A/N: I'm so sorry. Ich hoffe, ihr seid noch da. Wenn nicht, bin ich selbst Schuld. Ich kann nur hoffen, dass ihr alle Alerts aktiviert habt. ;) Very much sorry. D Viel Spaß! :)

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Danke

- meiner Beta Meg

- MaiaMay: Ja, wie ich es geahnt habe... Du bist nicht mehr da, trittst mich nicht mehr und es vergeht fast ein Jahr, bis ich wieder was veröffentliche. Meine Güte, beim letzten Kapitel warst du noch da und nun kommst du schon bald wieder. ;)

- Eule20: Joar... nee... ne? ;) Wäre schön, wenn ich die Geschichte schon fertig hätte. Zur Zeit keine Spur und meine Muse ist auf Urlaub. Ich hoffe, ich werde noch ein Ende finden und ich hoffe, es kommt dann nicht zu prompt.

- not necessary: Du bist also mit dem Ende von Band 7 auch nicht zufrieden gewesen? Warum genau nicht? :)

- Aglimpseofthemoon: Danke für gleich 3 Reviews. :)

- Elaine Ende, aleksandramalfoy, la dame, JeannesEngelFynn, Padme, sweety-devil, AR/EW-Fan, Via (rotwerd), Loki Slytherin, Domi, Sonata304, StellaSnape112. strega79, Reditus Mortis, blacksyrra, SnapesWife, weihnachtskeks3, Nix, emilyLaing und SnowWhiteQueen08

You're the best, each of you… :)

LeakyC

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53. Eine lange Nacht

Hermine erfuhr am Abend, als sie aus dem Urlaub kamen, dass ihre Eltern vorhatten, Professor Snape einzuladen. Sie war ein wenig überrascht, wenn auch weniger unangenehm, wie sie es noch im vorletzten Sommer, vielleicht auch Winter, gewesen wäre.

Seitdem hatte sich ja nun einiges geändert. Obwohl sie nicht wusste, wie es nach einem Jahr, in dem sie sich nicht gesehen hatten, sein würde. Wenigstens hatte sich ihr Verhältnis deutlich gebessert nach dem unliebsamen Besuch im Sommer '98, aber nichts sagte ihr, dass sie auch weiterhin einen Stein bei ihm im Brett hatte.

"Wir können dich die Tage auch ausquartieren", drohte ihr Vater ihr scherzhaft.

"Nein, nein", widersprach das Mädchen ruhig, womit sie Christian Granger doch überraschte. "Ich denke, das wird schon alles gut klappen."

Damit war das Thema für sie erledigt gewesen, bis zu dem Abend, an dem ihre Mutter ihr mitteilte, dass Snape am nächsten Tag anreisen würde. Immerhin hatte Hermine nun weitgehend ihr eignes Leben. Sie studierte, verbrachte viel Zeit in der Uni und mit ihren Kommilitonen.

Außerdem gab es da noch Peter... Er studierte wie sie Arithmantik und außerdem Muggelkunde. Sehr schnell hatten sie sich angefreundet und Hermine wünschte sich eigentlich, dass sie irgendwann mehr sein würden. Peter war lieb und genauso bücherverrückt wie sie. In vielen Dingen waren sie sich ähnlich. Doch die Zeit würde zeigen, wie sie wirklich zueinander standen...

Nach der Elf-Uhr-Vorlesung beeilte sie sich, nach Hause zu kommen. Um halb Eins sollte es Essen geben und der Professor hatte wie immer zehn Minuten länger geredet. Dann hatte Peter sie noch eingeladen und schlussendlich gab es da noch den Mittagsverkehr...

Um fünf nach halb Eins stürmte sie in das Haus ihrer Eltern. "Hallöchen", grüßte sie. Da fiel ihr Blick auf Snape. "Guten Tag, Professor Snape", grüßte sie ihn strahlend und hoffend, dass er es nicht in den falschen Hals bekam. Sie befreite sich von ihrer Tasche und stellte sie in die Ecke.

Ihr ehemaliger Lehrer räusperte sich. "Hallo, Miss Granger." Er klang seltsam, wie sie fand.

"Oh bitte!" Hermines Vater schlug die Hände zusammen. "Hört doch auf damit."

Snape sah ihn fragend an.

Hermine lächelte freundlich. "Was mein Dad damit sagen will, ist, dass wir die Förmlichkeiten unterlassen sollen. Allerdings weiß ich nicht, ob Ihnen das recht ist. Mich dürfen Sie allerdings mit Hermine anreden. Die Miss Granger lass ich in der Regel an der Uni."

