Hi Leute

es ist wieder Samstag und das Jahr hat nur noch einen Tag, wenn man den aktuellen nicht mitrechnet.

Ok... das war jetzt schwqachsinniges gequatsche, aber egal. Wie immer hab ich mich riesig über die Reviews gefreut und will nur noch schnell eine Warnung aussprechen, damit auch alles seine Richtigkeit hat.

In diesem Chap gibt es wie angekündigt eine LEMON!!!!! Ihr wisst ja alle was das heißt.

Bis bald und allen (auch den Schwarzlesern) einen guten Rusch ins neue Jahr. Vielleicht fassen sich ja all jene die sich bisher nciht geoutet haben hier ein herz und greifen nehmen sich als Vorsatz mir ein kleines review zu schreiben. lieb guck

Und nun viel Spaß

Bis bald eure Imo

LEMON!!!!!

Rettung (aus) der Zukunft

Kapitel 44

„Harry? Bist du das?", fragte eine dem Jungen wohlbekannte Stimme vom Eingang her.

„Hab ich mich so verändert?", meinte der Junge und drehte sich zu Remus um.

„Was tust du hier?", wunderte sich der Werwolf.

„Severus hat ihn hier abgesetzt. Er ist der Bote für deinen Trank und muss erst um sieben zurück sein. Also mach was draus, ich geh und halte dir Moody vom Hals", sagte Tonks kichernd und verschwand. Harry sah Remus einen Moment lang in die Augen und überbrückte die Letzten Schritte dann langsam.

„Du träumst von mir?", fragte er leise.

„Jede Nacht", antwortete Remus ebenso leise. Harry schenkte Remus ein zärtliches Lächeln, ehe er scheu wie beim ersten Mal die Lippen des Mannes mit seinen berührte. Remus seufzte wohlig in den Kuss hinein.

„Dir gefällt das also?", fragte Harry. Zur Antwort wurde sein Mund mit einem innigen Kuss versiegelt, der Minuten anzuhalten schien.

„Bis sieben also?", fragte Remus dann.

„Dann muss ich am Tor sein, ja. Snape hat Dumbledore gesagt, ich würde ihm beim Einkaufen helfen", grinste Harry und Remus kicherte leise.

„Dass ich das noch erleben darf. Severus Snape hilft Harry Potter und belügt dafür seinen Mentor." Harry grinste ebenfalls.

„Geht mir auch so, aber denken wir da nicht weiter darüber nach. Tonks sagte was von einem Schlafzimmer." Remus blick wurde schakalhaft und im nächsten Moment fand Harry sich auf den armen des Älteren wieder, der ihn in den hinteren Teil des Zeltes brachte. Mit einem Wink war eine Wand aufgebaut und zwei Betten erschienen. „Wow. Das geht aber einfach", meinte Harry.

„Spezielle Zauber. Alastor hat sie eingebaut. Er hasst es, beim Schlafen beobachtet zu werden", meinte Remus und legte Harry auf dem Bett ab.

„Und? Was wolltest du hier?" fragte er dann keck. Harry grinste und zog Remus zu sich runter.

„Ich träum auch von dir. Jede Nacht. Aber irgendwie fehlen jede Nacht mehr Details", flüsterte er. Remus nickte.

„Da hilft nur eines, Mr. Potter. Wir müssen Ihrem Gedächtnis ein wenig nachhelfen."

„Das sehe ich auch so, Heiler Lupin. Wo fangen wir an?" Remus grinste verschmitzt und kniete sich nun auf das Bett und verschloss Harrys Mund mit einem verführerischen Zungenkuss auf den Harry sofort einging.

„Und? Hilft das?", fragte Remus leise an Harrys Ohr, nachdem sie sich gelöst hatten.

„Nicht so richtig. Da war etwas, aber ich komm nicht drauf. Ich glaub wir müssen das noch mal machen", sagte er und Remus kicherte verhalten, ehe er den Kuss wiederholte und seine Lippen dann langsam über Harrys Hals wandern lies zum Ohrläppchen des Jüngeren. „Hmmm. Eine hervorragende Idee", säuselte Harry und fummelte an Remus Hemdknöpfen herum, während der Werwolf dabei war an seinem Hals zu knabbern und ihm eindeutige Zeichnungen zu verpassen.

Behutsam drückte Harry Remus hoch, um das weiche Stück Baumwollstoff dann über Remus Schultern zu streifen. Und die Gelegenheit nutzte er auch, um die Positionen zu tauschen. Remus unter ihm knurrte wohlig, als Harry begann mit seiner Zunge zu spielen. Er spürte Remus weiche Hände auf seinem Rücken, wie sich einen Weg suchten den Pulli verschwinden zu lassen. Aber Harry wollte sich nicht gerade jetzt von Remus trennen. Er hatte grade eine perfekte Stelle für die Brandmarkung gefunden und Remus schien das zu merken, denn seine Hände suchten sich jetzt ihren Weg zu Harrys Hosenbund.

Ein kehliger Laut entkam Harrys Kehle, als Remus beim öffnen des Reisverschlusses gefährlich nah an seine Erregung kam. Harry kam der Verdacht, dass Remus dies absichtlich gemacht hatte, denn der Werwolf zog ihm gerade den Pulli aus und übernahm dann wieder die Führung. Während ältere Hände sich in seiner pechschwarzen, zerstrubbelten Mähne vergruben und geschwollene Lippen mit aufgerichteten Brustwarzen spielten, suchten jüngere Hände ebenfalls nach dem Bund der Hose, die Remus Männlichkeit einengte.

Remus keuchte heftig auf, als Harry sich am dem Reisverschluss zu schaffen machte. Die Berührungen dieser zärtlichen Finger, die ihm sanft die Hose über die Hüften schob, zusammen mit der Shorts waren einfach atemberaubend. Warum in Merlins Namen hatte er eigentlich nicht schon zum Märzvollmond beschlossen Albus zu zeigen, dass es eine Grenze gab. Warum erst jetzt? Er war wohl einfach zu gutmütig. Das Wort nein, gab es in seinem Wortschatz äußerst selten und wenn dann meist an den falschen Stellen. Er war immer derjenige, der die Arbeit machte, die andere nur selten tun wollten.

Mit einem Ruck fand er sich dann unter Harry wieder und bemerkte erst jetzt, dass der sein Werk vollendet hatte. „Du willst doch hoffentlich keinen Rückzieher machen", flüsterten geschwollene Lippen und grüne Smaragde sahen ihn fragend an.

„Das wäre Selbstmord", erklärte Remus und ließ eine Hand über die Brust des Jüngeren wandern, hinunter zum Bauchnabel, wobei die Bauchmuskeln verräterisch zuckten. Aber er wollte Harry jetzt nicht kitzeln. Er wollte ihn spüren. Ihn in sich aufnehmen und nie wieder gehen lassen.

