Amylin Christin: +g+ Ja, hab ich. Ich mein, nicht ganz. Der Cliffhaenger wird auch wieder mal zurueck kehren, aber seltener. Ich weiß selbst am besten, dass Cliffhaenger teilweise richtig mieserabel sein koennen. Von Tricia kommt spaeter noch mehr. Keine Sorge, sie wird nicht von den Toten auferstehen. So, also das war das friedliche Chap. Jetzt kann ich wieder richtig gemein sein, ne? XD Thx fuers Review. Lg

lady89: Freut mich, dass es dir gefallen hat :) Ja, hat lange gedauert aber dafuer haelt das zwischen den beiden auch schoen lange. :) Lg


Chap 55: a little bit crazy

Der Abend war über England eingebrochen und während überall woanders die Lichter ausgingen, um die Bewohner in den Schlaf zu schicken und auch auf dem gesamten Potteranwesen war es still und leise. Die Pferde schliefen, die Grille zierpten nur ganz leise vor sich hin und selbst die Hauselfen lagen mit einem zufriedenen Lächeln in ihren Betten. Gegen 2 Uhr morgens setzte sich dann auch Jerry, der letzte der drei Hauselfen, mit einem zufriedenen Lächeln in sein Bettchen, stülpte seine Decke über seinen winzigen Körper und schnippte das Licht aus -
"Chrrrrrrrrrrrrzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz!!Chrrrrrrrrrrrrrzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzzz!!"
Wusch! Alle drei Hauselfen saßen Kerzengerade auf ihren Betten.


Im Obergeschoss lag Lilli auf ihrem Bett und stülpte verzweifelt das Kopfkissen über ihren Schädel in der Hoffnung den Ton durch ein Wunder abzustellen, der ihrer Meinung nach das ganze Potteranwesen durchdrang. Sirius Geschnarche war wirklich kaum zu ertragen.
"Chrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrzuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!"
Anna saß im Schneidersitz neben ihm auf dem Boden, die Arme verschrenkt, die rechte Augenbraue angezogen, der Blick zum töten bereit.
"Chrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuasfasssssssssssssssssssssssssssss!"
"Hat er vorher auch schon so geschnarcht und ich habs nur immer mit Absicht überhört?!" fragte Remus, der ebenfalls im Schneidersitz allerdings auf seinem eigenen Bett direkt neben dem von Sirius saß, den Kopf jedoch auf seine Fäuste gesützt, deren Ellenbogen auf seinen Beinen ruhten. Der Blick des jungen Marauder beobachtend auf den schlafenden... verzeihung, schnarchenden Freund gerichtet.
"Chrruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuasssssssssssssssssssssssssssssssssssiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiia!"
"Hm..." machte James verwirrt, der direkt neben Sirius Bett auf der anderen Seite auf dem Boden kniete und seinen Freund misstrauisch anmusterte.
"'n Versuch ist es wert."
Mit dem rechten Daumen und dem rehten Zeigefinger drückte er die Nase des Marauders zu, was dem allerdings nicht viel ausmachte.
"Chrruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuasfaaaaaaaaaaaaaasiaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah!"
"Er schnarcht durch den Mund, James," kommentierte Anna augenrollend.
"Nicht durch die Nase. Wie wärs wenn du ihm den Mund zumachst?!"
"Iiiiiiiiiiiiiiiiiich?!" japste James und zeigte unnötigerweise mit dem Finger auf sich selbst.
"Ey, wenn dann doch wohl du!"
"Wieso ich?!"
"Du bist seine Freundin, An!"
"Was hat denn das eine mit dem anderen zu tun?!" fragte sie giftig, als ob James gerade den größten Schwachsinn seines Lebens von sich gegeben hätte.
"Ich werd ihn bestimmt nicht knutschen," verteidigte er sich sofort. "Das ist ja widerlich!"
"Ach, aber ich soll nen schnarchendes Warzenschwein küssen?!"
"Dann verwandelt er sich wenigstens in nen Prinz, besagt zumindest die Muggelgeschichte."
"Muggelgeschichte?!" fragte Lilli verwirrt.
"Ja, da küsst die Prinzessin doch so nen Warzenschwein und der verwandelt sich dann in nen Prinz."
"Was?!" prustete Lilli aus Versehen los und musste sich zusammenreißen, um nicht laut loszulachen.
"Sorry, James, aber ich glaub... die Prinzessin hat kein Warzenschwein geküsst... Sie hat nen Frosch geküsst, der sich in einen Prinz verwandelt hat."
