Allen wünsche ich einen guten Rutsch und ein glückliches 2010!!!

Danken will ich vorallem Quarks für die treue Arbeit als Beta!

Und euch, dafür, dass ihr die Geschichte weiter lest und hin und wieder ein Review hinterlasst. Vielleicht habt ihr zwischen Neujahr und Heilige Drei Könige etwas mehr Zeit dafür ;).

Gruß Rudi


Margret und der Geheime Rat

In dem kleinen Zimmer war es sehr warm, was aber überhaupt niemanden störte. Der Winter hatte Einzug gehalten, der Kalender schmückte sich noch mit Bildern von Herbstblättern, aber die Natur schrieb ihre eigenen Regeln.

Nein, Schnee lag noch nicht über den Ländereien von Hogwarts, aber der Frost hatte die Landschaft im Griff. Dicker Raureif lag auf jedem einzelnen der vielen Zweige im verbotenen Wald. Langsam wurde es hell, aber es blieb ruhig. Auf Hogwarts war Ausschlafen angesagt.

Harry griff neben sich, aber der Griff ging ins Leere. Felicitas hatte sich doch in den frühen Morgenstunden mit ihm hingelegt, sie konnte doch unmöglich schon wieder wach sein? Müde fielen ihm die Augen wieder zu, was sie schmunzelnd beobachtete. Sie, seine Freundin, hatte in der Nacht keine Ruhe gefunden, zu viel war geschehen. Um zu viele Menschen machte sie sich Sorgen, aber sie war froh, dass diese Gedanken ihren Harry noch nicht erreicht hatten. Sie würden früh genug auf ihn hereinstürzen, aber vielleicht konnte sie zuvor noch einiges beeinflussen?

Der gestrige Ball war nur noch Nebensache. Ihr Kleid, welches achtlos auf dem Boden lag, zeugte noch davon, aber in ihre Erinnerung hatten sich andere Bilder eingebrannt. Zuerst musste sie zur Krankenstation, vielleicht wusste Poppy etwas über ihn, der sich noch nicht zurückgemeldet hatte. Sie sprang vom Kaminsims mitten in das Zimmer, von da auf das Bett. Sie konnte nicht widerstehen, Harry einmal quer über das Gesicht zu schlecken. Der Sprung auf die dicke weiche Decke weckte ihn nicht, zu oft hatte sie es geübt. Die vier samtweichen Pfoten hinterließen auch keine Spuren auf dem Stoff, da die Krallen eingezogen waren.

Harry brummte nur und fuhr sich über das Gesicht, da war sie aber auch schon wieder weg. Felicitas hatte Gefallen daran gefunden, wieder einmal in ihrer Animagusfigur durch das Schloss zu schleichen. Viele Gerüche und Geräusche nahm sie als Katze anders war. Vielleicht würde sie etwas mehr erfahren, oder Gefahren früher erkennen, welche in diesem alten Gemäuer lauerten.

Ihre Pfoten führten sie in die große Halle, vor Stunden rauschte hier noch der Halloweenball und was war jetzt? Die Hauselfen mussten eine Arbeitsorgie gefeiert haben. Die Kürbisse kreisten immer noch an der Decke, auf den Tischen war auch noch etwas Dekoration verteilt, aber sonst war alles bereit für den nächsten Tag.

Wo wollte sie überhaupt hin, zu Nanda konnte sie nicht. Tante Marbel würde gleich Verdacht schöpfen. Alle anderen waren müde, nur Felicitas nicht. Es würde ihr nicht gefallen, Tantchen mochte es nicht, wenn man zu viel experimentiert. Ginny war ja auch dort, sie würde aufpassen, dass Nanda seine Wunde versorgen ließ. Seit er mit einigen Freunden in London studierte, war er oft bei der Tante. Trotz allem Nationalstolz studierten immer noch viele Offiziersanwärter aus Indien in England. Nanda war es Recht, er konnte näher bei seiner Ginny sein. Mit seinen Freunden führte er ein Leben, das seine Mutter nicht begeistern würde.

Moody, nein, den besuchte sie nicht. Er lag mit seinem Verband in der Krankenstation und konnte ruhig mal darüber nachdenken, wie er in diese Situation gekommen war.

Die beiden Patil Schwestern waren bei ihrer Mutter. Sie hatten die vom Orden angebotene Wohnung nicht angenommen. Nun verbrachten sie die Zeit bis zur Beerdigung bei in London lebenden Verwandten. Diese halfen ihnen auch bei der Vorbereitung für die Beerdigung.

Severus! Ach je, wenn sie als Katze herumschlich, konnte sie nicht reagieren, wenn er sie über den Mehrwegespiegel rufen würde.

Der Kaminsims war doch zu eng. Einer Katze boten die großen Kamine in der Halle genug Platz, aber einer jungen Frau nicht. Eine Vase ging zu Bruch und sie war froh, dass niemand ihr Missgeschick sah. Sie müsste erklären, warum sie, mit den Beinen schaukelnd, auf dem Kaminsims saß.

