Kapitel 53: Gemeinsamer Traum
Draco und Harry hatten beinahe den ganzen Nachmittag am See verbracht, während die Sonne nun langsam unterzugehen begann und Harry außerdem müde wurde, denn allein der Gedanke an den nächsten Tag und dem damit verbundenen Unterricht ließ einen aufgähnen.
Harry saß noch immer so, dass Draco in seinen Armen sein konnte, jedoch blickte sie nun beide Richtung See und Draco hatte mit dem Weinen aufgehört, seit dem aber noch kein einziges Wort von sich gebracht. Der Gryffindor wusste jedoch, dass Draco erst einmal Zeit brauchen würde, um nachdenken zu können.
Er selbst war fassungslos über das Geschehene, auch wenn er es nicht hautnah mitbekommen hatte. Immerhin kannte er Dracos Gründe für die Selbstmordversuche und einer der wesentlichen von ihnen war eben Aquila gewesen.
Harry konnte sich nicht einmal gedanklich ausmalen, wie er reagiert hätte, allein die Vorstellung ließ es ihm flau im Magen werden, er fühlte sich schon so schlecht genug, auch wenn er direkt mit Aquila überhaupt nichts zu tun hatte. Dracos Trauer, Wut und Verzweiflung färbte in diesem Sinne eben etwas auf ihn ab.
Der Gedanke daran, dass Draco seinem Bruder jahrelang hinterher getrauert hatte, während dieser die ganze Zeit am leben gewesen, zu einem Todesesser heranerzogen worden war, während dieser sogar die letzten paar Wochen zur selben Schule wie Draco gegangen war, war einfach abartig und hörten sich einfach nur zu widerspenstig an, als dass sie wahr sein könnten. Doch leider war dem so, sie waren wahr, es war pure Realität.
„Draco?", flüsterte Harry schließlich leise, doch der Blonde in seinen Armen reagierte nicht.
„Lass uns reingehen, ja? Es wird langsam kalt...außerdem haben wir morgen Unterricht...", versuchte Harry e vorsichtig erneut, wobei der Slytherin noch immer keine Antwort von sich gab.
Harry seufzte kurz auf, bevor er Draco sanft aus seinen Armen drückte, sich dann aufrichtete und dem Blonden dann vorsichtig hoch half, er stützte ihn etwas, legte einen Arm um dessen Hüfte und brachte ihn dann eben wortlos dazu mit ihm zurück ins Innere des Schlosses zu kehren.
Der Marsch kam Harry endlos lang vor, während Draco diese Länge nur umso lieber war. Er hätte ewig so weitergehen können, einfach nur geradeaus, an der Seite Harrys durch die langen, abgedunkelten Korridore Hogwarts. Er wollte nur noch Ruhe, Zeit und irgendwie allein sein, obwohl er anderseits mit Harry zusammen sein wollte.
Er konnte nicht einmal klar denken, verstand von alledem gar nichts mehr. Es kam ihm viel mehr wie ein übler Traum vor, ein Albtraum, der nicht mehr enden wollte. Leider war dem nicht so und Draco wusste es.
Er hatte sein ganzes Leben umsonst getrauert, war umsonst so gewesen, wie er eben gewesen war. So viele Male war er in letzter Zeit angelogen worden, dass er nicht mehr zwischen Lüge und Wahrheit, zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden konnte.
Wenn Aquila wirklich überlebt hatte, warum hatte er das an dem Abend des Fluches nicht gezeigt? Völlig reglos hatte er dagelegen und schon wieder schossen Draco all diese Erinnerungen durch den Kopf, all die Gefühle und Ängste, die er am gestrigen Abend für immer überwunden zu haben glaubte.
Es war nicht nur die Tatsache, dass er lebte, worüber Draco sich ja eigentlich freuen könnte. Es war die Tatsache, wie er lebte...wer er geworden war. Sein Leben lang hatte er den gutherzigen, energischen Aquila in seiner Erinnerung gehabt, den Aquila, der sich sogar gegen seinen eigenen Vater gestellt hatte. Doch eben diesen Jungen gab es nicht mehr.
Dracos Bruder lebte noch, doch war er viel mehr wie sein Feind geworden und er konnte einfach nicht verstehen, wie so etwas passieren konnte. Aquila, sein Bruder, war sein Feind geworden, war dazu hergeschickt worden, ihm das Leben zu vermiesen und ihm Harry zu nehmen.
Der Blick, den er und sein älterer Bruder vorhin ausgetauscht hatten, war schrecklich gewesen, er hatte so viel beinhaltet, so viel ausgesagt, war jedoch gleichzeitig so leer gewesen und hatte etliche von Fragen offen gelassen.
Mittlerweile waren er und Harry vor dem Eingang ihres Zimmers angekommen. Der Gryffindor flüsterte das Passwort, nahm Draco an seine Hand und zog ihn hinter sich her ins Zimmer, um ihn dann mit sanfter Gewalt auf dessen eigenes Bett zu drücken.
„Kann ich irgendwas für dich tun? Dir etwas bringen? Wasser oder so?", fragte Harry fürsorglich, doch Draco reagierte nicht, blickte nur mit trüben Augen in die absolute Leere.
Harry sah den Blonden noch eine Weile an, bevor er im Badezimmer verschwand und so schnell er konnte wieder zurückkehrte. Draco hatte seine Position nicht um einen einzigen Zentimeter verändert.
Der Dunkelhaarige wusste, dass Draco das Badezimmer an diesem Abend völlig egal sein würde, weshalb er gar nicht erst fragte, sondern ihn vorsichtig ganz ins Bett drückte und dann zudeckte.
Er drückte Draco noch einen zögerlichen Kuss auf die Stirn, bevor er die Vorhänge des Fensters zuzog und sich dafür in seinem eigenen Bett niederließ, da er nicht wusste, ob Draco ihn in dieser Nacht überhaupt bei ihm haben wollen würde.