Harry genoss diese Berührungen, legte wohlig seufzend den Kopf in den Nacken. „Komm her", flüsterte Remus samtene Stimme und Harry gehorchte ihr. Ihre Lippen trafen sich, verschlangen einander. Harrys Hände wanderten über Wangen, Schultern zu erregten Brustwarzen, die Liebkost werden wollten. Er ließ seine Lippen den Weg seiner Finger folgen, während Remus Hände, die enge Hose von seinem Gesäß schob.

Blitze durchzuckten sie, als ihre Männlichkeiten sich trafen. Von der Sehnsucht nacheinander angetrieben intensivierten sie ihr Spiel. Harrys Küsse wurden fester, seine Hände suchten sich einen Weg zu den Hüften des willigen Zauberers unter ihm. Remus Hände versuchten irgendwo an Harrys Körper halt zu finden, während seine Erregung sich an der des Jüngeren über ihm rieb und sie sich gegenseitig antrieben. Remus Atmung bescheunigte sich, der Puls stieg. Er konnte fast die Hormone spüren, die durch seinen Körper gepumpt wurden. Die Hand des Anderen an seinem Eingang zu spüren, war im ersten Moment eine Erlösung. Das Ziehen eine willkommene Ablenkung. Aber viel zu schnell wandelte sich das. Es regte ihn noch mehr an. „Oh Gott", stöhnte Remus heißer. „Harry… bitte…"

„Gleich", kam es keuchend von dem jüngeren über ihm.

Auch Harry kämpfte mit der Erregung. Remus Männlichkeit an seiner zu spüren, war wie Pures Adrenalin in seinen Adern, Remus hektisches Atmen Musik in seinen Ohren. Aber er wollte Remus keinen Schmerz zufügen.

Plötzlich hielt eine Hand die seine Fest. „Bitte…", keuchte Remus. „Tu es..."

Harry nickte nur knapp und Remus spreizte leicht die Beine. Ein zucken lief durch seinen Körper als Harry in ihn Eindrang, aber mit aller Gewalt hielt er an sich. Widerstand dem Strom, der ihn in die Tiefe ziehen wollte. Für diesen Moment.

Harry stöhnte heißer auf. Heiße Enge umschlang ihn, hüllte ihn ein. Er wagte es nicht sich auch nur einen Millimeter zu bewegen aus Angst, dass dann alles vorbei war. Remus keuchten drang an sein Ohr, der Schleier um ihn lichtete sich. Vorsichtig begann Harry sich zu bewegen. Sich zurück zu ziehen um dann wieder in Remus einzudringen. Ganz langsam.

Remus zog Harry an den Schultern zu sich runter, drückte seine Lippen auf blutroten des jüngeren, verwickelte ihn sanfte Zungenküsse, um sich ein wenig abzulenken und auch Harry. Eine zärtliche Hand umschloss seine Erregung und ein Finger rieb über die empfindliche Spitze. Ein Zucken lief durch seinen Körper und ein Stöhnen entwich seinen Lippen. Remus Hände verkrallte sich in Harrys Rücken, als dieser, seinen Rhythmus gefunden, das Tempo erhöhte und ein Meer aus Sternen tanzte vor Remus Augen, als der Jüngere die empfindliche Stelle traf. Seine Atmung wurde abgehackt, seine Gedanken vernebelten sich. Seine Ohren waren nur noch fixiert auf Harrys Atmung und das leise Stöhnen, das sich hin und wieder von den Lippen des Jüngeren Stahl. „Schneller", bat Remus zischen zwei hektischen Atemzügen. Seine Erregung pulsierte schmerzhaft, schrie nach Erlösung.

Harry kam diesem Wunsch sofort nach. Auch ihn ihm baute sich eine neue Welle auf. Diesmal unaufhaltsam wie ein Tsunami. Sein Handeln verselbstständigte sich. Er bewegte sich noch etwas schneller, drang noch tiefer in Remus ein. Dann zogen sich die Muskeln um seine Eigene Erregung eng zusammen und rissen ihn in die Fluten. Ertränkten ihn in einem Meer aus Leidenschaft.

Remus keuchte, beruhigte sich nur langsam. Er spürte wie Harry sich langsam aus ihm zurückzog und sich eng an ihn schmiegte. Remus wickelte die zerwühlte Decke um sie und lauschte Harrys ruhiger werdenden Atemzügen. Sein schlechtes Gewissen, Tonks und Alastor da draußen allein suchen zu lassen, kämpfte er mit dem Argument nieder, dass er jetzt wieder ruhiger schlafen würde. Vor allem besser. Er würde keine zwei Tassen Kaffee mehr brauchen, um richtig wach zu werden, weil er die halbe Nacht heiße und feuchte Träume gehabt hatte. Die Schlaflosigkeit würde schon früh genug zurückkommen.

„Bereust du es?", fragte Harry leise und sah Remus dann in die bernsteinfarbenen Augen.

„Nein. Keine Sekunde", bekam er zur Antwort und kurz darauf liebkosten ihn sinnliche Lippen. Harry seufzte leise auf und zog Remus über sich, vergrub seine Hände in den Haaren des Mannes. „Ich liebe dich", flüsterte Remus leise. Harry lächelte und zog Remus erneut zu sich ran.

„Ich dich auch."

Die nächsten Stunden verbrachten sie eng aneinandergekuschelt im Bett, immer wieder Zärtlichkeiten austauschend. Um halb sieben wurden sie dann aber von Tonks und Moody gestört. „Alastor. Nun komm schon. Warte noch ne halbe stunde. Bitte", flehte Tonks. Dabei hatten Harry und Remus auch gerade beschlossen sich anzuziehen. „ Warum soll ich mir meine altern Knochen...", begann der alte Auror, aber irgendwas ließ ihn stoppen.

„Alastor?", fragte Tonks.

„Mädchen… das willst du nicht wissen", sagte der Auror.

„Sind sie etwa noch…", meint Tonks leise und Remus kicherte, während Harry feuerrot im Gesicht wurde und schnell in seine Unterwäsche und Hose schlüpfte.

„Ich finde das nicht witzig", zischte Harry Remus zu.

„Nun zier dich nicht so. Alastor hat uns nicht das erste Mal so gesehen", sagte Remus und ließ die Wände verschwinden. Harry stand damit einer Tonks, die ihn mit großen Augen musterte und einem schief grinsenden Moody gegenüber.

„Netter Anblick", sagte Tonks dann. „Hab ich auch eine Chance mal den Rest zu sehen?" Harry sah sie mit großen Augen an und nun prustete auch sie los. „Schon gut, Harry. Krieg dich ein. Du bist ne Spur zu jung. Außerdem möchte ich keinen Ärger mit Remus haben oder mit Sirius."

