Wege trennen sich wieder.

Das sah ja schon im Längen besser aus, auch wenn ich in Jordans Jogginghose und dem T-Shirt aussah wie irgendein Möchtegerngangster aus der Bronx. Fehlte nur noch das Basecap und die Goldketten. "Ich sag es dir lieber gleich, Travis und Co werden dich so was von auslachen" - bemerkte Jordan gelassen. Na super, danke auch für die aufmunternden Worte. Wir begegneten mehreren Leuten verschiedenen Geschlechts und Alters, ein hatten sie alle gemeinsam, sie begrüßten Jordan mit großem Respekt. Die Wertschätzung die man meinem Freund entgegenbrachte freute mich natürlich auch, gerade weil sie ihn in einer schwierigen Phase aufmunterte. Schließlich hörte ich lautes Gekeife, eine ziemlich verärgerte Frauenstimme schnitt durch die Luft wie ein Messer und Jordan zuckte merklich. "TRAVIS STOLLL! Wo ist meine Kresse! Was hast mit meinen kleinen grünen Lieblingen gemacht du verdammter Vollidiot!" einen Moment lang herrschte stille gefolgt von einem derart schmerzlichen aufkreischen seitens der Frau, das ich losrennen wollte. Jordan hielt mich mit einem stahlharten Griff am Oberarm fest. Ich drehte mich halb um und blieb stehen als ich seine genervte Miene sah.

"Das passiert jeden Tag Jack - Travis würde seine Freundin nicht einmal in die Seite pieken, bei ihr sieht das aber ganz anders aus, leider!" ein grinsen stahl sich auf mein Gesicht als ich daran dachte welche eine bemitleidenswerte Existenz es sein musste von einer Frau derartig entmannzipiert zu werden. "DU HAST SIE GEGESSSEN! Du - unsensibler Krüppel - du bist abartiger als als - als - eine Brennessel!" der Rest verklang in einem theatralischen Schluchzen das auf keiner der großen Bühnen der Welt besser geklungen hätte! eine Tür flog knallen auf und eine recht kleine Gestalt mit wehenden braunen Haaren stürmte in riesigen Schritten auf uns beide zu ihr Gesicht war Feuerrot und sie gab unartikulierte Schluchzer von sich - was zur Hölle ging den hier ab? Vorsichtig streckte Connor seinen Kopf aus der Türe "Kathie, alles in Ordnung? Hey - ähm sorry wegen der Kresse aber. Könntest du der Tür sagen sie soll mich loslassen? Komm schon! Uhm Bringt ICH LIEBE DICH was?" der arme Junge war offenbar total überfordert und so komisch das ich in lautes Gelächter ausbrach und das obwohl Kathie nur wenige Schritte von mir entfernt war. Ich hörte ein lautes Klatschen gefolgt von einemSchmerzlichen aufwimmern, er erblickte Kathie die sich die flache Hand hielt, meine Wange kribbelte unangenehm. "bei den Tiefen des Tartarus und Zeus dreckiger Unterwäsche! Über sowas lacht man nicht…" schnauzte sie mich an und begann hemmungslos zu heulen. Ok - eindeutig ein Fall für den Onkel Doktor, dachte ich mir. Connor hing immer noch an der Türe fest, jedenfalls bewegte er sich keinen Millimeter obwohl sein Gesicht dunkelrot angelaufen war vor Anstrengung. "Macht schneller!" knurrte er vermutlich zu den anderen Halbgöttern gewandt, die bestimmt damit beschäftigt waren ihn loszumachen. Dankbar schlechter Zeitpunkt um sich für eine Lebensrettung zu bedanken, dachte ich während ich mich fragte ob es hier nicht auch Psychopharmaka gab, es war doch nicht normal das man wegen ein bisschen Kresse derartig die Fassung verlor! Schließlich war Connor frei und raste wie von der Tarantel gestochen zu seiner Freundin, welche in fluchend von sich weg stieß. Ich ging einfach mal in den Raum - Jordan schritt erstaunlich schnell in die andere Richtung davon.