Harry legte sich so, dass er weiterhin zu dem anderen herüber sehen konnte und somit auch merkte, dass dieser seine Augen überhaupt nicht schloss, noch immer nicht blinzelte, sondern eher wie versteinert zu sein schien.
Der Gryffindor zögerte noch eine Weile, bis er nun doch aufstand, in seine Nachtschrankschublade griff und sich dann schließlich ohne weiter darüber nachzudenken auf der Bettkante des Blonden niederließ.
Er wollte nicht weiter über das Thema mit Aquila reden, wusste, dass die nächsten age genug davon mit sich bringen würden, also legte er das eine, nach dem er gegriffen hatte, vorerst zur Seite und hielt nun nur noch etwas anderes in der Hand.
„Ich war vorhin nach dem Frühstück...oder späten Mittagessen...jedenfalls nachdem ihr alle verschwunden ward, noch bei Madame Pompfrey. Ich habe natürlich keine Namen und keine Gründe genannt, sondern einfach so nach etwas gefragt, was helfen könnte. Sie hatte mich erst skeptisch angesehen, bevor ich sie damit anlog, dass ich mich beim Fliegen verletzt haben könnte. Na ja...jedenfalls hat sie mir diese Salbe hier gegeben...besteht nur aus Kräutern und soll ziemlich schnell wirken."
Draco hatte seinen starren Blick noch immer nicht verändert, wodurch Harry erneut aufseufzte: „Draco? Du hast mich noch heute Morgen darum gebeten, dir zu versprechen, dich niemals allein zu lassen...es wäre schön, wenn auch du mir dieses Versprechen geben könntest, denn gerade jetzt brauchen wir uns...und ich brauche dich..."
Es dauerte noch eine Weile, bevor der Slytherin tatsächlich reagierte und zurück in die smaragdgrünen Augen des Dunkelhaarigen blickte.
„Kannst du's mir also auch versprechen?", bat Harry leise flüsternd.
Es war zwar nur der Ansatz und eigentlich kaum merklich, dich für den Bruchteil einer Sekunde hatte es so ausgesehen, als hätte der Slytherin gelächelt und daraufhin kurz genickt.
Harry schluckte den Kloß in seinem Hals herunter, presste seine Lippen noch einmal zusammen, bevor er dann fragte: „Wollen wir's mal versuchen?"
Draco blickte Harry mit trüben Augen und fragte dann ebenso leise zurück: „Was denn?"
„Na...ob diese Salbe hier hilft...", Harry lachte kurz auf, auch wenn sein Gesichtsausdruck überhaupt nicht zu der Lache passte.
„Tut sie nicht...", gab Draco kaum hörbar zurück und wandte den Blick wieder ab.
„Woher willst du das wissen?", Harry versuchte sanft zu lächeln.
„Weil manche Wunden nicht heilbar sind...", erwiderte Draco leise, wollte Harry gerade den Rücken zu kehren, als dieser ihn vorsichtig zurück aufs Bett drückte und dabei versuchte, den Augenkontakt nicht abbrechen zu lassen.
„Die Salbe ist für die äußeren Wunden da...für das Restliche hast du doch mich, oder etwa nicht?", fragte er traurig.
Draco erwiderte erst wieder eine ganze Weile überhaupt nichts, bevor er sich vor Harrys Augen selbst den Pullover über den Kopf zog, dann die Krawatte losband, das Hemd aufknöpfte und sich wieder zurück ins Bett sinken ließ, während er Harry leicht verletzt, leicht in dem Motte ‚Hier hast du, was du willst' ansah.
Harry ließ sich von diesem Blick jedoch nicht irritieren, sondern schraubte langsam den Deckel von der weißen Tube ab und tat sich dann etwas auf seine Fingerspitzen, bevor er sie auf Dracos Bauch legte und die weiße, ziemlich flüssige Crème auf dessen Oberkörper zu verteilen begann.
Bei dem ersten Zusammentreffen des Kühlen mit seiner Haut, war Draco kurz erschrocken zusammengezuckt, hatte sich aber gleich darauf wieder entspannt, auch wenn er sich dies nicht anmerken lassen wollte.
Er ließ den Gryffindor nicht aus seinen Augen, während die Kälte auf seiner brennenden Haut wirklich gut tat und Harrys Berührungen nur umso zärtlicher und sanfter waren.
Erneut tat Harry sich etwas Salbe auf die Finger und begann sie nun auch auf Dracos Brust zu verteilen, so zärtlich, dass er den Blonden schließlich doch dazu brachte, seine Augen zu schließen.
Harry hörte nun für eine Weile auf, schraubte den weißen Deckel schnell zurück auf die Tube, legte sie zur Seite und begann dann auch die letzte weißen Spuren auf der blassen haut so lange zu verteilen, bis die ganze Crème eingezogen war. Er strich trotz alledem noch eine Weile über Dracos weiche Haut, während er sich nach und nach weiter hinunterbeugte, nicht riskieren wollte, dass der Slytherin ihn mit einem Mal wegstoßen würde.
Seine Hände fuhren nun nur noch über Dracos Brust, während seine Lippen sich denen des anderen näherten und er wusste, dass dieser seinen warmen Atem bereits auf seinem Gesicht spüren musste.
Harry zögerte nicht mehr weiter, sondern schloss nun noch das letzte Stück zwischen ihm und Draco und legte seine Lippen dann zärtlich auf die des Slytherins. Dieser tat alles andere, als ihn wegzustoßen, erwiderte den Kuss augenblicklich und bat mit seiner Zunge um Einlass, den Harry ihm sofort gewährte, ihre Zungen sich nun gegenseitig zu massieren begannen und immer wieder elektrische Impulse durch ihren Körper jagten.
