Bischof Aelfstan zum Vormund des jungen Prinzen vorschlägt. Damit, ohne dass Dunstan es ahnt, hat der Bund fast seine Ziele erreicht, indem er die Ausbildung eines magischen Königs vornimmt. Um mehr über den Bund herauszubekommen, weiht Dunstan Hengist, den Sohn seines verstorbenen Freundes Cynesige, in das Geheimnis ein, dass sein Großvater der schwarze Eldorman ist. Im Auftrag Dunstans spioniert Hengist den Bund aus und erfährt von seinen Plänen. In der Hoffnung noch genügend Zeit zu haben, reist Dunstan nach Winchester, um die Pläne des Bundes zu sabotieren.
11. Falle, Schwur und Diebstahl
Holyhead, Gwynedd, im Kerker, Januar 978 n. Chr.
„Warum nur? Ich habe doch nichts getan?", jammerte leise Merfyn ap Tungyr immer wieder vor sich hin, wobei er sich mit seiner rechten Hand die wunden Stellen an seinem linken Arm rieb, die er sich von den Fesseln bei der Folterung im Kerker von Holyhead geholt hatte.
„Wie bin ich nur hier hineingeraten? Ich bin doch kein schlechter Mensch… habe nie etwas gestohlen oder mir etwas zu Schulden kommen lassen. Ich bin doch nur ein Sänger, ein Dichter… ein Barde. Ich habe doch niemanden mit meinen Liedern beleidigen wollen… wie können die von mir behaupten, ich habe den ehemaligen König mit meinem Gesang beleidigt. Alle haben bisher meine Stimme gelobt, haben sich an meinem Gesang und meinen Liedern erfreut! Haben sich gefreut, wenn ich neue Texte… vollständig unpolitische… vorgetragen habe. Wie können die nur sagen, ich habe Iago ap Idwal verraten, habe zur Rebellion aufgerufen und seinen Neffen unterstützt."
Merfyn, der nach der Auspeitschung in einem erbärmlichen Zustand war, weinte vor sich hin. Immer wieder liefen ihm Tränen über seine breiten Wangen, die aussahen, als würden sie nicht zu einem männlichen Wesen, sondern eher zu einem Engel gehören. Das goldgelockte Haar, nun verdreckt und an der Kopfhaut klebend, verstärkte diesen Eindruck noch mehr. Wieder begann er seine filigranen Hände, mit denen er sehr gut eine Harfe spielen konnte, krampfhaft ineinander zu verschränken und hob sie zu einem flehenden Gebet an.
‚Lieber Gott, lass mich in dieser schweren Stunde nicht allein. Lass nicht zu, dass mich die Schergen dieses Königs, dem ich doch nichts getan habe, quälen. Lass es vorbei sein. Lass nicht zu, dass sie mich weiter foltern… gar meine Finger, mit denen ich die Menschen mit so wunderschöner Musik verzückt habe, zerstören, indem sie etwa Daumenschrauben einsetzen oder gar meine Hände brechen. Lass mich nicht allein, damit ich, wenn sie mir wieder Schmerzen verursachen, diese besser durchhalten kann. Ich weiß, ich bin schwach und ich habe schon allein beim Auspeitschen meines Körpers beinahe alles was sie wollten zugegeben. Obwohl dies dann eine Lüge gewesen war. Lieber Gott, lass mich bitte nicht leiden… erlöse mich von diesem Übel… lieber will ich gleich sterben, als noch einmal von diesen Schergen gequält zu werden.'
Merfyn hielt inne, schloss die Augen und betete weiter zu Gott, dass dieser ihn doch erlösen sollte. Noch immer verstand er nicht, warum König Iago ihn so quälen ließ. Hatte dieser König vor einem schwächlichen Barden, der nicht einmal lesen konnte, so viel Angst? Nur langsam beruhigte sich Merfyn durch das Gebet… doch als er plötzlich Schritte vor seiner Kerkerzelle hörte, kehrte die Angst zurück.
‚Holen sie mich nun? Sie hatten angekündigt, dass die Auspeitschung nur der Beginn der Folterung gewesen sei.'
Er konnte sich an die Freude in ihren Gesichtern erinnern, als sie ihm aufzählten, was sie bald mit ihm anstellen würden, wenn er nicht bald zugeben werde, dass er Texte gegen den König verfasst habe und damit eine Rebellion gegen ihn beginnen wollte. Angstvoll richtete sich sein Blick auf die verschlossene Tür, hörte wie jene aufgeschlossen wurde, wobei er seinen Atem anhielt, als sie schließlich knarrend aufgestoßen wurde. Abwehrend hob er seine dünnen Arme hoch und begann zu jammern, als jemand in seine Kerkerzelle eintrat und ihn ansah. Ohne den Mann anzusehen, fiel Merfyn auf die Knie und neigte sein Haupt.
„Bitte tut mir nichts… ich will alles zugeben. Alles was Ihr wollt. Bitte, tut mir nicht weh… BITTE", hauchte er demjenigen entgegen, der nun vor ihm stand.
„Nein, Merfyn… Ihr missversteht es. Ich will Euch nichts tun", sagte eine Stimme, die so gar nicht zu den Schergen des Königs passte. Sie war jung und freundlich. Überrascht, aber immer noch vorsichtig, schaute Merfyn an seinen eigenen Armen vorbei und erblickte einen jungen Mann in einer schwarzen Robe, der ihn freundlich und interessiert ansah.
„Ihr… Ihr seid keiner der Folterer? Ihr holt mich nicht ab, um mir ein Geständnis abzuringen?", fragte Merfyn den jungen Mann, der ihn nun mit einem leichten Grinsen ansah.
„Nein, Merfyn, aber nein. Ich bin keiner von Iagos Männer, die Euch foltern wollen. Ich will Euch vielmehr helfen. Mein Name ist Cedifor ap Einion… und ich bin ebenso wie Ihr ein Mann des Geistes. Zwar anders als Ihr es vielleicht denkt, aber dennoch kann man mich einen Gelehrten nennen", sagte der junge Mann und versuchte beschwichtigend auf Merfyn einzuwirken, damit jener ein wenig von seiner Angst verlor.
„Ihr seid ein Gelehrter? Aber was tut Ihr dann hier an diesem finsteren Ort? Hat man Euch auch hierher gebracht, weil man auch denkt, dass Ihr König Iago verraten habt?", fragte Merfyn zögernd, doch nun deutlich mutiger den jungen Mann.
„Nein… ich wurde nicht hierher gebracht, weil man denkt, ich hätte König Iago verraten. Ich bin sogar einer seiner Berater… da ich sein Hofzauberer bin", sagte Cedifor leise zu dem vor ihm Knieenden. Merfyn zuckte zurück. Seine Augen weiteten sich und abermals begann der Barde voller Angst zu zittern.