Den Spiegel hatte sie dabei, aber der hatte keinen Anrufbeantworter. Er speicherte die Nachrichten nicht und Severus direkt anzusprechen konnte sie nicht. Wer weiß, wo der gerade war? Sie verwandelte sich zurück in die Katze und machte sich auf den Weg hinab in die Kerker. Die Räume waren noch so, wie sie diese verlassen hatte. Nanda hatte einen Trank gebraucht, auch der alte Moody hatte nach einem Schmerzmittel verlangt, was ihm schwer gefallen war, aber die Schmerzen hatten seinen Stolz besiegt.

In seinen Privaträumen bewegte sich jemand. Er war schon da und hatte sich nicht gemeldet? Gut, das musste er nicht, aber sie hätte es schon erwartet. Vielleicht war er nicht alleine, dann wäre es unpassend, hineinzuplatzen. Unsichtbar teleportierte sie hinein, nur um kurz darauf enttäuscht wieder im Flur aufzutauchen. Der alte Schulleiter saß in Severus' Wohnzimmer, er schien auch auf ihn zu warten. Alle ihre Tricks wollte sie diesem nicht verraten, also klopfte sie höflich an. Kurz überlegte sie, die Nachthemdnummer, welche ihr Moody vorgeworfen hatte, aufzuführen. Dies würde aber unglaubwürdig wirken, denn Snape, in dessen Räume Dumbledore war, würde sich davon nicht beeindrucken lassen.

Dumbledore rief weder ‚herein' noch öffnete er die Türe. Vermutlich wollte er nicht, dass Besucher ihn in Snapes Privaträumen vorfanden. Es könnte dem Image von Snape schaden, galt er doch als Informant von Voldemort. Wenn sie es sich richtig überlegte, hatte sie keine Lust, dem Alten Gesellschaft zu leisten. Sollte er sich doch melden, wenn er wollte.

Wenig später hatte sie sich für ihren liebsten Zeitvertreib entschieden. Heute war kein Unterricht und so konnte sie hier unten ungestört wirken. Im Klassenzimmer für Zaubertränke standen zahlreiche Kessel, und in jedem brodelte ein Trank. Es sollte wie im Unterricht überall der gleiche Sud köcheln, Felicitas eilte zwischen den Arbeitsplätzen hin und her. Sie notierte die Ergebnisse ihres Versuches. Sämtliche erdenkbaren Fehler hatte sie ausprobiert, in den einzelnen Tränken fehlten Zutaten oder wurden in der falschen Reihenfolge hinzugefügt. In manchen Kesseln hatte sie in die falsche Richtung, zu viel oder im schlimmsten Fall gar nicht gerührt. Bis zum Frühstück konnte sie noch die Gegenmaßnahmen erproben. Die diesbezüglichen Tipps, die Severus immer sofort parat hatte, musste er doch irgendwo herhaben. Der ursprüngliche Dampf über den Kesseln hatte längst den Status Qualm erreicht. Niemand wird sie fragen müssen, wo sie gewesen war. Beim Frühstück werden manche etwas weiter wegsitzen. Jetzt waren es auch nur noch zwei Tränke, die irgendwie gerettet werden mussten.

„Evanesco!"

Überrascht sah sie auf. Ein abgekämpft wirkender Snape, der an seinem Schreibtisch stand, lächelte etwas, wurde aber sofort wieder ernst. „Niemals eine so eingebrannte Pampe anrühren, du weißt nie, was sich gebildet hat. Entweder es fliegt einem der Kessel um die Ohren, oder die Dämpfe sind schädlich!"

***

Zum Frühstück kamen die Schüler nur vereinzelt. Ron sah überrascht auf Felicitas. „He, seit wann bist du bei den Frühaufstehern?"

„Ganz selten, Ron, ich konnte einfach nicht mehr weiter schlafen. Ihr seid auch nicht viel beim Frühsport gewesen?"

„Falsch vermutet, Feli. Wir waren noch nicht draußen, hast du Lust mitzukommen, sonst sind wir nur zu dritt?"

„Ist das nicht zu gefährlich, nach dem, was letzte Nacht los war? Er meint, wir sollten noch vorsichtiger sein."

„Wer?"

„Natürlich er!" Sie sah zum Lehrertisch, an dem Professor Snape saß und sich leise mit dem Schulleiter unterhielt.

„Davon lass ich mich nicht abschrecken, wo war er denn, als wir Hilfe gebraucht haben?"

„Ron, du laberst doch nur Schwachsinn, aber ich habe dich gewarnt. Du solltest wissen, dass wir nicht zu ängstlich sind. Denk an 9 ¾, hättet ihr auf uns gehört, wäre der Schulbeginn für Hermine schmerzloser angelaufen."

„Ja, ja!", brummte Ron verärgert. „Du bist ja die Hellseherin schlechthin. Mit deiner Besserwisserei nervst du!"