„Na komm du Schürzenjäger. Zieh dich an. Ehe Tonks sich das noch mal überlegt. Severus wartet nicht gern", meinte Remus und zog Harry seinen Pulli über den Kopf. Zehn Minuten später, landeten sie dann, Harry unter seinem Tarnumhang versteckt, in Hogsmeade.

„Kommst du noch mit?", fragte Harry leise.

„Ja. Bis zu den Toren. Albus würde mich sonst wohl bemerken", meinte Remus leise. Kaum dass sie das Dorf hinter sich gelassen hatten warf Harry den Umhang auch über Remus und schlang seinen Arm um dessen Hüfte. „Gut, dass er so groß ist, was?" meinte Remus.

„Das hab ich auch schon oft gedacht", sagte Harry leise.

Am Tor war noch niemand zu sehen, aber sie waren auch zehn Minuten zu früh dran. Harry beschloss diese letzte Gelegenheit zu nutzen und drückte Remus gegen den steinernen Pfosten, um ihn dann vernichtend zu küssen. „Harry…" meinte Remus leise.

„Sch. Snape ist noch nicht da", flüsterte Harry und küsste Remus erneut.

„Das sehe ich aber anders", meinte die kühle Stimme des Zaubertränkemeisters und Harry fuhr erschocken herum.

„Mein Gott. Müssen Sie sich so anschleichen", seufzte Harry und ließ den Tarnumhang, der ihnen verrutscht war, ganz fallen.

„Kommen Sie. Das Abendessen beginnt gleich", sagte Snape und öffnete die Tore.

„Wir sehen uns", meinte Remus und gab Harry noch einen leichten Kuss auf die Wange.

„Hoffentlich bald, damit meine Träume nicht wieder so nachlassen." Remus gluckste leise.

„Ich werde mich beeilen. Und Severus… Danke." Snape zog verwundert die Augenbraue hoch.

„Kommen Sie, Potter", sagte er dann aber nur. Harry folgte seinem Lehrer nur widerstrebend, da dieser unerbittlich auf das Schloss zuschritt.

In der großen Halle waren schon fast alle Schüler anwesend als Harry rein kam. Und die Tatsache, dass der meistgehasste Lehrer hinter ihm herging löste natürlich einiges an Getuschel aus. „Sie stehen mal wieder im Mittelpunkt, Potter", knurrte Snape.

„Sie sind daran nicht unschuldig, Sir. Warum folgen Sie mir auch so direkt", meinte Harry und ließ sich dann zwischen Ron und Hermine nieder. Snape warf ihm noch einen bösen Blick zu, sagte aber nichts weiter.

„Wo warst du Harry?", fragte Ron verwundert. Wir haben dich den ganzen Nachmittag gesucht."

„Einkaufen mit Snape. Die Hölle sag ich euch. Diese Strafarbeit werde ich Dumbledore nie verzeihen."

„Einkaufen, so. so", meinte Hermine und beugte sich dann ganz dicht zu Harry. „Ihr hättet vielleicht auch an ein Halstuch für dich denken sollen." Harry sah seine Freundin entsetzt an, die seinen Pulli etwas höher zupfte.

„So deutlich?", fragte er leise.

„Nicht zu übersehen", meinte sie. Etwas verschämt sah Harry auf seinen Teller und beeilte sich mit dem Essen. Nicht das noch mehr Leute seine Brandmarkung zu Gesicht bekamen.

Harrys Meditation klappte nach diesem Abend sehr viel besser. Er spürte tief in sich eine wärmende Quelle. Sie pulsierte in seinem ganzen Körper. Sie war da, das wusste er, nur sich darauf fixieren schaffte er nicht. Dafür war sie noch zu schwach. Snape erklärte ihm, er sei auf dem richtigen Weg. Er müsste nur mehr trainieren.

Arthur tauchte dann am Montagabend auf. Er hatte seine Kontakte spielen lassen und für heute Abend einen Prüfungstermin bekommen, da Harry und seine Freunde ja schlecht im Unterricht fehlen könnten. Sowohl zum, als auch auf dem Weg vom Ministerium wurden alle drei von einer Eskorte sechs Ordensmitgliedern begleitet. Aber zum Glück gab es keine Zwischenfälle. Weder auf dem Weg noch beim Test selbst. Alle bestanden ohne Probleme.

Am Dienstagabend tauchte Remus dann plötzlich, von Hagrid gefolgt, im Schloss auf. „Harry. Hast du Albus gesehen?", fragte er sichtlich aufgeregt.

„Ich denke er ist schon beim Essen. Was ist denn los?", fragte Harry überrascht.

„Wir haben es", meinte Remus leise und eilte zur Großen Halle, nur um einen Moment später zurück zu kommen und der Schulleiter trat aus einer Seitentür.

„Remus, Was gibt es?", fragte er angespannt.

„Wir haben es", sagte Remus knapp.

„Gut. in einer Stunde im Grimmauldplatz. Ich gebe allen bescheid", sagte der Schulleiter und verschwand in sein Büro. Remus schenkte Harry ein Lächeln.

„Vor einer Stunde gefunden. Leider sind die Todesser auch dicht dran. Ich muss zu Tonks und Moody. Das Schild muss noch verstärkt werden." Dann war der Werwolf auch schon wieder verschwunden.

„Ob wir wohl mitdürfen?", fragte Ron.

„Das Schwert holen? Denk daran wir brauchen Lisa dafür und sie ist Voldemorts Gefangene. Ich glaub nicht, dass wir da mitdürfen", meinte Hermine.

„Ich mein auch die Sitzung", sagte Ron. „Sie wollen sicher besprechen…"

„Wir gehen mit. Und nun ruhig. Da kommt wer", sagte Harry und zog seine Freunde in die Große Halle.

„Wir können doch nicht so einfach mitgehen", protestierte Hermine leise.

„Lisa ist meine Freundin und es ist meine Schuld, dass sie entführt wurde. Ich habe nicht richtig aufgepasst. Ich werde doch wohl wenigstens erfahren dürfen wie der Plan für ihre Rettung aussieht", erklärte Harry und setze sich nervös auf seinen Platz.

Sie hatten es gefunden. Sie hatten endlich Excalibur gefunden. Nun mussten sie nur noch Lisa befreien. Dann würden sie das Schwert in Sicherheit bringen können. Hoffentlich tappten die Todesser noch im Dunklen und hatten die Höhle noch nicht entdeckt. Sonst gäbe das ein Problem.

Die Stunde ging schneller rum, als Harry erwartet hatte. Sie hatten kaum zu Ende gegessen und sich etwas wärmere Umhänge geholt, da mussten sie auch schon runter um Dumbledore nicht zu verpassen. Sie kamen grade angelaufen als der Schulleiter das Schloss verließ. Schnell holten sie ihn ein. „Wir würden…"

„Sicher dürft ihr mitkommen. Ich habe auch nichts anderes erwartet", lächelte er Hermine an, die gerade hatte fragen wollen.

