1Disclaimer: Nichts davon gehört, alle Charaktere gehören Stephenie Meyer, ich borge mir sie nur aus um etwas damit zu spielen.

Bellas POV

Ich bin froh als wir wieder zurück am Haus sind, so sehr ich Edward auch liebe, aber auf seinen Rücken durch den Wald getragen zu werden, ist etwas, an das ich mich nur schwer gewöhnen kann.

„Edward das war genial. Sams Gesichtsausdruck das war einmalig." Lobt ihn Emmett.

„Du weißt aber schon, dass das Rache bedeutet." Sagt Jacob.

„Für mich nicht." Sagt Emmett. „Außerdem was will er sich schon ausdenken, das dies noch trumpfen könnte."

Jacob schüttelt nur lachend den Kopf. Ob sich da Emmett nicht etwas verrechnet hat, er kennt definitiv das Wolfsrudel nicht. Denke ich mir.

Im Haus sitzt Carlisle immer noch bei Seth, aber Seth liegt nicht mehr sondern spielt zusammen mit Carlisle. Die beiden lassen ihre Autos über die Carrera-Bahn fliegen, durch Loopings und über Steilkurven hinweg. Esme kann ich in der Küche hören, es klingt so als ob sie den Geschirrspüler be- oder entladen würde. Ich versuche ihr meine Hilfe anzubieten, doch ich werde der Küche wieder einmal verwiesen. Irgendwann werde ich das Kochen noch verlernen.

Ich setze mich auf den Sofaschemel und beobachte. Ich frage mich ob Carlisle Seth gewinnen lässt oder nicht. Er ist knapp hinter ihn, auf den Geraden überholt er ihn meist doch in den Kurven fällt er immer wieder zurück.

„Wann werden Sam und Emily wieder kommen?" Fragt Alice in die Runde.

„Ich würde so mit zwei Stunden schon rechnen." Antwortet Jacob. Der Ebenfalls aufpasst.

„Kannst du Billard?" Fragt Emmett ihn plötzlich. Jacob nickt.

„Lust auf eine Runde?"

„Ihr habt einen Billard-Tisch?" Will Jacob wissen.

„Ja, in den Raum neben der Garage. Woanders ist leider kein Platz dafür." Sagt Emmett. „Kommt ihr mit?" Fragt er danach in die Runde und schaut einen nach den anderen dabei an.

„Ich sollte meine Hausaufgaben machen." Sage ich.

„Lass sie doch machen." Antwortet Emmett. „Das geht schneller."

„So schön das auch ist, aber irgendwann kommen Prüfungen und dann muss ich es auch bringen." Antworte ich.

„Schade, hätte dich gerne mal spielen sehen." Sagt Emmett.

„Irgendwann, vielleicht mal."

„Nicht vielleicht. Bestimmt." Sagt Emmett. Sicher nicht, denke ich mir.

Während Jacob, Emmett, Alice und Rosalie nach unten gehen, bleibt Edward neben mir sitzen.

„Kannst ruhig mitgehen, du weißt ich lerne am liebsten alleine." Sage ich. Edward gibt mir einen Kuss und folgt den anderen. Ich erhebe mich langsam, ich habe keine Lust, aber die Sachen erledigen sich nicht von alleine.

Das Zimmer wirkt leer ohne Edward. Ich nehme meine Sachen und lege sie auf den Schreibtisch. Ich schaue mich im Zimmer um, es ist irgendwie merkwürdig, am Anfang habe ich mich kaum getraut irgendetwas liegen zu lassen, es war alles immer so ordentlich und aufgeräumt. Meine Sachen passten irgendwie nicht hier rein. Ich nahm meine Sachen immer wieder mit heim. Als Edward dann anfing zu meinen, ich könnte meinen Kulturbeutel da lassen, räumte ich jeden morgen meine Sachen hinein und verstaute ihn im Schrank. Irgendwann vergaß ich einfach mein Shampoo in der Dusche als ich wiederkam stand es immer noch da, nicht da wo ich es abgestellt hatte, sondern in einem kleinen Eckregal, das jetzt in der Dusche hängt. Und so fing es an, meine Ausbreitung im Reich der Cullens. Die meisten Sachen im Bad gehören nun mir. Dann kamen ein paar Klamotten, dann mal ein Buch oder mal eine CD. Es ist ja schließlich nicht meine Schuld, dass Edward die bessere Soundanlage hat und nun sind überall im Zimmer Spuren von mir.

Ich schlage mein Buch auf und lese mir die Textaufgabe durch und frage mich, wer eigentlich auf die Idee gekommen ist so einen Mist zu erfinden. Ich hätte meine Aufgaben doch von Edward machen lassen sollen. Mathe ist das Fach, mit dem ich im Moment die meisten Probleme habe. Alles andere ist mehr oder weniger auswendig lernen, doch Mathe, Mathe muss man verstehen. Ich reise aus einem Block eine Seite heraus und schreibe mir erstmal die wichtigsten Infos heraus. Doch wie ich es auch probiere, ich sehe keine Lösung.

Irgendwann höre ich ein leises Klopfen an der Türe.

„Herein." Sage ich leise, ich weiß egal ob nun Wolf oder Vampir, sie können mich hören.

„Kann ich dir helfen?" Fragt mich Jasper.

„So verzweifelt?" Frage ich ihn und er lacht. Ich kann mir nicht vorstellen, wie schwer es für ihn sein muss, ständig mit Gefühlen und Emotionen bombardiert zu werden.

„Ist irgendeiner von den Ansätzen auch nur im Entferntesten richtig?" Frage ich ihn. Er liest zunächst die Aufgabe durch und schaut mich dann auf meine Notizen.

Ich höre Jasper zu, während er mir erklärt wie ich auf die Lösung komme und ich frage mich, warum ich nicht selber darauf gekommen bin, es ist eigentlich logisch, was er da erzählt. Aber ich bin mir sicher, dass bei der nächsten Frage ich wieder keine Ahnung haben werde.

„Verstanden?" Fragt er mich schließlich.

„Bis zur nächsten Aufgabe ja. Ich kann diesen Mist einfach nicht. Ich werfe meinen Stift mit Frust auf den Schreibtisch."

„Stifte durch die Gegend werfen hilft dir dabei auch nicht weiter."

„Ich weiß, aber ich weiß, wenn so eine Aufgabe in den Prüfungen kommt, dass ich dann versagen werde."

