Besuch bei Narcissa
Hinter einem dicken Baumstamm, die ihm ganzen Wald um sie herum zahlreich vertreten waren, beobachtete Hermine wie die Tür zum Hauptgebäude von Malfoy Manor geöffnet wurde und Lucius heraustrat. Er drehte sich zur offenen Tür herum, wo Narcissa im Türrahmen stand, beugte sich zu ihr hinunter und küsste sie auf die Wange. Danach drehte er sich wieder herum, direkt in ihre Richtung sodass sich Hermine vorsichtshalber hinter dem Baumstamm verkroch ehe sie wieder langsam nach vorne blickte und gerade noch mitansehen konnte wie Lucius weg apparierte. Seufzend beobachtete sie wie Narcissa, sich noch einen Moment lang versicherte dass niemand zu sehen war bevor sie die schwere Tür verschloss. „Gutes Mädchen." murmelte Hermine, bevor sie sich ein Herz nahm und hinter ihrem breiten Versteck hervortrat. Schnellen Schrittes bewegte sich das Mädchen zu dem großen Gittertor, sprach einen Spruch denn sie von Severus wusste. Erleichtert stellte sie fest, dass die Mitte beinahe durchsichtig wurde und trat wenige Momente später durch. Kaum auf der anderen Seite stellte sie erstaunt fest, dass das eiserne Tor augenblicklich wieder seine ursprüngliche feste Form angenommen hatte. Rasch eilte sie zu dem großen Eingangsbereich und klopfte mittels magischer Verstärkung an die Tür. Dabei benutzte sie eine bestimmte Abfolge von bestimmten Klopfzeichen. „Ich hoffe sie erinnert sich nach all den Jahren noch daran." meinte Hermine leise, die mit jeder Sekunde die verging nervöser wurde.
Zu ihrer Erleichterung hörte sie von der Innenseite des Hauses laute, aber vorsichtige Schritte die sich der Tür näherten. Langsam, für Hermine eine gefühlte Ewigkeit, wurde die schwere Türe geöffnet und Narcissa blickte fragend hinaus. Als sie Hermines veränderte Gestalt erblickte, zog sie überrascht ihre Augenbrauen nach oben hoch. „Wer bist du? Wie hast du das Gittertor überwunden?" „Narcissa, ich bin es." begann sie zögerlich mit leiser Stimme. „Wieso nennst du mich Narcissa, nur meine Familie und engste Freunde dürfen mich so nennen! Ich muss dich nun bitten zu gehen!" empörte sich die Frau vor ihr und wollte bereits die Türe wieder verschließen. „Ich gehöre doch zu deinen Freunden Narcissa. Ich bin einmal deine beste Freundin gewesen." erwiderte sie rasch und war froh, wie die Frau vor sich in ihren Tun inne hielt. Fragend blickte sie erneut zu ihr, dem Mädchen das sie nun verkörperte. „Wieso tust du das? Wieso verletzt du mich indem du behauptest jemand anderes zu sein der bereits seit vielen Jahren tot ist!" „Weil ich es bin Narcissa." „Beweise es!" Hermine überlegte einen Moment lang ehe ihr die kleine Büchlein mit der schwarzen Magie wieder einfiel sowie die eigentlichen Gründe für ihre Zeitreise." „Meine Söhne, allem voran Jeremiah oder wie du ihn nennst Geminius! Zudem weiß ich, dass du entgegen der weit verbreiteten Meinung kein dunkles Mal trägst aufgrund dessen was mir selbst widerfahren ist!"
