Watching Blaine on TV

Blaine im Fernsehen anschauen

Die Zwillinge nennen Kurt Daddy und Blaine Dad. Sophie nennt sie meistens beide Daddy.

„DIE SNACKS! ICH HAB DAS POPCORN VERGESSEN!", schrie der fünfjährige Nicky, rannte in die Küche und kam mit einer großen Schüssel Popcorn zurück.

„Wir sollen nicht auf der Couch essen.", schnaubte die dreijährige Sophie. „Wenn Daddy hereinkommt, kriegen wir Ärger."

„Dad wird im Fernsehen sein und Daddy telefoniert mit Tante Rachel. Das kann Jahre dauern.", sagte Zachy eifrig.

„Daddy ist im Fernsehen?", schnappte Sophie nach Luft. „Warum?"

„Er wird Leute anschreien!" Zachy klatschte seine Hände zusammen.

„Außerdem sitzen wir nicht auf der Couch.", sagte Nicky und ließ sich auf den Boden fallen. „SCHALT DEN FERNSEHER EIN!"

Zachy griff nach der Fernbedienung, zappte durch die Kanäle und rutschte dann neben seinen Zwilling auf den Boden. „Gib mir Popcorn."

„Iss nicht zu viel, Munchie. Daddy sagt, dass du so viel isst, wie Dad."

„Das ist wahr." Sophie sprang herunter, setzte sich zwischen sie und zwang sie damit auseinander zu rutschen, damit sie in der Mitte sitzen konnte. „Schüssel, bitte!"

„Da ist Dad!", schrie Zachy.

„DADDY!", schrie Sophie fröhlich und sprang auf und ab. „Daddy, Daddy, Daddy!"

"Shh!", sagten Nicky und Zachy. Nicky zog sie wieder hinunter auf den Boden.

"Aber warum ist Daddy im Fernsehen? Warum?"

„Arbeit.", wisperte Zachy als Nicky winkte, um sie zu beruhigen.

„DADDY!", quietschte Sophie als Blaine wieder gezeigt wurde. „Daddy, Daddy, Daddy!"

"Shh!", sagte Nicky. „Wir wollen nicht verpassen, wenn er wütend wird."

„Warum?" Sophie legte ihren Kopf schief und blinzelte mit ihren haselnussbraunen Augen.

„Weil es lustig ist, wenn es nicht mich betrifft.", kicherte Nicky. „Hey! Hey, schau, Zachy!"

"Nicht. Letztes Mal hast du viel – Ärger gekriegt.", beendete Zachy als Nicky Popcorn in die Luft warf und es schaffte keines in seinen Mund zu bekommen.

„Fünfzig Sekunden Regel!", sagte Nicky, sammelte die Teile auf und stopfte sie sich eifrig in den Mund.

„Es ist die fünf Sekunden Regel.", sagte Zachy.

„Daddy!", quietschte Sophie, hüpfte aufgeregt auf und ab und klatschte in die Hände. „Das ist meine Krawatte! Ich habe sie für ihm gekauft!"

„Ihn.", sagte Zachy und stopfte ihr drei Popcorn in den Mund damit sie ruhiger war.

„Lecker!", sagte Sophie fröhlich.

„Oh oh. Und los geht es.", sagte Nicky und hob seine Hand damit sie still waren.

„Dads wütendes Gesicht.", schnappte Zachy nach Luft. „Oh oh. Jetzt steckt er in Schwierigkeiten."

„ERLEDIGE IHN, DADDY!" sang Nicky. "ERLEDIGE IHN! ERLEDIGE IHN!"

„Der Richter ist hässlich.", fiel Sophie ein und versteckte ihr Gesicht hinter Nickys Schulter. „Und beängstigend. Wird Daddy den Hässlichen schnappen?"

Blaine sagte etwas zum Richter. Der nickte. Blaine grinste triumphierend und die Kamera zeigte den anderen Anwalt, der angepisst aussah.

„DAS IST UNSER DADDY! JA! SCHNAPP IHN DIR, DUMMY!", schrie Nicky, sprang auf und begann zu tanzen.

„Es ist noch nicht vorbei.", seufzte Zachy und zog ihn zurück hinunter. „Ich bin mir ziemlich sicher, dass das erst der Anfang ist."

„Nun er hat eine Glückssträhne!" Nicky zeigte auf den Bildschirm. „Du. Hast. Eine. Glückssträhne!"

„Was heißt das?", fragte Sophie und zog an seinem Arm.

„Ich weiß es nicht. Daddy sagt es oft.", zuckte Nicky mit den Schultern.

„Sind wir bereit?", rief der fünfzehnjährige Nick sobald er das Haus betreten hatte.