Er stand auf, nicht bevor er sich den restlichen Toast in den Mund geschoben hatte und winkte seinen Frühsportlern.

Am liebsten wäre sie aufgesprungen und hätte den Frühsport mitgemacht, ihr Umhang bot eine Menge an Mittelchen, die dieser Macho nicht einmal in Erwägung gezogen hätte. Gerade wollte sie ihm folgen, als Catherine sich neben sie setzte. Sie hatte sich kaum etwas auf den Teller genommen und stocherte in ihrem Rührei herum.

„Feli, hallo, hörst du mich?"

„Klar Catherine, was ist?

„Man sagt, dass Parvati irgendetwas angestellt hat, sie hat Hogwarts verlassen müssen, genauso Padma."

„Wer sagt so etwas?"

„Du verrätst mich nicht?"

Felicitas sah sie erschrocken an.

„Die Parkinson hat das ganz laut erzählt, Grabbe und Goyle haben ihr zugestimmt. Komisch war nur, als Malfoy etwas sagen wollte, wurde er von Daphne geküsst. Ganz intensiv und das vor uns! Mir kam es so vor, dass er darüber nicht ganz begeistert war."

Felicitas war hellhörig geworden. Es gab Leute, die das Leid der Zwillinge so schamlos nutzten, um ihnen zu schaden. Um von dem Thema abzulenken, erkundigte sie sich nach dem Halloweenball.

„Es war schon schön!", meinte Catherine, „da du es offensichtlich so gut mit Dumbledore kannst, wäre es toll, wenn wir erfahren würden, was mit den Patils passiert ist." Am Tisch wurde es unruhiger, Felicitas spürte, dass dies nicht nur die Meinung dieses Mädchens war.

Sie schaute zum Lehrertisch, an dem sich Dumbledore prächtig mit Madame Sprout unterhielt. Dumbledore hatte gestern die Mädchen sehr spät informiert, auch in der Schule wusste kaum jemand von dem Drama, insbesondere die Schüler nicht.

Ihre ganze Wut stieg in ihr hoch, es gab einen Toten, Trauernde und mindestens zwei Verletzte und der Alte dort oben amüsierte sich. Sie antwortete deshalb nicht gleich, als Hermine, die gerade an den Tisch kam, sie nach Ginny fragte.

„Laß sie mal", machte sich Dean Thomas lustig, „sie träumt noch von ihrer Ehrenrunde mit Professor Dumbledore." Felicitas drehte den Kopf zu Dean, Hermine sah sie bestürzt an. Sie kannte inzwischen die Mimik von Harrys Freundin, aber dieser Ausdruck löste in ihr Angst aus. Felicitas gebieterischer Blick und die pure Angst in den Augen des schwarzen Mitschülers, der scheinbar dem Blickkontakt nicht ausweichen konnte.

Hermine versuchte zu vermitteln, als dies erfolglos war, hob sie ihre Serviette, um den Blickkontakt zu unterbrechen. Vermutlich war sie damit zu spät, denn Dean Thomas brach der Angstschweiß aus. Plötzlich erhob sich Felicitas und verließ die große Halle. Alle kümmerten sich um den Mitschüler, der aber nicht reagierte, es sah so aus, als ob ein Film vor seinen Augen ablief. Unerwartet sprang er auf und eilte der Türe zu, welche Felicitas gerade durchschritten hatte.

Das nachdrückliche: „Mister Thomas!" McGonagalls hielt ihn auf. „Es scheint Ihnen nicht gut zu gehen, begleiten Sie mich doch bitte auf die Krankenstation."

Alle sahen der Hauslehrerin nach, welche ihren Schüler durch eine kleine Türe hinaus führte, niemand bemerkte, dass Professor Snape, leise und unauffällig wie immer, ebenfalls den Raum verließ.

***

Er rannte ihr nicht nach, nein, das konnte sie nicht erwarten. In seinem Wohnzimmer bestellte er sich bei einem Hauselfen eine Tasse Tee und fing an, den Tagespropheten zu lesen. Schon auf der ersten Seite ärgerte er sich, dass er sich das angetan hatte. Ein großes Bild vom Halloweenball auf Hogwarts zeigte lauter tanzende Paare und fröhliche Gesichter. Die Tatsache, dass es in dieser Nacht Mord und Verwüstung gegeben hatte, fand man erst auf der zweiten Seite. Hier sah man davon aber keine Bilder und keine Namen, weder von dem Ermordeten noch von weiteren Opfern, sondern nur einen neutral gehaltenen Bericht.

Es klopfte und er war sich sicher, dass es Albus war, denn Felicitas würde durch sein Arbeitszimmer kommen. Doch er irrte sich, Minerva McGonagall betrat den Raum.

„Oh, was verschafft mir die Ehre!"

„Spar dir deinen Spott", konterte Minerva.

„Haben wir ein Problem?"

„Eins? Eins mehr meinst du wohl. Nur eines haben wir schon lange, zu lange."

