DISCLAIMER: Nicht uns alles ihr!! Echt schade wenn ihr mich fragt.

Danke das ihr und schon bis hier begleitet. Und knuddel/flausch an jene die gereview't haben:

sevil: Krasse Leistung. Und knuddel für da Maraton-Lesen

Willhelmina Salazar Vidou: knuddel

kimi: Huhuuuu du bist wieder da… hugs

Gracie: Ja du hast recht. Draußen muss es leider weitergehen!

Besserweiss: hugya

Ellen: Also zu deiner Vermutung sage ich nur eines: Immer dran bleiben. grins

Samy: Nein, vom GSoL- Fieber gibt es keine heilung… lach

Kylyen: hugs

shinesun: Sorry, das nächste Mal wenn so eine schlimme Szene kommt schreiben wir ne Warnung.

sabysemilla: Ja, Sev beim Singen ist cool!!!!


The Green Side of Life

by The Slytherin Sisters

(Toyo Malloy & Lorelei Lee)

Chapter fifty-four

# 54 #

„Beim Kleinscheiden bestimmter Zutaten wie magischer Wurzeln und dem größten Teil magischer Pflanzen, ist besonders auf ein sauberes Schneiden zu achten. Vergewissern Sie sich welche Art des Schneidens der von Ihnen zu brauende Trank voraussetzt. Falsches Schneiden kann zu erheblichem Ungleichgewicht in der Zutatenzusammensetzung führen und kann bei bestimmten seltenen Wurzeln sogar zur kompletten Neutralisierung der Eigenschaften führen. Zum erfolgreichen Brauen eines Trankes sollten Sie daher sehr viel Wert auf die Sauberkeit und den guten Zustand Ihrer Schneidewerkzeuge legen…"

Harry blickte auf. Kein Wunder, dass die Hälfte seiner Tränke nie funktionierte. Er konnte sich aber auch nicht erinnern, dass Professor Snape das jemals im Unterricht erklärt hatte. Stand das vielleicht irgendwo in ihrem ersten Zaubertränkebuch? Harry konnte sich nicht erinnern. Er seufzte.

Er saß mit überkreuzten Beinen in einem der großen Sessel im Gemeinschaftsraum der Gryffindors. Er konnte es kaum fassen, dass er den kompletten gestrigen Tag unten in den Kerkern verbracht hatte. Er war erst spät in den Turm zurückgekehrt und war, nachdem er seinen Freunden ein schönes Weihnachten gewünscht hatte, ins Bett gegangen. Heute Morgen war er aufgestanden und Ron und Hermine hatten ihn sofort mit Fragen gelöchert, doch er hatte nicht besonders viel erzählt. Er dachte immer wieder daran, dass er aus einer ausführlichen Erzählung Snape nicht würde raushalten können und er wusste dass, wenn der Professor auch nur den kleinsten Verdacht hegen würde, Harry hätte irgendetwas seinen beiden Freunden erzählt, würde er dafür büßen müssen. Harry hatte nicht gerade Lust auf noch eine ellenlange Strafarbeit und so blieben seine Erzählungen nur oberflächlich.

Die Gryffindors hatten sich danach in den Gemeinschaftsraum begeben, hatten die Reste ihrer Schokovorräte zusammen geschmissen und gefrühstückt. Harry hatte dann Draco's Geschenk ausgepackt und sich mit dem Lernschachspiel an den Tisch gesetzt. Ron war sofort Feuer und Flamme für das Spiel gewesen und wollte zugucken wie es funktionierte. Harry durchlitt die erste Lektion und fragte sich automatisch, ob der weiße König das Fluchen und Beleidigen bei Snape gelernt hatte. Nachdem das Spiel ihm angeraten hatte doch bitte vor der nächsten Lektion ein Buch über grundlegende Schachzüge zu lesen und Ron in hysterisches Gelächter ausgebrochen war hatte Harry das Spiel wieder weggeräumt.

Er schloss sich Hermine an, die eines ihrer neuen Bücher las und fischte Snape's Geschenk hervor und hatte zu lesen begonnen. Er musste zugeben, dass es nicht schlecht war. Hermine hatte nicht schlecht geguckt als Harry mit großem Ernst angefangen hatte in dem Buch zu lesen und Ron begann zu behaupten, dass Snape ihn wahrscheinlich einer Gehirnwäsche unterzogen hatte. Harry hatte sich nicht beirren lassen. Obwohl es schon seltsam war, dass er seine freie Zeit mit dem Lesen eines Buches über Zaubertränke verbrachte, denn es war wirklich nicht sein Lieblingsfach.

„Iiiiiiiiiiihhhhhh!!!!" Ginny's Schrei durchbrach die Stille im Gemeinschaftsraum.

Ron, der ein wenig in seinem Sessel eingenickt war, riss die Augen auf und richtete sich in Sekundenschnelle auf. Seine Augen blinzelten verschlafen und auf seinem Gesicht zeichnete sich ein Ausdruck von Schock ab. Harry hatte sein Buch fallen lassen, seine Hand presste sich gegen seine Brust und er versucht seinen Herzschlag unter Kontrolle zu bekommen. Auch Hermine und den anderen schien es nicht besser zu gehen.

„Was um alles in der Welt ist los mit dir, Ginny?! Einfach so loszubrüllen. Ich hab gedacht ich krieg ´nen Herzkasper",fauchte Ron, der es alles andere als komisch fand auf diese Art geweckt zu werden. Ginny war immer noch kreidebleich. Sie zeigte mit einem ausgestreckten Finger auf Harry, der immer noch wie verdattert auf dem Sessel saß. Ron und Hermine blickten ihn fragend an. Er zuckte nur mit den Schultern.