Narcissas Augen weiteten sich augenblicklich und ihre Kinnlade fiel buchstäblich herunter. „Hermine? Aber wie ist das möglich, wieso siehst du aus wie ein junges siebzehnjähriges Mädchen?" begann die Frau ihr unzählige Fragen zu stellen. „Lässt du mich erst einmal eintreten? Danach werde ich dir in Ruhe alles erzählen!" bat Hermine sie. Nickend öffnete Narcissa die Tür, trat zur Seite und ließ das Mädchen eintreten. Rasch schloss die die schwere Türe, zückte ihren Zauberstab, legte einen zusätzlichen Sperrzauber auf die Tür sowie einen Schweigezauber. „Kann ich dir etwas anbieten?" fragte Narcissa unbeholfen nachdem sie sich minutenlang schweigend angesehen hatten. „Ein Tee wäre wunderbar und eine weiche Sitzgelegenheit." „Dann gehen wir am Besten in den Salon." meinte ihre frühere Freundin. „Du kennst noch den Weg dahin?" Hermine stimmte ihr nickend zu und folgte ihr sodann die Treppen hinauf. Ohne es zu wollen, begannen sie alte Erinnerungen an das Frühlingsfest heimzusuchen. „Es ist lange her." murmelte Hermine als sie die Treppen hinter sich gelassen hatten und unmittelbar vor der Tür standen, wo sich dahinter der Salon. „War es nicht ebenfalls hier gewesen, wo der dunkle Lord damals…" begann Narcissa zögernd. „Ja, es war genau hinter dieser Tür gewesen." entgegnete Hermine grimmig und entsprechenden Gesichtsausdruck. „Als der dunkle Lord gefallen ist, habe ich das Zimmer komplett renoviert. Du wirst es nicht wiedererkennen." Nickend beobachtete Hermine wie Narcissa die Zimmertüre öffnete und sie zuerst eintreten ließ. Zu ihrer großen Überraschung hatte ihre Freundin nicht übertrieben, denn es war tatsächlich nichts mehr von der damaligen Einrichtung zu erkennen, selbst die Fenster waren nun vollkommen anders angeordnet. „Das hast du gut hinbekommen Narcissa!" merkte Hermine an.
Diese nickte während sie dem Mädchen einen Platz auf der Couch anbot. Mittels eines Schwenks des Zauberstabs zauberte sie ein Teesservice mit frischen Tee herbei. „Gibt es bei euch keine Hauselfen mehr?" „Doch, aber ich benutze sie für solche Kleinigkeiten nur wenn Lucius da ist." „Wo ist er eigentlich? Ich habe vorhin gesehen wie er weg appariert ist." „Er hat einen Termin im Ministerium. Die melden sich alle paar Jahre wegen irgendwelchen Recherchen alter Fälle dergleichen." erzählte sie während Hermine vorsichtig von ihrer Teetasse nippte. „Wieso bist du hier Hermine und vor allem in dieser Gestalt?" Das Mädchen blickte von der Tasse, die sich in ihrer Hand befand hinauf direkt in Narcissas Augen. „Ich komme aus der Zukunft." „Weshalb?" Überrascht zog Hermine eine Augenbraue nach oben. „Du bist gar nicht überrascht?" „Nein, du hast dies schon einmal gemacht also warum solltest du es nicht wieder tun?" Das Mädchen stellte nickend, die Tasse vor sich auf den kleinen Tisch ab. „Also?" fragte die Frau mit den dunklen Haaren nochmalig. „Ich bin hier um zu verhindern, dass Voldemort in der Zukunft wieder auferstehen kann." Augenblicklich weiteten sich Narcissas Augen. „Wie?" flüsterte sie furchtvoll. „Du weißt es bereits, ich kann es in deinen Augen sehen." „Nein…" hauchte die Ehefrau von Lucius Malfoy und schlug sich dabei die Hand vor den Mund. „Jeremiah wird in der Zukunft furchtbare Taten begehen Narcissa. Ich muss dies unter allen Umständen verhindern!" „Also hat der dunkle Lord doch bei ihm Erfolg gehabt?" Hermine zuckte mit den Schultern. „Das kann ich dir nicht sagen, aber ich muss verhindern dass er zu diesen bösen Wesen wird, dass ich in der Zukunft erlebt habe."
Hermine rechnete damit dass Narcissa sofort entgegnen würde, dass sie sicherlich Unrecht habe und Jeremiah oder Geminius wie er von seinen Zieheltern genannt wurde, nicht dies tun könne. Doch zu ihrer neuerlichen Überraschung geschah nichts dergleichen, denn die Frau vor ihr fuhr sich nachdenklich durch ihr langes dunkles Haar, das bereits einige weitere weiße Haarsträhnen aufwies. „Narcissa, wieso sagst du nichts zu den Dingen, die ich dir gerade erzähle?" „Weil euer Sohn schon immer anders war als es beispielsweise Draco war. Es sind Dinge geschehen, die uns äußerst beunruhigten und dennoch hatten wir immer nur das Beste für ihm gehofft." Das Mädchen nickte. „Wie kann ich dir helfen?" „Ich weiß, dass sich Jeremiah in eurer Obhut befindet. Dein zukünftiges Ich hat es mir verraten kurz bevor sein Überfall stattgefunden hatte." „Willst du zu ihm?" „Nein, ich darf ihn unter keinen Umständen begegnen. Vor allem nicht in dieser Gestalt hier!" „Das bringt mich gleich zu meiner nächsten Frage, wer bist du überhaupt? Wieso siehst du so aus? Hast du einen Vielsafttrank eingenommen?" „Nein ich habe keinen Vielsafttrank eingenommen. Und du weißt genau wer ich im Moment bin Narcissa. Mir vor brauchst du keine Spielchen spielen." meinte sie mit einem schnippischen Tonfall. Die Angesprochene nickte bevor sie ihr erwiderte: „Es tut mir leid Hermine, aber ich musste ihm damals versprechen, dass nichts und niemand über Janes Existenz erfährt." „Wegen dem dunklen Lord?" Narcissa konnte nur nicken. „Wer hat dich um dieses Versprechen gebeten?" „Es war Severus gewesen, gleich nachdem er seine Erinnerungen an eure gemeinsame Vergangenheit zurückerhalten hatte." Überrascht weiteten sich Hermines Augen, bevor sie murmelte: „Das sind in der Tat interessante Neuigkeiten." „Du hast nichts davon gewusst?"
