Disclaimer: Die handelnden Personen und die Orte an denen diese Geschichte spielt, sind das geistige Eigentum von Joanne K. Rowling. Ich beabsichtige nicht mit dieser Geschichte Geld zu verdienen, sie dient lediglich der Unterhaltung. Mir gehören nur Jane Baker, Nicole Smith, Sarah Smith, Sophie Evans, Lucy Potter und Samantha Lestrange sowie einige unbedeutende Nebencharaktere

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Im Schatten des Krieges

Kapitel 54

Träume sind Schäume...?

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Den kompletten Sonntag sonnte sich Harry in dem Gefühl der neue Sucher der Gryffindors zu sein. Auch von Oliver Woods Vorträgen über Trainingsdisziplin und Spieltechnik ließ sich Harry nicht aus der Ruhe bringen. Am Abend kam es allerdings zu einem bösen Erwachen, als Hermine ihn fragte, ob er seine Hausaufgaben für Zaubertränke schon gemacht hätte, wurde er ziemlich blass und bat Hermine ihm ihre Hausaufgaben zu leihen, was diese natürlich verweigerte.

Rons und Nevilles Hausaufgaben waren Harry keine große Hilfe, selbst Harry erkannte, dass das was die Beiden geschrieben hatten ziemlicher Unfug war, und dass Harry das bei seinem Talent für Zaubertränke überhaupt bemerkte sagte eigentlich schon alles.

Er flehte erneut Hermine an, ihm ihren Aufsatz zu zeigen, doch sie blieb eisern. Dafür hatte aber seine kleine Schwester erbarmen und erklärte sich bereit mit ihm in die Bibliothek zu gehen und die Informationen für seine Hausaufgaben zu suchen.

Normalerweise würde Harry sich nie von seiner Schwester bei Hausaufgaben helfen lassen, doch dies war ein Notfall und Lucy hatte aus irgendeinem Grund ein Verständnis für Zaubertränke, das er wohl nie haben würde.

So machten die Geschwister sich also auf den Weg in die Bibliothek. Das Schloss war ziemlich leer, da die meisten Schüler sich bereits in ihren Gemeinschaftsräumen befanden.

„Wir haben noch eine Stunde," stellte Lucy fest, „wie lang muss der Aufsatz sein?"

„Zehn Zoll."

„Okay, sollte zu schaffen sein."

„Es ist schon fast peinlich, sich von einer Erstklässlerin bei den Hausaufgaben helfen zu lassen," murmelte Harry.

Daraufhin boxte Lucy ihm gegen den Arm.

„Autsch."

„Ich kann auch gerne gehen, wenn du Angst hast, dass ich dein Image zerstöre."

„So war das doch gar nicht gemeint," verteidigte sich Harry, „es ist nur, dass ich einfach mehr wissen sollte als du."

„Tust du ja in den meisten Fächern und Zaubertränke kann man nicht wirklich lernen, dass muss man können."

„Ja, ich weiß. Das ist eines der wenigen Dinge, die Snape mir beibringen konnte, dass ich ein unfähiger Vollidiot bin."

„Siehst du, ist doch nett von ihm, wem er nicht Zaubertränke beibringen kann, dem vermittelt er die Wahrheit."

Nun war es an Harry Lucy zu boxen.

„Sei froh, dass ich dich mag, sonst würde ich dich für diese Frechheit einsperren," meinte Harry.

„Was ich für ein Glück habe."

Inzwischen hatten die Beiden die Bibliothek erreicht und suchten sich einen Tisch. Danach begannen sie Bücher mit dem richtigen Thema aus den Regalen zu holen. Harry hatte ziemliches Glück, seine kleine Schwester dabei zu haben, denn sie fand die richtigen Stellen in den Büchern wesentlich schneller als er.

Gemeinsam gelang es ihnen tatsächlich innerhalb einer Stunde den Aufsatz fertig zu stellen.

„Eigentlich ganz passabel," meinte Lucy, „schade dass wir nicht mehr Zeit hatten, dann wäre er noch besser geworden."

„Ganz passabel," meinte Harry und starrte Lucy an, als sei sie verrückt geworden, „das ist der beste Aufsatz, den ich je für Zaubertränke geschrieben habe."

Lucy lachte, „Du bist echt eine Niete in Zaubertränke, weißt du das?"

„Tja, nicht jeder kann so ein Genie sein wie du, oder?"

„Da hast du natürlich recht, ich bin einfach unübertrefflich."

Sie verließen die Bibliothek und machten sich auf den Weg zum Gryffindorturm. Harry fühlte sich müde und merkte, dass er Kopfschmerzen bekam und rieb sich am Kopf.

„Alles okay?" fragte Lucy.

„Nee, ich krieg Kopfschmerzen, eine Überdosis Zaubertränke und Bibliothek, das ist einfach nicht gut für mich."

„Da hast du wohl recht, von solch hoher Belastung kann man schnell Kopfschmerzen bekommen."

Im Gryffindorturm gesellten sich die Geschwister wieder zu Ron, Hermine, Neville, Ginny und Debbie, die am Kamin saßen und sich unterhielten.