„In… in den Haaren… es bewegt sich...." stammelte Ginny und erst jetzt schien bei Harry der Groschen zu fallen. Er griff mit seiner Hand in sein Haar und fischte Soraya, die kleine rote Schlange hervor. Sie schien zu schlafen und erst als Harry sie komplett aus seinen Haaren gewühlte hatte, zischte sie leise.

„Meister? Habe ich euch gestört?" fragte die Schlange besorgt.

„Nein Liebes, du hast nur einen meiner Freunde erschreckt. Ich sollte dich besser vorstellen, dann kannst du weiterschlafen." Harry blickte zu seinen Freunden auf und grinste. „Keine Angst, Ginny, das ist nur Soraya, meine Schlange. Sie hat auf mir geschlafen." Die Gryffindors standen im Kreis um Harry und blickten geschockt auf die kleine Schlange in Harry's Hand. „Ist sie nicht süß?" fragte Harry unschuldig.

„Na ja", meinte Hermine. „Ein etwas seltsames Geschenk für einen Gryffindor, würde ich sagen. Es ist doch ein Geschenk gewesen, oder?" Harry nickte nur.

„War ja klar, dass Malfoy dir so etwas schenken würde. Vielleicht ist es ein Versuch dich zu beeinflussen?" spekulierte Ron.

„Quatsch!" winkte Harry ab. „Außerdem war das nicht das Geschenk von Draco. Mr. Malfoy hat sie mir geschenkt."

„Malfoy bleibt Malfoy, egal ob senior oder junior", warf Ginny ein, die noch nicht vergessen hatte, wie gemein Draco in der Sache mit Winky zu ihr gesprochen hatte. Harry konnte nur den Kopf schütteln.

„Darf ich die mal anfassen, Harry?" fragte Hermine. Harry lächelte und nickte. Sie streckte die Hand nach der kleinen Schlange aus, zögerte einen Moment bevor sie ihre Finger über den Köper der Schlange gleiten ließ. „Wie glatt sie sich anfühlt..." meinte sie erstaunt.

„Komm. Du kannst wieder schlafen", sagte Harry und Soraya zischte freudig als sie sich wieder in Harry's Haar grub.

„Warum schläft sie auf deinem Kopf?" fragte Ron verwundert.

„Sie ist noch klein und mag es auf mir zu schlafen. Und da ich mich ständig bewege … mir ist keine anderer Platz eingefallen und sie mag es dort." Die Gryffindors blickten ihn an und versuchten hinter seine seltsame Art von Logik zu kommen.

Doch allmählich kehrte der Gemeinschaftsraum zur seiner feiertäglichen Ruhe zurück. Hermine und Ron hatten sich nun auf der Couch niedergelassen. Ron bettetet seinen Kopf im Schoß des brünetten Mädchens während sie zur Lektüre ihres Buches zurückkehrte.

„Ach, sag mal, Harry?" sagte Hermine zu Harry ohne von ihrem Buch aufzublicken. „Hast du schon den Brief von Schnuffels gelesen?"

„Ich hab einen Brief bekommen?" fragte Harry begeistert. „Nein, hab ich noch nicht. Wo ist er? Kam er gestern an?"

Hermine belächelte sein kindlich-glückliches Verhalten.

„Der Brief müsste noch auf deinem Nachtisch liegen. Er kam gestern Abend mit einer Eule."

„Ich bin oben!" verkündetet Harry freudig und raste, das Zaubertränkebuch immer noch in der Hand, die Treppen in den Schlafsaal hoch. Er schmiss sich gutgelaunt auf das Bett, legte das Buch auf dem Nachttisch ab und griff nach dem Brief den er seltsamerweise heute Morgen übersehen hatte. Er war merkwürdig dick und nur ein einzelnes Wort stand auf dem Umschlag. ‚Harry'

Harry riss ihn auf. Aus dem Umschlag fiel ein Ring. Harry besah sich das Schmuckstück genau. Es schien ein Siegelring zu sein. Er drehte den Ring hin und her, betrachtete die silberne Farbe und das kleine Wappen, aus dem deutlich ein verschnörkeltes ‚B' hervorstach. Er legte den Ring beiseite und begann den Brief zu lesen.

Lieber Harry,

ich wünsche dir fröhliche Weihnachten. Glaub mir, ich wäre jetzt am liebsten bei dir um mit dir die Weihnachtstage zu verbringen. Ich hoffe jedenfalls, dass du eine gute Zeit mit deinen Freunde verlebst und dass Remus dich nicht allzu sehr mir Snape's Anwesenheit gequält hat.

Harry konnte nicht anders, als an dieser Stelle zu kichern.

Wenn doch, dann lass dich nicht unterkriegen. Der alte Schleimbolzen ist nicht halb so zäh, wie er dich glauben machen will.

Wie läuft so dein kleines Techtelmechtel mit Jung-Malfoy??

Harry wurde rot.

Anbei findest du mein Weihnachtsgeschenk an dich. Das ist der Familienring der Blacks. Das soll dir sagen, dass du für mich weit mehr bist als nur das Patenkind, Harry. Für mich bist du mein kleiner Sohn und ich bin stolz wie ein Vater, wenn ich sehe zu was für einem erstaunlichen jungen Mann du dich entwickelt hast. Ich möchte immer für dich da sein, Harry, als Freund, als Vertrauter und als Vater. Ich hoffe du hältst mich jetzt nicht für komplett verrückt…aber ich würde dich gerne adoptieren! Natürlich nur wenn du willst. Ich weiß, eine Adoption ist nicht mehr notwendig, denn wenn du aus Hogwarts kommst wirst du erwachsen sein, aber ich möchte dich wirklich gerne als meinen Sohn, auch rechtlich gesehen.