„Nein, ich hatte keine Ahnung. Ich habe Jane erst kennengelernt, als ich euch in der Zukunft wegen Jeremiah aufgesucht hatte. Zu spät wurde mir erst klar welch bedeutende Rolle sie in der ganzen Sache spielt." „Ich nehme an, du kannst mir nichts darüber erzählen." „Noch nicht Narcissa, ich muss erst herausfinden was es mit Jeremiah genau auf sich hat." „Ich kann dir da leider auch nicht weiterhelfen, da er oben liegt und schläft." „Ich weiß, du hast dies mir schon einmal erzählt. Dieses Mal müssen wir herausfinden warum dem so ist und was wir dagegen unternehmen können!" Die Frau ihr gegenüber verstand worauf sie hinauswollte. „Wie willst du das bewerkstelligen Hermine? Wir haben alles versucht, aber letzten Endes haben wir uns dann einfach nicht getraut." „Ich werde euch jemanden schicken, dessen Fähigkeiten für solche Fälle genau geeignet sind." „Wir werden ihn empfangen und gewähren lassen." erklärte Narcissa ernst während sie ihre Hände auf die von Hermine legte. „Ich danke dir Narcissa. Doch da ist noch etwas worum ich dich bitten muss!" „Alles." „Ihr müsst dafür sorgen, dass ich als eure Nichte Hogwarts besuchen kann. Es ist für meine Mission unerlässlich dass ich dort als Schülerin mich aufhalte." „Was machen wir wegen der echten Jane, die gerade die Beaubaxtons in Frankreich besucht?" wollte Narcissa besorgt wissen. „Ich werde nicht lange genug hier sein damit es auffällt, denn ihr wolltet ohnehin sie bald nachhause kommen soweit ich weiß." Die Frau ihr gegenüber bejahte. „ In Ordnung, ich werde unverzüglich mit Lucius darüber sprechen. Gibt es etwas, dass ich ihm nicht mitteilen darf?" Überrascht zog sie ihre Augenbrauen hoch. „Du würdest für mich deinen eigenen Ehemann anlügen?" „Wenn ich es muss und es zum Wohle unseres Sohnes ist sowie von uns allen, dann ja!"
Innerlich zolllte Hermine ihrer alten Freundin den größten Respekt bevor sie leicht lächelte. „Keine Sorge, du kannst ihm alles erzählen. Ich weiß anhand diverse Erlebnisse aus der Zukunft, dass er auf der richtigen Seite steht." Nickend leerte Hermine ihre Teetasse bevor sie sich erhob. „Was ist mit Severus? Ist er in deine Pläne involviert?" „Ich habe mit seinen Porträt gesprochen. Doch werde ich nicht ich es sein, der mit ihm zusammenarbeiten wird sondern jemand anderes." „Wirst du mir verraten um wem es sich dabei handelt?" „Tut mir leid Narcissa, das kann ich noch nicht. Du wirst es aber früh genug erfahren und dementsprechend deine Handlungen darauf ausrichten." Stumm nickte sie dem Mädchen vor sich zu. „Gut, dann werde ich dir dein Zimmer für die Dauer deines Aufenthaltes zeigen, zumindest bis du wieder nach Hogwarts gehst." Dankend folgte Hermine der Herrin des Hauses aus dem Salon hinaus.