„Und, fertig geworden mit Zaubertränke?" fragte Hermine.

„Ja, ist ziemlich gut geworden finde ich."

„Wenn Lucy dir geholfen hat, dann auf jeden Fall," warf Ginny ein, „die ist in Zaubertränke schließlich der absolute Überflieger."

„Wär nur schön, wenn ich auch die anderen Fächer könnte," meinte Lucy, „in Verwandlung krieg ich noch gar nichts auf die Reihe."

„Und das in der ersten Woche," meinte Neville ein wenig spöttisch, „da lernt man doch eigentlich noch gar nichts, abgesehen von diesem Nadel Streichholz Ding und das ist echt einfach."

„Ich kann das jedenfalls nicht," meinte Lucy, „und immerhin bin ich nicht die einzige die das nicht kann, Colin Creevy hat auch ziemliche Probleme damit."

„Colin Creevy hat mit so ziemlich allem gewaltige Probleme," erinnerte Debbie sie und das trug nicht gerade dazu bei, Lucy aufzumuntern.

„Dieser Colin ist sowieso ein komischer Vogel," meinte Ron, „er fragt Harry andauernd nach Autogrammen, und fotografiert ihn."

„Harry ist halt berühmt," meinte Ginny.

„Ja, aber der Typ übertreibt, ich meine, Harry hat Du-weißt-schon-wen nicht vernichtet oder so."

„Was nicht ist kann ja noch werden," meinte Ginny leichthin, „außerdem bin ich sicher, dass Harry es genießt bewundert zu werden, oder Harry?"

„Hm, was hast du gesagt? Sorry ich hab nicht richtig zugehört."

„Alles okay?" fragte Hermine.

„Ich hab Kopfschmerzen, nehmt's mir nicht übel, aber ich geh ins Bett."

„Gute Nacht," meinte Hermine, „Hoffentlich wird er nicht krank."

„Er kann ja zu Madam Pomfrey gehen, wenn es ihm morgen nicht besser geht," meinte Neville.

Hermine nickte und blickte dann auf ihre Armbanduhr.

„Wir sollten auch bald schlafen gehen."

„Lass uns noch eine Runde Snape explodiert spielen," schlug Ron vor, womit die anderen einverstanden waren.

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Harry lag inzwischen in seinem Bett und versuchte zu schlafen. Seine Kopfschmerzen wurden immer stärker und es schien als würde sich der gesamte Schmerz in der Stirnnarbe bündeln. Gerade das fand er ziemlich seltsam, denn das einzige mal, als seine Narbe bislang geschmerzt hatte, war vor zwei Wochen bei Voldemorts Angriff gewesen.

Obwohl, wenn er genauer darüber nachdachte, dann war seine Narbe in den letzten zwei Wochen immer wieder ziemlich gereizt gewesen, doch er hatte es ignoriert und gedacht, es handle sich einfach um leichte Kopfschmerzen, manchmal war es sogar kaum mehr als ein Jucken gewesen.

Doch jetzt schien sein Kopf explodieren zu wollen und er bezweifelte, dass daran tatsächlich sein Aufenthalt in der Bibliothek schuld war. Irgendetwas stimmte nicht und er wüsste zu gerne was. Immer wieder wälzte er sich hin und her, schloss die Augen und versuchte die Schmerzen auszublenden. Irgendwann glitt er in einen unruhigen Schlaf.

Er irrte durch die Gänge von Hogwarts, auf der Suche nach seinem Zaubertränkeklassenzimmer. Er wusste, dass er bereits zu spät war und fürchtete Strafarbeiten zu bekommen, doch er konnte den Eingang zu den Kerkern einfach nicht finden.

Er öffnete eine Tür und plötzlich stand Snape vor ihm und schrie ihn wütend an. Einen Monat Strafarbeiten wollte er Harry geben, weil er wieder einmal viel zu spät war.

Dann verwandelte sich alles und plötzlich war es nicht mehr Snape, der Harry anschrie, sondern Lily, die mit James stritt. Harry wandte sich ab, er wollte das nicht sehen, wollte nicht, dass seine Eltern sich wieder trennten. Er stürmte in einen andern Raum und landete in einem recht dunklen Keller.

Zwei Personen befanden sich in dem Keller, doch sobald er den Keller betrat, verbeugten sich die zwei. Durch eine Geste forderte er die zwei schwarzgewandeten aufzustehen und sie kamen seinem Befehl sofort nach. Als sie sich erhoben erkannte er, dass es sich um Rodolphus Lestrange und Lucius Malfoy handelte.

Guten Abend, meine treuen Diener," begrüßte er die zwei.

Daraufhin neigten die Todesser dankbar die Köpfe.

Mein Lord," wagte Lucius Malfoy zu sagen, durch ein Nicken signalisierte er, dass Malfoy sprechen durfte, er war guter Stimmung, in der Tat.

Mein Lord, gestattet ihr mir zu fragen, weshalb ihr so guter Laune seid."

Keine Sorge Lucius, ich werde euch den Grund dafür mitteilen. In der Tat habe ich einen außerordentlichen Plan entwickelt, der ein Chaos in der Welt der Muggel hervorrufen wird."