"Ähm, ja...", was alles, was Snape antwortete, bevor er nun von Hermines Mutter in den Garten geschoben wurde.

"Setzt euch", sagte sie und deutete auf die Stühle. Hermine allerdings kehrte in die Küche zurück und füllte schon einmal die Kartoffeln in eine Porzellanschüssel. Draußen hörte sie ihre Eltern und Snape reden.

Dann kam Jaqueline Granger in die Küche. "Holst du uns bitte Weingläser aus dem Wohnzimmer?"

"Sicher." Sie lief hinüber, holte vier Stück und brachte sie dann gleich nach draußen.

Ihre Mutter stellte die Platte mit den Rouladen auf den Tisch und als alle saßen, verteilte sie das Essen. "Ich hoffe, du magst Rouladen?", fragte sie Snape.

Lächelnd nahm dieser seinen Teller entgegen. "Natürlich."

Nachdem alle vier ein Glas Wein bekommen hatten, hielt der Herr des Hauses seines in die Höhe. "Auf unseren Gast. Ist wirklich schön, dass du da bist." Er strahlte Snape an.

"Auf ein gutes Essen", meinte Severus und sie stießen an.

Hermine musste lächelnd, als ihr durch den Kopf ging, wie schrecklich das erste Treffen damals gelaufen war. Dieses war ruhig und harmonisch. Sie freute sich beinahe, ihren alten Zaubertranklehrer an ihrem Tisch sitzen zu haben.

Natürlich wollte sie später noch mit ihm sprechen, Hunderte Fragen fielen ihr ein, wenn sie an Hogwarts dachte. Was sich alles verändert haben mochte? Und wie es den einzelnen Lehrern ging? Wie der neue Zaubertränkeleistungskurs doch gewesen war und wie die Prüfungen ausgefallen waren?

Aber vorerst erzählten ihre Eltern von dem Marokko-Urlaub, der wirklich himmlisch gewesen war. Blaues Meer, weiße Strände. Und sie war von ganz allein total braun geworden.

Ab und zu beteiligte sie sich mit ein paar Worten am Gespräch, hörte aber, wie Snape, die meiste Zeit zu. Nebenher ließ sie ihren Blick wandern und wenn sie an Hogwarts' Zaubertränkemeister vorbeikam, lächelte sie ihn an. Sie war nicht mehr überrascht, wenn er es erwiderte. Vielmehr irritierte es sie, dass sie manches Mal seinen Blick spürte und wenn sie ihn ansah, seine Augen bereits wieder - oder wie zuvor auch schon? - auf ihrer Mutter oder ihrem Vater ruhten, die unaufhörlich berichteten.

Irgendwann beendeten sie allerdings das Thema und Hermines Mutter richtete sich an Snape: "Wie lange wolltest du denn ungefähr bleiben?"

"Oh." Er räusperte sich erneut. "Ich befürchte, ich werde morgen Nachmittag bereits wieder abreisen müssen."

"Och nein." Sofort legte Christian Granger ihm eine Hand auf die Schulter. "Sense, ich bitte dich!"

Hermine schmunzelte in ihr Glas, das sie gerade zur Hand genommen hatte. Wie sie damals doch über diesen Kosenamen gespottet hatte!

"Es tut mir Leid", antwortete Snape erst, doch nach kurzem Schweigen fügte er hinzu: "Ich erwarte eine Eule meines Vorgesetzten. Er wird mir mitteilen, ob er mich sofort wieder braucht oder nicht."

Hermines Mutter seufzte. "Aber für einen Spaziergang werden wir noch Zeit haben, meinst du nicht?"

"Sicher."

Hermine runzelte leicht die Stirn. Entweder, Professor Dumbledore ließ ihn nicht gerne aus den Augen, oder es steckte etwas Anderes dahinter. Vielleicht war es auch nur eine dumme Ausrede..? Sie machte sich ein paar Gedanken, während sie ihr Gespräch fortführten.

Dann warf Hermine einen Blick auf die Uhr. "Himmel, schon so spät?" Es war bereits fast drei Uhr. "Ich muss los." Sie sprang auf und eilte zur Küchentür. "Dad, kann ich das Auto haben?"

"Ja, sicher. Aber wo musst du denn noch hin?", fragte ihr Vater.

"In die Uni. Um halb vier ist noch eine Vorlesung und die will ich auf keinen Fall verpassen." Damit verschwand sie im Haus. Sie eilte die Treppe hinauf, rannte sie wieder hinab, weil sie ihre Tasche vergessen hatte, stürmte erneut hinauf in ihr Zimmer, tauschte einen Ordner aus und packte sich im Erdgeschoss noch eine Flasche Wasser ein.