Zu meinem Auftrag kann ich dir leider nicht all zu viel sagen. Geheimsache, du weißt schon… Aber ich kann dir soviel sagen, dass Voldemort seltsam ruhig ist die letzte Zeit. Und du weißt ja was man über sagt über Hunde die nicht bellen. Also, pass besonders gut auf dich auf, denn ich will dich nicht im Krankenflügel sehen wenn ich zurückkomme. Mein Auftrag wird mich noch ein paar Wochen in Anspruch nehmen, aber ich werde noch vor Beginn der Schule wieder in Hogwarts sein. Ich hoffe wir werden dann die Möglichkeit haben über alles zu sprechen.

Bis dahin, pass auf dich auf.

Ich liebe dich

Dein Sirius

Harry, der nun absolut geschockt auf das Pergament blickte, versuchte sein rasendes Herz zu beruhigen. Sirius wollte ihn als Sohn. Sein Griff festigte sich um das Pergament. Erst jetzt bemerkte er die zweite Seite. Mir schnell pochendem Herzen blätterte er um und starrte auf die Kopie eines, wie es ihm schien, offiziell aussehenden Dokumentes. Sein Herz setzte eine Sekunde lang aus.

Ich, Sirius Black, im Vollbesitz meiner körperlichen, geistigen und magischen Kräfte, erkläre Harry James Potter zu meinem Erben und meinem Sohn in allen rechtlichen Lagen…

Harry konnte nicht mehr weiter lesen. Er blickte auf die drei Unterschriften, Sirius', Professor Dumbledore's und Mr. Weasley's und seine Augen füllten sich mit Tränen. Sein wässriger Blick fiel auf den Ring, der auf seinem Kopfkissen lag und er griff danach. Er ballte seine Faust fest darum und weinte hemmungslos.

Jeder der Harry Potter in diesem Moment gehört hätte, hätte wohl angenommen im nächsten Moment einen todtraurigen und deprimierten, ja vielleicht sogar verzweifelten Harry vorzufinden, der sein Leid und seine Sorgen allein in sein Kissen schluchzte. Doch das war nicht der Fall. Harry lag auf seinem Bett und sein Gesicht war alles andere als traurig. Obwohl er weinte, strahlte sein Gesicht und sein Schluchzen mischte sich mit Lachen, Freude und Glück sprühten regelrecht aus seinen Augen, während er sich in seinem Bett hin- und herrollte, nicht wissend wohin mit seiner Überschwänglichkeit und seiner Freude. Und währende er sich langsam wieder beruhigte und glücklich sein Kissen gegen seine Brust drücke, ein Lächeln tiefster Zufriedenheit auf seinen Lippen, konnte man ganz deutlich den silbernen Ring an dem Mittelfinger seiner rechten Hand sehen.


Die Tür des Lehrerzimmers öffnete sich.

„Jetzt da ich dich sehe, weiß ich eindeutig, dass die ruhigen Feiertage vorbei sind. Es bleibt einem auch wirklich gar nichts erspart", seufzte Lucius und sah von seinen Notizen auf.

„Hättest du nicht Dumbledore diese Lüge untergeschoben, wären wir jetzt beide nicht hier und ich könnte immer noch in Lyon auf der Couch meiner Großtante liegen und mich mit Kaffee und Kuchen bedienen lassen. Aber Mister Oberschlau musste ja improvisieren." Romulus legte seine Bücher auf den Tisch und setzte sich. Er saß Lucius gegenüber und die beiden blickten sich einen Moment lang an bevor sie sich voneinander abwandten.

Sie hatten sich zähneknirschend darauf geeinigt, sich im Lehrerzimmer zu treffen, da keiner dem anderen einen ‚Heimvorteil' durch Benutzung des jeweils eigenen Büros gewähren wollte.

Lucius heftete seinen Blick stur auf seine Notizen. Er hatte von vornherein ein schlechtes Gefühl gehabt, sich mit Blayden zu treffen, aber wie sollte man zusammen einen Club führen, wenn man die Stunden nicht zusammen plante. Noch schlimmer, als sich mit Blayden abgeben zu müssen, war, sich vor einer Meute dämlicher Bälger zu blamieren. Doch er würde bestimmt nicht deswegen nett zu Blayden sein. Eher würde Voldemort in einer Muggel-Karaoke-Bar ‚Dancing Queen' von ABBA singen.

Romulus saß genau wie Lucius da - mit seinem Blick auf seinen Aufzeigungen. Er hatte die Zähne fest aufeinander gepresst um nicht laut los zu schreien. Er hasste es, wenn jemand eine derartige Wirkung auf ihn hatte. Es war einfach alles Malfoy's Schuld. Langsam fragte er sich, ob es nicht vielleicht doch einfacher gewesen wäre sich mit Dumbledore's tadelnden Blicken herumzuschlagen. Leider Gottes musste sein Bruder sich ausgerechnet in den besten Freund dieses Bastards verknallt haben. Er seufzte.

„Malfoy." „Blayden."

„Was?" „Was?"

Beide blickten sich wieder an. Das konnte ja nichts werden. Romulus heftete seine braunen Augen auf Lucius silbergraue und begann erneut das Bedürfnis zu bekämpfen seinen Zauberstab zu ziehen.

„Fang du am Besten an, Malfoy. Schließlich haben wir es ja deiner tollen Idee zu verdanken jetzt hier zu sein." Romulus lehnte sich auf seinem Stuhl zurück und verschränkte die Arme vor der Brust.