Die dreizehnjährige Sophie seufzte und stellte ihren Rucksack ab. „Ich hab Algebra-Hausaufgaben. Kannst du mir helfen, Zach?"

„Nach der Verhandlung." Zach griff nach einer Tüte Chips und drei Colas. „Dad macht das Leben dieses Typen besser zur Hölle auf Erden für das, was er Dad letzten Monat angetan hat."

„Oh, das wird er. Er ist bereit dazu." Nick griff nach dem Popcorn und stellte sie in die Mikrowelle.

„Werdet ihr zwei jemals nicht die Verhandlung ansehen, wenn sie läuft, wenn keine Schule ist?", seufzte Sophie. „Sie sind normalerweise langweilig."

„Ich sage es dir, Soph. Es ist grandios zu sehen, wie Dad auf jemand anderen wütend ist und nicht auf mich.", grinste Nick.

„Aber er wird nicht immer wütend.", protestierte Sophie. „Eigentlich sogar selten."

„Aber es ist grandios, wenn es passiert.", sagte Nick. „Sei still und schalt den Fernseher ein."

Sophie höhnte, setzte sich auf die Couch und kuschelte sich an Zach, der schon nach dem richtigen Programm suchte. „Du kannst mir nicht sagen, dass ich still sein soll."

„Hab ich gerade." Nick ließ sich auf die Couch plumpsen und ließ die Schüssel Popcorn auf ihren Schoß fallen, da sie in der Mitte saß.

„Aw, Daddy sieht in diesem kleinen Anzug so süß aus.", gurrte Sophie.

„Ich hab ihm gesagt, dass er die Harry-Potter-Krawatte tragen soll, da er im Fernsehen sein würde, aber anscheinend wäre das unangebracht gewesen.", seufzte Zach spottend und schüttelte seine Cola öffnend den Kopf.

„Sie sieht nicht aus wie die Harry-Potter-Krawatte. Sie sieht aus, als ob ein Fünfjähriger und eine Dreijährige versucht hätten sie wie eine Harry-Potter-Krawatte aussehen zu lassen", sagte Nick und schmiss drei Popcorn in die Luft um sie dann alle mit dem Mund aufzufangen.

„Sie zeigt seine sensible Seite.", sagte Sophie und schlug halbherzig gegen seinen Arm. „Und das ist es auch, was sie ist. Wenn du nicht das Verlangen gehabt hättest, so viel beizutragen, Pooh Bär, hätte sie nicht so schlimm ausgesehen."

„Zeigt seine sensible Seite? Die ganze Welt weiß, dass er schwul ist, weil Daddy ein berühmter Designer ist und Dad seinen Mund in Interviews nicht halten kann und über ‚seinen wunderschönen Ehemann und ihre Kinder' redet. Sie wissen wahrscheinlich mehr über Dads sensible Seite als wir.", schnaubte Zach.

„Ich weiß, dass Daddy und ich wunderschön sind, aber ich weiß nicht, was er in euch zwei sieht.", neckte Sophie, griff hinauf und strich durch Zachys lockige und Nicks glatte Haare.

„Nenn mich nicht Pooh Bär.", sagte Nick finster und verstrubbelte ihre Haare.

Pooh Bär, Pooh Bär, Pooh Bär!", sangen Sophie und Zach zusammen. „Pooh Bär, Pooh Bär, Pooh Bär!"

„Ihr zwei macht mir das Leben so schwer.", jammerte Nick, spottend die Stirn runzelnd.

„Naja ich bin noch immer wütend auf dich, weil du mich gestern beim Fußballtraining so hart getreten hast.", schnaubte Zach. „Möchtest du den blauen Fleck noch einmal sehen?"

„Nein danke. Und ich bin noch immer wütend, dass dein Meerschweinchen nicht weiß, wie man verdammt noch mal still ist.", schnaubte Nick sofort, bevor er laute quietschende Geräusche machte.

„Mach dich nicht über mein Meerschweinchen lustig.", schmollte Zach.

„Kann ich mich über deine Katze lustig machen?"

„Nein."

„Deine Schlangeneier?"

„Das sind Eidechseneier zu eurer Information. Und shh. Daddy weiß noch immer nichts von ihnen und er ist im Büro. Es ist Dienstag."

„Ah, Mist. Du weißt, dass er es hasst, wenn wir Dads Verhandlungen schauen.", runzelte Nick die Stirn.

„Nein. Dad hasst es, weil du ihm hinterher rennst und zufällige Zahlen und Worte plapperst als ob sie Gesetze und Zitate aus ungenauen Fernesehsendungen wären.", korrigierte Sophie.

„Ich bin mir sicher, dass er mein Interesse an seiner Karriere schätzt. Sie zahlt schließlich für meine Bildung und meine zusätzlichen Fußballstunden, so dass ich ein Fußballstipendium bekomme. Richtig, Zach?"