"Ach... stimmt ja..." sagte er und schlug sich gespielt blöde an den Kopf.
"Das Warzenschwein war in der Zauberergeschichte."
"...Was?!" machte Lilli aufs Neue unglaubig.
"'s n Märchen bei den Zauberern. Ne mächtige Hexe hatte keine Zauberkräfte, küsste das Warzenschwein, dass sich daraufhin in einen starken Zauberer verwandelt hat und ihr die magischen Kräfte schenkte..."
"Verstehe," gluckste sie amüsiert. "Allerdings ist das hier kein Warzenschwein und ich glaub Anna braucht auch nicht noch mehr Magie."
"Dafür schnarcht er wie eins," bemerkte diese und betrachtete ihren Freund aufs neue kopfschüttelnd.
"Krrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrsaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaah."
"Hat nicht irgendjemand von euch ne Idee, wie wir diesen Wahnsinn stoppen können?! Wenn ich nicht bald etwas Schlaf abbekomme, garantiere ich euch werde ich zur Mörderin!"
"Heisst, du machst einen auf Sirius Mörderbraut?!"
"Sirius ist keine Puppe und ich MACH nicht seine Freundin, ich BIN seine Freundin, James!"
"Und wenn wir nen Eimer Wasser über ihn gießen?!" schlug Lilli vor und erhob unschuldig die Hand.
"Du meinst so? Aqua!"
Das Wasser schoss aus der Spitze von Anna's Zauberstab heraus und traf Sirius voll ins Gesicht, der schlafend seine Hände erhob und sich durchs Gesicht strich.
"Uhhh... danke mein Hässchen... Mir war ja so heiß...Chrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrsaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa."
"Ja, so wars eigentlich gedacht," gab Lilli blinzelnd zu. Sirius schlief... nein, schnarchte noch immer munter weiter, gerade so als ob nichts passiert wäre.
"Wie wärs mit dem Silencio-zauber?!" schlug Remus vor.
"Er hat nen Anti-Silencio-zauber auf sich gelegt, Moony."
"Wieso das, Prongs?!"
"Frag mich was leichteres. Wusste nicht mal, dass es sowas überhaupt gibt."
"Und woher weißt du dann, dass er das gemacht hat?!" fragte Lilli mal so ganz dämlich. Was folgte, war ne dämliche Antwort von James zurück.
"Weil er das gesagt hat, d'ohhhhhhhhhhhh!"
"Probiers aus, dann wissen wir ob's wahr ist oder er uns nur verkohlen will!"
"Ist bei Sirius selten der Fall, Lils," erklärte Anna ihrer Freundin. "Wenn Sirius sagt, dass er etwas gemacht hat, dann hat er es auch gemacht und wer nicht hören will, wird es fühlen."
"Ihr seid feige."
"Oder nicht lebensmüde, Lils."
"Gib schon her," raunzte sie und nahm Anna's Zauberstab, um ihn gegen Sirius zu richten.
"Silencio-"
"Chriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaasiiiiiiiiiiiiiiiiiiiuaaaaaaaaaa!" ertönte es noch lautstärker vom Marauder, was alle 4 dazu veranlasste sich die Ohren mit den Händen zu zuhalten. Er klang ja schon fast wie ein übergroßer Troll bei Verstopfung.
"Siriuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuus!" schrie Anna, hatte beide Hände um seine Schulter gelegt und versucht ihn wach zu drücken. Der Marauder schlief putzmunter weiter... nein, nicht schlief... schnarchte in einer brüllenden Lautstärke weiter.
"Krrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuhhhhhhhha!"


5 Minuten später:
Anna, Remus, James und Lilli hatten beschlossen in das Zimmer der Mädchen rüber zu wandern, um zumindest noch etwas Schlaf abzubekommen. James kuschelte sich zu Lilli ins Bett und Remus bekam eine Matratze und Decke auf dem Boden neben Anna's Bett.
"Ohhhh, endlich!" murmelte Anna im Halbschlaf und ließ sich in ihr Bett fallen.
"Licht aus," bat James, der sich schon an Lilli gekuschelt hatte.
"Nox!" sagte Remus mit gezogenem Zauberstab. Alles wurde dunkel und außer ab und zu ein leises Grillen vom Fenster aus hörte man absolut nichts! Stille... Ruhe... Herrlich...
"Chrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrzuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuua!"