Im Orden wurde der Schulleiter scheinbar schon ungeduldig erwartet. Zumindest machte Sirius diesen Eindruck, der sie hereingelassen hatte. Und in der Küche traf Harry zunächst der Schlag. Neben den wenigen Ordensmitgliedern, die Harry kannte, war auch noch eine Reihe ihm unbekannter dabei und es gab keinen einzigen freien Platz mehr. Und dann entdeckte er Remus, der dicht neben dem Stuhl, der für Dumbledore frei geblieben war saß und sie zu sich winkte.

„Wir haben das Schwert gefunden. Remus wärst du so freundlich", begann Dumbledore die Sitzung nachdem Harry und seine Freunde sich auch gesetzt hatten.

„Sicher", sagte der und stand auf. Mit einem Schwung seines Stabs erschien eine Landkarte über dem Tisch.

„Genau hier", Remus ließ einen Roten Punkt link von Loch Ness erscheinen, „haben wir es gefunden. Dank seiner eigenen Magie. Wir haben ein Dämpfungsschild über die Höhle gelegt, weil Todesser in der Nähe sind.

Die Wege zur Höhle sind uneben, und schon lange nicht mehr begangen worden, daher können wir davon ausgehen, dass die Muggel keine Ahnung davon haben, welcher Schatz dort in der Nähe liegt. Wir sollten uns trotzdem beeilen. Das Schild wird sicher nicht lange unentdeckt bleiben", sagte er uns setzte sich dann wieder.

„Hast du es gesehen?" fragte Sirius spontan.

„Ja. Es ist es ganz sicher. Die Klinge leuchtet wie poliertes Silber, es hat einen goldenen, reichverzierten Griff und steckt fest in einem Stein, der gegen alle möglichen Zauber geschützt ist. Merlin wusste wirklich was er tat", erklärte Remus.

„War auch wohl nicht anders zu erwarten. Wir werden Lisa brauchen um es zu bekommen", stellte Horatio fest.

„Und darin liegt das Problem. Keiner weiß wo genau sie festgehalten wird. Der Standort von Toms Hautquartier ist mit dem Fidelius geschützt, der Geheimniswahrer unbekannt", erklärte Dumbledore.

„Dann haben wir keine Chance", meinte eine der Fremden.

„Wieso? Wir könnten die Todesser bei der Höhle abfangen und ihnen die Hölle heiß machen. Sie wissen ja nicht, dass wir wissen was sie suchen", meinte Sirius mit einem Funkeln in den Augen und sich die Hände reibend.

„Du willst dich du-weißt-schon-wem allein in den Weg stellen? Bist du total wahnsinnig oder hast du Todessehnsucht?" fragte ein anderer Mann, den Harry auch nicht beim Namen kannte, aber er musste ihm recht geben.

„Ich sag nicht dass ich mich ihm allein in den Weg stelle. Aber wenn wir es mit mehreren machen ist die Chance, dass wir ihn aufhalten größer. Außerdem müssen wir doch nur Lisa befreien und können uns zurückziehen", erklärte Sirius.

„Er wird Lisa sicher als Schild benutzen und wenn sie unter dem Imperiusfluch steht wird sie auch nicht freiwillig mit uns mitkommen", meinte Hermine.

„Er kann sie nicht unter den Imperiusfluch stellen", erklärte Dumbledore. „Merlin wird bedacht haben, dass es in der Zukunft möglich sein wird, den Willen eines Menschen zu manipulieren. Der Imperiusfluch zwingt einem den Willen eines Fremden auf, immer in böser Absicht und das verunreinigt die Seele. Ebenso die Veränderung des Gedächtnisses. Tom darf Lisa in keinem Fall aktiv beeinflussen. Sie muss ihm das Schwert aus freien Stücken geben."

„So dumm ist Lisa aber nicht", meinte Ron.

„Davon bin ich auch überzeugt. Aber würdest du nicht auch alles tun, um Hermine das Leben zu retten. Auch wenn du weißt, dass es falsch ist?", fragte der Schulleiter.

„Was meinst du damit Albus?", erkundigte sich ein Zauberer mit silbernem Haar und einer pfeifenden Stimme. Elphias Dodge, einer der Zauberer seiner Leibgarde, wie Harry sich erinnerte.

„Ich habe Grund zu der Annahme das Voldemort eine Kopie von Harry dazu benutzen wird, um Lisa so zu beeinflussen, dass Lisa ihm das Schwert gibt", erklärte Dumbledore.

„Lisa weiß, dass ich mich ihm niemals anschließen würde. Darauf wird sie nicht hereinfallen", erkläre Harry fest.

„Nicht wenn du sie davon überzeugen wolltest ihm das Schwert zu geben. Aber wenn Tom droht dich zu töten, wenn sie ihm das Schwert nicht gibt? Meinst du nicht, dass Lisa alles tun würde um dich zu retten? Auch wenn du noch so sehr darum bittest, sie soll es nicht tun?" fragte der Schulleiter.

„Und wie will er eine Kopie von Harry machen?", fragte Ron.

Der Schwarzhaarige sah Dumbledore in die Augen und dann kam ihm die Erleuchtung. „Vielsafttrank. Scott hat heute Morgen Haare von meinem Unhang gesammelt und nicht nur den Staub abgeklopft, oder?"

„So ist es. Er bekam heute kurz vor dem Unterricht die Anweisung dazu. Er ist gleich nach der Stunde zu mir gekommen."

„Dann haben wir keine Chance", seufzte Dädalus Diggel.

„Nicht wenn wir Lisa von der Wahrheit überzeugen könnten", warf ein anderer Zauberer mit weißem Bart und rundem Gesicht ein. Er sah irgendwie aus wie der Weihnachtsmann der Muggel. Nur nicht so beleibt um die Mitte rum.

„Und wie willst du das machen? Dich auch in Harry verwandeln?", fragte Charly Weasley, der den Mann scheinbar kannte.

„Ich sitz doch hier", meinte der Gryffindor.

„Du", sagte Sirius streng und sah Harry finster an, „wirst im Schloss bleiben und dich nicht in Gefahr begeben."

„Nicht mal in die Nähe", fügte Remus hinzu. „Ich hab in Pembroke schon fast einen Nervenzusammenbruch bekommen."

„Meinetwegen wurde Lisa entführt", sagte Harry den Blick auf Sirius und Remus gerichtet. „Wenn ich nicht so darauf aus gewesen wäre Pettigrew zu fangen, wäre das nicht passiert. Es ist meine verdammte Pflicht sie da raus zu holen. Außerdem werden wir die Todesser wohl keinen Monat mehr daran hindern können das Schwert zu finden. Oder kann Professor Snape einen Vielsafttrank aus dem Ärmel schütteln?"