Die zwei Todesser sahen ihn abwartend an und er begann, seinen Plan zu erläutern.

Einige Todesser werden den Premierminister der Muggel aufsuchen und vernichten, dies wird die Welt der Muggel in ein Chaos stürzen und auch dafür sorgen, dass das Zaubereiministerium abgelenkt wird."

Mein Lord, euer Plan ist wie immer perfekt."

Selbstverständlich ist er das Rodolphus."

Ein Lächeln glitt über sein Gesicht, dann begann er zu lachen.

Harry schreckte schweißgebadet aus dem Schlaf hoch und blickte verwirrt um sich. Leises Gemurmel von Stimmen zeigte ihm dass Ron und Neville sich gerade umzogen um ins Bett zu gehen. Er ließ sich zurücksinken. Die Kopfschmerzen waren verschwunden, doch dafür quälten ihn die Erinnerungen. Es war nur ein Traum, sagte er sich selber, nur ein Albtraum. Kurze Zeit später glitt er in einen traumlosen Schlaf.

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Harry ging es am darauffolgenden Morgen wesentlich besser als am Abend. Er hatte keine Kopfschmerzen mehr. Doch ein dumpfes Gefühl blieb, wenn er an den Traum von Voldemort dachte, der ihm so verdammt real erschienen war. Doch erzählen wollte er niemandem davon, er glaubte, dass die anderen sich eher darüber lustig machen würden, wenn er erzählte, dass er sich in seinem Traum in Voldemort verwandelt hatte. Es war aber auch bescheuert, dachte Harry, während er langsam sein Frühstückstoast aß, welcher normale Mensch träumt schon davon Voldemort zu sein.

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Müde ließ sich Sirius auf die Couch im Wohnzimmer fallen.

„War es anstrengend?" fragte Sarah.

„Na ja, ging eigentlich, aber es nervt einfach wenn du den ganzen Tag im Büro sitzt und dann noch nicht mal was passiert."

„Klingt ja fast, als ob du dich nach Angriffen sehnst," meinte Sarah.

Sirius lachte, „Nein ganz so wahnsinnig bin ich noch nicht, aber wenn du weißt, dass früher oder später wieder etwas passiert, dann wünschst du dir manchmal, dass es schnell geschieht. Ungewissheit und Warten ist das schlimmste überhaupt.

Sarah nickte verstehend, „Aber ich bin froh, wenn nichts passiert," sagte sie leise, „weil, jedes Mal, wenn ich im Tagesprophet von den Toten lese, dann hab ich Angst, dass du der nächste bist."

Sirius zog sie an sich.

„Mir passiert nichts," flüsterte er, „ich hab das schon so lange durchgehalten, ich halte auch weiter durch."

„Ich hab Angst um dich."

„Ich weiß, aber wenn keiner was tut, verbessert sich die ganze Situation auch nicht."

„Verstehst du denn nicht dass ich einfach nicht anders kann."

„Du solltest dir wirklich keinen Kopf machen, mir passiert schon nichts," versuchte Sirius seine Frau zu beruhigen.

Sie sah ihn an und Tränen stiegen in ihre Augen.

„Sarah," flüsterte Sirius und drückte sie fest an sich.

„Weißt du, dass du gerade fast genau die gleichen Worte benutzt hast, wie Nicole?" flüsterte sie.

„Fast das Gleiche hat sie gesagt, an dem Tag, an dem sie..." Sarah schluchzte, „an dem Tag, an dem sie ermordet wurde."

Sirius schloss die Augen und die Beiden saßen einfach auf der Couch, Arm in Arm, Sarah immer noch leise schluchzend.

„Ich will dich nicht auch verlieren," flüsterte sie, „du und Hermine, ihr seid doch alles was ich habe."

„Du verlierst mich nicht," sagte Sirius, „ich versprech es dir, ich kann auf mich aufpassen und ich werde nicht einfach sterben."

Er wusste, dass es ein Versprechen war, dass er nicht würde halten können, wenn sein Schicksal es anders wollte, aber er wusste, dass Sarah es hören wollte und dass es sie zumindest für den Moment beruhigte.

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Es war Sonntag und vor genau einer Woche hatte der Dunkle Lord Lucius und Rodolphus damit beauftragt hatte, den Premierminister der Muggel zu ermorden. Er hatte ihnen die klare Anweisung gegeben, dass die Sache schnell und sauber gehen sollte, keine unnötigen Spielereien mit den Muggeln.

Zauberer, die möglicherweise vom Ministerium zum Schutz des Premierministers eingesetzt wurden, sollten ebenfalls schnell getötet werden. Allerdings sollten sie keine Todesflüche einsetzen, denn es sollte auch für die Muggel offensichtlich sein, dass es sich um Mord gehandelt hatte.

Die beiden Todesser hatten also eine sechsköpfige Gruppe zusammengestellt. Die wichtigste Frage war gewesen, ob es eindrucksvoller wäre, den Premierminister in seinem Regierungsgebäude oder in seinem privaten Wohnhaus zu töten. Sie hatten sich allerdings für das private Wohnhaus entschieden.