„Du sprichst in Rätseln."

„Deine Lieblingsschülerin hat heute wieder einmal sehr dramatisch darauf hingewiesen. Du weißt sicherlich, dass sie Mr. Thomas sehr unsanft behandelt hat?"

„Nicht warum, ich weiss nur, dass sie in seinen Gedanken spazieren gegangen ist und dabei habe ich sie gestört."

McGonagall sah ihn überrascht an und schüttelte den Kopf: „Das kannst du nicht, du kannst nicht in ihren Gedanken lesen, wenn sie dich nicht anschaut. Da kannst du schwarze Magie benützen, soviel wie du willst. Wie hast du sie also aufgehalten? Ihre Schuld an der Reaktion von Mr. Thomas ist ja sichtbar gewesen?"

Snape lächelte sie an. „Du traust mir also nicht zu, dass ich diese magischen Grenzen überschreite?" Er wartete wenige Augenblicke. „Du hast Recht."

Er legte seinen Mehrwegespiegel auf den Tisch und tippte ihn an. McGonagall schüttelte genervt den Kopf, zog ihrerseits ihren Spiegel. „Spielerei!"

„Aber wirksam! War dies dein Problem?"

„Nein! Ein weiteres Problem sind deine Schüler, wenigstens einige davon. Bitte unterbinde, dass sie herumerzählen, dass die armen Patil Geschwister von der Schule geflogen sind. Dies war auch der Grund des Streites am Tisch meiner Gryffindors, zusammen mit dem Fehlverhalten von Mr. Thomas."

„Mr. Thomas? Hat er wieder sein Gift versprüht, obwohl er wußte, dass Felicitas heute Morgen schon durch Mr. Weasley sehr gereizt wurde? Zum Gerede kann ich nur sagen, wer Platz für Gerüchte läßt, soll sich nicht wundern, wenn dieser ausgefüllt wird. Warum hat er es nicht verkündet? Auf was wartet er noch?"

„Hier sehe ich ja unser größtes Problem, er wollte gestern schon nicht die Stimmung betrüben, heute hofft er wohl, dass die Information von Außen kommt. Trotzdem wird man wohl mit deiner Lieblingsschülerin reden müssen, es geht nicht an, dass sie Mitschüler in so eine Panik versetzt."

„Was erwartest du jetzt von mir, nachdem du die Ursache selbst erkannt hast? Sprich Dumbledore an, er kann ja eine Gedenkminute abhalten. Felicitas gehört in dein Haus, nicht in meins."

McGonagall klopfte energisch auf den Tisch: „Du musst mit ihr sprechen, ich befürchte, sie ist in einer Laune, in welcher sie zu Vielem fähig ist."

„Nun, ich glaube, ich habe schon erwähnt, dass ich nicht der Schulleiter oder der Hauslehrer bin. Warum forderst du nicht Harry oder Ginny auf, Einfluss auf sie zu nehmen? Am besten wäre es aber, du sprichst selbst mit ihr."

Seine Gesprächspartnerin schnaufte verächtlich auf: „Du weißt genau warum! Du bist der Einzige, vor dem sie Respekt hat. Du bist derjenige, auf den sie hört!"

„Oh, das ehrt mich, bedenke aber, wenn ich zu viel rede und verlange, wird sie auch bei mir taub."

***

Harry setzte sich beruhigt auf seinen Platz, konzentriert verschloss er seine Erinnerungen. Nichts wollte er von dem nächtlichen Einsatz preisgeben. Ihn interessierte, warum die Auroren nicht einen Todesser festgesetzt hatten. Sie hätten sie nur einsammeln müssen. Die Vorarbeit hatten sie geleistet, bis hin zur Information an das Ministerium, wo die Todesser lagen.

Eine Sitzung des magischen Rates, der auch als Geheimer Rat bezeichnet wurde, weil keine Informationen nach außen drangen oder wenigstens sollten, am Vormittag war selten. Nach der Einladung zur Sitzung hatte er versucht, Felicitas zu informieren, aber die ging nicht an den Mehrwegespiegel. Vom Schulleiter hatte er erfahren, dass er Hermine beauftragt hatte, Felicitas zu informieren. Schnell überflog er den Tagespropheten auf seinem Tisch, zufrieden besah er sich das Bild vom Ball, man konnte Luna erkennen, auch Ron war zu sehen. Dieses Mal sah man kein Bild von Harry Potter, auch nicht von Felicitas. Er konnte mit dem neuen Chefredakteur zufrieden sein. Wenn es nach der Kimmkorn gegangen wäre, würde die Überschrift vermutlich ‚Harry Potter gibt einen Ball und ganz Hogwarts kommt' lauten.

Den Bericht, der von Hopkins vorgelesen wurde, war haarsträubend. Die Auroren hatten sich wohl mit Vorankündigung dorthin begeben. Jedenfalls fanden sie nur noch Spuren, das Aufregendste davon war sein Hexagramm.