„Wenn irgendwer Schuld hat, dann ich, Harry. Ich war für Lisa verantwortlich. Ich hätte sie wegbringen müssen, anstatt dir zu helfen. Aber du weißt was ich für dich empfinde. Und ich ertrage nicht noch mal so eine Situation wie in Pembroke", sagte Remus und wurde dabei immer leiser.

„Keiner von euch hat Schuld", erklärte Dumbledore. „Aber Harry hat recht. Wir haben keine Zeit selbst einen Vielsafttrank herzustellen. Aber wir werden dich nicht mitnehmen, Harry. Tom wird mit Sicherheit dort sein und er wird es sich nicht entgehen lassen, zu versuchen dich in die Finger zu bekommen, mit oder ohne Schwert", erklärte der Schulleiter streng.

„Du hast schon eine Idee, oder?", fragte Bill

„Ich bin mir sicher einer von uns wird Lisa genauso gut überzeuge können", sagte Dumbledore.

„Aber mir vertraut sie. Und es wird sie verwirren mich zwei Mal zu sehen", konterte Harry.

„Du bist kein Ordensmitglied, Harry. Lasst uns überlegen wie wir Lisa befreien", sagte Molly.

„Wir werden sie einkreisen, wenn sie in der Höhle sind", erkläre Dumbledore und begann die Leute aufzuteilen. Dazu benutzen sie einen genauen Plan der Höhle, den Remus ebenfalls mitgebracht hatte. Harry hörte dabei nicht wirklich zu, er war einfach nur wütend auf Dumbledore, dass er es immer noch nicht begriffen hatte. Er wollte nicht mehr wie ein Baby beschützt werden. Er hatte genug davon sich zu verstecken. Woher sollte er die Erfahrung nehmen Voldemort zu besiegen, wenn nicht ihm Kampf.

Eine Stunde später reisten sie dann zurück nach Hogwarts. Harry hatte sich dazu gezwungen ein Lächeln aufzusetzen, als er sich von Remus und Sirius verabschiedet hatte. Er hatte keinen Nerv auf noch mehr Diskussionen darüber, dass er im Schloss bleiben sollte.

Dort zurück begegnete Harry Professor Snape, bei dem er eigentlich hatte noch mal Nachsitzen müssen. Der Lehrer musterte den Gryffindor kalt, aber Harry würdigte ihn keines Blickes sondern lief gradewegs in den Gryffindorturm, wo er sich in einen Sessel fallen ließ. „Nun krieg dich wieder ein, Harry. Es sind genug Ordensleute da. Die werden das schon schaffen", meinte Hermine. Harry schnaubte nur.

„Also ehrlich Kumpel. Irgendwie hab ich das Gefühl du bist scharf aufs Kämpfen", bemerkte Ron.

„Ich bin nur scharf darauf meinen Freunden zu helfen", antwortete Harry gereizt und erhob sich. „Ich geh schon mal vor. Wir treffen uns um Mitternacht wieder hier. Ich will etwas allein sein."

„Harry…", begann Hermine, aber der Angesprochene Unterbrach sie.

„Es liegt nicht an euch. Ich brauch etwas Zeit für mich und keine Sorge, mir wird nichts passieren." Damit verließ Harry den Gemeinschaftsraum und wanderte ziellos durchs Schloss. Er war einfach nur genervt, weil ihn keiner Verstand. Er hatte nicht vor sich einzumischen, er wollte nur Lisa da raus holen. Sie retten. War das denn so schwer zu verstehen? Glaubte Remus etwa er würde sich keine Sorgen um ihn machen? „Verdammter Mist", fluchte Harry und schlug mit der Faust gegen die Wand.

In den nächsten zwei Tagen versuchte Harry verzweifelt einen wirklich guten Grund zu finden, warum er doch mit nach Loch Ness gehen sollte, aber er fand keinen. Nichts Vernünftiges viel ihm ein. Den Freitagnachmittag versuchte er sich dann mit Meditation abzulenken, erfolglos. Also machte er sich auf den Weg in Slytherins Kammer, um sich dort auszutoben. Irgendwie musste er Dampf ablassen. Sich davon ablenken, dass sein Freund sich heute Abend in Lebensgefahr begeben würde.

Nach einigen Stunden in denen er unerbittlich Flüche auf Strohpuppen abgefeuert hatte stieg er sich völlig verschwitzt und außer Atem hinauf in die Schule und nahm erstmal ein Bad. Draußen war es bereits dunkel und ein Blick auf die Uhr zeigte ihm, dass es nach sieben war. Das Essen hatte also schon lange begonnen. Dennoch sah Harry keinen Grund zur Eile. Er würde sich nachher etwas aus der Küche holen. Das wäre einfacher, als sich jetzt abzuhetzen. Um acht Uhr ging er dann erfrischt und erholt runter. Dobby war hellauf begeistert, dass Harry ihn besuchen kam und überhäufte ihn gerade zu mit etwas zu Essen. So richtig schmecken wollte es ihm aber nicht. Der Orden wollte um neun Uhr losschlagen. Er hatte von Professor McGonagall erfahren, dass Voldemort sich heute Abend das Schwert holen wollte. Der Dunkle Lord hatte es scheinbar sehr eilig.

Plötzlich schlug die Tür zur Küche krachend auf und Harry fuhr herum, seinen Zauberstab gezogen. Aber es war nur seine Wahrsagelehrerin, die mit verklärtem Blick in der Tür stand. „Mr. Potter?", fragte sie lallend. „Wollen Sie mich etwa verhexen?"

„Eh… nein. Sie haben mich nur erschrocken", meinte Harry und steckt seinen Stab wieder weg.

„Tut mir leid. Das war nicht meine Absicht. Aber wie sollte ich denn wissen, dass hier ein Schüler ist. Was tun Sie eigentlich hier?", fragte sie auf Harry zuschwankend.

„Ich hab das Abendessen ver… schlafen und… ist alles in Ordnung?" Harry musterte seine ehemalige Lehrerin besorgt. Eine Sherryfahne schlug ihm entgegen und sie sah nicht grade gesund aus. Irgendwie blass.

„Sicher", meinte sie und ließ sich Harry gegenüber fallen. „Es geht mir bestens. Warum sollte es mir auch schlecht gehen? Ich muss mir ja nur mit einem halben Pferd meinen Unterricht teilen."

„Sie meinen Firenze, oder?" fragte Harry behutsam nach. Ron hatte ihm erzählt, dass die Wahrsagekurse aufgeteilt worden waren. Die Dritte und vierte wurden von dem Zentauren unterrichtet, die Klassen darüber von Trelawney.

„Wen denn sonst", zischte die Lehrerin. „Wenn Dumbledore mich nicht so freundlich darum gebeten hätte, wäre ich schon längst weg von hier."

„Na ja… also… eigentlich…"

„Sagen Sie nicht, Sie mögen diesen alten Gaul?", fragte Trelawney entsetzt.