„Du wirst nicht versagen." Versucht er mich zu beruhigen. „Mit so einer Einstellung darfst du erst gar nicht an die Sache herangehen und vielleicht kommen solche Fragen ja auch gar nicht dran. Und nach dem zweiten High School Besuch wirst du es auch in- und auswendig kennen. Okay Emmett musste dreimal die High School besuchen bevor er es komplett verstanden hatte."

„Und dass soll mich jetzt ermutigen? Ich will nur meine Eltern nicht enttäuschen." Sage ich. Nachdem ich verwandelt wurde, werden sie denken, ich sei tot und ich…

„Bella, glaubst du wirklich deine Eltern wären von dir enttäuscht? Du hast in allen anderen Fächern einen sehr guten Notendurchschnitt."

„Ich weiß nur… du hast ja recht."

„Ich habe die Prüfung letztes Jahr abgelegt und so schwer waren die Aufgaben nicht."

„Für dich."

„Es waren die gleichen Aufgaben, nur mit anderen Zahlen oder Buchstaben, du darfst dich davon nicht beirren lassen. Wir werden dir schon helfen."

„Danke."

„Noch eine Aufgabe." Jasper denkt sich aus dem Stehgreif eine weitere Aufgabe aus, er verändert nur Kleinigkeiten, doch ich weiß schon wieder, nicht wo ich anfangen soll. Ich schaue ihn nur hilflos an.

„Gleiches Prinzip, nur andere Zahlen."

„Und Buchstaben." Ergänze ich.

„Es ist doch egal ob da xyz, oder qrs steht."

„Jasper…" Ich höre den Rest vom Satz nicht mehr, weil ich so erschrecke.

„Edward." Sage ich. „Irgendwann bekomme ich einen Herzinfarkt." Ich hasse es, wenn sie sich so anschleichen.

„Ich war laut." Versucht er sich zu verteidigen.

„War's du nicht." Sage ich.

„Das ändert aber nichts an der Tatsache, dass es nur andere Buchstaben sind."

„Sie irritieren mich aber." Ich weiß ich bin unfair und das Trotzkopf spielen mir auch nicht hilft, diese blöden Aufgaben zu lösen, aber Edward reagiert darauf und nimmt mich in den Arm. Er hebt mich hoch und setzt mich auf seinen Schoß. Und nun probieren sie es zu zweit mir Mathe beizubringen und immer kurz bevor ich meinen Stift wieder zur Seite werfe ändert Jasper oder Edward die Erklärweise.

„Wir bekommen Besuch." Warnt mich Edward.

„Schluß." Ruft Emmett. „Das Wiesel kommt jetzt mit mir mit und muss alleine spielen."

„Wiesel?" Frage ich nach. Edward schaut ihn warnend an, irgendetwas hat es damit auf sich.

„Wiesel." Bestätigt er.

„Sollten Wiesel aber nicht flink, schnell und grazil sein?"

„Gutes Argument, also was …" Ich höre ein leises Knurren von Edward.

„Ich bin ja schon still, aber wir sollten jetzt spielen, weil danach, müssen wir die Bahn abbauen um euch in Wii spielen zu besiegen." Nach bevor ich irgendwas antworten kann. Nimmt mich Emmett über die Schulter und rennt mit mir die Treppen hinunter. Als er mich unten wieder auf die Füße stellen will, muss ich mich an ihm festhalten, mein Mittagessen ist auf den Weg mich zu besuchen. Und in meinen Kopf fühlt sich an ob ich mehrere Stunden mit einen Kettenkarussell gefahren wäre. Es ist eine Sache auf den Rücken getragen durch den Wald zu rennen, eine andere Kopfüber über Emmetts Schulter die Treppe hinunter getragen zu werden.

„Bella?" Höre ich mehrere besorgte Stimmen. Irgendjemand nimmt mich vorsichtig hoch und trägt mich zum Sofa, er riecht wie Carlisle. Oh Gott jetzt erkenn ich ihn auch schon an seinen Geruch.

„Alles in Ordnung." Fragt mich, ich denke es war Esme.

Ich versuche zu nicken, was aber weder mein Magen noch mein Kopf für sehr klug halten.

„Keine Sorge, ich denke unser Emmett hat es etwas übertrieben, in ein paar Minuten dürfte es ihr wieder besser gehen." Sagt Carlisle.

Nach einigen Minuten fängt sich die Welt wieder an zu klären und ich setzte mich wieder auf. In den Augen von Edward kann ich Besorgnis sehen und Emmett scheint sich schuldig zu fühlen.

„Mach das nie wieder, zumindest nicht nachdem ich gegessen habe." Sage ich zu ihm.

„Du isst aber immer." Stellt er fest.

„Ich bin ja auch ein Mensch."

„Sorry." Sagt er schließlich.

„Keine Sorge, ich weiß, dass du es nicht absichtlich getan hast." Antworte ich ihm schließlich. Jasper reicht mir ein Glas mit Wasser, das ich vorsichtig trinke.

„Ich denke nicht, dass Emmett dies überlebt hätte, wenn er es absichtlich getan hätte." Sagt Jacob, und schaut dabei auf Edward.

Da ich keine Lust habe weiterhin so im Mittelpunkt zu stehen, wende ich mich an Emmett. „Sagtest du nicht etwas von spielen." Seine Augen leuchten auf und er nickt eifrig.

„Keine Hilfe. Wenn die Autos fliegen, dann musst du es selber einsetzen." Sagt er nochmals.

„Okay." Ich setzte mich auf den Boden und nehme die Steuerung von meinen kleinen Flitzer in die Hand. Ich fahre in meinem Tempo, nur vor den Loopings und den Steilkurven werde ich etwas schneller, so dass ich da ohne Probleme durchkomme. Während Emmett mehrmals über die Bahn klettern muss, um sein Auto einzusetzen. Der Abstand zwischen ihm und mir wird zwar immer größer aber bisher habe ich mir nicht die Blöße gegeben und musste über die Bahn klettern. Er gewinnt mit großem Vorsprung, aber irgendwie scheint er sich nicht wirklich über den Sieg freuen zu können. Ich denke, er hat sich in seinen Gedanken schon ausgemalt, wie ich inmitten der Bahn sitze. Als auch ich schließlich im Ziel bin werde ich von allen Seiten beglückwünscht, was ihn nur noch mehr zu stören scheint.