„Ihr seid ein Zauberer? Ihr wollt mich verwandeln, gebt es zu! Ihr seid gekommen, um mich zu bestrafen!", flüsterte Merfyn angstvoll und versuchte vor Cedifor wegzukrauchen. Allerdings fand er keinen Ort, wo er sich vor dem Zauberer hätte verstecken können.
„Merfyn! Ich sagte doch schon, ich habe nicht vor, Euch irgendetwas anzutun. Ich bin sogar gekommen, um Euch zu helfen. Anders als mein König bin ich überzeugt, dass Ihr nichts Böses im Sinn hattet… ja, ich bin sogar der Ansicht, dass man Euch verleugnet hat. Ihr habt keine Texte gegen den König gedichtet… jedenfalls keine solch plumpen Reime, wie sie dem König vorliegen. Wenn Ihr zu Eurer wundervollen Musik etwas gedichtet hättet, dass gegen den König gerichtet gewesen wäre, wäre es etwas… Gewaltiges, etwas… Großes gewesen. Nein, wirklich… ich erkenne Eure Kunst an und Ihr seid ein Künstler, ein wirklich großer Künstler", sagte Cedifor mit begeisterter Stimme. Merfyn schaute den jungen Mann an, der versuchte beruhigend auf den Barden einzureden.
„Glaubt Ihr das wirklich?", fragte Merfyn unsicher nach, worauf Cedifor nickte.
„Natürlich. Warum sollte ich sonst hier zu Euch kommen, wenn ich dies nicht glauben würde? Ich bin davon überzeugt, dass Euch Unrecht geschehen ist. Nur leider… leider kann ich meinen König davon nicht überzeugen. Er hat keinen Sinn für Eure Poesie… für die wundervollen Kompositionen, die Ihr geschaffen habt. Er hält Euch für einen Umstürzler, einen Dieb… einen Gauner. Er ist eben ein Mann des Krieges und kein Gelehrter. Aber wenn ich Euch hierlassen würde, würde der Welt so viel Schönes verloren gehen. Ihr dürft hier nicht zu Grunde gehen!", sagte Cedifor und begann seinen Zauberstab zu ziehen.
„Was habt Ihr vor?", fragte Merfyn unsicher und schaute auf den langen Stab des Zauberers.
„Euch zu befreien natürlich. Ich kann keinen Mann wie Euch hier lassen. Ihr würdet verkümmern oder gar sterben. Denkt daran, was die Folterer mit Euch anstellen würden, würde ich Euch hier lassen. Nein, ich werde Euch aus Holyhead bringen… ein Freund von mir wartet nicht unweit der Burg mit einem Pferd… dies wird Euch von hier wegbringen. Ich habe Eure Sachen schon aus Eurem Gemach bringen lassen… Eure Kleidung und auch Eure teure Harfe. Doch Ihr müsst Euch sputen, denn bald werden die Schergen hinter Euch her sein. Deshalb müsst Ihr Angelsey so schnell wie möglich verlassen. Tut Ihr das nicht… sollten Euch gar die Soldaten Iagos stellen, dann seid nicht nur Ihr in Gefahr… dann werde ich nicht mehr in der Lage sein, Euch zu beschützen", sagte Cedifor eindringlich, hob den Zauberstab und murmelte kurz etwas, worauf die Fußfesseln, die Merfyn angelegt worden waren, abfielen.
„Aber wo soll ich hingehen?", sagte Merfyn unsicher, als Cedifor ihm half, auf seine wackligen Beine zu kommen.
„Weg aus König Iagos Einflussbereich. Am besten zu Menschen, die Euch beschützen können. Entweder nach Dyfed… oder am besten erstmal nach Rhuddlan. Zum Beispiel an den Hof von Hyfaidd. Dort werden Barden, wie Ihr es seid, weit besser geachtet als hier. Denkt daran… immerhin lebt dort auch Hyfaidds Mutter Dwynwen. Ich an Eurer Stelle würde so schnell wie möglich dorthin gehen", sagte Cedifor mit energischer Stimme. Merfyn nickte.
‚Ja, Ihr habt Recht. Das wäre jetzt das Beste. Dort in Rhuddlan wäre ich erstmal sicher… zudem ist es nicht weit!'
„Nun, kommt", sagte Cedifor, griff den Arm des Barden und apparierte aus dem Kerker von Holyhead. Merfyn erstarrte, als er sich plötzlich im Mondlicht auf einer Lichtung befand, auf der ein großer Soldat stand und einen Rappen hielt. Diese wundersame Befreiung… diese Reise, ohne einen Schritt gemacht zu haben, wobei es ihm schien, als wäre sein Körper von irgendetwas mitgezogen worden. Sein Körper fühlte sich irgendwie taub an. Ob dies noch von der Angst oder der eigenartigen Reise stammte, konnte Merfyn nicht sagen. Cedifor führte den Barden zu dem Soldaten, der ihm umständlich auf den Rappen half.
„Ich danke Euch, Cedifor. Ich werde nicht vergessen, was Ihr für mich getan habt", sagte Merfyn mit zittriger Stimme. Der Zauberer befestigte die Tasche des Barden am Sattel des Rappen und schaute Merfyn noch einmal ernst an.
„Noch einmal… sputet Euch. Ich werde Eure Folterer nicht lange aufhalten können. Und wenn sie entdecken, dass Ihr auf irgendeine Weise entflohen seid, dann werden sie sogleich König Iago benachrichtigen. Ihr werdet kaum Zeit haben, um irgendwo zu rasten, denn die Soldaten des Königs werden Euch verfolgen. Reitet so schnell wie Ihr könnt und bringt Euch in Sicherheit. Wie schon gesagt, am besten nach Rhuddlan", sagte Cedifor mit ernster Stimme, worauf Merfyn nickte. Ohne sich weiter zu verabschieden, ließ Merfyn den Rappen antraben und schon bald galoppierte er in Richtung Rhuddlan. Cedifor und der Soldat, der neben ihm stand, schauten zu, wie der Barde schließlich von der Lichtung verschwand. Erst dann schlich sich ein Grinsen auf beide Gesichter.
„Ich hoffe, Ihr habt das Buch entsprechend verborgen", sagte der Soldat mit energischer Stimme zu Cedifor, der daraufhin den großen Mann neben sich ansah und sich leicht verbeugte.
„Natürlich, Mylord. Erst, wenn er in Ruhe seine Sachen auspackt, wird er es finden. Aber da er es nicht lesen kann, wird der Zauber bei ihm nicht wirken. Doch ich denke, er wird schon bald in Rhuddlan die Attraktion der Damen sein… die dann auch bald dieses Buch entdecken werden… und dann… dann wird die Falle zuschnappen", sagte Cedifor, worauf das Grinsen König Iago ap Idwals breiter wurde. Erst jetzt nahm er den Helm ab, der sein Gesicht vor dem Barden verborgen hatte.