„Er hat mir einmal das Leben gerettet", meinte Harry setzte aber bei dem enttäuschen Blick der Lehrerin hinzu: „Der Unterricht bei Ihnen war aber besser. Nur bei mir war wohl schon von Anfang an alles verloren."

„Sagen Sie das nicht, Mr. Potter. Sie haben eine starke Aura. Ihr inneres Auge ist sehr gut ausgeprägt. Sie müssten nur… Hicks… Verzeihung. Ich hab wohl etwas zu viel getrunken. Ich denke ich gehe besser zu Bett." Harry nickte und sah der Lehrerin noch nach wie sie zur Tür ging und Dort wie erstarrt stehen blieb.

Eine düstere Zukunft erwartet uns, denn der dunkle Lord ist seinem Ziel nahe. Ab heute Nacht wird das Legendäre Schwert ihm gehören. Der Auserwählte wird in dieser Nacht alles verlieren. Erfüllt von Hass, Enttäuschung und Trauer wird er in die dunkle Seite der Magie versinken. Und nach einem Schwarzen Krieg wird der Auserwählte zu einem noch grausameren Herrscher aufsteigen, als es der dunkle Lord je war."

Harry starrte Trelawney entsetzt an. Ihm war sofort klar geworden, dass dies eine absolut echte Prophezeiung war. Die gleiche Trance wie damals in der Wahrsageprüfung, die gleiche Stimme wie die, die er im vergangenen Sommer in Dumbledores Denkarium gesehen hatte.

Aber nur langsam sickerten die Worte in sein Gehirn. ... Ab heute Nacht wird das Legendäre Schwert ihm gehören. Der Auserwählte wird alles verlieren… „Voldemort bekommt Excalibur und Remus… NEIN!" Harry sprang auf und rannte so schnell er konnte in Richtung Dumbledores Büro. Remus durfte nicht sterben, er musste im Grimmauldplatz bleiben. Er würde es nicht ertragen Remus noch mal zu verlieren. Er würde nicht zulassen, dass sich diese Voraussage bewahrheitete. „Schokoeclair", keuchte Harry am Wasserspeier angekommen, aber nichts tat sich. „Verdammt! Professor, ich muss mit ihnen reden. Es ist wichtig! Lebenswichtig", rief Harry. Aber immer noch rührte sich nichts.

„Professor Dumbledore ist vor zehn Minuten gegangen, Harry." Der Gryffindor fuhr herum. Der Fast Kopflose Nick schwebte direkt vor ihm. „Was wolltest du denn von ihm?"

„Scheiße", fluchte Harry aber nur und rannte los, direkt durch den Geist hindurch hinaus aufs Gelände.

Zehn Minuten. Das hieß er war schon im Grimmauldplatz. Hoffentlich schaffte er es sie einzuholen. Er musste es einfach schaffen. Das schwarze Schmiedeeiserne Tor war verschlossen und Harry kam schlitternd zum stehen. Im selben Moment wie er es Ergriff um es aufzuziehen, wurde er von einer Druckwelle zurückgeworfen. „Verdammt! Das darf doch wohl nicht wahr sein!", fluchte Harry ungehalten. Er probierte eine Reihe von Zaubern aus, aber keine zeigte Wirkung. Nicht mal ein schwarzmagischer Pulverisierungszauber.

„Was is n hier los?", fragte Hagrids Stimme von der andern Seite und zog seinen Stab und ließ das Tor aufschwingen. Harry starrte seinen Freund eine Sekunde lang an ehe er an seinem Freund versuchte vorbeizuschlüpfen mit den Worten.

„Ich muss zu Dumbledore. Es ist wichtig!"

„Du weißt, dass du das nicht darfst", sagte Hagrid aber und hielt ihn fest.

„Wenn ich es nicht tue wird Remus sterben", erklärte Harry aufgeregt. Verdammt er hatte doch keine Zeit! „Bitte. Lass mich. Ich muss", flehte er heiser und Hagrids Miene wurde unergründlich.

„Harry…"

„Bitte. Du willst das doch nicht. Lass mich", bat er noch mal zitternder Stimme.

„Komm erstmal mit und erklär er mir", sagte der Halbriese und ließ Harry los.

„Dafür hab ich keine Zeit", meinte Harry und sprintete los.

„Harry!" rief Hagrid ihm nach und schien ich auch zu folgen. Aber Harry hatte schon das Ende der Schilde erreicht. „Mir wird nichts passieren", sagte er noch und apparierte zum Grimmauldplatz kurz bevor Hagrid nach ihm greifen konnte.

Hastig klopfe er dort an die Tür und ein ziemlich irritiert aussehender Sirius öffnete ihm. „Was hast du denn hier verloren?", fragte er.

„Sind sie schon weg?", keuchte Harry.

„Ja. Sie wollten sich alle in Schottland treffen. Aber… was ist los?"

„Remus… er wird sterben… ich… drück mir die Daumen…", sagte Harry und disapparierte auf der Stelle. Verdammt. Hoffentlich war er noch nicht zu spät. Bitte. Er durfte einfach noch nicht zu spät sein.

Er hatte auf den Weg der zur Höhle führte konzentriert. Vorsichtig sah er sich mit gezogenem Stab um. Langgelaufen war hier jemand. Die Frage war nur wer. Todesser schienen aber nicht in der Nähe zu sein. Hinter ihm ertönte ein leises Plopp und Harry fuhr herum und hielt seinem Paten den Stab an die Kehle. „Was zum Teufel ist los? Und wie kommst du darauf das Remus stirbt?" zischte er und zog Harry in die Büsche an einem Hang.

„Sirius bitte. Ich hab keine Zeit", sagte Harry.

„Oh doch. Entweder erklärst du es mir, oder wir beide gehen sofort in den Grimmauldplatz." Harry seufze.

„Trelawney. Sie hat eine Voraussage gemacht. Eine echte. Vor vielleicht einer halben Stunde. Voldemort bekommt Excalibur und er Auserwählte wird alles verlieren. Du weißt, dass ich der Auserwählte bin. Ich werde nicht zulassen das Remus stirbt", sagte Harry mit bebender Stimme.

„Trelawney. Na klasse. Bist du dir sicher?"

„Ja. Und du gehst auch wieder", sagte Harry, der gerade eine zweite eigene böse Vorahnung hatte. Vielleicht sollte alles genau so passieren? Vielleicht würde er nicht nur Remus sondern auch Sirius verlieren. Immerhin war von alles die Rede.

„Was? Und dich hier mit den Irren allein lassen? Ich werde ganz sicher nicht…"

„Du wirst gehen", sagte Harry fest und richtete den Stab auf Sirius.

„Das wagst du dich nicht", flüsterte der.

„Sirius. Ich werde alles verlieren, hat sie gesagt und du gehörst auch dazu. Ich ertrage es nicht noch ein Mal dich nie wieder zu sehen", sagte Harry nur mühsam die Tränen unterdrückend.