Lucius ballte seine Hände zu Fäusten. „Ich habe weder gesehen noch gehört, dass du zur jener Zeit eine bessere Idee gehabt hast, Blayden. Du hast mal wieder beschlossen den einfachen Weg aus der Affäre zu nehmen, nämlich andere die Arbeit machen zu lassen. Das ist typisch für dich. Selbst dein Gehirn ist sich zu schade um zu denken", zischte der Blonde.

Wieder verkeilten sich die beiden Männer in einem Duell der Blicke, während sie in ihren Köpfen eine Litanei von Flüchen sangen. Romulus, dem das Ganze langsam anfing auf die Nerven zu gehen, war der Erste der die angespannte Stille in dem Lehrerzimmer unterbrach.

„Wie wäre es wenn du einfach anfängst mit dem Plan für die Stunde. So sind wir vielleicht schnell hier wieder raus."

Lucius nickte nur kurz und griff nach einer der Notizen.

Doch auch dieser Plan ging nicht auf, denn wie zu erwarten konnten sich die zwei Männer nur auf wenige Punkte einigen. Während Lucius die erste Stunde mit Verteidigungszauber verbringen wollte, wollte Romulus leichte Angriffszauber durchnehmen. Sie waren sich uneinig über die Aufteilung, die Teilnehmerzahl der einzelnen Gruppen und die verschiedenen Vorführungen. Das einzige in dem sie sich einig waren war, dass keiner von ihnen sich vor den Kindern lächerlich machen wollte.

Ungefähr eine Stunde später war der Plan für die erste Stunde auf über zwanzig verschiedenen Pergamentstücken aufgezeichnet und Lucius hatte Kopfschmerzen. Er blickte mit einem fast hilflosen Blick auf die verschiedenen Pergamentstücke und ging im Geist noch einmal die einzelnen Punkte durch. Romulus schrieb währenddessen immer noch an dem Ablauf ihrer Demonstration. Da sich beide nicht über den Weg trauten war es klar, dass jeder einzelne Fluch vorher besprochen werden musste.

Lucius schob die einzelnen Pergamentstücke auf dem Tisch hin und her bis er zufrieden war, dann zückte er seinen Zauberstab. Romulus zuckte sichtbar zusammen und Lucius konnte sich ein Grinsen nicht verkneifen als er sah, wie die Hand des dunkelhaarigen Lehrers automatisch zu seinem Zauberstab griff.

„Nervös?" fragte Lucius, während er die Notizen zu einem einzelnen Blatt Pergament zusammenschmolz.

„Halt die Klappe!" fauchte Romulus zurück und beendete seine Notizen. „So - fertig."

„Dann zeig mal her. Accio Pergament."

Romulus warf ihm einen finsteren Blick zu, als das Blatt Pergament in Lucius' Hand flog. Der Blonde überflog nur kurz die Aufzeichnungen bevor er das Blatt mit der flachen Hand auf den Tisch knallte. „Das ist ein Scherz, oder?"

„Was denn?! Das waren die Flüche und Gegenflüche auf die wir uns geeinigt hatten."

„Das meine ich nicht. Es ist die Aufteilung. Du kannst ja wohl kaum von mir erwarten, dass ich mich einfach so angreifen lassen. Dass du mir Fluch um Fluch an den Hals schmeißt und ich mich nur verteidige wie ein Nichtskönner", entgegnete Lucius aufbrausend. Er würde sich von Romulus nicht zum Narren halten lassen.

„Ach ja, und dein Vorschlag war wohl besser? Du wollest schließlich einen Schildbruch an mir demonstrieren. Ich lasse mich doch nicht von dir vor den Kindern auf die Bretter jagen", verteidigte sich Romulus.

„Ich leite den Kurs! Verstanden?! Und ich werde dir keinesfalls als Zielscheibe dienen."

„Irgendwie müssen wir ja deine Unerfahrenheit als Lehrer ausgleichen!"

„Was? Das ist wohl ein Witz. Von wegen Unerfahrenheit! Deine lächerlichen Erfahrungen mit Duellen müssen wir ja irgendwie kaschieren, also sei ein netter Assistent und lass jemanden ran, der Ahnung von der Sache hat."

„Jetzt pass mal auf, Schlampe. Ich habe hier von uns die meiste Erfahrung, wohingegen du dich vor ein paar Wochen um nichts anderes gekümmert hast als um dich selbst. Also machen wir es so wie ich es sage!" brüllte Romulus.

Lucius ging um den Tisch herum bis er nur noch einen Schritt von Romulus entfernt war. Sein Blick war abschätzend und herablassend. „Jetzt sage ich dir mal was, du Wichser. Mit dem Duellieren haben ich hier die meiste Erfahrung, also spiel dich nicht so auf. Ich werde dich verhexen und du wirst schön alles abwehren wie ein braver Junge, um uns nicht zu blamieren."

„Du selbstherrlicher Bastard, wie kannst du es wagen…" schnaubte Romulus zurück. Ihre Augen bohrten sich regelrecht ineinander und nur ihr letztes bisschen Willenskraft und die Tatsache, dass sie sich immer noch im Lehrerzimmer befanden, hielt sie davon ab, die Zauberstäbe zu ziehen. „Ich frage mich wie die Welt es ertragen kann einen so arroganten, egozentrischen, eitlen Mistkerl wie dich zu beherbergen."

„Vielleicht auf die selbe Art wie sie ein nichtsnutziges, anmaßendes und sich selbstüberschätzendes Arschloch wie dich ertragen kann."

Es trennten sie nun kaum mehr als ein paar Zentimeter. Die Spannung zwischen den beiden war so deutlich, dass man sie fast in Form von Elektrizität sehen konnte.