„Nun, dann lasst uns zur Burg zurückkehren und einen Wein auf unseren Erfolg trinken, ehe ich meinen Truppen den Befehl gebe, diesen Barden wieder einzufangen. Ich hoffe, unsere Warnungen und die Drohung ihn mehr als auszupeitschen, werden ihm Flügel verleihen. Aber er soll meinen Atem spüren… bis er sich schließlich in Sicherheit weiß… in Rhuddlan!", sagte Iago ap Idwal mit einem Lachen, in das sein Hofzauberer einfiel.
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Hogwarts, in Salazars Zaubertrankkeller, Januar 978 n. Chr.
Vorsichtig tat Salazar die Zutaten in den Kessel und rührte ein wenig um. Die grünliche Farbe des Trankes wechselte in ein bonbonrosa, wobei auf Grund der Hitzeentwicklung im Kessel kleine Luftbläschen im Trank entstanden, die an der Oberfläche mit einem leisen Knall zerplatzten. Doch dieses Geräusch irritierte den Zaubertränkelehrer Hogwarts' nicht im Mindesten. Ohne nun weiter auf den Trank zu achten, begann er auf einem Holzbrettchen weitere Zutaten wie etwa Affodill oder Bucheckern zu zerkleinern, die er dann zusammen in einen Mörser tat, um sie weiter zu verreiben.
„Salazar, könnte ich dich kurz einmal sprechen?", ertönte von hinten eine Stimme, die ihn ein wenig aufschrecken ließ, denn seine Gedanken waren weder bei dem Trank, noch bei der Tür gewesen, durch die jene Person vor einem Augenblick gekommen war. Seine Gedanken hatten sich vielmehr um die Ereignisse um Weihnachten gedreht. Zum einen hatten er und Aelli feststellen müssen, dass irgendjemand in seine geheime Kammer unter dem See gekommen war, denn eines der Steinbassins war umgestoßen worden und der Inhalt war verschwunden. Eines der Eier war verschwunden… Zwar hatte Aelli eine Brosche eines Gryffindorschülers nahe einer der tragenden Säulen gefunden, doch Salazar wusste, dass außer Aelli niemand in der Schule ein Parselmund war. Wer also in der Schule hätte die Tür der Kammer öffnen können? Und wer war so unklug, den Inhalt eines der Bassins mitzunehmen? Es sei denn, es gab einen Spion des Bundes unter den Schülern, der genau wusste, wie man ein Basiliskenei behandeln musste. Allerdings war diese Idee mehr ein Hirngespinst von Aelli gewesen, als dass man es ernst nehmen durfte. Doch dann hatte Helga Hufflepuff die Lehrer einen Tag nach ihrer Entdeckung zusammengerufen und allen dargelegt, dass Nadal Lynx, der Attentäter des Bundes, sie besucht hatte. In Hogwarts… und mitten in ihrem Zimmer! Und nun war Salazar alles klar gewesen. Nadal, ein erfahrener Zauberer mit ungeahnten Kräften, musste den Weg in die geheime Kammer gefunden haben, musste sich dort umgesehen und eines der Eier mitgenommen haben. Doch wie war Nadal in die Schule gekommen? Gar durch einen der geheimen Gänge, die Salazar sehr gerne benutzte? Sollte er gar auch dieses Geheimnis gelüftet haben? Salazar blieb nichts weiter übrig, als weitere Zauber zu wirken, um die Kammer zu verschließen… er durfte nicht zulassen, dass der Bund alle seine Geheimnisse erfuhr und Gegenmaßnahmen einleitete, denn Salazar war sich bewusst, dass nur diese Geheimnisse ihn und andere vor den Schrecken des Bundes erretten würden. Nur mit Mühe und unter einem großen Zeitaufwand konnte er nun in seine geheime Kammer gelangen, um den Aufwuchs der Basilisken zu beobachten. Bisher allerdings war keines der Tiere geschlüpft. Noch einmal kehrten seine Gedanken zu Nadal zurück und damit zu einer fundamentalen Frage, die ihn quälte. Hatte Nadal dieses Ei mitgenommen um es dem Bund zu bringen? Oder benötigte Nadal das Ei für seine ganz eigenen Interessen? Nach den Aussagen Helgas hatte Nadal gar Informationen über den schwarzen Eldorman von Erzbischof Dunstan von Canterbury mitgebracht. Demnach sollte der schwarze Eldorman der Bruder des Erzbischofs sein, der beinahe bei einem Drachenangriff zu Tode gekommen sei. Salazar hatte nur den Kopf geschüttelt. Doch was sollte diese Information ihnen bringen… wie sollten diese Informationen ihnen im Kampf gegen das Heer der Bündler und anderen Wesen helfen. Salazar wusste es nicht. Und auch die anderen hatten keine Antwort darauf gewusst. So hatte Salazar sich noch heute darüber den Kopf zerbrochen, als Helga ihn nun hier, in seinem Zaubertrankkeller aufgesucht hatte.
„Hast du ein klein wenig Zeit?", fragte Helga noch einmal nach und trat an Salazar heran.
„Nun ja, eigentlich habe ich keine Zeit, doch da du schon hier bist… doch bitte entschuldige, wenn ich mich während unseres Gespräches weiter um diesen Trank kümmere. Was gibt es denn für eilige und so wichtige Sachen zu besprechen, die nicht warten können?", fragte Salazar ein wenig barsch und schaute nur kurz auf, ehe er sich wieder seinem Trank zuwandte. Doch Helga schien dies weder zu beeindrucken noch schien sie gewillt, Salazar irgendwie nachzugeben.
„Nun, ich bin gekommen… und habe dies nicht vor den anderen Lehrern erzählt… weil ich einige Dinge erst mit dir besprechen wollte. Ich weiß, wir waren in letzter Zeit nicht immer einer Meinung. Während du dir mehr um die Bedrohung durch den Bund Sorgen gemacht hast, habe ich mich mehr um die Ausbildung unserer aller Schüler gesorgt. Aber Nadal hat mir deutlich gemacht, dass wir es uns nicht leisten können Unfrieden zu schüren oder gar einen Keil zwischen uns zu treiben. Wir müssen zusammen diese Gefahr bestehen!", sagte Helga nachdenklich und setzte sich an den Tisch gegenüber Salazar. Interessiert schaute Salazar auf.
„Schön, dass du dies so erkennst", sagte er lächelnd und mit einem Nicken.
„Ja… und genau deshalb möchte ich die Informationen, die mir zum einen einige Schüler gaben und zum anderen ich von Nadal bekam, hinterfragen, ob sie so stimmen. Denn… sollten sie so stimmen, muss ich mich ernsthaft fragen, ob der Bund wirklich die große Gefahr für Hogwarts darstellt. Oder ob du durch deine kleinen Geheimnisse nicht letztendlich Hogwarts mehr gefährden könntest", sagte Helga mit ernster Miene und schaute Salazar eindringlich an. Salazar schaute Helga erstaunt an, wobei ihm sein Messer aus den Händen glitt.