„Ich werde aufpassen. Mir wird nichts passieren. Aber ich lass dich nicht…Ich würde es auch nicht ertragen dich zu verlier…"

„NEIN!" platzte Harry heraus. „Du gehst nicht mit. Wenn du mir auch nur ein kleines bisschen vertraust, gehst du zurück in den Grimmauldplatz! Ich kann nicht auf dich und Remus aufpassen und wenn ich euch beide Verliere…", sagte Harry und ließ den Satz offen. Der zweite Teil der Prophezeiung kam ihm in den Sinn und Sirius das jetzt zu sagen würde ihn nur noch mehr Zeit kosten.

„Aber ich kann auf mich aufpassen", sagte Sirius entschieden.

„Vertrau mir doch endlich einmal! Wenigstens du!" Harry hatte fest geschrieen und Sirius starrte ihn an.

„Ich vertraue dir Harry doch", sagte er dann leise.

„Dann geh. Misch dich hier nicht ein. Bitte", flüsterte Harry mit Tränen in den Augen. Sirius schwieg einen Moment und nickte dann.

„Versprich mir gesund wieder zu kommen."

„Ja und nun geh", antwortete Harry.

„Du musst nur den Weg hoch. Sei vorsichtig", sagte Sirius und verschwand.

„Das bin ich", erklärte Harry und schloss die Augen um sich zu konzentrieren. Er hatte nicht vor selbst in die Höhle zu spazieren. Das war wirklich zu gefährlich. Aber er hatte auch einen Plan. „Geminaris", sagte er deutlich, den Stab erst auf sich gerichtet und dann neben sich. In einem gelbblauen Glitzern erschien ein nahezu genaues Abbild seiner. Einen Zauber den er schon vor einer Weile in Snapes Buch gefunden hatte. Er erstellte eine lebensechte Kopie von seinem selbst. Man lenkte dieses Abbild mit Konzentration und Willenskraft. Man konnte sogar sehen was das Abbild sah, wenn man die Augen schloss und sich genug konzentrierte. Einziger Nachteil, diese Kopie konnte nicht zaubern und wurde sie von einem Fluch getroffen löste sie sich auf. Und über größere Distanzen wurde es auch schwerer das Bild aufrecht zu erhalten. Er musste also in der Nähe bleiben. Schnell warf Harry sich und seinem Abbild seinen Tarnumhang über und schlich den Weg entlang Richtung Höhle, seine Umgebung immer im Auge behaltend. Es war mucksmäuschenstill. Ein gutes Zeichen, redete er sich sein, um die Schreckensbilder, die sich in seinem Kopf aufbauten zu vertreiben.

Der Weg war uneben und einige Male stolperte Harry auch und dann erreichte er die Höhle. Er versteckte sich am Eingang und schloss die Augen um das zu sehen was die Kopie sah, die er jetzt im Schatten der Steine um die Ecke schlich. Er hörte wie jemand seinen Namen rief, aber darauf konnte er jetzt nicht auch noch reagieren. Er erinnerte sich, dass Remus zusammen mit den Ordensmitgliedern, die er kannte in der Höhle war, um dort die Todesser zu empfangen. Nur versteckte er sich links oder rechts? Verflucht er hätte doch besser aufpassen sollen. Aus einem Gefühl heraus wandte er sich nach links.

„Mr. Potter?", fragte einer der unbekannten Zauberer leise und alle anderen, darunter auch Remus und Dumbledore sahen sich um. Sie kauerten hinter Felsbrocken die scheinbar einmal aus der Decke gefallen waren. Auf allen vieren krabbelte Harry-Kopie zu ihnen rüber.

„Bist du wahnsinnig? Die Todesser tauchen hier jeden Moment auf. Mach das du hier weg kommst", zischte Remus ihm zu und auch Dumbledore schien enttäuscht zu sein, aber das interessierte Harryjetzt am wenigsten.

„Nur wenn du mitkommst", sagte er zu ihm. Der echte Harry dankte stumm allen dafür, dass er seine Kopie sprechen lassen konnte.

„Harry", mahnte Dumbledore eindringlich.

„Trelawney hatte eine Vision, Sir. Gerade eben. Sie hat gesehen, dass Voldemort das Schwert bekommt und… Remus stirbt", erklärte Harry gepresst und sah Dumbledore direkt in die Augen. „Es war eine echte Voraussage", setzte er hinzu.

„Sie hat gesagt, dass ich sterbe?", fragte der Werwolf leise entsetzt nach. Harry schluckte.

„Sie hat gesagt, dass der Auserwählte heute Nacht alles verlieren wird", flüsterte Harry die Tränen unterdrückend.

„Ist Sirius auch hier?" fragte Remus besorgt.

„Nein", meinte Harry unterrücken.

„Dann hoffen wir mal, dass es so bleibt", flüsterte Charly.

„Er weiß auch worum es geht", sagte Harry und betete, dass Sirius wirklich weg bleiben würde und sich nicht zu einer Dummheit hinreisen ließ.

„Wo bist du, Harry?", fragte Dumbledore ruhig und Remus runzelte die Stirn. Harry hatte aber erkannt, dass Dumbledore seinen Zauber wohl durchschaut hatte, denn bei so einer Kopie konnte man in keinen Geist eindringen. Sie hatte keinen und der Geist des echten Menschen konnte man nicht erreichen, die magische Bindung war dazu nicht stark genug.

„Vor der Höhle in der Nähe der anderen. Remus, bitte. Komm mit. Ich will dich nicht… verdammt die Todesser kommen", flüsterte Harry und hätte sein Double beinahe aufgelöst.

„Rühr dich nicht", zischte Remus und zog das ihn in Deckung. „Ich werde aufpassen, Harry. Versprochen. Ich weiß bescheid und mir wird nichts passieren. Halte dich aus der Sache raus. Bitte."

„Ich werde aber nicht gehen. Ich werde hier bleiben", sagte Harry fest.

„Seit still", mahnte einer der Anderen und im nächsten Moment sah Harry wie Voldemort, Lisa fest am Handgelenk gepackt und gefolgt von vier Todessern die Höhle betrat.

„Du weißt was du zu tun hast", zischte Voldemort und gab Lisa einen Schubser in Richtung Schwert. Das Mädchen sah völlig verstört aus. Sie zitterte am ganzen Körper, ihre Kleidung war schmutzig. „Na mach schon", fauchte er und richtete den Stab auf sie. Harry beobachtete angespannt wie Lisa auf den Felsen kletterte, beinahe zwei mal abrutschte, und dann mit beiden Händen den Griff umfasste. Das schwache silberne Leuchten der Klinge wurde stärker. „Los. Zieh es raus", sagte Voldemort barsch.