Harry, welcher noch immer auf der Bettkante saß, legte sich nun langsam mit auf Dracos bette, stütze sich mit seinen noch immer von der Salbe feuchten Händen auf dem Laken neben Dracos Kopf ab und küsste ihn immer intensiver, bis er sich schließlich doch abrupt von dem Blonden löste.
„Du solltest dich lieber erstmal ausruhen...", erklärte er ruhig, „...mir scheint, als wärest du noch zu durcheinander, als hättest du noch nicht alles registriert..."
Draco senkte den Blick wieder, bevor er zu dem Ende seines Hemdes griff und es langsam wieder zuzuknöpfen begann.
„Schlaf lieber erst mal eine Runde..."
Draco nickte scheinbar, gab aber keinen Laut von sich.
„Alles in Ordnung?", fragte Harry dann mit gerunzelter Stirn, als der Blonde plötzlich wieder so anders wirkte.
Doch das helle Licht des Mondes, welches im nächsten Moment hinein schien, beantwortete sowohl Harrys gedachte, wie auch gestellte Frage. Dracos Augen waren schon wieder glasig geworden und erneute Tränen suchten sich den Weg über dessen blasse Wangen, hielten erst an, als sie auf den schwarzen Stoff des Kissens auftrafen und von genau diesem aufgesaugt wurden.
„Hey...", Harry fühlte sich völlig hilflos, hatte noch niemanden so viel weinen sehen, vor allem keinen Jungen...keine Slytherins und erst Recht hätte er Draco so etwas nicht zugetraut.
Der Gryffindor hatte gerade aufstehen wollen, doch legte sich jetzt wieder zurück ins Bett, zog Draco in seine Arme und wischte ihm mit dem Rücken seines Zeigefingers einige Tränen von den Wangen.
„Okay...das Schlafen ist leichter gesagt als getan...", versuchte Harry die Stimmung etwas zu lockern, bevor er zu der zweiten Sache griff, die er vorhin aus dem Nachtschrank geholt hatte: Der Traumfänger.
„Das ist deiner...", schniefte Draco, der ahnte, was Harry tun wollte.
„Ich weiß...", Harry betrachtete die schwarze Kugel nachdenklich, „...Glaubst du, die funktioniert auch für zwei Personen gleichzeitig?"
„Keine Ahnung...hatte nie jemanden mit dem ich es hätte ausprobieren können...", erwiderte Draco trotzig.
„Jetzt hast du ja mich!", Harry lächelte liebevoll, „Ich nehme meine linke, du deine rechte Hand, okay? Dann denken wir gleichzeitig an so schöne Sachen, bis sie aufleuchtet...falls sie es tut...falls nicht...lassen wir es eben...", Harry lachte kurz auf, wodurch er sogar Draco ein kleines Lächeln auf die Lippen zauberte.
„Denk' einfach für einen Moment nicht mehr an die Sache mit Aquila...denk' an irgendwas Schönes!", sagte Harry ruhig, nahm die schwarze Kugel nun in seine linke Hand und hielt sie so, dass Draco seine rechte dagegen halten konnte.
Draco zögerte noch eine ganze Weile, bevor er seine Hand tatsächlich hob, den Traumfänger in seine Hand schloss und somit auch gleichzeitig die Harrys berührte.
„Alles klar?", fragte Harry ein letztes Mal, bevor der Slytherin nickte und um sich besser konzentrieren zu können, seine Augen schloss.
Erst funktionierte überhaupt nichts und beide waren kurz davor gewesen aufzugeben, bis sie sich noch einen letzten Versuch gaben und die kleine Kugel nach geraumer Zeit tatsächlich weiß aufleuchtete.
„Es geht!", rief Harry begeistert und sogar Dracos Augen glitzerten nun etwas, während Harry den Traumfänger nun vorsichtig unter deren Kopfkissen legte.
Danach schmiegte er sich noch enger an den Slytherin, legte einen Arm um ihn und sah ihm einige Minuten lang tief in die Augen, bevor genau dieser die stille brach: „Was glaubst du passiert jetzt?"
„Draco, ehrlich...ich weiß es nicht...", er stockte, bevor er den Arm um Draco noch fester zog, „...versuch' jetzt erstmal zu schlafen.", er beugte sich ein letztes Mal vor, gab Draco einen flüchtigen Kuss, ließ sich dann zurück ins Kissen sinken und schloss seine Augen, um Draco ebenfalls dazu zu bewegen und weiteren Fragen entgehen zu können, da er nicht wollte, dass seinem Freund neue Tränen ins Gesicht stiegen.
Durch das viele Geschehen an diesem Tag, wurden beide relativ schnell von einem tiefen Schlaf gepackt, in dem ein verwirrender, aber wunderschöner Traum begann, ein Traum, der andererseits aus zwei verschiedenen Träumen bestand.
xXxXxXx
Draco und Harry saßen in einer großen Raum, der einem Esszimmer glich. Sie redeten nicht miteinander, saßen nur auf ihren Stühlen und schienen auf irgendetwas zu warten.
Dies ging eine ganze Weile so, bis schließlich eine blonde, ziemlich hübsche Frau ins Zimmer trat, gefolgt von einem Mann mit Brille und einer anderen hübschen Frau. Es waren Dracos Mutter sowie Harrys Eltern.
Doch die Personen sollten noch nicht vollständig sein, schließlich trat noch ein vierter durch die, welcher sich als Sirius entpuppte.
Erfreut sprang Harry auf, warf sich seinem Paten in die Arme: „Du lebst!", schrei er immer wieder, während seine Eltern ihn lächelnd beobachteten.
„Habt ihr schon lange gewartet?", fragte Dracos Mutter nun fürsorglich, bevor sie in einer Art Küche verschwand und erst nach einer ganzen Weile mit einem Tablett voller Kekse und tee zurückkam.