„Wie… wie meinst du dies?"
„Nun, zum einen… und zum Glück hatte diese Frage niemand bei unserer letzten Sitzung gestellt… wie ist Nadal überhaupt nach Hogwarts hineingekommen? Gut, es war Weihnachtszeit und das Weihnachtsfest hatte all unsere Aufmerksamkeit beansprucht und zum anderen wissen wir, dass Nadal ein außergewöhnliches Wesen ist. Aber als ich ihn danach fragte, wie er es geschafft hatte, sagte er mir, du, Salazar, würdest mir darauf eine Antwort geben können. Eine Antwort, die mir ganz und gar nicht gefallen würde. Was meinte er damit?", fragte Helga und sah Salazar mit leicht zur Seite geneigtem Kopf an. Salazar schluckte laut. Ihm war nun klar, dass Nadal einen der Geheimgänge entdeckt haben musste und so nach Hogwarts gekommen war. Hart biss er sich auf seine Zähne, wobei auch sein Mund ein wenig vor Nervosität anfing zu zucken. Helga wartete und sagte nichts, doch ihre Augen blitzten vor Zorn.
„So, sagte dies Nadal so! Dann wird das wohl so stimmen", begann Salazar umständlich und versuchte Zeit zu gewinnen, doch Helga schaute Salazar weiterhin scharf an und wartete.
„Nun… ich… also…". Schweiß lief Salazar heiß über seinen Rücken. Er wusste, dass sich auf seiner Stirn ebenso Schweißperlen gesammelt hatten… mochten sie nun vom heißen Trank im Kessel rühren oder von der Aufdeckung seiner Geheimnisse, sie behinderten Salazars Konzentration.
„Also… nun gut, ja, verdammt. Um besser und vor allem unbemerkt aus der Burg zu kommen, habe ich einzelne Gänge geschaffen, die nach Hogsmeade und die nahe Umgebung führen. Einen dieser Gänge muss Nadal entdeckt und ihn genutzt haben. Nur so konnte er in die Burg gelangen und nur so konnte er dich in deinem Zimmer ansprechen", erwiderte Salazar nun ebenfalls zornig. Allerdings weniger auf Helga, als auf sich selber. Er hätte die Gänge nach Hogsmeade besser sichern sollen… hätte verhindern müssen, dass irgendjemand sie überhaupt entdeckte. Helga starrte ihn weiter unentwegt an, ehe sie leise zu sprechen begann, obwohl man ihr deutlich ansah, dass es in ihr brodelte.
„Dann kann ich also davon ausgehen, dass es nicht nur einen Gang nach Hogwarts gibt. Und ich kann wohl auch davon ausgehen, dass es jene geheime Kammer unter dem See gibt, in denen du unterschiedliche Versuche betreibst", sagte sie langsam.
„Ja, es gibt die Kammer. Hat dir das nicht Nadal schon erzählt?", sagte Salazar zynisch.
„Nein… diese Information habe ich nicht von Nadal. Diese Information habe ich von einer Schülerin, die sich mir gerade anvertraut hat. Sie berichtete mir auch, dass du in dieser Kammer Basilisken züchtest. Jedenfalls hat sie Aelli gesehen, wie dieser ein Basiliskenei hochhielt… und ein Gespräch zwischen dir und Aelli mit angehört, in dem es um Basilisken ging. Ich nehme an, dass auch dies richtig ist?", sagte Helga, die weiterhin Salazar musterte. Ihre Augen blitzten vor Zorn, aber auch vor Abscheu. Salazar musterte Helga, ohne etwas zu sagen, so dass mehr als einen Augenblick lang Stille herrschte. Dann begann Helga unmerklich ihren Kopf zu schütteln, zog ihre Stirn kraus und seufzte. Obwohl man ihr ihren Zorn deutlich ansehen konnte, versuchte sie weiterhin ruhig weiterzusprechen.
„Wie sollen wir eine Einheit gegen den Bund aufbieten, wenn jeder hier nur sein eigenes Süppchen kocht? Wie kommst du darauf, in Hogwarts solche gefährlichen Tiere einzuführen oder gar züchten zu wollen? Aber was sage ich…nun gut, Salazar… außer mir, dir, Aelli und den vier Schülern, die in deine Kammer eingedrungen sind, weiß niemand von dieser Kammer und ihren Geheimnissen. Würde ich jetzt die anderen Lehrer von dieser Kammer in Kenntnis setzen, Salazar, wäre es um den Frieden in Hogwarts geschehen. Und ich weiß nicht, wie sich die gesamte Lehrerschaft entscheiden würde. Ich könnte mir gut vorstellen, dass man dich aus Hogwarts verbannen würde… doch genau das können wir uns gerade jetzt nicht leisten. Und auch du kannst dir das nicht leisten. Ohne Hogwarts, Salazar, ohne uns, würde dein Kampf gegen den Bund, der dir ja so wichtig ist, unmöglich sein. Wenn Hogwarts' Schutz für dich nicht mehr existiert… wir nicht für einander einstehen… dann wirst auch du ein karges Leben führen müssen. Erinnere dich, wie es war, von den Schergen des Bundes stets auf der Flucht zu sein. Jeden Tag sich fürchten müssen, entdeckt zu werden… und dann der Rache des schwarzen Eldormannes und vor allem deinem Vater ausgesetzt zu sein!"
Helga unterbrach ihre Worte, um Salazar zu mustern, der ihr wortlos zugehört hatte. Sie wusste, dass sie Recht hatte, denn in Salazars Gesicht, das zu einer Fratze verzogen war, war auch ganz deutlich der Hass auf seinen Vater hervorgetreten.
„Ich kenne dich schon lange, Salazar. Und wir haben zusammen schon einiges erlebt, deshalb Salazar, werde ich niemandem von dieser Kammer erzählen… und ich werde auch die vier Schüler verpflichten, niemandem etwas über diese Kammer zu erzählen. Doch im Gegenzug verlange ich vier Dinge von dir", sagte Helga schließlich. Salazar schaute sie erneut an, diesmal allerdings mehr als erstaunt.
„Und was sind dies für Dinge?", fragte Salazar.
„Zum einen verlange ich von dir, dass die Geheimgänge nach Hogwarts entweder versperrt oder entsprechend geschützt werden, so dass, sollte jemand sie benutzen, wir davon Kenntnis haben und Gegenmaßnahmen einleiten können. Ich denke mir, wir können so den Bündlern einige Überraschungen bereiten, denn Nadal wird diese Informationen natürlich an den schwarzen Eldorman weitergeben", sagte Helga mit einem Ton, der keinen Widerspruch duldete. Dabei zeigte sie auf einen ihrer Finger, als würde sie die vier Punkte abzählen.
„Auch ich habe daran bereits gedacht", sagte Salazar nickend und bestätigte somit den Punkt von Helga.
„Gut… zweitens, du vernichtest alle Basiliskeneier oder schon bereits geschlüpfte Tiere."