„Herr Minister?", ein älterer Zauberer, der Harry bekannt vorkam, unterbrach den Bericht. Jetzt fiel es ihm wieder ein. Es war bei der Befragung von Percy gewesen. Archibald hieß er. Harry erinnerte sich an die Szene. Dieser Alte hatte sich auf seine Seite gestellt, als er eine Bestrafung der Umbridge gefordert hatte. Ganz im Gegensatz zu einer Hexe, welche Dumbledore Margret genannt hatte, die hatte Verständnis für die Umbridge gezeigt. Archibald erhob sich aus seinem Sitz und stützte sich auf seinen Stock: „Wer hat dieses Hexagramm erschaffen? Solche Artefakte lassen sich doch sicherlich zuordnen?"

Harry wurde es schlecht, was, wenn jetzt Hopkins seinen Namen nannte? Sicherlich hätten sie ihn schon längst verhaftet, oder wollten sie ihm die Chance geben, sich zu verteidigen.

Der Minister besprach sich kurz mit Madame Bones und auch Arthur Weasley nickte, einen Platz weiter an dem erhöhten Tisch sitzend. Den Blicken der Drei nach könnte es etwas mit ihm zu tun. Würden sie gleich ihn beschuldigen, die Arbeit der Auroren behindert zu haben? Oder gar die ganzen Angriffe des Abends verursacht zu haben?

Hopkins räusperte sich, so dass alle Anwesenden zu ihm sahen: „Archibald, wir wissen nicht, wer das Hexagramm erstellt hat. Wichtige Linien waren nicht mehr zu erkennen, da irgendjemand darauf gelegen haben muss. Auch sind einige Fußspuren daran schuld, dass es nicht mehr möglich ist."

Unmerklich atmete Harry auf, um gleich wieder zusammenzuzucken, denn der Minister sprach weiter.

„Die letzten Zauber, welche über dieses magische Zeichen ausgeführt wurden, haben wir ermittelt."

Im Raum war es still geworden, ganz still, selbst die alte Hexe zwei Plätze neben Harry hüstelte nicht mehr.

„Und?" Diese Margret, welche die Umbridge in Schutz genommen hatte, sprach allen aus der Seele.

„Nur Zauber wurden gesprochen, welche wir auch verwendet hätten." Enttäuscht sah Hopkins in die Runde. „Es waren die Suche nach schwarzmagischen Auren und danach nur noch nach magischen Gegenständen. Den Fußspuren nach waren viele Menschen dort. Interessant war nur, dass auch ein Pendel verwendet worden ist."

„Was war mit dem Zeichen am Himmel, Hopkins?", bohrte ein anderer Zauber weiter. „Man erzählt sich, dass sich über dem Wald das Bildnis einer enthaupteten Schlange, nebst Axt und abgetrenntem Kopf, drehte. Viele sehen darin ein Gegenstück zu dem dunklen Mal."

Der Minister blätterte und schüttelte den Kopf: „Im Bericht der Auroren wird das Zeichen nicht erwähnt, das Mal hat sich wohl schon aufgelöst."

„Wie lange braucht so ein Zeichen, bis es sich auflöst?" Harry sah den überraschten Hopkins an, wider Erwarten antwortete Madame Bones auf seine Frage.

„Das ist unterschiedlich, im Allgemeinen mindestens zwei Stunden, es kommt auf die Intensität an."

Harry sah Amalia erschrocken an, dann hatte es von der Alarmierung bis zum Eintreffen der Auroren über zwei Stunden gedauert. Er versuchte seine Vermutung in eine Frage zu formulieren, die nicht zu viel verraten würde. Der Alte mit dem Stock kam ihm zuvor: „Soll das heißen, dass es zwei ganze Stunden gebraucht hat, bis jemand vorbei geschaut hat, um für Ordnung zu sorgen? Das verstehe ich nicht, bisher gab es doch immer etwas Interessantes, wenn das Zeichen zu sehen war?"

„Es gab ja nicht nur der Zwischenfall in dem Wald, unsere Einsatzkräfte konnten nicht überall sein."

„Ja, aber auch in der Winkelgasse kamen die Auroren zu spät", warf eine unbekannte Stimme ein. „Kann es sein, dass sich die Schutzkräfte auf die Nachbearbeitung spezialisiert haben, weil sie nicht mehr in der Lage sind zu kämpfen?"

Unruhe breitete sich aus, einige applaudierten, andere schimpften. Der unglückliche Versuch von Arthur Weasley, auf die Regelung für Feiertagsarbeit hinzuweisen, ging unter.