Wusch,wusch,Wusch,Wusch! Klick! Alle vier lagen wieder knallwach in ihren Betten im nun wieder hellen Zimmer.
"Das ist nicht wahr, oder?!" jammerte Anna flehend.
"Der Kerl schläft nun schon in nem anderen Raum und sein Grunzen tönt trotzdem bis hier herüber!"
"Leg den Silencio-zauber doch aufs Zimmer?!" schlug Lilli schließlich vor.
"Das verhindert nur, dass Geräusche nach draußen dringen, nicht dass Geräusche nach innen kommen!" erklärte Remus nachdenklich und suchte angestrengt nach einer Lösung für das Dilemma.
"Sag mal, James, hat Sirius immer mal wieder solche Schnarchattacken?!"
"Öhm..." machte er, da er nicht genau wusste, was er auf Anna's Frage antworten sollte. Man wollte den besten Freund ja nicht blamieren.
"Keine Ahnung... Vielleicht hat Dumbledore ja sowas ähnliches wie nen Anti-Schnarch-Zauber auf Hogwarts gelegt? Wenn's denn so etwas gibt."
"Fantastisch," murmelte sie aufgebracht. "Dann muss ich also später nur einen Anti-Schnarch-Zauber auf unser Haus legen, damit die Kinder nicht mitkriegen, dass ihr Daddy leider ne Macke beim Pennen hat!"
Lilli und Remus glucksten amüsiert angesichts Anna's gespielt verrückter Miene, die sie gezogen hatte. James Augen dagegen blitzten vielsagend auf.
"Verstehe, verstehe, du planst also schon eure Zukunft? Es wird also Kinder geben?"
"Ich öhm..." machte sie noch bevor es wieder "Chrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrusaaaaaaaaaaaaaaaaaa" machte.
"Wenn das so weiter geht nicht, denn ich prügle ihn gleich windelweich!"
"Chrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrchseeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeea."
"Okay, das wars!"
"Anna, Stop!" rief James und hielt sie beim Vorbeigehen fest, damit sie nicht rausgehen konnte.
"Als du vorhin deine Fäuste hast spielen lassen, wurde aus nem Affen BingBong!"
"KingKong," verbesserte Remus ihn ganz beiläufig, während er in einem Buch einen Zauber gegen Schnarchen raus suchte.
"Wenn du jetzt noch mal mit Gewalt versuchst ihn aufzuwecken, gröllt hier in Kürze Runzilla!"
"Gozilla," verbesserte Lilli und blickte unschuldig an die Decke hoch.
"Soll ich ihn etwa lieb bitten wieder leiser zu schnarchen?! Er hat doch schon mal hier geschlafen und zu Weihnachten hab ich keinen Mucks von ihm gehört."
"Da hat er auch noch nicht geschnarcht... Naja, in Hogwarts mal, aber nur ganz selten und nicht besonders laut. Heute schnarcht er als ob sein Leben davon abhängen würde."
"Chrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrruaaaaaaaaaaaaaaaaasuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!"
"Ooooooooooookay!" grummelte Anna und stemmte die Fäuste an ihre Seite.
"Irgendetwas müssen wir tun oder wollt ihr wirklich, dass er ewig so weiter schnarcht?!"
"Was gedenkt, Miss Overreacting zu tun?!" fragte James sarkastisch und sah sie mit unschuldig blinzenden Augen an.
"Na, was wohl? Ich bring ihn endgültig zum schweigen!"
Anna war fuchsteufelswild raus gerannt. Man hörte wie eine Tür aufgerissen wurde, wie sie zugeschlagen wurde und dann... ruhe... Ruhe? Die Sekunden vergingen, die Minuten schlichen dahin... und James, Lilli und Remus sahen einander erfreut an als-
"Chrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrruaschiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiii!"
Wieder ließen alle drei die Köpfe sinken als das Schnarchen noch lauter heraus kam. Anna kam mit feuerrotem Gesicht wieder zurück ins Zimmer, wo James sie bereits mit einem Hab'sdochgleichgesagt-Blick ansah. Sie schüttelte den Kopf und verzog das Gesicht zu einer Fratze.
"Ich flehe euch an, tut was dagegen! Der liegt dran wie'n Kartoffelsack und schnarcht wie'n ungarischer Hornschwanz auf nem Eispickel!!"
"Chruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaa!"
"Okay, okay, okay!" sagte Remus, der offensichtlich etwas gefunden hatte. Mit dem Buch in der Hand schritt er zu ihnen rüber und legte es auf das Bett nieder.