"Jordan - habt ihr nicht irgendwas gegen Depressionen in den medizinischen beständen?" fragte ich ihn. "Das ist ja nicht auszuhalten mit dem Mädel da, die dreht völlig ab wenn sie nicht mal runterkommt oder war die schon immer so?" fragte ich ihn. "Nein - erst seit sie hier unten ist, die Enge hier macht ihr tierisch zu schaffen. Und die Tatsache das es hier keine Pflanzen gibt!" bemerkte er Kopfschüttelnd. Demeter - statierte ich still und heimlich. Ich trat in den Raum hinein aus dem Travis gekommen war, seltsam gewundene Eichenäste ragten aus der Holztür und hatten die Lack aus dem sie bestand durchbrochen, Reste dieses Grünzeugs lagen auch auf dem ganzen Boden verstreut. Der Raum war eigentlich ein stinknormaler Aufenthaltsraum, mit Billardtischen, Dartscheiben und Kickertischen. Außer eine Hand voll junger Leute befand sich niemand hier, offensichtlich wussten die meisten Leute schon warum man sich von Connors Freundin besser fern hielt. Die fünf ziemlich verdattert herumstehenden Leute waren alle zwischen siebzehn und zwanzig Jahren alt, wenn ich das so in etwa richtig schätzte. zwei fast identisch aussehende Mädchen saßen da und starrten pikiert auf die Instrumente in ihren Händen, eine Gitarre und eine Panflöte um genau zu sein. die Drei Männer wirkten allerdings recht verschieden, während einer von ihnen fast schon die Abmessungen Jordans hatte und sie mit Sicherheit noch erreichen würde war der direkt neben ihm stehende Bursche regelrecht winzig. Sein Ego schien allerdings gewaltig zu sein so kerzengerade wie er herumstand, es schien als wolle der Blick sagen, jetzt habt euch mal nicht so, ist doch alles meine Zweitwohnung hier! Der Letzte Mann hingegen wirkte fast schon wie eine Frau, so zierlich und modisch korrekt wie er angezogen war, der Fantasyroman den er in der Hand hielt machte das nicht besser - Twilight, man halte mich zurück!

"Äh Hey, ich bin Jack - Pendragon. Ich äh." ich klatschte noch eine adäquaten Formulierung suchend in die Hände. "Wollte euch meinen Dank darüber aussprechen, dass ihr mein Leben gerettet habt." meine Sätze standen im Raum, die beiden blondhaarigen Mädchen starrten weiter auf die Instrumente. Der muskelbepackte Hühne faltete die Arme vor der Brust zusammen und räusperte sich und klein Edmont wie ich den Kerl mit dieser widerlichen Schundlektüre taufte blickte verstört auf. Nur der Zwerg strich sich durch das wirre Feuerrote Haar. "Hey, ich bin Studiosus Wescott Sohn des Zelos. Ja, kein Ding ne - hat richtig Fun gemacht diese Monst - ähm Krokodil zu zerschnitzeln." bemerkte er mit einem breiten Lächeln. "Ok - du kannst übrigens schon sagen das das Ding da kein Krokodil war, das hab ich noch mitgekriegt bevor ich die Wand geküsst habe." bemerkte ich Schulterzuckend. "Ach ja, die Macht der Gewohnheit, wenn man zu viel normalen Menschen zu tun hat. Wie kommt's eigentlich das die wieder stehen kannst, ich dachte Jordan hat keinen Ambrosiaextrakt mehr." stellte er fest und kraulte sich das bartlose Kinn. "Naja, zu irgendwas muss ein Bad im Styx ja gut sein." antwortete ich ebenso trocken. Studi blickte mich an wie ein Weltwunder."Wow - und hat es sich gelohnt, also ich mein man hört ja immer so schreckliche Sachen darüber." erkundigte er sich eifrig. "Habe schlimmeres erlebt, ist auf jedenfall verdammt praktisch!" erklärte ich ehrlich, sicher es tat verdammt weh aber es war schon enorm praktisch. "Studi, ich hab dir gleich gesagt der Kerl ist nicht normal." kommentierte das der blonde Riese. "Danke Dick - da wäre ich jetzt nicht selbst drauf gekommen." bemerkte er trocken. Der große runzelte die Stirn, eine #ader an seiner Schläfe schwoll bedenklich an. Studi schien das aber gar nicht zu stören. " Die beiden Mädchen hatten sich inzwischen auch erhoben. Die eine hielt immer noch ihre Flöte umklammert und kriegte er nicht einmal hin mich zu grüßen, es könnte allerdings auch daran liegen, dass Travis wieder den Raum betrat, allein. Ein roter Umhang und er wäre ein perfekter Pirat gewesen. "Janice - warum konntest du die Kresse nicht einfach stehen lassen?" knurrte er und wirkte dabei mehr verzweifelt denn wütend. "Ich - es tut mir leid." das Mädchen brach in Tränen aus und begann immer wieder zu versichern wie Leid ihr dieser Fehler doch täte - ich kam mir reichlich deplatziert vor, während sich ihre Schwester, denn darum handelte es sich bei dem anderen Mädchen, sich daran machte sie zu trösten, Connor betreten auf den Boden starrte und Dick irgendetwas murmelte was sich so wie "verdammte Weiber" anhörte.