Remus öffnete seine Augen und blickte auf den Kamin in dem nur noch eine schwache Glut leuchtete. Er streckt sich und rieb sich den Schlaf aus den Augen. Er konnte nicht glauben, dass er wirklich wieder eingeschlafen war. Er konnte sich noch daran erinnern, dass er am Morgen nach einer weiteren atemberaubenden und erotischen Nacht mit Severus aufgestanden war und sie zusammen vor dem Kamin gefrühstückt hatten. Er blickte an sich herunter und sah, dass Severus ihn mit einer warmen Decke zugedeckt hatte. Er lächelte. Er musste wohl während dem Gespräch noch einmal eingeschlafen sein.

Er erhob sich und ging ins Bad. Ein kurzer Blick auf die Uhr sagte ihm, dass es gleich Zeit für das Mittagessen war. Er sah mit einem Lächeln auf die verschlossene Tür von Severus' Labor. Remus wusste genau, dass Severus wahrscheinlich wieder voller Eifer über einem brodelnden Kessel hing und an irgendetwas arbeitete. Der Mann war ein wahrer Workaholic. Mit guter Laune sprang er ins Bad, duschte schnell und zog sich an.

Leise klopfte er an die Tür des Labors, aber er bekam keine Antwort. Er klopfte noch einmal. „Severus?" fragte er und öffnete die Tür. Er sah sofort den schwarzhaarige Mann voll konzentriert über einem Buch sitzen, neben ihm brodelte ein Kessel. Er blickte auf.

„Na? Endlich wach?" Severus lächelte und erhob sich aus dem Stuhl. Er warf einen kurzen Blick in den Kessel und klappte dann sein Buch zu. Er ging zu Remus hinüber und hauchte dem Werwolf einen Kuss auf die Wange.

„Warum hast du mich nicht geweckt? Es wäre zu schade den zweiten Weihnachtstag einfach so zu verschlafen. Morgen fangen doch die Kurse an." Remus legte die Arme um Severus und grinste von Ohr zu Ohr. So sollte das Leben immer sein. Immer und Ewig.

„Wenigstens bist du rechtzeitig zum Mittagessen aufgewacht.Wir können nicht schon wieder fehlen... es ist sowieso ein Wunder, dass Albus uns für den gestrigen Tag beurlaubt hat

„Psst! Sei nett." Remus legte seinen Finger auf Severus' Lippen.

„Das habe ich gar nicht nötig!" murrte Severus künstlich beleidigt. „Komm lass uns gehen." Er fasste Remus bei der Hand und zog ihn aus dem Labor.


„Zum letzten Mal, wir werden auf keinen Fall Aurora Nexus oder Exodrus in den ersten Stunden zeigen. Glaubst du ich bin scharf darauf Dumbledore erklären zu müssen warum sich seine Schüler in den Gängen mit Kampfzaubern aus dem Auroren-Training beschießen? Ich bin doch nicht lebensmüde! Und du willst Erfahrung haben? Das ich nicht lache." Lucius Stimme war rau vom vielen Schreien. Seitdem diese Diskussion begonnen hatte, hatten sich die beiden Männer nur noch angeschrieen.

„Diese Zauber gehören zum Standard-Kampfwissen. Standard! Verstehst du die Worte die aus meinem Mund kommen: Stan-dard!! Das heißt, für Blonde, dass die nichts anderes als Grundwissen sind. Ich dachte, wir sollten diesen Schülern eine Chance gegen den Dunklen Lord und seine Aasgeier geben. Und die lassen sich ja wohl kaum mit einem Petrificus beeindrucken. Du müsstest das doch wissen, doch warst doch mal Mitglied in dem Club", grollte Romulus.

Lucius' Augen weiteten sich für einen Moment, bevor er sie sich zu Schlitzen verengten. „Kannst du nicht einfach die Klappe halten! Das ist zwar Hogwarts, aber du solltest so etwas hier trotzdem nicht sagen. Du könnest uns alle in Gefahr bringen, du hirnloser, plebejischer…"


„Glaubst du Lucius ist da?" fragte Remus als er und Severus an dem Gemälde von Hogwarts vorbeikamen, das Lucius' Räume verschloss. Auf einem Baum im Vordergrund war eine Schleiereule zu sehen. „Vielleicht will er ja mit zum Essen?"

Severus schenkte dem Werwolf ein gnadenlos schönes Lächeln. Für ihn bedeutete es viel, dass Remus sich mit Lucius verstand. „Warum nicht, natürlich nur wenn er schon wach ist." Er drehte sich zum Gemälde und sagte das Passwort: „Schokoladeneclair." Die Schleiereule auf dem Bild flötete leise und plusterte sich auf, dann wurde der Eingang freigegeben.

„Schokoladeneclair?" fragte Remus, geschockt über die Tatsache, dass Lucius einen Nachtisch als Passwort benutzte. „Wie kam er denn auf das Passwort?"

„Es liegt am Gemälde, meint er. Es hat früher einmal Albus gehört und es akzeptiert nur Süßigkeiten als Passwort", meinte Severus kopfschüttelnd. Sie betraten den Wohnbereich. „Lucius? Luc, bist du da?" Doch es kam keine Antwort.

„Vielleicht ist er schon zu Tisch", schlug Remus vor.

Severus zuckte mit den Schultern. Die beiden machten sich auf zur großen Halle. Die meisten der Schüler hatten bereits gegessen. Nur Draco, ein paar seiner Freunde und einige Ravenclaws waren noch am Tisch. Severus und Remus begrüßten Draco, der Zaubertranklehrer nickte seinen Schülern zu und sie setzten sich.