„Nee...waren vorhin nur kurz Quidditch spielen.", erwiderte Draco und lächelte sanft.
James Potter begann nun frech zu grinsen: „Übt wohl für euer letztes Schuljahr, was? Aber nur einer von euch kann den Hauspokal gewinnen!"
Harrys Mutter stieß ihm unsanft in die Seite, während Harry schon wieder dabei war irgendwelche Pläne mit seinem Paten zu schmieden, als hätte er dessen Auferstehung innerhalb von Sekunden verkraftet.
„Weißt du mittlerweile, wie lange Vater in Askaban bleiben wird?", fragte Draco nun unsicher.
„Lange...", war die einzige, synchrone Antwort von Dracos sowie von Harrys Mutter.
„Es ist spät...solltet ihr nicht langsam ins Bett gehen?", fragte Lily nun und tickte auch ihren Sohn von hinten an.
„Wir haben Ferien...wieso sollten sie da so früh ins Bett?", fragte James verwundert.
„Weil sie vielleicht noch andere Dinge zu tun haben!", grinste nun Sirius, woraufhin Harry leicht rötlich anlief.
Draco hingegen grinste breit, bevor er aufstand, nach Harrys Hand griff und ihn mit sich die Treppen hinauf bis in ein kleines Zimmer zog.
Sie setzten sich auf das große Bett, während Harry sich müde von seinen Quidditchhandschuhen befreite.
„Du warst gut...", brach Draco die Stille mit einer heiseren Stimme, während er sich langsam auf Harrys Schoß zu setzten begann.
„Danke...du auch...", erwiderte Harry und versuchte den blauen Augen ausweichen zu können.
Doch der Blonde drehte den Kopf des Gryffindors nur wieder zu sich und presste seine Lippen beinahe gewaltsam gegen die des Dunkelhaarigen. Dieser ließ seinen eben abgebundenen Handschuh sofort fallen und begann den Kuss zu erwidern, als es um sie herum plötzlich vollkommen dunkel wurde, Harry überhaupt nichts mehr erkenne konnte.
TBC
oOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOoOo
A/N: So, das war das dritte Chapter für heute, obwohl ich doch lernen muss ‚heul'. Die Schreibsucht hat mich irgendwie gepackt. Hauptsache, euch gefällts...'grins' also der Traum geht noch weiter...ciaoi...
Danke an:
Dark-live: LOL, dein Review war ja einfach nur geil, das war das erste zu diesem Kapitel und ich musste so lachen, wusste nicht, ob ich es positiv oder negativ aufnehmen soll. ‚lach' Du warst ja mehr als nur geschockt.
Anica: Danke fürs Daumendrücken. Tu ich bei dir Natürlich auch. Und hiermit gings weiter. ‚grins'
Snuggles2: Ja, da ahnst du vollkommen richtig. Aber so bin ich nun mal und wer nicht um meine Fic herumkommt, kommt auch nicht um all diese Verwirrungen und Überraschungen herum. ‚lach' Ich hoffe, dir gefällts trotzdem noch.
Siri: Also ‚tief Luft hole' Direkt erklären kann man es eigentlich nicht und die meisten scheinen es versanden zu haben. Na ja, vielleicht sollte ich nicht immer von der Mehrheit und meinem verwirrenden Verstand ausgehen ‚lach'. Ich entschuldige mich ausgiebig, wenn es total bekloppt geklungen hat. Ansonsten hier die Erklärung: Also er sagte ja erst, er will nicht, dass Harry ihn allein lässt, nä? Na ja, da hatte Harry es eben so, wie du verstanden im Sinne von, er könne nicht ewig (körperlich) bei Draco bleiben, weil er eben nicht weiß, was noch auf die beiden zukommen wird. Dann wiederholte Draco seien Worte etwas anders, doch trotzdem waren es dieselben und Harry hat es verstanden. Draco hatte ‚allein lassen' im Sinne von ‚nicht Schluss machen...nicht vergessen...seelisch bleiben...' gemeint. Kann es nicht wirklich in Worte fassen, das fühlt man einfach. Ich hoffe, ich habe es genügend erklärt. ‚lieb guck'
Danwaith: Ja, ja...dein langes Review, nä? Wir sprechen uns im nächsten Review zu deiner Story ‚fg'
Schwarze-witwe: Habe mich ja an deine Kritik gewöhnt. ‚lach' fand auch erst, dass es zu schnell ging, aber irgendwie wollten meine Hände es so. ‚grins'
Charara: ja, das werde ich noch im weiteren Verlauf der Geschichte erklären. Bist du eine neue Leserin/neuer Leser?
Blue: Hey, ja klar...werde ich das alles noch erklären mit Lucius und so, aber in diesem Kapitel hier (das dritte heute) ging erst einmal wieder Romantik vor, die Draco a wohl dringend nötig hat. Ich versuche 8es ist halb 12) gleich noch schnell den Traum hinzukritzeln. Ja, armer Blaise...aber ich habe da schon so meine Ideen...'grins' Den Namen Aquila mag ich eigentlich ‚lach'...die Person nicht. Danke, dass du so regelmäßig und immer so lang reviewst. ‚knuddel und Küsschen'
Anni: Und hier kommt noch das dritte an diesem Tag, na ja...es ist zwanzig nach elf, ich hoffe, ich schaffe das noch bis 24 Uhr. ‚lach'
Stella: DANKE für dein langes Review, habe mich sehr gefreut. Leider kann ich die beiden nicht mehr von jemandem sehen lassen, weil das nächste Chapter soeben geschrieben wurde (mein drittes heute). Klar werden Ron/Harry und Hermine mal wieder etwas zusammen machen. Der Rest wird im Verlauf der weiteren Handlung erklärt. ‚knuddel'
VIELEN DANK (euch alle mal knuddel)
Phoenix-vulpecula!!! -.-
Draco und Harry hatten beinahe den ganzen Nachmittag am See verbracht, während die Sonne nun langsam unterzugehen begann und Harry außerdem müde wurde, denn allein der Gedanke an den nächsten Tag und dem damit verbundenen Unterricht ließ einen aufgähnen.