Ein würdiger, braunhäutiger Mann erhob sich und wartete darauf, die Aufmerksamkeit aller zu erhalten. „Herr Minister, werte stellvertretende Ministerin, geschätzte Mitglieder dieses erlauchten Rates, dem ich als Gast beiwohnen darf." Er sah sich um, seine ruhige Art zu sprechen hatte selbst das leiseste Flüstern unterbunden. Der mächtige weiße Schnurrbart zitterte, man konnte spüren, dass der in einem indischen Anzug gekleidete Herr sehr aufgewühlt war. „Wir, die indische magische Gesellschaft im Vereinigten Königreich, sind zutiefst erschüttert. Wurden die gewaltsamen Umtriebe in der Winkelgasse in Kauf genommen, weil der Freizeitgestaltung der Auroren mehr Aufmerksamkeit geschenkt wurde als der Sicherheit?"

Man hätte eine Nadel fallen hören können, die schwere Anschuldigung hing in der Luft wie eine giftige Wolke, welche aus einem Kessel entstiegen war.

Der Inder sprach unbeeindruckt weiter. „Wie schon eingeführt haben wir Inder keinen Sitz in diesem Gremium, wie alle Magier, die nicht in diesem Land geboren wurden. Inwiefern sich die Einheimischen durch den Rat der alten Familien vertreten fühlen, entzieht sich meiner Kenntnis. Es ist mir nur die Möglichkeit des Appells gegeben. Sorgen Sie zukünftig dafür, dass Zusagen des Ministeriums auch gehalten werden. Alok Patil starb in der Hoffnung auf das Ministerium einen grausamen Tod. Er hat sich so verhalten, wie Sie es vorgeschrieben haben, indem er keine Gegenwehr und keine Schutzgeldzahlung geleistet hat, aber der dafür von Ihnen zugesagte Schutz blieb aus. Zum Glück gibt es Menschen, die sich für andere einsetzen. Unerkannt haben diese die Witwe und die kleine Tochter aus ihrem Versteck geholt, bevor auch in diesem Wald die Todesser aufgetaucht sind."

Die Vertreter des Ministeriums schwiegen betroffen, während die Ratsmitglieder in unüblicher Lautstärke miteinander diskutierten. Der würdige Inder saß nun wieder aufrecht auf einem der Besucherstühle.

Harry kannte kein Mitglied des Rates persönlich. Nur Dumbledore, der besprach sich aber gerade mit Arthur. Eigentlich musste es auch Dumbledore erkannt haben, dass er hinter der Gruppe mit dem besonderen Zeichen stand, obwohl er es auch schon früher hätte wissen müssen. Doch darüber hatte er noch nie mit ihm gesprochen. Da der Minister zu den Äußerungen schwieg, wurde es auch im Raum lauter. Viele Bemerkungen hörte er mit, was ihn jedoch besonders beunruhigte, war der Umstand, dass es meist nicht um das Verhalten der Auroren, sondern um das des Inders ging.

Die keifende Margret, welche Harry schon wegen ihren Äußerungen zu Umbridge hasste, wedelte wild mit der Hand und was tat Hopkins? Er erteilte ihr das Wort, ohne auf den Vorredner eingegangen zu sein.

„Herr Minister, ich beantrage den Ausschluss aller Gäste aus dieser und den zukünftigen Sitzungen. Wir laden die doch nicht ein, damit sie uns beschuldigen oder gar beleidigen!"

Beifälliges Gemurmel zeigte Harry, dass dies wohl die Mehrheitsmeinung im Raum war. Schnell überflogen seine Augen die Sitze, viele waren leer. Wenn er jetzt gehen würde, wäre das Gremium nicht entscheidungsfähig. Es wären dann weniger als die Hälfte aller Stimmen vorhanden. Auch die Tafel neben Hopkins zeigte, dass die Beschlussfähigkeit an einer Stimme hing, würde er gehen, könnte es keine Abstimmung geben. Er sah sich nach Dumbledore um, vielleicht könnte er ihm ein Zeichen geben, doch der sprach weiter mit Arthur, als wäre dieser unverschämte Vorschlag nicht gestellt worden.

„Herr Minister, was ist mit meinem Antrag?", forschte diese Margret nach.

„Werte Ratsmitglieder, Herr Minister, Madame Bones ..." Überrascht sahen alle auf Harry, von ihm hatten sie wohl keine Wortmeldung erwartet, „... was soll uns der Antrag bringen, außer Hohn und Spott." Er sprach weiter, auch wenn er den Unmut bemerkte. „Das ist so, als würden wir einen Diagnosezauber verbieten, damit wir die Epidemie nicht zur Kenntnis neben müssten. Ausgeschlossen würden würdige Vertreter von Minderheiten, welche uns auf unsere Fehler hinweisen. Wir haben wieder einmal versagt, da das Ministerium das Versprechen nicht eingehalten hat, welches den Kaufleuten und Händlern in der Winkelgasse und vielleicht auch im ganzen Land gegeben worden ist. Auch wenn es Ihnen nicht passt, wir müssen uns entschuldigen und die Schuldigen in unseren Reihen suchen. Statt nachzuforschen, warum der Mord nicht verhindert werden konnte, wird hier der Antrag gestellt, den Vertreter der betroffenen Minderheit in unserem Land aus unserem Kreis zu werfen. Den Einzigen, der die richtigen Fragen gestellt hat. Das ist nicht die Welt, von der die Jugend träumt. Wie wollen wir mit einem solch selbstgefälligen Verhalten gegen Voldemort bestehen? Damit über diesen engstirnigen, undurchdachten Antrag nicht abgestimmt werden kann, verlasse ich diese Sitzung."