Zurück auf der Terrasse ließ sie sich den Autoschlüssel geben. "Danke. Bis später."

"Wann kommst du zurück?", wollte ihre Mutter wissen.

"Zum Abendessen, denke ich. Aber wartet nicht auf mich. Ich bin danach noch mit Peter verabredet."

"Peter?" Ihr Vater war überrascht.

"Ein Kommilitone", entgegnete Hermine und stoppte noch einmal an der Tür. Konnte sich ihr Vater überhaupt etwas merken? Ein weiterer Blick auf die Uhr ließ sie aufstöhnen. "Oh, wenn ich das noch schaffe...!"

"Warum apparieren Sie nicht einfach?", mischte sich da auf einmal Snape ein.

Hermine verzog das Gesicht. Welch Ratschlag, dachte sie ironisch. Doch dann sah sie es ein. Er konnte es nicht wissen. "Geht nicht. Wir sind anderthalb Kilometer zu weit weg. Deswegen fahre ich mit dem Auto bis zu einem der kostenlosen Parkplätze und dann... Nun ja. Ich erzählen es Ihnen später, einverstanden?" Sie holte hektisch Luft. "Und stellen Sie sich auf eine lange Nacht ein. Sie müssen mir von Hogwarts erzählen, ja? Okay. Dann... Tschüss." Sie hob die Hand und lief los. "Tschüss", rief sie ein letztes Mal von drinnen, bevor sie aus dem Haus stürmte, in den Mini ihrer Mum sprang und davon brauste.

Eine lange Nacht, dachte sie. Ja, sie würde schon rauskriegen, was Snape wirklich vorhatte...

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Am Abend kam sie wirklich erst nach dem Abendessen. Peter hatte sie nach dem Kaffee noch zum Essen eingeladen und das konnte sie sich einfach nicht entgehen lassen.

Um Neun verabschiedete sie sich allerdings von ihm und eilte nach Hause. Es war schon unhöflich genug, wenn man Besuch hatte, so spät zu kommen, da wollte sie es nicht übertreiben.

Sie fand ihre Eltern und Snape im Garten sitzend, bei Kerzenlicht und Mondschein. Es würde eine warme Nacht geben, obwohl der Tag nicht ganz so heiß gewesen war.

"Nabend", grüßte sie und ließ sich in den Stuhl zwischen Snape und ihrer Mutter fallen. "Entschuldigt, dass ich so spät komme, aber Peter hat mich zum Essen eingeladen und..."

"Schon gut, Hermine", unterbrach Snape sie.

Das Mädchen sah ihn einen Moment an. Nein, sie war es wirklich nicht gewohnt, dass er sie mit seiner dunklen Stimme beim Vornamen nannte. Und trotzdem war das okay, vollkommen sogar, denn sie hatte es ihm ja angeboten.

Sie lächelte. "Danke. Es tut mir trotzdem ein wenig Leid, Professor. Wenn Sie wirklich morgen schon abreisen müssen und ich möchte doch so viel erfahren."

"Wie Sie sagten, wir haben die ganze Nacht", lächelte er.

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Gegen Elf verabschiedeten sich Hermines Eltern ins Bett.

"Aber lasst euch nicht stören. Nun kann Hermine dich die halbe Nacht mit Fragen löchern", meinte ihr Vater, der neben ihr stand, und streichelte ihr einen Moment über den Rücken.

"Schlaft gut." Hermine, die sich gerade noch einen Orangensaft geholt hatte, drückte ihrer Mutter einen Kuss auf die Wange.

"Du auch. Gute Nacht, Severus."

"Gute Nacht."

Die Grangers verschwanden und sie waren allein.

Hermine ließ sich wieder in ihren Stuhl fallen, lehnte sich zurück und warf einen Blick in den sternenklaren Himmel. Eine wunderschöne Nacht...

"Nun", holte sie Snape schlussendlich aus ihren Gedanken, "was möchten Sie wirklich wissen?"

Hermine strahlte ihn an. "Am liebsten alles. Von Anfang an. Wie war das Jahr? Ist irgendetwas Tolles oder Aufregendes passiert? Und wie waren die Prüfungen? Sind alle durchgekommen?"

Snape lachte kurz auf. "Sie sollten doch Lehrerin werden. Dann wüssten Sie zumindest immer über alles Bescheid."

Ein bisschen verlegen wiegte Hermine den Kopf hin und her. Dann wartete sie darauf, dass ihr Lehrer zu erzählen begann.