Harry saß noch immer so, dass Draco in seinen Armen sein konnte, jedoch blickte sie nun beide Richtung See und Draco hatte mit dem Weinen aufgehört, seit dem aber noch kein einziges Wort von sich gebracht. Der Gryffindor wusste jedoch, dass Draco erst einmal Zeit brauchen würde, um nachdenken zu können.
Er selbst war fassungslos über das Geschehene, auch wenn er es nicht hautnah mitbekommen hatte. Immerhin kannte er Dracos Gründe für die Selbstmordversuche und einer der wesentlichen von ihnen war eben Aquila gewesen.
Harry konnte sich nicht einmal gedanklich ausmalen, wie er reagiert hätte, allein die Vorstellung ließ es ihm flau im Magen werden, er fühlte sich schon so schlecht genug, auch wenn er direkt mit Aquila überhaupt nichts zu tun hatte. Dracos Trauer, Wut und Verzweiflung färbte in diesem Sinne eben etwas auf ihn ab.
Der Gedanke daran, dass Draco seinem Bruder jahrelang hinterher getrauert hatte, während dieser die ganze Zeit am leben gewesen, zu einem Todesesser heranerzogen worden war, während dieser sogar die letzten paar Wochen zur selben Schule wie Draco gegangen war, war einfach abartig und hörten sich einfach nur zu widerspenstig an, als dass sie wahr sein könnten. Doch leider war dem so, sie waren wahr, es war pure Realität.
„Draco?", flüsterte Harry schließlich leise, doch der Blonde in seinen Armen reagierte nicht.
„Lass uns reingehen, ja? Es wird langsam kalt...außerdem haben wir morgen Unterricht...", versuchte Harry e vorsichtig erneut, wobei der Slytherin noch immer keine Antwort von sich gab.
Harry seufzte kurz auf, bevor er Draco sanft aus seinen Armen drückte, sich dann aufrichtete und dem Blonden dann vorsichtig hoch half, er stützte ihn etwas, legte einen Arm um dessen Hüfte und brachte ihn dann eben wortlos dazu mit ihm zurück ins Innere des Schlosses zu kehren.
Der Marsch kam Harry endlos lang vor, während Draco diese Länge nur umso lieber war. Er hätte ewig so weitergehen können, einfach nur geradeaus, an der Seite Harrys durch die langen, abgedunkelten Korridore Hogwarts. Er wollte nur noch Ruhe, Zeit und irgendwie allein sein, obwohl er anderseits mit Harry zusammen sein wollte.
Er konnte nicht einmal klar denken, verstand von alledem gar nichts mehr. Es kam ihm viel mehr wie ein übler Traum vor, ein Albtraum, der nicht mehr enden wollte. Leider war dem nicht so und Draco wusste es.
Er hatte sein ganzes Leben umsonst getrauert, war umsonst so gewesen, wie er eben gewesen war. So viele Male war er in letzter Zeit angelogen worden, dass er nicht mehr zwischen Lüge und Wahrheit, zwischen Traum und Wirklichkeit unterscheiden konnte.
Wenn Aquila wirklich überlebt hatte, warum hatte er das an dem Abend des Fluches nicht gezeigt? Völlig reglos hatte er dagelegen und schon wieder schossen Draco all diese Erinnerungen durch den Kopf, all die Gefühle und Ängste, die er am gestrigen Abend für immer überwunden zu haben glaubte.
Es war nicht nur die Tatsache, dass er lebte, worüber Draco sich ja eigentlich freuen könnte. Es war die Tatsache, wie er lebte...wer er geworden war. Sein Leben lang hatte er den gutherzigen, energischen Aquila in seiner Erinnerung gehabt, den Aquila, der sich sogar gegen seinen eigenen Vater gestellt hatte. Doch eben diesen Jungen gab es nicht mehr.
Dracos Bruder lebte noch, doch war er viel mehr wie sein Feind geworden und er konnte einfach nicht verstehen, wie so etwas passieren konnte. Aquila, sein Bruder, war sein Feind geworden, war dazu hergeschickt worden, ihm das Leben zu vermiesen und ihm Harry zu nehmen.
Der Blick, den er und sein älterer Bruder vorhin ausgetauscht hatten, war schrecklich gewesen, er hatte so viel beinhaltet, so viel ausgesagt, war jedoch gleichzeitig so leer gewesen und hatte etliche von Fragen offen gelassen.
Mittlerweile waren er und Harry vor dem Eingang ihres Zimmers angekommen. Der Gryffindor flüsterte das Passwort, nahm Draco an seine Hand und zog ihn hinter sich her ins Zimmer, um ihn dann mit sanfter Gewalt auf dessen eigenes Bett zu drücken.
„Kann ich irgendwas für dich tun? Dir etwas bringen? Wasser oder so?", fragte Harry fürsorglich, doch Draco reagierte nicht, blickte nur mit trüben Augen in die absolute Leere.
Harry sah den Blonden noch eine Weile an, bevor er im Badezimmer verschwand und so schnell er konnte wieder zurückkehrte. Draco hatte seine Position nicht um einen einzigen Zentimeter verändert.
Der Dunkelhaarige wusste, dass Draco das Badezimmer an diesem Abend völlig egal sein würde, weshalb er gar nicht erst fragte, sondern ihn vorsichtig ganz ins Bett drückte und dann zudeckte.
Er drückte Draco noch einen zögerlichen Kuss auf die Stirn, bevor er die Vorhänge des Fensters zuzog und sich dafür in seinem eigenen Bett niederließ, da er nicht wusste, ob Draco ihn in dieser Nacht überhaupt bei ihm haben wollen würde.