„Ich soll alle Eier vernichten? Aber warum? Sie sind ein wichtiger Bestandteil unserer Verteidigung. Nur mit ihnen werden wir gegen die dunklen Mächten des schwarzen Eldormannes bestehen können. Glaubst du, er wird sich darum scheren, was du und die anderen Lehrer über diese Tiere denken?", brach es aus Salazar hervor. Helga antwortete nicht gleich, sie schüttelte nur ihren Kopf. Dann, nachdem sie ihren Zorn hinuntergeschluckt hatte, versuchte sie ihm mit ruhiger Stimme zu antworten.
„Salazar! Diese Tiere gefährden in einer kommenden Schlacht nicht nur die Bündler… sondern auch unsere eigenen Leute. Kommt es zu einem Nahkampf… egal ob mit Schwertern oder Zauberstäben, werden die Basilisken kaum zwischen Angreifer oder Verteidiger unterscheiden. Und auch wenn du die Basilisken dirigieren könntest und sie unter deinem Befehl stehen würden, so würde dein Vater, der ja auch ein Parselmund ist, versuchen die Basilisken zu beeinflussen. Wer sagt mir, dass nicht eines dieser Monster sich dann gegen uns wendet. Kannst du mir schwören, dass es NIE zu einem solchen Szenarium kommen kann?"
Salazar schwieg. Man sah ihm an, dass es in ihm rumorte, denn abermals mahlte sein Unterkiefer an seinem Oberkiefer und abermals zuckte sein Mund verräterisch, doch er schwieg.
„Wenn es zu einer Schlacht kommt… und es wird zu einer solchen kommen, da bin ich mir sicher… dürfen diese Tiere nicht eingesetzt werden. Deshalb, Salazar, verlange ich von dir, dass die Eier vernichtet werden", sagte Helga nun mit bestimmender Schärfe. Salazar kniff seine Augen zusammen und atmete tief ein. Dann sackten seine Schultern schließlich nach unten.
„Ich denke es ist ein Fehler… aber ich will nicht alles gefährden, deshalb stimme ich deinem Vorschlag zu. Ich werde alle Tiere, die sich im Augenblick in meiner Obhut befinden, töten", sagte Salazar mit bestimmender Schärfe. Helga sah Salazar an. Es schien ihr, als würde er noch irgendetwas sagen wollen, doch er schüttelte nur den Kopf und schwieg. Helga hoffte, dass Salazar sein Wort halten würde… obwohl… sie konnte sich noch gut an Godrics einstige Worte erinnern, als sie ihn das erste Mal gesehen und er sich zum ersten Mal an sie gewandt hatte.
„Würdest du auf das Schwert aufpassen, Mädchen. Es ist sehr kostbar… und ich möchte es nicht verlieren. Ein Seher hat mir prophezeit, dass es einmal in einem Kampf mit einem Basilisken eine wichtige Rolle spielen wird. Ich weiß zwar nicht, wie ein Basilisk aussieht, aber es scheint ein gefährliches Tier zu sein… gefährlich genug für mich", hatte Godric damals gesagt, als er in den Kampf mit Nadal getreten war. Mit diesen Worten hatte Godric ihr, Helga, sein Schwert überreicht. Sollte dieses Schwert von Godric wirklich in einen Kampf mit einem Basilisken geraten… einem Basilisken, der aus einem der Eier Salazars ausgebrütet worden war? Sollte Salazar nicht alle seine Tiere vernichten wollen? Helga musste dem Zauberer vertrauen, dass er wirklich die Tiere, die sich in seiner Obhut befanden, vernichtete, doch irgendwie schien diese Prophezeiung des Sehers dennoch eintreffen zu wollen.
„ Nun… was sind deine weiteren Forderungen?", sagte Salazar mit ablehnender Stimme.
„Drittens… ich will, dass du alle anderen dort in der Kammer enthaltenen Geheimnisse und Tiere aus Hogwarts bringst. Ich will gar nicht wissen, was für Grässlichkeiten sich dort noch aufhalten. Die Schülerin, die sich mir anvertraute, sprach von schwarzer Magie, von der du Aelli etwas erzähltest. Du weißt, dass ich jeden, der sich mit schwarzer Magie abgibt, verachte. Aber solange es niemanden gefährdet, kann es uns in der Schlacht vielleicht helfen… auch wenn ich mich dafür selbst verachten müsste", sagte Helga, wobei sie sich vor Unbehagen schüttelte. Salazar nickte nur, als sei er damit einverstanden.
„Und viertens… verlange ich, dass du die Kammer für immer schließt und auf Hogwarts keine solchen Experimente mehr durchführst. Ich kann nicht verhindern, dass du solche Experimente gut heißt oder sie woanders weiterführst, das musst du mit dir selbst ausmachen, aber keinesfalls dürfen solche Experimente auf Hogwarts getätigt werden. Auch wenn es zur Schlacht kommt, möchte ich nicht, dass in Hogwarts irgendetwas aufbewahrt wird, was mit der schwarzen Magie zusammenhängt. Die Schüler dürfen von einer solchen Magie… oder den Folgen einer solchen Magie… nicht gefährdet werden", sagte Helga.
Salazar starrte Helga an, dann nickte er.
„Ich verspreche dir, die Kammer zu schließen. Allein ich oder einer meiner Nachfahren werden in der Lage sein, die Kammer wieder zu öffnen, so dass aus der Kammer keinerlei Gefährdung mehr für einen Schüler… deiner Schule… ausgehen wird", sagte Salazar feierlich. Helga nickte ebenfalls erleichtert und atmete tief ein.
„Nun… hast du noch etwas, was ich dir schwören soll?", fragte Salazar Helga mit bissigem Unterton, ehe er sich dann wieder seinem Trank widmete. Helga sah Salazar nur kopfschüttelnd zu, wie er die zerriebenen Zutaten in den Trank tat, ehe sie aus dem Raum ging. Sie wusste, dass ihr einstiges gutes Verhältnis zu Salazar von nun an stark gestört war… und dennoch wusste sie, dass sie sich auf Salazar verlassen konnte. Er würde die vier Punkte, die sie angesprochen hatte, erfüllen und neben ihr gegen den Bund kämpfen. Doch sollten sie den Bund gar schlagen, dann wusste Helga, dass Salazar ihre Gemeinschaft verlassen würde… oder es in einem fürchterlichen Konflikt endete.
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Hogwarts, der verbotene Wald, Januar 978 n. Chr.