Im Regierungsgebäude hielten sich zu viele Menschen auf und die Auroren wären wahrscheinlich zu schnell da, als das alles schnell und reibungslos verlaufen könnte. Da es bereits Ende September war, war es bereits um zehn Uhr dunkel, der Angriff sollte um halb elf beginnen und wenn alles glatt lief, würden sie die Downing Street 10 bereits um elf Uhr wieder verlassen haben.

Die späte Stunde würde es ihnen ermöglichen, sich dem Haus schnell und unauffällig zu nähern. Der Mord würde vermutlich erst am Montag Morgen entdeckt werden und alle Zeitungen in ganz England und auch in anderen Ländern würden voll davon sein. Auch die magische Bevölkerung würde von dem Mord erfahren, denn das dunkle Mal würde dafür Sorgen, dass jedem Zauberer klar war, wer hinter dem Mord steckte.

Es war also alles gut durchdacht und in einer knappen halben Stunde, würden Lucius, Rodolphus und die vier jüngeren Todesser nach London apparieren.

Niemand bemerkte die sechs schwarz gekleideten Gestalten, die um kurz vor halb elf plötzlich an einem Ende der Downing Street erschienen. Leise und geschmeidig wie Katzen bewegten sie sich durch die Straße, die nur schwach beleuchtet war. Vor dem Haus befanden sich Sicherheitsbeamte. Vier Schweigezauber, gleichzeitig und lautlos brachten die Beamten zum Schweigen.

Vier weitere lautlose Zauber schnitten den vier Beamten die Kehle durch.

Danach öffnete Lucius mit einem einfachen Alohomora die Tür zum Haus. Der Flur war leer. Und schnell ließen die Todesser die ermordeten Securitykräfte ins Haus schweben. Sie teilten sich in zweier Gruppen und durchsuchten schnell alle Räume in der unteren Etage des Hauses.

Zwei weitere Sicherheitsbeamten fanden einen stummen, aber schmerzhaften Tod, indem Lucius und ein jüngerer Todesser ihnen einfach die Kehle durchtrennten.

„Niemand mehr hier unten?" fragte Rodolphus leise, als die Gruppe sich wieder im Flur einfand.

„Zwei Tote," antwortete Lucius ebenso leise.

„Gehen wir hoch."

Auf der Treppe kam ihnen ein weiterer Sicherheitsbeamter entgegen, dieser zog, sobald er die vier Todesser erblickt hatte eine Waffe deren Namen Lucius nicht kannte, der ihn allerdings auch nicht interessierte. Der Beamte drückte ab, während Rodolphus ihn mit einem Schweigezauber belegte.

Was auch immer aus der Waffe des Beamten gekommen war, zerschlug eine Vase im Flur und verursachte ziemlichen Lärm. Bevor der Mann allerdings ein weiteres Mal seine Waffe benutzen konnte, war auch ihm die Kehle durchtrennt worden. Ein weiterer Beamte war im Blickfeld der Todesser erschienen, im Gegensatz zu seinem Kollegen hatte er allerdings seinen Zauberstab in der Hand und schoss einige Flüche auf die Todesser, wurde allerdings rasch von vier Expelliarmuszaubern und zwei Schweigezaubern getroffen.

Lucius trat nach vorne, den Zauberstab auf den noch recht jungen Mann gerichtet.

„Was für ein scheiß Gefühl es doch sein muss," meinte er höhnisch, „wenn man nicht gut genug ist für die Auroren und dann hierher geschickt wird und sich dann auch noch herausstellt, dass man nicht mal so was Einfaches anständig durchführen kann. Dann durchtrennte er auch ihm die Kehle.

Sie waren wohl doch nicht ganz so leise gewesen wie sie erwartet hatten, denn der Premierminister erschien dicht gefolgt von seiner Frau am Rand der Treppe, offensichtlich hatte er den Schuss und wohl auch Lucius Stimme gehört.

„Wer sind sie und was wollen sie hier?" fragte der Mann wütend.

Er musste Mitte vierzig sein. Sein Tonfall verriet Angst, aber auch Entschlossenheit.

„Premierminister, ihnen ist doch gewiss das Wort Magie ein Begriff?" fragte Rodolphus.

Der Premierminister nickte.

„Minister Fudge hat ihnen gewiss vom Krieg der magischen Welt erzählt."

Es machte Spaß, den ohnehin schon verwirrt wirkenden Mann noch mehr zu verwirren und auch, ihm dadurch noch ein wenig Angst einzujagen. Die Frau des Premierministers sah ihn verwirrt an, offensichtlich war sie nicht über die Existenz der magischen Welt aufgeklärt.

„Nun, wir sind die Gegenpartei," erklärte Rodolphus weiter.

„Sie sind die Anhänger dieses Lord Volde..."

Lucius Schweigezauber ließ ihn verstummen.

„Wage es nicht, den Namen des dunklen Lord auszusprechen, Muggel," stieß Lucius Malfoy wütend hervor.