„Okay bauen wir ab." Sagt er schließlich.

„Gewonnen aber trotzdem verloren." Sagt Jacob und lacht. Emmett holt aus seiner Jeanshose 20 Dollar heraus und gibt sie Jacob. „Wir haben gewettet, ich meinte du schaffst den Parcours ohne herauszufliegen, er hatte dagegen gewettet." Erklärt er mir. Es ist irgendwie immer wieder interessant welche Wette sich die Leute um mich herum ausdenken.

Während Emmett und Jasper die Bahn in Vampirgeschwindigkeit abbauen, setze ich mich wieder auf das Sofa zu Seth, der anfängt wieder etwas besser auszuschauen.

„Gewonnen?" Frage ich ihn.

„Gegen Carlisle? Beides mal verloren und mal gewonnen. Das ist eine Wahnsinnsanlage. Und du willst uns und die Bleichgesichter wirklich besiegen?" Fragt er nach.

Ich nicke nur.

„Du bist dir da aber sehr sicher." Stellt Jacob fest.

„Ich denke, sonst hätte ich auch nicht gewettet." Sage ich.

„Du denkst?" Fragt mich Emmett.

„Ja, hin und wieder mache ich das auch einmal." Sage ich zurück.

„Aber bestimmt nicht als du auf diese Idee gekommen bist."

„Doch." Sage ich. Alle schauen mich nur fragend an. „Ich habe darüber nachgedacht, als ich das ausgesprochen habe."

„Was auch immer." Sagt Jacob schließlich.

„Und wie war das mit dem Wetteinsatz? Der Gewinner darf bestimmen was die beiden Verlierteams machen sollen?" Fragt Emmett.

Im nächsten Augenblick stürzt sich Edward auf Emmett.

„Kinder, nicht im Haus." Ruft Esme. Die beiden springen wie auf Kommando auf und rennen zur Tür hinaus.

„Geht das hier immer so zu?" Fragt Jacob irritiert.

„Was? Das sie sich streiten oder auf Mama hören?" Fragt Alice.

„Beides?" Fragt Jacob.

„Streiten ja, vor allem Edward und Emmett haben sich ständig wegen Bella in der Wolle. Und ich bin der festen Überzeugung, dass Emmett dies mutwillig tut. Und ja, sie hören, ich denke sie wollen Esme nicht erleben wenn sie wütend wird." Erklärt Alice.

Jacob schaut etwas ungläubig zu Esme.

„Doch ich kann auch wütend werden, vor allem wenn die Kids überhaupt nicht hören wollen." Sagt sie. Irgendwie schwer vorstellbar, Esme ist immer so lieb und fürsorglich. Man kann sich überhaupt nicht vorstellen, dass sie wütend werden kann.

„Und wir verpassen den ganzen Spaß da draußen." Stellt Jacob fest.

„Es hält dich niemand hier." Sagt Seth.

„Bist du nicht besorgt um Edward?" Will Jacob von mir wissen.

„Und was soll ich bei den beiden ausrichten?" Frage ich ihn und zucke etwas hilflos mit den Schultern.

„Mich würde interessieren was Emmett sich gedacht, dass Edward so ausrastet."

„Das willst du nicht wissen." Sagt Rosalie.

„Ich denke da gibt es nicht viel zum überlegen, was er gedacht haben könnte." Stellt Seth fest.

„Bist du dafür noch nicht etwas zu jung?" Fragt Rosalie nach.

„Hast du schon mal eine Nacht mit einen Wolfsrudel verbracht… ich korrigiere mich, hast du schon mal fünf Minuten mit Embry verbracht und danach brauchst du keinen Sexualkundeunterricht mehr zu besuchen." Sagt Seth und alle müssen irgendwie lachen.

„Wenn ich mich da an meine Jugend zurück erinnere, wie brav und lieb wir da waren." Sagt Carlisle schließlich.

„Und die Babys wurden von Klapperstörchen gebracht." Sagt Emmett als er zusammen mit Edward wieder zur Tür hereinkommt.

„Kannst du dich daran überhaupt noch erinnern?" Will Jacob wissen.

„Nicht wirklich. Ich kann mich hauptsächlich nur an die Sachen nachdem ich verwandelt wurde erinnern." Gesteht Carlisle.

„Könnt ihr jetzt das Wohnzimmer noch komplett aufräumen?" Fragt Esme schließlich.

„Ja Mama." Sagt Emmett und geht wieder ans Werk. Alles wird so verrückt, dass wir alle beim Wii spielen etwas sehen können, allerdings nicht im Weg stehen.

„Könnten wir vielleicht mal eine Runde zur Übung spielen." Fragt Jacob.

„Nein." Sage ich, während zeitgleich Emmett Ja sagt. Emily und meine einzige Chance zu gewinnen besteht darin dass Jacob und Sam das Spiel noch nie gespielt haben. Wenn er jetzt auch noch übt, ist uns der letzte Platz und das Gelächter sicher.

„Vielleicht nicht Tennis aber wie wäre es mit einer Runde Bowling?" Schlägt Jasper vor.

Damit kann ich leben. Ich nicke. Und Jasper schaltet die Wii und den Fernseher ein. Als Jasper mich fragt, ob ich spielen will, verneine ich. Carlisle und Esme setzen sich zusammen mit Rosalie auf das Sofa, während Seth immer noch auf dem anderen Sofa liegt. Edward hat es sich in einem Sessel gemütlich gemacht, und setze mich auf seine Beine. Schnell vergesse ich das Spiel und konzentriere mich auf Edwards Finger die sich kreisend über meine Arme bewegen. Aus den Augenwinkeln kann ich erkennen wie Jasper mich leicht grinsend anschaut, doch ich beachte ihn nicht, sondern lege meinen Kopf an Edwards Schulter.

Als ich das nächste Mal hoch schaue spielen Emily, Sam, Jacob und Emmett…

„Bin ich eingeschlafen?" Frage ich erschrocken und setze mich auf.

Alle lachen.

„Morgen Murmeltier." Begrüßt mich Emmett.

„Wie lange…"

„Du hast nur eine knappe Stunde oder so geschlafen." Sagt Edward und gibt mir einen Kuss. Erst jetzt bemerke ich, dass ich in eine Decke eingehüllt bin… aber wie konnten.

„Jasper." Denke ich mir laut. Er schaut unschuldig zu mir.