Beim Nachtisch fragte Severus Draco: „Mister Malfoy?"

„Ja, Sir?" der blonde Junge brach das Gespräch das er mit Blaise Zabini führte ab und blickte zu seinem Paten hinüber.

„War Ihr Vater heute schon zu Mittag?" fragte er.

„Nein, Sir. Er war noch nicht hier. Vielleicht arbeitet er noch in seinem Büro. Er vergisst manchmal die Zeit beim Arbeiten." Draco schmunzelte. Severus registrierte die Aussage mit einem Nicken und der Junge kehrte zu seinem Gespräch zurück.

„Das würde wirklich zu ihm passen", kommentierte Remus. Die beiden beendeten ihr Essen und verließen die große Halle.


„Nein!" „Doch!" „Nein!" „Doch!" „Nein!" „Doch!" „Nein!" „Doch!" „Nein!" „Doch!"

„Doch!" „Nein!" „Doch!" „Nein!" „Doch!" „Nein!" „Doch!" „Nein!" „Doch!" „Nein!"

„Ich kann es nicht glauben, dass wir so tief gesunken sind und uns schon streiten wie kleine Kinder", seufzte Romulus erschöpft.

„Da kannst du mal sehen was du für eine Wirkung auf mich hast, Blayden." Lucius hob einige der Pergamentblätter mit den Notizen vom Boden auf. „Und warum das alles? Weil du nicht einsehen kannst, dass du falsch liegst. Und natürlich, weil du glaubst mich verarschen zu können, doch das hier ist kein blödes Poker-Spiel sondern das wahre Leben!"

„Ich kann es nicht glauben, dass du mir immer noch dieses Poker-Spiel vorhältst. Wie nachtragend bist du eigentlich, dass du mit immer noch diese uralten Geschichten unter die Nase reibst?" fragte Romulus mehr als nur genervt. Er hatte Hunger und war, obwohl erst früher Nachmittag sein konnte, schon todmüde.

„Tu nicht so scheinheilig. Als ob du mir nicht bei jeder passenden Gelegenheit die Tatsache ins Gesicht schmierst, dass du mich als Rache für deine kleine Schlampe von Cousine ausgetrickst hast", fauchte der Blonde zurück.

„Meine Cousine ist keine Schlampe, klar!"

„Ach, ja?!"

„Du hast kein Recht so über sie zu reden, Malfoy. Sie ist ein gutes Mädchen … und sie flirtet nur ein bisschen … aber sie ist keine Schlampe…"

„AHA!" Lucius konnte nicht umhin den seltsamen Ton in Romulus' Stimme zu hören und sich seinen Teil dabei zu denken. „Sie hat dich auch angemacht! Gib es zu, du heuchlerischer Bastard, verteidigst hier deine unschuldige Cousine, obwohl sie sogar dich angemacht hat?! Ich glaub's ja nicht. Blayden, du bist das letzte!"

„Ich werde dich derartig verhexen, dass du nicht einmal mehr deinen Namen schreiben kannst", grollte der brünette Zauberer gefährlich. Lucius lächelte nur böse und stemmte seine Hände in die Hüften.

„Das will ich sehen…"

In diesem Moment ging dir Tür auf und Remus und Severus betraten das Lehrerzimmer.

Sie hatten Lucius nicht in seinem Büro angetroffen und hatten auf gut Glück die Bibliothek aufgesucht und zuletzt beschlossen, im Lehrerzimmer nachzusehen.

„Sowie ich das beurteilen kann, wirst du schon am Boden liegen noch bevor du deinen Zauberstab ziehen kannst." Keine Sekunde später hielten die beiden ihre Zauberstäbe in der Hand.

Remus, der die Gefahr eines anstehenden Duells förmlich riechen konnte, trat mit ruhiger Stimme an die beiden heran. Severus versuchte noch ihn zurückzuhalten, doch er scheiterte. „Rhyll, Lucius! Bitte, kein Streit, wir sind hier im Lehrerzimmer."

„Du glaubst also ich habe nicht das Zeug dazu, dich zu schlagen? Das letzte Mal habe ich dich ins Krankenhaus gehext", sagte Romulus drohend und überhörte die Worte seines Bruders vollkommen. Auch Lucius schenkte ihnen nicht gerade besonders viel Beachtung.

„Du vergisst wohl, wo du damals gelandet bist. Hätte der Typ das Duell nicht unterbrochen dann wärst du jetzt bestimmt nicht hier - das kann ich dir sagen."

„Bitte ihr zwei, müsst ihr denn unbedingt streiten? Könnte ich euch nicht vertragen?" Remus versuchte die beiden zu Räson zu bringen. „Ihr seid doch beide erwachsene Männer... warum reicht ihr euch nicht…"

„Halt dich hier raus, Remus!" schrieen Romulus und Lucius gleichzeitig, dann blickten sie sich wieder böse an.

„Wir haben uns nur gefragt wo du bist, Lucius. Das Mittagessen ist vorbei und du warst nicht da", warf Severus vorsichtig ein.

Das fing Romulus' Aufmerksamkeit. „Was? Schon vorbei? Scheiße. Das ist alles deine Schuld, Malfoy!"

„Halt die Klappe und benimm dich nicht wie ein Kind." Er wandte sich dem Tisch zu, sammelte alle herumliegenden Pergamente zusammen und stopfte sie zurück in eine der Mappen. „Ich gehe jetzt in die Küche. Guten Tag, die Herren." Und mit diesen Worten schritt er mit hocherhobenem Kopf durch die Tür.