Harry legte sich so, dass er weiterhin zu dem anderen herüber sehen konnte und somit auch merkte, dass dieser seine Augen überhaupt nicht schloss, noch immer nicht blinzelte, sondern eher wie versteinert zu sein schien.
Der Gryffindor zögerte noch eine Weile, bis er nun doch aufstand, in seine Nachtschrankschublade griff und sich dann schließlich ohne weiter darüber nachzudenken auf der Bettkante des Blonden niederließ.
Er wollte nicht weiter über das Thema mit Aquila reden, wusste, dass die nächsten age genug davon mit sich bringen würden, also legte er das eine, nach dem er gegriffen hatte, vorerst zur Seite und hielt nun nur noch etwas anderes in der Hand.
„Ich war vorhin nach dem Frühstück...oder späten Mittagessen...jedenfalls nachdem ihr alle verschwunden ward, noch bei Madame Pompfrey. Ich habe natürlich keine Namen und keine Gründe genannt, sondern einfach so nach etwas gefragt, was helfen könnte. Sie hatte mich erst skeptisch angesehen, bevor ich sie damit anlog, dass ich mich beim Fliegen verletzt haben könnte. Na ja...jedenfalls hat sie mir diese Salbe hier gegeben...besteht nur aus Kräutern und soll ziemlich schnell wirken."
Draco hatte seinen starren Blick noch immer nicht verändert, wodurch Harry erneut aufseufzte: „Draco? Du hast mich noch heute Morgen darum gebeten, dir zu versprechen, dich niemals allein zu lassen...es wäre schön, wenn auch du mir dieses Versprechen geben könntest, denn gerade jetzt brauchen wir uns...und ich brauche dich..."
Es dauerte noch eine Weile, bevor der Slytherin tatsächlich reagierte und zurück in die smaragdgrünen Augen des Dunkelhaarigen blickte.
„Kannst du's mir also auch versprechen?", bat Harry leise flüsternd.
Es war zwar nur der Ansatz und eigentlich kaum merklich, dich für den Bruchteil einer Sekunde hatte es so ausgesehen, als hätte der Slytherin gelächelt und daraufhin kurz genickt.
Harry schluckte den Kloß in seinem Hals herunter, presste seine Lippen noch einmal zusammen, bevor er dann fragte: „Wollen wir's mal versuchen?"
Draco blickte Harry mit trüben Augen und fragte dann ebenso leise zurück: „Was denn?"
„Na...ob diese Salbe hier hilft...", Harry lachte kurz auf, auch wenn sein Gesichtsausdruck überhaupt nicht zu der Lache passte.
„Tut sie nicht...", gab Draco kaum hörbar zurück und wandte den Blick wieder ab.
„Woher willst du das wissen?", Harry versuchte sanft zu lächeln.
„Weil manche Wunden nicht heilbar sind...", erwiderte Draco leise, wollte Harry gerade den Rücken zu kehren, als dieser ihn vorsichtig zurück aufs Bett drückte und dabei versuchte, den Augenkontakt nicht abbrechen zu lassen.
„Die Salbe ist für die äußeren Wunden da...für das Restliche hast du doch mich, oder etwa nicht?", fragte er traurig.
Draco erwiderte erst wieder eine ganze Weile überhaupt nichts, bevor er sich vor Harrys Augen selbst den Pullover über den Kopf zog, dann die Krawatte losband, das Hemd aufknöpfte und sich wieder zurück ins Bett sinken ließ, während er Harry leicht verletzt, leicht in dem Motte ‚Hier hast du, was du willst' ansah.
Harry ließ sich von diesem Blick jedoch nicht irritieren, sondern schraubte langsam den Deckel von der weißen Tube ab und tat sich dann etwas auf seine Fingerspitzen, bevor er sie auf Dracos Bauch legte und die weiße, ziemlich flüssige Crème auf dessen Oberkörper zu verteilen begann.
Bei dem ersten Zusammentreffen des Kühlen mit seiner Haut, war Draco kurz erschrocken zusammengezuckt, hatte sich aber gleich darauf wieder entspannt, auch wenn er sich dies nicht anmerken lassen wollte.
Er ließ den Gryffindor nicht aus seinen Augen, während die Kälte auf seiner brennenden Haut wirklich gut tat und Harrys Berührungen nur umso zärtlicher und sanfter waren.
Erneut tat Harry sich etwas Salbe auf die Finger und begann sie nun auch auf Dracos Brust zu verteilen, so zärtlich, dass er den Blonden schließlich doch dazu brachte, seine Augen zu schließen.
Harry hörte nun für eine Weile auf, schraubte den weißen Deckel schnell zurück auf die Tube, legte sie zur Seite und begann dann auch die letzte weißen Spuren auf der blassen haut so lange zu verteilen, bis die ganze Crème eingezogen war. Er strich trotz alledem noch eine Weile über Dracos weiche Haut, während er sich nach und nach weiter hinunterbeugte, nicht riskieren wollte, dass der Slytherin ihn mit einem Mal wegstoßen würde.
Seine Hände fuhren nun nur noch über Dracos Brust, während seine Lippen sich denen des anderen näherten und er wusste, dass dieser seinen warmen Atem bereits auf seinem Gesicht spüren musste.
Harry zögerte nicht mehr weiter, sondern schloss nun noch das letzte Stück zwischen ihm und Draco und legte seine Lippen dann zärtlich auf die des Slytherins. Dieser tat alles andere, als ihn wegzustoßen, erwiderte den Kuss augenblicklich und bat mit seiner Zunge um Einlass, den Harry ihm sofort gewährte, ihre Zungen sich nun gegenseitig zu massieren begannen und immer wieder elektrische Impulse durch ihren Körper jagten.