Der einzige der ganz ruhig geblieben war, war der seltsame Kerl mit dem schrecklichen Buch. Der grinste geradezu maliziös. "Die Schwingungen sagen mir da Kathie bald wirklich Grund hat depressiv zu sein." flüsterte der so leise, dass vermutlich nur ich und vielleicht noch der fast vor mir stehende Sohn des Zelos hören konnte. Zelos ist - wie der Name schon vermuten lässt der Gott des Eifers und eifrig schien Studiosus wirklich zu sein, ich jeder Hinsicht. "Travis, ich denke Jordan hat noch etwas mit dir zu besprechen - wir können nämlich bald wieder ausrücken. Hier unten ist es nicht sicherer als über der Erde, wenn wir Halbgötter nicht bei den Leuten sind wird sie vermutlich nichts angreifen und schließlich gibt es ja genug Leute die wissen wann ein Monster vor ihnen steht." erklärte ich. "WoW endlich wieder was zu tun - geil. Wann geht's los, braucht ihr Hilfe bei der Planung." brabbelte Studi aufgeregt darauf los und hüpfte vor Begierde geradezu auf und ab wie ein Flummi. Sein großer Freund packte ihn daraufhin von hinten am Kragen und hob ihn mit einer Hand hoch wie ein Katzenjunges. "Hör auf dich lächerlich zu machen kurzer!" brummte Dick trocken, während Studi begann ihn in irgendeiner gutturalen Sprache - vielleicht Slawischen Ursprungs zu beleidigen. Er zappelte in der Luft herum wie ein verrückter, es sah wirklich ungemein erheiternd aus und ich musste mir auf die Lippen beißen um nicht lauthals zu lachen. Travis besaß nicht so viel Taktgefühl worauf Studiosus weiter herumzeterte und ich mich wunderte über was für Bärenkräfte dieser Bursche verfügte das er diese tobende 60 Kilo schwere Energiebündel wie ein nasses Hemd vor sich halten konnte. Schließlich wurde es Studiosus zu bunt und er hörte auf sie wie ein kleines Kind zu benehmen, worauf er wieder abgesetzt wurde. "Hrchm." der Rothaarige zupfte sein T-Shirt wieder richtig, wirkliche Qualitätswahre, bestimmt 100% Baumwolle. "Jordan klärt das und er besorgt auch was, damit Kathie wieder runterkommt, die haben hier genug Zeug gegen Depressionen." bemerkte ich an Travis gewandt.