„Hey Malfoy! Warte! Glaubst du, du bist der einzige der hier Hunger hat??" Romulus verschwand ebenfalls und Remus stand noch immer an derselben Stelle, an der die beiden ihn angeschrieen hatten. Er wusste nicht, was er von der ganzen Sache halten sollte, doch er wusste, dass er es nicht verdient hatte, so behandelt zu werden. Er hatte es schliesslich nur gut gemeint. Je länger er es sich überlegte, desto wütender wurde er.

„Ich habe dir doch geraten, dich nicht einzumischen", tadelte Severus und fing sich einen von Remus' eher nicht so netten Blicken ein.

„Und was hätte ich deiner Meinung nach machen sollen? Sie sich prügeln lassen? Die zwei waren auf dem besten Wege ein ausgewachsenes Zauberduell mitten im Lehrerzimmer zu beginnen. Hätte ich etwa zusehen sollen?" mürrisch verschränkte der Werwolf seine Arme vor der Brust.

„Genau das hätte ich dir geraten. Sie sind erwachsen, Remus, und wir sollten uns in ihren kleinen Privatkrieg nicht einmischen. Denk' einmal nicht gar so gryffindoresk. Komm, lass uns jetzt zurückgehen. Ich kann mir bei weiterem schönere Sachen vorstellen als hier dumm rum zu stehen."


Draco verließ mit seinen Freunden die Halle. Er hatte sich aus den Gesprächen ausgeklinkt und lief automatisch zwischen Crabbe und Goyle, die ihn durch die Gänge der Kerker führten. Seine Gedanken waren immer noch beim Essen, oder besser gesagt bei der Tatsache, dass Harry nicht einmal zum Mittagessen erschienen war. Draco hätte ihn gerne gesehen. Er verkniff sich ein Seufzen. Ihre Beziehung, wenn man das so nennen konnte, war durch die Festtage mehr als auf den Kopf gestellt worden. Sie hatten sich geküsst - in der Nacht vor dem ersten Weihnachtstag hatten sie sich geküsst. Es war ein sanfter und so vielsagender Kuss gewesen. Draco schaffte es einfach nicht, diesem Erlebnis keine Bedeutung beizumessen, denn sein Innerstes sagte ihm, dass aus diesem kleinen Moment bald etwas neues, schöneres anfangen würde.

Genau das war Draco's Problem. Er lief er mit seinen Freunden, doch eine innere Stimme schrie ihn regelrecht an, zu Harry in den Gryffindorturm zu rennen und diese Sache endlich klarzustellen. Was taten sie hier? Das hier war einfach nichts Halbes aber auch nicht Ganzes und diese Tatsache begann an Draco's Nervenkostüm zu zerren. Das einzige das ihn davon abhielt Harry endgültig zur Rede zu stellen war, weil er Angst hatte Harry zu verschrecken.

Doch Draco war nicht umsonst ein Slytherin. Er machte den Entschluss ihre Beziehung spätestens bis zum Anfang der Schule endlich auf das nächste Level zu ziehen. Er wollte so viel mehr von dem Gryffindor. Die Erinnerung an ihre kleine alkoholisierte Session auf dem Boden von seinem Zimmer war immer noch mehr als präsent in seinem Gedächtnis und er erinnerte sich wie sich Harry's Haut unter seinen Händen angefühlt hatte, wie ihre Körper wie Puzzelteile aneinandergepasst haben, der Geschmack von seinem Mund und die mit Leidenschaft getränkten Augen… Alles war noch da und er wollte es noch einmal erleben. Heute, morgen, übermorgen - bis sie genug hatten und Draco hatte das Gefühl, dass er von Harry nie genug bekommen würde.

Plötzlich spürte er einen Schlag auf seiner Schulter. Er blickte auf Morag der ihn mehr als irritiert ansah. „Au, du Stümper. Musste das sein?" fragte Draco und rieb sich die Schulter. Wenn er einen blauen Fleck bekommen würde, dann würde er Morag schmerzlich verhexen.

„Ich versuch schon seit über fünf Minuten deine Aufmerksamkeit zu bekommen und du starrst nur in die Gegend. Und sei nicht so empfindlich du bist nicht aus Zucker." Morag wandte sich beleidigt ab und Draco konnte nicht anderes als seufzen. Jetzt da seine Harry-Phantasie so schamlos unterbrochen worden war, konnte er sich genauso gut Morag's kleinen Problemchen widmen.

„Morag, sei nicht eingeschnappt und sag was los ist!" Draco versuchte trotzdem nicht allzu genervt zu klingen. Morag beschleunigte seine Schritte und murrte: „Vergiss es. War sowieso blöd dich zu fragen."

Draco wollte gerade zu eine mehr als gekränkten Antwort ansetzen da stützte Vincent kumpelhaft seinen Arm auf Draco's Schulter und flüsterte:

„Der gute Morag ist ganz verzweifelt, denn er hat ein Geschenk von einem heimlichen Verehrer bekommen und weiß jetzt nicht was er tun soll." Hinter ihnen begannen Millicent, Pansy und Blaise zu kichern. Draco zog nun sehr interessiert die Augenbrauen hoch. Wer hätte gedacht, dass er durch nur zwei Tage Abwesenheit in seinem Haus doch tatsächlich ein so entscheidendes Stückchen Klatsch verpassen würde.

Er löste sich von Vincent, der Greg nun ebenfalls erheitert angrinste. Kein Wunder, dass Morag so eine Laune schob. Er konnte sich vorstellen, dass der Junge wegen dem Geschenk von seinen Freunden in den letzten Tage tierisch aufgezogen worden war. Er holte mit schnellen Schritten den Jungen ein, griff ihn beim Ärmel und zog ihn in einen der Gänge, die wieder zurück in Richtung der großen Halle führten. Er drehte sich nur kurz um und rief den anderen ein ‚sind gleich wieder da' entgegen und schleifte einen protestierenden Morag hinter sich her.