„Ich dachte immer, dass Edwards Fähigkeiten beeindruckend sind, aber Jaspers, du hast es nicht gemerkt wie sie dich in die Decke eingewickelt haben." Sagt Seth.

„Sei froh, dass er sie an dir noch nicht ausprobiert hat." Sage oder warne ich ihn vielmehr, während ich mich aus der Decke auswickle.

„Soll ich jetzt da Angst davor haben?" Fragt er nach und schaut dabei Jasper herausfordernd an.

„Wenn du wieder gesund bist." Antwortet ihn dieser.

Nachdem ich das Bad benutzt habe und mir etwas zu trinken besorgt habe, setzte ich mich wieder zu den anderen.

„Wollen wir jetzt spielen?" Fragt Emmett.

„Gib mir bitte noch fünf Minuten." Sage ich.

„Eins, zwei, drei, vier, fünf, sechs, sieben, acht, neun, zehn…" Fängt Emmett an zu zählen im Takt des Sekundenzeigers seiner Uhr. Nach der zweiten Minute bin ich kurz davor ihn etwas gegen den Kopf zu werfen.

„Du willst wohl, dass ich wieder einschlafe?" Frage ich nach der dritten Minute. „Das ist ja wie Schäfchen zählen." Doch er lässt sich nicht davon abhalten.

Nach der vierten Minute lege ich mich zu Seth auf das Sofa und tu so als ob ich schlafe.

„Soll ich noch ein Wiegenlied singen?" Fragt mich Jasper.

„Fünf Minuten sind um." Sagt Emmett freudig. „Wer spielt gegen wen."

„Ich würde aber sagen Einzeln spielen, weil vier Personen vor dem Fernseher könnte etwa eng und gefährlich werden."

„Knobeln wir es aus, wer zuerst spielt." Sagt Jacob schließlich. „Habt ihr Streichhölzer oder so etwas in der Art."

Emmett kommt mit sechs Streichhölzern wieder. Jacob bricht von zweien die Zündköpfchen ab.

„Die kurzen Spielen gegeneinander." Sagt er schließlich.

Jeder von uns zieht eines, und wie sollte es anders sein, ich darf als erstes Spielen, gegen Sam.

„Bella, zeigt es ihnen." Werde ich angefeuert von Alice.

„Verräter." Rufen Emmett und Jacob gleichzeitig.

„Du weißt wie es ausgeht!" Stellt Jasper fest.

„Falls du es noch nicht weißt, ich bin blind, wenn die Hündchen da sind." Erwidert Alice und lehnt sich gegen Jasper.

„Du fängst an." Sagt Sam. Mein Mii steht im Vordergrund, ich werfe den Ball hoch und schlage zu. Sam trifft zwar doch sein Ball landet im Aus, 15-0, auch die nächsten Bälle landen irgendwann im Aus, so dass ich diesen Punkt mache. Zumindest werde ich den Satz nicht mit null Punkten verlieren. Doch nun hat Sam Aufschlag, wie bin ich nur auf diese blöde Idee gekommen, die Wölfe und Vampire schlagen zu können, wir werden verlieren, oh Gott wir werden und lächerlich machen. Emmett wird mir für immer vorhalten, dass… doch plötzlich ändert sich meine Stimmung, der Panikanflug ist verschwunden, Jasper. Ich schaue zu ihm, doch sein Gesicht verrät nichts. Ich konzentriere mich wieder auf das Spiel. Sam wird besser mit jedem Aufschlag, doch ich schaffe es einen Breakpoint zu machen. Ich weiß nicht wie aber irgendwie gewinne ich diesen Satz. Ein Satz geschafft, aber ich muss mindestens noch einen Gewinnen, wir spielen maximal drei Sätze und wer zuerst zwei gewonnen hat, ist der Gewinner des Spieles. Und wie sollte es auch anderes kommen, ich verliere den zweiten Satz im Tie-Break, also kommt es jetzt zum Entscheidungssatz. Aber irgendwie wird Sam immer aufgeregter… Aber wieso sollte Jasper mir helfen? Frage ich mich. Ich konzentriere mich wieder auf das Spiel. Doch Sam wird immer hektischer, er bewegt seinen Arm in Wolfsgeschwindigkeit und die Steuerung reagiert nicht darauf, seine Bälle landen im aus. Ich gewinne den Satz und somit auch das Spiel.

„Super gemacht Bella." Gratuliert mir Emily.

„Zumindest einen Punkt haben wir." Sage ich. „Wer spielt als nächstes?"

„Emmett gegen Jacob." Sagt Jasper.

Beide springen auf und nehmen ihre Controller. Ich setzte mich zu Edward.

„Gut gemacht." Lobt er mich.

„Solltest du nicht dein Team anfeuern?" Frage ich nach.

„Von meinem Team hat aber niemand gespielt und bevor ich die Hunde anfeuere, feure ich liebe dich an." Erklärt er mir, okay, das macht irgendwie Sinn.

„Jacob zeigt es ihm." Feuere ich nun Jake an.

„Verräter." Ruft Emmett und verliert prompt den Punkt, worauf ich mir ein Lachen nicht verkneifen kann.

„Das ist Manu… ich meine Manupi… verflucht Manipulation." Sagt Emmett. „Du manipulierst mich."

„Ich manipuliere dich?" Frage ich zurück. „Ich wusste gar nicht, dass ich soviel Macht über dich habe. Go Jacob Go." Rufe ich.

„Das zahl ich dir heim."

„Als ob ich vor dir Angst habe." Kontere ich.

Emmett dreht sich vom Fernseher weg und schaut zu mir, er stemmt dabei seine Arme in die Hüften.

„Ich bin ein großer böser Vampir, du solltest Angst vor mir haben." Sagt er, doch das führt nur dazu, dass ich noch mehr lachen muss.

„Sorry Emmett, aber dafür ist es definitiv zu spät."

„Du fi..." Ich höre Edward leise Knurren. Emmett dreht sich wieder zum Fernseher.

„Wolltest du etwas sagen?" Frage ich nach. „Oder hat dir das Knurren Angst gemacht."

„Ich hab gewiss keine Angst vor diesen kleinen Würstchen, du fieses gemeines kleines Wiesel…"

Ich spüre kaum wie mich Edward hoch nimmt und in den Sessel abgesetzt hat. Ich sehe nur wie er sich auf Emmett stürzt.