„Lord Potter!", dem entrüsteten Ausruf von Hopkins überhörend ging er auf die Türe zu, welche von den Auroren zögernd geöffnet wurde. Nun schien auch Dumbledore seine Worte ernst genommen zu haben, denn sein ‚Harry' drang noch durch die sich schließenden Türen. Die wenigen Reporter waren so überrascht, dass er sie ungestört passieren konnte. Nur ein Reporter war schnell genug, um mit Harry einen etwas entfernten Nebenraum zu betreten, von dem er eigentlich das Ministerium unbeobachtet verlassen wollte.

„Peter Silver vom Klitterer, Sir!", stellte sich der junge Mann vor. „Ich bin dort Praktikant und warte schon seit Tagen auf Ereignisse, aber hier ist ‚total tote Hose.'"

Harry überlegte kurz, Klitterer, das war schon einmal gut und plötzlich hatte er die Worte von Onkel Vernon im Ohr: ‚Ohne die Presse würden die Politiker uns alles verheimlichen'. Womit er Recht hatte.

„Glück gehabt, Peter!", kommentierte Harry die Vorstellung des jungen Mannes. Harry gab ihm einen kurzen Überblick über die Geschehnisse und wurde sehr ausführlich zu den Gründen, warum er den Rat verlassen hatte.

Silver hatte keine selbstschreibende Feder, er schrieb eifrig und stellte auch ein paar Fragen, die Harry ihm nicht immer ganz genau beantworten konnte, trotzdem war er sehr zufrieden, als sich Harry von ihm verabschiedete. Er öffnete die Türe in den Flur, drehte sich noch kurz um und bemerkte, dass er alleine in dem Zimmer war. Er war ganz alleine, nur das von Harry gegengezeichnete Interview und das gegenseitige Versprechen erinnerte ihn an die Begegnung mit Lord Potter.

***

Harry hatte erwartet, dass Dumbledore ihn gleich nach seinem Eintreffen in Hogwarts zu sich rufen würde, aber er sah ihn den ganzen Tag nicht. Seine Hausaufgaben waren erledigt und er hatte mit Felicitas Nanda besucht. Der war schon wieder so fit, dass sie mit ihm und Ginny durch London bummelten. Seine Freundin drängte zurück nach Hogwarts, sie hatte noch ein paar Tränke, die umsorgt werden mussten. Am späten Abend würden sie sich alle mit Snape treffen, um über die Aktion zu sprechen.

In seinem Zimmer las er seine Post aus dem Ministerium, als Hermine den Schrank verschob und das Zimmer betrat. Das ganze belanglose Zeug legte er beiseite, er war darauf gespannt, was Hermine auf dem Herzen hatte. Irgendwie drückte dies ihr Verhalten aus. Sie sah sich auch genau um, als ob sie jemanden suchte.

„Im Schrank ist auch niemand, Hermine, was treibt dich um?"

„War wohl nicht die beste Aktion von Felicitas heute Morgen. Harry, ist sie sich denn nicht bewusst, dass dies massiven Ärger geben wird? Du musst dringend mit ihr sprechen, sie kann doch nicht einfach ..."

„Was, Hermine, kann sie nicht einfach?", unterbrach Harry sie.

„Ihr seid den ganzen Mittag zusammen gewesen und sie hat dir nicht von ihrem Anschlag auf Dean berichtet? Ich wundere mich, dass sie noch nicht zu Dumbledore musste." Ausführlich berichtete Hermine von der Aktion.

„Ich sehe das nicht so dramatisch. Soll er sich doch zurückhalten, wer austeilt muss auch einstecken können. Felicitas Reaktion war vielleicht nicht ganz fair, aber effektiv. Dean wird sich zukünftig lieber auf die Lippen beißen, als zu viel zu sagen."

„Harry, was soll das? Er konnte doch nicht ahnen, dass sie so was anwendet."

„Sie hätte ihm auch einen Fluch aufhalsen können, einen kleinen fiesen, der nicht gleich auffällt, Haarausfall zum Beispiel."

„Du musst dich nicht lustig machen, das ist kein Scherz, Harry."

„Mache ich auch nicht, aber langsam ist Schluss mit lustig. Bislang haben wir uns bei provozierenden Bemerkungen immer zurückgehalten, es ist aber an der Zeit, dass wir klar machen, dass wir uns das verbitten. Weißt du, wie viele Todesser sie gestern in der Winkelgasse verhaftet haben?"

„Stand ja nichts davon in der Zeitung. Vermutlich keinen, denn die kamen vermutlich ja alle im Wald an. Außerdem warst du im Ministerium! Also, wie viele mehr sind jetzt in Askaban?"