„Draco, lass mich los. Komm schon, ich bin heute nicht aufgelegt für solche Scherze", beschwerte sich Morag, ließ sich aber weiterhin mitziehen. Draco bog kurz vor dem Zaubertranklabor wieder ab und Morag fragte sich langsam wo er hingeführt wurde. Sie blieben erst ein paar Gänge weiter vor einem Landschaftsbild von Hogwarts bei Nacht stehen. Draco flüsterte ein Passwort und das Bild gab den Eingang frei.

„Wo sind wir?" fragte Morag und sah sich in dem prächtig eingerichteten Wohnzimmer um.

„Das sind die Räume meines Vaters", antwortete der blonde Slytherin. Er wies Morag an, sich auf die Couch zu setzten. Einen Augenblick später hielt Draco ihm ein Glas mit Wein entgegen und setzte sich neben ihn. „So - hier sind wir ungestört. Also, was ist los?"

Morag blickte ich unsicher um. „Bist du sicher, dass dein Vater nichts dagegen hat?" fragte Morag und kassierte nur ein lachendes Kopfschütteln von Draco. Er atmete tief durch und begann zu erzählen. „Ich hab ein Geschenk bekommen... von einem Verehrer", meinte er etwas unschlüssig.

„Ja?" hakte Draco nach.

„Es ist ein Junge!" stieß Morag aus und wurde rot. Draco lächelte und quittierte das ganze mit einem: „Aha... und?"

„Merlin, Draco, es ist Anthony Goldstein", erläuterte Morag, nun vollends außer Fassung. „der sprichwörtliche Gott des Ravenclaw-Hauses. Reich, gutaussehend und intelligent. Was will der von mir, der kann das unmöglich ernst meinen mich auf den Neujahrsball als Begleitung zu wollen. Sieh mich doch an", Morag deutete an sich herab und ließ merklich den Kopf hängen.

Draco konnte nicht anders als seinen Klassenkameraden zu mustern. Morag war keine Schönheit, nicht im allgemeinen Sinne jedenfalls. Er blickte auf einen Jungen in seiner Größe mit halblangen, hellbraunen Haaren und graublauen Augen.Morag war ein impulsiver Junge und für einen Slytherin seltsam emotional. Er explodierte genauso schnell wie er beleidigt war, anfing zu lachen oder traurig werden konnte. Er war jemand der kein Blatt vor den Mund nahm und allen die Meinung sagte ohne Rücksicht auf Verluste, etwas das ihn auch innerhalb Slytherins nicht besonders beliebt machte. Er hatte nur eine einzige Unsicherheit und zwar sein Äußeres.

Draco wusste woher das kam. Er hatte bei einigen Besuchen bei den McDougalls Morag's älteren Bruder Kerry kennen gelernt. Ein typischer Schönling der oberen Schicht, der manchmal mehr Make-up trug als seine Mutter und mit seinen imposanten Roben und Scharen von Verehrern – zumindest Draco's Meinung nach - Gilderoy Lockhart Konkurrenz machen wollte. Draco konnte den Typen nicht ausstehen. Kerry schien jedenfalls besonders gerne auf seinen Bruder herabzusehen. In schönen Abständen kamen immer wieder Kommentare über Morag's etwas glanzloses Aussehen, natürlich absolut brüderlich wohlwollend.

„Ich will nicht das Gespött der kompletten Schule werden nur weil mich Goldstein vor versammelter Gesellschaft abservieren wird."

„Was hat er dir denn geschenkt?" fragte Draco interessiert. Morag zog aus der Tasche seiner Robe eine feine Kette mit einem sternenförmigen Anhänger hervor. Die Kette war nicht über die Maßen prunkvoll. Sie war schlicht und schön. Draco gefiel das Geschenk, es schien wohl überlegt ausgewählt worden zu sein. Ein bisschen zu viel Aufwand für einen Ravenclaw- Scherz, fand Draco. Er legte freundschaftlich eine Hand auf Morag's Schulter und meinte mit einem Grinsen auf den Lippen: „Meiner Meinung nach solltest du gehen."

Morag sah ihn einen Moment lang kritisch an, nickte aber dann.

„Falls es ein Scherz sein sollte, mach dir keine Sorgen. Wir werden uns ansprechend rächen", versicherte Draco seinem Mitschüler.

Beide Slytherins tauschten einen vielsagenden Blick.


tbc.


A/N: So das ist das letzt Update für dieses Jahr, aber keine Panik im Januar geht es weiter. Ich hoffe euch hat das Chap gefallen und ihr reviewt und fleißig, denn davon leben wir schließlich… Weitere Infos auf in unserer Yahoo!Group


Severus: Was tut Lorelei da.

Toyo: Sieh ließt einen Manga!

Severus: Was ist das???

Lucius (mit einem Manga-Band in der Hand): Das ist cool!

Toyo verdreht die Augen.

Severus (reißt Lorelei den Manga-Band aus der Hand)

Lorelei: Hey, es wurde gerade spannend.

Severus: Durchblätter sichhinsetz

Lorelei: Hey, ich will das zurück. Das ist mein Band „Ludwig II"

Severus: Ich geb´ ihn dir später… interessiert les

Lucius: (gibt Toyo den Band „Second Love" Info: ist ein boylove comic mit viel lemon!!): Hast du Band 2??

Toyo: (sieht auf die flehende Lorelei): Ist im Schrank! lach