„Stopp." Rufe ich. Beide verharren angespannt aus. „Wir wollen spielen, ihr könnt euch ja danach wieder die Köpfe einklopfen."

„Er hat dich fieses gemeines kleines Wiesel genannt." Sagt Edward.

„Wiesel sind flink und grazil und süß… Ich sehe es als Kompliment." Sage ich. „Und außerdem hätte ich nichts anderes von Emmett erwartet. Und jetzt lass Jacob gegen ihn gewinnen." Nur widerwillig setzt sich Edward wieder zu mir.

„Als fieses gemeines kleines Wiesel bezeichnet zu werden siehst du als Kompliment an?" Fragt Jacob nach.

„Wenn es von Emmett kommt dann schon." Sage ich. „Und nun zeigt es ihn."

„Werde ich." Sagt Jacob und beide Widmen sich wieder dem Spiel.

Ich merke dass Edward noch immer angespannt ist, doch ich bin mir nicht sicher wie ich ihn ablenken sollte. Wenn mich jemand anders so bezeichnet hätte, wäre ich wahrscheinlich wütend gewesen, aber bei Emmett… es ist eben Emmett bei ihm erwartet man irgendwie so etwas. Ich überlege mir gerade welcher Nickname zu Emmett passen würde… wenn ich ein fieses Wiesel bin dann ist er… Aber mir fällt nichts ein.

„Was überlegst du so angestrengt?" Will Jasper wissen.

„Ich frage mich wenn ich ein fieses Wiesel bin, was dann Emmett ist, aber mir fällt nichts ein."

„Ein Bonobo." Sagt Jacob.

„Wie kommst du darauf?" Will ich wissen.

„Man sagt sie lieben Sex und lösen soziale Spannungen häufig durch Sex." Sagt Jacob und schaut dabei zwischen Rosalie und Emmett hin und her.

„Warum denken alle, dass ich Sexsüchtig bin?" Fragt Emmett.

Nach und nach fangen wir alle an zu Lachen. „Außerdem verhält er sich auch gern mal wie ein Schimpanse." Sagt Rosalie.

Und wie auf Kommando stellt sich Emmett hin und trommelt mir seinen Fäusten auf die Brust.

„Wolltet ihr nicht spielen?" Fragt Rosalie und verdreht dabei die Augen.

„Ja." Sagen beide und widmen sich wieder dem Spiel.

Allerdings habe ich jetzt ein sehr merkwürdiges Bild im Kopf, wie Emmett durch den Dschungel von Kongo rennt und Schimpanse spielt.

„Ich frage mich gerade wie Bonobos schmecken." Sagt Emmett.

„Das kann nicht dein Ernst sein, diese Tiere sind vom Aussterben bedroht und du willst sie verspeisen?" Frage ich.

„War ja nur eine Überlegung." Verteidigt er sich. „Außerdem steht der Puma auch unter Artenschutz und da sagst du nichts wenn Edward die verspeist."

„Sie gelten aber laut IUCN als nicht gefährdet." Fügt Edward an. „Und nun spielt endlich."

Beide drehen sich wieder zum Fernseher. Ich kann schnell merken wie beide ihre Bewegungen stark kontrollieren müssen, so dass der Sensor noch reagiert. Nachdem Jacob den ersten Satz gewonnen hat, gewinnt Emmett den zweiten und im dritten befinden sie sich im Tie-Break. Sie schaffen es immer wieder auszugleichen.

„Da kann man ja dabei einschlafen." Sagt Seth.

„Auf wessen Seite stehst du nun?" Fragt Jacob.

„Auf der Gewinnerseite." Verkündigt Seth.

Nach einem weiteren Ballwechsel gewinnt schließlich Emmett den Satz und damit das Spiel.

„Sieger, Sieger, Gewonnen, Gewonnen." Ruft Emmett immer wieder. „Wie steht es jetzt?"

„Als ob du das nicht wüsstest." Sagt Jasper.

„1 Punkt für die Menschen, 1 Punkt für die Vampire und null für die Hunde." Sagt Emmett. „Emily, Jasper, ihr seit die nächsten. Zeig es ihr, wir werden die Champion sein."

„Emmett kannst du nicht mal die Klappe halten?" Fragt Rosalie genervt.

„Bin ja schon ruhig." Sagt Emmett kleinlaut und lässt sich neben seiner Partnerin nieder. „Bin ich wirklich wie ein Bonobo?" Fragt er sie. Sie verdreht nur die Augen.

„Emily zeigt es ihm." Feuert Alice sie an.

Jasper dreht sich zu Alice und schaut sie verwundert an. „Was hast du gesehen?" Will er wissen.

„Nichts." Sagt Alice und schaut ihn dabei unschuldig. „Wir Frauen müssen zusammenhalten."

„Und wieso glaub ich dir nicht." Und dann schaut er fragend zu Edward.

„Sie sing Amazing Grace auf Japanisch." Sagt er nur.

Im nu fängt Emmett an Amazing Grace zu singen und als Rosalie ihn den Mund zu hält übernimmt Seth das Singen. Okay eines muss man Emmett lassen, er kann besser singen als Seth.

„Meine Schuhe fangen gleich das Wandern an." Sagt Jacob und schaut den jungen Wolf dabei an.

„Das Wandern ist des Müllers Lust, das…"

„Emmett halt die Klappe." Faucht ihn Rosalie an.

Wie ihn Zeitlupe schließt Emmett seinen Mund.

„Können wir jetzt spielen?" Fragt Jasper in die Runde und alle beruhigen sich wieder etwas.

„Und keine Tricks, Jasper." Sagt Emily zu ihm.

„Ich?" Fragt Jasper und schaut sie dabei an.

„Jasper!" Ruft Emily und Sam springt in nu auf. Die Situation ist plötzlich angespannt.

„Alles in Ordnung Sam." Versichert Emily. Doch Sams Augen sind immer noch auf Jasper gerichtet. „Sam wirklich es ist nichts passiert."

„Ich habe Emily nur geneckt, wollte sie nur zum Lachen bringen." Erklärt Jasper. Sam entspannt sich langsam.

„Das war das merkwürdigste, was ich je erlebt habe." Sagt Emily. „Aber wir sollten anfangen zu spielen."

„Sicher?" Fragt Sam sie noch einmal.

„Sicher, es ist nichts passiert." Emily gibt Sam einen Kuss und alle Anspannung weicht sichtbar aus ihn.