Der machte ein besorgtes Gesicht. "Ist das nicht gefährlich? Ich meine da hört man ja so viel von, von Leuten die sich umbringen und so." sagte der Sohn des Hermes. Camp Halfblood ist gleichbedeutend mit absoluter Entfremdung von der realen Welt, es bestätigt sich immer wieder! "Travis - du bist bestimmt ein ganzjähriger gewesen oder?" fragte ich ihn. "Klar. Ich und Connor." bemerkte er und wirkte ziemlich niedergeschlagen. "Connor Stoll, kenn ich - wirklich fähiger Mann." bemerkte ich mit dem Anflug eines Grinsens. Travis riss sein Auge auf. "Wo - wann hast du den Kennengelernt?" Studi blickte mich interessiert an, ebenso die anderen, sogar Janice deren Augen immer noch rot umrändert waren. "Im Camp - und auf dem Olymp." erwiderte ich lapidar. "Du warst auf dem Olymp?" fragte Studi begeistert. "Wie sah es dort aus, wirklich so altgriechisch wie alle sagen?" fragte er interessiert. "Nein, der ist nach Titan War 2 doch umgebaut worden. Sieht ganz schick aus." erklärte ich, zu schade das ich nicht erzählen konnte was Connor, ich und die anderen da oben wirklich getrieben hatten, aber Schwüre auf den Styx brechen nicht einmal Götter ungestraft, viel weniger Sterbliche wie ich. "Wow - n zweiter Percy Jackson." witzelte Studiosus. Ich gestattete mir ein lässiges lächeln. "Ich will es nicht ausprobieren." antwortete ich. "Wird auch schwer der arme Perc ist nämlich im Hades." bemerkte Connor und blickte Studi mahnend an. "Also ich bin mir nicht sicher ob ihr da nicht falsch informiert seid, ich kenne einen Sohn des Poseidon der behauptet er ist Percy Jackson, hat im Styx geschwommen wie ich ist n paar Jährchen jünger und sollte noch hier in LA sein und Monster töten." bemerkte ich zwinkernd. Ein Sprachloser Stoll ist einfach ein göttlicher Anblick - schon zum zweiten Mal in meinem Leben, einfach herrlich! "Den hab ich in Kanada aufgelesen, haben ein paar ziemlich kranke Dinger durchgezogen." erläuterte ich. "Aber da darf ich leider nicht allzu viel sagen - das würden ein paar Autoritäten nicht gern haben." bemerkte ich und zeigte nach oben. Dieses Argument akzeptieren sie schließlich Zähneknirschen. " Siehst du Studi, wir hätten doch im Camp bleiben sollen, von wegen da gibt's keine Aktion für uns. Jetzt geben die Götter schon nicht Campern die Aufträge, weil alle fähigen Leute sich absetzen!" merkte Dick an.

"Verdammt! Du hast recht, ich kriege meinen Quest noch und wenn ich Chiron die Hammelbeine langziehen muss." knurrte der kleine rothaarige und ließ seine Augen dabei funkeln das einem Angst und Bange um den Zentaur werden konnte. "Also, gehen wir das jetzt mit Jordan bereden?" fragte ich in die Runde. Studi nickte eifrig und lief vor, während wir anderen ihm langsam folgten. Es blieb mir ein Rätsel wie der kleine es schaffte, aber er fand Jordan nachdem er um viele Ecken gewuselt war wie eine nach einem Stück Käse suchende Ratte in einem Spielzeuglabyrinth. "Jack - ist das was für Kathie?" fragte Jordan und streckte mir einen ganzen Wäschekorb voller Medikamente hin. "Ähhhh Jordan, du weißt das normalerweise eine kleine Packung genügt?" bemerkte ich bis ich feststellte das jede der kleinen Packungen ein anderes Medikament enthielt. "Ach du scheiße - ich guck mir das mal an. Versprochen! Verdammt, warum ist Sam nicht hier, die hätte noch mehr Ahnung davon." bemerkte ich was Travis einen ängstlichen Blick entlockte. "Jordan - also nicht das ich die Mühe nicht zu schätzen würde, aber ist es nicht gefährlich sie diese Dinger da schlucken zu lassen. Ich meine Kathie hat noch nie Medikamente genommen seit ich sie kenne, wenn sie jetzt allergisch ist. Und ich weiß nicht ob sie die überhaupt nehmen würde." begann er auszuführen. "Travis - Depressionen sich nichts was sich von heute auf Morgen wieder legt. Ich würde lieber nicht ein Risiko eingehen das sie einen Suizidversuch unternimmt, das was ich da heute gesehen habe war ein Nervenzusammenbruch erster Klasse, und wenn das bei euch jeden Tag vorkommt." deutete ich vorsichtig an. "Wie ich dir gesagt habe! So könnt ihr jedenfalls nicht weitermachen." Studi blickte bedeutungsschwanger in die Runde."Seh ich genau so, außerdem könnte Janice sich ja darum kümmern, die hat mehr Ahnung von Medikamenten als jeder den ich kenne, Tochter des Apollo und Krankenschwesterausbildung, das haut rein Alter! Solche Support Abilities kannst du nicht mal nebenher skillen!" erklärte Studi. Noch so ein Gamer! Und Studi schien um einiges schlimmer zu sein als Jakis es jemals war, der gehörte bestimmt zu den Leuten die ins Teamspeak fluchen wenn sie sterben und denen es piep egal ist ob ein paar dutzend Trommelfelle platzen oder nicht! "Jep." stellte ich fest.