Harry, welcher noch immer auf der Bettkante saß, legte sich nun langsam mit auf Dracos bette, stütze sich mit seinen noch immer von der Salbe feuchten Händen auf dem Laken neben Dracos Kopf ab und küsste ihn immer intensiver, bis er sich schließlich doch abrupt von dem Blonden löste.
„Du solltest dich lieber erstmal ausruhen...", erklärte er ruhig, „...mir scheint, als wärest du noch zu durcheinander, als hättest du noch nicht alles registriert..."
Draco senkte den Blick wieder, bevor er zu dem Ende seines Hemdes griff und es langsam wieder zuzuknöpfen begann.
„Schlaf lieber erst mal eine Runde..."
Draco nickte scheinbar, gab aber keinen Laut von sich.
„Alles in Ordnung?", fragte Harry dann mit gerunzelter Stirn, als der Blonde plötzlich wieder so anders wirkte.
Doch das helle Licht des Mondes, welches im nächsten Moment hinein schien, beantwortete sowohl Harrys gedachte, wie auch gestellte Frage. Dracos Augen waren schon wieder glasig geworden und erneute Tränen suchten sich den Weg über dessen blasse Wangen, hielten erst an, als sie auf den schwarzen Stoff des Kissens auftrafen und von genau diesem aufgesaugt wurden.
„Hey...", Harry fühlte sich völlig hilflos, hatte noch niemanden so viel weinen sehen, vor allem keinen Jungen...keine Slytherins und erst Recht hätte er Draco so etwas nicht zugetraut.
Der Gryffindor hatte gerade aufstehen wollen, doch legte sich jetzt wieder zurück ins Bett, zog Draco in seine Arme und wischte ihm mit dem Rücken seines Zeigefingers einige Tränen von den Wangen.
„Okay...das Schlafen ist leichter gesagt als getan...", versuchte Harry die Stimmung etwas zu lockern, bevor er zu der zweiten Sache griff, die er vorhin aus dem Nachtschrank geholt hatte: Der Traumfänger.
„Das ist deiner...", schniefte Draco, der ahnte, was Harry tun wollte.
„Ich weiß...", Harry betrachtete die schwarze Kugel nachdenklich, „...Glaubst du, die funktioniert auch für zwei Personen gleichzeitig?"
„Keine Ahnung...hatte nie jemanden mit dem ich es hätte ausprobieren können...", erwiderte Draco trotzig.
„Jetzt hast du ja mich!", Harry lächelte liebevoll, „Ich nehme meine linke, du deine rechte Hand, okay? Dann denken wir gleichzeitig an so schöne Sachen, bis sie aufleuchtet...falls sie es tut...falls nicht...lassen wir es eben...", Harry lachte kurz auf, wodurch er sogar Draco ein kleines Lächeln auf die Lippen zauberte.
„Denk' einfach für einen Moment nicht mehr an die Sache mit Aquila...denk' an irgendwas Schönes!", sagte Harry ruhig, nahm die schwarze Kugel nun in seine linke Hand und hielt sie so, dass Draco seine rechte dagegen halten konnte.
Draco zögerte noch eine ganze Weile, bevor er seine Hand tatsächlich hob, den Traumfänger in seine Hand schloss und somit auch gleichzeitig die Harrys berührte.
„Alles klar?", fragte Harry ein letztes Mal, bevor der Slytherin nickte und um sich besser konzentrieren zu können, seine Augen schloss.
Erst funktionierte überhaupt nichts und beide waren kurz davor gewesen aufzugeben, bis sie sich noch einen letzten Versuch gaben und die kleine Kugel nach geraumer Zeit tatsächlich weiß aufleuchtete.
„Es geht!", rief Harry begeistert und sogar Dracos Augen glitzerten nun etwas, während Harry den Traumfänger nun vorsichtig unter deren Kopfkissen legte.
Danach schmiegte er sich noch enger an den Slytherin, legte einen Arm um ihn und sah ihm einige Minuten lang tief in die Augen, bevor genau dieser die stille brach: „Was glaubst du passiert jetzt?"
„Draco, ehrlich...ich weiß es nicht...", er stockte, bevor er den Arm um Draco noch fester zog, „...versuch' jetzt erstmal zu schlafen.", er beugte sich ein letztes Mal vor, gab Draco einen flüchtigen Kuss, ließ sich dann zurück ins Kissen sinken und schloss seine Augen, um Draco ebenfalls dazu zu bewegen und weiteren Fragen entgehen zu können, da er nicht wollte, dass seinem Freund neue Tränen ins Gesicht stiegen.
Durch das viele Geschehen an diesem Tag, wurden beide relativ schnell von einem tiefen Schlaf gepackt, in dem ein verwirrender, aber wunderschöner Traum begann, ein Traum, der andererseits aus zwei verschiedenen Träumen bestand.
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Draco und Harry saßen in einer großen Raum, der einem Esszimmer glich. Sie redeten nicht miteinander, saßen nur auf ihren Stühlen und schienen auf irgendetwas zu warten.
Dies ging eine ganze Weile so, bis schließlich eine blonde, ziemlich hübsche Frau ins Zimmer trat, gefolgt von einem Mann mit Brille und einer anderen hübschen Frau. Es waren Dracos Mutter sowie Harrys Eltern.
Doch die Personen sollten noch nicht vollständig sein, schließlich trat noch ein vierter durch die, welcher sich als Sirius entpuppte.
Erfreut sprang Harry auf, warf sich seinem Paten in die Arme: „Du lebst!", schrei er immer wieder, während seine Eltern ihn lächelnd beobachteten.
„Habt ihr schon lange gewartet?", fragte Dracos Mutter nun fürsorglich, bevor sie in einer Art Küche verschwand und erst nach einer ganzen Weile mit einem Tablett voller Kekse und tee zurückkam.