Er brachte auch die Frau des Premierministers rasch zum Schweigen, ehe sie anfangen konnte zu schreien. Dann wurden Beide wie auch alle andern getötet, indem sie ihnen einfach die Kehle durchschnitten.

„Meint ihr hier ist noch jemand?" fragte einer der jüngeren Todesser.

„Sehen wir nach und verschwinden dann," meinte Lucius.

Sie fanden nur noch die Tochter des Premierministers, sonst war wohl niemand mehr da. Sie verließen das Haus wieder und ehe sie disapparierten, ließ Lucius noch das dunkle Mal über dem Haus aufsteigen, der Abend hätte nicht erfolgreicher verlaufen können, der dunkle Lord würde zufrieden sein.

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Eigentlich hatten Lily und James vorgehabt, sich einen gemütlichen Abend und eine noch gemütlichere Nacht zu machen, allerdings sollte ihnen dies nicht vergönnt sein, denn um kurz nach zwölf erschien ein Patronus, der sie bat, unverzüglich in die Zentrale zu kommen.

„Unfähiger Idiot," murmelte James, während er sein Hemd wieder zuknöpfte, „man sollte meinen er kann mal ein paar Sachen ohne mich regeln."

Lily kicherte, „Sirius sichert sich einfach lieber beim Chef ab."

„Idiot, sag ich ja."

Wenig später erschienen Beide in der Zentrale, wo Sirius wie ein aufgescheuchter Tiger hin und her lief. Bill Weasley betrachtete ihn genervt, wirkte aber ebenfalls ziemlich besorgt.

„Also, was ist so schreckliches vorgefallen, dass ihr extra den Chef herbeibeordern müsst," fragte James, immer noch ärgerlich darüber, dass ihm und Lily die ganze Nacht verdorben wurde.

„Ich finde es ist wichtig genug um das zu rechtfertigen," meinte Sirius gereizt.

„Was denn bitte schön?"

„Der Premierminister wurde ermordet."

„Was?"

James sah Sirius an, eine Mischung aus Entsetzen und Unglauben im Gesicht.

„Wie das?"

„Wir wissen noch nichts genaues, es ist so, um Mitternacht werden die Securitykräfte abgelöst und wie du weißt befindet sich in jeder Schicht ein Auror, für den Fall, dass Todesser den Premierminister angreifen, um Chaos in der Muggelwelt zu stiften, oder was sie auch sonst für Gründe haben mögen.

Nun ja, der Auror aus der neuen Schicht hat das Dunkle Mal über dem Haus des Premierministers gesehen und sofort einen Patronus geschickt, kurz darauf kam ein weiterer, der uns mitteilte, dass sämtliche Personen im Haus tot seien."

James fuhr sich mit der Hand durchs Haar.

„Großartig," murmelte er, „das wird ein schreckliches Chaos in der Muggelwelt geben."

„Es wird auch bei uns bekannt werden," stellte Lily fest, „und egal was wir tun, man wird uns die Schuld geben."

Die anderen vier nickten düster.

„Was tun wir jetzt?" fragte Bill.

„Wir gehen hin und sehn uns die Sache an," meinte Sirius.

„Am besten ist wohl, wenn wir uns als Sonderermittlungsteam von Scotland Yard ausgeben," meinte Lily.

„Okay, wir sollten vielleicht unsere Kleidung wechseln," schlug James vor.

Rasch verwandelten sie ihre Umhänge in Anzüge, oder in Lilys Fall in ein Kostüm.

„Wir brauchen Ausweise," meinte Lily, „da werden bestimmt schon Leute sein."

Lily beschwor also noch vier Ausweise, da sie als einzige wusste, wie die Ausweise in etwa aussehen mussten.

„Notfalls müssen wir Gedächtniszauber verwenden," sagte sie, „ich bezweifle, dass die Dinger hier perfekt sind."

Endlich konnten alle vier in die Downing Street apparieren. Ein junger Mann erwartete sie, Mike Kelly, wenn James sich richtig erinnerte, er hatte vor drei Jahren seine Ausbildung beendet.

„Was genau ist passiert?" fragte James, während Mike sie ins Haus führte.

„Alle wurden nach dem gleichen Muster getötet," erklärte der junge Auror, „allen wurde die Kehle durchgeschnitten, sie haben sich scheinbar ihre üblichen Spielereien gespart und haben einfach alle getötet, ich weiß aber nicht, warum sie nicht einfach den Todesfluch verwendet haben."

„Wahrscheinlich, damit sofort offensichtlich ist, dass es Mord war, auch für Muggel."

„Es sind schon Polizisten da, ich hoffe, sie haben sich überlegt, wer sie sind."

„Ja, Sonderermittlung von Scotland Yard." Mike nickte.

Die Polizisten, die bereits im Haus waren nickten nur kurz, als die vier Auroren ihnen die Ausweise zeigten und erklärten, sie seien von Scotland Yard.

„Haben sie irgendetwas hier drin verändert?" fragte James.

„Nein," antwortete der Polizist, der recht jung war, und wohl noch nie zuvor eine Leiche gesehen hatte, dies ließ zumindest seine leicht grüne Gesichtsfarbe vermuten. Direkt im Flur, links und rechts neben der Eingangstür lagen vier Tote.