"Tataaaaaaaaaaaaa!"
Alle drei starrten ins Buch, blickten zu Remus, blickten ins Buch, blickten zu Remus.
"Was will Sirius mit einem PushupBH XXL für Zwerge?!" fragte Anna verwirrt, woraufhin Remus verwirrt das Buch zurück nahm und die Seite umblätterte.
"Verzeihung... bitte."
Wieder blickten alle drei ins Buch, blickten zurück zu Remus, zurück ins Buch, zurück zu Remus.
"Und wozu braucht Padfoot nun einen vergifteten Austernpilz mit rosa Herzchen am Stil?!"
"Hm?!" machte er aufs neue und zuckte schließlich zurück. "Auf der anderen Seite, Prongs... nebendran..."
"... Anleitung, wie man den Partner zum ruhigeren Schlafen führt, wenn er wie ein getretener Hippogreif schnarcht," las Lilli vor.


Mit dem Buch in der Hand gingen sie zu Sirius ins Zimmer, setzten sich um ihn herum auf dem Bett und sahen den Freund kurz an.
"Sollen wir das wirklich machen?!" fragte James verwirrt und stupste seinen Freund an, um zu prüfen, ob dieser überhaupt noch da war.
"Chrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrsiuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuasssssssssssss!"
"JA!" antworten alle vier gleichzeitig genervt.
"Okay, Schritt 1," las Remus vor. "Legen sie dem schnarchenden Partner ein Kissen auf dem Bauch."
Gesagt, getan. Anna nahm das Kissen unter Sirius Kopf weg, woraufhin dessen Schädel auf die Matratze nieder plumpste und... friedlich weiter schnarchte.
"Chrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrriiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiiisaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaal!"
"Schritt 2: legen sie beide Hände des Partners auf das Kissen."
Gesagt getan. Lilli zog Sirius Hände auf das Kissen und hielt sie dort fest, da Anna mit dem Kissen beschäftigt war, das merkwürdigerweise von selbst wieder weg fiel, wenn sie es nicht festgehalten hätte.
"Weiter!"
"Schritt drei: Die Person, die das Kissen hält, muss nun mit der anderen Hand unter das Shirt der Person greifen und auf den Bauch legen."
"Was?!" fragte Anna unglaubig, woraufhin Remus unschuldig die Schultern zuckte.
"So stehts hier..."
"Wieso sollte ich Sirius jetzt unters Shirt greifen?!"
"Chrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrruuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuasuuuuuuuuuuuuuuuuuu!"
machte er noch viel viel lauter, so dass Anna das Gesicht verzog und wütend grummelte.
"Okay,okay,okay!"
Sie griff mit ihrer anderen freien Hand unter Sirius Shirt und legte ihre Hand auf seine nackte Brust...
'warm... und stark... ' bemerkte sie amüsiert. Es war alles andere als unangenehm sein Sixpack abzutasten aber das würde sie niemals zugeben.
"Schritt 4: setzen sie sich auf die Beine des Scharchenden drauf und halten sie mit ihrer linken Hand sein rechten oberen Arm."
"WAS?" fragten die beiden Mädels zeitgleich.
"So stehts dran," antwortete Remus unschuldig und ihm glaubten sie das auch eher als James, der ein Grinsen im Gesicht bekam.
"Na los, James, sitz dich hin!"
"Waaaaaaaas?" japste er. "Moment mal, da steht, dass die Person, die seine Hände hält das tun muss!"
"Tut das gar nicht," sagte Lilli, die auch felsenfest der Überzeugung war, dass das nicht dran stehen konnte.
"Moony?"
"Ähm... ja doch steht dran. Im Kleingedruckten. Immer diese komischen Zauber, hahahaha..."
Remus hatte das Glück, dass ihn Anna und Lilli mehr Glauben schenkten in solchen Dingen als sie es bei James getan hätten.
"Chrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrrriaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaschhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhhh."
Lilli verdrehte die Augen, setzte sich auf Sirius Beine und streckte sich so über ihn dass sie mit ihrer linken Hand seinen rechten Oberarm berührte.
"Schritt 5... Betroffene Person stellt das Schnarchen ein. Achtung: Dies funktioniert nicht, wenn die Person reinblütig ist..."
