Vielen Dank für eure Reviews - ging ja wieder richtig fix. :) Zu dem Crucio den James abbekommen hat, soll ich ausrichten das dieser mit Voldys ganzer Macht gesprochen wurde und nicht nur ein paar Sekunden hielt.
Tadaa ... wer sagts denn. Gerade eben das 5. Review von Taipan erhalten und ... schwupps hier habt ihr euer nächstes Chap auch schon. :) Diesmal wieder mit unser aller geliebtem Lord Voldemort. - Morti (nuja ich lieb ihn jedenfalls grins)
Kapitel 52 - Zum Lord zitiert
Der Saal, in dem normalerweise Treffen mit dem Inneren Kreis stattfanden, war heute fast leer, was ihm fast schon einen gespenstischen Touch gab. Mit den Säulen und den Spiegeln an den Wänden könnte man es fast für einen Ballsaal halten, nur dass es hier noch niemals einen Ball gegeben hatte. Dieser Raum war ausschließlich zu dem einen Zweck erschaffen worden.
Auf einem erhöhten Sessel saß der Dunkle Lord und blickte mit einem kalten Gesichtsausdruck auf die beiden Männer herab, die trotz der unterschiedlichen Haarfarbe deutlich sichtbar Vater und Sohn waren.
"Und du bist sicher, Junge? Du willst nicht nur deine Flamme retten?", verlangte er zu wissen.
"N-Nein... My Lord. Ich versichere es Euch. Samantha ist treu.", wisperte Michael und senkte den Kopf noch etwas mehr.
"Nun gut... finden wir es heraus. Komm her!", verlangte Voldemort und streckte eine Hand nach dem jungen Mann aus, der auch sofort gehorchte und, wissend was kam, seinen linken Arm entblößte. Das dunkle Mal schien regelrecht darauf zu pulsieren, als der Lord seinen Zauberstab hinein drückte und durch gezielte Gedanken bewirkte, dass das Mal an Sam Halliwells Arm zu brennen begann.
Die Nacht hatte Sam damit verbracht zu warten. Darauf zu warten, dass ihr Mal brannte. Doch nichts geschah. Deswegen ging sie am nächsten Morgen auch ganz normal zur Arbeit. Doch kaum hatte sie vom ersten Kunden abkassiert, entfachte ein Feuer auf ihrem linken Unterarm und nur mühsam konnte sie ein Aufstöhnen unterdrücken.
"Sam?", fragte ihre Kollegin Nathalie, die grade eben angekommen war, leise.
"Kannst du allein übernehmen? Mir ist nicht gut. Ich muss an die Luft.", brachte Sam, teils gespielt, teils sich die Schmerzen zu Nutze machend, hervor.
"Sicher. Geh ruhig.", sagte Nathalie und Sam machte sich zunächst langsam, außer Sichtweite dann schnell auf den Weg nach draußen zu einem Appartionspunkt. Aber zunächst verwandelte sie ihre Jacke in eine Todesserrobe. Dann konzentrierte sie sich auf das brennende Zeichen auf ihrem Arm und landete im nächsten Moment in einem Spiegelsaal, wo auch schon Giles und Mike auf dem Boden knieten. Und auch ihr Meister war anwesend. Deswegen kniete sie sich auch sofort nieder, senkte den Blick zu Boden und fragte unterwürfig und das angstvolle Zittern ihrer Stimme verbergend: "Wie kann ich Euch dienen, My Lord?"
"Wie du mir dienen kannst?", wollte Voldemort wissen und stand von seinem Platz auf, um langsam nach unten zu schreiten und vor den drei knienden Personen stehen zu bleiben. "Du hättest mir letzte Nacht dienen sollen!", zischte er sie an, weil er wissen wollte, wie sie reagierte, wie die anderen beiden reagierten.
Samantha konnte nicht verhindern, dass sie leicht anfing zu zittern. Es war sicherlich kein gutes Zeichen, dass der Lord aufstand. Vor allem nicht bei jemandem aus dem Äußersten Kreis. Sie konnte ja schon froh sein, dass er sie überhaupt anhörte. "My... My Lord", begann Sam leise mit bebender Stimme. "Vergebt mir meine Eigenmächtigkeit, aber... ich... ich war in Begleitung von Peter Pettigrew dort. Es besteht die Möglichkeit, dass er ein Mitglied von diesem Orden ist. Auf jeden Fall ist er ein Freund von James Potter."