„Nee...waren vorhin nur kurz Quidditch spielen.", erwiderte Draco und lächelte sanft.
James Potter begann nun frech zu grinsen: „Übt wohl für euer letztes Schuljahr, was? Aber nur einer von euch kann den Hauspokal gewinnen!"
Harrys Mutter stieß ihm unsanft in die Seite, während Harry schon wieder dabei war irgendwelche Pläne mit seinem Paten zu schmieden, als hätte er dessen Auferstehung innerhalb von Sekunden verkraftet.
„Weißt du mittlerweile, wie lange Vater in Askaban bleiben wird?", fragte Draco nun unsicher.
„Lange...", war die einzige, synchrone Antwort von Dracos sowie von Harrys Mutter.
„Es ist spät...solltet ihr nicht langsam ins Bett gehen?", fragte Lily nun und tickte auch ihren Sohn von hinten an.
„Wir haben Ferien...wieso sollten sie da so früh ins Bett?", fragte James verwundert.
„Weil sie vielleicht noch andere Dinge zu tun haben!", grinste nun Sirius, woraufhin Harry leicht rötlich anlief.
Draco hingegen grinste breit, bevor er aufstand, nach Harrys Hand griff und ihn mit sich die Treppen hinauf bis in ein kleines Zimmer zog.
Sie setzten sich auf das große Bett, während Harry sich müde von seinen Quidditchhandschuhen befreite.
„Du warst gut...", brach Draco die Stille mit einer heiseren Stimme, während er sich langsam auf Harrys Schoß zu setzten begann.
„Danke...du auch...", erwiderte Harry und versuchte den blauen Augen ausweichen zu können.
Doch der Blonde drehte den Kopf des Gryffindors nur wieder zu sich und presste seine Lippen beinahe gewaltsam gegen die des Dunkelhaarigen. Dieser ließ seinen eben abgebundenen Handschuh sofort fallen und begann den Kuss zu erwidern, als es um sie herum plötzlich vollkommen dunkel wurde, Harry überhaupt nichts mehr erkenne konnte.
TBC
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A/N: So, das war das dritte Chapter für heute, obwohl ich doch lernen muss ‚heul'. Die Schreibsucht hat mich irgendwie gepackt. Hauptsache, euch gefällts...'grins' also der Traum geht noch weiter...ciaoi...
Danke an:
Dark-live: LOL, dein Review war ja einfach nur geil, das war das erste zu diesem Kapitel und ich musste so lachen, wusste nicht, ob ich es positiv oder negativ aufnehmen soll. ‚lach' Du warst ja mehr als nur geschockt.
Anica: Danke fürs Daumendrücken. Tu ich bei dir Natürlich auch. Und hiermit gings weiter. ‚grins'
Snuggles2: Ja, da ahnst du vollkommen richtig. Aber so bin ich nun mal und wer nicht um meine Fic herumkommt, kommt auch nicht um all diese Verwirrungen und Überraschungen herum. ‚lach' Ich hoffe, dir gefällts trotzdem noch.
Siri: Also ‚tief Luft hole' Direkt erklären kann man es eigentlich nicht und die meisten scheinen es versanden zu haben. Na ja, vielleicht sollte ich nicht immer von der Mehrheit und meinem verwirrenden Verstand ausgehen ‚lach'. Ich entschuldige mich ausgiebig, wenn es total bekloppt geklungen hat. Ansonsten hier die Erklärung: Also er sagte ja erst, er will nicht, dass Harry ihn allein lässt, nä? Na ja, da hatte Harry es eben so, wie du verstanden im Sinne von, er könne nicht ewig (körperlich) bei Draco bleiben, weil er eben nicht weiß, was noch auf die beiden zukommen wird. Dann wiederholte Draco seien Worte etwas anders, doch trotzdem waren es dieselben und Harry hat es verstanden. Draco hatte ‚allein lassen' im Sinne von ‚nicht Schluss machen...nicht vergessen...seelisch bleiben...' gemeint. Kann es nicht wirklich in Worte fassen, das fühlt man einfach. Ich hoffe, ich habe es genügend erklärt. ‚lieb guck'
Danwaith: Ja, ja...dein langes Review, nä? Wir sprechen uns im nächsten Review zu deiner Story ‚fg'
Schwarze-witwe: Habe mich ja an deine Kritik gewöhnt. ‚lach' fand auch erst, dass es zu schnell ging, aber irgendwie wollten meine Hände es so. ‚grins'
Charara: ja, das werde ich noch im weiteren Verlauf der Geschichte erklären. Bist du eine neue Leserin/neuer Leser?
Blue: Hey, ja klar...werde ich das alles noch erklären mit Lucius und so, aber in diesem Kapitel hier (das dritte heute) ging erst einmal wieder Romantik vor, die Draco a wohl dringend nötig hat. Ich versuche 8es ist halb 12) gleich noch schnell den Traum hinzukritzeln. Ja, armer Blaise...aber ich habe da schon so meine Ideen...'grins' Den Namen Aquila mag ich eigentlich ‚lach'...die Person nicht. Danke, dass du so regelmäßig und immer so lang reviewst. ‚knuddel und Küsschen'
Anni: Und hier kommt noch das dritte an diesem Tag, na ja...es ist zwanzig nach elf, ich hoffe, ich schaffe das noch bis 24 Uhr. ‚lach'
Stella: DANKE für dein langes Review, habe mich sehr gefreut. Leider kann ich die beiden nicht mehr von jemandem sehen lassen, weil das nächste Chapter soeben geschrieben wurde (mein drittes heute). Klar werden Ron/Harry und Hermine mal wieder etwas zusammen machen. Der Rest wird im Verlauf der weiteren Handlung erklärt. ‚knuddel'
VIELEN DANK (euch alle mal knuddel)
Phoenix-vulpecula!!! -.-