„Normalerweise stehen vier Leute draußen," erklärte einer der Securitybeamten, der jetzt eigentlich seine Nachtschicht hätte.

„Scheinbar wurden sie hineingetragen."

Sirius und James beugten sich über die Leichen.

„Ziemlich eindeutige Todesursache," meinte Sirius, „und ich schätze ich weiß wie sie vorgegangen sind." „Ja, stimmte James zu, „erst wurden sie zum Schweigen gebracht, damit sie nicht schreien, während sie sterben und dann hat man ihnen die Kehle durchgeschnitten."

„Einer von ihnen hat offensichtlich versucht die Mörder zu erschießen, allerdings nicht sehr erfolgreich, sein Schuss hat nur eine Vase zerstört, obwohl ich mich Frage, wieso er nur einen Schuss abgeben konnte, er liegt auf der Treppe, hat also von oben geschossen, die Täter mussten aber erst zu ihm hinauf kommen um ihm die Kehle durchschneiden zu können."

„Seltsam," meinte James, dem allerdings vollkommen klar war, wie das hatte passieren können."

Lily und Bill hatten inzwischen die beiden Beamten im Wohnzimmer entdeckt und festgestellt, dass die Todesser hier die gleiche Methode angewendet hatten.

„Auf der Treppe liegt ein weiterer unserer Kollegen, Alex Lewis," sagte Mike.

Seine Stimme verriet, dass ihm dieser Tod besonders nahe ging, James wusste warum, Alex und Mike hatten zusammen ihre Ausbildung gemacht. Einer der andern Beamten schlug ihm mitfühlend auf die Schulter,

„Du kanntest ihn recht gut, oder?" fragte er.

Mike nickte, „er hat mit mir die Ausbildung gemacht." James schluckte.

Er erinnerte sich genau an Alex. Ein Junge, voller Ideale und mit Talent. Er hatte James ziemlich an sich selbst erinnert, allerdings war er ein wenig zu sehr aufs Abenteuer aus und hatte dadurch das ein oder andere Mal Kollegen in Gefahr gebracht, das war der Grund gewesen, warum James ihn vor knapp zwei Monaten in das Securityteam des Premierministers gesteckt hatte, er hatte gewollt, dass er lernte sich zu beherrschen, ruhiger wurde.

Und jetzt war er tot.

„Verdammt," murmelte James.

„Der Premierminister liegt mit seiner Frau oben im Flur, er scheint auf die gleiche Weise ermordet worden zu sein wie alle anderen auch. Wahrscheinlich haben er und seine Frau den Schuss gehört, erstaunlich ist nur, dass die Täter so leise arbeiteten, dass niemand rechtzeitig etwas bemerkt hat, scheinbar haben nicht mal die Sterbenden einen Laut von sich gegeben."

Der Beamte wirkte total verwundert und James konnte es ihm nicht verübeln, normalerweise gaben Menschen, denen die Kehle durchgeschnitten wurde noch Geräusche von sich, bevor sie erstickten.

„Einzig die Tochter des Premierministers hat wohl weitergeschlafen, sie lag in ihrem Bett."

Bill nahm eine Kamera und machte Fotos von allen Räumen, und den Toten. Gemeinsam mit Sirius ging er in das Zimmer der Tochter um auch hier Fotos zu machen.

Sirius schauderte, das Mädchen war vielleicht elf oder zwölf, die Bettdecke und alles um sie herum war voller Blut. Doch das war nicht, was ihn am meisten schockierte, sie hatte braune Locken und insgesamt wies ihr Gesicht Ähnlichkeit mit dem Hermines auf. Er wandte sich ab.

„Alles klar?" fragte Bill besorgt, weil er wusste, dass Sirius, der immerhin schon mehr gesehen hatte als die meisten anderen durch nichts so leicht aus der Bahn zu bringen war.

„Sie sieht Hermine so ähnlich," murmelte Sirius.

Bill blickte das Mädchen an, Sirius hatte recht.

„Hey, du brauchst dir um Hermine keine Sorgen machen, sie ist in Hogwarts sicherer als an fast jedem anderen Ort."

„Trotzdem, diese verdammten Mistkerle," meinte Sirius, „bis auf Alex hatte keiner von denen was mit der ganzen Sache zu tun und trotzdem werden einfach alle umgebracht, wie so viele andere auch, wie Hermines Eltern, wie Lilys Mutter, das ist doch echt zum kotzen."

Bill nickte, er verstand was Sirius meinte.

„Wir müssen noch bei allen den Todeszeitpunkt diagnostizieren," erinnerte Bill Sirius.

„Ja."

Sirius zog seinen Zauberstab und murmelte den Zauber, der anzeigte, dass das Mädchen um vier vor elf gestorben war. Als sie wieder nach unten kamen, waren Lily und James schon so gut wie fertig, unter einem Vorwand hatten sie alle Beamten kurz hinaus geschickt, so dass sie bei allen Toten Todeszeitpunkt und Ursache diagnostizieren konnten.