Raegenhere atmete noch einmal tief durch, ehe er sich daran machte, den schweren Stein, der den Geheimgang versperrte, wegzudrücken. Er wusste, dass hinter diesem Stein Kälte und Schnee auf ihn warteten, doch er war glücklich, mit seiner Beute den Lehrern und Schülern der Burg Hogwarts entkommen zu sein. Nicht, dass jene ihn verfolgten… sie hatten ihn gar nicht wahrgenommen. Doch das stete Gefühl, irgendwann doch entdeckt zu werden, hatte gewaltig an Raegenheres Nerven gerüttelt. Dass er mehrmals nur durch Glück nicht entdeckt worden war, verstärkte den Effekt noch zusätzlich. Einmal gar hatte er das Gefühl gehabt, Salazar Slytherin, der ganz nahe an einem seiner Verstecke vorbeigegangen war, habe ihn gesehen… und doch war der alte Bekannte von Raegenhere ungeachtet weitergegangen.
Nun schien er in Sicherheit zu sein. Zudem hatte er diesen zweiten Geheimgang bei seiner ersten Erkundungstour nach Hogwarts gefunden, der nicht zwischen Hogwarts und Hogsmeade verlief, sondern die Burg mit dem nahen Waldstück verband. Jetzt konnte er unentdeckt in den Wald gelangen und dann durch den Schnee und die Kälte nach Hogsmeade zurückkehren, ohne wesentlich aufzufallen. Dass er dafür ein wenig Kälte und einen erheblichen Fußmarsch durch Schnee auf sich nahm, kam Raegenhere sogar nicht ungelegen. Konnte er sich doch Gedanken machen, an wen er die an sich genommenen Bücher aus der Bibliothek veräußern konnte und vor allem, was er mit den Unterlagen tat, die er in einem der Lehrerzimmer gefunden hatte. Diese Unterlagen hatte Raegenhere aus einem versteckten Buch herausgerissen. Es war ein Tagebuch gewesen… das Tagebuch der Helga Hufflepuff. Zunächst hatte er das große Buch, das er unmöglich vollständig mitnehmen konnte, achtlos zur Seite gelegt. Dann aber, mehr aus Neugier, hatte er begonnen einzelne Seiten des Buches zu lesen und war auf sehr wertvolle Informationen gestoßen. Informationen, die für einen normalen Zauberer nicht von Wichtigkeit gewesen wären oder die dieser gar nicht verstanden hätte. Doch Raegenhere war lange genug im Bund gewesen… und lange genug im Dunstkreis des schwarzen Eldorman. Er wusste, dass dieser nach solchen Informationen lechzte. Und nun endlich schienen diese Unterlagen die letzten Rätsel um das legendäre Schwert Hrunting, welches Helga Hufflepuff gehörte, lösen zu können.
Zudem hatte Raegenhere eine Karte von Hogwarts gefunden, die Helga während der Bauphase der Burg angefertigt hatte. Mit Hilfe dieser Karte wusste man genau, wo man sich in der Burg befand und wie man wo hingelangte. In den Händen des richtigen Mannes war diese Karte sehr viel Gold wert. Raegenhere hatte diese Unterlagen aus dem Buch herausgerissen und war schließlich aus Hogwarts geflohen. Er wusste, dass er sich nun auf den Weg machen musste, denn schon bald würde sein Diebstahl, auch derjenige der wertvollen Bücher aus der Bibliothek Hogwarts', bemerkt werden. Dann würde man seine Spuren verfolgen… und zu diesem Zeitpunkt wollte er schon nicht mehr in Hogsmeade verweilen. Er wusste noch nicht, wohin er gehen wollte, doch er wusste, dass es weit weg sein würde… weit weg von Hogwarts, Salazar und der Schlacht, die unausweichlich war. Allerdings auch nicht gerade in der Nähe des schwarzen Eldormannes. Vielleicht konnte er sich mit Hilfe des Goldes ein kleines Stück Land erwerben und zu einem Gutsbesitzer werden. Vielleicht gar ein Thegn. Diese Vorstellung erfreute ihn ungemein. Ihm war klar, dass die Unterlagen von Helga Hufflepuff ihm diese Goldmengen durchaus einbringen würden.
Natürlich hatte er nicht vor, diese Unterlagen direkt dem schwarzen Eldorman zu verkaufen. Doch er kannte den Namen eines Alchemisten in Sarum, einem Abu Musa Dschebec, der für den Bund arbeitete und der ihm sicher einiges an Gold für diese Informationen geben würde. Auf der anderen Seite… vielleicht würde Salazar oder gar diese Hufflepuff die Sachen auch zurückkaufen. Immerhin waren es Informationen, die in dem künftigen Kampf von Wichtigkeit sein mochten. Über den einen oder anderen Kaufmann in Hogsmeade konnte er mit den Gründern von Hogwarts in Kontakt treten und sehen, was diese Unterlagen für sie wert waren. Natürlich wusste Raegenhere, dass er von diesem Moment an von Salazar keine Milde zu erwarten hatte, falls jener ihn irgendwann einmal treffen würde… doch Raegenhere wusste auch, dass Salazar in der nächsten Zeit mehr als beschäftigt war mit der Vorbereitung der Schlacht. Und nach der Schlacht… nun ja, wer weiß, wen es dann noch gibt. Jedenfalls hatte Raegenhere keinerlei Skrupel, denn immerhin ging es ja um sein Leben, um sein Glück und seinen Reichtum.
Endlich konnte er den Stein, der den Geheimgang versperrte, zur Seite bewegen und kroch aus dem Gang. Als er schließlich gänzlich aus dem Geheimgang gekrochen war und auch seinen Sack mit den Büchern und den Unterlagen an sich genommen hatte, versperrte er den Geheimgang wieder mit dem Stein.
‚Wer weiß? Vielleicht brauche ich den Gang noch einmal!', sagte er sich und schob auf den Stein noch etwas Schnee, so dass der Eingang nun nicht mehr so deutlich zu sehen war. Fröhlich vor sich hin pfeifend machte er sich daraufhin auf den Weg nach Hogsmeade. Natürlich kam er schlecht voran, obwohl die Bäume eng aneinander standen und deshalb nicht so viel Schnee auf dem Boden lag, doch das Unterholz des Waldes hemmte sein Fortkommen genauso. Entsprechend vorsichtig ging Raegenhere auch über die abgestorbenen Äste und achtete dabei nicht auf die Umgebung.
‚Warum auch?', sagte er sich. 'Wer sollte sich hier schon blicken lassen. Hier sind keine Schüler oder Lehrer'.
Hätte er sich allerdings umgesehen, so wären ihm markante Spuren aufgefallen… Spuren, die keinesfalls von einem Menschen stammten.
Plötzlich stutzte Raegenhere, als er abermals über einen Ast stieg und nun neben einem etwas größeren Baum eine dieser kleinen Lichtungen erblickte, die immer wieder unverhofft im Wald auftauchten. Irgendetwas war nicht so, wie es sein sollte. Er schaute sich um, doch konnte er nicht sehen, was es war, als er plötzlich ein sirrendes Geräusch wahrnahm. Dann, von einem Moment auf den anderen, begann seine Schulter zu brennen und sein Arm schien sich nicht mehr so bewegen zu können, wie zuvor. Er schaute zur Seite, zu seiner Schulter und entdeckte, dass in ihr der Schaft eines Pfeils steckte. Ehe er sich auch nur etwas bewegen konnte, sausten weitere Pfeile aus dem Nichts heran, bohrten sich in den Boden, in den Baum neben ihm… und schließlich auch in seine Brust. Erschrocken, ja mehr erstaunt über die Schnelligkeit der Pfeile, sank Raegenhere auf die Knie. Umständlich versuchte er seinen Zauberstab zu ziehen, wobei er feststellen musste, dass sein verwundeter Arm kaum mehr zu gebrauchen war.