Jasper startet das Spiel. Emily hat Aufschlag, sie ist nervös.

„Okay Jasper kann Leute einschlafen lassen und zum Lachen bringen, was kannst du noch?" Will Jacob wissen.

„Dich zum Schweigen bringen." Sagt Emmett.

„Das glaub ich nicht." Erwidert Jake.

„Das kann ich auch nicht, weil Sprache keine Emotion ist." Erklärt er und schlägt dabei ins aus.

„Du solltest dich auf das Spiel konzentrieren." Sagt Emmett zu ihm.

„Das mache ich doch." Verteidigt sich Jasper während seine Spielfigur den Ball nicht erreicht.

„Und welche Emotionen kannst du beeinflussen?" Will Seth wissen. Clevere Taktik, durch die Fragen wollen sie Jasper vom Spiel ablenken.

„Alle." Erwidert Emmett.

„Wirklich alle? Das glaube ich nicht." Sagt Seth.

„So was ist doch gar nicht…" Im nächsten Moment liegt Jacob schlafend auf Seth. Ich schaue zu Sam, der unsicher von einem zum anderen schaut. Ich sehe wie Carlisle lachend den Kopf schüttelt.

„Hey Elefant, geht runter von mir, die wiegst ja ne Tonne." Sagt Seth und versucht Jacob von sich herunter zuschieben.

Jacob wacht langsam wieder auf.

„Hättest du ihn nicht noch eine Weile schlafen lassen können?" Fragt Alice.

„Ich soll mich doch auf das Spiel konzentrieren." Sagt Jasper und katapultiert den nächsten Ball ins aus und damit hat Emily einen Breakpoint erzielt.

„Ich dachte immer so was kannst du im Schlaf." Neckt ihn nun Seth.

„Wir schlafen nicht." Antwortet Jasper.

„Wie machst du das?" Fragt Seth.

„Wie machst ich was?" Will Jasper wissen.

„Wie beeinflusst du die Leute?"

„Ich kann den Ausstoß von gewissen Hormonen kontrollieren, wie Adrenalin oder Serotonin."

„Aber wie? Wie geht das. Ich meine dass Edward Gedanken lesen kann ist eine Sache, aber wie kannst du meinen Hormonhaushalt beeinflussen. Wie schaffst du es meinen Körper zu sagen, dass es jetzt mehr von dem oder dem Produzieren soll." Will Seth wissen.

„Ich kann es einfach, wieso ich in der Lage bin, weiß ich nicht." Jasper dreht sich zu Seth um und verliert dadurch den ersten Satz.

„Ich muss gestehen, es ist irgendwie beängstigend." Sagt Emily.

„Du brauchst keine Angst zu haben."

„Woher weißt…"

„Woher ich weiß, dass du Angst hast? So wie ich deine Gefühle beeinflussen kann, so kann ich deine Gefühle auch wahrnehmen. Aber wenn es dich beruhigen würde, ich kann auch gehen, Edward…"

„Nein so was das nicht gemeint." Unterbricht ihn Emily. „Ich weiß, dass du deine Gabe nicht einsetzen wirst um mich oder uns hier zu beeinflussen, es ist nur, diese Fähigkeit ist sehr mächtig und wenn ich mir vorstelle, dass es noch andere Vampire mit dieser Fähigkeit gibt…"

„Jasper ist der einzige der diese Fähigkeit hat." Sagt Carlisle. „Solche besonderen Fähigkeiten, wie Edward, Alice oder auch Jasper sie besitzen, treten nicht sehr häufig und bisher ist noch keine Fähigkeit zweimal aufgetreten."

„Also ist Jasper der einzige der Emotionen beeinflussen kann." Stellt Seth fest.

Carlisle nickt mit dem Kopf. Ich kann regelrecht merken wie Sam die ganzen Informationen in sich einsaugt.

„Wie häufig kommen solche besonderen Fähigkeiten bei Vampiren vor?" Fragt Sam.

„Es kommt auf die Menschen darauf an, die zum Vampir werden. Unsere Vermutung ist, dass die Transformation zum Vampir vorhandene Gaben verstärkt. Wir wissen von Jasper, dass er bereits als Mensch gut mit Leuten umgehen und sie gut einschätzen konnte. Das hat sich nach der Verwandlung verstärkt. Alice war als Mensch in psychologischer Behandlung weil sie Dinge sehen konnte." Erklärt Carlisle geduldig.

„Können wir weitermachen?" Fragt Emmett eher ungeduldig.

Emily nickt.

„So und jetzt zeigt es ihr Jasper."

Die beiden spielen wieder. Es ist bisher das ausgeglichenste Spiel. Doch irgendwie verliert Jasper dann doch auch den zweiten Satz im Tie-Break.

„2 Punkte für die Menschen, 1 für die Vampire und null für die Wölfe." Sage ich.

„Du hast doch mit Absicht verloren." Beschuldigt Emmett ihn sofort.

„Hab ich nicht." Verteidigt Jasper sich sofort.

„Nicht streiten." Unterbricht Esme in ihrer ruhigen Art. „Wer spielt als nächstes?"

„Sam gegen Emmett." Schlage ich vor.

Grob nimmt Emmett Jasper den Controller aus der Hand, während Emily Sam ihren überreicht.

„Zeigst ihm Sam." Sagt Alice.

„Verräter." Sagt Emmett nur.

Die beiden schenken sich nichts, teilweise sind die Bewegungen allerdings zu schnell und die Bälle werden nicht erreicht. Nachdem Emmett den ersten Satz verloren hat und im zweiten nun auch hinten liegt, werden seine Bewegungen immer hektischer und als es dann einen lauten Knacks gibt wundert es mich nicht wirklich. Emmett schaut den Zerbrochenen Controller nur ungläubig an, während Sam den Satz und damit das Spiel gewinnt.

Dieses Mal ist es Edward der 20 Dollar aus seiner Hosentasche zieht und sie Jacob reicht.

„Um was habt ihr dieses Mal gewettet?" Will ich wissen.

„Wer den ersten Controller zerkleinert." Sagt Edward mir.

„Und auf wem hast du gesetzt?"

„Sam." Sagt er.

„Es sieht so aus, als ob wir immer noch vorn liegen würden." Sagt Emily. Ich nicke zustimmend.

„Bella gegen Jasper."