Der Wechsel in ihrer Rolle als Jane Malfoy stellte sie einfacher heraus, als sie gedacht denn Minerva stellte keine Fragen da sie gemeinsam mit Narcissa das Schulleiterbüro aufsuchte. Für ihre ehemalige Hauslehrerin war sie einfach das Mädchen Jane, dessen Onkel und Tante Lucius und Narcissa Malfoy waren. Dank der eigentlichen Gene sortierte sie auch der Hut ohne weiteres in das Schlangenhaus und somit saß die dann eines Abends am langen Tisch der Slytherins, über ein Buch gebeugt als sie einiges Gemurmel hochblicken ließ. Obwohl sie ihm nie in ihren Leben gesehen hatte so wusste so sogleich um wem es sich bei dem Neuzugang, über den die Schüler schon den ganzen Tag über wild getuschelt hatten, handelte. „Hey Leute, das ist Tristan." Flüchtig blickte sich der junge Mann mit den schulterlangen dunklen Haaren umher und Hermine traf es wie einen Schlag, als sein Blick kurz den ihrigen streifte. Er besaß nicht nur die Augen seines Vaters sondern war beinahe das Ebenbild von eben diesen. Obwohl sie ihm eigentlich die Ruhe der langsamen Eingewöhnung wünschen sollte, so wusste sie das sie schnell möglichst auf sich aufmerksam machen sollte, denn nur so wäre es ihr möglich sein Leben zu retten. Sie erinnerte sich, dass in ihrer eigenen Anfangszeit sie von den meisten anderen Mitschülern als Besserwisserin und furchtbar neugierig abgestempelt war. Was lag also näher, als genau dort bei ihm anzusetzen. „Wieso bist du in Slytherin gelandet, wenn dein Bruder doch in Hufflepuff ist?" fragte sie laut in die Runde hinein. Sichtlich überrascht blickte Tristan nun zu ihr, ebenso wie Carlisle der Vertrauensschüler des Schlangenhauses. „Weil ich nicht der leibliche Bruder von Teddy bin." antwortete er mit emotionslosen Gesicht ehe sein Blick auf das Buch fiel, das sie zwischen ihren Händen fiel. Es handelte sich um das Lehrbuch von Zaubertränke, aus dem sechsten Jahrgang.
Während sie sich bemühte wieder eine der besten des Jahrgangs zu sein, bestand ihre Hauptaufgabe darin in der Schülermenge unterzugehen, anonym zu bleiben. Nur so konnte sie für seine Sicherheit garantieren oder es zumindest versuchen. Aus diesem Grunde hielt sie sich den Großteil ihrer Zeit entweder in der Bibliothek oder im Gemeinschaftsraum auf. An einem Abend saß sie mal wieder in ihrer Lieblingsecke, in der sie schon Jahre zuvor mit Severus immer gesessen war und studierte einige Bücher über die Verteidigung gegen die dunklen Künste als sie leises Gelächter hörte. Vorsichtig schloss sie das Buch vor sich, erhob sich und schlich die Bücherregale entlang, auf der Suche nach der Quelle des Geredes. „Ich sag euch, die Alte hat ihm eingeladen sich bei den Auswahlvorgängen für das Quidditchteam zu bewerben." hörte sie Goyle sagen. Kaum hatte sie das Wort Quidditch vernommen spitze Hermine ihre Ohren, denn es war genau jenes Ereignis das ihren Sohn das Leben kosten sollte Und ohne das Leben ihres jüngeren Sohnes wäre jenes ihres Älteren zweifelsohne verloren, auch in dieser Zeit. Und dies musste sie unbedingt verhindern, denn es musste eine Chance für die Zukunft geben. Eine Zukunft in der ihre beiden Söhne bestenfalls leben konnten ohne eines riesigen Damoklesschwerts, namens Voldemort, oberhalb ihrer Köpfe. „Ich werde ihn herausfordern und wenn ihr in zwei Tagen, in der Früh wach werdet, wird Tristan Tonks in die Geschichte eingehen, als jener Schüler der keine vier Wochen an dieser Schule überlebt hat." Während Hermine gequält ihre Augen verdrehte lachten die anderen Jungen laut auf. „Richtig Goyle, gut so!" feuerten sie ihm an. „Dir wird das Lachen noch vergehen Goyle!" zischte Hermine während sie beobachtete wie die Clique rund um den Goylenachwuchs die Bibliothek verließen.