„Es gehört dir aber nicht", sagte Lisa mit erstaunlich fester Stimme. „Ich darf es dir nicht geben."

„Doch. Es ist ganz allein deine Entscheidung, wem du das Schwert gibst. Die Magie hilft dir nur die Entscheidung zu treffen. Und du solltest es mir geben. Oder möchtest du dass Harry stirbt?" Voldemort hatte dabei recht amüsiert geklungen und Lisa sah jetzt entsetzt aus. „Oh doch du kleine Naive Kröte. Ich habe Harry", zischte der dunkle Lord.

„Das glaub ich nicht", sagte Lisa leise. „Harry ist viel mächtiger als du."

„Pah. Niemand ist mächtiger als ich. Schon gar nicht dieser Bengel. Schafft ihn rein. Wir werden ihr wohl zeigen müssen wie jämmerlich ihr großer Held ist", lachte Voldemort und einer der Todesser verschwand.

Der echte Harry blinzelte kurz und sah wie vor der Höhle acht Todesser standen. Einer davon gleich ihm aufs Haar. „Komm. Wir brauchen dich", sagte der dazugekommene barsch und Harry sah sich selbst nicken. Er nahm noch einen schluck aus einem Gefäß und verschwand dann mit zweien der Todesser.

„Draußen sind noch sechs", raunte Harry Remus zu und der nickte leicht. Harry sah zu wie die Todesser seinen Doppelgänger in die Höhle schleppten und ihn zu Voldemorts Füßen warfen. Die Kleider waren schmutzig und zerrissen. And er Stirn hatte er eine Platzwunde. Es sah aus als hätte man den, der den Vielsafttrank genommen hatte, anschließend ordentlich zusammengeschlagen. Wer sich das wohl hatte antun müssen?

„Harry!", rief Lisa entsetzt und stürzte zu dem am Boden liegenden Todesser.

„Lisa." Die Stimme war schwach und klang brüchig, aber eindeutig nach ihm.

„Es ist meine Schuld. Ich… ich hätte…" flüsterte Lisa weinend.

„Hör auf zu wimmern", scharrte Voldemort und zog die Kleine brutal weg. Harry bebete vor Wut, ebenso wie das von ihm erschaffene Double. Sein Vielsafttrank Doppelgänger dagegen versuchte sich gerade aufzurichten.

„Lass sie in Ruhe", keuchte er.

„Halt den Mund", scharrte ein Todesser und trat ihm in die Rippen. Lisa wimmerte auf, während Harry zusammenzuckte. Es tat schon weh zu sehen, wie man selbst verprügelt wurde.

„Gib mir das Schwert, dann werde ich Potter nichts tun. Aber wenn nicht dann… Crucio!" Ein gellender Aufschrei zerriss sie Stille der Höhle und Lisa schrie weinend: „Hör auf! Lass ihn in Ruhe!" Voldemort nahm den Fluch von dem Todesser und lachte auf. „Dann gib mir das Schwert, oder dein Freund wird erfahren was es heißt vor Schmerzen den Verstand zu verlieren."

„Tu es nicht", würgte der gepeinigte Harry hervor.

„Harry." Lisa standen die Tränen in den Augen.

„Bitte. Tu es… AHHHHHHHHH!" Voldemort hatte erneut den Cruciatus gesprochen und Lisa schluchzte herzerreißend. Draußen fragte der echte Harry sich, wann der Orden denn endlich eingreifen wollte.

„Na los! Potter wird das auch nicht ewig mitmachen. Irgendwann wird er den Verstand verlieren. Er wird niemanden mehr erkennen, nicht mehr sprechen und schon gar nicht mit dir spielen", zischte Voldemort. Lisa stand schniefend vom Boden auf und kletterte erneut zum Schwert. Und genau in diesem Moment stand Dumbledore auf.

„Lisa", sagte er deutlich und alle Todesser wirbelten herum.

„Albus. Schön, dass du zu meinem Triumph gekommen bist. Lisa das Schwert." Das Mädchen umfasste Fest den griff und zog daran.

„Tu es nicht", sagte Dumbledore. Lisa, das Schwert halb aus dem Stein gezogen sah auf. „Das ist nicht Harry, Lisa. Jemand hat sich in Harry verwandelt. Dem echten geht es gut und er macht sich sehr große Sorgen um dich", sagte Dumbledore.

„Er lügt Lisa. Er will Harry opfern um selbst das Schwert zu bekommen. Gib es mir und ich werde Harry am Leben lassen. Das Verspreche ich dir."

„Klar. So wie du mir vor sechs Jahren versprochen hast meine Eltern zurück zu holen", sagte Harry und stand auch auf. Es hatte ihn keine Sekunde länger an seinem Platz gehalten. Lisa sah zwischen den beiden Harrys hin und her. „Ich bin der echte", sagte die Kopie, neben Remus.

„Was soll das Dumbledore?", fragte der Harry-Todesser keuchend vom Boden. „Was ist das für ein Spiel?"

„Harry?" fragte Lisa verstört.

„Dass du so tief sinken würdest, hätte ich nicht erwartetet, Albus. Ziehst so eine Komödie hier ab und willst deinen Liebling opfern, nur um das Schwert zubekommen", scharte Voldemort.

Währenddessen überwältigten die Ordensmitglieder draußen gerade die Todesser nahezu lautlos. Drinnen hörte man nur vereinzelt leise Schreie, die aber bei Voldemorts Worten untergingen.

Lisa sah immer noch verängstigt von einem zum anderen. „Das ist nicht ihr ernst, Dumbledore. Tun sie doch was", keuchte der Todesser, der sich als Harry ausgab.

„Remus", flehte er dann und Remus zuckte zusammen. „Remus ich dachte du liebst mich?"

„Ich liebe den echten Harry", sagte er fest.

„Lisa das Schwert. Gib es mir. Es ist doch nur noch ein kleines Stück. Dann beende ich dieses Spiel und du kannst zu Harry. Zu dem echten Harry", sagte Voldemort fest.

„Nein. Tu es nicht", rief der Harry neben Remus und der der am Boden lag sah Lisa einfach nur an. Lisa schloss die Augen und zog Schwert ganz aus dem Stein und nur eine Sekunde später hatte Voldemort es in den Händen.


Na das ist doch mal ein dramtisches Ende, oder?
Ich weiß ich bin fies, so ein Cliff zum jahresende. Aber das ist doch mal ein gruter grund sich schnell das nächste Jahr herbei zu wünschen, oder?

Nächstes Jahr... hihi wie das klingt... gibt es dann natürlich die Auflösung darum wie es mit Lisa und co weiter geht. Außerdem gibt es ein neues teilweise schon klärendes Zusammentreffen mit Spahira und Linnéa und auch beginnen wir dann mit der auflösung um das Geheimnis der drei mysteriösen Schüler. Es wird also mehr als spannend

Bis dahin,
Eure Imo