Ich bin mir sicher, dass ich dieses Spiel verlieren werde, vor allem nachdem ich den ersten Satz verloren habe. Doch irgendwie schaffe ich es den zweiten Satz zu gewinnen.

„Jasper kannst du es wenigstens etwas weniger auffällig machen mit dem Verlieren?" Fragt Emmett genervt.

„Glaubst du ich verliere absichtlich?" Fragt Jasper.

„Ich kenn dich…" Erwidert Emmett und steht auf.

„Vielleicht könntest du mal an etwas anderes Denken außer an die spannungsabbauenden Aktivitäten der Bonobos…" Sagt Jasper.

Alle lachen los und Emmett lässt sich wortlos neben Rosalie nieder.

„Schatz, daran habe ich wirklich nicht gedacht." Sagt er zu Rosalie. Rose schaut ihn noch mit einer hochgezogenen Augenbraue an.

Was wieder zu Gelächter führt.

„Ihr seit gemein, gemeine kleine …"

„Was?" Will Alice wissen.

„Fiese Wiesel?" Biete ich ihn an, bevor ich mich wieder zum Fernseher wende.

Wir fangen wieder an zu spielen.

„Wollt ihr mich jetzt alle ärgern?" Fragt Jasper auf einmal in die Runde und schleudert den Ball ins aus. Die meisten verziehen entweder unschuldig oder grinsend das Gesicht.

„Matchball." Sage ich.

„Jasper sei froh, dass du nur spürst was sie denken und nicht hörst was sie denken." Sagt Edward. Seth und Emily schauen auf einmal ertappt zu Edward. Sie haben vergessen dass Edward ihre was ich annehme sexuellen Gedanken hören kann.

Ich konzentriere mich ein letztes Mal auf das Spiel und gewinne.

„Jacob gegen Emily." Sagt Jasper und reicht seinen Controller weiter.

Emily hat kaum eine Chance gegen Jacob, der beide Sätze in Rekordzeit gewinnt.

„Sorry Bella." Entschuldigt sie sich anschließend bei mir.

„Keine Sorge, noch haben wir nicht verloren." Sage ich.

„Kann ich mir etwas zu trinken nehmen?" Fragt Emily anschließend Esme.

Esme ist überrascht über diese Frage, Jacob und Seth hatten ohne zuvor ohne zu Fragen zugegriffen und sich über die kleinen Häppchen hergemacht.

„Selbstverständlich." Antwortet Esme. „Nimm was du möchtest, da brauchst du nicht erst zu fragen."

„Danke."

Sam gegen Jasper ist das nächste Spiel.

„Keine Tricks." Sagt Sam zu Jasper.

„Versprochen." Antwortet Jasper.

Es macht Spaß den beiden zuzusehen. Sie sind beide mit vollem Eifer dabei. Doch im dritten Satz schafft es Jasper Sam einen Punkt abzunehmen, was schließlich für ihn den Sieg bedeutet.

„Bin ich schon wieder dran?" Frage ich, als mir Jasper den Controller reicht.

„Wir können auch eine Pause machen." Sagt Jacob. „Wir wollen ja schließlich nicht, dass du geschwächt in das Spiel gehst."

„Also so anstrengend ist nun das Spiel auf wieder nicht." Verteidige ich mich.

Ich verliere den ersten Satz ziemlich schnell.

„Pause?" Fragt er mich nach dem ersten Satz.

„Nein." Erwidere ich und schlage auf. Im nächsten Moment spüre ich nur einen starken Schmerz in meinen Bauch und gehe in die knie. Edward ist sofort zur Seite.

„Sorry Bella, das wollte ich nicht."

„Alles in Ordnung." Sage ich und atme einmal tief durch. Jacob hat mir beim ausholen mit dem Controllen in meinen Bauch geschlagen. „Allerdings hilft diese Hülle nicht wirklich viel bei einem Schlag."

„Ist wirklich alles in Ordnung?" Fragt mich Edward erneut.

„Ja." Doch Edward glaubt mir nicht, denn sein Blick geht zu Carlisle. „Edward mir geht es gut." Ich stehe auf. „Lass uns weiterspielen." Sage ich zu Jacob.

„Sicher?"

„Ja." Antworte ich erneut.

Doch ich habe in diesem Spiel Jacob nicht mehr allzu viel entgegen zusetzen und verliere. Langsam verliere ich meine Zuversicht, dass wir dieses Spiel gewinnen können, doch meine negative Stimmung wird sofort wieder durch Zuversicht ersetzt.

„So Emily jetzt bist du dran." Sagt Emmett und nimmt sich die Wii-Fernbedienung.

„Abwarten." Sagt Emily.

Die beiden fangen an zu spielen.

Emmett holt sehr weit aus und Emily muss ihn mehrmals ausweichen, wodurch sie Punkte verliert.

„Emmett vorsichtiger." Ruft Carlisle dazwischen. Emmett hört kurz auf zu spielen und schaut fragend zu Carlisle. „Du holst zu weit aus und hast bereits mehrmals Emily nur knapp verfehlt."

„Sorry." Sagt Emmett. „Hab ich dich getroffen?" Fragt Emmett ernsthaft nach.

Emily schüttelt mit dem Kopf.

Emmett stellt sich etwas hinter Emily. Und die beiden fangen wieder an zu spielen.

„Lass' dem lieben Sam das besser nicht hören." Sagt Edward zu Emmett.

„Was hören?" Will dieser sofort wissen und schaut Emmett herausfordernd an.

„Nichts, er will nur ablenken." Verteidigt sich Emmett. Mich wundert, dass sie Sam mit dieser Antwort zu frieden gibt und sich wieder dem Spiel widmet. Doch am Ende hat Emily keine Chance und verliert.

„Weiß eigentlich noch jemand wie es steht?" Frage ich dazwischen.

„Alle Teams haben drei Punkte." Sagt Esme.

„Das werden wir jetzt ändern, stimmt's Jasper." Sagt Jacob.

Jasper nickt. „Verlieren wirst du."

„Werde ich nicht."

„Wirst du doch."

„Werde ich nicht."

„Wenn ihr fertig seid mit dem Diskutieren, dann fangt an." Unterbricht Sam die Diskussion der beiden.

Und am Ende sollte Jasper recht behalten, er schafft es Jacob zu besiegen, allerdings nicht ohne den Verlust einer weiteren Wii-Fernbedienung.