Jordan verdrehte nur die Augen. "Also Travis, Jack hier kommt von draußen, wie du vermutlich schon weißt und er sagt das es da draußen für Menschen recht sicher ist. Für Halbgötter wohl nicht, aber das ist es ja so ziemlich nirgends. Wir sollten ausrücken, dieser Bunker hier macht die Leute faul und depressiv. Dabei gibt es in den USA wieder so viel freies Land wie seit vielen Jahren nicht mehr." erklärte Jordan. "Wir können eine neue Gesellschaft aufbauen, das ist eine Gelegenheit die man sich nicht entgehen lassen darf. Welche Namen sollen die Kinder in den Geschichtsbüchern der Zukunft lesen, also ich bin für meinen." bemerkte Jordan mit dem Anflug eines Lächelns. Naja, so hoch würde ich jetzt wirklich nicht gehen, wenn überhaupt irgendwer sich jemals wieder für die USA interessieren würde, dann wagte ich zu bezweifeln das wir paar Männchen in die Geschichte eingingen. "Und was willst du von uns, Jack hat schon etwas angedeutet." sagte Travis und blickte Jordan fest in die Augen. "Was ich will - na das ihr einen anderen Weg aus der Stadt nehmt, ihr wollt doch bestimmt nach Camp Halfblood oder?" fragte Jordan. Travis lief rot an, dann atmete er tief aus. "Ja - das werden wir. Wenn du uns loswerden willst Jordan, dann verstehe ich das , wir haben es dir nicht gerade leicht gemacht. Aber wir sind keine räudigen Köter die man rufen und wegschicken kann. Wir gehen - aber wir kommen nicht wieder!" blitzte er aus seinem Auge. Oh Scheiße, da musste man einen Streit gar nicht mehr faken, dachte ich mir. Stoll machte einen Abgang der einer Diva Ehre gemacht hätte, Dick nickte zustimmend und folgte dem Sohn des Hermes. Studi zuckte mit den Schultern "Sorry Jordan, aber Gesellschaft aufbauen ist nicht so mein, viel zu spießig und langweilig. Also dann nix für ungut." verabschiedete er sich und folgte den Halbgöttern. Ich hingegen hatte einen Kloß im Hals, damit Jordans Plan funktionierte musste ich auch mit den Halbgöttern gehen. "Mach es gut alter Mann, viel Glück. Danke für alles…" ich umarmte Jordan und boxte ihm spielerisch vor die Brust. "Also, wenn ihr euch irgendwo ein Dorf anlegt, denk dran ein Gästezimmer für mich einzubauen!"antwortete ich und wandte mich ab. "Mach es besser Jack - du hast die Zukunft noch vor dir." rief mir Jordan hinterher. Schließlich holte ich die anderen, besser machen - Jordan und seine kryptischen Andeutungen! "Ach, kommst du auch noch?" spöttelte Travis der seine Leute offensichtlich schon Instruiert hatte. Sie schritten schnell und zielstrebig in den Schlafsaal und begann ihre Rucksäcke zu packen, mit einer Disziplin und Regelmäßigkeit die beeindruckend war. Einzig und allein Kathie saß tatenlos da und starrte ins Leere, allerdings nur so lange bis sie die anderen packen sah. "Geht es los, kommen wir endlich wieder an die Oberfläche?" fragte sie mit strahlenden Augen, als Travis ihr zunickte jubelte sie freudig auf und warf sich ihm um den Hals, die beiden begannen zu knutschen das ich mir dachte - bitte Leute lasst bloß die Klamotten an! Während unser Twilightleser ein seufzendes "Wie schööön." ausstieß kam mit bei diesem Schmalztonfall schon fast di Galle hoch. Ganz ruhig Jack, ein kleines Pony, zwei kleine Ponies, drei kleine - Scheiß auf die Ponies! "Jaja ich weiß, hör auf dich zu gebärden wie ein 14 jähriges Mädchen Mann!" knurrte ich. der Kerl blickte mich aus großen Augen an und machte unwillkürlich einen Schritt rückwärts.