Voldemorts linke Hand hielt seinen hellen Zauberstab und spielte damit auf eine Art herum, die Sam unwillkürlich auffallen musste, da es etwa auf ihrer Augenhöhe war.
"Ein Freund von Potter... und noch dazu im Orden.", murmelte er leise und betrachtete die bebende Frau. "Legilimens.", zischte er dann und holte sich die Informationen einfach aus ihrem willigen, wenn auch etwas geschockten Geist.
Samantha keuchte erschrocken auf. Noch einmal erlebte sie die Bilder von dem ersten Treffen mit Peter, von ihrem Date vor zwei Tagen. Schwer atmend mühte sie sich ab, nicht ganz zu Boden zu gehen. Dennoch verkniff sie sich zunächst jede Rechtfertigung ihrer Tat. Unaufgefordert zu sprechen konnte tödlich enden. Obwohl, wenn der Lord mit ihr nicht übereinstimmte, würde es das so oder so für sie. Ihre Flucht gestern Abend kam dem Hochverrat gleich.
Als er alles erfahren hatte, nahm Voldemort den Zauber von ihr, blieb aber weiter wortlos direkt vor der jungen Frau stehen. Dann legte er seinen Zauberstab an ihr Kinn und hob es langsam an, damit sie ihm in die leicht rot schimmernden Augen schauen musste.
"Und du glaubst wirklich, dass du ihn mir bringen kannst?", wollte er leise zischend wissen.
Sam hob, geführt von dem Zauberstab, vorsichtig ihren Kopf und sah ihrem Meister direkt in die Augen. Mehrere Schauer jagten ihr dabei über den Rücken. "J-Ja, Meister. ", stammelte sie, wissend dass ihr Leben am seidenen Faden hing. Wenn sie versagte, würde das ihr Ende sein.
"Dann bring ihn... spätestens Ende des Jahres will ich ihn vor mir knien sehen!", befahl der Dunkle Lord und nahm den Stab von Sams Kinn weg, ehe er sich umdrehte und zu seinem Thron zurück ging.
"Junior ist dein Kontakt... und jetzt verschwinde."
Plötzlich wirbelte er herum und belegte die beiden jungen Leute zugleich mit dem neuen Schmerzfluch.
Die ganze Zeit über hatte Michael neben seinem Vater gekniet und gehofft, dass Sam nicht sterben würde. Doch nun sank er stöhnend zusammen und wand sich unter der kurzen, aber sehr heftigen Strafe. Er wusste sehr gut, wofür es war. Er hätte dem Lord sofort Bescheid geben müssen.
Sam schrie auf, aber nur kurz. Sie konnte dankbar dafür sein, dass sie überhaupt lebend hier raus kam. Als der Schmerz dann nachließ, bestätigte sie noch mit einem gepressten "Wie ihr wünscht, My Lord" ihren Auftrag und disapparierte dann in ihre Wohnung, wo sie erst einmal zu Boden sank, um die Schmerzen abebben zu lassen.
Als auch Michael bestätigt hatte, dass er seinen Auftrag verstand, verschwand er ebenfalls. In seiner kleinen Wohnung legte er sich aufs Sofa, um seinen Körper ausruhen zu lassen. Er würde sich später für heute krank melden. Immerhin war es nie eine gute Idee mit deutlichen Cruciatus-Schäden im Ministerium zu erscheinen.
Aber das wichtigste war, dass Sam noch lebte. Und er würde sie von jetzt an häufiger sehen. Dieser Gedanke ließ ein Lächeln auf seinem Gesicht erscheinen, das nicht einmal die nächste Schmerzwelle verschwinden ließ.
Sam raffte sich nur mühsam wieder auf, ehe sie zurück in den Laden apparierte. Dort traf sie allerdings auf ihren Chef, der sie sofort wieder nach Hause schickte. Zu ihrer Erleichterung.
Ich erkundige mich heute Nachmittag nach Peter und... seinen Freunden, beschloss sie. Jetzt war sie einfach zu erschöpft und sie wollte auch nicht Gefahr laufen, dass Peter erkannte, was ihr geschehen war.
Voldemort hingegen schmiedete seine Pläne für seine Gefangene und weihte nun auch Giles Avery darin ein. Dieser war zwar nicht begeistert, was mit Celine Dumont geschehen sollte, wagte aber nicht einmal irgendeine Anmerkung zu machen. Die Laune des dunklen Lords war dafür im Moment einfach zu schlecht. Außerdem war es nie gut, ihm irgendwie zu widersprechen.
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TBC