„Bella gegen Emmett, oder Emily gegen Sam." Sagt Jacob.

Sam und Emily erheben sich beide. Doch zu meiner Verwunderung reicht Sam seine Fernbedienung an Seth weiter. Der sie dankend annimmt.

„Mach uns ja keine Schande." Sagt Jacob, während er einen weiteren Happen zu sich nimmt.

„Ich denke, das hast du gerade schon gemacht." Verteidigt sich der junge Wolf, dem es von Minute zu Minute besser geht.

Doch schnell stellt sich heraus, dass Seth keine Chance hat und Emily gewinnt in zwei Sätzen.

„Sorry." Entschuldigt er sich, bevor er von einem Hustenanfall unterbrochen wird.

„War vielleicht doch etwas verfrüht dich spielen zu lassen." Sagt Carlisle. Während sich Seth wieder auf dem Sofa ausbreitet.

„Vier zu Vier. Der Gewinner wird zwischen uns ausgemacht." Sagt Emmett grinsend.

Oh Gott auf was hab ich mich nur eingelassen frage ich mich selbst.

Ich nehme die Wii-Fernbedienung von Emily entgegen.

Doch plötzlich verschwinden alle Selbstzweifel und Nervosität.

„Jasper hör auf damit." Sagt Emmett.

„Sorry, dass ich nervös bin, aber schließlich entscheidest du das Spiel." Sagt Jasper.

„Du musst aber deine Nervosität nicht auf mich übertragen."

Ich weiß nicht ob ich Jasper für seine Hilfe dankbar sein soll oder nicht. Ich bin mir sicher ohne sein Eingreifen wären wir nie soweit gekommen.

„Vorsichtig Emmett." Warnt Edward schon vor dem Spielbeginn.

„Ja Mama." Antwortet Emmett genervt.

„Ist mir irgendetwas entgangen? Ich wusste nicht, dass sich Edward eine Geschlechtsumwandlung unterzogen hat." Sagt Jacob.

„Dann halt Papa." Korrigiert sich Emmett.

„Spielst du nun endlich?" Fragt Bella nach.

„Ja Mama."

Nun kann sich keiner mehr das Lachen halten, auch Emmett nicht mehr. Ich nutze die Gunst und schlage auf, Emmett ist überrascht und sein Schlag landet im aus.

„Das war fies, du Wiesel." Sagt Emmett.

Ich zucke nur unschuldig mit den Schultern, während ich erneut aufschlage.

„Jasper hör endlich auf damit." Ruft Emmett erneut und befördert den Ball wieder ins aus.

„Ich mache nichts." Sagt er, steht auf und verlässt das Haus.

Doch trotzdem fühle ich mich ruhiger als ich sein sollte. Irgendwann sollte ich Jasper mal darauf ansprechen welchen Radius seine Fähigkeiten haben.

„Alice kannst du bitte deinem Ehemann mitteilen, dass er mich in Ruhe spielen lassen soll." Sagt Emmett plötzlich zu Alice.

„Ich kann ihn nicht einmal mehr hören, seine Fähigkeiten reichen nicht so wie meine. Du solltest dich lieber selber beruhigen." Erwidert Edward.

„Das kann nicht sein." Sagt Emmett.

„Sag nur du bist nervös?" Frage ich nach.

„Ich doch nicht." Verteidigt sich Emmett, während er mir den Ball zurückspielt.

„Er versucht nur die Niederlage für dieses Spiel jemand anderes in die Schuhe zu schieben." Sagt Rosalie.

„Stimmt… Mist. Lenkt mich nicht ständig ab."

„Dir ist schon klar, dass du es gerade zugegeben hast, dass du die Niederlage jemanden anderen in die Schuhe schieben willst." Sagt Seth.

„Habe ich nicht, ich meinte Stimmt doch gar nicht." Sagt er.

„Das hast du aber nicht gesagt, du hast nur Stimmt gesagt."

„Ich konnte nicht aussprechen."

„Das kann man danach immer sagen." Mische ich mich in das Gespräch ein.

„Nerv mich nicht." Geht er mich an.

Emmett versucht sich auf das Spiel zu konzentrieren, doch er schaut sich immer wieder um.

„Jasper ist nicht in der Nähe, konzentriere dich lieber auf das Spiel, sonst verlierst du mehr als nur den ersten Satz." Sagt Edward.

„Verräter und ich dachte du liebst mich." Sage ich zu ihm.

„Ich liebe dich Bella."

„Und warum hilfst du ihm?" Will ich wissen.

„Weil er sich etwas einbildet was nicht wahr ist." Sagt er. „Und außerdem will ich nicht verlieren."

„Oh, die großen Vampire dürfen nicht verlieren." Sagt Jacob.

„Dürfen schon, nur wollen nicht." Sagt Edward.

„Komm Emmett, du hast Aufschlag." Sage ich, ich muss die Gunst der Stunde ausnutzen wenn ich mir meine Chance auf den Sieg wahren möchte.

Als ich meinen Matchpoint verwandelt habe, wirft Emmett seine Wii-Fernbedienung auf den Boden, springt über Sam und Emily hinweg über das Sofa und rennt zur Türe hinaus.

„Ist Jasper noch in der Nähe?" Will ich wissen.

Doch Edward schüttelt mit dem Kopf. „Jasper hat ihn vor dem Spiel geärgert und dadurch hat er sich während des gesamten Spieles eingebildet dass Jasper ihn beeinflusst." Erklärt Edward. „Und wie es aussieht darf ich dir bzw. euch zum Sieg gratulieren."

Edward schließt mich in die Arme und küsst mich. „Glückwunsch."

„Und habt ihr schon überlegt was wir machen sollen? Sklave spielen?" Fragt Seth.

„Das muss ich erstmal mit Emily bereden." Sage ich. Nur wo? Ich nehme Emily an die Hand und führe sie hinauf in Edwards Zimmer.

Ich nehme einen Zettel, weil jedes ausgesprochene Wort würde gehört werden und bitte Emily darum irgendeinen Melodie im Kopf zu summen um Edward abzulenken. Dann schreibe ich ihr meine Idee auf den Zettel.

Ich zucke zusammen, als Alice ins Zimmer stürmt.

„Darf ich die Kleidung dafür aussuchen, bitte." Fleht sie uns an.

Ich schaue Emily fragend an, als sie nickt, gebe auch ich meine Zustimmung. Dann umarmt uns Alice.