„Halt… nicht schießen. Ich…"
Weiter kam Raegenhere nicht, denn der nächste Pfeil bohrte sich in seine Kehle. Mit weit aufgerissenen Augen sank Raegenhere nach hinten weg, dann begann die Welt um ihn zu verschwimmen, ehe er schließlich sein Leben aushauchte.
„Schaut nach, ob er tot ist", sagte eine Stimme aus dem Unterholz gegenüber der Lichtung, woraufhin zwei Zentauren auf die Lichtung traten und langsam, sich stets umsehend, auf Raegenhere zugingen. Während der eine die Umgebung im Auge behielt und darauf gefasst war, dass im nächsten Moment weitere Menschen aus dem Wald traten, untersuchte der andere den toten Raegenhere.
„Ja, Mylord. Dieser Mensch ist tot", sagte der Zentaur, der Raegenhere untersucht hatte.
Nun traten drei weitere Zentauren auf die Lichtung, wobei der eine dieser drei ein Albino war. Mit einem arroganten Blick und leicht angewidert von dem Toten ließ Earpwald den Menschen untersuchen.
„Guter Schuss, Zentaur!", lobte er denjenigen, der den tödlichen Schuss abgegeben hatte.
Beinahe hätte dieser Mensch ihren Aufenthalt in diesem Wald entdeckt und damit einen möglichen Angriff auf das Zentaurenlager der Zentauren um Berin unmöglich gemacht.
„Hier liegt ein Sack, Mylord!", sagte einer der anderen Zentauren und wies auf die Habe Raegenheres. Earpwald nickte nur, dann trat er näher an den Toten heran.
„Ich weiß nicht… er kommt mir irgendwie bekannt vor. Ich weiß nur nicht, woher", sagte Earpwald leise und schüttelte den Kopf.
„Was ist mit dem Sack?", fragte noch einmal der Zentaur, der den Sack hochnahm und ihn Earpwald überreichte. Earpwald schaute kurz hinein, gab ihn dann aber dem Zentauren wieder zurück.
„Bücher! Erbärmlich! Aber… vielleicht kann der schwarze Eldorman mit diesen Werken und Unterlagen etwas anfangen. Wir werden sie ihm zusenden", sagte Earpwald zu dem Zentauren, der nun den Sack trug.
„Was machen wir mit dem Toten, Mylord?", fragte ein anderer Zentaur Earpwald.
„Wir nehmen ihn mit, bis wir ihn auf einer größeren Lichtung unter dem Schnee verscharren können. Hier könnte ihn jemand aus Berins Herde finden… und damit auf unsere Existenz stoßen. Ich will nicht, dass der graue Geist plötzlich in unserem Heerlager steht und unter meinen Getreuen wütet."
Die Nennung von Berins Zwillingsbruder Alo, der unter Earpwalds Zentauren nur noch der graue Geist genannt wurde, ließ die anderen Zentauren schaudern. Schnell nahm einer der Zentauren Raegenhere an seinen Füßen, zog ihn hoch und legte den Leichnam einem anderen über dessen Pferdekörper. Vorsichtig aber dennoch schnell verließen die fünf Zentauren die Lichtung… und nur wenige Augenblicke später lag diese wieder in vollkommener Ruhe, als wäre nicht vor wenigen Augenblicken ein Mensch hier zu Tode gekommen.
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Review-Antworten:
Fluffy: Vielen Dank für die beiden Reviews. Schön etwas von Dir zu hören. Nun, ich hoffe dieses kleine Kapitel ist ein geeignetes Geburtstagsgeschenk für dich. grins
Nun, du hast natürlich Recht. Der Muffliato-Zauber ist von Snape erfunden worden. Käse! Also werde ich den Zauber im letzten Kapitel noch ein klein wenig ändern müssen. Doch vielen Dank, dass du mich auf diesen Fehler aufmerksam gemacht hast. Hengist lässt sich wirklich auf ein gefährliches Spiel ein… aber er hat geeignete Zauberfähigkeiten, die nicht zu unterschätzen sind.
Nadal spielt wirklich alle Seiten aus. Aber der Grat wird immer schmaler, bis er schließlich sich entscheiden muss. Das siehst du ganz richtig.
Nun Aelli ist nicht der Schlangenmann, auch wenn er ein Parselmund ist. Aber er wird noch eine wichtige Rolle spielen.
Und ja, auch der Werwolf ist schon aufgetaucht. Noch nicht als wesentliche Figur, doch immerhin ist er, Marrok, der Anführer eines Werwolfrudels, das die Umgebung von Hogwarts unsicher macht. So wie Longbottom ja selbst sehen konnte.
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Informationen
Affodill
Der Affodill (engl. asphodel) ist eine Pflanze aus der Familie der Liliengewächse und vornehmlich im Mittelmeerraum, auf den Kanarischen Inseln und östlich bis Iran auf Weiderasen oder Brachland zu finden und immer in großen Gruppen anzutreffen. Eine sehr ausdauernde Pflanze mit dicken Wurzeln und schmalen langen Blättern. Zur Blütezeit bringt sie unzählige weiße sternförmige Einzelblütchen hervor, die in Rispen angeordnet sind. Je nach Art tragen die Blütenblättchen einen rot, grün oder blau gefärbten Mittelstreifen. Der Affodill besitzt eine Wuchshöhen von 50 bis 120 cm. Er besitzt fleischige, rübenartig verdickte Rhizome. Der Stängel ist aufrecht und meist blattlos. Die Grundblätter werden bis zu 60 cm lang und sind von graugrüner Farbe. Blütezeit ist von Mai bis Juli. Während der Antike galt diese Pflanzenart bei den Griechen als Trauerpflanze, die den Übergang in die Unterwelt erleichtern sollte. Aus dem Wermutaufguss von geriebenen Affodill lässt sich, wie im Buch „Harry Potter und der Stein der Weisen" erklärt wird, ein starker Schlaftrunk, der „Trank der lebenden Toten", herstellen.