Von den Muggelbeamten verabschiedeten sie sich und erklärten, dass Kollegen sich wahrscheinlich im weiteren um diesen Fall kümmern würden.

„Es kann sein, dass sie nicht darüber informiert wurden, dass wir bereits hier waren, wundern sie sich also nicht," meinte Lily.

„Ich bringe sie hinaus," sagte Mike.

Die Auroren verließen das Haus.

„Was passiert mit Alex?" fragte Mike.

„Es ist einfacher, wenn er von den Muggelbeamten mitgenommen wird und wir ihn dann erst zu uns holen, wenn wir ihn jetzt mitnehmen, dann müssen wir seine Existenz aus allen möglichen Köpfen löschen und das wäre zu umständlich."

Mike nickte. „Ich hab seinen Zauberstab, können sie den mitnehmen? Ich dachte, wenn er da liegen bleibt, wirft das höchstens unangenehme Fragen auf.

„Danke Mike."

Einen Moment schwieg James, dann sagte er, „Ich kann verstehen, wenn sie nicht länger hier arbeiten wollen, falls sie also zurück in die Zentrale wollen, melden sie sich bei mir."

„Ich werde darüber nachdenken," sagte Mike.

Lily, James, Sirius und Bill gingen die Straße entlang, bevor sie mit einem leisen Plopp wieder disapparierten.

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Der Tagesprophet berichtete bereits am nächsten Morgen vom Mord am Premierminister. Dass Todesser einen Regierungsbeamten der Muggel umbrachten und die Auroren nicht in der Lage waren, dies zu verhindern, war der Skandal überhaupt.

Harry, Ron, Hermine, Neville, Ginny, Lucy und Debbie ahnten allerdings noch nichts, als sie hinunter zum Frühstück gingen. Erst als Hermine ihren Tagespropheten bekam, erfuhren sie, was geschehen war.

„Hört euch das an," rief Hermine erschrocken, kaum, dass sie die Zeitung in die Hand genommen hatte,

Premierminister der Muggel von Todessern ermordet! In der vergangenen Nacht wurde der Premierminister der Muggel von Todessern getötet. Das Dunkle Mal, welches über dem privaten Wohnhaus des Ministers schwebt, ist ein eindeutiges Zeichen für das Handeln von Todessern.

Natürlich fragt man sich, wieso ein so wichtiger Beamter der Muggel in solchen Zeiten nicht vom Ministerium beschützt wird. Wir wandten uns wegen dieser Frage an James Potter, den Leiter der Aurorenabteilung. ‚Der Premierminister wurde durchaus von uns unterstützt," erklärte Mr. Potter ‚allerdings handelte es sich bei den Todessern um mindestens vier Personen eher mehr und sie handelten sehr professionell, vermutlich wurde ihre Anwesenheit von niemandem bemerkt, ehe sie nicht vor der betreffenden Person standen.

Der diensthabende Auror hatte überhaupt keine Chance, die Zentrale zu benachrichtigen, das konnte erst der Auror in der darauffolgenden Schicht.' Wir fragten Mr. Potter, was wie er glaubt der Grund dieses Angriffs sei, er erklärte, dass er vermute, die Todesser wollen die Muggelwelt in Chaos stürzen.

Wir fragen uns allerdings, wieso Mr. Potter nicht mehr Auroren zum Schutz des Premierministers abgestellte hat, wenn der Grund doch so offensichtlich ist. Vielleicht sollte Mr. Potter noch einmal überdenken, wie er sein Personal effizient einsetzt."

Hermine sah die anderen ziemlich entsetzt an.

„Was soll man dazu noch sagen?" fragte Ron.

„Diese Zeitung ist unglaublich," empörte sich Lucy, „Sie rückt Dad in ein total schlechtes Licht, was glauben die eigentlich, was die tun?"

„Dadurch helfen die den Todessern sogar noch mehr," meinte Hermine, „Die lösen einerseits ein Chaos in der Muggelwelt aus und andererseits erreichen sie, dass James total blöd da steht als ob er schuld wäre, ich wette Voldemort veranstaltet ein Freudenfest."

Die anderen nickten.

„Harry, alles klar?" fragte Neville, einen Blick auf seinen Freund werfend, der leichenblass geworden war.

„Nein, hört mal ich muss dringend zu Dumbledore, wartet nicht auf mich, geht ohne mich zum Unterricht."

Ohne auf eine Reaktion seiner Freunde zu warten stand er auf und lief aus der Halle.

„Was hat der denn jetzt?" fragte Ginny verwirrt.

„Keine Ahnung."

Harry rannte währenddessen zu Dumbledores Büro. Dumm war nur, dass er das Passwort nicht kannte. Allerdings öffnete sich der Wasserspeier nach einigen Minuten selbstständig. Er rannte die Treppe hinauf und kam außer Atem in Dumbledores Büro an.

„Guten Morgen Harry, was führt dich zu mir?" fragte der Schulleiter.

„Professor, ich muss dringend mit meinem Vater reden."