"Hey, was hast du für ein Problem damit das ich mich für die beiden freue, unglücklich verknallt?" spöttelte er. Bevor ich mich beherrschen konnte hatte ich mein Schwert in der Hand und hielt es einem Kreidebleichen Schönling an die Kehle. Studi und Dick rissen die Münder auf. "Wenn du noch einmal versuchst deine Nase in meine persönlichen Angelegenheiten zu stecken bist du ein toter Mann ist das klar! Also halt deine Schnauze über Sachen die dich nix angehen klar?" fragte ich mit einer schneidenden Stimme die mir selbst Angst einjagte. "Jaja schon gut, sorry Bitte, nimm das Schwert weg." wimmerte der Kerl mit der blanken Panik in den Augen, ich entfernte die klinge von seinem Hals und steckte es wieder weg, immer noch pochte die blanke Wut durch meine Adern. Ich durfte nicht die Kontrolle verlieren, schließlich waren das nicht meine Feinde. "Gehen wir." bemerkte ich und Schritt voran, der Junge begann zu heulen wie ein Mädchen als ich ihn in Ruhe ließ - hatte wohl keine starken Nerven. Dick sagte nichts. Studi war allerdings ziemlich verdattert "Was geht mit dir ab?" fragte er mehr fragend als vorwurfsvoll. "Sicher Joel ist n bisschen schwuchtelig aber deswegen musst ihn doch nicht gleich umbringen wollen." bemerkte er mit einer Schärfe in der Stimme die mich warnen sollte. Die beiden Apollotöchter kümmerten sich um den "armen" Joel und vor allem Janices Schwester warf mir mörderische Blicke zu. Na, das würde wohl eine angenehme Reise werden, dachte ich mir als Dick die schwere Eisentüre die den Bunker zum Kanal hin verriegelt hielt allein aufschob. Dann traten wir hinaus in die widerlich stinkende Unterwelt - Joel kreischte schon wieder wie ein kleines Mädchen. "Igitt wie stinkt es hier - gibt es keinen anderen Weg nach draußen?" jammerte er. "Nein Joel, jetzt sei einmal ein Mann!" klagte Travis genervt. "Was heißt das sei ein Mann. Bin ich etwa keiner, ich hab auch was zwischen den Beinen hängen. Was kann ich dafür wenn ich auch Gefühle habe." protestierte der verärgert. "Genau Connor, lass Joel in Ruhe oder die kriegst es mit mir zu tun." blaffte Janices Schwester. "Und wenn ihn hier irgendwer anmacht dann werdet ihr Leandra Stubinger kennenlernen, dann werde ich auch jemandem die Kehle durchschneiden klar!" keifte das Mädchen. "Wenn du wüsstest wovon du redest würdest du´s nicht machen." bemerkte ich ernst ohne mich herumzudrehen, dann ging ich weiter. Studi wich einen Schritt zur Seite. "Du hast doch nicht etwa." fragte er. "Mehr als ich zählen kann, da draußen war Krieg Studi, ihr habt nur den kleinsten Teil gesehen!" antwortete ich und ließ die Bilder von brennenden Häusern, Leichen und Gedärmen nicht vor meinen Augen verweilen und ging direkt hinter Travis her.