"Waaaaaaaaaaaaaaaaaaaaaas?!" fauchten beide Mädels auf. James, Remus und Sirius prusteten auf der Stelle laut los. Lilli und Anna hatten erst jetzt begriffen, dass dies ein Streich der drei Marauder war und während Anna und Lilli Sirius als Rache mit den Kissen beschmissen, lachten sich James und Remus kugelnd auf den Boden. Selbst Sirius konnte nicht anders als laut zu lachen und sich selbst unter der Kissenschlacht der Mädels krumm und dämlich zu amüsieren.
"Ihr seid so blöd, ey!" sagte Anna, die Lilli einen Blick zugeworfen hatte, doch als sie sah, dass selbst Lilli begann zu lachen fiel auch sie mit ein. Wer konnte schon ernst bleiben, wo sich drei eigentlich erwachsene Teenager wie Kleinkinder lachten und sich auch ganz offensichtlich nicht mehr einkriegten.

Im Zimmer der Hauselfen beruhigten sich alle drei Hauselfen wieder, als sie das Lachen mitbekamen. Sie legten sich mit einem beruhigten Lächeln wieder nieder und schnippsten das Licht aus.


Am nächsten Morgen wachte James als erster der Truppe auf. Nach einem kurzen lächelden Blick auf all seine Freunde, die seelenruhig weiter schliefen sowie auf Lilli, die wie ein Engel neben ihm lag, schleichte er sich ganz vorsichtig aus dem Bett und ging raus. Er brauchte ein paar Minuten für sich alleine. Er ging die Treppen runter und im Anflug an Erinnerungen von früher setzte er sich auf die Stufen der Treppe nieder und warf einen Blick in das Wohnzimmer. Vor sich sah er in durchsichtiger Gestalt seine Schwester, die am Regal stand und ein Buch las. Als sie ihren Bruder bemerkte schloss sie das Buch sofort und kam mit einem freundlichen Lächeln heraus. Ihr durchsichtiger Körper verschwand und hinterließ ein leeres Wohnzimmer.
'Glaubst du, Mum und Dad lieben sich noch?' hörte er seine eigene Stimme in seinen Gedanken. Eine Frage, die er seine Schwester gestellt hatte, als sie noch jünger waren.
'Natürlich!'
hatte sie ihm damals geantwortet ohne überhaupt zu zögern. Mehr klang ihre Stimme verständnislos darüber, dass er das überhaupt anzweifelte.
'Du etwa nicht?'
'Ich glaube, sie haben das lieben verlernt...'
'Hm... mag sein... sie sind auch schon ewig zusammen. Aber du und Ich werden schon dafür sorgen, dass sie zusammen bleiben, richtig kleiner Bruder? Hihi...'
Er erinnerte sich an ihr Lachen und an ihr Gesicht, wenn sie lachte und zwangsweise wurde sein Herz schwer. Er stand auf und ging in die Küche um sich etwas Saft zu holen. James war kaum zur Tür rein geschritten als er den fertig gedeckten Frühstückstisch bemerkte, auf dem ein kleiner Zettel am Marmeladenglas lehnte.
"Habt einen schönen Tag. Wir sind schon auf der Arbeit, Mum und Dad." Mit jedem Wort, das er las, wurde er ein Stück trauriger. Er sah wieder die geisterhafte Gestalt von Tricia, die deprimiert am Tisch saß und niedergeschlagen den Kopf schüttelte.
'Sind schon wieder weg. Es ist jetzt schon Wochen her, dass wir gemeinsam gefrühstückt haben. Wollen sie wirklich, dass unsere Familie noch auseinander bricht?'
"Ich denke, das ist schon längst passiert," sprach James seine eigenen Worte von damals leise nach. Er sah wie sie aufstand und langsam wie ein Zeitlupe zur Tür schritt und sich ihr Geist nahe der Tür wieder in Nichts auflöste. Er goss sich etwas Saft in ein Glas ein und schritt damit wieder hinaus. Er warf einen Blick zur Terasse raus und wieder zog ihn ihr Geist mit sich. Er sah, wie sie ihn mit sanften Tränen ansah und dann hinaus schritt. Er ging ihr nach und schritt auf die Wiese zu. Gestern noch hatte er hier Lilli seine Liebe gestanden und sie waren endlich glücklich vereint gewesen. Für ihn sollte ein vollkommen neues Leben beginnen mit ihr, doch stattdessen blieb er an seiner Vergangenheit hängen.
'James? Hast du aufgegeben?'