Dumbledore blickte ihn überrascht an,

„Harry, ich bin sicher, dass dein Vater sich sehr für deine Probleme interessiert, doch ich befürchte, dass er sich derzeit in einer etwas schwierigen Situation befindet, ist es so dringend, dass du ihn sofort sprechen musst?"

„Ja, ich... es geht um den Mord am Premierminister."

„Tatsächlich?"

Nun wirkte Dumbledore noch überraschter als vorher.

„Professor, könnten sie nicht einfach meinen Vater bitten hierher zu kommen."

Einen Moment musterte Dumbledore Harry, ehe er nickte.

„Also gut Harry, nimm bitte Platz, ich werde deinen Vater benachrichtigen.

James war alles andere als begeistert, über Albus Kopf im Kamin, der ihn bat wegen eines dringenden Anliegens nach Hogwarts zu kommen. James konnte zwar verstehen, dass Albus genau über den Mord informiert werden wollte, fand aber, dass der Schulleiter sich durchaus etwas gedulden könnte. Er hatte wirklich genug zu tun, vor allem bekam er dauernd Briefe, die forderten, er solle für mehr Sicherheit Sorgen.

Er stieg also in den Kamin und flohte nach Hogwarts, hoffend, dass es nicht allzu lang dauern würde. Zu seiner großen Verblüffung, sah er seinen Sohn im Büro des Schulleiter sitzen.

„Also, wenn du mich hierher beordern musstest weil mein Sohn einen besonders schlimmen Streich gespielt hat, dann..."

„Ich hab nichts angestellt Dad, ehrlich."

Harry klang seltsam und bei näherem hinsehen, wirkte er relativ blass.

„Was ist dann passiert?" fragte James.

„Das wüsste ich auch gerne," sagte Albus, der sich auf seinen Stuhl gesetzt hatte und Harry musterte.

„Setz dich doch James," fügte er dann hinzu.

„Also, warum habt ihr mich hierher geholt?" fragte James und blickte Harry und Albus abwechselnd an.

Harry holte tief Luft, dann sagte er, „Ich wusste, dass sie den Premierminister umbringen würden."

„Was?" rief James verblüfft aus.

Dumbledore blickte Harry weiterhin neugierig an.

„Wie meinst du, du wusstest es."

Harry begann zu erzählen, er erzählte, dass er mit Lucy in der Bibliothek gewesen war und er danach Kopfschmerzen bekam, dass sich die Kopfschmerzen in der Narbe konzentrierten, dass es ihm aber irgendwann doch gelungen war einzuschlafen.

Er erzählte von seinen wirren Träumen, und wie er auf einmal als Voldemort in den Kerker gekommen war, wo er Lucius Malfoy und Rodolphus Lestrange beauftragt hatte den Premierminister umzubringen.

„Aber ich wusste nicht, dass es real ist," erklärte Harry, „ich dachte es wäre ein ganz normaler Albtraum. Ich schwöre, wenn ich gewusst hätte, dass das wahr ist, dann hätte ich sofort Bescheid gesagt."

„Schon okay," murmelte James.

„Was bedeutet das?" fragte Harry, „bin ich verflucht?"

James sah Albus an, der einen Moment zu überlegen schien, ehe er zu einer Erklärung ansetzte.

„Ich vermute, dass durch Voldemorts Fluch eine Verbindung zwischen Harry und ihm entstanden ist. Diese Verbindung hat sozusagen in deiner Narbe Gestalt angenommen. Durch deine Begegnung mit Voldemort am ersten September wurde deine Narbe gereizt.

An dem Abend, an dem du den Traum hattest, war Voldemort, nach der Beschreibung des Traums zufolge guter Laune, das hast du durch den Schmerz in deiner Narbe gespürt. Als du eingeschlafen bist, war dein Geist besonders weit für die Empfindungen Voldemorts geöffnet und so kamst du in seinen Geist und sahst, wie er die Beiden Todesser beauftragte, den Premierminister zu töten."

„Kann so was öfter vorkommen?" fragte Harry.

„Das wäre möglich."

„Aber, das wäre ja genial, oder nicht?" fragte Harry, „dann könnte ich vielleicht Pläne von Voldemort sehen, ich meine, jetzt wo ich weiß was das bedeutet."

„Vergiss nicht die Kehrseite der Medaille," bremste Dumbledore Harrys Begeisterung, „es kann passieren, dass Voldemort, die Verbindung bemerkt und sie zu seinen Gunsten nutzt."

„Was würde das bedeuten?" fragte James.

„Im schlimmsten Fall könnte er besitz von Harry ergreifen."

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AN: So, dass ist also das neue Kapitel. Ich hoffe es hat euch soweit gefallen, auch wenn ich persönlich es relativ grausam finde, aber okay.

Es ist ziemlich lang und ich weiß nicht, ob ich jemals so ein langes Kapitel hatte.

Ich möchte mich auch noch für die vielen lieben Reviews bedanken, die ich zum letzten Kapitel bekommen habe.

Bis Bald

Sanny

PS: Ich weiß noch nicht, wann ich das neue Kapitel fertig kriege, aber es ist mehr als unwahrscheinlich, dass ich es bis nächste Woche schaffe, sorry.