„Mhm.", zuckte Zach mit den Schultern. „Viel Glück dabei. Ich plane nach dem Schulabschluss mit Fußball aufzuhören – wenn ich es überhaupt bis dahin schaffe – mmph!"

„Shh! Daddy spricht!", sagte Sophie und klatschte ihre Hand über Zachs Mund.

Sie sahen alle drei interessiert zu, bis Nick aufstand und auf den Schirm zeigte. „Du hast ihn bloß wütend gemacht, Sir, und er wird dich erledigen!", erklärte er. „Ich hoffe Onkel David sieht sich das an. Er mag es auch, wenn Dad wütend ist."

„Uh oh, Daddy ist angepisst.", sagte Sophie.

„Es ist so toll, wenn der diesen Tonfall bei jemand anderem als mir benutzt.", sagte Nick, ließ sich zurückfallen und aß mehr Popcorn.

„Ich dachte, dass ich hier unten Kinder gehört hätte, die Dinge ansehen, von denen Blaine nicht möchte, dass sie sie ansehen.", lachte Kurt den Raum betretend.

„Es wird gerade gut, Dad.", sagte Zach und rutschte so, dass Kurt sich setzen konnte. „Du bist genau pünktlich."

„Ja. Der Evans-Anwalt hat gerade etwas gesagt, dass zu diesem Gesicht geführt hat.", fügte Nick eifrig hinzu.

Dieses Gesicht? Wenn Blaine irgendeinen Druck bräuchte diesen Fall zu gewinnen, hat er ihn bekommen.", sagte Kurt, als die Kamera wieder Blaine heranzoomte. „Oh Gott. Er ist angepisst. Er gewinnt diesen Fall besser, sonst werden wir wochenlang davon hören."

„Oder du kannst es ihn vergessen lassen indem du… nun, du weißt schon.", sagte Nick mit seiner Augenbraue wackelnd.

„Das wurde gerade sehr peinlich.", stöhnte Sophie und verdeckte sein Gesicht.

Igitt.", sagte Zach und starrte Nick an. „Danke für das Bild."

„Dein Raum ist gegenüber von ihrem. Als ob du es nie gehört hast, wenn ich es gehört habe.", zuckte Nick mit den Schultern und sagte dann, versuchend wie Blaine zu klingen: „Kinder und Vater, Sex ist bloß ein Teil des Lebens. Und egal wie, Dad wird Sex kriegen – entweder gratulierenden, fröhlichen Sex oder wütenden, tröstenden Sex. Ich würde vorschlagen, dass ihr deine Kopfhörer findet und sicher geht, dass ihr bereit seid, Bruder und Schwester, weil es nach den ‚Gute Nachts' und ‚Ich liebe dichs' los geht."

„Habe ich in letzter Zeit erwähnt, wie viel einfacher und ruhiger mein Leben ohne dich sein würde, Nick?", fragte Kurt.

„Täglich.", grinste Nick.

„Ich gebe Daddys Sperma die Schuld dafür.", maulte Sophie. „Ich wünschte ich hätte Schwestern."

„Hey. Zach ist wie eine Kopie von Dad, also hast du sie praktisch.", neckte Nick.

„Oh ja?", sagte Zach, griff um Sophie herum und schlug Nick hart gegen die Schulter. „Was war das?"

„Komm schon. Die Locken, die Leserei, die beängstigende Begeisterung von Tieren. Wenn du schwul wärst, würde ich meinen, dass Dad dich geklont hat.", zuckte Nick mit den Schultern und rieb seine Schulter. „Und das tut weh."

„Sei still, Dad ist dran.", sagte Kurt, beugte sich auch hinüber und tätschelte Nicks Schulter. „Deswegen mag ich es nicht, wenn du so viel Cola trinkst. Es macht dich zu dem hyperaktiven Sohn, den ich geliebt habe, als du vier warst."

„Wenn du mich geliebt hast, als ich vier war, warum möchtest du dann nicht, dass ich mich so verhalte?", grinste Nick.

„Weil Daddy nicht mehr so viel verträgt, bevor sein Kopf explodiert.", sagte Kurt sehr ernst. „Jetzt shh und seht fern. Einigen wir uns darauf, dass wir Dad nicht sagen, dass wir es angesehen haben, okay?"

„Deal.", sagten Nick, Zach und Sophie alle gemeinsam.

„Laut Hopkins Gesetz 35 Punkt 4 Strich 3 Billion, liegen Sie falsch!", erklärte Nicky vier Stunden später, als sich die Vordertür mit einem lauten Knacken öffnete.

„Oh Gott. Ich gehe wieder ins Büro zurück."