Harry konnte es immer noch nicht fassen, dass das Ministerium die wie auf dem Präsentierteller liegenden Todesser über zwei Stunden lang nicht beachtet hatte.

„Sag endlich, bei uns in der Lichtung waren es doch mindestens acht."

„Waren es, Hermine! Waren es! Nur die Auroren fanden keine mehr, selbst unser Zeichen am Himmel war auch nicht mehr dort."

Hermine sah ihn entsetzt an, dann ging sie einen Schritt vor und nahm ein Buch aus dem Regal. Schnell blätterte sie darin. „Harry, dann kamen die mindestens zwei Stunden später dort an, nachdem wir sie alarmiert haben! Das gibt es doch nicht!"

Harry nickte nur. „Es bringt nichts, wenn wir sie schocken und das Ministerium informieren."

Beide erschraken, als es neben ihnen flatterte und sich eine Fledermaus in Natalija verwandelte. „Ich sag es doch, die Schlagader durchbeißen und aussaugen. Danach tauchen die nicht mehr auf."

Hermine schüttelte sich bei dem Gedanken, was die Vampirin mit einem verständnislosen Augenrollen kommentierte.

„Dann gibt es noch Avada Kedavra, in alten Büchern habe ich zudem gelesen, dass man damals Täter mit einem Mal versehen hat. Aber darauf sind die ja noch stolz."

„Guter Hinweis, Natalija, ich berate mich mit Kyrill, vielleicht hat er einen Einfall, der meine Idee verbessert."

Harry schüttelte den Kopf: „Mich fragt niemand, was ich will!"

„Nein Harry, warum auch?", Natalijas weiße Zähne blinkten hinter den roten Lippen hervor, als sie ihn angrinste. Sie setzte sich auf den Schreibtisch und fuhr ihm durch das Haar. „Wir entlasten dich, mein Lieber. Was angewandt wird, entscheidet jeder für sich, aber Herminchen will uns so viele Varianten wie möglich beibringen."

„Sie hat sich aber gebessert", warf Harry schmunzelnd ein. „Früher rannte sie nur in die Bibliothek, heute zum Bibliothekar."

Während er sprach, schwebte Natalija langsam in die Höhe.

„He, wenn du es nötig hast, einem Mädchen unter den Rock zu sehen, dann mache es bitte auf die althergebrachte Art und nicht so plump."

„Hab dich mal nicht so, wenn ich die Akten und Umschläge, auf denen du gesessen hast, weggeräumt habe, lass ich dich wieder auf die Tischplatte sinken. Ist dir eigentlich etwas an dem Zauber aufgefallen?"

„Außer, dass er unfair war ... oh, ja. Ich habe das Wingardium Leviosa gar nicht gehört. Hast du etwa gezaubert wie Dobby?"

Neben ihnen krachte es ungewöhnlich laut, dies geschah nur, wenn der Hauself sehr aufgeregt war. „Natalija. Du hast mich gerufen?"

„Eigentlich nicht, Dobby. Danke, dass du trotzdem gekommen bist. Ich habe mit Harry über Hauselfenmagie gesprochen. Da bin ich nicht umhin gekommen, dich zu erwähnen."

„Hast du eine neue Mappe aus dem Ministerium?"

„Oh!" Der Hauself klatschte in seine Hände und eine rote Mappe verschwand daraus.

„Oh Dobby, war das nicht für mich bestimmt?"

Der Hauself sah Harry mit hängenden Ohren an. „Schon Harry, aber Dobby meint, es ist besser, wenn Feli und auch Ginny es vor dir lesen. Dobby hat Angst, wenn Harry dies ohne Unterstützung liest."

„Na hör mal, Dobby, ich bin doch da!", empörte sich Natalija.

„Eben. Natalija bildet das Gegenstück zu Hermine und Dobby suchte den Mittelweg, aber Harry hat Dobby schon erwischt. Dobby wird trotzdem Felicitas und Ginny sofort holen!"

Das Krachen ertönte nochmals, eine rote Mappe fiel auf den Boden und Dobby war verschwunden.

Harry hob die Mappe auf, setzte sich an seinen Tisch, denn Dobbys Vorhaben sollte ihn wohl irgendwie schützen. Natalija sprang vom Tisch herunter und sah ihm über die Schulter. Sie stolperte in eine Ecke, bevor sie begriff, was da geschrieben stand. Aber Harry würde sie schon aufklären, was mit dem Satz gemeint war, der ihn so in Rage brachte, dass er rücksichtslos aufsprang. So oft beschloss der Geheime Rat etwas, warum ärgerte er sich heute so? Sie spürte die Magie um sich herum in Wallung geraten, ein silberner Hirsch, aber kein echter, erschien und verschwand sofort wieder, als er die Anweisung an einen Peter Silver erhalten hatte. Sie spürte nur noch, wie Harry sie hochhob und den Arm um sie legte, dann löste sich das gemütliche Zimmer auf.