Atemlos blickte Harry auf die heftigen Verwirbelungen vor sich, die sich in seinem kleinen Denkarium befanden. „Was haben Sie gesehen Potter?" Der Mann verdrehte genervt die Augen, denn sein alter Professor war sehr sprunghaft was die Bezeichnung seiner Person anbelangte. „Ich habe gesehen, was mit mir passieren wird und zu welcher eiskalten, skrupellosen Person Jeremiah werden wird sofern ich ihm nicht helfen kann." „Ist es so wie ich es befürchte?" „Ja und bei weitem noch viel schlimmer. Severus, er hat Hermine mehrfach gedroht. Er hat sie tatsächlich in Jane verwandelt doch mit einen bestimmten Hintergrund. Er wollte seinen eigenen Fehler dadurch ausmerzen." Snapes Kopf schoss in die Höhe. „Was wollen Sie damit sagen?" „Vor ihrer Verwandlung hat er erwähnt, dass es Janes Schicksal wäre eines Tages ihren Körper für seine Wiederkehr zur Verfügung zu stellen. Er will das Voldemort zurückkehrt!" „Das ist das Schlimmste, das uns passieren konnte!" „Was sollen wir nun tun?" Minutenlang überlegte Severus ehe er tief durchatmete und zu Harry blickte. „Wir werden nicht darum herum kommen." „Was meinst du?" „Wir werden die Hermine in der Gegenwart darüber informieren müssen. Jane hat mir erzählt, dass sie es selbst viel zu spät erfahren hat und es ratsam wäre dass sie dieses Mal gleich zu Beginn einbezogen werden wird. Es erklärt eventuell auch die Alpträume die sie hat." „Haben Sie die Hermine aus der Zukunft diesbezüglich gefragt?" Snape nickte. „Sie hat damit nichts zu tun, es könnte aber sein dass es Jeremiahs Werk ist aus der Zukunft. Er ist so skrupellos und versucht alles Notwendige um sie zu bestrafen." „Was soll das heißen?" „Er gibt ihr und mir, seinen Eltern, für alles die Schuld. Hätten wir ihn damals nach der Geburt nicht weggeben hätte er nie vom dunklen Lord benutzt werden können."
Harry schüttelte erschüttert den Kopf. „Nach dem was ich gesehen habe, hatte sie mehrfach versucht ihm vom Gegenteil zu überzeugen." „Deswegen ist es wichtig, dass wir Hermine alles erzählen." Ungläubig sah er seinen ehemaligen Lehrer an. „Wirklich alles? Severus waren es nicht deine eigenen Worte gewesen, dass wir sie nicht mit einbeziehen sollen?" „Das war bevor wir das alles wussten, was wir jetzt wissen." „Was ist mit Ron? Was tun wir wegen ihren Kindern, Rose und Hugo?" „Das wird sich zeigen. Ernsthaft, sie hat ihren Sohn Hugo genannt?" Skeptisch zog er seinen Augenbrauen dabei in die Höhe. „Ja, soweit ich weiß war es Rons Idee gewesen." „Das klingt auch eher nach Weasley und nicht nach Hermine." „Gut, wie haben Sie sich das vorgestellt? Soll ich mit ihr reden oder wie soll das Ganze ablaufen?" „Sorgen Sie dafür, dass Hermine Sie besucht und zwar alleine! Ich will ihren Ehemann nicht dabei haben! Danach werden Sie Ihr die Erinnerungen zeigen und damit meine ich alle! Zuerst die von unserer gemeinsamen Vergangenheit und danach die von ihren zukünftigen Ich, sprich von Jane." Nickend verstand Harry. „In Ordnung, aber es wird für sie ein Schock sein!" „Es erging mir damals vor knapp achtzehn Jahren nicht wesentlich anders, als plötzlich vor mir meine Schülerin stand, die ein Baby in den Händen hielt und mir erzählte dass ich der Vater jenes Kindes sei." Betroffen presste er die Lippen zusammen und blickte zum großen Fenster, das sich hinter seinen Schreibtisch befand. „Gut, dann werde ich ihr unverzüglich schreiben." „Nein, es besteht die Gefahr das Weasley ihre Post lesen könnte. Zum Schluss spinnt er sich dann irgendeine eifersüchtige Geschichte wieder zusammen, sowie damals bei Ihrer Hocruxsuche." Überrascht kräuselte Harry die Stirn. „Sie wissen davon?" „Natürlich, ich weiß eigentlich über beinahe allen Bescheid was in den Wochen Ihrer gemeinsamen Suche abgelaufen ist. Wie glauben Sie ist Hermine der Forrest of Dean eingefallen?" „SIE waren das?" „Hermines Verstand war nicht sonderlich schwer zu erreichen." „Sie hat sich immer Zeit ihres Lebens gewundert, wie sie ausgerechnet auf ihm gekommen ist." „Kindheitserinnerungen." Schweigend nickte er.