"Um genau zu sein", meinte Snape, "war es doch wie jedes Jahr. Schüler kamen und gingen, die einen erwartungsgemäß gut, die anderen möglicherweise unterdurchschnittlich schlecht. Alles keine Weltneuheiten. Zugeben muss ich, dass mich mein Leistungskurs nicht sonderlich gefordert hat."

"Also keine zukünftigen Professoren?" Hermine schmunzelte.

Snape verzog das Gesicht. "Eher nicht."

Beide mussten lachen.

"Wie geht es Professor McGonagall? Und Professor Dumbledore?"

"Beide wohlauf, möchte ich meinen. Minerva hat den Hauscup schon wieder gewonnen. Entschuldigen Sie, wenn ich Sie Ihrer Illusion über Ihre ehemalige Hauslehrerin beraube, aber die Gute kann dann zu einem richtig gemeinen Biest werden."

Hermine lachte. Das passte nun wirklich nicht zu McGonagall, obwohl sie immer gewusst hatte, dass die Lehrerin für Verwandlung in Sachen Quidditch unberechenbar war.

"Und Professor Dumbledore..." Plötzlich verdüsterte sich Snapes Gesicht ein wenig. "Er schafft es einfach immer wieder, die Menschen zu überzeugen." Er schwieg eine Weile, schien seinen Gedanken hinterher zu hängen.

Hermine beobachtete ihn von der Seite, bis er den Kopf wandte und sie ansah. Dieser Blick gefiel ihr. Er jagte ihre einen Schauer über den Rücken.

"Auf jeden Fall hat er mir zu verstehen gegeben, dass er Sie alle manchmal vermisst. Aber", er setzte sich gerade in seinem Stuhl hin und nahm sich sein Weinglas, "das geht uns wohl allen so."

Hermine war überrascht von seiner Aufrichtigkeit. Sie lernte ihren ehemaligen Lehrer nur noch aus den seltsamsten Blickwinkeln kennen. "Bei so vielen Schülern kann man sich das kaum vorstellen", antwortete sie. "Aber anfangs ist es mir auch schwer gefallen... Ich wurde natürlich gewohnt nervös, als es auf den ersten September zuging, allerdings sind wir nicht in die Winkelgasse gereist und haben neue Umhänge und Bücher gekauft. Es kam keine Post aus Hogwarts..." Nun seufzte auch sie. "Natürlich bin ich in die Winkelgasse, um mir Bücher fürs Studium zu holen, aber das war nicht das Gleiche. Ich hab die vielen Kinder gesehen, wie sie aufgeregt von Flourish & Blotts zu Madam Malkin rannten und irgendwie stand ich mittendrin und konnte mich doch nicht zurechtfinden. Es ist gemein, dass man plötzlich so einfach nicht mehr dazugehört."

Hermine nahm ihren Orangensaft, trank einen Schluck und starrte in das Glas. Nach einem Augenblick des Schweigens sagte sie schließlich: "Entschuldigen Sie, das ist albern."

"Ach was." Severus beugte sich nach vorn. "Das ist es nicht. Nur Sie sollten sich nicht ausgestoßen vorkommen. In Hogwarts sind Sie alle immer willkommen."

"Ich weiß", flüsterte Hermine und beugte sich ebenfalls vor, stellte ihr Glas weg und blickte auf ihre Hände.

"Nun." Snape legte ihr die Fingerspitzen auf das linke Knie. "Gehen wir ins Bett? Es ist doch schon recht spät und morgen ist auch noch ein Tag."

Hermine sah auf. "Okay." Sie lächelte.

Snape erwiderte und sie erhoben sich. Während der Zaubertränkemeister die Gläser in die Küche brachte, machte Hermine die Kerzen aus.

Zusammen schlichen sie die Treppe hinauf, bevor sich im oberen Stockwerk ihre Wege trennten.

"Gute Nacht", wisperte Hermine.

Snape lächelte ein letztes Mal. "Schlafen Sie gut."

Somit verschwand Hermine in ihrem Zimmer. Innen setzte sie sich aufs Bett und bewegte sich fünf Minuten nicht von der Stelle. Sie saß einfach da und starrte vor sich hin. Ihr Blick wanderte schließlich von ihren Händen auf ihr Knie, wo Snapes Finger sie berührt hatten, dann an die Wand ihr gegenüber, wo die Auszeichnung von Hogwarts hing.

Schließlich stand sie auf, schälte sich aus ihren Klamotten, schlüpfte in ihr Nachthemd und kaum lag sie im Bett, war sie auch schon eingeschlafen.

Sollte das, was sie in dieser Nacht träumte, wirklich einmal Realität werden?

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…to be continued...

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