Bucheckern
Bucheckern sind die Früchte der Rotbuche. Die dreikantigen Nüsse der Buche sitzen zu zweit in einem außen struppig-rauhen, vierlappigen Fruchtbecher (Cupula) und sind von einer braunglänzenden Schale umgeben. Reichen Fruchtbehang gibt es bei der Buche alle 5 - 8 Jahre. Bucheckern enthalten im Durchschnitt 15 - 20 Öl. Trotz der leichten Giftigkeit - die rohen Nüsse enthalten Alkaloide und Trimethylamin, was reizend auf Augen und Atmungsorgane wirkt (auch Fagin genannt) - wurde im 19. Jahrhundert (und in der Notzeit nach dem Zweiten Weltkrieg) aus den Nüssen in Ölmühlen Öl gepresst, welches sowohl beim Kochen als auch als Lampenöl Verwendung fand.
Pfeile
Ein Pfeil ist der Schusskörper einer Bogenwaffe. Pfeile wurden sowohl zum Kampf als auch zur Jagd benutzt. Sie konnten abgeschossen oder mit einem Katapult geschleudert werden, mitunter benutzte man - wie bei der Falarika - brennbares Material, um sie vor dem Schleudern anzuzünden und eine höhere Kampfwirkung zu erzielen. Der Pfeil ist prinzipiell ein gerader Stab, an dessen vorderen Ende eine Spitze und am anderen Ende Stabilisatoren aus echten oder Kunststofffedern angebracht sind. Ganz am hinteren Ende befindet sich die Nocke, die den Kontakt zur Bogensehne sicherstellt.
Das traditionelle Schaftmaterial ist Holz. Ein typischer Pfeilschaft ist etwa einen drittel Zoll dick. Die Biegesteifigkeit (der sog. Spine-Wert) wird in Pfund angegeben, und zwar so, dass der Wert in etwa der Zugstärke eines englischen Langbogens entspricht, für den der Pfeil geeignet wäre. Je nach Pfeilgewicht kann man auch die Geschwindigkeit eines solchen Pfeils messen. So ist ein 30 g schwerer Pfeil etwa 60 m/s schnell. Englische Kriegspfeile konnten aber auch schon 52 g wiegen, welche immerhin noch mit einer Geschwindigkeit von 40 bis 50 m/s auf das Opfer eintrafen.
Personen, die in diesem Kapitel der Geschichte Nosce te ipsum, 3. Buch, vorkommen. Die Personen, die kursiv geschrieben sind, sind erdacht (entweder von JKR oder von mir).
Abu Musa Dschebec
Gelehrter und Alchemist aus Sarum, arbeitet für den schwarzen Eldorman
Aelfstan
Bischof von London, nachdem Dunstan diesen Titel abgab, um Erzbischof von Canterbury zu werden. Ratsmitglied der Wölfe
Aelli
buckliger Schüler Hogwarts', kommt aus ärmlichen Verhältnissen, hat Visionen und Prophezeiungen
Aethelred
Sohn Edgars und Aelfthrith, späterer König Englands
Alo
Zentaur. Zwillingsbruder von Berin. Wird auf Grund seiner Jagd nach dem Adamas, den Insignien der Führerschaft der Zentauren, auch der „Graue Geist" genannt.
Berin
Zentaur. Sprecher der Zentauren von Hogwarts, Zwillingsbruder von Alo
Cedifor ap Einion
Neuer Hofzauberer Iagos, wurde durch Gwefrfawr ap Sywno ausgebildet. Erschuf das „besessene Buch"
Cuthbert
Sohn eines unbedeutenden Thegns aus Dorchester. Wortführer der ‚Slytherins'
Cynesige
Gestorben 964 n. Chr., ehemaliger Eldorman von Berkshire, Freund Dunstans, gehört zur Ostsächsischen Partei
Dunstan
Geb. 909 n. Chr. Gestorben 988 n. Chr., ehemaliger Abt von Glastonbury, ab 961 Erzbischof von Canterbury, Berater mancher Könige, angefangen von Edmund, über Eadred, Edgar bis zu Eduard. Gegner des Bundes und Zauberer
Dwynwen
Frau des verstorbenen Prinzen Ieuaf ap Idwal, Mutter von König Hyfaidd
Earpwald
ehemaliger Führer der Zentauren. Verbündeter des schwarzen Eldormannes
Edgar
König von England von 959 bis 975. Vater von Eduard, Edith und Aethelred
Edith
Uneheliche Tochter von König Edgar und der Nonne Wulfthrith. Aufgrund ihrer Zauberkräfte Schülerin in Hogwarts… gehört zu den ‚Hufflepuffs'
Eduard
König von England, Sohn von Edgar
Eirik Håkonsson
Stiefsohn von Hakon Sigurdson, dem Ladejarl von Tröndelag, Freund und Begleiter Svens, Gryffindorschüler
Godric Gryffindor
Sohn des Herrn von Tenby und Gryffindor, Mann von Melangell, Vater von Gyrth und Osdryd, Lehrer in Hogwarts für Verwandlung, Astronomie und Waffenkunde
Gunhild
Geliebte König Iagos von Gwynedd, im Bund der Wölfe tätig
Harald Blauzahn
König von Norwegen und Dänemark, Vater von Sven. Verwandt mit Helga Hufflepuff
Helga Hufflepuff
eine der vier Gründer Hogwarts', Ehefrau von Cedric, des Burgherrn von Hogwarts, Trägerin von Hrunting, Lehrerin in Hogwarts für Heilwesen, Heilpflanzen und Okklumentik
Hengist
Sohn von Cynesige, jetziger Eldorman von Berkshire, Enkel des schwarzen Eldormannes
Hyfaidd ap Ieuaf
Sohn Ieuaf ap Idwals, zunächst Geisel am Hofe Owains, dann mit Hilfe der Angelsachsen und Dyfeder ab 974 n. Chr. König von Gwynedd.
Iago ap Idwal
König von Gwynedd bis 974 n. Chr. Bis ins Jahr 979 n. Chr. versucht Iago, die Königskrone wieder zu erringen.
Marrok
Werwolf aus Wales
Merfyn ap Tungyr
Barde, auf Grund seiner Stimme und seines Aussehens Liebling der Frauen
Nadal Lynx
Werkatze, Jäger und Attentäter. Übernimmt Aufträge des Bundes
Osdryd
Tochter Godrics und Melangells. Schülerin in Hogwarts, gehört zu den ‚Slytherins'
Raegenhere
Ritter des Bundes, Informant und Spion Salazars, wird von Salazar nach Hogsmeade gebracht. Spioniert dort für Nadal.
Rhun ap Maredudd
Bruder Godrics, Berater Hyfaidd ap Ieuafs
Salazar Slytherin
jüngerer Sohn Solmens von Slytherin, Lehrer in Hogwarts in den Fächern Zaubertränke und magische Wesen.
Solmen Slytherin
Eldorman von Cornwall, Graf von Slytherin, Vater Salazars, Ratsmitglied der Wölfe
Sven
Sohn von Harald Blauzahn, später auch Sven Gabelbart genannt. Schüler von Hogwarts, gehört zu den ‚Gryffindors'.
Tortgyd
Walisische Schülerin von Hogwarts, kommt aus Dyfed. Gehört zu den ‚Gryffindors'