Ja, damals schon... Er sah Tricia, wie sie auf ihn zu schritt und ihn in die Arme schließen wollte. Stattdessen verschwand ihr Geist kurz bevor sie bei ihm ankam. Er schloss seine Augen und dachte nach. War er Schuld an ihrem Tod? Seine Schwester hatte doch bis zu letzt gekämpft. Was war passiert, dass sie doch aufgegeben hatte? War es seine Haltung, die auch ihr die Zuversicht stahl? Er hatte zuerst aufgegeben. War es jetzt eigentlich vorbei? Nein, womöglich noch lange nicht. Ein paar Stunden hatte er alles um sich herum vergessen können, hatte mit seinen Freunden und seiner großen Liebe Lilli einfach nur Spaß haben können. Jetzt kam er in die Wirklichkeit zurück. Es war noch lange nicht vorbei. Es hatte gerade erst begonnen. Er wusste von Voldemorts Plan, wusste genau was noch alles kommen würde. Noch würde Voldemort alles tun, um seine gesamte Familie, seine Eltern und seinen Großvater zu töten, würde alles tun, um Anna in seine Fänge zu bekommen und würde alles tun, um ihn zu zwingen ihm Dark Breath zu geben.
'Wir kämpfen gemeinsam, ja?'
Patricia Potter drehte sich in weiter Ferne zu ihm um und winkte mit einem letzten Lachen bevor Voldemort auftauchte, das Messer in ihren Rücken rammte und das Leben aus ihrem Blick entwich. James riss seine Augen auf dennoch sah er ihre Augen vor sich, die trüb und leer wurde. Er schluckte hart.
'Du bist alleine, Gryffindor. Du wirst ewig alleine sein,' hallte Voldemorts unbarmherzige Stimme in ihm wieder. Hatte er Recht?
James dachte nicht mehr weiter darüber nach. Hinter sich hörte er lautere Stimmen. Seine Freunde waren aufgewacht. Er spürte Lilli's Nähe bei ihnen und hörte sie nach ihm fragen. Er beschloss seine Gedanken für diesen Moment sein zu lassen, Tricia sein zu lassen. James drehte sich um und schritt zurück in die Villa hinein, wo seine Freunde wie erwartet fast zu ihm raus kommen wollten. Heute noch würden sie weiterhin sorgenlos und glücklich sein und einfach das Leben genießen. Schon morgen nämlich würden sie zurück nach Hogwarts kehren und wieder in das Leben zurück kehren, dass Voldemort tag täglich zeichnete.
"Alles okay?" fragte Lilli ihn vorsichtig. Er lächelte, nicht gespielt, sondern von Herzen. Sie war bei ihm. Wie konnte da nicht alles okay sein?
"Yo, Prongs! Wie willst du das eigentlich den anderen verklickern weshalb du quicklebendig bist?"
"Soll das ein Scherz sein?" lachte er. "Ich erzähl natürlich die Wahrheit! Anna hat wieder ein Zauber vermasselt und ich musste es ausba-aahhhhhhhh."
Lilli lachte als sich ihre Freundin auf ihren Freund strzte und gespielt begann zu würgen, was auch Sirius und Remus dazu brachte in ihr Lachen mit einzufallen.

Den restlichen Tag verbrachten sie damit die Pferde der Potters auszureiten. James zeigte Lilli das gesamte riesige Anwesen der Familie mit allen Teilen und Grundstücken, die dazu gehörten. Tief in ihrem Herzen wusste sie, dass James sich nur von der Trauer um seine Schwester ablenken wollte und dass ihn in Wirklichkeit der Zustand seiner Familie bedrückte. Ihr Verstand aber sagte ihr, dass es okay war, wenn er das tat und es für sie okay war, wenn sie ihm dabei half.
Wenn sie ehrlich war, wusste sie nicht mal mehr, wann sie das letzte mal so glücklich war, wie an diesem Tag. Ihre Freunde waren zufrieden, lachten mit ihnen und der Mensch, den sie seit Jahren liebte, liebte sie auch. An einem einzigen Tag hatte sie mehr über James Potter erfahren, als in den ganzen Jahren, in denen sie versuchte ihn zu verstehen. Er sprach mit ihr über sein Seele, sein Herz und seine Vergangenheit und als Lilli ihn an diesem Abend vor dem Abendhimmel am Lagerfeuer betrachtete, fühlte sie, dass eine neue Zeit begonnen hatte. Es war als ob ein neuer Abschnitt da war. Was für ein verrücktes Gefühl...